Qbmännerkonfercnz, morgen oormitlaq zusammenzurreten.
Diesem Beschlüsse stimmte auch bet Abgeordnete Udr;al
Die Reise der Zaren.
Livadia, 19. 2L. T<c a i f c r trat heute inne N«nfc nod) Italien zum Besuche M xjntfl» Biktor Emanuel an. _ .
a 11 a, l £!t. 2tr • f: d ". .rs ra n - de, ja rt folgt au Boro de /»acht ,.^'andard", di? von den ,*T..ru-crn „Pawfat", ,/J.cr‘n ia' ui'' ,u -gut", forme einem Torr doooot begleitet tmro. T:c jtaiicz'tn ÄIrrajihra Teodorowna geleitete mit bei 2. n' in. nen Töchteru den Scaifet zur L'anbungdbrude» Den »ijcr begleiten au, oet Reife der Mimfter dc» uaiieriichcn .wies, der Minister de- .'leußecn, der Lalazskomn.an^ant, die Kanzler chcfö deL Hofmuiistcriums und de.' ..nntfreriums des Meuf.crn, der Jcranomcnmnftcc Sstwinsky und die Flügel- adjutanten Fürst Crlotv und kupttihi Drentcl.
Turin, T). Ctt. Der Bor stand ves allgemeinen Ar- d i erverbanbe fpra t . ibten
Sitzung ftd) enrschreden gegen bie Proklamierung des General ft reiles geieguuuc) des Bcjua)es ocs ru.,,ischen üaiferd aus und forberte die .'Iroeucror^amiationcn auf, aiL.j> von einem teilweisen einjtcllen der ’zirbcu aozuschen
Au» Stadt uitO CanO.
(incben, 20. Lltober 1909.
— Tagetkalender lüc Mittwoch, Lv. Lkrover: Stadt« t h c a t e r: «Der SommcrnachiSlraum'. Anfang 7 Uhr.
- Die ruffifche Kaiserin in Tarmstadi? Tic ,Frks. Ztg.^ berichtet auS Darmstadt: Prinz und Prm- zeisin Heinrich von Preußen verbleiben nut Rücksicht aus oic 21 ntun11 der Kaiserin von Rußland biS aus weiteres hier.
•* Psarrpcrsonalicn. Se. Kgl. Hoh. der Großherzog haben dem Pfarrer Karl Scheune,nann zu Baben- haufen die eoangel. Psarrftelle zu Engelsladt und dein Pfarr- verwaltet Wilh. Bender zu WolfSheim bic eoang. Pjarcstelle daselbst übertragen.
- Erledigt ist eine mit einem eoang. Lehrer zu bc- fetzende LehcerftcUe zu Rudingshain.
• * 3 t a o 111) c a t c i. Btftons c,iefr
„D i c f r e m b c r(y r a u ', in dcm Gcrtrwb Baumeister Iels- cgg fia) durd) ihre hervorragende Leistnng al^ .jagudine au.zcuchnetc, geht übermorgtn ui der 4. ,>reuag.-aoonne- Tao 33cri erobert sich gegenwuntg sämtliche & Hinten und ist auch im frankfurter ^tadtchcater ,ur die nadjten Tage als Premiere angetüiibigt.
• • Das fest der goldenen Hochzeit begehen am 23. Oktober der Tapezierer Heinrich Bcpplcr und seine Frau Christiane, geb, Ott. Alle, die den rüstigen, noch bis m fern hohes Alter hinein tätigen torciS kennen und von oen mannigfachen Lebenscrsahcungen der betagten Ehegatten erfahren haben, werden dcm Jubelpaare teilnehmende Bjünsche entgegenbringen.
• • Gießener GeschästSleben. Kürschnermcister Schultheis hat sein in der Piarkistraßc gelegenes Geschäftshaus durch 2lrchitelt Hamann in geschmackvoller Weise neuzeitlich umgestallcn lassen. Die von hiesigen Geschäftsleuten utiSgesührten 2ltbeUeu gereichen uiifcat Lllarltsttaße zur bc- 1-inderen Zierde.
