Kranken
kost.
2385
Der Bürgermeister.
I. V.: Dr. Seipp.
Kindermehl
beantragt den Ausschluß der Oeffentlichkcit und der Gerichtshof zieht sich hierüber zur Beratung zurück. Es wird beschlossen, die Oefscntlichkeit während der Verlesung der Zukunft-Artikel beizubehalten. dann aber in vollstem Maße auszuschließen. Zugegen sein dürfen während des Ausschlusses der Lesfcntlichkeit nur ein Stenograph der Staatsanwaltschaft und ein Stenograph des Airgeklagten.
Das Urteil lautete:
_ Harden wird wegen übler Nachrede int Sinne des § 186 des dem Anträge des Staatsanwaltes gemäß zu
600 Aiark Geldstrafe verurteilt.
uff en.
Großen-Linden, den 20. April 1909.
Großh. Bürgermeisterei Großen-Linden.
Leun.
tegmigsarbeiten beizufügen.
Gießen, den 20. April 1909.
Stöbt. Elektrizitätswerk Gießen.
Stolte.
Hervorragend bewähr!®
Nahrung.
Die Kinder gedeihen vorzüglich dabei u. leiden nicht an
Verdauungsstörung.
Kclramstmachung
Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Taplans gaffe zwischen Kreuzplatz und Katharinengasse n>on heute an bis auf weiteres für den Fuhr- und Radsayr- rerkehr gesperrt.
Gießen, den 20. April 1909.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen.
I. V.: Bilo.
Prozeß Moltte-Hartzen.
Berlin, 20. April.
Vor der 4. Strafkammer des Landgerichts I sand heute die Wiederaufnahme des Beleidigungs-Prozesses Mo l tk e-H a r d e n statt. Tas öffentliche Interesse an dieser Affäre scheint fast gänzlich geschwunden zu sein. Um '9,35 Uhr eröffnet Landgerichts-Tirektor Lehmann die Sitzung. Tie geladenen Zeugen werden vorläufig entlassen, ebenso Graf Kuno Moltl'c, der aus gesundheitlichen Rücksichten der Verhandlung ! richt beiwohnen will. Bei Beginn der Verhandlung erbittet • 3111415vat Bernstein das Wort nnd erhebt den Einwand der Unzuständigkeit des Gerichts und der Unzulässigkeit
Verfahrens. Aus diesen beiden Umständen, bitte er das Vcr- mhrcn einzustellen. Bernstein teilte darauf mit, daß die Par- • leien eine Art Vergleich geschlossen hätten, der der Staatsanwalt- schäft zugesteltt itmrbcit ist. Tiefer Vergleich lautet: Herr Harden iioiederholt die s. Zt. vor dem Schöffengericht und vor dein Landgericht abgegebene Erklärung, daß er in seiner Wochenschrift den grafen Kämo von Moltkc nicht der .Homoftpuellität beschuldigte. • Äraf Kuno von Moltke akzeptiert diese Erklärung. Beide Teile iind der Uebcrzeugung, daß sich irach dieser Erklärung jede Be- loeisaufnahme erübrige. Datiert ist das Schriftstück vom 19. März 1909 und mit der Unterschrift der beiden Herren der Staatsanwaltschaft am 22. März zugestellt worden mit dem Bemerken, das; die beiden Parteien gegen eine Einstellung des Ver- sahrcns nichts eiuzuwcnden hätten. — Der Gerichtshof beschließt aach kurzer Beratung, den Antrag der Unzuständigkeit abzulehnen. Ls wird in die Verhandlung eingetreten. Der Oberstaatsanwalt
Grrginal-DvahtmeLSttirgen.
Wien, 21. April. Das „Neue Wiener Tageblatt" erhält von informierter Seite Mitteilung über den beabsichtigten Ban von Dreadnoughts. Es besteht bekanntlich der Plan, nach Genehmigung durch die Delegationen vier solcher Schisse 511 bauen. Die Kosten eines solchen Schiffes werden aus 55 Millionen veranschlagt. Tie günstige Beschaffenheit der österreichischen Küste gestattet, daß Oesterreich mit zwei Dritteln der Flottenstärke Italiens diesem gleichtomme. Im Besitz von vier Dreadnoughts könne Oesterreich einer kriegerischen Eventualität ruhig entgegensehen.
