Ausgabe 
19.4.1909 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Vorjahres im

I b S* * a dec W* r.^n - in '

, Ati den 04

lande noch immer noch an die der zu erinnern, die Anspruch nehmen cs sich gegen die

£>anöel ttn6 verkehr, Volkswirtschaft.

R. B. Darmstadt, 17. April Die kürzlich von der Stadt Darmstadt ausgegebene 6 Million en-Anleihe wurde mit 8 Millionen gezeichnet. Die überzähligen 2 Millionen ist für die gegenwärtige Finanzlage ein außerordentlich günstiges Ergebnis.

Ueberraschungcn zeitigen kann. Ausserdem bleibt Abwicklung harrenden grossen Finanzgeschäfte in der nächsten Zeit den Geldmarkt stark in dürften. Was das Kursniveau betrifft, so falt

Herzog zu berufenden Mitglieder bei der dermaligcn Höchst zahl 12, ficht aber in Anlehnung an die neue Gesetzgebung in Württern berg und Baden die Berufung von zwei Vertretern de>5 Handels und der Industrie, zwei Vertretern der Landwirt) chatt und einem Vertreter des Handwerks vor. Nachdem diese Berufsstände sich zu staatlich organisierten öffentlichen Körperschaften entwickelt hoben, die nn modernen Staats- und Wirtschaftsleben eine hervorragende Rolle spielen, erscheint es ncreditferligt, ihnen den ihrer Be­deutung entimed/enben ErM'luß auf die Gesetzgebung des Landes zu sichern. Das; dies nur auf dem Wege der Berufung von Ver­tretern derselben in die Erste Kammer gefdiehen kann, bedarf keiner weiteren Begründung. Die Erste Kammer erhält auf diese Weise eine schon rm Hinblick auf die Vermehrung der Mitglieder .zahl der Zweiten Kammer notwendige Verstärkung, die ihrer Tätigkeit, namentlich auf wirtschaftspolitischem und sozialem Ge­biete, nur von größtem Nutzen sein kann.

Vcrmiicbks.

*' Der Chantecler - Hut. Ter Held der jüngstcn^Dich- tung Rostands hat ganz Paris erobert. Von den billigsten Spiel­waren bis hinauf zu den teuersten Juwelen ficht man das Abbild des Chantecler, auf Brocheu, au Ehrungen, an Medaillons, überall taucht die Gestalt des gallischen Hahnes auf. Aber der König des Hühnerhofes hat feinen Eroberungszug noch weiter ausgedehnt: er ist in das Reich der Hutmode eingedrungen. Tic Pariserin trägt den Chantecler-Hut. Dieses neueste Erzeugnis der Modelanu» ist sehr teuer: 400 Franks ist schon ein billiger Preis. Ten Haupt­bestandteil dieser neuen Hutgebilde bildet der üppige Federschmuck, zwischen dem ein leuchtend roter Kopf auftaucht. Aigretten und ein mächtig wallender Schweif aus Parabiesvogelfedern geben dem Ganzen das Gepräge. Daneben frcUidy sieht man audy weiße Ehcrntecler-Düte, bei denen die goldbraunen Äugen einen pikanten Gegensatz zu dem zarten wogenden Weiß bilden. And) die Schirm- ntobe beschäftigt sich mit beni durch die gespannte Erwartung auf das Werk Rostauds micber so populär gewordenen gallischen .Hahn: als Schirm'- und Stockgriffe, in Silber und Elfenbein gearbeitet, taucht die Gestalt Chanteclers auf, bisweilen fogar in Gold, dann mit kostbaren Juwelen ausgelegt und nur für ein Vermögen käuflich.

gesamt, einschließlich der sonstigen Einnahmen, 0,5 Millionen Mark 0,34 Prozent mehr erbracht. Hierbei ist zu berücksichtigen, daß der Monat März im Vorjahre einen Sonntag mehr und einen Werktag weniger hatte.f

Washington, 18. April. In einer Unterredung er­klärte der Sekretär des Aderbaudepartements, Wilson, cs sei im Lande genügend W e i z e n zu n o r ni a I c n P reise u vor Händen, nm Brot für die gesamte Bevölkerung lyerzustellcu, bis die neue Ernte einkomme. Der größere Teil des Weizens sei in den Händen der FarMer geblieben. Wilson wies aus den Berickyt seines Departements hin, nad) welchem am 1. März auf den Farmen rund 143 Millionen Bushels vorhanden waren.

