Heilbronn. Mainz unb
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Stcnographenvmii ^tag, 28. Dftobr. zeigenteil).
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+ Herbstein, 22. Oft Das hiesige Schöffengericht verurteilte heute den Krd. Oechler von Ilbeshausen wegen Beleidigung zu 15 Mk. Geldstrafe und Tragung sämtlicher
GriginaL-Drahtmel-ungen.
Frankreich unb die Zarcnreise.
Paris, 23. Okt. Der Minister des Aeußern Pichon beabsichtigt, den Zaren auf der Rückreise zu begrüben unb will bei dieser Gelegenheit auch eine Unterredung mit Stolypin haben.
(Siebener Wetterdienst.
Äoranssichtliche Witterung für Hessen am Sonntag dem 24. Oktober: Trübe, Regenfälle. Stark wmdig bis stürmisch.
Gegen das Aitern
Dr. HommeFs Haematogen
WARNUNG! Man verlange ausdrücklich den
Namen Dr. Hommel.
Kosten. Oechler hatte in einem im Lauterbacher Anzeiger er* sckneneuen Gedickte, unterzeichnet Heinr. Vogelsberger, zum Ausdruck geb rackst, die Wirte verkauften ,,Tröpfelb i e r". Ter Vorstaird des Gastwirrevcrcins erhob hierauf gegen Oechler Privat klage, in der obiges Urteil erging. Dem Privatkläger wurde ausserdem die Publikationsbefugnis int Lauterd. Auz. zugespvochen.
Bern, 22. Okt. Das Gericht in Veven ^Kanton Waadt) verurteilte einen Reserveoffizier aus Dortmund, der einem schweizerischen Oln-rleutnant aus Bern auf offener ^traye eine Ohn'eige versetzt hatte, zu fünf Monaten Gefängnis unb 1000 Francs Entschädigung an den Geohrfeigten.
LMchUahrl.
,,Par seval 3" nrirb heute seine große Heimfahrt nach' Bitterfeld antreten. Gestern hat das Luftschiff eilten wohlgelungenen Aufstieg unternommen. Major Parseval nahm an der Fahrt teil, außerdem u. a. der Militärattache bei der russischen Botschaft in Berlin, Oberst v. Michelsen, im Äluftrage seiner Regierung, die sich für beit Ankauf eines Parsevalballons interessiert; der englische Oberst Churchill, der Chefredakteur der „Neckarzeitung" in Heilbronn, und der Stadtrat von c-i"‘---
Zuerst ging die Fahrt dein Niain entlang auf ’ Wiesbaden zu und dann wieder zurück. Das Luftschiff hatte gegen starke Böen anzukämpfen, die es jedoch gut bestand. Die Geschwindigkeit betrug 60 Kilometer.
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|30" ist beschädigt.
Gießener Strafkammer.
)( Gießen, 22. Oktober.
Wegen Beleidigung eines Eifenbahnschafsners hotte das Schöffengericht den Müller H. S. von Echzell zu
I Tagen Gefängnis verurteilt und dem Beleidigten die Publi- 7 Eionsbefugnis -verkannt. Der Angeklagte kam an einem Sonn- iLgmorgen von .Homburg v. d. H., wo er in Arbeit steht, mit mer Ärbeitcrfahrkartc, die nur zur Fahrt an Wochentagen be- Lchtigt, auf dem Bahnhof Friedberg an. Der Bahnsteigschaffner ,-rlangtc eine volizcilichc Bescheinigung, wonach die berufliche .itigkcit des Angeklagten cs nicht gestattet habe, die Rückreise in Samstag anzutretcn, da nur unter dieser Bedingung eine .Wochenkarte Sonittags benutzt werden darf. Ter Angeklagte i klärte dem Schaffner, er habe von ihm gar nichts zu verlangen [urai> er zeige ihm auch nichts vor. Als ihn der Schaffner bis hiLT Ankunft des Stationsbeamten festhielt, nannte er ihn einen , Trecksack" und schimpfte mit drohend erhobenem Schirm weiter. ,,infolge Strafantrags der Eisenbahndirektion ging Anklage und i bits Schöffengericht führte bei der Urteilsbegründung aus, es habe Lut deswillen auf eine Freiheitsstrafe erkannt, weil gerade durch ne Roheit der Arbeiter die Cisenbahnbeamten viel zu leiden hätten, "'(r Angeklagte legte Berufung ein, indem er die Beleidigung Lfcilritt: er behauptete sogar, er sei von dem Schaffner angegriffen! n»rbcn. Diese Angaben stellten sich als unwahr heraus, wes- ■ alb seine Berufung zuruckgewiesen wurde.
