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General-Anzeiger für Oberhessen
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Der Laiser in Meißen.
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Fortschritte im englischen Unterhaus.
Nach vielen fruchtlosen Debatten ist gestern bas englische Unterhaus seinem Ziel endlich einen Schritt naher gekommen.
London, 20. Sept. Im englischen Unter- Hause wurde heute, am 30. Tage der Finanzbill-Debatte, die Erhöhung der Einkommensteuer auf einen Shilling zwei Pence einstimmig angenommen. Balfour gab seinem Bedauern Ausdruck, daß diese Erhöhung sich als uotroenbig erwiesen habe. Da die Regierung nicht dazu gebracht werden konnte, die Grundlage der Steuer» aejetzgebung zu erweitern, und andere, weniger belastende Steuerquellen zu finden, so habe die Einkommensteuer erhöht werden müssen. Finanzminister Lloyd George sagte Steuernachlaß bei dem aus dem Landbesitz stammenden Einkommen zu, der mit Rücksicht auf die wesentlich erhöhten Preise für Verbesserungen und Reparaturen gewährt werden solle. — Der Minister schätzt den Steuer- aussall, der durch diesen Nachlaß hervorgerufen wird, auf 500000 Pfund Sterling. Die Liberalen sind der Ansicht, daß der Nachlaß die Annahme der Finanzbill durch das Oberhaus wahrscheinlich macht.
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bis Rotationsdruck und Verlag der vruhl'fchen Univ.-Such- und Stetebmderci K Lange. Redaktion, Lrpedition und Druckerei: Schulstratze 7. A^Iigmien^'H^Beck
Heer und Flotte.
_ E i n englisches Lob des deutschen Soldaten. Ter bekannte englische Schriftsteller Robert Blatchford, der der Daily Mail" in eingehenden Schilderungen über die deutschen Manöver berichtet, gibt darin ein schmeichelhafte'; Bild von dem Ernzug der .Blauen" in Mergentheim. .Bayerlsche Infanterie des 1. Armeekorps marschierte durch die netteste unter allen deutschen Städten. Kräftige, aufrechte, geschmeidige und braungebrannte Soldaten in lichtblauen Uniformen mit Lemwandkappen auf den tielmen, die Gewehre im vorschriftsmäßig regelmäßigen Winkel geschultert, die Hosen bis zu den Hüften nut Kot beschmutzt. Wohl ein Dutzend englischer Meilen waren diese Leute durch Regen und Schmutz marschiert, und nicht einer von ihnen ging lahm und müde, nicht einer von ihnen sah ermattet aus. Tie Gelichter, eins dem anderen wie bei Brudern gleichend, zeigten den ruhigen zurückhaltenden soldatischen Ausdruck. Tie Leute waren merk- würdig gleich in Größe und m ihrer Schwere. Sie marschierten mit feilem elastischen Schritt; das Tram-tram ihrer Füße klang jo regelmäßig wie bei einer Maschine. Wie so Reihe auf Reihe 10(gte und Kompagnie auf Kompagnie und Regiment auf Regiment, riefen sie einen gewaltigen Eindruck hervor. Sie blickten drem ivic das Schicksal. Keine Musik zog ihnen voran, keine Trommel war zu schlagen, die Einwohner um den Brunnen und an den Fenstern sahen mit bewunderndem und ehrfürchtigen Stillschweigen auf sie. Keine Hand regle sich, kein Gruß ivard gehört: leder Öfsizier und Soldat bückte gerade vor ' ch hin und marschierte, marschierte, marschierte..."
Ob der Engländer nicht ein bischen dabei phantasiert hat, wissen wir nicht. Tie Hauptsache ist, daß jein Slriitel von Re-
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Dienstag 21. September 1909
Ä Bezug»»re»».
monatlich 7bVf^viettel-
Die Zahrl der Zeppelin III.
Zeppelin III hatte wieder sein Programm geändert. Er ist gestern nachmittag nur über Duisburg nach Essen geflogen und hat in der K'anonenstadt eine kurze Landung vollzogen. Tann flog er über das Rührtal und Werden, längs des Eisenbahnjrrangs nach Düsseldorf zurück. Tie übrigen Städte im Zndustriebezirk werden auf spater vertröstet, und Zeppelin HI sucht nun sobald wie möglich wieder nach Friedrichsl)afcn zu gelangen, um in 9tuhe an der Verbesserung des Luftschiffes zu arbeiten.
