Ausgabe 
22.10.1909 Erstes Blatt
 
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wiesen, baß bis jetzt ein bitimml'r Nachweis tar warm» 5S ur.o nidit die Hälfte des gemeinen Wertes ma« pebend fein solle, nicht erbracht ict To: 1u-i'chuf Qellt'- sich einmütig auf den Stflntpunft >rr °.c> mm täe dahin gehen, baß bet Ertragswert bann heranzu; ehen fei, wenn er wenig " als u-.t i: .litt d-s veranlagten gc mehren Wertes beträgt.

Eine längere Tcbattc entspann )id> über die rragc bcö Schuldenabzugs bei der kunr»(teuer. Sämtliche Redner mit 'Ausnahme de.Abg. Ulrich trafen ans prahiidieri unb finanziellen (trünben für bas Verbot des SdtiHben- abzugs ein, während Abg. Ulrich lebhaft für flefeitigung des Verbots plädierte t>)ebeimcTat Dr Becker wies auf die schrvenmegenben folgen eines solchen Verlangend hin unb stellte fest, daß, wenn der Sckiuldenabzng gestartet wer­den sollte, berSteuerko»-ffi;ient t n g a n : au ßer- orbentliche Höhe gehen wurde. Lie Wetterbera­tung darüber wurde vertagt bis nächsten Tiendtag.

Au» Stadt und Land.

Gießen, 22. Oktober 1909.

Au» der Sitzung der Stadtverordneten.

(54 ist kaum zu glauben, mit waS sich eine moderne Stadtverwaltung alles zu befassen hat, wenn )ie ihre 2ütf- gäben richtig erfüllen will, und ein Blick in die Tagesord­nung einer Stadtverordnetenversammlung gibt ein recht anschauliches Bild dieser Tätigkeit Unter dem nüchternen TitelMitteilungen" -. B. sinden sich oft außerordentlich wichtige 'Angelegenheiten Eine besonders erfreuliche bildete die (Einleitung der gestrigen Sitzung unseres hohen Rates, nämlich die Äunbc, daß der geplante Bau eines Ober­realschulgebäudes unterbleiben kann, da (ich die Schulabteilung des Ministeriums mit der Verwendung des alten ulinikSgebändeS für diesen 3roed einverstanden erklärt hat. Das ist eine Art Sparsamkeit, die sich sehen lassen kann, da hierdurch hunbernaufenbe erspart werden, ohne daß eine wichtige Aufgabe der Stabt zu leiben hat. Ein richtiges Schmrerzenskind unserer Stabt ist das n Ie c b ach t a l - Bahnpr ojekt, das ein wichtiges Berkehrsgebiet unserer Staat erhalten soll. Ties Projekt ist nunmehr au3gear­beitet unb wird in den nächsten Tagen den Interessenten unter In eitet, die hoffentlich i richt allzuviel daran auszw- setzen haben unb auch fernerhin die Verwirklichung des Planes tatkräftig betreiben Wohl den wichtigsten Teil der gestrigen Beratungen widmete man dem Gemeinde- stenergesetz, bao lief in das Finanzgebaren der Städte eingreift unb es deshalb wohl Der bient, daß sich ein hessischer Stäbtctag damit beschäftigt. Es ist an- Auerkennen, daß gerade unsere Stadtverwaltung die (Ein­berufung einer solchen Tagung energisch betreibt und an­dererseits kaum mi verstehen, daß, mir man erfuhr, l.essisd>c Bürgermeister so menig von bei Selbstverwaltung halten, daß sie die Mitwirkung der gewählten Vertreter der Bür- gerfdmft bei der Feststellung der städtischen Wünsche nicht pir erforderlich halten. Die sachlichen Ausführungen, die dct Rational'-konom unserer X!anbeMiniuerjitat, Professor Dr. Vier m er, in feiner Eigenschaft als Mitglied bei Stadtverordneten Versammlung zu bet Gern ein besten er refomi machte, sind in hohem Maß beachtenswert unb in einer Weise mittclstandssreunblid), das; |id> mmtdicr amtierte Mittelstcuidsmanu daran ein Beispiel nehmen Ürnnte. Auck» der berühmte Schutzstreifen an der Hrrenansta l t befdiäftigte nodi einmal die Persamm- limg. (Erfreulidynveife zum letztenmal, denn die Stadt will mit der gestern abgegebcqcit, ihren Reckstsstandpunkt nxriyrcnbt-ii Erttärung die Sadje nunmehr auf fick) be­ruhen lassen.