Ein schlechtes Geschäft
Ihat der Ziegeleiarbeiter H. G aus Frischborn bei der Straf- unmer gemacht. Sein Stiefsohn H. I. kam in Altenburg Imit einem Kameraden in .Wortwechsel, weshalb er nach seinen i Ikern rief. G. kam dann mit seiner Frau auf die Straße und twhrend Mutter unb Sohn den Gegner umherzerrten, gab der ^ter diesem einen Stoß in den Rücken. Kurz darauf griff dem «verletzten ein Kamerad auf den Rücken und sagte: „Du blutst ja rröe ’ne Sau." Erst jetzt merkte der Verletzte, daß ihm neben, bat linken Schulterblatt ein Messer eingedrungen war. Bon den lnigreifern wollte feiner gestochen haben, zwar gab der junge I. an, er habe mit dem Messer geschlagen, dieses sei aber ge- i schlossen gewesen. Nach Lage der Sache konnte nur der alte G.
hem Verletzten den Stich beigebracht haben. Alle drei wurden wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung angeflagt, und trotzdem
von nun an behauptete, er habe dem Verletzten den Stich beigebracht und G. seine Schuld bestritt, verurteilte das Schöffen gericht den Zuletztgenannten zu 2 Monaten Gefängnis und sprach bie Fron unb den Sohn frei, da diese in Notwehr gehandcttl .hätten. Der Verurteilte focht dieses Erkenntnis an, desgleichen die Staatsanwaltschaft, da diese die Angeklagten wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung verurteilt wissen wollte. Auch vor der Strafkammer bestritt G. seine Schuld und sein Stiefsohn wollte die Sache auf sich nehmen, während die Frau die Parteien nur habe trennen wollen. Die Strafkammer war mit dem Schöffengericht einig, daß nur der Angeklagte G. dem Verletzten den Stich deigebracht haben kann, da die andern Angeklagten den Verletzten nur von vorn angesaßt haben. Unter Berücksichtigung der Gefährlichkeit dieser Handlungsweise, die leicht den Tod des Verletzten hätte herbeiführen können, erhöhte das Gericht die Strafe des G. auf 4 Nionate Gefängnis. Da I. den Verletzten auch mehrfach getreten hat, ohne in Notwehr zu sein, wurde er zu einer Geldstrafe von 25 Mk. verurteilt, während es bei der Freisprechung der Frau blieb.
Falsche Beurkundung
ist dem ftcflDertr. Ortsgerichtsvorst eher K. K. von Ober-Ohmen zur Last gelegt. Ein Bewohner des Ortes wollte ein Darlehen aufnehmen, weshalb eine diesbezügliche Urkunde ausgestellt wurde. Der Bürge wollte aber nicht für den ganzen Betrag haftbar fein, was den Schuldner bewog, die Urkunde abzuändern. Die Kasse beanstandete die Urkunde unb sanbte sie zur Vernichtung an den Schuldner zurück, unter gleichzeitiger Beigabe einer neuen, die unterzeichnet und beglaubigt
Turin 1902: . . . Gold. Medaille St. Louis 1904: . Gold. Medaille Mannheim 1907: Gold. Medaille
liu 29. Nov. b.; Reichsbankstelle i anstelle mit Rofii» eröffnet werden.
