Ausgabe 
16.7.1909 Zweites Blatt
 
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Freitag 16. Inti 1909

Zweites Blatt

159. Jahrgang

Nr. 164

Gietzener Anzeiger

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.

General-Anzeiger für Gberheften

Mitteilungen-

IM

heil. Beicht.

Haudel

Börse, 16. Juli, 1.15 Uhr.

117.00

Berliner Börse, 16. Juli. Anfangskurse.

191.60

163.70

nd

Arbeiterbewegung.

Deutschland, die Schweiz, Holland, Dänemark, Schweden

für

Norwegen usw.

231.20

109.70

21.00

90.10

146.60

Harpener Bergwerk Laurahütte .

Lombarden E. B. .

Nordd. Lloyd .

Türkenlose . .

21.00

154.90

129.00

Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . Tendenz: fester.

Preiserhöhung für fertige Gummifabrikate.

Wie wir erfahren, haben die maßgebenden deutschen

bis inkl. M. 3. pro Kilogramm ..... von M. 3. bis inkl. M. 12. pro Kilogramm über M. 12. pro Kilogramm ......

Die Erhöhungen treten am 15. Juli d. I. in

10% 15% 20% Kraft

95.40 86.40

95.45 86.45

94.75 93.00 99-80

99.50

95.60

116.00

124.00

190.60

179.60

116.75

191.50

183.40

£0.00

97.00

172.80

131.20

243.10

143.00

187.25

153.50

200.20

lyMtzli

Wchj

Elektriz. Lahmeyer . . . Elektriz. Schuckert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik. Pakett Harpener Bergwerk . . . Laurahütte . . . . . . Nordd. Lloyd.....

Oberschles. Eisen-Industrie Berliner Handelsges. . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Deutsch-Asiat. Bank , Diskonto - Kommaudit . . Dresdner Bank . . Kreditaktien . , , Baltimore- und Ohie-

Eisenbahn . . . Gottbardbahn . . « Lombard. Eisenbahn. . « Gesten. Staatsbahn . . . Prince - Henri - Eisenbahn .

Ludwigshafen, 15. Juli. Ter Zentralverband der Mas ch in ist en und Heizer erläßt einen Aufruf gegen den Arbeitgeberverband, indem er erklärt, es feien Ver­handlungen wegen Aufhebung der Sperre nicht im Gange.

PLttsburg, 15. Juli. Heute find noch 3000 Weiß- blecharbeiter in den Ausstand getreten und schloffen sich den 10 000 Arbeitern, die am 30. Juni in den Ausstand traten, an. Außerdem find 14 000 Mrnenarbeiter der Pittsburger Kohlengefellfchaften in den Ausstand getreten auf Veranlaifung ihrer örtlichen Vereinigung, aber ohne Genehmigung der Be-

RotationSdruck und Verlag der Brühl'schen Universiläls - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.

Newyork, 15. Juli. 5000 streikende Arbeiter der Pressed Steel Car Ci. versammelten sich gestern vor dem Werke in bcr1 Nähe von Pittsburg und unternahmen einen regelrechten Angriff auf die Streikbrecher durch Steinwurfe und Revolverschüsse. Hunderte von Arbeitern. wurden verletzt. Tie

nnterbllligerTC rhrvormittan-98 ermässigt ist -Q

TieGiehener Kamilienblätter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das Kreisblatt für den Kreis Eietzen" zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal.

Darmstadt, 15. Juli. Der 23jährige Taglöhner Peter Allmann aus Nieder-Ramstadt wurde am 9. Februar, nach Ver­büßung einer 3Vs jährigen Zuchthausstrafe entlassen. In der Ge­markung Nieder-Ramstadt wurde zu dieftr Zeit ein Wege- und Brückenbau ausgeführt. Allmann konnte dort ankommen, befaß jedoch nicht das nötige Handwerkszeug, Hacke und Schippe, dazu. Letzteres entwendete er mittels Einbruch bei einem Nieder-Ram- städter Einwohner. Ta er rückfällig ist, mußte er zu der gesetz­lichen Mindeststtafe von 1 Jahr Gefängnis, abzügl. 8 Wochen der Untersuchungshaft, verurteilt werden. .

