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Vorschlag ist, nachdem er die Zustimmung der Großmächte erhalten hat, der bulgarischen Regierung unterbreitet und von dieser angenommen worden. Man glaubt auf die Zustimmung der Türker rechnen zu können. Das Abkommen erfolgte iu folgender Weise: Von den 70 jährlichen Zahlungen für die Kriegsschuld, welche die türkische Regierung noch schuldet und welche sich auf 550 Millionen Frcs. beläuft, wird Rußland eilte genügende Anzahl annullieren, um der Türkei auf diese Weise zu gestatten, die gesamte Entschädigung, welche sie von Bulgarien fordert, nämlich 125 Millionen zu verlangen. Bulgarien verpflichtet sich seinerseits', Rußland 82 Millionen von einer lährlicheu. Entschädigung von 5 Millionen für Zinsen und Tilgung des Kapitals zu zahlen, an Stelle der 8 Millionen, die Rußland jährlich von der Dttomau-Bank erhielt, wird es nunmehr für 16 Jahre eine Summe von 5 Millionen seilens Bulgariens erhaltem Auf diese Weise wird jede fremde Ueberwachung der bulgarischen Finanzen vermieden.
Athen, 2. Febr. Hier zirkuliert das Gerückt, daß König Eduard und Kaiser Wilhelm im Frühjahr neuerdings eine Begegnung auf Korfu haben werden.
Caracas, 2. Febr. Ter M i n i st e r des Innern beauftragte den Generalstaatsanwalt, Castro wegen dec Anstiftung des Mordversuchs auf den Vizepräsidenten Gamerz zu verfolgen.
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Berlin, 2. Febr. Wie der „Vorwärts" mittcilt, ist gestern die Witwe Liebknechts im 69. Lebensjahre gestorben.
Wien, 2. Febr. In hiesigen Regierungskreisen ist man der Ansicht, daß die Unterzeichnung des Verständigungs-Protokolls noch im Laufe der Woche in Konstantinopel erfolgen wird.
Wien, 2. <yeor. Die österreichisch-ungarische Regierung hat in dec Frage des Charakters der türkischen Domänen iu Bosnien auf die ursprünglich angeregte Entscheidung verzichtet und im Einvernehmen mit der Pforte das Gutachten des Herrn Testa, des deutschen Vertreters bei der Dette publique akzeptiert, wonach die Domänen als türkischer Staatsbesitz anzusehen sind. Wie die Neue Freie Presse erfährt, wird die österreichische Entschädigung an die Türkei 14 Tage nach der Radifikation des zwischen den beiden Regierungen vereinbarten Abkommens in einer Summe und nicht wie jüngst verlautet, in Raten, gezahlt.
London, 2. Febr. Die „Times" berichtet aus Petersburg: Die russ ische Regierung hat s i ck erboten, die Differenzen zwischen dem bulgarischen Angebot und der türkischen Forderung zu bezahlen. Der russische
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