•* Einbrecher. Ein hiesiger Hotelbesitzer mad)te gestern morgen bie lutlicbfamc Eiubectung, baß Einbrecher feinem Hause einen Besuch abgestauct hurten. ES fehlten unter anderem mehrere Anzüge und ein Ueberzicher, auch im Büfett fehlten eine ftasuje ^eti, eine Ftastyc ytog- (jiat, Mübuu; 3d)ofolabe und .wet Braten ufro. An Ort 'und Stelle iMtcn sich die Diebe au Speisen und Getrauten gut getan, aber später hatten sie dcm ^ett und Kognak so zugespiochen, büß sic Die Abreise vergaßen; sie iiüiii ausgesivbert und sestgenr.umen. Es find oct Ichährige .^ilyelm Teiß aus Alienbors (Str. Wetzlar) und der 22> fahrige Kart ctrinlelnberg aus Ba^men. Ter größte Teil der gestohlenen Gegeitstanoe [ano sich noch in dem Besitz der Beiden, einen ileücrgieijct hatten sie gleich mor- gm.- auf der .verberge an einen abreifenbcn .^andiverkS- burschen für 3U Psg. vertäust und einen Roa veräußerten sie ui einer anbei en Wirtschaft, letzterer tonnte aber noch beschlagnahmt werben. Bemertenswert ist, baß die Burschen nu*l) dicdifll em 'Aberglauben, um sich vor entbedung zu schützen, den Tatort ui einer nicht uiederzugebenben kvcijc verunreinigt hatten.
X RäiS rir chen, 18. Ctt Gestern abcnb hielt ber Tuunvcreut sein Ab turn en verbunden mit Bereinsball int caalc von Gurttrum ab. Ten zal)lrerch erschienenen Zuschauern imiroc tu Anbetracht dessen, baß ber Verein noch le ui Jahr besieht, ein großer Genuß bereitet. Von zivt.i Vorstaiibsnittgliebern wurde den besten Turnern ber ersten uno jiucitcn Riege je em Preis gestiftet. Die Er- ringcr beider Preise waren Phil. Beller iuib Friedrich Stumpf. '.'Eich eine Verlosiing wurde veranftaltet.
L. Bad-Rau heim, 19. Ott. 2luf Grund der günstigen Erfahrungen der Militärverwaltung mit ihrem Genesungsheim hat sich auch bic Reichspost - und Telegraphen Verwaltung entschlossen, für kurbedürftige Beamte und Unterbeamte m Bad-Nauhenn em solches Heim zu schaffen. Die Reichspofloerivaltung hat nun eine Billa m Bad-9lauhciin auf ö Jahre gemietet. Sie bietet Raum zur 2lufnahme von etwa 40 Kurgästen.
r- Gladenbacn, 19. £h. In oer Müllerschcn jliutii- färbeici fiel ber Arbeiter Heekeroth aus syrohiihausen in den mtt lochender Iarbc gefüllten Kessel. Der lln- glull'.ichc, der sofort herausgezogen wurde, starb alsbald.
Ä. Frankfurt a. M., 19. Ctt. her tjeutigen S chmng oer Stadwerorbneien wurde ber Bericht des gemischten Ausschusses über die Gehaltserhöhungen für bic städtischen B eam i e n . Lehrer und Ar » beiter vorgelegt Tie vorn Ausschuß vereinbarten Vorschläge feien an i-chaUsausbesferungen vor: für Arbeiter □20000 Mark, für bie Gemeuivebeamien -k>4 UOU Mark, für bic Lehrer und Lehrerinnen 149000 Mark. Im Laufe oer iaft dreistündigen erovierimg wurden von den Vertretern der verschiedensten Parteien eine ganze Anzahl Abänderungs- aidrägc gestellt Umsomehr Üerrraschle es, daß bei oer 'JLbftinmiuiig die Vorlage des Aus,uwfies un ganzen mit allen gegen eine Stimme angenommen ivuroc.