"Die Kaiserin von Rußland fommt, wie das Darmst. Tgbl.* mittcilt, ui nächster Zeit nicht nach Darin ftab 1.

" Piarrpersonalien. Der Großherzog Haiden eoang. Pfarrer Alex. Schnchard zu Reinheim auf sein Nachsnchen unter Anerkennung feiner langjährigen treu ge­leisteten Dienste in den Ruhestand versetzt und dem Pfarrer Gg. Stock zu Sprendlingen die evang. Pfarisielle zu Neckar- Steinach übertragen.

** Lehramtsperfonalien. Der Großherzog hat bnt Oberlehrer am Realgymnäfium unb ber Oberrealsdpile ju Gießen, Proiessor Ti Riel» Eduard Cttmann, auf fein Nachsuchen bi zur Wiederherstellung seiner Gesundheit in den Ruhestand versetzt und den Oberlehrer an dem Gymnasium Fridericianum zu Xtoubadi Ernst Meller 3um Oberlehrer an dem Realghmiiasium zu Gießen ernannt.

* * Erledigt 11t die mit einem evang. Lehrer zu be­setzende Lchrerstelle an der Gemeindeschnlc zu Sch lech te n - wegen. 9?ht ber Stelle ist Organisten- und Lektordienst verbunden. Ihrem Inhaber kann eine Ortszulage bewilligt werden.

** Der Historische Verein für das Mroft- beringt ujn dessen halt feine Hauptversamm­lung am Sonntag, 7. Nov., in 0 r 0 f; -(M c r a u ab Dort fmbet eine Bcsichtignng der Mirdjc und des Rathauses statt; um 1 Ilhr jdiließt |id) ein Mittagessen im Gasthaus zur SVronc" an Bei günstiger Witterung folgt ein Spazier- gang nach Dörnberg unb zum Römerkaftell. Um Ulir i,t eine geschlossene Sitzung im EosthaiiSzum Anker", um 6 Uhr eine öfientlidM* Sitzung eoendort Vorträge b'lten Denkmalpfleger Pros Dr. AnibesAus der Vorge­schichte 0'roß-Geraus" unb Haus und Staatsarchivar Tr. ? ^0 terich ..Die Beziehungen der stomgin Luise von Preutzeu zu Hessen."

" In der nichtöffentlichen Sitzung derEtadt- v cr ordneten- Pe r famm l nng gelangte zunächst die An- gelegcnhcit der Dcrfauftcn Polizeiakten zur Verhandlung. Die Akten ufro. unter denen sich u. a. die sämtlichen ge- bnndencn Jahrgänge des Gießener Anzeiger«, sowie d,c polizeilichen Akten auO dem Jahre 1848 und ans den ocr- schiedenen KriegSzeiten des verfloßenen Jahrhunderts befanden wurden von Polizelsekretär Bilo ohne Wissen der Stabt- Verwaltung an eine hiesige Althandlung unter der Bedingung

EmitampscnS verkauft, angeblich wegen Platzmangels, er Erlös der etiva 34 Zentner Akten, rund 75 Mk.» wurde unter verschiedene Beamte des Poli-eiamts verteilt. Als der L bfrt'urgfnneuter Kenntnis von dem Vorkommnis erhielt, 55 ,^orl ,,nc Untersnchiing ein und tat Schritte, die .Uten für die Vtadt zurückzuerwerben. Da die Vernichtung noch nicht erfolgt ist, wird eS voiduSsichtlich gelingen da« wertvolle urkundliche Material vollständig der Stadt zu erhalten. Poltzeisekrelar Bilo hat ferner für Unter- |a)rift8b:glaubtgunge;i u. dergl. Gebühren erhoben und In­halten, auch m fallen, ui denen eine Gebühr nicht dn-ctz nkl'S oorgcjd)neb«n i(l Äuj alle Jällc haue» üie

int unb Aufgaben hierfür mcht m tvregt kommen .not Scrtealier be.- ledigen Lmtribu^ Unternehmens war von bet 'ta worden, er habe |ic oder

Si^uitß -er Stadtverordneten.