[] Marburg, 15. Juli. Das Schöffengericht ver­urteilte hellte den verantivortlichen Redakteur Poersch von der Landeszeitung wegen Beleidigung durch die Presse zu 300 Mk. Geldstrafe. Die genannte Zeitung halte am 14. Mai einen Artikel aus dem Torte Niederwalgern gebracht, in dem in sehr drastischer Weise unter Namensnennung geschildert imirbe, wie es auf einer Bauerhochzeit hergegangen und wie dabei die Stube verunreinigt worden sei. Das Gericht hielt eine Beleidigung des in Betracht kommenden Hochzeitsvaters für erwiesen und erkannte auf obige Strafe. ,

83"/,

Redaktion, Expedition, und Druckerei: Schul­straße 7. Exvedition und Verlag: e^§>51. Redaktion: 112. DeL-AdruAnzeigerGießen.

Arriver§itäLs-Nachrrchten.

Das Studium d e r Ai e d i z i n in Deutschland. 8918 immatrikulierte Studierende zählen in diesem Sommerfemester die 21 medizinischen Fakultäten an den deutschen Universitäten gegen 8250 im Wintersemester 1908/09 und 8879 im Sommer- semester 1908. Tie meisten Mediziner zählt die Universität München, nämlich 1696. Es folgen Berlin mit 1162 (dazu 390 Studierende der Kaiser Wilhelms-Akademie für das militär­ärztliche Bildungswesen), Freiburg i. Br. nut 751, Kiel und Würz­burg mit je 490, Leipzig mit 446, Bonn mit 370, Breslau mit 359, Marburg mit 313, Königsberg mit 304, Tübingen mit 300, Jena mit 271, Straßburg mit 268, Erlangen mit 260, Göttingen mit 254, Halle mit 234, Heidelberg mit 232, Gießen mit 209, Greifs­wald mit 178, Münster mit 166 und Rostock mit 165. Von der Gesamtzahl der Mediziner sind im laufenden Semester 1091 Aus­länder, darunter 611 Russen.

19. Jnn I9og

'M Luftschil|Je*-

62.00

64.00 99.25

93.40

92.70

145.90 4!'.00 88.00 66.40

99.20

mcncruer, Wmn.

cndkalb, en« Norwegen nnd der 8S';

zur hell. Beicht.

Sonntag den 18. Juli, 7. Sonntag nach Pfingstens Vorinittags von 67. Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht.

u UM 7 Uhr: Die erste heil. Messe.

182.40

131.10

242.70

Polizei war völlig machtlos.

Märlte.^^

kc. Wiesbaden, 15. Juli. Heu- und «vtrohmarkt. Angefahren waren heute 9 Wagen mit Heu undStroh. Man notierte: Heu (altes) 10.60-11.60, neues 8.00-9.00 Mk., Stroh (Richtstroh) 7.207.60 Mk. Alles für 100 Kilo.

(c. Frankfurt a. M., 16. Juli. Heu- und S t rohm a r k l. Angefahren waren 7 Wagen Heu und 0 Wagen Stroh. Bezahlt wurde für Heu, neues, Mk. 4.505.00, altes Mk. 5.50.0.00, Stroh Mk. 0.000.00. Alles je 50 Kg. Die Zufuhr kam aus den Kreisen Diebitrg und Gelnhausen.

Kautschukmaren-Fabrikanten folgende Preiserhöhungen be. schlossen, die in Form von Konjunktnraufschlägen in An rechnung gebracht werden sollen: Aus Notierungen

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itt 30 Psg. IP: Festplatz

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9S<Ua»®u«ii,il,iEi . sowie glttr ___

TeSefomscfoe BCwrsiberiicMe des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie, Giessen.

Wie her Vorsitzende mitteilt, ist Beig. Georgi Anfang dieser Woche wieder völlig hergestellt von seinem Badeaufenthatt u rückgekehrt und wird demnächst seine ehrenamtliche Tätigkeit lieber aufnehmen. Ter Vorsitzende gibt seiner Freude und der -wfsnung Ausdruck, daß Herr Georgi noch recht lange tm Dienste \ti Gemeinwohles im Stadtvorstand Mitarbeiten werde.

Vom Vcrkehrsverein ist den Stadtverordneten ein neuer rühr er durch Gießen O gestellt worden, wofür gedankt wird.