Konstantinopel, 21. April. Tie Situation i st unverändert. Die Salonikier Truppen sollen, wie es heißt, morgen, Donnerstag, einen Eilmarsch vollziehen. Der Kommandant Nasim Bey hat demissioniert. Ter Kontre- Admiral Said, der an den Dienstag-Ereignissen mitgewirkt hat, ist geflüchtet. Tie Gerüchte von der angeblichen Ermordung des Fürsten Samos bestätigen sich nicht. Wie man dem „Osman. Lloyd" aus Aleppo tele-: graphiert, wurde die gesamte christliche Bevölkerung von K i r k h a von Mohammedanern massakriert. Der Stadtpräfekt i,slj mit vielen Stadl- Repräsentanten zur Begrüßung der Salonikier Truppen abgereift.
Korfu, 21. April. Wie es heißt, wird Kaiser Wilhelm demnächst Olympia besuchen. Infolgedessen werden dort die nötigen Vorkehrungen getroffen Königin Alexandra und die Kaiserin-Witwe von Rußland werden ebenfalls erwartet. Dagegen werden weder der Zar noch König Eduard Korfu besuchen.
Bekanntmachung.
Der Voranschlag der Gemeinde Großen-Linden für 1909 Rj. Iliegt vom 23. d. Mts. cinschl. während 8 Tagen zur Einsicht und Entgegennahme etwaiger Einwendungen bei uns
Bekanntmachung.
Der Gemcindekassc zu Krofdorf ist ein Postscheckkonto unter Nr. 2291 Frankfurt a. M. eröffnet worden.
Krofdorf, 19. April 1909.
Bekanntmachung.
Die Gleisverlegungsarbeiten für den Bau ber städtischen elektrischen Straßenbahn sollen öffentlich vergeben werben.
Die Bedingungen sind während der Dienststunden in dein Amtszimmer der unterzeichneten Verwaltung einzuschen. Angebote, unter Benutzung der dortselbst erhältlichen Vordrucke, sind bis zum 29. Avril d. IS., nachmittags 3 Uhr, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, an genannter Stelle einzureichen. Dem Angebot sind Empfehlungen über bereits ausgesührte Gleisver-
Verrnstzcbtes.
*' König Viktor Emanuel an der Stätte des Erdbebens. Eine bezeichnende Episode von dem jüngsten Besuche des Königs von Italien in den von dem Erdbeben hcim- gcsuchtcn Gebieten wird in der Vita erzählt. Als der König in ^cilla eintraf, eilte ihm eine jammernde, wertende Menge entgegen. „Nieder mit der Camorra, wir wollen Hilfe und Beistand !" so tönte cs aus der Schar. Tier König war erschüttert, ermahnte die Leute zur Geduld und suchte sie zu beyuhigcn, aber kaunt hatte er auf seinem Wege die Piazza Matriee erreicht, als ihn eine neue Menge, die nach Tausenden zählte, mit lauten Hnscrufcn empfing. „Hilft, Majestät, und nieder mit den Dieben, die das Geld der nationalen Barmherzigkeit stehlen." In diesem Angenblick stieg ein junger Arzt, der Dr. Alfredo Gatto, aus die Schultern seiner Nebenleutc und mit lauter Stimme rief er dem König entgegen: „Majestät, wenn Ihr Besuch den Gefühlen entspringt, die in Ihrer Seele leben, so hören Sic auf die Stimme eines bescheidenen Arztes, der die Tränen und den Schmerz des Volkes gesehen hat, das unter der Verwaltung einer hohen und niederen Eanrorra bedrückt und ausgesaugt wird." Ter General- tnsvektor der Polizei wollte den Redner bei den ersten Worten unterbrechen, lebhafte Protestrufe ertönten; der König aber näherte sich deut Ärzte, bat ihn, jetzt zu schweigen unb erklärte ihm, daß er gern seine Mitteilungen empfangen wolle. In der Tat ließ der-König, nachdem er sofort an Bord seines Schiffes zurückgekehrt >var, den jungen Arzt mit einem Boote zu sich kommen und unterhielt sich mit ihm längere Zeit. Im Lauft des Gespräches sagte Tr. Gatto zum König, während am Ufer das Volk sich drängte und dein Monarchen laute Huldigungen darbrachte: „Majestät, sehen Sie aus dieses ausgehungerte, bedrückte Volk, das selbst in der Stunde seines Leidens noch Huldigungen findet und den Zorn unterdrückt, der cs gegen jene erfüllt, die nichts weiter tun, als sich um ein Vertrauensvotum der Kammer zu bemühen." 'Ter König drückte dem jimgeit Arzte mehrmals die Hand und versprach ihm, sich um die Untersuchung der Zustände persönlich zu kümmern, die der Sprecher ihm geschildert hatte.