Gießen, 21 Lkt.

''ütnx'fcitb: Oberbürgermeister Mecum: die Beigeordneten Miller unb ('xmgt. bic Stabtvcrorbnetcn: Dr. Biermer, Bruck, Di Ebel, L idxiiamn, EmmeliuS, jvaber, .öabciiidit, Tr .\>abn> fom, baubadi. vcuticllxim, Helfrich, beim, bahn, Iann, Zug- lurbt. Ürumm, Leib, Löber, Loos, Orbig, Iktri, Plank, Tr. id äfer, ^djaffuaebt, Simon, Troß. Wallenfels, 23hui.

Mitteilungen.

her 230rftb e_n b c mittcilt, hat das Ministerium des .vimmi, 'Jlbtcilung für Schul an gelegen lwi t en. itidn» dagegen, daß bic £ her real | (hule in ber alten illinif unter gebe acht wird, loiem e-.nige Urschriften befolgt werden, die keine besondere Molken verursachen

Einige <*nntt|tüd ' von Wcidig in der SteobanSmark, bir einen blnbirimasgrund für die Pfelbbcrciniaung bildeten, smd für den ^taoterweiteruiiasionds erworben worden. TaS Zu- lammi-ni'ermngsveriahren tit nunmehr tm Gang

00m /1? 0 114 c 1 q m t liegt eine Einladung für nächsten Sonn lag ;ur Prüfung 1011 PolueUrunden vor, bic durch Polizcileutnant X'crft ran Scarbrüdcn auf Veranlassung des vundesportoereins abgebaltai wird.

'-Ron der 1 r m a Dern u. Co liegt eine Bcscklwerve gegen lnerungsix-r qel ungen der Stabt vor, bie zunächst an bad Tirf- unb das .vodibauanu qci>*it

Ter Entwurf für die Rebe nbabnGießen Brand- oberuborf ist ierUggciiellt unb wird am nächsten Dienstag comnnaa im Sibungsia.il der Versammlung von dem Bearbeiter

drviekteS rrftän unb erläutert werden Auch bie Bürger^ meuter bet beteiligten Landgenunnden find hierzu etngdaben worden

Boni Stabft*. W i nn find ;ttri Schreiben wegen der Schaffung einer Unterführung zwischen Ebelstraße und Stl phanstraße, sowie lt4*fl'n des in der IcBtat Sitzung erwähnten baufe» ui ber '.Qru- habt euhjegangcn. Sic werden m ber nächsten Sitzung erledigt werden.

Bei dem Preisausschreiben zur Erlangung von Ent. würfen für dc ® afferturm b e i der Schönen Aussicht, deren Er«wbm-. wir schon mitutedt haben, imb fo viel gurr Är- beiren rinqcgaug.-n. das, unter .Ausdruck des Tcnh'tf für alle Archi. testen, bte nch brtrdiglcn. noch für zwei weuere Entwürfe 'Jlr. 15 ..Wahri<-id)en^' uno ')tr 18Prosit' bcitnrragi wird, zum PrnS von n- 100 Mart amutairym

Die Benammlung üunnti muh kurzer Besoeeckmng, die sich um die »"frage brebt. ob auch solche Entwün'c angekaufl werd-m 'ollen, btt von bereits preisgekrönten Archuckten derrühren. dem Ankauf ul Der Ankauf gilt t-en wertvolle Anregungen bietenden Entivürten, nicht den 'jnburhrn.

_ Der Bors 1 tzende stellt gegenüber verlchiedenen. in brr -tobt um laufenden («crürfMtm ieit daß btt Stelle des Berriei>, leiten* unserer drftnirhHt Straßenl>ahu nach Art 2 der Han.