Bei der letzten Voranschlagsberatung war die Anlage eines 'Zahndurchganges zwischen Ebel- und Stephan, rraße angeregt worden und Stadtv. Winn hatte sich erboten, erfür einen Entwurf und Kostenanschlag auszuarbeiten. Der ntrourf liegt nunmehr vor und wird in einer der nächsten Sitzungen -ir Vorlage gelangen. Ter Vorsitzende dankt Stadtv. Winn für L:c geleistete Arbeit und gibt jetzt schon seiner Ansicht dahin Aus­druck, daß die Stadt im Interesse des dortigen Stadtteiles ein - pfer bringen müsse, zumal jene Stadtgegend von der elektrischen Straßenbahn wenig oder doch nur geringen Nutzen haben werde.

ytoch immer sind 35 Hausbesitzer mit der Unterzeichnung i^r Rosettenverträge rückständig, darunter sogar Geschäfts- . ule und Hotelbesitzer. Ter Vorsitzende hofft, daß auch sie bis etwa 'mde der Woche unterschreiben werden, damit die Stadt der Not- ntnbigfeit enthoben wird, in dieser den öffentlichen Interessen dienenden Angelegenheit mit Enteignungsanträgen vorzugehen.

Stadtv. Winn teilt mit, daß er mehrere Hausbesitzer dazu (setoogen habe, die Verträge zu unterschreiben, und hofft, daß auch bei den noch Ausstehenden durch persönliche Rücksprache i>a3 gleiche erreicht werden könne.

Der Hausabund.

Der Vorsitzende verweist auf die letzten Steuerbeschlüsse b.t§ Reichstags, bei denen die Mehrheit rücksichtslos von ihrer JJacht Gebrauch macht und Handel und Verkehr schwer und ein- - eilig belastende Steuern beschlossen habe. Da Druck Gegendruck r,eugc, habe sich zur Abwehr solcher einseitigen Jnteressenpolitik er Hansabund gegründet. In Anbetracht dessen, daß auch die udustticllen Werke der Stadt (Elektrizitätswerk, Gas- und Wasser­werk usw.) durch die neuen Steuern in Mitleidenschaft gezogen werben, beantrage er int Einverständnis mit mehreren Mitgliedern Der Versammlung, daß die Stadt für diese Werke dem Hansa- i)ümd als Mitglied beitrete. Die Versammlung nimmt diesen An­trag einstimmig an.

SZtzung der StaHtvevo^dnetett.

Gießen, 15. Juli.

Anwesend: Oberbürgermeister Mecum: die Beigeordneten <eller und Heyligenstaedt: die Stadtverordneten Tr. Biermer, Ebel Eichenauer, Faber, Tr. Gutsletsch, Habenicht, Haubach, Heichelheim, Helfrich, Helm, Jann, Jughardt, Krumm, Löber, -Oos Crbig, Plank, SchafiÜaedt, Troß, Wallenfells, Tr. Wim-

Für die Erbauung eines w

Verwaltungsgebäudes für das Elektrizitätswerk und die

Straßenbahn

Hegt ein von Architekt Meyer ausgearbelletes Projekt vor, das 70 000 Mk. kosten wird. 40 000 Mk. wurden früher für das Elektrizitätswerk allein bewilligt, so daß 30 000 Mk. neu be- irinigt werden sollen. In dem Gebäude soll tm ersten Stock i»:e Direktvrwohnung und im Dachstock je eine Wohnung für tat Maschinenmeister und den Kabelmeister untergebracht werden. Tie Pläne wurden von Herrn Vceyer angefertigt, da das Stadt- omamt mit anderen dringenden Arbeiten icherhäuft ist. Herr 1 Meyer, der auch die Bauleitung übernehmen soll, beansprucht für seine Bemühungen 2500 Mk., während die norm 3500 Mk. ist.

Stadtv. Löber führt ans, früher sei darüber geklagt worden, dllß man für die städtischen Baubeamten zu wenig Arbeit habe '.vtd jetzt wolle man derarttge Arbeiten an Privatarchitekten geben. Jedenfalls aber hätte man allen hiesigen Architekten Gelegenheit geben müssen, sich um die Arbeit zu bewerben. Eine Bevorzugung

eine Konkurrenz auszuschreiben.

Stadtv. Löber meint, gerade mit Rücksicht auf das eben Gehörte, hätte man die Arbeit ausschreiben sollen. Um sie hätten ich alle Interessenten bewerben können, während für den Wasser - turm schließlich doch nur ein Bautünstler in Betracht komme.