<ßcrid>ts§aaL

L e m berg, 17. April. Das Schwurgericht verurteilte den Mörder des Grafen Badeni zum Tode durch ben Strang.

Eisenbahn infolge der Truppentransporte fast unmöglich Infolge­dessen werden die Schiffe geradezu gestürmt. Die Konsulate werden von Aengstlichen um die Herbeischaffung von ^Kriegsschiffen be­stürmt.

Konstantinopel, 19. April, 9.20 Uhr. Die Stadt ist ruhig. Die in der Umgebung stehenden Truppen sind, bis jetzt nicht einmarschiert.

Sofia, 18. April. Die Bewegung unter der Be­völkerung, namentlich unter den Offizieren, zugunsten eines Einschreitens Bulgariens gegen die T ü r k e i w ä ch st ständig.Netscherna Post" erklärt, da die Großmächte nicht wirksam intervenieren könnten, müsse Europa Bulgarien das Mandat übertragen, in der Türkei Ruhe zu stiften.

Täbris, 18. April. Meldung der Petersb. Telegr.. Agentur. Die Lage wird mit jedem Tage kritischer. Die Brotvorräte der Stadt werden nur noch ctioa vier Tage ausreichen.

Berlin, 17. April. Die Betriebseinnahmen der preußisch - hessischen S t a a t S e i s e n b a h n haben im März ds. IS. gegenüber dem gleichen Monat des Personenverkehr 0,6 Millionen Mark 1,63 Prozent weniger, im Güterverkehr 2,8 Millionen 'Diart 2,71 Prozent mehr und ins-

Klcinc Tageschronik.

3um Prozeß Moltke-Harden, der morgen stattfindet, erfährt dasB. T/, daß Graf Kuno Moltke zur Verhandlung erfdyeinen wird.

Das -Oberlandesgericht in B r a u n s ch w e i g hat die ^Berufung der Erben der Gräfen E i v r y gegen das Urteil des Landesgerichts in der Millionenerbschaftsklage gegen den König von Sachsen und den Herzog von Braunschweig als unbegründet ab- gewiesen.

Ein netter Kerl scheint der Inhaber Fro hlo f f der Fruchtzuckerfabrik Follenius in Hamburg zu sein, der webst seinem .Helfer W i cky m a n n gestanden hat. Wichmann war schon mehrere Male wegen Honigfälschung angeklagt, wurde aber stets freigesprochen. Interessant ist die Tatsache, daß Frohloff in Jmkerkreisen den Kunsthonig in schärfster Weise bekämpfte und |idj stets als Vertreter des reinen Naturhonigs aufspielte.

Am Samstag ist das 2000 Personen fassende Variete-Thcater in Wienerneustadt samt Garderobe und Dekorationen in­folge von Brandstiftung durch entlassene Arbeiter völlig ein- geäschert worden.

Bei den Ausränrnungsarbeiten in Al e s s i na stürztef vorgestern eine Mauer ein, wodurch 6 Arbeiter verschüttet tourben. Einer mar sofort tot, während die übrigen schwere Verletzungen erlitten.

Gestern fand in der Peterskirche zu RoM die Selig­sprechung der Jungfrau von Orleans statt. 'Ter Bischof von Orleans zelebrierte die Messe, bei der ihm dreizehn Karbinüle, darunter drei französische, assistierten. Anwesend waren außerdem 60 französische Bischöfe, sowie mehrere italienische, und andere ausländische, ferner der Her,zog von Alcneon, Verwandte des Papstes, endlich 30 000 französische Pilger und mehrere tausend Einheimische.