' nsurstuide von einem a!abeunkh gedil>7ten Dechmker be tat iverden muß Auf nnr Anfrage be.- Stabro. Löber teilt er mu, baß Direktor Stolle au Rücklicht auf laju

nn b't Stabtrcfie «beliefert roetbtn n.üfjm, Rüchich» _ 8ntoalltr ,rblgcn auf diese Vorkomninme beschloß die Stadtverordneten-^.e -| flontrcllcuritdle angeboten

sammlung, das DienstoerhällniL des PolizeifekrctarS Buo gum

Zum GemtiodeSeuerzesetz.

1. Februar k. I. zu lösen. . /

Die elektrische Straßenbahn wird erofprtt werden, sobald sie betriebsfähig ist. Der 26. November, bei von einem sonst gut untere chteten Berichleritatter unS ms Tag der Einweihung mitgeteilt wurde, war von d.-r «tadt- Verwaltung niemals dafür in AuSlicht genommen worden.^

Ter Wett bewerb für den Wajscrturm. ~te Ltadtverordneten-Versammlung hat geftetn vefchlosscn, zwei Entwürfe, bie nächst den preiSacfrönten d)e beste Soi mg de: Aufgabe daistellen, anzukaufen. Die raffer bicfcc bciben Entwürfe find die Herren Jakob L t v r t und HanS Mcyei.

£b ft bäume an den eisstr en. ^..an

febrribt uns . In Ar 243 dieses wird die in AussiMt genommene Bepflanzung der r ei» itr a r e Garden- teid)-2idb in einem Ern f nbt einer Mntif unterzogen. Der Artikelschreiber geht it der richtigen BurauSsetzuirg au:, daß bei einfettiger Bepflanzung mit Cbirbaumen die Südseite einer Straße und .zwar mit Rücklicht auf die Spaziergänger unb den nördlich der Straße gelegenen Gc- [anbeftreifen vorzuziehen ist. An der Strafe Garbentetch- Lich waren aber andere Gründe maßgebend, die voritehende :lbegel jitrü cf treten ließen und vor Inangrislnahme ber betreffenden Arbeiten wohl abgeroogen worden lind. Bet einer Fahrbahnbreite von 4,50 ist der Fußweg auf der Südseite 1 Meter und ber auf der Nordi'eite l,.,0Meter breit. Es wäre nicht richtig, wenn man die Bäume auf die ^?eite des schmäleren Fußwegs und zu nahe der Fahrbahn an- pflanzen würde. Tann aber and- werden die tyußganger den breiten Fuß auf der Rordseite bemttzen und, wenn die Bäume größer geworden sind, Gelegenheit haben, im Schatten zu gehen Wenn die anliegenden Grundbesitzer nad) der Felddereuiigung ebeiifalT*5 längs der Straße Bäume pflanzen wollen, so steht, wenn die Mitte des Zwischen­raumes ber Straßenbäume und die gesetzliche (Entfernung von der Äreisstraßengrenze einaehalten wird, kein Be^ denken entgegen, daß auch die Privatbemme nod) gut ge­deihen können, zumal ein verhältnismäßig an J)cr be­treffenden Stelle hoher Danim vorhanden ist, der Schutz vor Weststürmen gemährt.

" Stadttheater. ES sei darauf hingewiescn, daß für daS am Mittwoch den 27. Oktober stattfindende ein­malige Gastspiel Karl William BüllerS wiederuni Er- Mäßigung für Abonnenten eintritt. Der zweite Abschnitt des betreffenden Kupons hat zu diesem Zwecke Gültigkeit.

* * Die Baugenossenschaft des (Eoang. 9( r - beitervereins blickt in diesem Jahre auf eine l5jährige ersprießliche Tätigkeit zurück. Sie hat bis jetzt 43 Hauser mit 75 Wohnungen erbaut und zwar: 37 .Häuschen zum Alleinbewohneu, lvovon 8 verkauft und 29 vermietet sind; 4 Mietshäuser mit je 6 Wohnungen unb 1 Mietshaus (zu­gleich Kleinkinderschule) mit 5 Wohnungen. Die Bautatig leit der Geuossenschast ruhte seit einigen Jahren, weil das ca. 11000 Cuabiaimeter umfassende Grundstück am Erz­lauterweg, das Eigentum der G enossenschaft ist, noch nicht in den städtischen Bebauungsplan einbezogen n>ar; es ist jedoch 'Aussicht vorhanden, daß mit ber Bebauung im nächsten Frühjahr begonnen wird Zur Zeit ist man da­mit beschäftigt, eine vorteilhafte Einteilung des Geländes herbeizuführen Bei den bereits bewohnien Hausern mußte nad) Fertigstellung ber rianalanschlüsse eine Erhöhung der Mieten eimrrteji Sie Iw.