Stadtv. Jughardt schließt sich den Ausführungen des Stadtv. Löber an. Die Stadt müsse allen Architekten Gelegenheit geben, sich um solche Arbeiten zu bewerben.

Stadtv. Winn tritt für Annahme des Vorschlags der Bau­deputation ein, da men das Verwaltungsgebäude rasch haben müsse und durch eine Ausschreibung Zeit verloren gehe. Selbst wenn bei der Vorbereitung der Sache ein Fehler gemacht worden ei, solle man durch Ablehnung des Beschlusses den Bau nicht verzögern. Für später sei er ebenfalls dafür, solche Arbeiten auszuschreiben.

Beiy. Heyligenstaedt bittet ebenfalls, dem Antrag der Deputation zuzusttmmen. Es handle sich um keinen Monumental­bau, sondern um ein Gebäude, das praktischen Zwecken dienen und nur von jemand gebaut werden solle, der die zu befriedigenden Bedürfnisse genau kenne. Große Ausführungen für eine Aus- chreibung eines solchen Baues jetzt noch zu machen, empfehle sich nicht. Man habe den vorgescylagenen Weg gewühlt, um rasch zum Ziele zu kommen.

Stadtv. Löber bleibt dabei, daß das vorgeschlagene Ver- ähren eine gewisse Rücksichtslosigkeit für die übrigen Architekten «heute. Tie Deputation hätte nicht über die Köpfe der Stadt­verordneten hinweg, ein solches Verfahren beschließen sollen.

Stadtv. Eichenauer spricht für den Deputationsantrag, der keine Bevorzugung eines Einzelnen sein solle. Man habe von Herrn M. nur zunächst einige flüchtige Skizzen verlangt und sei erst dazu gekommen, ihm die Arbeit zu übertragen, als sich herausgestellt habe, daß das Stadtbauamt bei seiner jetzigen Ar- bellslast nicht in der Lage sei, den Bau zu bearbeiten. Um keine Zeit zu verlieren, habe man den jetzt vorliegenden Vorschlag gemacht.

Der Antrag der Deputation, die Sache Herrn Meyer zu übertragen, findet die Zustimmung der Mehrhett.

Städtische Arbeiten und Lieferungen.

Im Polizeiamtsgebäude soll in dem Zimmer des Polizeisekretärs eine Scheidewand gezogen werden, um darin ver­trauliche Vernehmungen zu ermöglichen. Sie sind jetzt unmöglich, weil in dem großen Zimmer aufscr Herrn Bilo noch einige junge Leute ihren Platz haben. Die dafür geforderten 230 Mk. werden bewilligt. '

Für die freiwillige Feuerwehr wird die freihändige Be­schaffung von Schläuchen, Kuppeln, Standrohren usw. im Gesamtbetrag von 794 Mk. beschlossen. Der dafür vorgesehene Sirebit beläuft sich auf 1000 Mk.

Verschiedenes.

Der Voranschlag des Realgymnasiums und der O b e r r e a l s ch u l e für das Jahr 1910 schließt mit einem städtischen Zuschuß von 61073 Mk. ab, während für das laufende Lahr nur 58 839 Mk. vorgesehen waren. Die Mehrforderung ist in der Hauptsache durch Gehaltsauftückungen entstanden, wäh­rend auf der anderen Seite größere Schulgeldeinnahmen zu er­warten sind. Die Versammlung hat nichts gegen den Voranschlag einzuwenden.

Für ein Inserat im Reichsadreßbuch wird ein Kredit bis zu 60 Ätark bewilligt, nachdem der Vorsitzende auf eine An­frage des Stadtv. Haubach erklärt hat, daß namentlich in dem In,erat auf das Jndustriegelände aufmerksam gemacht werden solle.

Stadtv. Tr. Ebel legt Verwahrung gegen die Art ein, wie an der Tätigkeit der Stadtverordneten in einem Eingesandt wegen des Schildes der Beerdigungsgenossenschaft Krill? geübt woroen sei. Dadurch werde das Ansehen der Stadt herabgewürdigt.

Stadtv. Winn bringt erneut die Notwendigkeit zur Sprache, am Wetzlarer Weg in der Nähe des Bahnhofs eine Bedürfnisanstalt zu errichten. Tie Stadtv. Eichenauer und Jann unter­stützen diese Anregung.