In Franca Leone in Ealabrien wurde Freitagabend 9 Uhr 45 ein starker Erdstoß verspürt, der unter der Bevölkerung große Bestürzung lyervorrief.

Das Endspiel des Fußballwettkampfes um den Pokal von Schottland in Glasgow endete mit einem Aufruhr, bei dem 60 000 Zuschauer das spielende Feld augriffeu und die Ge­bäulichkeiten in Braud steckten. Ucbcr 40 Personen, meist Schutz­leute, wurden dabei verletzt und mußten ins Spital gebracht werden. Als die Feuerwehr den Brand zu löschen versuchte, zer­schnitt die Menge die Sdyläudye und vertrieb die Feuerwehrleute. Die berittene Polizei wurde ebenfalls angegriffen, vermochte aber ben Pavillon, in dem sich die Spieler aufhielten, vor der Menge zu schützen. Der Aufruhr ist entstanden, weil sich die Fußball­spieler weigerten, ein unentidyicbcn gebliebenes Spiel auszutragen.

Ein Unbekannter bot der Regierung der Bereinigten. Staaten 100 000 Dollar, wenn sie das Verfahren gegen die Schmuggler von Damenkleidern niederschlage. Das Angebot ttnirbc abgelehnt.

19 1 . al'pt

Die neue hessische Wahlrechtsvorlage,

in.

Der neue Entwurf eines Gesetzes zur Abänderung der Art 67 und 75 der hessischen Verfassungsurkuude. In der Thronrede, mit der der Landtag eröffnet wurde, ist im Hinblick auf die Ver­ständigung, die im vorigen Landtage in den Verhandlungen der Gesetzgebungsaussdyüfse beider Kammern über die Fragen der Re­form des Wahlrechts angebahnt worden ist, der Zuversicht Aus­druck verliehen, bau im neuen Lanbtage die von der Regierung geforderte Voraussetzung für die Einbringung einer neuen Wahl­rechtsvorlage geschaffen werde. Ein Antrag der Abgg. Dr. Gläs- fing und Gen., Grvßh. Regierung au ersuchen, eine neue Wahl- rechtsvorlage auf der Grundlage des di retten Wahlrechts der Kammer baldigst vorzulegen, gab der Zweiten Kammer des neuen Landtags Anlaß, zur Frage der Wiedercinbringung einer Wahl­rechtsvorlage Stellung zu nehmen. In der Sitzung'vom 18. Dez. wurde der Antrag Glässing nicht nur einstimmig angenommen, son dem von der überwiegenden Mehrzahl der Redner auch der Wunsch zu erkennen gegeben, daß bet der Ausarbeitung der neuen Vorlage auf die im vorigen Landtage zwischen den Ausschüssen erzielte Verständigung über die wichtigsten verfassungsrechtlichen Fragen der Wahlreform geeignete Rücksicht genommen werden möge. Eine förmliche Bindung enthalten diese Erklärungen allerdings nicht: eine solche konnte und wollte die Regierung nicht verlangen. Sie leweisen aber, daß die große Mehrheit der Mitglieder der Zweiten Kammer auf ben Boden treten will, den int vorigen Landtag ihr Gesetzgebungsausschuß mit dem der Ersteit Kammer für die Erringung des direkten Wahlrechts geebnet hat. Die Regierung hat deshalb, audy keinen Anstand nehmen zu sollen geglaubt, durch diese Erklärungen die Voraussetzungen als erfüllt anzuschcn, die sie für die Wiedereinbringung der Wahlreckytsvorlage gefor­dert hatte, dies um so weniger, als die Erste Kammer in ihrer Sitzung vom 27. Febr. dem erwähnten Beschlüsse der Zweiten Kammer beigetreten ist.