Düsseldorf, 20. Sept. Z. III ist um 1 Uhr 18 Minuten aufge stiegen, manövrierte zehn Minuten über der Stadt und nahm dann die Richtung nach Duisburg. An der Fahrt nehmen teil außer den Luslschisfern: Tirellor Gillhaujen, Krupp von Bohlen-Hallbach, Fräulein Kirdorf, Geheimrat Schieß, Professor Dr. Bammler, Kommerzienrat Letffmann und Kommerzienrat Slcitmann.
Kaiserswerth, 20. Sept. Z. III wurde auf der Fahrt nach Duisburg hier gesichtet.
Groß en bäum, 20. Sept. Z. III wurde um 2 Uhr hier gesichtet und nahm den Weg nach Duisburg, die Bahnlinie Duisburg-Düsseldorf entlang.
Rhein Hausen, 20. Sept. Um 2.15 Uhr wurde Z. III hier gesichtet.
Duisburg, 20. Sept. Z. III wurde um 2.25 Uhr hier gesichtet.
Essen, 20. Sept. Tas Luftschiff Z. III wurde um 2.50 Uhr hier gesichtet. Die auf den Kruppschen Werken ausgestellten Kanonen feuerten Salut. Die Tampfsirencn alarmierten mit ihrem Gepfeife die ganze Stadt. Unter Glockengeläute manövrierte das Luftschiff wohl eine Stunde über der Stadt, von Der Menschenmenge, welche die Straßen, die öffentlichen Plätze und Gebäude besetzt hielt, jubelnd begrüßt. Gegen 3.33 Uhr nahm das Luftschiff die Richtung nach dem Landungsplatz m Esien- Lütteuscheid. Langsam kämpfte es gegen den heftiger werdenden Wind an, nur mit einem Propeller arbeitend. Um 3.45 Uhr erschien eS über dem Landungsplatz, wo dann die Landung glatt erfolgte.
Essen, 20. Sept. (4 Uhr nachmittags. Tie Landungsmanöver des Z. III waren in lurzer Zeit beendigt. Ter vorderen Gondel entstieg Ober-Zngenicur Duerr, während Gras Zeppelin jr. und Direktor Colsmann bereits eine Stunde vorher im Auiomobil hier eingetroffen waren. Oberbürgermeister Holle begrüßte die Erschienenen und bradüe auf den Grafen Zeppelin ein Hoch aus, worauf die 9Jhi|if „Deutschland, Deutschland über alles" spielte. Um 4 Uhr versammelten sich Die Fahrtteilnehmer zu dem von der Stadt Essen gegebenen Zmbiß, an welchem die Stadtverordneten, mit dem Oberbürgermeister Holle an der Spitze, teilnahmen. Tas Wetter hat sich mittlerweile verschlechtert. Leichter Regen fällt und es beginnt neblig und dunstig zu werden. Wie Tirektor Colsmann mitte:1t. wird das Luftschiff oyne weiteren Aufenthalt im Jndustrietevler und ohne die beabsichtigte zweite Landung ui Essen oorzn- nehmen, direkt nach Tüjseldorf zurückkchren. Grund hierfür bildet das schlechte Wetter und starker Wind. Ter Zett- puntt der Abfahrt ist noch nicht festgesetzt. An der Rückfahrt
jährlich Mk. 2.20; durch Abdolk» . eigfteden monatlich (<> Pf.; durch die Post ü’if.2.—öicrtel- jäfyd. ausjchl. Beslellg. ZeilerrpreiS: lokal ISPs-, auSwärrS 20 Pfennig. Chefredakteur: 91 Goetz. Verantwortlich für den polilifchen Teil: August Goetz; für .Feuille- ton' und .öermifditcS* 1k. Neurath; für.Stadt u. Land" und.Gerichts-
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1909. nsterei
brechtSburg, wobei die Tomtürme der Maria OJLagbalenen* kapelle von innen beleuchtet waren. Von der 5)öhe der Burg und dem Berg herab wälzte sich ein breiter feueriger Wasserfall. Das ganze alte romantische Bauwerk hob sich geheimnisvoll in allen Farben schimmernd von dem Nachthimmel ab. Auf dem Elbestrom lagen illuminierte Schiffe und Boote.
