sie mit Mstcmd sich aus der l reichen Notabeln und den Führern der Nationalisten und !n. I des Militärs hat heute in Gegenwart einer großen Bolfs-
aufwenden müssen, wenn
Die heutige Nummer umfaßt J2 Seiten.
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L. M.
nsttaße einziehär werde, so teilen. Fürst Bülow scheidet
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vezugsprero: monatlich 75Ps., viertel- lährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monallid) 65 Ps.; durch DiePost Mk.2.— viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal IbPs-, auswärts 20 Pfennig.
Verantwortlich für den politischen Teil: E. Anderson; f. FeuiUe- ron und .Vermischtes" R. Neurath; für ^Stadt u.Land" und »Gericht-5- saal": E. Heß; für den Anzeigenteil: H. Beck.
verzichten muß, keinen . Ir einst die Grabinschrift eines anderen deutschen Reichsmi- nisters, Heinrich v. Gagern, zu erhalten: In magnis
menge beim Parlamentsgebäude den Kronprinzen -um Scbäh und ferner Az ad al M ul k zum Regenten und Sipahdar zum Kriegsnnnister und Gouverneur von Teheran aus-
»oluisse sät est.
De?t neuen Männern in der Leitung der Reichs- Geschäfte und in der preußischen Regierung begegnet man a.!lenthalben nicht unfreundlich, aber zurückhaltend. Immer- .hin berechtigt die Erinnerung an eine Rede, die der neue Reichskanzler v. Bethmann-Hollweg vor wenigen Jahren im preußischen Landtag über die Landtagswahlreform hielt, zr der Hoffnung, daß der Kurs bto neuen Reichssteuer- mannes, unbeeinflußt von kleinlichem konservativem Partei- 'g>nst, der jetzt wieder so augenfällig in die Erscheinung trat, auf gesunden Fortschritt gerichtet sein wird. Es. wird an txn deutschen Bürgern liegen, diesen gesunden Fortschritt kräftig zu fördern durch Uebcrwindung kleinlichen eigennützigen Geistes und eifrige .Mitarbeit an den großen Auf-
politische Wochenschau.
Gießen, 17. Juli.
gaben der Gegenwart.
Vor der Fülle wichtiger Ereignisse auf dem inner- politischen Gebiet trat auch in dieser Woche das Ausland für uns in den Hintergrund, trotzdem es da und dort recht bedrohlich aussieht. Die kretische Frage freilick), die zeitweilig eine recht bedenkliche Entwicklung genommen bette, scheint sich in Wohlgefallen aufzulösen, da in Griechenland die Vorsicht als der bessere Teil der Weisheit erkannt wurde. Immerhin, gibt bas? neuerdings kräftig erwachte Selbstgefühl der Türken zu ernstlichen B laß, und die vier kretischen C_'
Herren-Ausflug, nach Biedenkopf.
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Aus Stadt und Land.
Gießen, 17. Juli 1909.
** Tageskalender. Kinematograph: Neues Programm.
„Hermannschlachtt' im Naturtheater am Ludwigsbrun- neu. 5 Uhr.
Kolosseum: Neues Spezialitätenprogramm.
Schützenfest auf dem Schützenhaus.
Anlagemusik in der Süd-Anlage irm 12 Uhr mit folgendem Spielplan: 1. Ouvertüre z. Optte. „Flotte Bursche" v. Suppe; 2. Laguncn-Walzer von Strauß: 3. Steuermannslied und Matrosenchor aus „Der fliegende Holländer" von Wagner; 4. Armee- inarsch Nr. 7.
Hotel Schütz: Familienkonzert Sorrntag abend 8 Uhr.
