Sonntag den 2?. August:
'D diese Leutnants
Dr. med. A. Andres©
(zugleich Marburger Alemanne und Freiburger Franke)
Die Giessener Burschenschaft ABemannia
I. A.: W. Klein
Giessen, den 19. August 1909.
Familie Schmidt und Mandler.
Heuchelheim, den 20. August 1909.
4621
in Kenntnis zu setzen.
23. August: Liede wacht
Prima Mndswurst n Pfd. 80 Psg., cmvnchlt [06195 Julius Roicnbaum, Metzgerei, Kirchenplatz 4. Telephon 319.
scssor Gottfried Angerer, ist gestorben.
Ter 19jähr. Sohn des Lehrers Gleißner in München ist
Unterfertigte erfüllt hiermit die traurige Pflicht, ihre lieben Alten Herren und auswärtigen Mitglieder von dem am 16. ds. Mts. in Hamburg erfolgten Ableben ihres lieben Alten Herrn
Freitag den 27. August: ,Ter Toppelmensch
(Siebener Wetterdienst.
Voraussichtliche Witterung für Hessen am Samstag dem 21. August: Wieder Trübung und Regenlälle. Nach der Wärme Abkühlung. Starte weltliche Winde.
Danksagung
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme sowie für die vielen Blumcnsvenden und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Wlürf bei dem Hinscheiden unseres lieben Vaters, Schwiegervaters und Großvaters sagen wir aus diesem Wege unseren herzlichsten Dank.
des 8 2 des genannten Gesetzes wird ausnehmen müssen. Ostmz genau wird sich die Summe dieser Anleihen erst berechnen lassen, sobald der Finalabschluß des Finanzjahres 1908 vorlügcn wird, einigermaßen sicher schätzen läßt sie sich aber jetzt schon. Der £ 2 des letzten Finanzjahres bestimmt zunächst, daß die den Einzelstaaten für die Fahre 1906.08 gestundeten Matriknlar- beiträge auf eine Anleihe zu übernehmen sind. Für 1906 belief sich dieser Betrag auf 28,4 Millionen Mark, für 1907 war er schon bedeutender, bezifferte sich auf 41 Mill. Mark. Für 1908 würden, wie bereits gemeldet, über 100 Millionen Mark an ungedeckten Matrikularumlagen zu verzeichnen sein, so daß rund 80 Millionen Mark gestundet werden müssen. Die für die gesamten drei Jahre gestundeten Matrikularumlagen, die nach dem neuen Finanzgesctzc aus Reichsanleihe zu übernehmen sind, machen demgemäß nun destens den runden Betrag von 150 Millionen Mark aus Ter 8 2 des neuen Finanzgefctzes bestimmt weiter, daß auch die Fehlbeträge des Reiches für 1907 und 1908 selbst auf Anleihen zu übernehmen sind. Ter Fehlbetrag der Reichskaffe für 1907 ist bekannt, er betrug 13,8 Millionen Mark. Es ist sicher, daß der Fehlbetrag für 1908 über 100 Millionen Mark ausmachen wird. Setzt man ihn mit rund 120 Millionen in Rechnung so ergibt sich hier eine auf Reichsanleihe zu übernehmende Summe von 134 Millionen Mark. Man würde demnach auf einen Gesamtbetrag von mindestens rund 28 4 Mill. M ar k kommen, der nach! § 2 des'Finanzgcsetzes durch das Etatsgesetz von 1910 auf Reichsanleihe zu übernehmen sein würde. Für diese Summe muß die Zinslast in den Rcichshaushaltetat für 1910 eingestellt werden. Ihre tatsächliche Höhe wird sich je nach dem Typ der für sie auszugebenden Schuldverschreibungen bzw. nach dem Stande des Geldmarktes richten, aber daß sie sich nicht unter 10 Millionen Mark bewegen wird, ist ziemlich sicher.
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Im iveißeir Roß'l." Montag den Donnerstag den 26. August: „Die
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— Neue Reichs-Anleihen. Tas neue Finanzgesetz d, wie die „Berl. Pol. Nachr." schreiben, den Reichshaushalts- - für 1910 ungünstig beeinflussen. In erster Reihe kommen i die Anleihen in Betracht, die das Reich zur Ausführung
Griginn^-VrahtinelSungön.