ommenden 5onr.:: schast von Gg. Ze rhess. Obstbar .Herr ittrag halten iri jb[tbäumen". 'J1 Erlösung btt > Oberh. Obsits inberg und Lro Die hiesige Gcgc'i rarste gezeigt hr >ehnt werden minituug auch ß
Drei hiesige 1M m in Waldei-' id trieben sich al? herum, woselbst st nncr Leine mit r- jic. in einem 6ip rden. Sie . in, nach Lester^' rficr nicht ausneis eintat transportur ch langen WJ iaultg erhalten,» veräußern, c ?ie alten historM' OeKeitb) müist»^ Icn^ttcM-; Kein veru^ >iesige Fleisches in5rid)tnen|«S-
|i Marburg, 22. OK. NoÄ>em der Wiederaufbau des U-Dicken Teils des im vorigen Jahre abgebrannten städtischen Itttrrzitätswerkes in der sog. herrenmuhlc ilott im Gange ■t, beschäftigte sich heute ine Stadtverordneterweriammlung mit f« Frage der Wiederherstellung d s We sts lu g el s, •criiber große Meinimgsverschiedenheilen
D erschlag des Bezirks-Konservators Pros v. Drach wll das Ge- dube ähnlich dem alten werben, wahrend bas Proiekt des adtbaurats Bewig bei tunlichster Berücksichtigung bce früheren in Werks bie notwendige Verbreiterung der Kratze zulatzt. ^.as Uere Projekt wurde einstimmig gutgeheißen. — In den letzten |. -igcn wurden hier und in der weiteren Umgebung etwa sefjn 3-itte der spinalen Kinderl ähmung testgestellt. -i-ie -ankheit verläuft bis jetzt gutartig und gibt zu Bei orgni, seit iJten4?fte6rborn, 22. Okt. Nächste Ostern findet hier der nassauische Lehrertag statt. Die Versammlung wird aller Wahrscheinlichkeit nach sehr gut besucht werden, zumal ine meisten Lehrer Nassaus auf dec hiesigen Pcaparanden- o istalt ihre erste Ausbildung fanden. Ihre beiden r-chwestecn- t ifiolten Ufingen und Dillenburg lind jüngeren Ursprungs.
Wiesbaden, 22 Okt. Ern schreckliches Un- g lück, das den Erstickungstod dr erer Krnder zur s^olge hatte, ereignete sich gestern in d^n k>cmse Wucher- inafie Ni. 17. Dort nmkM un 2. Stockwerk de^ Seiten- Halles der Taglöhner Himmelmann. Ein Hausbewohner bemerkte aus der Wohnmig Rauch herausdrrngen. o>a zensier ujtb Türen verschlossen traten, so tmirbc von einem yaus- H.rwohner die Tür erbrochen. In der rauchgefullten Wotz- arna fand man in der Stube drei Knaben im Alter von 5 3 und 1 Fahr bewußtlos vor. Die Äinber hatten jedenfalls imit Streichhölzern gespielt und hierbei das Bett in Brand q.ksteckt. Das Feuer wurde durch Hausbeivohner bald gesetzt und die Sanitätswache lferbeigerusen. Emer der un- rücklichen Knaben war bereits tot. Die beiden anderen i-arben mts dem Wege zum Krankenhaus. Die Kinder be- anben sich allein in der Wohnung.
** Kleine Mitteilungen aus Hessen unb b en Radibor floaten. Trotz der eifrigen Bemühungen der ^ani- Äsbehörde nehmen in Offenbach die Ty phuserkr an - -jnqcn narf»crabe einen beunruhigenden Umsang an Am '-reitaq sind abermals vier neue Fälle zu verzeichnen, so datz KBt die O^esamtzisser 29 Erkrankungen unb 5 Todesfälle betragt.
