Ausgabe 
21.6.1909 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

imb der Zarin mit, dir seit langem nicht mehr so munter unb heiter erschienen. Biel Leben brachte auf derStoben- Kollern" der Besuch der Z,arenkinber. Ter Zar hob wieder holt den firinrn Thronfolger hod). der ganz entzückt über die herrlichen Gefchenke war. die Kaiser Stllclm .hm mit gebracht hatte, darunter eine« vrächtigen Zepvclliiballon

Tie Toaste von Bjöcko werdcu von der frattzösiichen V reffe korrekt gefunden, eu'b I re« somit nach französischer Jütfiafntng ieder politischen Bedeutung. Ter ..Tempo" fuhrt nod> einmal den (Äeoanken au. daß die beiden bestehenden vn(iaiitfmtemc sich nicht zu befehden brauchen, du» es im (**flcntet( für bett allgemeinen Frieden nützlich sei, wenn die Tripelallianz unb die Tr-pelentente dank den guten Beziehungen der einzelnen '"kochte sich einanoer anzube auemen suchen. TasJournal des Tebato" sagt, das einzige, roar LS,lHelm II. von der Begegniing erhoffen könne, sek eine Besserung der Beziehungen zwischen Nußland und Oesterreich.

3m (Gegensatz hierzu schreibt dieNordd. Allg. Ztg" in ihrer Wochenruudfchaii Tic Begegnung, die am Donners­tag lind Freitag dieser Wod'e zwischen Ihren Mojestäten dem deutschen steifer und bei» Malier von Rußland stattfand, bat in ihrem Bei laufe den Cirtnai hingen voll entsprochen, die in den maßgebenden streifen beider Reiche an hc geknüpft wurden Zu den an Bord her russischen Mail erfocht ge­haltenen Trinksprilchen wurde die Fortdauer herzlicher Freundschaft zwischen den beiden Svrridjern abermals be ftätiat und der von ihnen gehegte aufrichtige Wunsch neu be kräftigt, diese traditionellen Anziehungen im Interesse ihrer Lander und des Friedens auch fürderhin zu pflegen. Für die deutschen und russischen Staatsmänner wird bad gleiche Bestreben durch die in der letzten Abendausgabe wieder gegebene balbainHidie Mitteilung über das Ergebnis der Unterredungen zwischen den die Majestäten begleitenden Staatsmännern bezeugt. Insbesondere wurde nochmals fest- gestellt, daß die guten Beziehungen Deutschlands und Ruß lands zueinander den internationalen Abmachungen, an te (igl find, 'n kl inet %

gegenüberstehen Q ist deshalb zu hoffen, daß die uaijerbegegnung in den finnländifdn'n Gewässern, die von Anfang bis zu Ende einen überaus erfreulichen Per lauf genommen bat, fortan zu argwöhnischen oder miß- icheu Auffassungen i inen Anlaß mehr bieten wird Uebcr die politischen Folgen der kaifcr-Entrevue äußerte sich der 2' Petersburger deutsche Botschafter Graf Por talei folgendermaßen: ES ist beschlossen, auch künftighin bei Entstehung politischer Fragen sich an die traditionelle Freundschaft und das Vertrauen zu halten. Tarin wird der beste Weg Aur Erhaltung des Friedens und des Einver­nehmens erblickt. Die Aufregung einzelner cnfllifdtcr Blätter war grundlos. Die traditionellen freundschaftlichen Be ;-h lnmgen zu ische n 2 durchaus nicht dem englisch-rtisfifchen Einvernehmen, das eine Reihe von Fragen in Zentralasien betrifft, speziell Persien und Tibet, wo Deutschland feine Interessen verfolgt, lveslxitb von ein i Konkurrenz nicht gesprochen werden kann. Rußland moiii verlangt ein Einvernehmen mu England, das ebenso natürlid) ist, wie die guten Beziehungeil Deutsch land-> zu Rußland und England, die Deutschland bestrebt ist zu erhalten.

politische Lagerscha«.