Friedrichshafen, 20. Ang. Ter .uaiscr sandte eine freundlich gehaltene Depesche an den Grafen Zeppelin: er macht darin mit Rücksicht auf die Rckon- valeszen; des Grasen den Vorschlag, das; ec mit der kaiserlichen Familie in Berlin die Ankunft des Luftschiffes ab- warten möge Zeppelin dankte dem Kaiser unt> bat, die Einladung ablehnen zu dürfen, da die kurze Fahrt von Bitterfeld nach Berlin für ihn eher eine Grf)ohnig als eine Anstrengung sein lverde.
Posen, 20. Aug. Ein am Mittwoch abend in Frankfurt a. M. aufgestiegener Freiballon ist gestern morgen 7 Uhr bei Stralkow Provinz Posen, gelandet.
Paris, 20. Aus Gatten meldet der Matin: Gr st vu früh meui r t e eine kretische Miliz-Kom- V i c, welche bii .'Ulferite verließ und entgegen dem Bese. rcr griechischen Offiziere sich bewaffnet zur Festung
bega< begleitet voll einer großen Volksmenge, worauf die griechische Flagge von den Soldaten >vie d c r g e h i ß t wurde. Sie bedrohten hierbei ihre griechischen Offiziere. Schließlich gelang cs aber dem Kommandeur der Miliz, die Truppe zu veranlassen, in ihre Kaserne zurück zukehren. Hierbei wurde der Kommandeur unterstützt von dem Erzbischof, welcher die Bewohner anflehte, im In tcresse des Landes nachzugeben. Die Flagge wurde darauf von Zivilisten gehißt, welche sich weigerten, die Fahne herunter zu holen. Zn der Stadt herrschte große Aufregung. Man schloß die Läden, Patrouillen durchzogen die Straßen.
P a r i s, 20. Aug. Nach weiteren Meldungen des Matin aus Eanea forderte der Gouverneur die Behörden auf, die griechische Flagge herunterzuholen, um eine Besetzung der Festung durch internationale Truppen zu verhindern. Schließlich drang der Gouverneur an der Spitze von Miliztruppen in die Festung ein und entfernte die Flagge, ohne Widerstand zu finden.
Paris, 20. Aug. Der Matin meldet aus Canea: In der Kammer fand eine Interpellation über die Besetzung d e r F e st u n g durch die internationalen Truppen statt. Regierungsseitig wurde geantwortet, daß entsprechend den Erklärungen der Konsuln die Besetzung nur von kurzer Tauer sein würde, wenn die Einwohner sich ruhig verhielten. Die acht fremden Kriegsschiffe liegen noch immer auf der Reede.
)0t kurzem W Nordkap bejeiltz iorwcger sind m >kap prangten in n hohen Beiss» crschwunden. 1 uschaft eine» mit Lauge ch ing. 2as übn ganz oben an 6 zollcrn" hat m
Kaiser" wie e
pgestürzt und wurde tot ausgefrlnden.
Ter ehemalige Uuiversitätsprofessor Dr. Ludwig Guinplo - i:z in Graz hat mit seiner Gattin gemeinsam Selbstmord angen. Ter Beweggrund der Tat ist darin zu suchen, daß beide Leute unheilbar krank waren.
Während der Schießübungen bei Calais explodierte ein -ich utzrohr, wobei ein Kanonier schwere Verletzungen am
erleid erlitt.
Interessante Versuche mittelst drahtloser : e p b o ii i c haben zwischen Calais und Port Vendres auf eine nernung über 250 5lm. stattgefunden. Die Versuche verliefen edigciid Man konnte mehrere Stunden eine ganz klare llnter- führen. Der Apparat ist die Erfindung zweier Marine- ijeie.
§n Luschkowa schlug während eines schweren Gellers der Blitz in das Wohnhaus des Wirtes Jas- i?fi und tötete feinen bei ihm zu Besuch weilenden Schwager ic dessen dreijähriges Kind, während der 14 jährige Sohn des idirocr verletzt wurde.
Der Güterbahnhof in Moulius (Dcp. Mlier). wurde -ru nachmittag durch eine große Feuersbrunst zer- . Der Schaden ist beträchtlich. Auch Personen sollen fr. Leben gekommen sein._________________________________
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ickt und bisher von der Königlichen Porzellanmannfaktur in r npbenburg befdwftiflt wurde, wurde an die Berliner Königliche ^rzellanrnanufaktur berufen.