In Schweinsberg fiel der Taglöhner Hälfe 1 b ach io umglücklich die Haustreppe hinunter, daß er gestern starb. — 3 n Frankfurt a. M. lvurden bei einem E i n b r u ch eine (io§e Anzahl Wertpapiere, Preußische Konsols und Bayernche - isenbahnobligationen, gestohlen. — 3n Lor ch h ausen hat der «ÄZinzerverein, brr 40 Mitglieder zählt, seine Bilanz nut einem ■y erhift von 56 046 Mk. abgeschlossen. — Auf dem Kleinen üi bc in bei Biebrich stießen infolge Nebels die Güterdampser diadenia 30" unb „Jnbustrie II." zusammen. Die ,,^n- ■ buftrie II." sank, ihre Besatzung würbe gerettet. Die „Babenia
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Kleine Tageschronik.
Fm Mansfelder Streikgebiet herrschen! seit vor- geftern Unruhen Arbeitswillige wurden von Streikenden mit Stvckschlägen unb Steinwürfen von den Arbeitsplätzen weggetrieben. Polizei unb Genbarmerie wurden angegriffen unb Sachbeschädigungen verübt. Aus den nächsten Garnisonen wurde Militär zu Lilse gezogen.
Infolge eines großen Brandes in Perna mbuco ist bas deutsche Vollschiff Posen gesunken. Das Schiff hatte .Hamburg am 5. September mit der Bestimmung nack Valparaiso verlassen. Tie 94 Mann zählende Besatzung wurde von dem englischen Dampfer „Earl of Carrick" ausgenommen und in Rio d e Janeiro an Land gesetzt. .
Der Bahnhof von B e l l p a t-B el uts ch i st a n, sowie ein Gebäude an der Eisenbahn nach Quetta wurden durch etn Erdbeben vollständig zerstört. 25 Menschen wurden getötet, 12 verletzt. . .
Der Vesuv ist am Donnerstag ut Tätigkeit getreten. Wie aus Cat ania berichtet wirb, wurden um 7 Uhr morgens in mehreren Ortschaften der Umgebung heftige Erdstöße wahrgenommen. Mehrere Häuser weisen Risse auf. Die Bevölkerung verbrachte die Nacht im Freien. Gestern abend 6 Uhr erfolgten neue Erdstöße, die bereits in weiterem Umkreise verspürt wurden. Militär ist in den benachbarten Orten eingetroffen^
Großes Aufsehen erregt die Entdeck^ig des Gerippes einer Frau, die im Walde auf Long Island mit einer Schußwunde im Schädel und eleganten Kleiderreiten und kostbaren Juwelen (tufgehmben wurde. Tie Tote muß schon über ein Jahr im Walde gelegen haben. Papiere, die dabei gefunden wurden, beweisen, daß bie Ermordete eine Deut, che war, die an den EisenwaienHändler Otto Schonner in Altona eine Rech- ming über 16,95 Mark hatte. Neben dem Skelett wurde eine Uhr' mit den Buchstaben A. L. gesunden.
Spielpian des Reuen Gietzener StadttheAers. Direktion: Hermann Steingoetter.
Sonntag den 24. Oktober, nacknüttagS 37, Uhr, bei kleinen Preisen: „Alt-Heidelberg." Ende 57« Uhr. Abends 77, Uhr, bei gewöhnlichen Preisen: „Ter fiedele Bauer." Ende 107, Uhr. Montag den 25. Oktober, abends 8 Uhr: Volksvorstellnng: „Hase- manns Töchter." Ende 107, Uhr. Dienstag den 26. Oktober, abends 8 Uhr: 4. Dienstag - Abonnement - Vorstellung: „Narrenglanz." Cnde 107, Uhr. Mittwoch den 27. Oktober, abends 8 Uhr (außer Abonnement): Einmaliges Gastfviel von Earl William Büller: Der Doppelmenfch." Neuheit. Schwank in 3 Akten von W.Jakoby und A. Lipvjchitz. Ende 10 Uhr. Freitag den 29. Oktober, Abends 8 Uhr: 5. Freitag-Abonnement-Vorstellung: „Tie Stützen der Ge- sellschast." Ende 107, Uhr.