liebet denWoodburn" Zivischenfall

oeröffkiitlichl der rufsifä»c 'DZaimcgeiiciniiiab ein Kommunique, m hem ci zunächst darauf himveist. daß c-.- infolge der wiederholten lJlim5l)cnmq»uerhid)C von Kauffahrteischiffen an Kriegsschiffe nn leigen Ialne für nolwendiq befunden ivorden sei, diesbezüglich neue Besiiimnnngeii zu erlassen, hie im Januar d. Is. verösfem- licht ivorden und und sich auch auf die fmi{d)cu Gewässer er strecken. DaS Kommunique geht dann auf die Einzelheiten he* IwifchciifaNei ein und hebt hervor, daß die Schüsse auf rufßfcher 3 eile erst avgeienerl worden seien, al) der Engländer sich weigerte, seinen Kurs zu ändern. Ans Beicht eines Fliigcladjuianicn bc.- Zaren ging dann cm russischer Offizier an Bord desWoodburn ", um den dort augerichtetcn Schaden zu besichtigen und scstzuftellen, warum baß englische chisf ict ergangenen Ausforderinig keine cdjulö daran sei auf den simschen l'iloicu znrnckzuiiihren, den die ganze Beranuvortlichkeit für den trän bad, sobald dc, Lotse an Bot ist, keine Befehle bezüglich dcSkinieS erteilen. Der Lotse ist bereit:- arretiert worden. Das Kriegsschiff, weiche da? britische Handels- sahrzeug beschoß, ist der Minendainofer »Emir von Buchara". Ter britische Botschafter in St. Petersburg erhielt bereits die offizielle russische Darstellung von dem Zivischeirfall.

Monatchenbesuche.

In nnitcrcit Regierung-kreism ift über eine bevorstehende i i lifc -1 in, vord< rha

bekannt Es erschejnt jedoch nicht ausgeschlossen, daß eine solche Begegnung ftattitnbcn wirb Ucbei den Besuch Äönig Edua rbs tu Moricndad ist hiev nichts bekannt Bon emev bevorstclxndcr Eittrevue zwischen dem Zaren und dem Snl tau wird berichtet: Tu*Morning Post" meldet aus angeblich guter Petersburger Quelle, der Zar werde nach seinem Besuch iii Italien den -ctiltait in MhonftantinoDcf befuck-en und von dort nach Liwadra reisen. Der Sultan we bc dem Jäten fbätet einen Ofcgcnlefucb abüatten Aus Eherbonrg wird gemeldet: Der zum ein ans Arfenalarbeitern bestehende Esemernderat von <Ämeurdveville bei Ehrrbourg erhob Einspruch gegen den Besuch des Kaiser s R i t o l a u s von Rußland in Eher boura und forderte die Bevölkerung auf, sich lebet Sympathie kundgebung für den Zaren zu enthalten

Anläßlich be8 16. Telegietteniagci des Verbandes deutscher Journalisten unb Schriftstellervereiue

tagte dort Samstag nachmittag die .vaiwtDcnammlung der Pci, sionSMiitokt deutscher Journalisten und Schriftsteller. Insgesamt waren 16 OrtSvereine vertreten Cb mann Wilhelm Prager schil berte die gegemvärtraen Berdaltmssc der Lasse. Der 3tanb der Pensions wie der Wttweukoüc sei ein mfrii-benstellender Der Peusionskasse geboren '.Ml Prozent der Mitglieder der Alterskasse über C><> Jahre an Der Zuschuß für die P«niionäre für das Fahr 1910 wird luicbcrunt auf -'M) Mark festgesetzt. Em Antrag Steffen. Düsseldorf betretend die Auidebung der füniiahrigcn Larenzzeit nntxbc zurückgewgen.

Im Verlaus der Sitzung n*ar die Frage der Berufs­organisation beraten worden Hierzu lag außer anderen ein Antrag des Benins Berliner Presse vor, auf Bildung einer olle Teile des um fassenden Organisation biniuitntfcn,

bi-* geeignet ist, die roirtfch.rtlidKn und beruflichen Interessen d» > io am hm deutschen Tchnitftcner* und 3i»u rnaliüenfia nbvx» mich dringlich ;u vertreten. Rach langer Debatte wurden alle Anträge bahnt rnweimgt Der Verband beschl,cßi. alle Anträge betreftenb die Berufsorganisanon einer Ztrnnnisfion von Vctretcin von fün' Verbaudsv, reinen zu überweisen Die 'lvmmistion hat den Auftrag, eine Vorlage au#uiarbeitni, durch die eine den gestellten Am ragen nach Möglichkeii entspr.-chende Schaffung einer um­fassenden Bermsorgamsation im 2inne des Antrags d Ber.-.ns Bi'rliner Pveffe herzige,übet wird Tic Mommm-.on bat Voü macht, mit anderen Beru-sorganüationen m Verbindung zu treten, wemi dies Hvttfbtenhd) erschein!

