Ausgabe 
23.6.1909 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Bleriot in Br and. Ster lot kam jedoch noch unverletzt davon. Sein Apparat wurde teilweise zerstört.

Die O ft staalen von ')( m c r i f a leiden unter dein Einflufic einer plötzlich ausgetretenen H i p e w c l l e. In Newnork und Philadelphia sind ^zahlreiche H i iz j ch l ä g e vorgekommcn.

Tic Marktpreise für Bieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Broipreisc

am 21. Juni 1909.

Märkte.

Höchste Schlachtviehpresse in Frankfurt a. Ul.

Fleischpreise in Gießen

Ochsen

Kälber Schweine

50 Kg. Schlachtgewicht 76-80 Ulf.

, Kg. Schiachtgew. 93-95 Pi.

v 70-71

J/. Kg. 76-84 Pfg.

, 7080 , '/, 70-94

Getreidepreise in M a n n h e i in

Brotpresse in Gießen

Wetzen 100 Kg. 27.50-0.000 Ulf.

Roggen 100 Kg. 19.5019.75 Ulf.

Weißbrot 2 Kg. 66 Plg.

Schwarzbrot 2 Kg. 62 Pig.

le. Wiesbaden, 22. Juni. B i e h m a r k t. Zum Verkauf standen: 44 Ochsen, 58 Kühe, 362 Schweine, 56 Kälber (darunter 00 Maslkälber, 56 Landkälber), 48 Hammel und Schafe. Bezahlt wurde für 50 Kilograinm Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qual. 75,00-77,00 Mt., 2. Quäl. 74,00-75,00''Ulf., Kühe 1. Qualität 64,00-66,00 Ulf., 2. Qual. 00,00-00,30 Mk. Bezahlt wurde sür 1 Kilogr. Schlachlgeivicht: Schweine, vollfleischige, 1,361,37 Mk., Sauen 0,00-0,00 Ulf., Eber 0,00-0,00 Ulf.; Kälber: Maslkälber 0,000,00 Ul Landkälber 1.50 l.58 Mk.; Hämmel und Schale 1,48 bis 1,52 Ulf. Rinder notierten: 0000 Ulf., Ferkel das Stück: 0000 Ulf. Geschäft bei Horn- und Kleinvieh gut, Ueberstand keiner. Tie Zufuhren ftanunteti aus dem Untertaunilskreis lmd Wiesbadeii-Land.

le. Frankfurt a. M., 23. Juni. Schiveineinarkt. (Org.- Tel. bes Gieß. Anz.) ZmnVerkaufe standen 1003 Schweine. Bezahlt wurden: für Schiveine 1. Qual. 7071 Pfg., Lebendgewicht 55,0 bis 55,5 Pfg.; 2. Qualität 6870 Pfg., Lebendgewicht 54,500,0 Plg., 3. Qital. 6468 Pig. Geschäft gut, Ueberstand keiner.

Briefkasten der Redaktion.

(Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.1

M., Hieben. Gegen die Blutlaus hilft Abbürsten nut eitler Lösung von S ch tn i e r s e i f e oder Einpinfeln mit 21 n 11- stlal sehr gut.

Gießener Wetterdienst.

Voraussichtliche Witterung für Hessen nm Donnerstag dem 24. Juni: Wechselnde Bewölkung. Vielfach Regenfälle. Kühl. Westliche Winde.

Original-Drahtmeldnngen.