werden sollte. Mit der zweiten Urkunde ging der Schuldner zu dem Ortsgerichtsvorsteher, der seine Unterschrift unb gleichzeitig die des Bürgens die aber (ttod) nicht vollzogen war, beglaubigte. Die Sache blieb eine Zeitlang verschwiegen, denn der Bürge unterzeichnete nachträglich und das Geld wurde auch ausbezahlt. Tie Parteileidenschaft trieb aber die Gegner des Angeklagten dazu, Anzeige zu erstatten. Der Angeklagte will sich bei der Vollziehung des Beglaubigungsvermerks nichts Strafbares vorgestellt haben; nach seinen Angaben war er der Ansicht, es sei alles in Ordnung unb er brauche nur seinen Namen hin- zusetzen unb das Siegel beizudrucken. Tas Gericht nahm an, der Angeklagte habe von der rechtlichen Bedeutung des Vorganges nicht die richtige Vorstellung gehabt, weshalb es ihn freisprach. Tie Staatsanwaltsclwft hatte die Minbeststrafe von einem Monat Gefängnis beantragte.
Zhr früheres Urteil aufgehoben hat die Strafkammer, die im letzten Sommer den Landwirt Gust. Schellmann von Geiß-Nidda wegen Betrugs zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt hatte. Der Angeklagte hatte ein seiner Mutter gehöriges Orchestrion, das neu 700 Mk. gekostet hatte, für 1300 Mark an eine andere Wirtin verkauft und zwar, wie diese behauptete, unter der Angabe, das Orchestrion habe neu 2200Mk. gekostet. Im Gegensatz zu früher wurde zu gmisten des Angeklagten angenommen, es sei nicht erwiesen, daß er der Wirtin die unwahren Angaben gemacht hat, zum mindesten stand nicht fest, daß die unwahren Angaben bestimmend für die Käuferin waren. Es erging deshalb Freisprechung._____________________
Gerichtsraal.
Standgericht.
th. Gießen, 22. Okt.
Unter bem Vorsitz des Majors Nücker sand gestern in der Zeughauskaserne eine Verhandlung des Standgerichts gegen den Reservisten Clemens Ang. M aibvm von Attendorn im Saner- lanb statt. Als Beisitzer fungierten Hauptmann Vollav unb Oberleutnant v. Bocltzig. Die Anklage vertrat Leutnant Möller. Maibom hat drei Jahre als Freiwilliger bei den .Husaren gedient unb ging bann als Reiter 2% Jahre zur Schutziruppe nach Südwest-Afrita. Als gelernter Kaufmann, der vor seiner Dienstzeit als Verkäufer in einem Mamifatturwarengeschäft gearbeitet, konnte er nach seiner Rückkehr aus Afrika feine Stellung finden, unb wurde Gelegenheitsarbeiter. Er wollte aus seinem Heimatsort fort unb meldete sich beim Bezirkskonunanbo schriftlich auf Wanderschaft ab, erhielt aber bas Schreiben zurück mit der Anfrage, warum er aus Wanderschaft gehe, worauf er dem Bezirks- kommando feine Antwort gab; er wurde deshalb mit 3 Tagen Mittelarrest bestraft. Maibom hat sich nicht mehr bei dem zuständigen Bezirkstonimando angemeldet, und eine Kontrollversammlung versäumt. Der Angeklagte wurde dann zum 11. April nach Siegen vorgelnden, um sich beim Bezirkskommando zu melden. Auf dem Wege dahin will Maibom in schlechte Gesellschaft geraten sein und sich betrunken haben, so daß er dem Befehl nicht nach kam. Der Gerichtshof war mit dem Anklagevertreter der Ansicht, daß es sich nur um einfachen Ungehorsam handelt unb nicht, wie .bet Anklagebeschluß annahm, um Beharren im Ungehorsam gegen einen wiederholt erhaltenen Befehl, worauf Gefängnis ober Festung bis zu drei Jahren steht. Maibom wurde zu zehn Tagen Mittelarrest verurteilt, auf welche sieben Tage der erlittenen Untersuchungshast in Anrechnung kommen. Tas Urteil wurde vom Angeklagten sofort anerkannt.
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