-

Heinrich lohnten.

Professor xxinrtcb Sohn reu. her Dichter und FvlNorist, ist am 19. Ium 30 Jahre alt geworden. as er ai.> t olk.-:^mlichcr

Poer, als betnorddeutsche Anzengruber". wie ibn der verstorbene beirnuh £xrrt einmal genannt bat, rvcrtic. haben mir an dreier Stell*" nicht ui würd'gen. Aber m der tmernritMidxn schöpferischen Tärmfnt. vc er als tHeidjäneführer des Vereinsür länblide I ohlfahrtsoslegr entalKt hat, möchten wir doch auch hier nicht vorübercwden. oem frorf'terOirnten ;nn"tmalOirtftor Thiel, dessen iiebiignci Wcburwtag nur erst dieser Tage geierert, ist iöetnci<t> Tohnrcn Wegbahnrr geiv fcu auf diesem vor ihm kaum anqcbautni < gebiet; bat er - ideenreich und voll , prüde In der Lriginalitdi nnc wenige immer neue Pfade gewiesen, um .Wunil, cdJönfc :t unb ethische Freud« m die ländl'..« Abgefchloistn heil und Emiamkert bmcnt.;utragen und io zu einem -teil doch auw der ^.'and'lucht unb L'eutcnat entgegenzuwirken Unserem 3 hxfaq tarier tum. dem der Mensch nachgerade von Brot allem litt, find die idealistischen Bestrebungen ^obnrevS immer ein Dorn im Auge gewesen Mit ein Grund für uns, des wackeren Mannes uns warm zu erinnern. ,

parlamentarischer aus Hessen

Ter Gesetzgebu^lgSaus schuß der Zweiten tiammrr bat in seiner Sitzung am Samstag die Beratung der Artikel 4268 der Vorlage über die ^andstönde vollzogen und damrt die erste Lesung über den Gesetzentwurf beendet Von Veränderungen gegen die früheren Vorlagen ist noch eme BesNinrnung des Art. 43 bemerkenswert Rack» einem früheren Beschluß der Zwesten 'tarn mer sollten, wenn üch in einem ll m f fh l a m c h r c re 2 11 m m- zettel befanden, diese Stimmzettel iänstlich ungültig sein Der m*uc Entiourf bestimmt dagegen, nachdem auch uizwisdren für die Reick.stagswalsten unb für die LandiachRvahlen in Baden und Württemberg dieselbe Regelung befchloisen worden ist, daß, wenn sich in einem Umschlag mehrere eiimnucttel mit demfekbcii Romen befinden, einer dieser Stimmzettel gültig sein soll. Eine wich­tige Renening bringt Art. 51 der neuen Vorlage. In den früheren Gesetzentwürfen war das Verbot enthalten, den Besitzern und Protokollführern der Lrlswahskommissivnen eine Bcrgü tu n g zu gewähren. Da bei den rrüberni Beratungen der Zweiten Kammer cm Bedürfnis noch 6ntid)äbiqung für diese Aemter laut geworden war, hat die Regierung diese Bestimmung nicht auf recht erhalten, sondern in Art 51 bestimmt: Den SSahlbor ftebern, Beisitzern unb Protokollführern bei der Wahlhandlung in den Abstimmungsbezirken, sowie den Beisitzern bei der Er Mittelung des Wahlergebnisses in den Wahlkreisen kann aus der Gemeindekaffe des Wohiwrts eine von der Gemeindevertretung festzufetzendc Vergütung gewährt werden. Die allgemeinen Be itinimuiigcn des Gesei.entwurfes entfvrcchcn den früheren Bor lagen Der Ausschuß fjegt bekanntlich "bic Absicht, die Gesetz entwürfe setzt für bic Plcnarbcratung im Herbst fertigzustellen unb wird deshalb schon am nächsten Freitag die z w e i t e L e f u n g begiitnat.

Deutsches Reich.

Ter Kaiser traf gestern früh von Danzig fonintcub im Reuen Palais wieher ein und begab ftd) wenige Stunden darauf mit der Kaiserin nach Hamburg zum Horner Rennen

Rücktritt Lynckers? DasBerl. Tagebl." gibt unter Vorbehalt das (frucht wieder, das in militärischen streifen zirkuliert, wonach Freiherr v. X! n n der, der Ehef des Militär-Kabinetts, von feinem Poften zu scheiden gedenke. Gleichzeitig wird erzähl', Lb rstleutnant Rudolpn, Mo in nianbenr des 4. G.rrdc Feldartillerie Regiments, habe um feinen Abschied gebeten und zu-ar int Zusammenhang mit den Reidistags-Debatten über die Zurücksetzung der bürgerlidien Offiziere im Gxtrbe storps.