** Die Anleihe Der Provinz Oberhessen int Betrage von 6 Millionen Mark, die für die Errichtung des Wasserwerkes zu Inheiden bestimmt ist, wurde in der gestern abend abgehaltenen Sitzung des Provinzialausschusses vorbehaltlich der ministeriellen Genehmigung an ein unter Führung der Frankfurter Diskontogesellschaft stehendes Konsortium vergeben. Der Uebernahmekurs beträgt 100,60 Proz. (Die „Franks. Ztg." hatte irrtümlich rnitgeteilt, daß das betr. Angebot auf 101,60 Proz. laute.)
•• Wahlprüfungen. Der dritte (Petitions- und Wahlprüfungs-) Ausschuß der 2. Kammer beschäftigte sich am Freitag mit den Wahlen der Abgg. Senßfelder- Darmstadt-Groß-Gerau und Dr. Frenay-Nieder-Olm-Ober- Jngelheim. lieber die von der Regierung angestellten Ermittelungen berichteten die Referenten Abgg. Pennrich und Breidenbach. Der Ausschuß beschloß, der Kammer die Gültigkeitserklärung der Wahl Senßfelders zu empfehlen, dagegen die Wahl Dc. Frenaris zu beanstanden.
” Auszeichnung. Se. Kgl. Hoh. der Großherzog haben dem Kunstmaler Philipp Otto Schäfer in München den Charakter als Professor erteilt.
3um ltsnzlerwechsel.
Herr vonBethmann-Hollwegistder Mann des Taaes und wird es auch iwch einige Zeit bleiben, denn durch den Reichstagsschluß ruht die innere Politik und die öffentliche Meinung kann sich in aller Ruhe mit dem neuen Reichskanzler beschäftigen. Der neue Reichskanzler wird, darüber ist man sich in den politischen Kreisen aller Richtungen einig, in der inneren Politik einen sehr schweren Stand haben, trotzdem ihm sein Vorgänger die Wege geebnet hat. Seine Ernennung ist allerdings falt von der gesamten Presse sehr sympathisch ausgenommen worden, aber allenthalben hat man sich doch eine große Reserve auserlegt, weil man zunächst die Leistungen des neuen Herrn abwarten will. Man schätzt die enorme Arbeitskraft, die große Sachkenntnis, den lauteren Charakter und die verbindlick>en Umgangsformen des Herrn von Bethmann-Hollweg und man zweifelt deshalb auch nicht daran, daß er auf deni Gebiet der inneren Politik auf dem er sich stets bewährt hat, einarbeiten wird. Ob er indessen im Reichstag, wo ihm zuletzt der peinliche Auftrag oblag, die Zustimmung der verbündeten Regierungen zur Retchsfinanz- reform zu begründen, auf die Dauer mit der neuen Vtehrhett auskommen wird, das läßt sich heute noch nicht Voraussagen. Vorläufig ist ja die Fincutzreform geborgen und es wird einige Zeit dauern, bis man weiß, ob die neuen Steuern den gewünschten Erfolg haben toerbeu. Die Gesetzentwürfe, die der neue Kanzler dem Reichstag in der kommenden Session vovlegen wird, müssen zeigen, ob er die Politik seines Vorgängers fortsetzen will, oder ob etwa ehr neuer Kurs -eingeschlagen werden soll. Um die auswärtige Politik wird sich Herr von Bethmann-Hollweg sicherlich in erster Zeit nicht allzuviel kümmern, wenigstens ist anzunehmen, daß er als Neuling auf diesem Gebiet bis auf weiteres dem Staatssekretär des auswärtigen Amtes freien Spielraum lassen wird. Freiherr von Schon hat sich bisher als Gesandter, Botschafter imd Staatssekretär durchaus bewährt und unsere Jnteresien im Auslände auch vor dem Reichstage sehr geschickt vertreten. Er ist ein guter Redner und wird schon deshalb im Parlament auch weiterhin sein Ressort vertreten können. Deshalb erscheinen auch die vielfach auf getretenen Bedenken, daß Herr von Bethmaun- Hollweg im Gegensatz zu seinem Vorgänger kein Diplomat sei, hinfällig. In anderen Ländern ist es durchweg Gebrauch, daß der leitende Minister in erster Linie der inneren Politik vorsteht, und daß das Auswärtige einem sich dazu eignenden Ressortchef übertragen ist. Wenn die Behauptung aufgestellt wird, daß es sich bei der Kanzlerschaft des Herrn von Bethmann-Hollweg nur um ein Interregnum handle, und daß Fürst Bülow eines Tages wieder in die Wilhelmstraße ein^c*— —r" vermögen wir diese Ansicht nicht zu t 1 , • •
