Heinrich Fink 372 Stimmen
Sept. Nachdem die Arbeiten der vorigen Woche beendet der bauausführenden Firma
wonach diese gegen eine geringe schon jetzt liefert, also noch vor
20. in mit
bm. Bingenheim, in der Wasserleitung ivarcn, hat die Gemeinde (inen Vertrag geschlossen, Entschädigung das Wasser
Parteien ausgestellten Landwirt (ntfielen.
seiner Kapelle ein stets gern gesehener Gast, deshalb ist cs auch kein Wunder, daß ihm an diesem Tage besondere Ehrungen zuteil wurden. Der Großh. Knrdircktor Frhr. o. Starck empfing ihn auf der Terrasse und ließ ihm einen mächtigen Lorbeerlranz mit rot-mxnßer Schleife überreichen. Ä>ends fand das Konzert im großen Kursaale statt. Leider war der Besuch infolge des schlechten Wetters nicht so stark ivic sonst, ooch taten die Zuhörer auch am Abend alles mögliche, um dem Sck)eidenden eine angenehme Erinnerung an Bad-Nauheim mitHugeben. Der Leiter unserer Liurkapellc
Winderstein überreichte dem scheidenden Kollegen ein prachtvolles Rosenarrangement. Der Empfänger war über diesen Beweis freundschaftlicher Gesinnung sichtlich gerührt. Am Schluß der Körperte war der Beifall so groß, daß sich tzerr Krauße zu zwei Zugaben verstehen mußte. Jedenfalls wird man dem alten .Herrn stets ein freundliches Andenken beim ns bewahren und sich gerne an seine hiesige Tätigkeit erinnern, denn er hinterläßt durch sein Scheiden eine Lücke in unserem Konzertlebeu.
m. Frie dberg, 20. Sept. Dem Sohn eines Frankfurter Schiesibudenbesitzers wurde heute ein Auge aus- geschossen. Der Budenbesitzer befand sich auf der hiesigen landwirtschaftlichen Ausstellung. Die Tat ist auf den Leichtsinn eines Schützen zurückzuführen. Der Schwerverletzte, der 15 Jahre alt ist, wurde in die Gießener Klmik verbracht.
— Vilbel, 20. Sept. Bei der am Samstag vorgenommenen Wahl eines zweiten Beigeordneten wurde ber von der freisinnigen Partei aufgestellte und von den Sozialdemokraten unterstützte Kaufmann Wilhelm Lamp mit 414 Stimmen gewählt, während auf den von den anderen
Sepl. Ein Obs:..» nb 2. Oktober hier r? I Wießner-Bad-M. I i Pflücken nnb I -Linden-Dutenhofen■
Fertigstellung der sämtlichen Arbeiten für die Wasserversorgung der als Gruppe B an das Wasserwerk Lauter—Bad-Nauheim angeschlossenen Gemeinden Beienheim, Weckesheim, Reichelsheim, Heuchelheim, Bingenheim, Gettenau und Bisses. Die gleiche Vereinbarung haben bereits die Gemeinden Beienheim, Weckesheim und Reichelsheim getroffen, während in Heuchelheim, Gettenau und Bisses die Arbeiten noch im Gange sind. DaS Wasser ist von ganz vorzüglicher Beschaffenheit.