Bei der Neubearbeitung der verfassungsrechtlichen Seite der Wahlrechtsreform wurde der Glässing'sche Vorschlag, der in ben Gesetzgebungsausschüssen der beiden Kammern im vorigen Land tage die Zustimmung der Mehrheit gefunden hatte, zu Grunde gelegt, obwohl er von dem Regierungseutwurf in einigen Punkten abweicht. Ihn die ungebahnte Verständigung nicht zu erschweren, bat die Regierung zunächst die im vorigen Entwurf vorgesehen gewesene Bestimmung, die ihr die Möglichkeit geben sollte, bei nicht vollständiger Ucbercinftimmung beider Kammern das Finanz­gesetz nebst Budget in der Gestalt anzunehmen, wie diese fick; aus den übereinstimmenden Beschlüssen der beiden Kammern ergibt, im neuen Entwürfe nicht wieder gebracht: sie hat aber and) auf die im früheren Entwurf vorgesehene Befugnis verzichtet, im Falle einer Versammlung der vereinigten Kammern die Ab­stimmung über das Finanzgesetz und das Budget auf die ein­zelnen Punkte zu besdyränken, hinsichtlich deren eine Meinungs­verschiedenheit besteht. Abgesehen hiervon deckt sich der Glässing- sche Vorschlag, was den Art. 67 betrifft, in der Hauptsadye mit der früheren Regierungsvorlage. Nur noch eine Llbweichung von dieser bedarf eingehenderer Erörterung.

In Ucbereinftimmung mit der Badischen Versassnngsurkunde sicht der Glässing'sche Vorschlag vor, daß beim Vorhandensein von Meinungsverschiedenheiten über einzelne Positionen des Haupt - voranschlags, wenn diese sich auf dem Wege der Rekommmnkation zwisckyen beiden Kammern nicht beseitigen lassen, die schließlick) in den dem Finanzgesetz anzuschließenden Hauptvoranschlag so ein­gestellt locrbcn, wie sie bei der nunmehr endgültigen Bcsclstuß- sassung der Zweiten Kammer festgestellt werden. Bei dieser Fassung erhebt lich die Frage, in welcher Weise nach endgültiger Fest­stellung des Hailptvorausdylags, der dock) nur eine Anlage des Finanzgesetzes bildet, dieses selbst zu Stande kommt. In der Tat sind inbezug auf die angeführte neue Bestimmung der Badischen Versassungsurttuibe bereits Zweifel hervorgetreten, inwieweit im gedachten Falle das Mitwirlungsrecht der Ersten Kammer beim Finanzgesetz geht, ob die Erste Kammer insbesondere, wenn sie das Finanzgesetz im ganzen nicht ablehnen will, das Finanzgesetz mit Verbcsserungsvorschlägcu an die Zweite Kammer so lange zurückgeben dars, bis eine Einigung erzielt ist oder die Zweite Kammer sich entschließt, den Entwurf im ganzen abzulehnen. Es empfiehlt sich nicht, eine neue Verfassungsbestimmung zu schaffen, welche von vornherein mit solchen Zweifeln belastet ist. Die Re­gierung glaubte, die Zweifel im Sinne der Gesetzgebungsausschüsse des vorigen Landtags dadurdy beseitigen zu können, daß sie in Anlehnung an die Württcmbergische Verfasfungsurkunde in ihrem neuen Entwurf eine Bestimmung vorsah, wonach im Falle der endgültigen Feststellung des Hauptvoransthlags burdy einseitigen Beschluß der Zweiten Kammer der entsprechend redigierte Entwurf des Finanzgesetzes nochmals an die Erste Kammer gelangen muß, i>ie ihn jedoch nur im ganzen annehmen ober ablehnen kann, unb wonach weiter im Falle einer foldyen Ablehnung bes Finanz­gesetzes im ganzen Durdystimmung in einer Versammlung der vereinigten Kammern stattzufinden lyat. Diese Bestimmung, die auch aus gesctzes- unb finanztechnischen Gründen den Vorzug vor dem Gläfjing'schen Vorschläge verbient, unterscheibet iidy vom letzteren rni Grunde nur darin, daß sie das Ablehnungsrecht der Ersten Kammer auf einen fpätcrcn Zeitpunkt hrnausfchiebt, um alle Schwierigkeiten bei der Beratung des F-inanzgefetzcs aozuschneidcn.

