Dienstag 20. Juli 1909
Zweites Blatt
159. Jahrgang
Nr. 167
Erscheint täglich mit Ausnahme be5 Sonntags.
Volt
kajenro-ärtigeu Reichskanzlers unb ist im Anfang des 17.
U LL.di-imÄfL m der Vs°L in»~t m OÄg- »« reich, im Kurland, in SBilrttanbetg tn wcltlrchm ™
„Bedienungen" M Ehren gekommen warmu W gehörte damals zu in Butzbach zum guten Don, d°L man ytomberte , ema: Jtafte 3 dm andern an. Dieser W-mdertrreb erfaßte auch dm SolwegS. I Hermann.Kolwegs Sahn, J°ha^ V-l-ntrn S°lw^ m
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Die Eichener und Butzbacher Vorjahren der Reichskanzlers von Sethmann-hollweg.
Von Stadtpfarrer D. Dr. Diehl in Darmstadt.
Rotationsdruck und Berlag der Brühl'schen Universuäts - Buch- und Steindruckerei.
R. Lange, Gießen.
— Nix d a i t s ch, F r a i n d! Zu der SlotU über die Rücksendung der von der Universität Osen-Pest gesandten Druckschriften erfahren wir, daß auch der Reklor der Technischen Hochschule in Darmstadt die Druckschriften sofort nach Emo'ang mit d e u t s ch e m B e g l e i t f ch r e i b e n an die Universität Ofen-Pest zurückgefchickt hatte. Im übrigen freut es uns, daß die gesamte deutsche Presse unsere SQott.t, meist mit schmeichelhaften Bemerkungen, wiedergegeben hat. Hoffentlich lassen sich die Herren Magyaren diese Stellungnahme zur Warnung dienen.
— Kleine Chronikaus Kunstuud Wissenschaft. Die 17. W e l t k o n f e r e n z der E v a n g. I ü n g l i n g s v e r e i n e und C h r i st l. Vereine junger Männer, an der Vertreter aus allen Erdteilen teilnehmen werden, nimmt am 28. Juli in Barmen ihren Anfang und dauert bis zum 3. August. — Ter Allgemeine Deutsche Musiker- Verband hält in den Tagen des 19.—24. Jul: in München seine 23. Delegierten Versammlung ab. — Tie Hauptversammlung der Deutschen Gesellschaft für Mechanik und Optik, der 2 0. Deutsche Mechanikertag, findet am 6. und 7. August in Frankfurt a. M. statt.
gemeinsames Mahl vereinigte nach dem ~ "" chmittag galt in
durch Radfahrer
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: esg® 51. Redaktion: 112. Tel.-AdruAnzeigerDießen.
ien aller Arbeiten 3n&Cie.
Die „«ebener Zamilienblätter" werden dem .Anzeiger" viermal wöcheiitlich beigelegt, das „Krei$b!att für den Kreis Siehrn" zweimal wöchentlich. Die ..Ltwdwirlschastliche« 5ttb fragen" erscheinen monatlich zweimal.
— G e r h a r t H a u p t nr a n n u n d F ü r st B ü l o w. An den aus dem Amt geschiedenen Reichskanzler hat Gerhart Hauptmann ein Telegramm dieses Inhalts geschickt: .Ich empfinde in diesem Augenblick sehr tief den allgemeinen Schmerz des deutschen Volkes über Ihr Scheiden aus den höchsten Aemtern. Gestatten Sie mir, durchlauchtigster Fürst, mich in die Reihen bererfou stellen, die sich der bitteren Große des Augenblicks voll bewußt werden. In wahrer Ergebenheit und tiefer Verehrung ©erhärt Hauptmann." Fürst Bülow antwortete dem Dichter: »Herzlichen Tank für Ihr Telegramm. Es ist mir ein Zeugnis Ihres tiefen deutschen Fühlens und Ihrer Freundschaft für mich."
1 Heute
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•=’IBäTötafcIMS ff. BtamtagMat undraard^nn Ds-rrer im N-ssauis-Ixm, in 9!cuf)einr bet Sirninnin.