Stuttgart, 20. Se$t (W. B.) Der König hat von dem Kaiser folgendes Handschreiben erhalten, das auf Befehl des Königs im ^Staatsan^eiger" veröffentlicht wird:
Durck)lauchtigster großmächtigster Fürst, freundlich lieber Vetter und Bruder! Beim heutigen Sckjeiden aus Eurer Atajestät Landen bestimmt mich eilt tiefempfundenes Bedürfnis, Eurer Majestät von meiner aufrichtigen Freude über den vortrefflichen Zustand Der wurttembergischen Armee Kenntnis zu geben. Die bei jeder Gelegenheit bewiesenen hervorragenden Leistungen Der Truppen sind ein erfreuliches Zeichen dafür, daß bei allen Waffen an der kriegstüchtigen Ausbildung mit ausgezeichnetem Erfolg gearbeitet wird. Zugleich Drängt es mich. Eurer Majestät hierbei meinen wärmsten Tank zu nrie Dermalen für die herzliche Aufnahme, die ich und die Kaiserin, meine Gemahlin, in Eurer Majestät Hause gefunden haben und für den außerordentlich wohltuenden Empfang, Der uns allerorten von Württembergs Bewohnern bereitet worden ist. Eurer Majestät würde ich ganz besonders dankbar sein, wenn dieselben Ihrem Lande hiervon Kenntttis geben und dabei auch meine lebhafte Genugtuung über die entgegenkommende Aufnahme Der zu Den Hebungen in großer Zahl fcuf amm eng e^ o gen en Truppen zum AusDrucke bringen mochten. Mit Der Versicherung Der vollkommensten Hock-achtung und wirklicher Freundschaft verbleibe ick) Eurer Majestät freundwilliger Vetter und Bruder Wilhelm I. R.
Nr. 221/
Der Siebener änfeigtf erscheint täglich, sicher Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich SlegenerKamilirnblätter; iroeimal wöchentl.XreiL- dlattfürdenLreisSietzen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Landwirtschaftliche Zeitfragen Fernsprech - Anschlüsse: füt die Redaktion 112, Derlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen:
Anzeiger Gießen.
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159. Jahrgang
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Deutsches Reicb.
Die Landesversammlung der nationalliberalen Partei Badens am Sonnabend und Sonntag zu Freiburg i. B. ist ohne Zwischenfall verlaufen. Aus der öffentlichen Parteioersammlung am Sonntag nachmittag sprach Reichstagsabgeordneter B a s s e r m a n n vor zirka 1500 Zuhörern über die politische Lage im Reich, wobei er vornehmlich Die Stellung Der Nationalliberalen zur Reichsfinanzreform behandelte.
Das Reichsgericht verwarf Die Revision des Reichstag sab geo rd n eten Dr. Heinz Pothoff, der voiw Landgericht zu Steffel am 6. Januar wegen Beleidigung der Waldeckschen Domänenkammer durch ein en Zeitungs artifel zu 200 M k. Der urteilt worden war. DaS frühere Urteil wurde vom Reichsgericht aufgehoben.
Ausland.
Aus Prag wird gemeldet: Der Jungt schechen kl ub des Laudtages beschloß, auf dem Standpunkt zu verharren, daß den Deutschen für ein Aufgeben der Obstruktion in keinem Falle ein Kaufpreis gezahlt werden dürfe. Der Klub wird Dienstag über die Lage meiter&eraten.
Bon einem neuen russischen Polizeiskandal, dessen Einzelhetten noch in Daniel gehüllt find, wird aus Petersburg gemeldet. Es handett sich um die Amtsenthebung Des Chefs der Geheimpolizei in Baku infolge Der Aufdeckung der Tätigkeit von Lockspitzeln. In der Stadt am Kaspischen Meere ist eine Bombenniederlage aufgedeckt worden und Die Untersuchung hat ergeben, daß Die SchulDigen Agen-ten Der Geheimpolizei sind! Gegen den abgesetzten Chef der Geheimpolizei ist ein Untersuchungsverfahren eingeleitet worden.
In Des Meines hielt Präsident Taft eine Rede, in der er betonte, daß Die Gesetzgebung Die Kommission für Den zwischenstaatlichen Handel ermächtigen sollte, nicht nur Die Eis enbahnrat en an sich festzu,etzen, sondern auch die ungerechte Klassifizierung der Frachtgüter zu revidieren und sprach sich noch energischer für die Regelung der Eisenbahntarife aus. Die Kommission sollte beauftragt werden, die Vorschriften, durch weiche den Absendern ungerechtser- tigte Lasten auferlegt würden, zu revidieren und die miteinander in Verbindung stehenden Linien zu zwingen durchgehende Routen einzurichten und einen Satz für durchgehende Frachten festzusetzen.