x Bad Salzhausen, 19. Sept. Der heute hier übgehaltene 9. Kreisfeuerwehrtag des Kreises Büdingen war von allen Gemeinden mit Ausnahme l>on zweien, die nicht vertreten waren, durch die Herren Mrgermcister und Kommandanten besucht. Bor den Lei> Handlungen sand eine von Kreis-Fcuerwehrinspeklor Bep- berger kommandierte Gcrüte-llebung von fünf feuer- löschpflichtigen Wehren und sodann ein Brandangriff an| das Kürhaus statt. Erstgenannte Hebung wurde von 240 Feuerwehrleuten genau und jick)er auSgeführr, ebenso der Brandangriff. Tie einzelnen Phasen des zu bewältigenden Ärandes 'wurden dnrch ^taggci; markiert; so das Feuer durch tote, der Qualm durch weiße, gefährdete Menlchen dura) geibe Flaggen usw. Vier Shlauchlinren waren in Be Lieb, auch wurde die Rettung gefährdeter Menschen Prak Usch vorgeführt. Rock) Beendigung der beiden Uebungen lvurde der Zbreis-Feuerwehrtag von Kreisrat Böckmann eröffnet. Vor Eintritt in die Tagesordnung wurden verschiedene Ehrenurkunden an verdienstvolle Führer der Tltichtmannschaften, darunter an Herrn K. Reinhardt von Nidda, verliehen. Sodann hielt Kreisfeuerwehrin- spektor Betzberger von Ridda einen mit großem Beifall □ufgenouuncnen Vortrag über das Feuerlöschwesen im greife und im Lande und Kreisamtmann Fröhlich machte Lpanderungsvorschläge für die Kreisseuerwehrlöschordnung. Segen 5' '•> lchr nachmittags traten die meisten Teilnehmer I Infolge des anhaltend schlechten Wetters schon den Rück- I rveg an.
r. Lützellinden, 20. Sept. Ein großes Feldlager I befand sich heute abend am Ausgang des Dorfes nach Rechtem I Lad) zu. Die beiden Jnsanterie-Regimenter 87 und 88 hallen I Igicr in einem Halbkreis um das Dorf Biwak bezogen. Im I Lause des Nachmittags waren sie von Rechteichach her einge- ■ troffen, wo die beiden Regimenter einer blauen Partei ein Gefecht ■ geliefert hatten. Große Freude herrschte unter den Einwohnern, I b;c es sehr bedauerten, daß sie diesmal keine (Einquartierung er- I hielten. Gegen Abend kochten die einzelnen Kompagnien ab. I ®ei cinbrechender Tmllelheit war das ganze Dorf von den Biwals- I httcrn hell erleuchtet, alles eilte hin, um das schöne militärische I icben und Treiben zu beobachten. Auch aus Großen-Linden, l ^lein Linden, Allendvrf, Duteichosen, Hochelheim, Münchholz- | hausen eitlen die Bewohner ins Biwak, man sah mehr Zivilisten I als Soldaten. Um. 9 llhr spiellcn die beiden Regimentskapellen den ii Zapfenstreich.__
Zum Rechner ön'. D tret V. verpflichtet. I ießen), 20. &pl. "■ ■ ist der Einbrecher/ I , in Frankfurt i dem Augenblick, in k ■ dort seine vor LH ■ )er Dieb heißt Sch»»! I sein Steckbrief fühlt!; I
dem 1. Oktober l. 3. > I Sir. Scrrba zu heute unsere Stabt, unM e mattete er hier m einen Freunden V « nitihmzuiam«^ und auch nut M ■ iiujebotene Ehrung atg-W geilt. Ein EinbräW
egend in
rt Er gm9 J1 zu holen ge*'1 <1
er 8*1^1
_ . ff'i» neue 1 ■
Serlreter ®b(|' ../I
je zwennal -00 «Ti* |
Dl. v™ . sf|t lü-1:1
1'8
0^n9 , nur für1;1- ■
* * :■ I
di-.»-"' *“ü*?. I ig- 1
»».TU I
rirbeULinaitt in liessen u.hesscn-Nassau im August 1909.