AbbröckelungSprozcß. TerDeutschen Ztg." wird geschrieben: Zahlreiche Reichs-, Staats- und Mom munalbeamte, bereit prinzipielle Stellung zu her konser - vativen Partei unzweifelhaft ist, erklärten offen, nunmehr liberal zu wählen.

Der Senior der Berliner Stabtverorb- neten Paul Ilangerhans ist von neuem sd)wcr erkrankt unb hat bas Bcimißtsein verloren

211151(1110.

Zur Krisis i n Ungarn. Der ehemalige Finanz- Minister Lukacs ist vom Monarchen mlüt der Entwirrungs- Aktion betroiu worben.

Militärkonvention? In Konstantinopel zirkn Heren Gerüdste, bic Pforte beabsichtige, Vcrhaitbluiig.n zwecks Abfdilnsses einer Militärkonvention zwifd)cn her Türkei, Deutfchlanb unb Oesterreich cinzulciten.

Zur Lage in Albanien. Die Situation der in1 Cberolbanieii unter Dschavib Pascha op.rierenden Truppen gestaltet fiel) kritisch. Sie sollen in einem Engpaß zmifchen Tiafowti und Jpeg geraten unb von Albanesen in günstigen Stellungen ernstlich bcbroljl [rin. Aus Stutan find Dscha vid Pascha Verstärkungen gesandt worden.

A n f ck) l a g eines Ge i st e s g e ft ä r t c n'? Als Präsi­dent Taft dieser Tage das Weiße Haus verließ, um eine Aus­fahrt im Automobil zu unternehmen, bemerkte ein Te tettiö einen Mann, bet hinter einem Ahorn bau m dem Prä (tbenteu aufzulauern fctnen. Ter Mann wurde feftgenommen und bei seiner IleibeS-Vifitation rin Revolver und cm Pa troiiengürtel bei ihm gefunden. Uebcr seine Personlid)keit befragt, nannte er fid) £berft Strickleng aus Rofebern in Arkansas unb gab an, nad) Washington gekommen zu fein, um heu Präsidenten zu sehen. Der Manu, der offenbar geistesgestört ift, ivurbc ins Krankenhaus gebracht.

18. Dcrbanösfcft bes Mittclrheinischen Verbandes evangelischer Arbeitervereine.

K. Butzbach, 20. Juni

Unter sehr tu bl reicher Betest igung raub beute bas 48. Bei bandSsesl unter Leitung bco Piarrcr Schmitt- Höchst a. M. statt. Die Tagung bmann mu einem Fcftgoctesbicnst in ber 3t. Markuskirchc, in bcin Professor Dr 3chöll Friebberg die Festvredtgt hielt Um '^12 Uhr versammelten sich etwa 150 Lio 2*X) Abgcortzncte im 3aale bes Hessischen Host- m den Ber l'antluiigrn, bei denen Psarrer ^cbmitr den Bonitz führte W 11- hel m-Höchst a. M gab einen Bericdt überTie Delegierten- Versammlung de- 0!<samtverbanbev evangelischer Ärbciterverenie Tcutschlanbs m Hannover Pfingst« 1909" Die Hauvtvunkte istesamtvcrbambe- evang Ar

f i di e r u n g> o r b n u n g , bie nur f Z. Bcrönentluhtrn Der mittel rheinische Verband zahlt > Z. 12 Vereine mit 1167 Mu gliedern Ter bcuh'cbe Verbanbstag mr 1910 »mbet in El ber­iet b statt An bte Verbanblnngen schloß sich nn Festessen Den Nachmittag füllte bic Fa Knenweihe bes Butzbacher evang Arbeitervereins aus Um 1 <2 Uhr iwurbe eine Probe für bcu Massen chor in der Fest balle abgebalten Um 2 Uhr letzte sich nn stattlicher Festgug in 'Scroraung, an dem außer den Butzbochc: auch auswärtige Vereine, darunter Gießen, mit etwa 100 Mann ttiluabmcn In her Fest halle hielt noch einem liberal vom gemischten V'borc aus Gießen unb Höchst a M, Pfarrer Vco Bii-.bach die BegrüßungSansorache. Dr Vmiif-nk^ des initlilrbcv Verbandes, Pfarrer 3 <h m i 11, hielt hir Wnherebe C r hob besonders bic Bestrebimaen des Ver^ndeS hervor und

nahm das neue Vercinsbanner Tic F^bn trägt auf der 3um

i. das befonnte Hri»enbenkmal bcs 3cküar1 istldeS vor iWrare

i»ctt An bie Feier schlossen iid> noch Griangsvorträge iv*-, GeiangvereinsLrpbeus", Ansprachen, Konzen und turntrtißx- '3uffübruugea.