Georg Philipp Hartmuth Holweg (Hollweg) berhefc die neue Heimat schon lieber und zugleich den Beruf von Vater mch Großvater Er starb 1720 als Stadtgerichtsprokurator in F?anN Kin ÄhnJohann Abraham Kollweg tcrorb Handelsmann in Frankfurt, wo er 1762 starb. In dem Lnmdels- beruf blieb des Ebcngenniinten Sohn, Jo ha nn Ja ko b Hol l- ln4, n her tn die Familie Bethmann heiratete und ,ich Bethmamr- So&g nSnt« »or bi SRei&ftnuter» Urgroßvater. Sn Johann Jakob Hollwegs Sohn, dem berühmten preußischen Mr- mstcn der von Frerich Wilhelm IV. geadelt wurde, gebt die Familie wieder m „gelahrte" Bahnen zurück, ohne doch den guten Einschlag, den zwei Genera treuen
wearnwersen Die eigenartige VereiNigilng der GeisteskraflL, die aus IM Fuhren gelehrter Arbeit und 100 Jahren Kaufmann, chast stammten hat biefem großen Manne zweifelsohne den Weg zur Höbe wesentlich erleichtert. Gleiches wird man wohl von dem steigen obersten Beamten, des Reichs behaupten darren. Wenn wir dies tun, wollen wir aber Nicht.vergessen, daß den gelehrten Einschlag die Holwege aus Gießen gebracht haben, m-
1 sonderbeit der Pfarrer Hermann Holweg.
zog in Holzheim als „beweibter" Pfarrer aus. Im Jahre 1624 hatte er sich in Bichbach mit Katharina Dick haut, der Tochter eines hessischen Beamten, verheiratet. In Holzheim blieb Holweg bis 1635. Das große Sterben diezeS wahres brache ihm die Promotion zur Kaplaner Butzbach. Er ward der Nachfolger des Justus Wormser, der Pfarrer in Lich^geworden war. In Butzbach stand Holweg bis zu seinem am 21. ^yum 1640 erfolgten Tode.
Zur Zrage der Zleischpreise
hat der „Artikelschreiber' unter dem Deckmantel der Anonymität persönliche Verdächtigungen gegen mich gerichtet, die ich unter Aufrechterhaltung meines Standpunktes in der Sache selbst hiermit, ohne auf jede Einzelheit hier näher eingehen zu wollen, Wort für Wort zurückweise. ,
1. Die Erzählung, wie ich den Preis für Schweinefleisch m Gießen in die Höhe habe treiben wollen, und was alles dabei ge-
Die Talonsteuer.
Die konservativ-klerikale Majorität des verflossenen Reichstags hat mit der Talonsteuer ein steuerliches Ungetüm : h .schassen, mit dem alle Beteiligten nicht recht wissen, was sie drangen sollen. Schon im Verlauf der Verhandlungen Ii rrde die Steuer von der Regierung als ,^oh" bezeichnet, but) das ist sie in der Tat. Der schwarzblaue Block hat es licht für nötig gehalten, zu bestimmen, wer die Steuer eigentlich tragen soll. Das ist doch das wichtigste ü einem Gesetz. Und dieser Maiigel, der nur grobem
D ilettantismus passieren kann, wird eine Fülle von Streitig- Htcn und Zeitvergeudung zur Folge haben. Das Gesetz, ('oä den Zweck verfolgt, den Ertrag aus Zinsen und Divi- icnden der Wertpapiere zu besteuern, bestimmt folgendes als steuerpflichtig:
Gcwinnanteilscheinbogen von inländischen Aktien, AktienaNteil- ilttzincu Reichsbankanteilscheinen, Anteilscheinen von Kolonial- ■ 8'CllidKiTtm unb deN ihnen gleichgestellten Gesellschaften, Gewinn- , rteilicL):inbogcn von ausländischen Aktien und Aktienanteil- cheinen, sofern die Bogen im Inland ausgegcben werben, mit
Prozent vom Nennwert der ansgegebenen Wertpapiere.