Der Vorsitzende sagt zu, daß er eine Vorlage über die Anlage von Bedürfnisanstalten demnächst vorlegen werde. Seit­her habe sich die Baudeputallou seinen Anregungen gegenüber ablehnend verhalten.

Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

Sonntag den 18. I u l i, 6. nach Trinitatis: Kollekte für die innere Mission.

Gottesdienst.

3n der Stadtkirche.

Vormittags 8 Uhr: Pfarrer D. Schlosser.

Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Matthäusgeineinoe.

Vormittags 9*/2 Uhr: Pfarrer Schwabe.

Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst.

Pfarrer Schwabe.

Nachmittags 2 Uhr: Kinderkirche für Markusgemeinde und Milüärgemeinde. Pfarrer Schwabe.

Montag den 19. Juli, nachmittags 5 Uhr: Versammlupg des Gemeinde-Frauenvereins der Markusgemeinde im Gemeinde­saal, Kirchstraße 9.

In der Johanneskirche.

Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Bechtols Heimer.

Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Lukas- gememde.

Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer A u s f e l d.

Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannesgemeinde.

Pfarrer A u s f e 1 d.

Die Versammlung und Bibelbesprechung fällt aus.

Katholische Gemeinde.

b Gottesdienst.

Samstag den 17. Juli:

Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit

Baugesuche.

Emil Noll will an seinem Neubau in der Sandgasse einen Erker anbringen. Ter hierfür erforderliche Dispens wird be- ffirhrortet.

Jakob Grünewald will seine Grundstücke Bahnhofstraße 48 inb 50 in drei Parzellen teilen, von denen eine nicht vorschrifts­mäßig zugänglich sein wird. Man stimmt der Teilung auf An- rag der Baudeputation unter der Bedingung zu, daß bei einer Scbaiumg der einen Parzelle die erforderliche Brandmauer ar­chitektonisch hübsch ausgeführt wird.

Professor Tr. Poppert will am Leihgesterner Weg ein Treibhaus errichten, das außerhalb des bestehenden Ortsbauplans . uaa 280 Meter vom Aulweg zu stehen kommen soll. Auch hierfür ruirb der Dispens befürwortet, wenn wegen der evtl, später er- forderlichen Beseitigung des Hauses ein Revers unterzeichnet wird.

Städtische Straßen- und Grundstucksangelegenheiten.

Zu der bereits früher erwähnten freiwilligen Zusammen- l eg u ng von Grundstücken in der Stephansmark zum Zwecke D tr besseren Bebauungsmöglichkeit hatten alle Beteiligten ihr Eiu- o trständnis erklärt. Nachdem die Pläne ausgearbeitet sind, erklärt ein Besitzer, nicht mit der Zusammenlegung einverstanden zu sein, ^u)ch hofit man, auch mit ihm zu einer Einigung zu kommen. Oie Sachs isst so gedacht, daß zunächst das Stratzetlland mit 8 Mark tjt den Quadratmeter vergütet wird und das verbleibende Land 'N bebauungsfähigen Bauplätzen verteilt wird. Tie Sache wird üch billig machen lassen, da die Feldbereinigungsgesellschaft das magliche Gelättde in die Feldbereinigung einbeziehen und dem- i«mäß zu den Kosten beitragen will. Tie Versammlung stimmt iür die der Stadt gehörigen Gelände der Zusammenlegung zu.

In der Lonystraßc soll zwischen Gartenstraße und Bis- nrarckstraße ein Kanal angelegt werden mit dem Gefälle nach ieuerer Straße zu. Da das zukünftige Straßengeläiibe noch im Vrivatbesitz ist und die betreffenden Geländebesitzer es gegen­wärtig nicht abgeben wollen, hat man sich mit den Besitzern dahin ueemigt, daß im Herbst der Kanal in ihren Gärten gebaut werden 'ann.

Nachdem der Vorsitzende aus eine Anfrage des Stadtv. Heichelheim, ob bei dieser Regelung die Stadt keine Gefahr kuft, eine befriedigende Antwort gegeben hat, stimmt die Versamm- iting dem Vorschlag zu.