im Gegensatz zu seinen Vorgängern im besten Einvernehmen vom Kaiser, er wird aber kaum das Bedürfnis haben, trotz seiner vielen Erfolge das dornenvolle Amt eures Reichskanzlers ein
rrrerfjtim Anforderungen entsprechende allgemeine Steuer ■ nicht darunter. Man hat wiederum, wie schon so oft, den c- lgemeinen Konsum und Verkehr belastet und dazu noch stie an und für sich schon brutal wirkende Reichskopfsteuer, die Matrikularbeiträgc, beträchtlich erhöht. Auch die sogen. '? esitzsteuern, die die Mchrhcitsparleien durchgesetzt haben, find keineswegs solche, die den Besitz allgemein belasten, sondern lediglich Berkehrssteuern, die zum großen Teil nur , inen Teil des Besitzes scheinbar treffen und in Wirklichnit Handel und Wandel belästigen. Dabei kann man nicht stimal annehmen, daß die Mehrheit aus der Vergangen- nt etwas gelernt hat, denn nichk einmal die unglück- '!ige Fahrkart en steuer, diese Spottgeburt verkehrter Steuer- stitik, wurde bei der „Reichsfinanzreform" abgeschafft. So iDic man in den letzten Jahren bei ihr die unliebsame Er- '. chrung machen mußte, daß derartige Belastungen des Ver- i'2hrS ein zweischneidiges Schwert sind, wird es auch bei den neu beschlossenen Verkehrs- und wohl auch den Kvnsum- steuern der Fall sein. Die von der Steuermehrheit er- iimbcnen Steuern stehen hinsichtlich ihres Ertrages nur auf Hm Papier und selbst wenn sie wider Erwarten den vor- i gelten en Betrag erbringen würden, so steht das Gespenst ■incr weiteren Finanzreform bereits wieder in Aussicht, notz der halben Milliarde neuer Reichseinnahmen mußte an die vorgesehen Solderhöhung im Heere um ein \ ihr verschieben und auch bei der Besoldungsaufbesferung er Reich: beamten mußten die berechtigten Forderungen saiger Beamtenkategorien nach dem unerforschlichen Rat- !'istuß der Reichsregierung und der Reichstagsmehrbeit um ;? erücksichtigt bleiben. Merkwürdig bleibt es dabei, daß die sonst so trotzigen Junker und der sich als schwarzer Reichs- regent aufspielende Abg. Erzberger gerade hier, wo es sich : n kleine und mittlere Beamte handelte, so jämmerlich
bi'.rger Korrespondenten gegenüber. Seine Ausführungen fenb gleichsam das politische Testament des scheidenden Reichskanzlers. Klar und unzweideutig spricht er aus, daß lediglich das Verhalten der Konservativen ihn zum Rück- ndtt veranlaßte. Diese Feststellung scheint der konservativen ‘jSartci sehr unangenehm zu sein, denn sie hat das Erscheinen einer ausführlichen Antwort und Klarstellung am gekündigt. Bülows Scheiden wird im Reiche und im Aus- jcind mehr oder weniger aufrichtig beklagt. Namentlich bie liberale Presse bedauert, daß ihn die Erkenntnis von b<r Gefährlichkeit der agrar-konservativen Politik für das Allgemeinwohl nicht zur Reichstagsauflösung veranlaßte. Hierin lag die Schwäche seiner sogen. Blockpolitik, daß sie vor den Ansprüchen der Rechten als vorherrschende Partei Halt machte. Immerhin bleibt es sein bleibendes Verdienst, b aß er die Mitarbeit des Gesamtliberalismus an den Reichs- Aufgaben so hoch bewertete, um ihre Ausschaltung für verhängnisvoll für die Entwicklung des Reiches zu halten. Trotzdem kann er, der jetzt auf den agrarischen Leichenstein Anspruch darauf madjen, dermal
gerufen.