Berlin, 23. Juni. Ans p ar laut ent arisch en Kreisen erfährt der Vorwärts über die Art, wie die kon- s e r v a t i v - k l e r i k a l e M c h r h c i t sich die Durchführung der Finanzreform denkt, folgendes: Es sollen zunächst ein-« mal bewilligt werden 356 Millionen indirekte Steuern. Von der Kommission sind bisher zusammen 318 Millionen bewilligt worden. Wie der fehlende Rest aufgebracht wer­den soll, steht noch nicht fest. Der von der Rumpfkominissiou beschlossene Kohlenausfuhrzoll und die Mühlenumsatzsteuer sollen fallen gelassen werden. Dagegen wird an der Ko-- tierungSsteuer festgehalten. Tie Erbschaftssteuer wird auch in der Form der neuen Regierungsvorlage abgelehnt. Zwischen der zweiten und dritten Lesung soll dann als Konzession an die Regierung die Kotierungssteuer auf 40 Millionen Ertrag ermäßigt werden. Ferner soll eine Erb­schaftssteuer, aber lediglich für das mobile Kapital, be­willigt und das dann etwa noch vorhandene Minus au Steuern durch eine Grundstücks-Umsatz- und Wertzuwachs- steuer gedeckt werden. Tie konservativ-klerifale Mehrheit rechnet dantit, daß auf diese Beschlüsse hin Bülow und Schatzsekretär Svdow demissionieren. Tie Entscheidung über die Frage, ob diese Finanzreform nun ohne und gegen Bülow Gesetz werden soll, würde dann beim Kaiser liegen. Vom Bundesrat erwartet die Mehrheit weitgehende Nach­giebigkeit.

Jena, 23. Juni. Dr. Kuhlenbeck, der früher Professor in Lausanne!'war, beabsichtigt, dem Jenaer Volts­blatt zufolge, seine Praxis als Rechtsanwalt wieder aus­zunehmen.

L o n d o n, 23. Juni Ter Torpedobootszerstörer Massue machte gestern Schnelligkeits- und Schieß vor- s n ch e. Dabei versagte eine Granate und es wurde sestgestellt, daß die Hülse kein Pulver enthielt. Eine strenge Untersuchung ist eingeleitet.

Unentgeltliche Arbeitsvermittelung. Städtischer Weitsuchveis Wen.

Gartenftrake 2, Zimmer 2.

Es können eingestellt werden:

a. bei hiesigen Arbeitgebern:

1 Wärter, 1 Bäcker, 2 Zimmerleute, l Hausdiener, 1 Jahrbursche, 1 Schuhmacher, 3 Dienstmädchen, 1 Brötchenträgerin, 2 Lauf­frauen, 1 Kindermädchen, 1 Köchin, 1 Aushilfe.

Lehrlinge: 1 Schreiner, 2 Schlosser, 1 Glaser, 1 Schmied, 1 Kellner, 1 Schneider, 1 Friseur, 1 Lackierer.

b. bei auswärtigen Arbeitgebern:

2 Zimmerleute, 2 Arbeiter, 1 Sattler und Polsterer, 1 Dach­decker, 1 jung. Metzger, 1 Schmied, 2 Wagner, 1 Schuhmacher, 2 Bauschreiner, 1 Möbelschrciner, 2 landw. Dienstmädchen, zwei Haus und Küchenmädchen, 1 Stütze.

Lehrlinge: 1 Bäcker, 1 Schlosser, 1 Schreiner, 1 Sattler und Tapezierer, 1 Spengler.

Es iucken 'Arbeit: Bö/8

2 Schreiber, 1 Schmied, 2 Former, 2 Weißbinder, 1 Zuschläger, J Spengler u. Installateur, 1 Heizer, 1 Schreiner, 3 Bauschlosser, 1 Maschinenschlosser, 1 Kupserichmied, 2 Glaser, 2 Hausburschen, 1 Sattler u. Tapezierer, 1 Polsterer u. Tapezierer, 3 Laussrauen, 1 Lausmädchen, 2 Waschfrauen, 1 Arbeiterin, 1 Iuhrknecht, zwei Ausläufer, 9 Arbeiter, 1 Flickfrau.

Lehrlinge: 1 Schlosser, 1 Lackierer.

Bekanntmachung.

Die Reparatur des alten Schnlhauscs in Dorlar ist zu ver­geben. Kostenanschlag liegt bei mir ossen. Gefl. Osserten ersuche ich mir bis einschl. 30. d. Mts. einzureichen

Krofdors, den 23. Juni 1909. B/6

Der Bürgermeister.