^.insbogen (Rentenbogen) von inländischen, für den Hanbels- T[ebc bestimmten Renten- und Schuldverschreibungen, auch Teil- iuldverschreibungen mit Ausschluß der Schuldverschreibungen der . Kinembcn, Gemeindeverbände, Landsck^ften, Hypothekenbanken, , Tisbogen von Renten- und Schuldverschreibungen misländischer -aätcn, Kommunalverbände, Kommunen und Eisenbahngesell-
, ^ftm sofern die Bogen im Inland ausgegeben werden, 5 . 'm Tausend; Zinsbogen von Renten und Schuldverschreibungen ^isländischer Korporationen, Aktiengesellschasten der industriellen IlTtfrnehmungen und sonstigen für den Handelsverkehr bestimmten . usländischen Renten- und Schuldverschreibungen, sofern die Bogen
>i Inland ausgegeben werden, mit 5 von Tausend der ausgege- lnien Wertpapiere.
Zinsbogen von inländischen, auf den Inhaber lautenden unb oi4i Grund staatlicher Genehmigung ansgegebenen Renten unb ) chuldverschrcibungcn der Kommunalverbände, Kommunen, und ' ^mmunalkredilanstalten der Korporationen !'üblicher ober stabt.
runbbesitzer, der Grundkredit- unb Hypothekenbanken ober der eiämbahngesellschasten mit 2 vom Tausend der betreffenden Wert- yuncre.
Diese Steuern sind einmalig für die Dauer der Zeit - l entrichten, für welche die betreffenden Zins- oder Divt- ' .^ndenbogen laufen. Enthalten die Bogen Kupons für einen erträum von mehr als zehn Jahren, so erhöht sich die bgabe für jedes weitere Jal;r um ein Zehntel. Danach
i f eint es der Wille der Gesetzgeber gewesen zu sein, datz mf jedes Jahr ein Zehntel der oben angegebenen Steuer- 1 i ye entfallen soll. Damit steht aber in Widerspruch, daß
Lr Ziils- oder Dividendenbogen, die weniger als zehn |3d)re laufen, keine Kürzung der Steuer zu erwarten ist.
iiin hat versucht, die Unterlassungssünden der Gesetzgeber Ihn Wege der Ausführungsbestimmungen wieder aut zu Iiilcchen; aber umsonst. Die Verhandlungen, die zwischen der Regierung und deii Vertretern der großen Banken gepflogen i'-iden sind, blieben ohne Resultat. So werden wohl die ^richte die vielen Zweifelsfragen, zu den das überhastete besetz Anlaß gibt, entscheiden müssen. Wenn man sich vor- (iettt, wie die Abgabe in der Praxis steuertechnisck ge- itLßt werden wird, so erhält man schon heute den Eindruck, laß der Zweck des Gesetzes gar nicht erreicht wird. Man sollte den Besitz treffen, während in vielen Fällen der Schuldner getroffen werden wird. So ist heute schon ziem- sic!) ausgemacht, daß bei den Aktiengesellschaften die Gesellschaften und nicht die Aktionäre die Steuer zahlen ■ liKrben. Am letzten Ende mag das häufig auf das gleiche stnauslaufen. Bei manchen Gesellschaften ergeben sich aber reine Ungeheuerlichkeiten, so hinsichtlich der Hypothekenbanken, wenn diese die Steuer für ihren gewaltigen Pfand- Obriefuinlauf zahlen sollen. Nach einer Wahrschemlichkeits- berechnung wird dies bei vielen Hypothekenbanken etwa 1 °/o
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Sietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Sberhesten
Die Bewohner von Stadt und Amt Butzbach hatten int 17. und 18. Jahrhundert das „Wandern" cm sich, eure Eigenart, bie in einzelnen Orten um Butzbach herum noch heute vorhanden ift In der Zeit nach dem 30 jährigen Krieg war der Zus m bie Fremde bei den Äi^achern sonderlich groß. Butzbacher traf man damals in ganz Europa und zwar ebensowohl "Oewobn- liche Leute" wie „gelahrte Herren". Als im Jahrel668 der Butzbacher Glöckner Michel Rohrbach (em Mmrn, ber m der Lateinschule sein Latein gelernt hatte und halbwegs ^bildet war) eine Liste der „berühmten Butzbacher Buben,,mifstelltt. brachte er 108 Namen zusammen, deren Trager zwifchen 1680 und 1668 in Butzbach die Stndi«i begvnnm Hattern .Daruwer
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Ji Gutmann.