Im übrigen unterscheidet sich der meue Entwurf der Regierung vom Gläsfing'schcn Vorschlag nur noch dadurch, datz der erstere die Zahl der Rekommuilikationen scharf begrenzt, wahrend dies nach dem Gläsfüig'scheu Vorschläge nicht der Fall ist. Eine scharfe Begrenzung erfcheint aber im Hinblick auf die an das Scheitern einer Verständigung beider Soun em geknüpften weittragenden rechtlichen Folgen umsomehr geboten, als es an einer Instanz fehlt, die bestimmt, wann die Verstäiidlgungsveriuche als ge­scheitert zu betrachten sind.,

Der Art. 75 der Versassungsurkunde kehrt in der Fassung her früheren Regierungsvorlage wieder, weil die Regierung nach öie vor die verlangte ZweidrittelMajorität geber^anberen möglichen Majorität vorzieht nnb überdies der Gesetzgeoungsausschuß der Ersten Kammer die Amiahme dieser Maiontät zur Bedingung seiner Zustimmung zum Glässing'schen Vorschläge gemacht lyat.

Gesetzentwurf über die Landstände. v>n der neuen Gcsctzcs- ttorlagc, die Landstände betreffend, die, abgesehen von der unter Ziffer 4 erörterten Ergänzung, mit dem dem vorigen Landtage torgclegt gewesenen Entwurf übereinstimmt, ist verludst worden, :bie zwischen beiden Kammern hervorgetretenen Memungsver- 'Ichlicdentzeiten tunlickyst auszugleichen. Im einzelnen wird be- 'nCrFl.' Von besonderer Wichtigkeit ist die Zusammensetzung der beiden Kammern. Die im 32. Landtag cingebradyt gewesene Re- «ierungsvorlage hatte eine Erweiterung der Ersten Mamin er durch Berufung eines Mitgliedes des großen Senats der Tedmischcn Hochschule und von höchstens drei Bürgermeistern solcher Städte, Die Städteordnung haben, vorgesehen. Während hiMichtlidy der Berufung eines Vertreters des großen Senats der Techu Hoch- fiiyulc Ueberemstimmimg besteht, lyat die '-Berufung städtischer Bürgermeister in die Erste Kammer keinen Anklang gesunden. Man erachtete es vielmelyr als genügend, wenn die Zahl der vom Großherzog zu berufenden Mitglieder von 12 aus erhöht Briirbe. Der neue Entwurf läßt es hinsichtlich der vom Grotz-

£itcrariyd?e».

Stecher ts Ar m ec-Eintcilung ii n d Q u a r l i c r- I liste des deutschen Reidyshccrcs und der Kaiserlidyen Marine, nach dem Stande vom 1. 'JLpril 1909. Verlag von Karl Siegis MiMd, Berlin. Diese seit 50 Jahren regelmäßig erscheinende Armeeliste enthält eine tabellarische unb sehr übersichtliche Zu sammeiistcllung aller Truppenteile der deutschen Armee mit nament lidier 'Angabe der Eh ess iFnhaber , Koinniandeure unb Stande orte, sowie kurze Uniform-Beschreibungen u. v. a. Die Stcdycrt- sche Armee-Einteilung, bic gegen die letzte Ausgabe bcbcutenb er­weitert wurde, bringt solgeube neue Angaben: Die Mamin,in beurc der Bezirlskommanoos: die ctatsiiiäßigen Stabsoffiziere, Platzmüivrs, Adjutanten der Kgl. Prsinzen nnb deutschen Fürsten, ferner Besdyveibung der eingetretenen Uniforniänbernngen, sowie als loidytigffc Neuerung: eine Aneiennitötslistc der Generalität, der Obersten unb Oberstleutnants. Majore der Kavallerie und Felbartillerie, soweit sie Regiments Momiiiaubeurc sinb. Die Ab­teilungKaiserliche Marine" enthält bic PerjvItalien bes Bieichs mariue-Amts, bic Ober-KarnMnnbos nnb Inspektionen, die Küsten- Bezirke, Berwaltungsbchörbcn, Schutztrnppcn für bic Kolonien und eine genaue Liste Sr. Masestät Kriegsschiffe liebst Deplacement, Pferdekräfteil und Befatzungs-Etat.