Für die Straßenbeleuchtung sollen probeweise 1O0 jÄasfernzünder angeschafft werden, wodurch zunächst ferne Losten entstehen. Man ist damit einverstanden, nachd u der ! Borsitzende auf eine Anfrage des Stadtv. Haubach .rllärt 3ct, daß für die Anbrennung der Zünder keine Aufbrüche ent­stehen. Kosten entstehen durch die Probeeinrichtung zunächst nicht.

Karl Noll hat an der Bahnhofstraße ein Gebäude, dessen «ne Mauer zum Teil auf ehemaligem Stadtbachgelände st-ht, wofür Herr Noll eine Anerkennungsgebühr bezahlt. Um Swrdnete Verhältnisse zu schaffen, wird beschlossen, das Gelände ynn Preise von 80 Mk. an Herrn Noll abzutreten.

halt, Kutscher, halt - aber so hören Sie doch!

Da sind wir richtig bei Herrn Schmidt vorbeigefahren und ich kann wieder zurücklausen, um mir meine Fays ächte Sodener mitzunehmen. Eine Sommerreife ohne Fays ächte Sodener Mineral-Pastillen mach ich einfach nicht mehr, feit ich vor fünf Jahren schwer erkältet aus dem Urlaub heim­gekommen bin Damals haben Fays ächte Sodener mir schleunigst geholfen, aber hält' ich sie gleich gehabt, dann wär mir der Urlaub nicht verdorben worden. Und darum ist mein Grundsatz: Steine Urlaubsreise ohne Fays ächte Jko/Jk Sodener. Man kaust dieselben überall für Psg. die Schachtel; weise aber jede Nachahmung entschieden zurück.

Frankfurter 81/,°/o Reichsanleiha. . 3% do. ...

3y,% Konsole

3% do. ...» 3'/,°/<» Hessen . . .

3l/i°lo Oberhessen . .

4°/0 Oesterr. Goldrente. . 41/5°/o Oesterr. Silberrente. 4°/0 Ungar. Goldrente . . 4°/0 Italien. Rente . . . 3°/0 Portugiesen Serie I . 3°/0 Portugiesen III . 41/,°/0 ross. Staatsanl. 1905 4l/,°/0 Japan. Staatsanleihe 4°/0 Conv.Türken von 1903 Türkenlose.....

4°/0 Griech. Monopol-Ant . 4°/0 äussere Argentinier 3°/0 Mexikaner .... 4l/a% Chinesen ....

Aktien«

Bochum Guss . . . « Buderus E. W. . Tendenz: fest.

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Hering

6/ = Fe liefert billigst die Brühlsche

flOlUßoQ SYHt r1 JUSTUS Universitäts-Buch- und Stein- 8 ut-l v VS 15k! I 1 Ia BBSvS druckerei,Gießen,SchulsirJ

um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion.

r um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.

um 101/4 Uhr: Hl. Messe.

o um 11 Uhr: Heil. Messe mit Predigt. Militärgottesdienst.

Nachmittags um 2 Uhr: Christenlehre; daraus Sakramentalische Bruderschafts-Andacht.

Verantwortlich für den politischen Teil i. V.: E. He ß.

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18' Juli 1909

16 Vorstellungen.

I^LurUthwebebahn

-uftschlffkaniBsell.

Einzelner dürfe nicht vorkommen.

Der Vorsitzende betont nochmals, das Stadtbauamt sei z.Z. mit Arbeiten überhäuft (Elektrizitätswerk, Schlachthof-Er- ivetterung usw.). Daß man Herrn Meyer den Auftrag gegeben habe, beruhe auf einem Deputationsbeschluß und bedeute keine Bevorzugung diefts Herrn. Das Gebäude sei eine ^verhältnis- mäßig einfache Aufgabe. Sämtliche hiesige Architetten hätten vyuev uuhujui. vu.vuuuuna, - --- --

übrigens, bald Gelegenhell, sich um eine hervorragende archller-1 amten der Winenarocitervereinlgmig der Zeremigteu Staaten.

Ionische Arbell für die Stadt zu beteiligen, da beabsichllgi sei, I Es wird geglaubt, daß der Ausstand nur von kurzer Tauer fit. für den großen Wasserturm von 40 Metern Höhe, der zunächst snnn qfrfv'Hr

der Schönen Aussicht in dominierender Sage erbaut werden solle.

VeftÄ8ie len-Nacf*6

C. Koc*1 3erlobtirO