Unit>erfitäte<Kacbricbtcn.
R T. Tarin stadt, tu. Ctt. li.lt. dabe de. Rek ‘total ii ' d:<. > vor
&12 Uhr Mg» hat Proickwi c;!j. Vkch, - allx au bc-
neuen Irftnr T-rof. Tr. schenk m der Anloi ta LoMckmK ftfltt Dem Tvrnctt Tmtntrn oie cxr.’jen her Vtoßüxthnt. ’uibt-imen und mtliüriittai Behörden bei. Xu Gbare inten »amtlimn X*r> u. - .. nut d.rm ,rahnen naben oer »Hier das ^unte George c(at<m.'...en 2ebm? i?roi T. schenk bifit utne •neft>rat4- ico über ,.Ttc irntnrhunq der 'Art n". Den noanredenb vcr u'±netrTT siudi renden itnirbm für Bearbeitung trr von den ein« iclnen Atrteiümnen peürn'-m Pre is anig aben Vreiu ;u« erkannt, und urar i fut ba* 3<ub:rr;aor 190< •J*': ,'-riedr.
rrf ai’ j .‘i;oiur Ma1kl"m Irdr Abt., 13^ i« • Ibero Lechner au. Bünden .mm Abt, 75 M , Marl xttrtnbaa) aus xarnv Habt .• "i 'Ab: . I'"» . - , i y-immdmann aue Veid'nas
d Abi 100 M . Chrin feönig aus Langen 'Maid. tUiifl., io ,,i . G Lauer au .:5bad) .'Aolb Aulfl., eine pt* lot-.-'unc . u-olfc ..tar o lltuk^wsio aus Radom Pdm -1mg. !.>> . 2. iur das studicniahr 190b,OU: Hut: voooner aus Cidja . rd). Abt., l'JO M . Ilia Murvmvew aus iSlnaberbgrab 'cU-ftr Abt., loo M., Ludw. Offner au» Gaimitabi -Jibtin. 'Alt, 10 ' M . Lerner Teber aus irupen Ikatb. Äuig , 70 M. , L.iom. Scheuriiifl aus Untrr^Citern .$aolog. Äuig., 120 2J1.., H-riebr ’tenl aos irranffurt a. M.
<5cricbr»faaL
d. Frankfurt a. M., 19.* Ctt. Dor der Strafkammer hatte sich heute ber 72 Jahre alle Rentner Eduard Friedberg wegen Betrugs in üöhe von etwa 82 000 Mt. zu verantworten. Er erhielt eine Stra’e von neun Monaten Gefängnis und 900 'All. Geldfiraie.
sh. Bocyum, 19. Ctt. An der hiesigen Strafkammer fand gegen den verantwortlichen Reoalteur ber „Bergarbeiter-Leirung", Theodor Wagner, ein Belei- oigung-prozeß statt. Ten Hintergrund des Prozesses bildete uns fura'tvarc ^rplo-ionvunglud, die Katastrophe, die am 13. 'JIoü. v. 5. über die J e a> c „Ra 0 b 0 d" bei Hamm Uereinbracp, die Die unteriroischen Grubenbauten durch L>rand und Brüll) zerstörte und weit über 300 Menschen» leben mit einem Schlage vernichicte In vielen Beegar- bäterversammlungen ivuroe der Zeü/cnoerwattung zum Borwurs gemallrt, daß sie das Unglück durch ungureiüjcnOe ^icherheitsulaßregclu verschuldet habe. Ganz besonders kamen diese 'Angriffe zum '^usdrull auf dem letzten Berg- arteiterkougreß in Berlin, auf dem einer ber Geretteten der Katastrophe, der BergarbeUcr Thomas, die Anschuldigungen gegen die jed;eiwcrn>altung zu üegrüiiben versuchte. Die,e ertlärte jedoch ui einer öffentlichen Auslassung, daß alle Angnsse gegen sie haltlos seien, besonders sei es ein leeres Geruo 1, daß die Retturigslolonneu schon zurückgezogen worden seien, als sich noch Lebende un 3d)au)t befunden litten. Tiefen La,sus griff die „Bergaroeuerzettung" auj und stellte chn als unwahr hin. Sie denes sill) auf ein Gespräch zwischen zwei Beamten der Zeche, das gelautet habe: Bergrevierbeamter Hollander: „Hier sind noch Lebende, was ist zu tun?" Direktor Andree: „2gas lebt, das lebt, wir muffen hinaus." — Die Zechenverwaltung und der Zecheudireiior Andree fühlten sich hierdurch beleidigt und strengten gegen den Redakteur Wagner PrivaibeleidigungSllage an. Die Staatsanwaltschaft erhob bann An Aage im öffentlichen Interesse. Tas Gericht verurteilte den Angeklagten zu 3 00 Mar k Geldstrafe.