D c r Stu hl des Präsidenten. Aus Washington wird berichtet: Präsident Tail ist ein peinliches Mißgeschick zugestoßen. Der Präsidentenstuhl, aus dem er den Sitzungen bc5 Ministeriums beuvohnt, hat dem durch die llebersülle der Staaw- geschäire belasteten, aber auch sonst nicht geringen Gewichte Tafts nicht widerstehen können und brach zusammen. Zum Glück gelang es Tast, noch beizeiten ailfzuspringen, sodaß ihm ein Stlirz erspart blieb, der seiner Präsidentemvürde vielleicht Abbruch getan halte. William Taft ist übrigens an Zwischenfälle dieser Art gewöhnt. Denn im allgemeinen sind die Stühle nicht bnrant berechnet, cm Körpergewicht von 240 Pfund zu tragen. Bittere Ersahrllngen haben ihn vorsichtig gemacht, und seit geraumer Zeit bringt er allen Sitzgelegenheiten nicht unberechtigtes Mißtrauen entgegen. Ehe er sich setzt, pflegt er den Stuhl mit scharfen Blicken zu mustern nnd wenn er sich dann niederläßt, so geschieht das sehr langsam und zurückhaltend, sodaß sozusagen die Betastung deS Stuhles nur progreßw gesteigert ivird. Wenn schon am Anfang der Stuhl aus schmerzlich ausstöhnt, verzichtet Tast gewöhnlich sofort die Beguemlichkeit des Sitzens. Aber oft kommt es vor, daß erst am Schluß der schwierigen Operation der „Niederlassung" der Sessell leise ächzt; dann kann man den korpulenten Präsidenten mit bewundernswerter Elastizität aufspringen sehen. Uebung macht auch hierin den Meister.
* Studenten unter sich. „Sag' mal, was machst du denn den ganzen Tag''" - „Ich? Ich^warle ans den Ersten!"
^ls 5 Lmren münden hier und sind mit 217 Zügen belastet. 1900 Achsen sind täglich im Ein- und Ausgange zu behandeln. Das Eiupfangsgebäudc und naincntlich die "Bahnsteige sind Kur Bewältigung des starken Verkehrs nicht groß genug. Auch bte Bahnsteiggleisc reichen nicht aus. Auch der Raum sur den Ortsgüterverkehr ist unzureichend. Deshalb kommt der gesamte Rangier- und Güterbahnhof südlich nach Fauerbach zu. Tie Gesamttosten für die Ausführungen belaufen sich auf 6 950 000 Mk.; für Gvundcrwerb sind schon ''68000 MI. Ter Hessische Staat gibt dazu 653 000 Mk. und die <rtadt Friedberg 40 000 Mk. — Nachdem an den beiden letzten Sonntagen ungefähr 120 Kinder ton firmiert mürben, hielten gestern bei der Aufiiahme in der hiesigen Stadtschule 1 86 ABE-Schützen ihren Einzug.
9uB. Darmstadt, 20. April. Der Finanzausschuß der Stadtverordneten hat der Erhöhung der Ge- ineinbefteiicr auf 109,8 Proz. zugestimmt, ebenso einer Erhöhung des Schulgeldes an den Mittelschulen um 331/3 Proz.