Die herbslliche Belebung in Handwerk und Industrie hat tt sch während des August aus dem Arbellsmarkt bemertbar gemacht, m rrenngleid) eine durchgreifende Besserung der Marktlage nach keiner Lichtung hin Platz gegriffen hat. Zm Metallgewerbe hielt ine L Umgunft der Arbeitsmarktlage rocitcr an; starker Andrang von | Schlossern, Drehern, Heizern, Monteuren usw. war bei fast samt- ■ s cheu größeren Arbeitsnachweisen — Fransurt a. M., Wiesbaden, I Darmstadt, Mainz, Kassel — zu verzeichnen. In Kanel war ■ uiiolge mangelnder Aufträge eine große Lokomotivemabnk ge- ■ Zvungen, größere Betriebseinschränkungen bezw. Verkürzung der I Arbeitszeit vorzunehmen. Auch die in den größten Städten, B nenn aud) gering, einsetzende lebhaftere Bautättgk«t vermochte I nur wenig belebend auf die allgemeine Arbeitsmarktlage einzu- I triefen. Zrn allgemeinen war es besonders das Baugewerbe in d<m ■ ioroßstädten unb die mit ihm in Verbindung stehenden Zndufttic- unb HandwerkSzweige, die im Beridstsmonat von der wenig günstigen Geschäftslage betroffen wurden. Ans AjjJt
und in den kleineren (Skmcinbeit war der Bez
en Baugewerbe zufriedenstellend, rote sich überhaupt das stäche Land fast während des ganzen Sommers hindurch Tur bte Aufrahme von Arbeitskräften als relativ günstig ctxove.%. Die wage nach Schmieden, Wagnern, Möbelfchreinern war dcionb^s list den größeren Arbeitsnachweisen irn Großherzogttrm Heilen zeitweise im Berichtsmonat sehr rege ^T.
war die Geschäftslage im allgemeinen befriedigend. A.^uhma^er Mr das Handwerk wurden zeitweise sehr begehrt.. Dre seiwas tigung in der Schuhwarennidustrie ließ infolge der fchlechten tlrung, der hohen Lederpreise und der all gerne inen stngunlttg Wirtschaftslage sehr viel zu wünschen nbng, 'o daß m manchen Ldmhwarenfabriten in Offenbach die Arbeitszeit auf
Eeruntergesetzt wurde. Die äußerst rege Beichafrigung tn oct 45or c* Nuille-Jndustrie hielt im Berichtsmonat weiter an unö Itcfl sch berart, daß es fast unmöglich war, die notigen Jrbeit.rraf t ii besclwfseri. Der Geschäftsgang m den Druckereien, drr den letzten Monaten nicht der günftigite war, hat sich wnter ver sihlechtert. Abgesehen von einzelnen Druckereien in ' O- M., denen die Internationale Luftschiffahrt-An^stellulig - gebrachr Hai, madjtc sich eine andauernde geringe >lrbeit_gcteg - Leit fühlbar. Die Zahl der Konditionslosen, bie mt tfruowc «rrze Zeit auf insgesamt 16, darunter nur 3 Setzer, juiua?
Spielzeit .
werden Jt9N „ I
der IetbutcQllI ATSlm ii onnoit Otuhtt, I
"spiele I 'hbame Unhrt l^Q" l-| dies 'entllllm? I , (Stfoi, *1
^-3 1 bet neue Gho-V 1 m c,n Sk'ch n
:en,«SübrftätM . | “nb tf™u$aul,V;l .S'äirfä Bits,,. |
W schon vnlauilll. ? I
.^uUanneiittt L, I leina Änfgabe mit? I
‘5 c «Sielten fgfl KL.MsIV.,bAA -si-chneider, s
^mbich unö^.vl ). Steile C.