An der Schöneberger Gasanstalt am Bahnhof Schöne- । Tg und Papestraße brach gestern vormittag das eiserne rüst an einem Turm in sich zusammen und stürzte auf rat vorbcfahrenden Südring-Zug, von dem ein Wagen zer rimert wurde. Mehrere Personen wurden schwer verletzt. Man t auch von mehreren Toten. Wie cs heißt, hat der hei-rschende -ne Sturmwind den Einsturz des Gerüstes verursacht. Bis : sind unter den Trümmern des Eisenbahnwagens 6 anscheinend ^crverlctzte hcrausgezvgen worden.
Tie Urheber desRanbattcntakesinderFriedrich- «ßc in Berlin im Wechselgeschäft des Herrn Silbermann br >tn sich zurzeit in polizeilicher Hast. Die Tat stellt sich als ichwcrcr Raubmordversuch dar, da die Verhafteten gestanden, Übsicht gehabt zu haben, sich unter allen Umstanden, evtl, auch 4 Verübung eines Mordes, in den Besitz von Geld zu setzen.
Bei dem bekannten P o st a n w c i s u n g s s ch w i n d e l in 2e a. S. handelt es sich um 10 Postanweisungen. Nenn davon Gesamtbeträge von 5000 Mark gelangten zur Auszahlung, eine Serie von 950 Mark nicht. Ter ungetreue Beamte Willi iike hat bereits ein umfassendes Geständnis abgelegt und ist reiftet worden.
Bei dem auf die Hitze folgenden heftigen Sturm- Iter in der Nordsee kollidierte der Panzer ossau" mit Finem Torpedoboot, das stark beschädigt Dock gebracht wurde.
Ter Komponist und Vorsteher der Züricher Musikcrkadcmie,
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Bekanntmachung
Betrifft Zahlmarken.
Für den Zahltastenvelricb der ftäbt. elektrischen Straßenbahn werden 15000 Stück Zablmarkcn benötigt.
Bemusterte Ofserren mit Preisangabe find bis zum 15. Sep temkrer d. Zs. an die unterzeichnete Verwaltung zu richten.
Gießen, 16. August 1909. B'V«
Stadt. Elektrizitätswerk Gießen.
Stolt c.______ _________
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Anschließend an das Eingesandt in Nr. 192 des „Gießener Anzeigers" tft es dem Roth scheu Führer genau so gegangen, wie es den Gießener Säilossermeistent mit den schmiedeisernen Fenstern für das Elektrizitätswerk usw. gehen wird. Zuerst waren diese, als es zur Kenntnis dec Gießener^ Schlossermeister kam, vergeben, damit war man die Gießener Steuerzahler los. $Jhm werden sie aber ausgeschrieben, tvarum, weshalb, unbekannt. Aber bann wird ein Muster von einer auswärtigen Firma zu Grunde gelegt, dasselbe ist geschützt.
Gießener Schlossermeister liefern ttach anderen Städten ganze Wagenladungen von schmiedeiscmen Fenstern. Jedenfalls finb die Zeiten ja so, daß man die Gießener Handwerker mit den Stadt- arl eiten möglichst berücksichtigeir muß. Hier iverden wegen Arbeitsmangel Leute entlassen und uad) auslvärts mit Gewalt die Arbeit geschafft.
Ist das Stadtparlameirt und unser Herr Oberbürgermeister denn von dieser Angelegenheit unterrichtet? Hoffentlich 'schaffen diese Zeileir endlich 'Klarheit in der Sache und bezwecken, daß in erster Linie Gießener Handwerkstreibende berücksichtigt tverden. _____________________________________________________________________________s.
Spielplan öcs Kutbaus=Ebeaters Bad Nauheim.
Direktion: Herntann Stemgoeiler.
Äkob Ar«lki! fcim Edelwcißpslücken vom llnterftcin auf den Fagsteiu
JMt bon Grat M 'rL" “ * x *-"*+ Mittag halb! k Erphantasien nc*
Todes-Anzeoge
Gestern nachmittag um 63/4 Uhr entschlief nach kurzem lieber Vater. Schwiegervater, Grossvater,
Kranksein unser
Bruder und Onkel
Karl Bernhard. Lehreri.P
im Alter von 68 Jahren.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Karl Bernhard, Ministerialrevisor,
Ludwig Bernhard, Pfarrer.
Gnstel Bernhard geb. Rohde,
Marie Bernhard geb. Franck.
Darmstadt, Ernsthofen, 19. August i9°9
Die Beerdigurig findet statt in Darmstadt: Samstag 21. August, nadim. ir von der Friedhofskapelle, aus. 4013