. R.B. Lampertheim, 20. April. Unter dem Ver- dacht, die r i c d h 0 f s s ch ä n d u n g begangen zu haben, wurde der verheiratete Taglöhner Adam Kronauer von hier verhaftet. Trotz hartnäckigen Leugnens sind soviel Verdachtsmomente vorhanden, daß die Untersuchung gegen ihn weiter geführt wird.
P. Wetzlar, 20. April. Die Buderusschen Eisenwerke haben vor einigen Wochen die unmittelbar an ihr Wertgrundstuck grenzende Fabrik von Hensold Söhne käuflich erworben. Architekt Hans Meyer in Gießen hat den Auftrag erhalten, Pläne zu einem umfassenden Um- und Erweiterungsbau des früheren Hensoldschen Werkstätten-Ge- baudes anzufertigen, damit die Gebäude zur Unterbringung des gesamten kaufmännischen und technischen Personals der Firma Buderus dienen können. Das kaufmännische Bureau von Buderus befindet sich in der Altstadt, doch reichen die Räume nicht mehr hin, um den Beamten auskömmlich Platz für den gewachsenen Betrieb der Werke zu bieten. Durch einen 30 Meter langen Flügelanbau an das ehemalige Hauptgebäude von Hensold, das au der Stelle des niederzulegenden Kessel- und Maschinenhauses errichtet wird, soll der Bau so vergrößert werden, daß das kaufmännische und technische Personal der Buderusschen Eisenwerke darin vereinigt in nächster Nähe der Wertanlage eine zeitgemäße hübsche Arbeitsstätte erhält.
-h. Hohensolms, 19. April. Rentmeister Tropp hat zum 1. April eine Stelle in Köln übernommen. Die Gemeindevertretung der Bürgermeisterei Hohensolms wählte einstimmig Wilhelm Sänger zum Gemeindeempsänger, der am Samstag in sein Amt eingewiesen wurde.
X Biedenkops, 20. April. Bei einem Abendgottesdienst in der überfüllten Kirche zu Hartenrod, wo ein iremder Geistlicher predigte, wurden infolge Kohlen gas Vergiftung eine Anzahl Frauen und Kinder ohnmächtig. Als der Pfarrer schnell den Gottesdienst schloß, konnten sich viele nicht erheben und mußten hinausgcbrachl werden. Andere brachen auf der Straße zusammen, und als man noch einmal in der Kirche nachsah. fand man noch einige Ohnmächtige zwischen den Bänken liegen. Zum Glück haben sich die Betroffenen sämtlich wieder erholt, wenn es auch bei einigen ein paar Tage dauerte.
** Kleine M i 11 e 11 u u ■ u >i s eilen unb b c r Nachbarstaaten. In Schlitz feiern am 25. April die Heinrich W e v p l e r Eheleute (im Grund) das 50jährige Ehe- jubiläum, beide gesund und verhältnismäßig rüstig. — Tie vrenßisch-hessische Eisenbahngcmeinschaft beabsichtigt am Bahn- ho s Kran ich stein für 58 Eisenbahnfanrilien Wohnhäuser zu errichten. Tas erforderliche Gelände ist bereits envorben und soll mit den Arbeiten in Bälde begonnen werden. — In der Gemarkung Klein-Krotzenburg ist in einer Kapelle ein Einbruch verübt worden. Tie Tür wurde erbrochen und der Opferstock geplündert. Der Täter konnte noch nicht ermittelt werden. — In bem Anwesen zum „golbencn Stern" zu Michelstadt, gegenüber bem AmtsgerichtSgebäube, brach Groß feuer aus unb brannte das Wohnhaus, Scheuer unb sämtliche Nebengebäude nieder. Vermutlich liegt Brandstiftung vor. Der Schaden beläuft sich aus ungefähr 20 000 Alt.
flBcrtcbtsgaaL
Karlsruhe, 20. April. Tas Schwurgericht ver> u r t eilte gestern den 19 Jahre alten Jasser August Redinger aus Eutingen wegen schiveren Diebstahls und vorsätzlicher Tötung Ni 10 Jahren 8 Monaten Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust. Redmger hatte den 74jahrtgen Bürgermeister Steudle in Eutingen, nachdem er versucht halte, ihn 511 bestehlen, in ber Scheuer überfallen und getötet.