— Frauenbund zurFörderung rheinländischer Dichtung. Kürzlich fand in Darmstadt bie Gründung des Frauenbundes zur Förderung rheinländischer Dichtung statt. Ter Verein, der ungefähr schon 450 Mitglieder aus sämtlichen Ländern am Rhein zählt, Hal den Zweck, in jedem Jahre einen rheinischen Cchrislsteller durch Ankauf eines von ihm verfaßten, noch nicht erschienenen Werkes zu ehren unb zu fördern. Das erworbene Werk soll in schön ausgestatteter nummeriertet Ausgabe jedem Mitglied als Gegengabe Hit den geleisteten Beitrag, der mindestens 4 Mk. jährlich beträgt, gegen bie Weihnachtszeit überwiesen werden. Für 1. Vorsitzenden wurde Frau Geheimrat Roemheld, iur 2. Vorsitzenden Frau Proi. Litzmann-Bonn, zur Schriftführerin Frl. L. v. Stülpnagel gewählt. Die Auswahl der von dem Frauenbund herauszngebenden Werke erfolgt durch einen Lese- auSschuß, dem die Schriftsteller Wilhelm Schäfer (Herausgeber der Feitfchrlst ,Nheinlande") und Hermann Hesse (Herausgeber der ^eitfchtlit .März"), die bei der Gründung des Frauenbundes wefemlich beteiligt waren, mit Vorschlägen an die Hand gehen.
Hier wurde gestern unter großem Zudrang das 4. Bundesfest deS Turnerbundes „Lahn-Dünsberg" gefeiert. An der Haltestelle der Kleinbahn war eine Ehrenpforte errichtet, rote auch bas stemibliche Dörfchen selber aufs beste geschmückt war. Das iyeft wurde eingeleitet durch einen Kommers am Vorabend, bei dem Ansprachen, Gesänge und Musilvorträge miteinander abroechselten. Leider setzte der Festtag mit einem kräftigen Regen em, her aUe Festfreude zu vereiteln schien. Allem der dichte Nebelschleier mußte bald der lieben Sonne weichen unb bie ^ortltraRe unb Festplatz war rasch roieber abgetrocknet. Letzterer, direkt am Walbes- ranb, bot eine großartige Fernsicht, gab aber infolge seiner abschüssigen Lage keinen guten Turnplatz ab. In Wucher Morgenstunde traten zu Fuß unb Bahn auswärtige Turner em und von 8 Uhr an tagte das Kampfgericht. Um dieselbe Zeit belebte sich der Festplatz, woselbst unter Leitung des Turnwartes L-chm'dt bie Einzelwettübungen betrieben wurden. Alle Zuge der Kleinbahn brachten neue Gäste. Ein gemeinsames Mahl veremtgte nach dem Wettkampf die auswärtigen Turner. Der Nachmittag galt in erster Linie dem Festzug. Eröffnet wurde er burch Radfahrer unb Ehrenjungsrauen. Außer allen Bundesveremen waren auch bie hiesigen Vereine vertreten. Auf dem ^-estplatz angekommen
war rasch die Tribüne von einer großen Menschenmenge umstellt. Alles lauschte der Begrüßungsrede unseres Lehrers Loli. Mit einem kräftig aufgenommenen Hoch auf den Kaiser schloß bet Festakt. Rasch ordnete sich hierauf die stattliche Schar der Turner, etwa 100 an der Zahl, um zunächst allgemeine Freiübungen vorzunehmen, woran sich in 14 Gruppen das Musterriegenturnen anschloß. Allgemeinen Beifall sanden bie Hebungen der beiden Tamenabteilungen im Keulenschwingen und mit Langftcwen, bie beide Tanzplätze zum großen Leidwesen der tanzlustigen Jugend für längere Zeit besetzt hielten.