W. Magdeburg, 19. Ctt. In ber heute vor bem miegsgericht ber 7. Division verhandelten Prozesse gegen den Einjährigen Baumgarten vom 10. Hufaren-Rgt., der in der 'Jiad/t vom 15. zum 16. Juli b. I. den Fahnenjunker v. Zenner von oemselben '^Regiment im Bett erschoß, gaben bic drei meoizinisll)en sachverständigen ihr Gutachten dahin ab, oaß bie Tat im Dämmerzustände geschehen jcL Der Perleidiger Des Angekkagten beantragte Zinsprechling, während ber Vertreter ber Anklage eine Zuchthausstrafe von 6 Jahren wegen Totschlags beantragte. Der Gerichtshof erkannte auf Freisprechung, weil Baumgarten naa) bem Gutachten der Sachverstanbigen unter Ausschluß ber freien L'illenSbestimmung gehandelt habe.
Arbeiterbewegung.
Frankfurt a. M., 19. Ctt In einem der größten Betriebe der mbDeund>cii Schuhbranche, in der Iranksurtcr Schuhfabrik A. G. vormals Ctto verz u. Eo. ist vor amücn Tagen sämtlichen etwa 550 Arbeitern gekündigt uwrden und es ift möglich, daß diese Münbigung aud) aus andere Betriebe sich ausdelpicn ivird. Die Älinbtgiingen sind erfolgt, tueil 36 3ufd)neibei ber Iirma wegen Lohnstreitigkeiten ihre SlTUibigung euigcreicht und die von der Firma angebotenen Untere banblujujen mit, einer aus Fabrikanten iuib Arbeitern zusaninun- gefebten Üvmmisswn al>gelcl)ut hatten. Da sich ohne Zuschneider cui regclrcdüer Betrieb der sZirma nicht aufrecht erhalteit läßt, sah sich die Itmia genötigt, dem gesamten übrigen Personal ju kundigen. _______________________________________________________
postlagernüe Briefe.