monatlich einschl. ber Wgabe für Wasser durchschnittlich: 26 Mk. für eine Dreizimmerwohnung mit Küche, 20 Mk. für eine Zweizimmerwohnung mit ftüdje. Die Mitgliederzahl ber Genossensd)aft betrug Ende 1908 111. Für bie Ge­schäftsanteile ber einzelnen Gepossen kam in diesem Jahr eine vierprozentige Divideube zur Verteilung.

Sch weiNSberg (Kr. Kirchham), 20. Olt. Heute wurde hier der frühere deutsche Botschafter in China und Marokko, Gustolf Freiherr E chc n ck zu SchwernSberg, zur letzten R u l) e gebracht. Der Verblichene, der seinen Wohnsitz in Berlin hatte, war gelegentlich eines IagdaufenthalteS in seinem Stammschloß vom Tode ereilt worden.

dos gtqcnttärtia bem Landtag vorliegt, teilt Obcrburiermn'iee Mecum ml, oen .1 »«von im Augu'k bei cmer BcwrechiUig ocr Stäblftürgfvmc;n<r d.c üinbcruiimn cmeS Llädtcrag. ar ..regt bal<, ber heb mit den Wunsdcn der Stähle zu bitter rage befassen hl.c Das iei arid» im Iabrc 1904 bei ber damalige, 0<meinte currvorlaae geschehen und bie geaui;nicn Wnmdx bei Stäbt-iaaiv »r.m ;um Tal in ber neu 11 Borlage berudl ittigt, | mm Teil allerbuvv. auch nicht. _ D e von ber Regierung vor. [ genommene P7obeo.raniagung für eine Reihe von ö'.ntembal 1 liege nol-, nicht vollständig vor. Das Ergebnis bc-> »or.i.-jenbee ; Ted-3 bweme zwar anidinnenb in feinem Endresultat Tc.nc große Bersch.coung, zeige aber gegen den jetzigen Zustanb^ dedeutcabe . Umwälzungen innerhalb der Beranlagungrn. Der ctaat irerbe I durch den Wegfall einer Eisenbahnlinie z. B bei uns um 12 «äs j Mark entlastei wahrend anderseits die Stabt für ihre unrrbi J lieben Beliebe bedeutend beocre Summen zu den rinte freuerr. beitragen müsse. Er schätze diesen McHraum-and aui sw fammen ;->0 <>K) Mark. Denn man diesen Ausfall decken .'olle, nvrde die (rinfvmmm*, Grund- und B«rrmögen»lteuer sich er- ; höhen und bic Gewerbesteuer sich im geringen Mas, ptnuiflcnu 3 Der Redner fuhrt bice. näher aus Bei der Wichtigkeit ber Bor­lage stelle bie Finanz- unb die lurifkiiche Äommufi.m den Antrag, | auf Einberufung eines hessischen SläbtetagcS biuZu- , wirken und als Bcrtreter brr Stadtverordneten^-rfammluug auf diesen Stiötctag bie Herren Tr Biermer, Grünewak», j>erchet- heim, Hevligenslaedt unb Schassstaedl zu beauftragen. t

Stabt». x> a u b a d) fragt", welchen Zweck bas Gesetz eigcnrlüb habe, wenn, um die Erwerbest euer nur mäßig zu verringern, bte Ernkommew, Grund- unb BermögenSstcuer erhöht werd n müsse. Unter diesen Umständen lasse man es besser, ime eS war