April. Eine Massen flucht der Fremden hat hier begonnen, doch ist die Abreise mit der

aew

*

Ausschuß für die Errichtung eines Bi s marck-D enkin a ls auf der Elisen H L h e bet Bingerbrück. Die Preisrichter wurden govählt und 70 000 Mk. für Prälniierungszweckc zur Verfügung gestellt.

** Kleine Mitteilungen aus Hessen und ben Nachbarstaaten. In Bünghausen (Hiuterland) fielen zwei Knaben beim Spielen ins Wasser. Ein 9 jähriger Knabe ertrank, der andere wurde gerettet. Der Kaiser lyat die Patcnstcllc bei dem 7 S.'hnc bes Putvcrsabrikarbeiters Marl Schröber in Langenselbold übernommen. Ein tragisches Ende nah Ni in Dar in stabt der 56 jährige städtische Vorarbeiter E. W. Geiß. Als Frau Geiß nach dem Abendessen in ihres Mannes Zimmer tani, fand sie ihn bewußtlos vor. Der Arzt tonnte mir den Tod durch Ersticken seststellen. Ein Stückchen Fleisch fvar ihm im da 15 stecken geblieben.

--H- C i*; ttenn""S . m ;

April. ftiitj reihert Dr. Mhel"W lei DechvthM \tormnk em FeK W1 ' , Danfhauses W ' gen Jcsuitenhof.

ieftetn morgen V.® in seiner DolsM-?^ ob herbeiführten° ; hat bic iinhcilDolku mbe Derübt. j -chultheiß Ludwig' I irichtsvorstehn, licbergdegt. 3« p W Beulet h« 9Qv |

bu*eg Ii taie wurde» |

Cn 1711 Mk. &

Woche" ist d,° die «

!'e« '-I3*6* oerbimbcn'

ckehr eng ® M

lürde ,015 on1 ».

Märkte.

ko. Frankfurt a. M., 19. April. (Orig.-Telegr. desGieß. ?lnz.") Amtliche Notierungen bei heutigen Fruchtmarktpreise. Weizen Mk. 24.75-00.00, Kurhesfischer Mk. 24.0024.25, La Plata Pik.15.7526.75, Kansas Mk. 25.2525.75, Roggen (hiesiger) Mk. 18.5018.75 Gerste (Wetterauer) Mk. 19.0020.00, Franken, selber Mk. 19.0020.00, Hafer 18.0019.00, Mais Mk. 17.2500.00. Weizenmehl Mk. 34.5034.75, 0000, 2. Qualität Mk. 33.00 bis Mk. 33.25, 3. Qualität Mk. 31.0031.25, Noggenmehl o

Mk. 26.7527.00, l.QualitälsNtk. 23.7524.00, Weizenkleie Mk. 10.50 bis Alk. 11.75, Roggenkleie Mk. 11.7512.00, Maiskeime Mk. 00.00 bis Mk. 00.25, Franken, Pfälzer, Ried Mk. 19.7520.25. Alles per 100 Kg. ab hier.