Der Dienst am Postia>alter erfordert viel Umsicht und Gewandtheit, weil hier sehr unterschiedliches und oft schwer zu behaudelnbes Publttum verkehrt, viel Irembe und Ausländer. Denn ber Beamte waltet auch weife über poft- lagernde Briefe und ist ber Schirmherr ber heimlichen und knofpenben Liede, die für 'Papa und Mama noch nicht reif ift. Er kennt sie alle, seine „Slljneeglöllchen", „Veilchen" und „Vergißmeinnicht", und die „Treuen", „Harmlosen" und „Ausrillstigen" halten zu ihm, solange „er" nur halb- ii>egs bei der Stange bleibt Zögernden Schritts, jo schreibt Ernst Riemann im D al) e i m , nach allen Seiten sichernd, naht sich bie Jungfrau zum ersten Male dem Sllsalter, und bei der ganz, ganz leise hingeflüsterten Frage nach „Rotkehlchen 18" gebt noch eine Blutwelle über das hübsche CtefidU — die iznverkennbaren Symptome ber Elementar, gemalt der Liebe. Aber das gibt sich, das Auftreten wird 1 «herer, und „er" hat ja doch bestimmt geschrieben. Da tommeu die ersten Zeichen männlichen AZantelmutS: eine vergeblillfe Nachfrage, stomisch — das liegt an ber Post! Aber es liegt nicht an ber Post; bic Briefe werden wirklich seltener. Die Nachfragen klingen bann weniger zuversicht- ttch von den Lippen Rotkehlchens, werben nicht ohne Grund immer zaghafter und endlich mit banger Angst unter ftar- lern Herzklopfen gestellt. „Haben Sie wirklich ganz genau nachgesehen, Herr Sekretär ?" Ja, bas bat er, aber ihr zuliebe sicht er nochmal den Stoß Briefe durch. Es ist nichts. Ein langer, trauriger Blick, zum Abillneb. Ander Städtchen, ander Mädchen — cs ist die alte Geschichte.
Natürlich l errfcht fhrau Minne nicht allem am Schalter für postlagernde Briefe. In den gefüllten Machwerken wohnen Geschäftssinn, rührende Menschentragik, süße Minne und gerissener Schnindelgeift eng beieinander Trum nimmt das Auge des o^ejetzes hier zuiveilen psychologische Ties, bohrungen vor, Oie nicht selten bas Ergebnis haben, daß ein allzu betnebfamer Junger Hermes-Merkurs, ber ja auch Patron oer Betrüger ift, von feinem Schicksal er- eilt wird.
Die Za!:i der postlagernden Briefe ,poste restante, lest tstl calicb »er, k»t du Lostoffice, »erma posea ufn> » ist t:r bedeutend, fi: geht bh großen Ponamtern in Ta« nd' :tann ia Doa) schon ein einziges .iettungr>-Inserat, das sich viellLicht gerade an bic nxnoct, jo durchaus nicht
alle werden nx»!‘.en, eine ^lut von Lagerbriefen dorvov- rufen. Sie müssen daher in veinlichster Sronune, und liebet*: sillstlichlcit gehalten werden, 1:11b zwar getrennt in Adreß- b riefen und (ioiffrcbrieirn Venn da de: auch ,cber Buchstabe sein frad) hat — der Allerweltsnamenduchstabe 8 leanipnidit sogar mehrere — so machen unbeuilithc und frcmbartigc Schrift-eichen doch nod' befonbrrc Borsichls- maßre.^eln erforderlill-. Aull' die beutjchen Heller und Setter, Man und Hey, Bach und B-'.ich usw geben dem Beamten häufig Rätfil auf. Mann daher cm A'amc auf mehrfache An gelesen werden, so wirb Otr Brief ui das mutmaßlich richtige Jach sortiert und in bas ztociselhafte ein Merkzettel gestellt, damit bie Auffindung des Brieses bei der Rachfrage auf alle Iälle ge|id;crt ist. Senn ber Russe behauptet, Heu ko zu heißen, so ist cs geraten, auch in den ssächern für Gucuko und Hucuko nad^ufepen und bei Pan Tschernopiatoff auch auf Slliernopiatojf zu muten.
Gegen die Anivenbung von Ghifsreadrejien hat sich neucrbingS eine gewisse Abneigung geltend gemacht; die belgische Post zum Beispiel laßt ]ie gar nicht mehr zu. In ber Tat ist manll>es Dagegen zu sagen, namentlich weil allerlei Pttßdrauch Damit ucrbunbe.i ist und bic Briese leicht in unrechtmäßige Hände geraten können.
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Pcnnijcbks.