Der deutsche Legationssekretär Schmidt- Hals weilt in dem Gesandtschaftsgebäude der Stadt. Er brachte viele Mitglieder der deutschen Kolonie in Sick)erheit.
Die französische Kolonie hat bei den Kämpfen keinen merklichen Schaden erlitten. Nur das Gebäude der französischen Legation ist von Kugeln getroffen worden.
Der persische Endschumen in Konstantinopel richtete an sämtliche diplomatische Missionen einen Ausruf, in dem der Kampf der persischen Nationalisten gegen den Schah, die widerrechtliche Okkupation der Provinz Asserbaidsehan durch die Russen, die Beschießung der heiligen Stätte Mesched, das Vordringen der Bachtraren gegen Teheran geschildert und die von Rußland unterstützte Thronkandidatur des Prinzen Zillessaltaneh, des Onkels des Schahs, mißbilligt wird. In dem Aufruf wird Rußland für die kommenden Ereignisse verantwortlich gemacht und der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß die legitimen Reklamationen des persischen Volkes seitens der Kulturnationen Beachtung finden werden, widrigenfalls die Perser fest entschlossen seien, der Welt das Sck)auspiel einer Feuersbrunst von ganz Persien zu geben.
geben- nven: g-cnbeck'
Affaire herausziehen wollen.
Die persische Revolution hat siegreich geendigt. Die Nationalisten haben Teheran erobert und der Schah, der in die russische Gesandtschaft flüchtete, hat abgedankt. Angesichts der Entschlossenheit der Perser, ihre Geschicke selbst zu ordnen, ist anzunehmen, daß die Russen sich auf den Schutz ihres Schützlings beschränken und es unterlassen, ihre Eroberungsgelüste in Taten umsetzen zu wollen.
Auch Südamerika machte wieder einmal von sich reden. Der Großstaat Peru war mit einem Schiedsspruch nicht zufrieden, den Argentinien in einem Grenzstreit zwischen Peru und Bolivien fällte. Seine heißblütigen Bewohner rasselten gewaltig mit dem Säbel, demonstrierten vor der argentinischen Gesandtschaft und stellten diese kindliche Vergnügung erst ein, als der angegriffene Staat der peruanischen Regierung ernstlich den Standpunkt klar machte. So ist Denn der schon drohende Krieg glücklich vermieden worden. Allzublutig wäre er wohl so wie so nicht ausgefallen. * E. H.
zwcitesmal zu übernehmen. . .
Da Fürst Bülow die Geschäfte 1 einem Nachfolger übergeben hat, ohne die Finanzgesetze mit feiner Unterschrift zu versehen, wird diese Unterschrift von Herrn von Bethmann-Hollweg geleistet werden. — Die Ernennung eines Vizepräsidenten des preußischen Staatsministeriums ist einstweilen nicht in Aussicht genommen. , ,r „
Fürst und Fürstin von Bulow verlosten Berlin am 18. Juli um 1 Uhr 20 Minuten nachmittags und begeben sich zunächst einige Tage nach Klein-Flottbeck, sodann nach Norderney.
Tas Handschreiben des bayerischen Prinzregenten an den Fürsten von Bülow Lautet: „Die Nachricht der Ihnen auf Ihre dringende Bitte gewährten Enthebung vom Amte des Reichskanzlers erfüllt mich mit aufrichtigem Bedauern. Ich weiß wohl die ausgezeichneten Dienste zu schätzen, die Sie dem Stauer und dem Reich während vieler Jahre in aller Hmgebima geleistet haben. Mit Achttmg vor den Rechten der Bundesglieder haben Sie stets volles Verständnis für die Interessen und die Anliegen der Bundesstaaten, insbesondere auch Bayerns, verbunden. Es liegt mir daran, den Huldbeweisen des deutschen Kaisers anläßlich Ihres Rücktrittes auch meinen warmen Dank für Ihr patriotisches Micken anzuschließen." .