Braun.

den

Rettungsarbeiten haben

HSRRBBBS

BHBBBBBBBBBBBBBBBM

sog. Ftotz in der Ge- die Rückentunnelarbeiten

dieser Eigenschaft habe ick» stets zu veranlassen gesucht, daß die Presse in den Vordergrund gestellt werbe. Das Verständnis für dst Presse ist offenbar auch im Süden größer als inr "Jtorbai. Wir haben ferne größere öffentliche Organisation m Kadern, auf die nicht die Presse Einfluß gewonnen hat. Im Basserischen Eisenbahnrate, im Wohnung saus f chu ß, im 'Wasserwirtschaftsrate il't die Presse vertreten. Es gibt keine änentliche Veranstaltung, zu der incht die Presse eingeladen wird. Auf den Eisenbahnen, fahren wir im Salonwagen und die Ministerialräte müssen uns als Gäste behandeln. So etwas wäre auch in anderen Staaten leicht durchführbar, nratn man nur mit der nötigen Energie heran­gehe. Redtrer befünvortet namens des Vereins Münckumer Be-- russjournalisten solanrden Antrag:Der Verband deutscknr Jour­nalisten- und Schriststrllervrreine wolle endgültig Beschluß auf Errichtung der seit langem befürmvrteten.ständigen Geschäftsstelle des 'Verbandes fassen." '

sic lossprangen.

* Erpressung durch Brieftauben. Um sich

damals nur an gezeugt hätte, um Obdach und Brot zu bekommen Die in ihren Einzelheiten interessante Verhandlung, bei der Mtcis- vrzt Prof. Dr. .Hildebrand bat Angeklagten als einen moralisch Schwachsinnigen bezeichnete, endete mit dessen Fre isprechung.

Paris, 22. Juni. Im Prozeß des Tiamantennrackers Lemoine begann heute der Anwalt des Nebenklägers Sir 'Wernhers, Direftors der Debeers Eompany, sein Plaidoyer.

V w5'

lästigen Nachforschungen der Kriminalpolizei zu entziehen, ist ein Pariser Erpresser jetzt auf ein originelles Mittel verfallen: er verwendet zur Einkassierung der geforderten Suntnten Brieflattben. Ein Pariser Geschästsmauu erhielt am Sonntag einen Erpressungs­bries, in dem der Erpresser ankündigte, daß er Dienstag früh vier Brieftauben schicken würde;die Vögel haben unter den Flügeln kleine Behälter, tu denen Sie je eine Tausendfranknote unterbrin­gen können. Lassen Sie bann die Tauben frei". Der Kaufmann erhielt m der Tal von der Bahn vier Briestauben, die er der Polizei übergab. Die Tauben werden so belastet, daß sie nur langsam fliegen können; Radfahrer sollen ihnen folgen und man hofft, so den erfinderischen Erpresser zu fangen.

Kleine Tageschronik.

Wilbur Wright kommt Anfang August nach Berlin, um mit den hier erbauten Flugmaschinen seiner Bauart Ausstiege zu unternehmen.

In Alt-Drewitz bei Hilft rin versuchte ein unbekannter Mann einen M i l i t ä rp u l v e r s ch u p p e » in die Luft zu sprenge n. Er wurde, da er auf ben breimaligen Anruf des Postens nicht achtete, erschossen. In seiner Tasche fand man eine Zünd schnür und einen Revolver.

In Recklinghausen mürbe eine aus 16 Güterboden- arbeitern bestehende Diebesbande sestgeuommen, die schon seit Jahren Güterzüge beraubt hatte.

Gestern abend stürzte eine etwa 25 Meter lange Strecke im B r u g g w a l b t u n n e l der Bahnlinie BodenseeTogg en - bürg ein, während die Arbeit im Tunnel im vollsten Gange war. Acht bis z-ehn Arbeiter werben vermißt unb sind wahr-

si cheiulich verschüttet worben. Die sofort begomten.

In ber letzten Nacht geriet in der nteinbe Wattwil (Schweiz), von wo aus

LIEBIG8 Fleisch-Extract

älteste und bewährteste Marke. O

Wegen seiner großen Ausgiebigkeit u. vielseiti­gen Verwendbarkeitunentbehrlich in der Küche.

vollenden |md, bfliuif n. können. Tcsglcichn eines bequemen lkbtr>. e konnte bekanntlich vo: Eszett, nicht aber k utzt werden. An Aidolsjchen Mühle«

M « -hi bei

Zournaliften und 5chnstfteller.

ii.