Erst gegen i/a8 Uhr konnte bet Vorstand nach anstrengender Tätigt i des Berechnungsausschusses zur P r e i s v e r t e i l u n g schreiten. Tas Ergebnis war: .
a) TI u ft e r r i e g e n : 1. Turnverein Groven'Bu'eck 34,03, 2. Turnverein Wißmar 34,08, 3. Turnverein Launsbach 33,69, 4. Turnverein Odenhausen 32,92, 5. Turnverein Wieseck 32,70, 6. Turnverein Lollar 32,53, 7. Turnverein Atzbach 31,15, 8. Turn- verein Daubringen 29,48, 10. Turnverein Watzenborn 27,58, 11. Turnverein Allendorf a. d. Lumda 23,74, 12. Damennege Launsbach und Damenriege Großen-Buseck je 35,50 Punkte.
d) E i n z e l w e 11 u r n e n: 1. Preis Balthasar Tort, Großen- Buseck, 72'/, Punkte. 2. Karl Rühl, Großen-Bufeck, 71'/«. 3. Karl Winter, Launsbach, 69'/«. 4. Lndw. Hofmann, Lollar, 69. 5. Georg Kratz, Großen-Bufeck, 67'/.. 6. Ludw. Hoimann, Wieseck, 66e/fl. 7. Ehr. Scheid, Großen-Bufeck, 66'/«. 8. Karl Weller, Wieseck, 66. 9. Gustav Künhold, Wieseck, und Ernst Will, Launsbach, je 65V«. 10. Wilhelm Frank, Lollar, und Wilhelm Müller, Großen-Bufeck, je 65'/.. 11. Heinrich Hofmann, Lollar, 64V«. 12. Georg Bitten- borf, Wißmar, 63%. 13. Karl Schlierbach, Rodheim, 63'/«. 14. Alex Grote, Lollar, 63'/,. 15. Heinrich Kloos, Großen-Bufeck, 627«.
16. Louis Pfeiffer, Launsbach, 627«. 17. Wilhelm Walter, Großen- Bufeck, 62*/«. 18. Karl üörr, Launsbach, 62. 19. Wilhelm Löhr, Daubringen, 617«. 20. Ferdinand Will, Launsbach, Ehr. Scheid, Großen-Bufeck, und Ehr. Karber, Odenhaufen, je 617«. 21. Helnr. Bittendorf, Wißmar, und Karl Kinkel, Lollar, je 611/«. 22. Ludwig Hofmann, Rodheim, und Ehr. Rohrbach, Großen-Bufeck, je 60'/«. 23. Heinrich Frank, Wieseck, und Heinrich Walter, Großen-Bufeck, je 60. 24. Wilh. Junker, Wieseck. 597«. 25. Willy Ott, Rutters- Hausen, 597«. 26. Heinrich Schmidt, Großen-Bufeck, und Heinrich AlootS, Großen-Bufeck, je 587,. 27. Ludw. Kraft, Odenhausen, 587.. 28. Otto Lehr, Daubringen, 587«. 29. Robert Eisenhut, Wieseck, 58‘,G. 30. Wilh. Willcrshäufer, Rodheim, 577«. 31. Karl Reeh, Bieber, und Hermann Schmidt,1 Launsbach, je 57’/«. 32. Ludw. Oswald, Lollar, und Karl Weller, Atzbach, je 567«. 33. Philipp Wagner, Großen-Bufeck, und Ludw. Fuchs, Mainzlar, je 56'/«. 34. August Krämer, Ruttershaufen, 56. 35. Wilh. Becker, Großen-Buseck, 5o7«. 36. Julius Mehlsbach, Launsbach, 557«. 37. Otto Hartman.,,
Atzbach, 557«. 38. Louis Remharot, Allendorf, 547«. 39. Heinrich Scherer, Königsberg, 547«. 40. Ludw. Weber, Atzbach, 54.