.‘Straft b u r g , 20. April. Vor dem Kriegsgericht der 29. Tuvision in Mülhausen wurde gestern und heute gegen den Ritt- mciitcr der 3. Eskadron des Jägerregiments Nr. 5 Grafen von G e r s d 0 r f verhandelt, der durch vorschriftswidrige Behandlung und fortgesetzte Beleidigung den Einjährigen Block zum Selbstmord getrieben, ferner durch verschiedene Acufterungcn den Vater des Einjährigen beleidigt hat. Ter Angeklagte loar zuletzt 8 Wochen vom Dienst suipendiert worden. Tie Beweisaufnahme ergab, daß der dreitägige Mittelarrcst, der dem Selbstmorde voraufging und als unmittelbares Motiv angesehen wurde, nicht vom Angeklagten, sondern vom Oberleutnant Engelmann verfügt worden war. Auf der anderen Seite wurde erwiesen, daß der An> geklagte sich zu persönlichen und antisemitischen Gehässigkeiten! habe Hinreisen hissen. Tas Gericht nahm nur einen einzigen Fall von Beleidigung, begangen durch den Ausdruck Judenjunge oder Judenlümmeft als erwiesen an und verurteilte den Angeklagten zu z w e i T a g e n S t u b c n a r r c st. Bezüglich der an- beren Punkte erfolgte Freisprcchung. ।
Mark notiert wurde. Der Preis für Spelz ging von 22,12 Mk. pro Doppelzentner im Februar auf 23,53 Mk. int März hinauf. — Jin Mörz 1908 hatte er 21,89 Mk. betragen. Wie bei Weizen ist der diesjährige Preis demnach wesentlich höher als in der Bcrglcichszeit 1908. sticht ganz so erheblich wie Weizen und Spelz ist Roggen im Preis gestiegen. Ter Preis belief sich bei einem Ilmsatz von 92 723 Doppelzentnern durchschnittlich auf 16,61 Mk. gegen 16,14 Mk. im Vormonat und 18,57 Akk. im Vorjahre. Das Vorjahrnivean ist mithin bei Roggen noch nicht erreicht. Ter höchste Roggenpreis wurde in Bayern mit 21,60 Mk. pro Doppelzentner bezahlt, der niedrigste in Hannover mit 14,80 Mark. Der Preis für Gerste stellte iich int März bei einem Umsatz von 23 783 Doppelzentnern an 59 Marktraten durchschnittlich aus 07,18 Mk. gegen 16,52 Mk. int Februar. Der Märzpreis 1908 hatte 16,38 Mk. betraget. Es ergibt sich demnach auch für Gerste eine beträchtliche Preissteigerung gegenüber dem Vorjahre. Am höchsten stand der Gerstenpreis in Bayern unb Baden, wo er 24 Mk. betrug, am niedrigsten int Rheinland, wo ber Preis für den Doppelzentner bis auf 13,30 Mk. herabging. Auch der Preis für Hafer übersteigt den vorjährigen ansehnlich. Hier zeigte sich der höchste Preis in Bayern wo er bis 22,73 Mk. binaufging, ber niebrigfte mit 12,70 Mk. ergab sich im Rheinland.
HanSet.
— Die Preise der Getreide am deutsch eit F r u ch t m a r k t c. Diese Preise hatten int März durchweg eine ■Steigerung zu verzeichnen, während sie in der gleichen Zeit des Vorjahres gefunkelt waren. Besonders ist der Weizenpreis in dtc Höhe geschnellt, hauptsächlich im Zusammenhang mit der Preistreiberei an der Chicagoer und Ncwyorker Frachtbörse. Er stellte sich int März bei einem Umsatz von 67 289 Doppelzentnern int Durchschnitt für 60 Marktorte auf 22,24 Mk pro Toppel- zcntner gegen 20,88 Mk. im Februar. Ter höchste Weizenpreis wurde im März in Württemberg mit 26 Mk. verzeichnet, während der niedrigste Weizenpreis in der Provinz Hannover mit 16,80
Betreffend: Die Unfallversicherung der in land- und forstwirtschaftlichen Belriebcu beschäftigten Personen: hier: Beitrags- leiftmig für 1908.