Fürst Bülow hat an den S e n a t v o n B r e m e n em Schreiben gerichtet, mit dem gleichen Inhalt wie an den Senat von Hamburg.
Der Berliner Magistrat beschloß, den bisherigen Babelsbergerplatz „Fürst Bülowplatz" zu benennen.
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Politische Lagesschau.
Türkisch-Griechisches.
In türkischen Militär kreisen herrscht die Ansicht vor, daß ein Krieg unvermeidlich sei. Aus Konstantinopel sind neuerdings vier Bataillone, einige Batterien Sckmell- feuergeschütze und ÄLunition in Saloniki eingetroffen und nach dem Grenzgebiet Wetter befördert worden. Das jungtiirkisan Zentrallomitee bereitet eine an die Mächte zu richtende Protestnote gegen Die Annexion und Verweigerung der definitiven! Lösung der Kretafrage vor. Diese Note ist hinsichtlich Griechenlands in energischem Tone gehalten und stellt unter anderem die Frage auf, ob man Kreta einem Lande anvertrauen Dürfe, das sich selber nicht regieren kann. In Monastir ist der Sekretär des griechischen Konsulats, Alexandras, verhaftet worden, nachdem bei ihm Papiere gefunden worden waren, aus denen die Beteiligung der griechischen Regierung Mi der in Diaeedonien betriebenen Agitation hervor gehen soll. Auch soll Alexmidros, der zugleich griechischer Offizier ist, in den. Dörfern Geld und Waffen verteilt haben.
Tie Uebergabe der bei Der deutschen und ottomam,chen Bank hinterlegten Depots des Exsultans ist Nun endgülttg erfolgt. Abdul Hamid nitterschrieb eigenhändig Die Deutsche-türkische Empfangsbestätigung. Die deutschen Delegjenen reisen heute wieder ab.
Die siegreiche persische Revolution.
Die Kämpfe in Persien sind rascher zu Ende gegangen, als zu erimirten war «und staben mit einem vollständigen Sieg der Revolution abgeschlossen. Von Frettag nachmittag 5 llstr wird aus Teheran telegraphiert: Oberst Ljachow ftrhr heute nachmittag zu den letzten Verhandlungen nach dem Medschlis. Der Friede ist geschlossen. Die persische Kosakenbrigad. wird beibehalten. Es wird eine neue Regieruiig gegründet, in der Sipahdar, der Anführer der westlichen.Nationalisten, das Küriegs- ministerium übernimmt. Er ist zugleich Stadtpräfett. In einer neuen Eigenschaft gab er dem Obersten Ljachow die ersten Befehle für die Wiederherstellung der Ordnung rn der Stadt. Der Schah hat ab gedankt und an den Kaiser von Rußland ein Telegramm gerichtet, in dem er mitteilt, daß er sich und seine Fam'ckie unter den
^Hllrnverch *e
Muli bfe. 3l O€C kathol. Kirche.
M-LiiiM ^ngsfest uf der Burg. NW Aufführrmgy 'es Festzuges, angsvorträge bet 6t Tauz,
v or dem „unannehmbar" der Regierung zusammenknickten Allerdings drehte es sich nicht um die Abwehr einer gerechten Besitzsteuer oder um Liebesgaben für schnapsbren- n.mde Großgrundbesitzer, sondern „nur" um kleine und rntttlere Bahn- und Postbeamte.