Stabt®. Dr. Biermer hält die Frage nach dem Sroed des Gesetzes für sehr berechtigt. Rach ber Reform be» hessischen Staatssteuergeseves seien ben Gemeinden die Realltcu rrn und Zuschläge ber Staatssteuer überlasten worben, aber ba.> 0k« mcinbeitruergcfi'b sei nicht endgültig geordnet nvrden, ienberx> man behdfc sich mit einem Provisorium. Es habe bei r t endgültigen Regelimg ber Frage nabe gelegen, daß man einfach das preußische Eemeindcsteuergesep nachjcai mt habe, das sich >eu langen Jahren bewährt habe: aber das habe man nicht geian, sondern anstelle einzelner Realsteuern eine Bermögenssteuer setzt und Lei ihr keinen Schuldenabzug gestattet Das G-l-tz, ' das 1904 cingcbracht worde.r sei, habe bei den Interessen Ver­tretungen eine günstige Ausnahme gefunben, unb sei von oer 2. Äammer angenommen worden. Die Erste Manmir habe aber unter Fühmiig des Freiherrn von Heyl Widerstand geleistet uns \ die Regierung daraufhin das Gesetz zurückgewgen. D 1 Aationak- ökoitom ber Landevuniversität habe damals vorgeichlagen. da- -j preußische Gesetz in seinen Gmndzügen abzusäneioeii. umach-D das veraltete (sftwerbesteuergesetz .zu i-erbessern und den erirag den Gemeinden zu überiveiscn, also bic Neuordnung stufenweqW vorzunehmen Der neue nunmehr vorliegende Vittrourf schließe sich beut früheren an, berücksichtige aber bei ber Ofcnxrben uer den Ertrag als sekunbäres Moment, >voö unstreitig riir Ver­besserung bedeut'. Tie vorgesehene fakultative Zulassung tun speziellen Gewerbesteuern für einzelne Geschäftszweige l>m er für höchst bebenllich, da sie zur 'Scrbitterung einzelner 2tuiue > fuhren würden. <Lebhafte Zustimmung.^ Wenn fie aber 11 bet* hautn cimieführt wer sollten, geschehe es besser auf staatlichen Befehl. Es fei tvunu: .sisivert, wenn zunächst nur bie Okioerbc* Heuer geändert werde, ipotcr solle man bann an bie Aenveruuß der (V?nmbftaicr herantreten, also ftufcnm uc vorgehen. ia \ dafür, daß auf dem Städtetag nicht abgeftmnnt, sondern nur nnt freie Aussprache über ba-5 (*ti"cb vorgenommen werden solle. Ir<- r* falls solle man nrc übereilte Arbeit zu verhindern indxm 3d)ffl radikale Reform bedeute eine Unsicherheit, und namenklich 'M Ucbergangsstaduim werde eine Umivälzung sehr fdrwrr emviundE werden. Bravo.'

ptv. Iug Hardt regt an, aus dem Stäbtctag zur Sp nngen, daß die 'ZVffilirmürtg toeiOtir

3uyrgirr von außen ein Jahr lang von der Steuer bleiben, wenn sie kein (Geschäft treiben. Das könne zum S der Gemeinden ausgcnutzt werbi-n

Stadtv. Tr. Ebel uMersiutzt ben Borschlag des St Dr. Biermer, baß ans bem Stäbtctag nur eine freie Aus -radr ftatifinbm möge Auch er halte bic Gewerbesteuer für am mciRfll 8 rcformbebürHig, da sie im gewissen Sinn eine Tovv lbesteiicrimg bedeute.

Stadtv Wallenfels ist mit dein Vorschlag, einen Stähle» tag abmhatten, ebenfalls einverstanden unb regt au, falls die Tagung nidit zustande frnimr, allein Donugehcn.

Beig Georgi bezweifelt, ob bar Stäbtfiag uberhauvl xw ftanbe kommcn werbe. Einige Ooerbilrgermeister seien doi-ge», 3 sie wollten allein deschiießen, ohne bie Minvirtung Ott riabi- wrotbiictenoertretcr. Oberbürgermeifter Mecum sei ieincv Wis nl bis jetzt der einzige, ber energisch für einen Sldotctag eu,a lrrteu sei, und verdiene entschieden Tank dasür. 'Wenn ab 1 bi Tagung zustmide komme, solle man ben Vertretern es überlassen, 0» sie sich an einer ev AbsNinmung Mcihaai ivollen.