41. Wilh. Spaar, Mainzlar, und Wilh. Wehn, Launsbach, je 537«. 42. Karl Wagner, Wißmar, 53. 43. Wilh. Dambmann, Gr.-Bujeck, 527«. 44. Karl Seitz, Lollar, Wilh. Jung, Dorlar, je 52'/.. 45. Rudolf Pfaff, Launsbach, Wilh. Schmidt, Waldgirmes, je 51*/«. 46. Wilh. Lang, Watzenborn, Georg Sommer, Steinberg, je 507«. 47. Heinrich Teibel, Wieseck, 50'/.. 48. Heinrich Spaar, Wißmar, 497«. 49. Wilhelm Weller, Atzbach, 497«. b0. Friedr. Schaub, Atzbacli, Lud,v. Benner, Mainzlar' je 487«. 51. Friedr. Willershauser, Rod- Heim, 477' 52. Wilh. Deibel, Lollar, 477.. 53. Heinrich Michel, Daubringen, 477«. 54. Ludwig Bremer, Bieber, Philipp Kienholz Fellingshausen, je 46%. 55. Gottfried Henkel, Odenhausen, 467«. 56. Wilh. Weber. Fellingshausen, 46'/.. 57. Karl Ruß, Mainzlar, 46. 58. Heinrich Schmidt, Fellingshausen, 457«. 59. Heinrich Reinstädtler, Dorlar, Heinrich Leicht, Rodheim, je 467«. 60. Ludw. Klmkel, Lollar, Wilhelm Diez, je Mainzlar, 45.
Während Turnwart Schmidt die Nanien der Sieger audriet unb die Diplome überreichte, schloß Bundesvorsitzender Taub er t das 4. Bundes-Turnfest mit einer Ansprache. Am Abend kam die Jugend zu ihrem Recht und huldigte fleißig dem Tanz.
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Dividende ausmacheri. Neben diesen Härten wird aber auch ein ungesunder Drang entstehen, sich möglichst Papiere mit „langen" Kuponsbogen ju sichern. Es wird in manchen Papieren bei herannahendcm Ablauf der Bogen sich die Tendenz herausbilden, diese Werte abzustoßen, um der Steuer auszuweichen. Ganz ungeklärt ist noch die Frage, wie man sich die Versbeuerung der Bogen denkt, die im Ausland erhoben werden können. Und wird das Gesetz nicht dazu führen, daß deutsches Kapital nach dem Auslande auswandert und bei ausländischen Banken neder- gelegt wird? Und wie steht es mit der Form bc Eintragung in die Schuldbücher der Kommunen? Jedensalls gibt die samose Talonsteuer viel Anlaß zu Aergeruis; sie ist materiell milder als die mit Recht verpönt gewesene Kotierungsstcucr, aber sie hat doch viel Aehnlichkeit mit ihr. Die Kotierungssteuer war zwar hart, aber klar; die Talonsteuer bringt unabsehbaren Wirrwar in das ganze Effektengeschäft. Leider ist es nur zu wahrscheinlich, daß das Ausland den Vorteil aus den unerhörten Mißgriffen ziehen wird.
politische Tagesschatt.
Ans dem Orient.
Die Zentralstelle des jungtürkischen Komitees in Saloniki richtete an die französische, englische, italienische und russische Regierung ein Rundschreiben, in welchem mit Bezug auf Kreta verlangt wird, daß das Souveränitätsrecht der Türkei nicht nur formell, sondern ausdrücklich anerkannt werde.
Der Rücktritt des türkischen Großwesirs hilmi- Pascha ivird nach dem Versassungsfeste von den Jungtürken gefordert.
Dreizehn Würdenträger des alten Regimes tnurden in Konstantinopel kriegsgerichtlich hingerichtet.
Rußland erkannte offiziell die neue persische Regierun g an und begann mit ihr freundschaftliche Verhandlungen. Der persische Minister Kl-an hatte mit Iswolski eine längere Konferenz, die befriedigend ausging.