fc. Frankfurt a. M., 19. April. (Telegr. Orig. - Bericht des Gieß. Änz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarkt» preise. Zum Verkaufe standen: 493 Ochsen, 36 aus Oesterreich, 50 Bullen, 0 aus Oesterreich, 726 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 260 Kälber, 207 Schafe und Hämmel, 178g Schweine, 5 Ziegen, 7 Ziegenlämmer, g4 Schafiämmer. Bezahlt wurden für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1. Qualität 7981 Mk., 2. Qualität 7275 Mk., 3. Qualität 6062 Mk.; Bullen: 1. Qual. 6668, 2. Qual. 6062; Kühe 1. Qualität 7274 Mk., 2. Qual. 5961 Mk., 3. Qual. 4850 Mk., 4. Qual. 0000 Mk., 5. Qual. 0000 Mk. Bezahlt wurden für das Pfund Schlacht­gewicht : Kälber 1. Qualität 97 bis 100 Pfg., Lebendgewicht 5860 Pfg., 2. Qualität 8895 Pfg., Lebendgewicht 5256 Pfg., Schlachtgew. 7375 Psg.; Schafe: 1. Qual. Schlachtgew. 70 bis 72 Pfg., 2. Qual. 6466 Pfg. Schweine: 1. Qual. 6869 Pf., Lebendgewicht 55,000,0 Pi., 2. Qual. 6700 Pf., Lebendgewicht 54,0-00,0 Pfg., 3. Qual. 62-66 Pfg., Lebendgewicht 00-00 Pfg. Geschäft bei Hornvieh gut, kein Ueberstand, bei Kleinvieh gut, kein Ueberstand.

vörsen-Wochenberichr.

Frankfurt a. M., 16. April.

Die zNversichtlickye Stimmung der Börse hat durch 'bic Bor - gäng-e in der Türkei wieder einen Tämpser evhälten. Er- neut tuurbe die Ausmcrksamkcit auf die Orientfragen gelenkt, die man schon gmiz für erledigt gehalten hatte. Die Haufscbewegung geriet durch die Nachrichten aus Konstantitwpel ins Stocken unb vorübergehend wurde sogar ein stärkerer Druck auf die Kurse ausgeüöt. fJtadybein die Nachrichten wieder beruhigender lauteten und man der Ansicht zuneigte, daß es sich bei den Vorgängen in der Türkei mehr um eine interne Angelegenheit des Landes handle, konnte an der Börse die zuversichtliche Stimmung wieder bic Oberhand gewinnen, bic Uniernehmungsluft blieb indessen beschränkt, da nwn sich auf Uebervchchungen aus dem WctterwüiLl

-»Hat

« maÄ-it tigen °hle vcr- Ivie QirlL^W LK der, daß Lfc? Trachien h)iebeÄC1,e ben ieV5V8t*»« sM

KSSt ! U * *itei 1 r- .SettniBHos ° btr SWgetaftM | Jä<nb6ü^ettien| Wt MIM jut»,,! 1 von 20 bis 50 Ml 8 3en können, die {dbfil en wollen.

"ittagi/,3UhrlandeM Dlejen ein in FraiikI vln der Gondel beM Ürtillcrieossizier von i war hinausgeströM' I M dem niM A ' Zurück. Tie hninr; | Vegetation foiw?J ;5 Steinobstes sich p" I nemte steht in Ar- I 'ch die Rechnung mit: |

Der Provinzial. W ftimmte nach längere:11 eisters Ruß-Gernl.' > ir die Fürsorgekasse k | übernehmen und bw J izustellen. Ein Ack jl jelber der Provinz- I wurde abgelehnt, h I namentlich der Lei- g Fn letzteren nmräin niten: Kreis Ächm» «Dir., Kreis Sieburgl W., Kreis Grotz-Tem» loon trägt dfe ProviaM