BekamrSmachlmg.
., , Die Heberolle über die Beiträge zur land- unb sorstwirt- »chaftltchen Berussgertoffem'chaft für das Jahr 1908 aus den Gemarkungen Gießen und Schinenberg liegt von heute an wahrend vierzehn Tagen auf der unterzeichneten Bürgermeisterei zur Einsicht offen. Innerhalb einer weiteren Frist von zwei Wochen, nach Ablauf der Offenlcgungsfrist, kann der in der Heberolle als beitrags- pflichtig in Anspruch Genommene gegen die Beitragsberechnung bei den: Vorstande der land- und forstwirtschaftlichen BerufSgenössen- schaft Einspruch erheben n. S 15 der Verordnung vom 31. Mai 1902).
Gießen, den 20. April 1909. b21/4
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
3. 25.: Keller.
Märkte.
-th. Gießen, 20. April. Der heute ausnahmsweise aus Oswalds Garten abgehaltene Viehmarkt hatte einen Auftrieb von 1250 Stück Großvieh und etwa 250 Kälbern. Auf dem Vor° markt waren diesmal schwarz-bunte Kühe in großer Anzahl vorhanden, die bei guten Preisen schnell verkamt wtirden. Der Markt begann heute das erstemal um 6 Uhr früh unb wickelte sich schnell »ind glatt ab. Die ihr Vieh austreibenden Handelslercke freuten sich über den schönen Platz, der einen festeren Untergrund hat als der frühere Marktolatz, klagten jedoch darüber, daß besoitders beim Auftrieb die Anordnungen in allpt schrossent Tone erteilt wurden. Man ist der Ansicht, daß die Beamten Rücksicht darauf nehmen sollten, daß Rindvieh weit schwerer zu lenken ist, als z. B. Pferde, und daß es nicht böser Wille der Händler ift, wenn sich Unordnungen beim Auftrieb zeigen. Tas Geschäft in Milchtieren war sehr gut, es wurden die Preise des letzten Aiarktes bezahlt. Im Gesck)äft mit Fettvieh hält die Besserung, die sich seit dem letzten Märzmarkte zeigte, an, ohne daß jedoch eine Besserung der Preise sich zeigte. Ter Kälbermarkt verzeichnete Bedarf und guten Handel, an dem sich auch die Gießeiter Aletzgcr beteiligten. Die Preifc erfuhreir gegen den Markt vor Ostern einen kleinen Rückschlag, doch mürbe die Ware immerhin noef) hoch bezahlt. Für Fahrochseii war verspätete starke Nachfrage, so daß die wenigen vorhandenen Paare hoch tm Preise standen unb tciliucije von den Käufern am Markt gleich mit Gewinn weiterverkauft wurden. Jungvieh >var am Markt nur schwach vertreten unb sand sehr schwer Abnehmer. Bezahlt mürben für Kühe, frischmclkenb unb tragend, das Stück 1. Oual. 500—560 Mk. (einzelne schöne Tiere dis 600 Mk.s, 2. Qual. 400 bis 475 Mk., 3. Qualität 300 bis 375 Mk. Gehandelt mürbe ber Zentner Schlachtgewicht: fette Rinder 1. Qual. 71 bis 73 Mk., 2. Qual. 68-70 Mk., fette Kühe 1. Qual. 63—65 Mk., 2 Qual. 60—62 Mk., Kälber 1. Qual. 72 bis 76 Mk., 2. Qual. 65—70 Nik., 3. Qual. 57—62 Mk. Gangochsen würben zwischen 850 bis 1050 Mk. das Paar in mittlerer Ware abgegeben. Der 'Markt würbe fast ganz geräumt. Fette Ochsen werden in ber Gegend in 1. Qual, mit 76 — 77 Mk., 2. Qual, mit 73—75 Mk. der Zentner Schlachtgewicht bezahlt.
fc. Frankfurt a. M., 21. April. Sch weine markt. (Org.- Tel. des Gieß. Anz.) Zum Verkaufe ftanben 1341 Schweine. Bezahlt wurden: für Schweine 1. Qual. 68—69 Pfg., Lebendgewicht 55,0 bis 00,0 Pfg.; 2. Qualität 67—OOPsg., Lebendgewicht 54,0—00,0 Pfg., 3. Qiial. 62—66 Pfg. Geschäft gedrückt, Ueberstand imbebcuteiib.