2lui Statt unt taut.

Gießen, 21. Juni 190t. Die neueste Bahnlinie in Cbcrhcikn.

Am Frestaq unb Eainüraq eifoiate bie lan be<poli jei» '.rche Abnahme ber neuerbauten Bahnlinie Üichbltrngg. bauten(Srünberg. Ta nch keine nenncn»iveNe ?lnfiänbe ergaben, jo liebt bie Eröffnung der Bahn für Ende bet Monats ober 1. Juli sicher zu erwarten. Ter Fahrplan ist bereu» herangegeben, er siebt noch |eber Richtung vier Züge vor. bie an bie beibeu oder hei fischen Linien DießenFulda und GteßenDelnhausen und an bie Strecke Butzbacht.',ch anichließen. Die beteiligten Gemeinden haben folgende Cbli« qationni übernommen: Lich önOOO Mt.. Eltnqghausen 75 OOO Pik., Cuecfborii 75 000 Mk., Münster 80 000 Mk^ Grünbeig nur 40 000 Mk., CbfT- unb Nieber-Bessmgen je 70 000 Mk. Außer biesen Orten erhält noch tzardach einen Bahnbos an ber Rolbenmüble. Die ganze Strecke hat eme Üänge von runb 21 Kilometer.

" Vom Großh. Hofe Die bekränzten Fahrer bei Lpel-Wa-on Rr 7o9, 710, 711 und 633. die bei bet Prinz Hcuinch-iFahrt ficgrcid) gcwcfcu »mb, trafen iKuie mittag nach 12 Uhr hier ein. oic fuhren nach Jagdschloß Wolfsgarten, wo sie um 3 Uhr vom Großhcrzog empfangen und bewirtet wurden.

. Don bet LanbeS- Universität. Professor Dr. Sauer wirb bet Berufung an bie Universität Kiel zum beoorfkbmbcn Wintersemester Folge leisten.

Das Jahres fr st der Universität finbet. rote alliahrlid), ain 1. Juli statt: bic akademisdw Feier ist vor­mittags 11* Uhr in ber Aula, die allgemeine Feier nach­mittags in Steins Garten.

* * Feldbergfest. Der Turnverein Gießen (flegr. 1H46) hatte mit dem gestrigen Feldbergfcste seinen großen Tag, der in der Gefduchte des Vereins und weiter Kreise von ganz besonderer Bedeutung ist, zumal die An­forderungen auf dem Feldberg recht hohe find Von den sechs hierzu entsandten Turnern erreichten säintHche die crforberhdK Punktzahl, darunter den ersten Preis in einer Leistung, wie dies nur selten vorkommt. Zum ersten- mal als Wetturner zu einem solchen Feste entsandt, nimmt er jede der Pflichtübungen voll für fid) in Anspruch unb nur durch die Freiübung bleibt er um 1' .-Punkt hinter der Höchstleistung zurück, ein Erfolg, der unter den " it- bewcrb von 1 10 0 Turnern ganz erstaunlich ist 2nnct schöne Erfolg wurde burd) ein "stenener Kinb, Heinrich Roll, errungen, der bic Gedenksteine des alten luntN Vereins durch eine solche ehrenvolle Ernutgenschaft ver­mehrte Turner L. Pc ppi er, ebenfalls au dem Turn­verein hervorgegangen und zurzeit in Marburg anfänig, verdient besonders genannt zu werden, da er mit xl Punkten den 10. Preis errang Somit nuirden insgesamt vom Turn* verein errungen: Hd). R o 11 <Landsmannschaft Darmstadtia) der 1. Preis mit «8«.. Punkten, L. Peppler der io mit 84, Earl Loos her 2i>. mit 76, Earl Müller der 3-'». mit 711Gg. Reinhardt der '»2. mit 6.3, '.lug Loos er 55. mit 611 ,, (i'fl. A1 bold der 61 Preis mit .'»8 , Piiukien Zu Ehren der Sieger findet heute abend iu der Turnhalle ein gemütliches Zusammenfein statt, das wohl eingedenk rcr schönen Errungenschaft recht zahlreich bciudH werden Wirb.