Europas immerhin noch glaubt gefaßt machen zu müssen Ebenso wie die Politik gibt aber audy die allgemeine W i r t scha f t s I a ge iwch Anlaß zur Zurückhaltung. Tie 'Kadiridyten aus bei- heimischen Industrie lassen nody immer nicht ben lang erwarteten entsdyeiben ben Umschwung zum Besseren erkennen, wenn audy vereinzelt von regerer Nachfrage für Kohle und Eisen in vimitct. Tic Ar­beitslosigkeit lastet unverändert auf den versdyiebenen Ckbicten btX' Arbeitsmarttes unb audy in brr Lanbwirtfchast fängt bic Wicbcranfimhme der Arbeiten int Freien nur ganz langsam an. Etwas bessere Nachrichten kommen aus Amerika, namcittlid) vom dortigen Eisenmartte. Zum erstenmal seit langer Zeit wirb wieder eine Steigerung des Roheisenpreises gemeldet und da audy die Metall märktc in langsamer Äustvärtsbcwegung sich befinden nnb ber Bahnverkehr zunimmt, glaubt man deutliche Anzeichen für einen Aufschwung der Wirtschaft!idyen Verhältnisse zu haben, was audy in ber festen Haltung der s)i c tu harter B ö r s e zum Ausbruck gelangt. Vorübergehend zeigte fidy zwar audy dort in dieser Woche eine merkliche 'Jlbfdyioädiuug, bad) dürfte dafür ben Hauptanlaß bas große Falliment einer Brokerfirma gegeben haben. Der große Weizencorner des Speknianten Patten dürfte in Ncmpork und (Slyicago wohl nach weitere Opfer for­dern, wenn cs diesem Faiseur wie bisher gelingt, feine Pläne erfolgreich durchzuführen. Tie europäischen Zfcschäftskrcisc sollten fidy solche turbulenten Vorgänge, wie sie sicky an den amevika - nischen Märkten von Zeit zu Zeit wiederholen, zur Warnung dienen lassen und bei spekulativen Beteiligungen mit größter Vorsicht zu Werke gehen. Tie Vorgänge am amerikanischen Weizen - markt erlangten übrigens auf die Haltung der euwpäisdyen Börsen kaum einen Einfluß. Eine wertvolle Stutze hatten diese in den Gel b v e rh ä l t n i s s e n, die weiter an Flldssigkeit gewonnen haben. Tie Aussichten für eine Tiskont-Hcrabsetzuug der Reichs- bank sind zurzeit noch wenig günstig; weil bic Ansprüche an unser Zentralnotcninstilut noch recht groß sinb, bic fremden Tevisenkurfc keincstvcgs günstig stehen und die Politik im Aus-

fort. Ein Teil von Tarse liegt in 'Asche. Auch in Alexandkchsse dauern die Unruhen an. Drei türkische Panzerschiffe sind auf dem Wege nach Mersina.

Konstantinopel, 19.

ben,

SM

Voranösichtliche Witterung für Hefieu am Dienstag dem 20. April: Fortdauernd heiler und trocken. Wann. 'Jlörblidyc Winde.

Vriginal-Dvahtmel-ungen.

Ko n st a n t i n o p e l, 18. April. In Deputiertenkreisen wird morgen der Sturz des Kabinetts erwartet, dessen Stellung angesichts der Lage unhaltbar scheint.

Ko n st a n t in o p el, 18. April, 121/2 Uhr nachts. Es verlautet, daß die m a z e d 0 u i s ch e u T r u p p e u zurzeit laugsam gegen die Hauptstadt vorrücken und iuöguck)crwcisc noch tut Lause der Nacht eiuziehen werden. Die Truppen verlangen, wie es heißt, die Absetzung des Sultans. Offiziere sollen drohende Telegramme an den Sultan gerichtet haben. Die Stimmung der hauptstädtisdyen Truppeu ist sehr niedergeschlagcu; sic bereuen ihr Vorgehen und werden vermutlich bett einzicheudeu mazedonischen Truppen keinen Widerstand entgegensetzen Die Stärke der vor Konstantinopel befindlichen mazedonischen Truppen soll gegenwärtig 20 000 Mann betragen. Ihre Zahl dürfte bis Tagesanbruch 30 000 erreichen, da alle halbe Stunden neue Truppentransporte eintreffen.

.Konstantinopel, 19. April. Ter russische .Kreuzer Teretz hat ami Freitag abend den Bosporus passiert. Sein Ziel ist der 'Piräus.

Konstantinopel, 19. April. Di c Unruhen in Adan a haben aufgehört, doch dauern diejenigen in Tarse

. . _ Vorwoche im allgemeinen ettvas gehoben, ein Zeichen, daß die Hausse Interessen vorerst vorherrsdyend bleiben.

Privatdiskonto 2l/i6°/o.