M Moos-L i
Xabclbl en (190 Ringe), LI 'eck (175), K. Wv-^1 ils bester Schüße ff?| ■ -^ie drei tvnleren kij
Fnhr-Äietzet!, 1 ganzen hoben jiil hie ca. 1800 Tchü)s, ■ I
19 in der Turnhall!» erfreute sich am eou-J tin bekam aber auch lületinnen der BEI
Die Kinder habm V voh Fuchsien, Gur- lang vereinzelt fanöen : tzlora in der AussüA
gegangen war, hat gegenwärtig mit 130 ihren Höchststand erreicht : 88 Setzer, 14 Drucker, 5 Scvweizerdeqen, 2 Ä'orreftoren, 1 Maschinensetzer, 19 Gießer und 1 Galoaiwplastiker. Klank sind stets 40 Mitglieder Berichte über gleich ungünstigen GcschästS- gang, besonders in den Zeitungsdrucker eien, liegen von Kassel, Darmstadt, Mainz und Wiesbaden vor, wo Enstasjungen von Gehilfen oder zeitweises Aussetzen stattnnden mußic. Doch hofft man, daß mit dem Eintritt des Herbstes Aussicht auf eine nennenswerte Besserung vorhanden ist. — Auch in der (^Kas- sabrikatwn war der Geschäftsgang wenig zufriedenstellend, so mußten in einer 5treuznack>er Glasfabrik ca. 6O Mann wegen nicht hinreichender Beschäftigung entlassen werden. Im ^Nahrungsmittel gewcrbe, besonders bei den Fleischern und Bäckern stellte sich im Berichtsmonat Mangel an Gesellen ein, der besonders durch die Einberufung vieler <^esellen zu Reserveübungen bedingt war. Der bisher guten Beschäftigung in der Zigarrenlndustrie ist durch die finanzgesetzlichen Maßnahmen rasch der :Wckschlag gefolgt Zn den meisten Zigarrenfabriken des EichsseldeS, der Streife Witzenhaujen und Offenbach a. M. |inb hier besonders in den in den ländlichen Ortschaften errichteten FUialen ist es mit dem Tage der Einführung der Tabaksteuer zu weitgehenden Bettiebsein- schränkungen gekommen. Die Arbeitszeit wurde in fast allen Betrieben gekürzt und eine Reihe von Fllialfabrikcn wurde gänzlich geschlossen. Daß die interlokale Vermittlung von Arbeitern an der städtischen Arbeitsvermittlungsstelle zu Frankfurt a. M. nach Elsaß usw. im Berichtsmonat größeren Umfang annahm und vom Arbeitgeberbund zu Saarbrücken um Zuweisung von Maurern gebeten wurde, dürfte für die partiell verschieden gestaltete Loge des Arbeitsmarkts von großer Bedeutung sein.
Sehr rege war im August die Nachfrage nach landwirtschaftlichen Arbeitern', es mußte aber vielfach festgestellt werden, daß das Ueberangebot am gewerblichen Arbeitsmarkte nur zu einem sehr geringen Telle für landwirtschaftliche Arbeiten verwendbar ist, so daß die Nachfrage vielfach nickst befriedigt werden konnte. Nach Dienstboten für land- und hauswirtschaftlid)a Arbellen äußerte sich die Nachfrage in den kleineren Gemeinden noch schärfer als in den großen Städten, zumal hier schon, wenn auch nur im geringen Umfange, gegen Ende des Ntonats Rückwanderungen aus den Badeorten stattfanden.
Von den Organen des Mitteldeutschen Arbeitsnachweisverbandes wurden, soweit Meldungen von den kommunalen bezw. Kreisarbeitsnachweisen und Herbergen zur Heimat Vorlagen, 8607 Stellen vermittelt (gegen 8229 im Vormonat), darunter: Schlüchtern 1, Bingen 2, Hofgeismar 3, Wildlingen 3, Wiesbaden (Herberge zur Heimat) 8, Marburg 11, Kreuznach 14, Lberlahn- stein 14, Darmstadt (H. z. H.) 15, Eorbach 17, Fulda 20, zlleuznach (H. z. H.) 20, Fechenheim 22, Worms (H. z. H.) 22, Wetzlar 24, Herborn 34, Wellburg 38, Hanau 42, Frankfurt a. M. (H. z. Heimat 45, Gießen (H. z. H.) 80, Gießen 93, Mainz (H. z. H.) 1U6, Limburg 242, Worms 282, Offenbach a. M. 319, Darmstadt 320, Friedberg L H. 352, Mainz 514, Kassel 825, Wiesbaden 1249 und Frankfurt a. M. 3870.