In Te h er an l-aben sich Schwierigkeiten ergeben wegen der Entwaffnung der Sil kh o ri-Soldaten, die zum Teil in Zergendeh lagern, das unter der Jnrisdittion der russischen Gesandtschaft steht. Wie es heißt, werden die Nationalisten die Erlaubnis der russischen Gesandtschaft zu Verhandlungen mit den Leuten nachsüchen, die eine ständige Bedrohung der öffentlichen Ordnung bilden. Mustof il Mamelik ist zum Finanzminister und Firman Firma zum Justizminister ernannt worden.
4. öundLSsest öes Turnerbunder Lahn-vünrberg.
s. Bieber, 19. Juli.
Ms int Jahre 1650 die Gießener Universität nach über ■ 85 jähriger Pause wieder eröffnet wurde, machte einer der Gießener Loka-lpotten zu Ehren deS Ereignisses den Vers:
01 was vor dapfre Leuth hat Gießen doch gegossen. Die' in die gantze Welt vor diesem sein geflosien/
Der Vers ist schlecht. Darüber herrscht wohl kein Zweifel, r ift - w-hrH er. D-s herac.lt
aQtin schon die Gießener Uuwerittatsgeichichte.
Zu den „bapften Leuthen , die das Hetzen des 17. ^uhr s himbcrt» „gegossen" hat, gehörte auch emer der Mul-erren unired nmimmä'-ti^ii Reichskanzlers. Er hieß Hermann Holweg Mb ist im^Anfang des 17. Jahrhunderts Sohn des Gte^rer Ärgers Johannes Holweg geboren. Die Familie s^int iit Gießen seit längerem ansässig gewesen zu cbet iidier daß die Familie den Weg in gelehrte Berufe und dEit ttr die L^he erst von ihren Girier Vorfahren fand. Ms Gießener Kind wurde Hermarm Lwhoeg iM 1617 für im big erachtet, in den Genuß des Gietzener Stipendiums zu W das ^durch die Besördernng des Gießmer Burgeriohnes Tb r a h a m Schlesinger in einen Schuldienst eben vakant war Die Obligation", mit der Vater und Sohn Sea^iA^irr Befolgung der Gesetze der Stipendiatenanstalt verpflichteten, ist hn Stipendiatenarchip banden. Hermann Holweg studierte 1617—16^2 Im leU
genannten Jahre beendete er fern philvjophisches Sttidium, er hirrbe Viaaflter. Der Leiter seiner Promotton war der ^prend- lbcger Pfainersohn Martin Hellwig, damals der
grwchisä)cn Sprache in Gießen, spater vowrediger m Butz^ch
1. April 1622 jchied Holweg von der Univerftwt Der ISitte der Zeit gemäß, trat er zuerst m c^ öd^rni^ir - t>vm er etliche Zeit im Schnlstaub iunt Pfarrdienft zu suchen. Seme erste Stelle war bas Kvn- reitorat an der Butzbacher Lateinschule. Er trwrindiesemAmt der Nachfolger des oben erwähnten achtesmger, den er int Esimuß des Gießener Stipendiums abgelöst batte. Reben ^^^er, der von 1622 an Rektor der Lateinschule war, imd ISem dntttn Lehrer Johann Christoph Keßler wrrkte, dach etiaa 27° Jahre. Das Jahr 1624 machte jemer -^ulhalteiei über ras äsend schnell ein Ende: er wurde Pfarrer. Skt dafür, daß Holiveg iznb nut ihm Diele andere un >5ahre 1624 „vor btt Zeit" zu Pfarrdiensten kamen, lag darm, datz 1624 las Marburger Land und Teile der Sicher He^ichaft barmstadtisch Ll,Llt geworden waren, und die in ihnen bisher bedienftet gew^enen s ^nderhett der Pf reformierten Pfarrer durch lutherische ersetzt werden Eßttm- «chtt-1 jüiger kam nach Niedenveidbach, Holweg nach Holzheim. Er |