Die Vertreter Der Scbutzmächte in Kanea haben, wie verl'iutet, die tretaifdje Regierung zur Bildung eine-' höchsten Gerichtshofes aufgefordert, da es für Kreta unzulässig sei, griechische Gerichte anzurufen.
Der Reichskanzler in Wien.
Es ist bezeichnend, daß die Franzosen bei jeder Gelegenheit den Abschluß des Marokkostrettes, bei Dem Deutschland doch nur Der betrübte Lohgerber gewesen ist, als guten Befähigungsnachweis für die deutsche Diplomatie bezeichnen. Mm Darf sich aber nicht darüber täuschen, daß das deutsch- französische Verhältnis trotz Der jüngst ausgerauschten Höflichkeiten noch platonifdjer ist, ccks Die Besprechungen des Herrn v. Bethmann-Hollweg in Wien nach der Ansicht des „Temps" sein sollen:
Paris, 20. Sept. Der „Temps" erörtert den Wiener Besuch des Reichskanzlers und schreibt u. a.: „Es ist klar, daß das österreichisch-deutsche Bündnis niemals gerechtfertigter und wirksamer war, als in diesem Jahre. Oesterreick) war infolge der Qrientkrisis Der Schuldner Deutschland geworden, vielleicht metzr als es gewünscht hat. Graf Aehrenthal hat eine neue Methode in die Leitung Der österreichisch-ungarischen Politik gebracht. Er hat geioissenhaft die Bündnispflicht erfüllt, aber gezeigt, daß er dieses Bünduis auf dem Gleichheitsfuße betätigen wolle. Fürst Bülow hat die Tragweite in dieser Aenderung sehr geschickt ermessen und bei der Regelung Der Marottoangelegenheit einen Takt und eine Entschlossenheit gezeigt, welche ihm große Ehre macht und Deutschland zum beträchtlichen Vorteil gereicht. Beth- mann-Hollweg hat aus den Händen seines Vorgängers eine leichte Situation empfangen. Seine Unterredung mit Graf Aehrenthal wird wahrscheinlich platonisch sein und nichts an den Geschicken Europas ändern. Der internationale Horizont ist übrigens klarer wie früher. Wir find überzeugt, daß feine Regierung Daran denkt, ihn zu verfinstern"
Wien, 20. Sept. Kais er Franz Josef empfing film 11 Uhr vormittags den deutschen Reichskanzler sm besonderer Audienz. Die Audienz dauerte eine halbe stunde. Der Steifer empfing Den Reichskanzler überaus huldvoll.
Wien, 20. Sept. Um ^4 Uhr nachmittags begab sich- sder Reichskanzler in das Auswärtige Amt, wo er mit dem Minister des Aeußern Grafen Aehrenthal eine lange Konferenz hatte. Um 5 Uhr kehrte der Reichskanzler in fein Absteigequartier zurück. In dem Hotel gaben xahtteiche Persönlich ketten ihre Karten für Den Reichskanzler jtb, darunter Erzherzog Rainer, Die Ministerpräsidenten Wekerle und Der Kriegsminister Schönaich
Wien, 20. Sept. Der Reichskanzler v. Bethmann-Holl- toeg stattete Dem Atinister des Aeußern Grafen Aehren- 11)al, Dem Oberhofmeister Fürsten v. Mon t ejtuo D o und Len in Wien anwesenden Mitgliedern des Kaiserhauses Belache ab. -lbends fand beim Kaiser in Der kleinen Gtlerie Schönbrunn Hoftafel statt, zu der erschienen waren: $7 Belhmann-Hottweg, Gesandter o. Flotow, Adjutant Lauptmann v. Schwartzkoppen, Botschafter v. Dschirschky mit Len Herren Der Botschaft, Der bayrische Gesandte Fuhr. ». Tücher, Der sächsische Geschäftsträger Legationssekretär Lfthr. v. Biedermann, Der Minister Des Aeußern Graf Aehren- 11)01, der österreichische und der ungarische Ministerpräsident, Ler Reichskriegsminister, Der Reichsfinanzminister, der Ma- üinetommanDant, Die obersten Hofchargen usw. Der K a i s e r laß in Der Mitte der Hoftafel, zur Rechten des Kaisers der Weichslanzler, zur Linken v. Tschirschty.__________________
Lin Protest des Sultans von Marokko.