Mit Ausnahme von Gießen und Wetzlar ist die Zahl der versick>erungspflichtigen männlidjen Mitglieder der Krankenkassen überall zurückgegangen, ebenso die Zahl der versicherungspflichtigen weiblichen Mitglieder, mit Ausnahme von Offenbach a. M. Dagegen hat die Zahl der fteiwillig versicherten männlichen und weiblichen Mitglieder fast überall eine, wenn auch meistens nur geringe, Zunahme erfahren.
....... .1 ---- 111 -
vermischtes.
— Nene ch i n e s i s ch e B r i e f »i a r k e n. Ten Briefmarken- faminlcvn steht eine besondere Freude bevor: die chinesische Posl- verioallnng wird drei Spezialmarken anägebeu, um die Thronbesteigung des kindlichen KasterS Siuen Tang zu feiern. Tie Marken iverden länglich fein und drei verschiedene Werlo haben: 2 Cents, gelber Rand mit dem kaiserlichen Drachen und in der Mitte der Hinimelsiempel in Grün; 3 Cents, ebeiüo mit blauer Mitte; 7 Cents, mit roter Mitte. Oben werden die Worte »Chinesisches Kaiserreich- und unten »Erstes Fahr voii Siuen Tong' aufgedruckt. Die Ausgabe erfolgt nod) im September und wird nur von beschränkter Tauer sein.
SUcinc Tagcöchronik.
Aus K a s s el wird gemeldet: Zn dem itatiroerf Dismarckhall bei Bischchcrode wurden fiebert Bergleute durch Gestein mnfic.t verschüttet. Einer wurde getötet, dic anderen erlitten lebensgefährliche Verletzungen.
Tie Morgenblätter melden aus Berlin. Diit Hille eines P o l i z o i h u ii d e s unb der Feuerwehr wurden Sonntag früh 5 iv e t Einbrecher verhaftet, welche der Bausiinia Beswku iiiid Kneuer, Ecke der Moritz- und Friedrichstraße, einen Bestld; abgestattet hatten. Sie hatten sich auf dem Rückzüge in einer KeUcrnlsche versteckt. Auf der Potizciivache winden die Einbrecher als der 27jährige Monteur Lrnke uiid der 35jährige Schmied Bier aus Crauienburq feslgestellt. ' Als Beute fand man bei ihnen bü ; Summe von 1400 Mark.
Der Inhaber der Cakessabrik Bahlsen in Hannover erhielt einen Bm.es mit der AufsorderirnZ, die Summe von 3000 Mk. an einer bestimmten Stelle niederzulegen, widrigenfalls eines seiner Kinder entführt werden würde. Der Bries wurde der Polizei übergeben.
Ter „B. Lok.-Anz." meldet aus London: Nach einer unbestätigten Meldung aus Manila ist der am 27. Full mit 300 Personen, unter ihnen 92 Passagiere, von Durban nach London abgegangene Dampfer „Warata h", über dessen Verbleib vom Tage der Abreise an keine Nachrichten vor liegen, am zweiten Tage auf der hohen See verbrannt. Von dem Schükfal der Besatzung und der Passagiere fehll jede Knnde._______________________________
Lamilien-Nachrichtctt.
Verlobte: Fräulein Lenchen Müller in Atzbach mit Herrn Karl Thielmann m Bochum. — Fräulein Alice Albrecht mit Herrn Wilhelm Seifert, beide in Hamburg.