• BaruS und Augu nu s vuir amüsante 2lnekdote auS dem Budnenlevcn weiß der tvU BlaS zu crzuh.cn. Ter geurrciche iranzofuchc <xuauiptder Thiron von ber ^ü'imOie Iranoaisc baue euum allen emnigen Samcraben, dem 2-ircitor euics aus Gun- lp.e*cn ui ber Provinz herumzichenocii ThcaterL, die Bute gc- luitrt, einmal in seiner nippe als Gast auizmrcten. Tenn die Gc,cvaitc des armen Dirckwis gingen iibkux, uno er vcriprach |id) Diel von cuitr Anzeige: ,,.x)err Thiron non ber üaniebu (jrancaife als Oxiii." Lhiron criajeuit auch abends im Lhcatcr, man gab ein llasjizierendes Schauermick nut bem Litel „Barus". Der Dueltor i'picite den Auguiais, Thiron tollte den Barus spielen, ein« ganz kurze Rolle, baut Barus brauchte am ganzen Abend nicht menr als zwei Aleraildrinen zu sprechen, ^.bicon baue am Nachmitrng auch ferne „Rolle" burdyeicien, aber als cr nun die xuü/iu: betrat, baue er bic beiden Bcrfe völlig ocrg-.fsen. „Bar^r-us, '^ar-r-us", so fdircit ber verr DireUor mu rohcnocui R, „gib mir mcuic Legioncii wieder!" Aber L-arus-Thiron uam nur bewegungslos aus den '.-Luguitu» und aiunwrtei tcin Aöort. „Barus, kiaiuo /' ioicbcrl/olt nun der Auguitus mit verstärkter Stimme, bereits lebhaft besorgt. Abcr ütn A5ort taiu als Antwort zurück. Den Direkwr überwältigt bic Berzweistung, seine ganze Lungenkraft nimmt cr zuiamnicn und mit vor .lugst cut- Itdltem Geiicht brüllt er zum dritten Mare: „Barus, Barus gib nur meine Legionen wieder!" Ta bciocgt sich endlich ZptEjn, er blickt dem Auguitus seit ins Auge und itaiünm dann kurzweg: „Lstmn du mich hoslichit darum buten, so sag ich btr, roobui ich |ie gciuhrt!" Jin Publikum aber brach cm ^nrrm von i^eruchter und fröhlichen Beifalles las, wie ihn ber Tirettor-Augustus roohl nie in feinem Leben erlebt hatte.
liiarlic.
fc. Frankfurt a. M., 20. Okt. Schweinemarkt. (Crg.- Tel. des Gieß. Auz.) Zum Beikaufe standen 1710 Schweine. Bezahlt wurden: für Schweine 1. L-ual. 79—du Pig^ Lebendgewicht uz,u bis 62,5 'Pfg.; 2. Qualität 76—00 Pfg., Lebendgewicht 61,5—00,0 Ptg, 3. Qual. 72—77 Pig. Geschäft nutielinaBig, UcbciiianD bedeutend,
Gictzenei Wetterdienst.
Voraussichtliche Lvitieruiig für Hefjeu am Donnerstag dem 21. Oktober: Trüb. Windig. Regen. ___________________
Grigiilal-Drahttneldrrngen.
Sc'
Mi«11
pbt Kaff
, flt Ul'
! liebtet : * 1
Oesterreich und die Reife bei Zaren.