Fürst Bü l o w hat sein Wort wahr gemacht und ist als- üald nach Schluß des Reichstags in den Ruhestand geiz angen. Daß er im Reichstag nicht mehr das Wort ergriff, Lamr man ihm wahrlich nicht verdenken. Aber an anderer Stelle hat er es getan, nämlich einem Redakteur des Ham-
Das Komödienspiel, um nicht zu sagen das Trauerspiel, ■ t aus Die Reichsfinanzrcform ist alückltch unter ■-ad) gebracht, der Reichstag ist geschlossen und Mrst Bülow it die Bürde des Reichskanzleramtes von stch geworfen, ^as ist etwas viel für eine Woche, die in anderen Fahren - olitisch schon zum stilleren Teil des Jahres gerechnet wurde, i nb man kann auf das, was in diesen Tagen die deutsche „litik gebracht hat, noch nicht einmal das alte Sprich- n ort anwenden: „Wer vieles bringt, wird manchem etwas Idingen." Höchstens im negativen Sinne. Denn der Steuer- lwauß, den die volksfeindlick)e Reichstagsmehrheit dem beut» .hen Volk geschenkt hat, bringt zwar viele und gar seltene Blüten agrarisch^llerikaler Steuerweisheit, aber eine
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Der Fest-Auöschuß.
Frohe 'N bca 19. Ifb. MtS.
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?r Witt Karl Schwan bestens gesorgt. L. em allerorts bekaim den Freund und Spor!
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em 25-jiibrig. Anbilw nften der ^rauentkn« A berzlichsten
k- Ä WMK unser lieber Georg noi lange seines Amtes walte St. Gotchard-Klud
] Schöne Ausstti. ifetem lieben Geors Mandler zu feir iäf)r. Dienst-Jubiläum d- M- Stoöi*! gen, den 17. Juli 1909.
Deutsches Reich.
König Haakon von Norwegen reist am Montag,. 19. Juli, nach Bergen ab, um daselbst mit Kaiser Wilhelm! zusammenzutreffen. , , ,
Der frühere langjährige protestlerische Reichstagsabgeordnete, für Gebweiler, Ehrendomherr Guerder, ist in Sttaßburg tm Älter von 85 Jahren gestorben.
In Bilbao hat sich unter Dem Vorsitz des Deutschen stonsuls ein Ausschuß für den Empfang des deutschen Kriegsgeschwaders gebildet, das unter Dem Befehl des Prinzen Hem-. rich binnen Kurzem Dort einläuft. König Alfons Dürfe das Deutsche Geschwader besuchen. ,
rSusland.
Der französische Senat nahm den Gesetzentwurf boi treffend die Reorganisation Der Artillerie in der Fassung der Deputiertenkammer, wonach für jedes Armeekorps Drei Artcklerre- regimeuter vorgesehen sind, mit 190 gegen 82 Stimmen an.
Zwei spanische T r a n s p o r t d a m p f e r mit Verstärkungen sind in Melilla cingetroifen. Es heißt, daß per Stamm der Barraka, der Spanien freundlich gesinnt ist, den Kaid Ehaldy, der gegen Spanien agitierte, vom Hinterhalte ans getötet hat.
qiUi uuv Hcu.tuu.uv Schutz des Kaisers stelle. .
ten zu ernstlichen Bedeuten An-I Eine Nat r onai o ers am mtun g bestehend aus b?n Schutzmächte werden viel Mühe | hervorragendsten Mitgliedern des Parlaments, jagte
Nr. 165 Erstes Blatt löN.Jahrgang Samstag 17.Juli 190»
Ter Giehener Anzeiger /ptKäiesy jss,. -*^6^
-ffcheint täglich, außer Afä&W
WGletzener Anzeiger i ■ ir die Redaktion 112, BS« General-Anzeiger für Oberhesien Annahme von Anzeigen ’ 1.
e.ir die Tagesnummer Rotationsdruck und Verlag der Vrühl'schen Univ.-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange. RedaMon. Expedition und Druckerei: Zchulstraße 7.
■ Itis vormittags 9 Uhr. ____