Gestorbene: Herr Ernst Bach in Wallernhansen. — Frau Elisabethc Reiner, geb. Bender, in Berghaujen. — Frau üuife Habicht, geb. Baer, in München.________________________________
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Ein berechtigter Wunsch". Unter dieser Spitzmarke tadelt ein Einsender in der Nr. 209 dieser Zeitung den Umstand, daß der Schreiber des Artikels: ,Tie Einweihung der neuen Kirche zu Rockenberg" den Namen des betr. Kirchenerbauers »verschwiegen" hat und läßt als einzige (!) Entschuldigung für »das traurigste an öer Sache" : das »Totschweigen" bes Schöpfers eines Bauwerkes — „Mangel an Kunstverständnis" gelten. Ich, der Schreiber jenes Artikels, halte es der im allgemeinen wohl berechtigten, hter aber zu weit gehenden Standeseuelkeu des Herrn Einsenders zugute, baß sich fein Gesichtskreis dermaßen trüben konnte. Kann nicht auch ein Laie Runltüitereffe und fogar (!) Ktmstverständnis besitzen, ohne daß ihm der Name des betr. Autors momentan geläufig zu jein braucht? Tas »Wahre, Schöne, Gute" eines Kunstwerkes ist doch die Hauptsache und gibt dem Schöpfer erst einen Namen! So wenig das »Fehlen eines ganzen Tutzend anderer Namen" dem Werte der betr. kirchlicheri Feier und deren Schilderung wefenttich Abdruck) getan hatte, so belanglos ist m. E. das Fehlen eines einzelnen Namens, dessen Träger — dies mierfemie ich — in der Entstehungsgeschichte der betr. Kirche die „Hauptperson" ist. Ein Artikelschreiber muß sich an sein Thema halten und barf keinesfalls die Nebensache zur Hauptsache machen. »Redet oder schreibt man denn nur das geringste über ein Werk...., ohne den Urheber zu nennen ?" Nein 1 — Hat der betr. Artikelschreiber beim über cm Werk der Baukunst geschrieben? Nem! — War der betr. Architekt m dem Festprogramm, das dem Berichterstatter hinsichtlich der Namen der beteiligten Personen als Grundlage biente, namentlich aillgesührt, wie bies bei den übrigen Festteilnehmern ber Fall war ? Nein! — War es mit Rücksicht auf bas Thema (!)
angcieiqt, bie Beschleunigung ber Abfassung be3 inkriminierten Artikels unter ber Einholung beS betr. Namens notleiben m lasten? Nein— Konnte ber Verfasser bc5 Berichts die Tragwette seiner Unterlastnngssünbe ahnen? Nein!—Will er seinen.Fehler" wieber gut macoen ? Za!!, unb zwar in ber Voraussetzung, daß der betr. Herr Einserwer ebenfalls gerecht denkt und feine die Grenze einer maß- unb taktvollen Kritik übcrfchrcitcnbcn ungerechten Vorwürfe zurücknehmen lüirb. TieS würbe glcitfifollS einem »berechtigten Wunsche" entsprechen. Die erhabene Kiinsl aber, die ich über alles hoch schätze, bad unter Kleinlichkeiten nicht leiben, dem verdienstvollen Erbauer der Rockenberger Kirche soll Wcredjtigfeu' widerfahren: sein Name ist Architekt Freund- lieb-Friebberg. P. H.
Märkte.
fe. Frankfurt a. M., 21. Eept. Heu- und Strohmarkt. Angefabien waren 4 Wagen Heu unb 5 Wagen Stroh. Bezahlt würbe für Heu Mk. 4.40—4.60, Stroh Mk. 2.50—2.70. Alles je 50 Kg. Tie Zufuhr kam aus bent Kreise Dieburg unb quS Oberhessen. Geschärt gut
Eichener Wetterdienst.
voraussichtliche Witterung für Hesttu am Mittwoch bem 22. September: Zeitweise heiter, boch gelegentlich geringe Regelfälle. Kühl.
Griginal-Drahtrnel-ungen.
Ter Kaiser im sächsische« 'jAaöuer.