Ter Männer-Tnrnverein errang eben fall eme größere Anzahl von Preise i ccti s int ganzen t-? erhielten: wein 30. Preis (71 P i, Christian Sdimitk '< Pre,s (60' , P. , Friedrid) Pfoisfo r Preis P . 'nrl Thöt 62. Preis l.'»8 P , Heinrid) Müller i'i. Ern? 1.36 Punkte-. (Ausführlidwr Bericht folgt ntorgeu )

"Der Eifrnbahn-Beaintcnoetein untern ihm gestern einen Ausflug nach GimbcrSaii bei Weilb.irg. Zwei Sonberzüqe beföibcrten bie etwa 800 Teilnehmer, bie um 9 Uhr abends wieder hier cmtrafen.

* Auf der LiebigShöhe findet niorgen nadnnii 1 1 Uhr das erste Gar t e n k o nzc r t in hii*fem Jahre jütt»

* Stenographische Tci Stenographen r n Stolze-Sd-reh beginnt, wie aus dein Anzcienteil ersicht t*. am 29. 3iiui d. Is. wieder einen Ansängerkursus für Tai und Herren.

Bon bet Straßenbahn. Die Mauretarbe '. a für bie Wagen Halle finb bem Bauunternehmer Becker übertragen worben. Bon ben viel erörterten Rosetten sind jetzt mehrere Stücke hier eingetroffen unb sollen als Mu'icr au verschiedenen Gebäuden angebracht werben. Mit : Verlegung ber Schienen vorn SelterStor bis ginn Kreuzplatz ist heute vormittag begonnen worben. Plan hofft, im Kauft ber Woche auch bte Pflasterilng zu erlcbigcn. um bie Gliage in der fonuuenben Woche roteber für ben Aerkchi oRnai zu können.

* Verbrannt. Am vorigen Samstag nachmitt ig fdniftrtc bic Ehefrau des Arbeiters Sdimidt in ivr B'.''n- liofstraße beim kaffeekoeben zur beffercn Anfachung -^-s Feuers aus einer Flafd>c Spiritus in fr* Aci:cr Tic Flasche crvlodiertc, bic Kleiber der Frau gerieten in Brand, und die Frau erlitt derart schwere Brandwunden, da;; sie durch Maiinschaften der Sanitatskolonne in die Klinik flf* bradit werden mußte.

Fahrradmarder Cm hiesiger Einw'Inter be­sichtigte gestern vormittag die i^ra.»ernte an' bc- nrcls- micfe unb legte solange fein Fahrrad an der «Wrunbrrirt 3trapc neben den Wiesen nieder Hier sah er n.u nNc ein Unbekannter des Weges tarn, sich auf ba .Vihrral jrf't und in der Richtung Re'-kirdwn baponruhr er .a:rr war ctma 25 Jahre alt, trug dunklen Anzug unb weißen Strohtw'. Das gestohlene Rad war ein noch ganz vurl 'Äblerfabrrab mit ber Fabrikiwminer Src-leidM

tragen brefe Zeilen zur Feststellung des Diebe» und Wiedererlangung des Fahrrades bei.

" Unfug. In verflossener Nacht wurden In brn Reuen Bauen und in der Ludroigstraße mehrere Straßen­laternen zerschlagen.

Ermittelt. Tie polizeilichen Ermittlungen X* züglich des Brandes in der kcnnclschen Hosreite rrget*!» daß zwei Buben im Alter von 8 und 9 Jahren in b<x Scheune spielten und dabei mit Streichhölzern die bert

lagernden Hobelspäne in Brand fetzten.

? Hungen 21. Juni. Okftern nachmittag gea** 6 llbr brach in einer Halle her hiesigen Zementwarei* f <i b r i f von ehr Iokcl rin Brau d aus der jcdoch durck energische.- Eingreifen von Bahndedicnstelen und cini-itn Feuerwehrleuten bald gelöscht wurde. Tie Halle des .irefg* Werkes, in der sich schiefer im Werte von ca. 1*»X' befanden und einige 5?olzdohsen wurden vom Feuer zdritört-

Wie das Feuer cntfianb ift noch^ .nicht aufgeklärt

Stockheim, 20 Juni. Ter W. 1 i;7: Iibermeißt Schmidt im nahen Lncndcrg iiklc mit der Befti:rgung usm