Muley Hafid- hat wieder einmal beim diplomatischen Korps in Tanger Widerspruch gegen das Vorgehen der Spanier erhoben. Der Protest kommt reichlich spät und wird daher viel von seiner Wttksamkeit einbüßen.
Tanger, 20. Sept. Der Machsen beauftragte Muhammed El Äuebbas, mit Dem Protest beim diplomatischen Korps gegen das Vorgehen Der Spanier, welches eine Verletzung Der Algeeiras-Aite bilde. Ten Spaniern wird vorgeworfen, durch das Ueberschreiten der Grenze unD die Anlage einer Eisenbahn zum Abbau von Minen Unruhen veranlaßt zu haben. Ter Wachsen versick)ert, er habe Spanien gegenüber die besten Gesinnungen. Er habe eine Gesandtschaft nach Madrid und Abgeordnete ins Riffgebiet geschickt, um den Frieden herbeizuführen. Spanien aber setze feinen Vormarsch fort und mache dadurch die Bemühungen des Sultans hinfällig. Der Wachsen fordert das Einschreiten der Mächte, um Die Unantastbarkeit der Marokkaner und chrem Versuch, dem Blutvergießen Einhalt zu tun, zu schützen.
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Hainichen, 20. Sept. Der Kaiser, Könia Friedrich Mugust, sowie die übrigen Fürstlichketten verblieben nur Hbren Umgebungen eine Stunde über die geplante Zett hinaus, dis 5 Uhr, auf dem Manöverfelde und begaben ^ich Dann in Automobilen nach Freiberg und fuhren von dort bmr 5 Uhr 20 Min. mittels Sonderzuges nach Meißen.
Meißen 20. Sept, diachdem der Kaiser und der Löni'g von Sachsen den ganzen Tag im Manövergelände Ler beiden sächsischen Armeekorps zugebracht hatten trafen teqen 7 Uhr zuerst Der König mit Den Pr^iz-mfohnen xn -seinem Sonderzug und gleich darauf der Kaper m dem leinigen. ein. Die so malerisch an der Elbe und an t^r gewaltigen Albrechtsburg aufgebaute schone Stadt ist reick) ?tit Fahnen und Grün geschmückt. Da^ Wetter ist schon. fi)er König empftng den Kaiser, welcher die königlichen Mnzen besonders herzlich begrüßte 2r
7t y begrüßte den Kaiser mit einer -ber
enttoortctc ntit freundlichen Worten des Dankes^ tejrttt Larauf mit Dem König Die Fronten Der auf Dem Vorpuch m offenem Viereck ausgestellten Militärvereme ab und begrüßte die alten Krieger. Sodann wurden Die jßagen bestiegen und die Fahrt zur Albreastsburg angetreten
Tie alte, prachtvolle Albr e a) tsbur 3 seit ihrer Renovation zum erftenmale wohnlich..^chöeri.chtet- Die Rimmer des Kaisers sind bei den sturf 111)^^5101^01 mit -i>em Ausblick auf das Elbtal und ^en schonen ^andge- Lnälden aus der. Geschichte des Herzogs Llbrechts Um 7.30 Uhr begann die M an ö v er täfel. Etwa mit 0 bedecken im großen Bankettsaale. , Rach erfolgt
-Cercle im hohen gothischen Kirchenfaal. Wahrend der Tafel konzertierten die Kapelle des GrenaDierregilnent M Meißener Stadttapelle. Tie Gruppe -^^ihcn>Clbgau Sängerbund brachte eine Serenade dar, wobei bejonder.- Lwlkslieder zum Vortrag tarnen.
Die Stadt war aoends allgemein glanzend illuminiert, 2is in die diebengäßchen standen Lichrer an den h st - '-Im 9i,2 Uhr begaben sich die Fürstlichkeiten nach der mampft Miffhaltestelle und fuhren mit Dem iMflW SiUjelm II." stromaufwärt- bis zum Lchlo^^beneichen, Itromabwärts bis Winterhafen und kehrten dann Tdrechtsburg zurück. Während der Tampfer^ahri.wo. -h
6lbetat und die angrenzenden Höhen rot und grün I -euchtet. Den Höhepunkt bildete die Beleuchtung der .