Meißen, 21. Sept. Der Kvticr unb ber König von Sachsen übemaditcten in ihren Sonberzügcn unb fuhren heute nacht 3,55 llhr ins Pürnovergelänbe.
Die Rückfahrt des Zeppelia III.
Düsseldorf, 21. Sept ,,Z. 111." ist um 9^0 Uhr auf« gestiegen unb fuhr in einer Schleife nach Gerresheim, wo er um 10,10 Uhr schwebte.
Lüdenscheid, 21. Sept. Z. HI passierte um 11 llhr 20 Min. Lüdenscheid.
Düsseldorf, 21. Sept. Z. III fährt über Elberfeld, Barmen, Werdohl,Lüden scheid, Siegen, Frankfurt direkt nach Friedrichshafen.
Cook und Peary.
Newyork, 21. Sept. Die beibcn Polentdeckcr Cook nnb Peary iverden ungefähr gleichzeitig hier eintresjcn. Die Ankmift Cooks, der mit bem schwedischen Dampfer „Oskar II." reift, erfolgte heute früh, währettd die „Roofebelt" mit Peary an Bord um dieselbe Zell in Ststmey (Neuschotlland) erwartet wird.
B
Frankfurt a. M., 20. Sept. Minister v. Breitenbach hat aus Aillaß der Br a u steuer er hö hu ng an sämtliche Eisenbahndireltionen einen Erlaß gerichtet, worin cs u. a. heißt:
,^Zch will mit Rücksicht auf die Verschiedenheit der örtlichen Verhälttnsse davon absehen, für den gesamten Staatsbahnbercich eine einheillid)e Anordmmg der Bierpreise zu treuen. Es bleibt den Eisenbahnbirektionen überlassen, bie Angelegenheit je für ihren Bezirk zu prüfen unb zu regeln; bie Divetttonen sind icboch angewiesen, barauf zu ad)ten, baß bte Aenberung des Brau- steuergesetzeS nicht etwa als Anlaß zu einem ungebührlichen, über bie Steuererhöhung hinaus- geI)enben Aufschlag ber Bierpreise benützt wird."
Tie Direktionen sind schließlich ermächtigt worden, etwa erforderlich werdende Erhöhungen auch olmc Abrundung auf 5 vdcv 10 Pfg. für das Glas Bier vorzunehmen.
Berlin, 21. Sept. Die von der „Nowoje Wrcmja" Verbreitete ^Nachricht über umfangreiche j a p a n i s ch e Rüstungen, die angeblich einen neuen Angriff auf Rußland bezwecken, wird bon informierter Seite als eine Erfindung bcjeidmcl. Das lüngft zwischen China und Zapan abgeschlouenc Bündnis fei lediglich zur Wahrung des Friedens getroffen worden, uno die japanische Regierung hege nickst die geringsten agressiven Absichten.
Russt nie! Brennt absolut geruchlos!
50—60% Gasersparnis!
Bei allen Gasanstalten u. Installateuren erhältlich!
Auergesellschaft
Berlin 0.17.
Das Neue uesiicMT mit Äerostat
(automatische Luftregulierung, ohne Mehrpreis!)
Beste und sparsamste Beleuchtung der Gegenwart!
Betty Küßhler aus Frankf. a. U
Wiederbeginn der Gesangstunden
Mittwoch den September
Liebigstrasse 39 pari. 07074
—
- Feine JMLass-Schneiderei - Englische Damen-Kostüme
Höinr. Kreiert (""
Flocktlr. 11 corm. Jul. Fischer. Plockslr. 11
< J
Brennertype
Kerzen- stärke
fiasverbraoeh pro Stunde
Brennkosten pro Stunde bei 15 Pf. pro cbm Gas
Zwergbrenner Juwelbrenner Nonnalbrenner
35 HK
60 HK
110 HK
30 Liter
50 Liter
90 Liter
</to Pf.
7/l0 Pf.
13/10 Pf.