S.u. $). Breslau, 20. Juni.

hierauf beschäftigte sich der Verbandstag mit folgendem A n - t r a g des Vereins Berliner Presse:Die Delegiertenversammlung iwolle beschließen, aus die Bildung einer alle Teile des Reiches umfassenden Organisation hinznnnrken, die geeignet ist, die wirt­schaftlichen und beruflichen Interessen des gesamten deutschen Schrittsteller- und Journalistenstandes nachdrücklich zu vertreten."

Marx (Berlin) führt als lieferent aus, daß die neue Re­ba kteuerorg auisation, der Bund Deittsckfer Redakteure erst ben Anstoß zu dem Anträge gegeben habe. Wenn diese Organisation sich iveiter .cntroitfcln sott le, lucrbe sie einen gewissen Gegensatz zu Journalisten- und schriftsteller-Vereinen mit sich 'bringen, der unter Umständen soweit gehen könnte, daß zwei bivergierenbe Gruppen sich entschieden gegenüberstanden in einem Kampfe, von dem allein die Perl eg er den Vorteil haben würben. Tamm richteten sich ganz von selbst bie Blicke aus die alte Organisation, als die Frage akut wurde, welche der Organisationen die bedeu- tungsvoller sein würde. Es entspricht der Entwickelung der Jour­nalisten- und SchriWelkervereine, ihrer bisherigen Toleranz, daß ; man die Aufnahme von nicht im Hauptberuf tätigen Journalisten , und Redakteuren nicht beschränkte. Das sei erklärlich, aber jetzt Beginn einer strafferen Organisation müßten die Aufnahme- 1 bebhigmigen strenger gestaltet werden. Der Verein Berliner Presse I habe damit bereits den Anfang gemacht und kurzerhand die 'weitere Aufnahme von nicht im Hauptberuf tätigen Redakteuren und Schriftstellern abgelehnt. Die Vereine müßten sich durchweg ' selbst prüfen, ob sie befähigt seien, eine große Organisation, wie 'sie jetzt in Aussicht genommen sei, zu stützen. Feste, Dampfer- ! führten usw. müßten bann freilich aufhören, wenn man diese große Organisation schaffen wolle. (Großer Beifall.) Es wirke besonders peinlich, wenn bei diesen Gelegenheiten bis zum lieber» I druß die Macht der Presse gefeiert werde, während aus der anderen Seite die vollständige Ohnmacht der Journalisten und Schnft- , fteUer bei jeder Gelegenheit konstatiert werden müßte. Wir stellen große Ansprüche an die Charakterfestigkeit, die Tätigkeit, Be­fähigung und Begeisterung der Journalisten und Redakteure, wäh­rend auf der an bereit Seite ein > vollkommen uitzureichenbe wirt­schaftliche Lage bei ihnen vorhanden ist. Das 'fröhliche äußere Dafein eines Journalisten verführe die meisten Leute zu der Ansicht, daß auch ihre wirtschaftliche Lage gesichert sei. Rot unb Elend treten aber in 90 Prozent an die Familie heran, wenn ein Journalist stirbt. Es müsse also eine große Organisation durch­geführt lucrben, die in Freundschaft mit den Konkurrenzvcrbänben lebt, aber auch ben Kampf nicht scheut, wenn es fein muß. (Lebst Beifall.) Chefredakteur Dr. Obst (Hamburg) bringt hierauf namens 'des Journalisten- und Schriftstellervereins für Hamburg, Altona imb Umgebung folgenden Antrag ein:

Der Journalisten- und Schriftsteller-Verein für Hamburg, Altona und Umgebung ist der Ueberzeugung, daß die Satzungen des Verbandes Deutscher Journalisten- und Schriftsteller-Vereine heute nicht mehr den Anforderungen genügen, die an eine starke und durchgreifende Berufs- und Interessenvertretung der Deut­schen Journalisten unb Schriftsteller gestellt werben müssen. Der Journalisten- und Schriststetter-Berein für Hamburg, Altona und Umgebung beantragt deshalb, eine aus 5 Verbandsvereinen zu bildende Kommission nieberzusetzen, die die Verbandssatzungen einer Prüftmg unterzieht, unter besonderer Beachtung folgender Gesichtspunkte: a) Zur Hebung ber Leistungsfähigkeit des Ver­bandes die Mitglieberbeiträge zu erhöhen; b) die Institution der wechselnden Vororte anfzuheben und einen festen Sitz des Ver­bandes zu schaffen ober wenigstens die Amtszeit des jeweiligen Vororts von zwei auf vier Jahre zu verlängern: c) ein General- Sekretariat als jtäiubige Zentrale zu errichten." Der Referent führt aus, daß es sich jetzt nm Sein oder Nichtsein einer großen Organisation handele, bie in ben letzten 15 Jahren viel geleistet habe, die aber jetzt überflügelt luerbcn solle durch ben neuen Bund Deutscher Redakteure. Tie Hamburger hätten zur Beratung der Sache sogar bie Abhaltung eines außerorbentlichen VerbanbS- tages beantragen wollen, seien aber bavon abgekommen, nachdem man gesehen habe, wie unentschlossen der Bund Deutscher Redak­teure sich entwickelt 'habe. Der Redner steht auf dem rriaitd- pnnkte, daß, wenn der Verband reorganisiert sei, der Gedanke des 'Verbandes immer wieder ein so starker sein werde, daß die Konkurrenz des Bundes ber Rebakteure nicht so sehr in Erscheinung treten würbe. Redner befürwortet eine Verbopvelung ber Bei­träge, um bie Reorganisation schleunigst durchführen zu können. Stossers ,Düsseldorf) stellt zu dem Hamburger Antrag solgeube Zusatzanträac:

,,d) Es dürfen in Zukunft nur solche Mitglieder in die Vereine aufgcnommen werben, die BerufSgenosse.n im wirklichen Sinne, d. h. im öaubtberuf tätige Journalisten, Schriftsteller ober Redak­teure und Neickwdeutsche ober als selbständige Schriftsteller tätig sind; e) es dürfen nur solche Vereine in ben Verbanb aufgenommen werben, deren sämtliche. Mitglieder sämtlichen vorstehenden Be­dingungen entsprechen." .

Große (Charlottenburg) begründet 'die Notwendigkeit der Errichtung der seit langem befürworteten ständigen Geschäftsstelle des Verbandes und der Anstellung eines besoldeten Sekretärs in Form eines Antrags des Vereins Berliner Journalisten. Ab­geordneter Müller (München) äußert seine Freude über das überaus gründliche Referat bon Marx, das jeder Redattion im Stenogramm zugänglich gemacht werden^ müßte, i>ainit überall auf den Redaktionen der Sinn für eine straffere Standesorgani sation geweckt werde. Wir klagen darüber, daß der Wert der kommandierenden Generale immer noch unterschätzt werde, unb wir sind doch selber daran schuld, weil wir uns immer in den Hintergrund stellen lasten. (Sehr richtig.) Ich bin zu meinem Leidwesen Mitglied des baperischen Landtags (Heiterkeit) und in

'Whi. P:

5 S=tg du'!' 1

üate fift ÜQt 1 'S I nockl. *Qni. nii; I uno löi,x70lt hott?. 1 snt brei ©JlM

^" gemeldete m

im ii cl-71* t-i

Darbietungen 'Ifeuer.) |.