Lien, 10. Otr. Ans 'Jiifiag ber :hci,c des Maifeclj von Rußland nach Italien 'schreibt bas „I rernbe tvW blatt": Der Befull) des russischen Kaisers bi kräftigt bi^n Fortdauer ber guten Beziehungen zwischen Rußland unbhß Italien, sodaß die Frenubschast zwischen den beiben Reichen^ für bic internationale 2iplomatie einen wichtigen Faktor barstellt, mit bem zu rechnen ist. Unsere Monarchie hat durchaus keinen Grund, bie Annäherung zwischen Den beiden Reichen mit Mißtrauen ober gar mit Besorgnis zu beobachten. Die Mächte des Dreidunbes find frei in ber Wahl ihrer Freunde. Je mehr Freundschaften fich zwischen den einzelnen Mitgliedern ber beiden großen europäischen Mächtegruppen bilden, desto größer wirb bic '.'iussicht auf bie ungestörte Grlfaltung des Friebens, wie sich bies tvabreub ber Anncxionslrise gezeigt hat. Tie Zusammenkunft in Raceonigi ift aber auch deshalb ein Ereignis, das nur bem Friedcilsbcburfnifsc entsprechen kann, weil bie Bermciduiig von Gegensätzen zwischen den Machten, bic ihr Interesse lebhaft oem nahen Orient zuwende,i, eine wirksame Prophylaxe gegen bie Gefahr von Bertvillelungen ist. Die Ln- tnupfung euicu Drahtes zwischen Rom und Petersburg wirb aud) bei uns als Ereignis aufgefaßt, welches für j bie Aufrechterhaltung der Ruhe Europas nicht unwich-'H ttg ist.
Eine Regierungserklärung in der spanischen Kammer.
Mab r ib, 10.Ctt. In der Dep utt ertenlammer ‘ trat ber '.'.'uunjterpraiiöeju M aura den gestern gemeidetenW Ausführungen MorelS entgegen unb erklärte, baß der Ernst ! der Unrulfcn in Barcelona verhinderte, bem jtänigc bie J Begnadigung der Schuldigen anjucmpfetflen. Es fei nicht bic Schuld ber Regierung, wenn man bas Eerücht vervrettet, | daß Hunderte erfryofsen worden feien. In Barcelona wurde । eine Revolution versucht, welche bie Regierung bekämpfte, j unb jetzt noch bekämpfe, wo man von ihr verlange, baß 1 sie zurucktreten solle. Der Minifterpräsiocnt rechtfertigte I fobann das Verhalten oer Regicrung bet den Unruhen in j Barcelona und dem Rif'feldzug mit oer Geschichte der Ereignisse und Dcrbrcitctc sich vesonoers über bie von den Revolutionären verübten Ausschreitungen. In Kittalonie» 1 seien 68 religiöse Gebäude in Brand gesteckt, in Barcelona 138 Menschen getötet und 40 verwundet worben. Aus eine Frage eines Abgeordneten erklärte der Ministerpräsident schließlich, daß 1112 Personen verhaftet worden seien. Unter dem Beifall der Ministeriellen wurde daraus die Sitzung geschloffen.
Daß Fer r er ein Anarchist vom reinsten 2»affer und kein Man n der A? 11 f e n s ch a f t war, bestätigt sogar der „Bor wärt s". Er schreibt.
„Es nt richtig: wir haben mtht bic kleinen in Paris über rjtrrer und feine Töchter fabniierten fenhmentden Rotizcn fic» Lrad-t -- ganz einiadi deshalb ni±i, irtil fic teil» u::cichnß I nfln.11, teils gar nichts mit der Sache iu tun hauen. A)ir haben auch nicht Fcrrer als großen Lincmchaftler, Xk>lL;:ainb, BolV- führer und Menfchen'reuriO gcurici<n — darum nicht, weil -.ch» bitte BezeiLnunaen nach unserer Auffassung eben mdn zukommcu. ' er hat gegen den Xterikch-,mus g.ioch.tcii und bic ,.m orrne -chule' in Barcelona gegründet: ci r ein Mann, der bic Löisse»- ’c-uü bereichen bat, war et entichieden nicht, uno noch viel gehörte seinem pditifdxn GlaubenSbekennims nach bei inO’TüniÄ» 1 lisnich-anarchistifchen Partei Lcrrour an, dcr Richtung, die in be« i rcou l kannc anarchistischen tlau „El 'S ragtet?" ihi Srgan bc- j
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ndxi'tüdx luic bic polnische, shttS einen gehässigen Pcr- 1 Icuuu'ungjfanu/f geführt har.'
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