Stadtv Aruniin ist edcnialls der Ansicht, daß Aunächit M' (VetuerbeHaier zu reformieren ici. Aber cs sei ein zweifelliaites t^ftschenk^ für die Geschäfts treibenden, w, nn man bte untnüen ©enu-rteitcuctQaiien von ber Steuer befreie, ba bicrburrf) e Konkurrenz vergrößert werde Tie Ausnahrnegewerbcsten. rn nup tencnt sch leben bekomvft werben, denn es sei ein gehässiger vXc» . danke, bic Äonkurrenz durch Steuern bekampsen zu wollen 11 sich sei die. Geii-'Crbcsteuer nicht ungerecht, ba bic bte Einrichtungen ber Gemeinden vielsaäi erhöht in ' «»'pruch | nehmen. Auch er sei für die Abhaltung emes Stäblrtog-s.

Der Antrag wegen dcö Stabtetaaes wirb e i n st i m m angenommen und zwar, wie ber B'rsil«nbe iestst."» ubM | bm Vertretern emc Direktive zu geben, ob und nne sie abst nmi fvllen^. 'Außerdem ip ..1: l bcrbürqcnncütci Mecum ben: wn>. Dr. Biermer Dank für seine wertvollen Mitteilungen ouS.

Ter Schutzstreiscn an ber Irrenanstalt, der bic Vcrfammlmig ichoii n icderbolt beschäftigt bot. stau' beetifl Aum letztenmal aus ber Tage 'orhiiung. Auf bic Veröiientlickullg I be^ Bauinfpekwrs Schon am 17 August d. 3 mt GießIn*, trat stadtv Tr. Biermer nad jtehcnbes :kkeserat in der juristiskhai und frnanzkommmion erilatt<t, bas von beiben euistimn ig ae- billigt mürbe:

Es lohnt sich eigentlich nicht, auf bi-* Sache n"ch einmal zurück' zukommen, beim co ist >a alles nneberl iit nochaemuft und er» | örtert. Ich will mich nur an oie leptcu 2 itw knltcii uno 7nJt*. gendeS feskitellen: 1. Der Vorschlag des fcadibauamte, den 2<huB* an gebilligt" tvorben. Billigung unb t^enchrniiung erfjtflffll ? rickmehr erst bann, als wir uns überzeugen musuen. bat; ohül unter Wissen imb nfxie unsern Wil! 11 mc .lu-holzung l-crrtf® itattgefunbat hat. 2. Der bi Ausbolzung trorgnt.101171*11 hct. tt ganz glndxiültig. Niemand hat behauptet, daß ,<?m <t* itrr Schön es r

: kem ?H?tht hatte, die Durl'orstung an :en, ift unsererseits ausdrücklich betont worden, aber nicht mir :.orri verpflicht ei. dieic Eigenmächtigkeit zu, verhindern, sondern on Veutzer brs Geläiides, ber vertragsmäßig i>-rpflichtet war fir.rl Lchutzstreifen belieben zu lassen Den Beiitzer vertrat .vo* baimmt. imb vorlausig bat die Ober'örswrci gar kein Vc '? recht über ben betrrnenben Wcldtcl. Denn die Wa!dd:oirli'd<i- tung gebt <rst bann an bie Oberförster ei über, .nx-nn die not ^rrcncnfuit fertiggdldU ist DaS ut noch heute nid;; der Fall, pet brr 5tonserenz ber Cberitaficrt, und des .vochbauamt) cn rt unb otrtl. mußte die letztere darauf auimerherr: machen Dar. eine Eimcheidunq der StadtvenvaUun i no.il nidit nfolgt sti unb etnr vorherige Aushvlzung oerttagsividrig fei. Tas ist oste»- .ar nicht aeichehen. Ob sperr Baumeister Schön migenomwn tu? 1 rnftmigunfl sei mur-ucbrii erfolgt, 11t völlig g! id lultH-

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ane Antwort wn uns ohjuroailcn, bezw. jidj an zuständi-tE