{D ertS". Am 4 *11' lndefitt ^brannte mir bie Architekten Lubwu 'e Memehr, bie mk ir- wnnte das geutt ^Ul .Nm die tzesahi 's die angrenzender * Mer hat vornehm, süddeutsche Mili!>- :r denKrbandstLg 'cc Milchhygiene und scdeutung der örettv J: der hiesige Rechte yvcrkaufsordnuntz, die ti Gericht.

juni. 2as schon jahrn sonstigen Jnteressentkii il mit dein SchcldetsI )en, wurde gestern in iu ist auf Forscher :cue Bahn 5berscheld- >ie Industrie durch di ien, bütteninerke und begriffen ist. Schm item des Echeld» uti tfalen und ins Rheie- erdienst.

vei wichtige Beschlifi minitn im Laufe Kanalisierung und An>

betrieben werben, ein von vielen Italienern bewohntes Haus mit angebauter Scheune in Brand. Der Ausbruch des Feuers wurde sehr spät entdeckt, und es kam zu einem furchtbaren Auf- tritt. Rur wenigen Italienern gelang es, sich zu retten. Sechs verunglückten bei ber Flucht und mußten schwer ver­letzt ins Krankenhaus Wattwil gebracht werden. Heute morgen wurden zehn Leichen aus '.den Trümmern Lezogen. Tie Ursache ist nicht bekannt.

In der Kohlengrube bei Vulkan im Hunyader Komi tat (Ungarn ereignete sich gestern abend 7 Uhr eine gewaltige Explosion schlagender Wetter. Von den in der Grube befindlichen Bergleuten wurden 7 getötet und 8 verletzt. Tie übrigen Bergleute, ctiya 20 an der Zahl, konnten sich retten.

In M o u l i m c a u x, wo täglich Versuche mit Flugappa­raten stattsinden, geriet gestern das Fahrzeug des Luftschiffers

vermischtes.

*Die Blitzgefahr für Menschen. Jetzt, da wir in bie Periobe ber Gewitter eintreten, mögen einige Worte über die Blitzgefahr für den Menschen wohl am Platze sein. Im allgemeinen ist sie sehr gering, weit geringer natürlich in den Städten, als auf dem flachen Lande. Nach der Hellmannschen Statistik tötete der Blitz in einem 50jähr. Zeiträume durchschnittlich in Preußen 4,4, in Baben 3,8, in Frankreich 3, in den Niederlanden ebenfalls 3, in Schweden 3,1, in Englaird nur 1, in Ungarn dagegen 16 von einer Million Menschen. Im Innern eines §>anses, besonders in den größeren Städten, steht die Angst, von der sich wohl viele bei einem heftigen Gewitter beherrschen lassen, in keinem Verhältnis zu der kaum nennenswerten Gefahr. Anders verhält es sich aus freiem Felde, wo, allen Warnungen zum Trotz, vom Gewitter überraschte Personen immer wieder Schutz unter Bäumen suchen. Wer auf einem Pferde oder Wagen sitzt, ist dadurch, daß er über seine Umgebung hinwegragt, in höherem Grade ge­fährdet als diese. Ansammlungen von Menschen unb mar­schierende Truppen scheinen den Blitzschlägen weit mehr ausgesetzt zu sein, als einzelne Personen. Die warme, feuchte Luftsäule, die sich infolge des Atmungsprozesses über größeren Menschenansammlungen bildet, soll als ver­hältnismäßig guter Leiter den Blitz gewissermaßen anziehen. Aeußere Verletzungen schwerer Art gehören bei den vom Blitz Getroffenen zu den Seltenheiten, in den weitaus meisten Fällen wird ber Tod wohl durch eine Lähmung des Nervensystems sofort herbeigesührt. Die Bewußtlosigkeit tritt sofort ein. Wie wir Professor Dr. A. Gockels Buch über das Gelvitter entnehmen, vermochten von ben vielen durch den Blitz betäubten Personen, die später wieder zu sich tarnen, nur ganz wenige sich über ihre Empfindungen in dem verhängnisvollen Augenblick Rechenschaft zu geben, weitaus die meisten nahmen weder Blitz noch Donner wahr, nur einige wußten von Feuerkugeln zu erzählen, bie auf

>. Jmi. 3n ^cm en kliinMc» W en und gefchötzlku L- eifrig bestrebt, nw» xiniichtungen zu W' I en Aufenthalt w i Holling und Gefl« leit wird die HerM

Dic auf cmet ift;unb neben ich den emes im d'l i)on