Gießener Wetterdienst.
Voraussichtliche Witterung für .tzesjeu am Donnerstag dem 22. April: Meist trocken, wolkig. Nachts kühl. Westliche Winde.
Arbeitsvergebung.
, -'-'nttwoch den ^8. April vormittags 11 Uhr öffentlich vergeben werben.
und Bedingunaen liegen während der
slFVr-.en uns zur Emnckt onen. Angebote auf Vordruck
"nd spätestens bis zmn vorgenannten^ Zeft- puntt vcrichloyen lind mit entivrcchender Aufschrift versehen an uns einsureichen. - Zufcklagsftist 3 Wochen. , 9CU ‘ß^nd
Gießen, den 19. April 1909. 14
Städtisches Tiefbauamt.
Braubach.
°!>r° 4
e sein,,", bfhir
11 lntc^iier?9c l'
tarie tQts ^chiier
Unter Sk '
SZK
i ke - Im Befike . ^tftnger, k ‘«"Sitte,1
einen, ein Mgc
> »Jill er tm Hen. Den andem
U er im Mz ^mäßigen Eigens )et Kriminal-Abteile
Die Arbeiten und Lieferungen zur Erbauung eines Empfangs- gcbaudes auf Bahnhof Ehringshausen (Oberhessen) sollen vergeven werden und zwar:
Los 3: Dachdeckerarbeiten
Los 4: Nlempnerarbeiten
Los 5: Tischler-, Schlosser- und Glaserarbeiten
Los 6: Anstreicherarbeiten.
Zeichnungen und Angebotsmuster liegen im Geschäftsgebäude' der unterzeichneten Inspektion und der Bahnmeisterei Burg- und Rieder-Gemünden zur Einsicht aus. Die Angebotsmufter ohne Zeichnungen können von der Inspektion für sämtliche Lose, je 0,75 M (Postanweisung» bezogen werden.
Tic Angebote werden am 11. Mai d. Js., vormittags 11 Uhr, ’ im Geschattsgebaude der Inwektion geöffnet. y
Zuschlagsfrist 3 Wochen.
Lauterbach, den 20. April 1909. d«/
Großh. Eifenbahn-Betriebsinspektion.
den 20. l. Ms. töufe ^Fe -4 Fensters^/ 20 Mk. Belohnung;„-
:f- Am 14. l.
ndcr von Marburg/ t!t Break eingestellt 1 blwlen zn wollen. ?. Mn. Vielleicht ttte idic bei.
Id’beidjo bcihc.^ narfc schreibt die „Jt ldlpirte, ivörtlich roljö noücri wurde kürzlijk : et. Ta bekanntlich llte lgcii, weilii sich7 zeigen, welche die tzsj , nur auf TrichinÄ s Schwein nichi kfrji
Mitteilung von
itung", das 2ier p M ! rgane dem FleisMmi j ntfemlen £tic
ibcrkulose und motbU/?- as Schirein teilweise ifc mmligc Unterjuckun^dü!: 1(15 generaliiierte Tcki I 11/tt) Die 'Surit ocmä- en &cmiß folrfienW' '■ loltnschm, dab lamtlie [erltcllt würden."^Da.: bau“: Daß die W wrn'AW it Mbmmz der M illt, wem färntiiih?*' sünjicht yejW«. te -iüchungsMHMM , Seit
jeiteitc B uWJJJ Lun in ISreußtnW erfennen, dal;
ridllicßt. . .
,vf. Nach du
Ausstellung - ää'B
,'treues gthenu . '--AL!
LM udiicn. »»rtuiW
SS*“'*
c.«h versehen-
ie
bei «"»“'"fnoi"';
-ch;e0S $
EßH.
■ "l^ei'che"?, - VS-äM 1


