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18/06/1909 Zweites Blatt
 
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-ericht hatte den Angeklagten seinerzeit freigesprochen, weil an­geblich der Wahrheitsbeweis erbracht sei und ihn: der Schuh des § 193 zugebilligt wurde. Infolge der von der Staatsanwalt- schäft eingelegten Berufung erfolgte das heutige Urteil der Straf lummer.

R. B. Darmstadt, 17. 3utii. Das Schwurgericht »erhandelte in ,einer heutigeit nicht össentliri^en Sitzung gegen sten 21 Jahre alten, ans Böhmen stammenden und hierin Stellung befindlichen Kellner Otto^Schusier tvegcn Notzuchtversnchs Der Angeklagte beging die zeit am 16. März d. I ans dem Wege vach Ebcrstadt, wo er ein auf dem Heimweg befindliches Mädchen vergewaltigen suchte. Ein des Weges kommender Mann vcr- aitelte seine Absicht und nahm ihn fest. Betr. des Notzucht^ uersiichs nmrde Schusser sreigesprochen und wegen tätlicher Be Ilndrgung zu 6 Monaten Gefängnis, abzüglich 3 Monaten Untersuchungshaft, verurteilt. Tie Verhandlung dauerte bis **/23 Uhr.

Berlin, 17. Juni. Die Verhandlungen gegen den Sekretär der deutschen Gesandtschaft in San di a g o, Bectert, der der Ernrordung des Gesandtschafts-Por- tners, sowie der Brand,tistung usw. beschuldigt wird, hat, wie die Vos,. 3tg. hort, mit der Verurteilung des Angeklagten zum 3 ob e geendet. Bechert stellte auch während der Verhandlung jede Schuld rn Abrede, luurbe aber durch die vorliegenden Indizien hr htnrnchend uberstihrt erachtet. Das Urteil wird jedoch ver- niutlich an Bechert nicht vollstreckt, sondern ans dem Gnaden- ivege in lebenslänglichen Kerker umgewaudelt werden.

Kiel, 18. Juni. s)iad) viertägiger Verhandlung wurde gestern das Urteil des Kriegsgerichts gegen die An­geklagten vom Kreuzer Danzig gesprochen. Kapitän- leutnanl Habenichts erhielt wegen Misjbrauchs der Dienslgewalt iciid ungenügender Beaufsichtigung von Untergebenen einen sechs­tägigen Kammer-Arrest. Der Maschinist Milde wurde wegen Miß- biau0)5 der Dienstgewalt zu drei Tagen mildem Arrest ver- »itnlt. Die übrigen Angeklagten wurden hauptsächlich wegen liRilitarlschen Diebstahls bestraft, begangen durch Ansertigenlasscn >'»n Baus- und Ziergeräten aus eigenmächtig mitgenommenem, der Marine gehörigem Metall durch Untergebene. Der Ober-- Ingenieur Nvggensack wurde zu 4 Monaten Gefängnis und Dienst entlassung, der Maschinist Roggah zu 4 Monaten Gefängnis und Degradation, die übrigen 6 Deckosfiziere zu gelindem Arrest von

Tagen bis 6 Wochen verurteilt.

Paris, 17. Juni. Die Prinzessin Sagan, neb. Gould, wurde von der letzten Instanz zur Zah- laiig von 200 000 Fr. verurteilt für den Perlen- schnruck, bcu ihr früherer Gatte, der Graf Castello, br bellte als die Ehe noch nicht geschieden war.___________________

Sport

F e l d b e r g f e st. Am nächsten Sonntag findet das Feld- le.rgsest statt, das in diesem Jahre einen besonders zahlreichen Gesuch aus Tnrnerkreisen erwarten läßt, da größere turnerische Wettkämpfe innerhalb der Deutschen Turnerschaft nirgends staii- i'nden. Als Wettübungen Hub Freihochsprung, Weitsprung, Stein slcrsjen. Laufen über 100 Meter imb eine Pflichtsreiübnng gewählt eorben. Tie Wertung geschieht an 17 verschiedenen Uebungs- ol ätzen von etwa 60 Kampfrichtern nach der Deutschen Wetturn- irbnung. Beim Hochspmng zählen je 5 Zentimeter über 1,20 steter, beim Weitsprung und Steinstoßen je 10 Zentimeter über I Meter 1 Punkt. Beim Lausen zählt jede V .. Sekunde, die wein !PT als 16 Sek. gebraucht wird 1 Punkt (12 Sek. - 20 Punkte. 11(10 Wettnrner sind bis jetzt gemeldet, darunter fo(ri)e aus- iliitgen, Stuttgart, Würzburg, Siegen, Mannheim, Ulm, Neuß, Münster usw. Sie treten morgens 6'/,. Uhr am Brunhildisselsen t 17 Riegen an. Es folgen allgemeine Freiübungen und dann i. *' Wetturnen Von 12 Uhr mittags ob fechten zahlreiche Spiel- .iblcilungen Wettspiele aus und um 1 Uhr singt die Gaiisänger- mhoit des Main-Taunusgaus, die aus 18 Gesangsriegen besteht, .-ivei Massenchöre und zwar:Das Deutsche Lied" von Kalliwoda iiiibDas Turnerlied" von W. Kleinschmidt.

- Prinz H e i n r i cb Fahr t. Gestern vormittag von 11 Uhr ab sind die an der heute zu Ende gehenden Fahrt letl- ii lMenden Automobile in der Münchener Vorstadt Giesing iiirgetroffen, von wo ans sie nach dem Forstenrieder Park zur schnelligkeitsprüfung fuhren. An der Spitze der Wagen bewegte it) derjenige der Oberleitung und der des Prinzen .Heinrich von lr eußen. Tie Strecke für die Schnelligkeitsprüfung ist 5' _> Klm. hng. Längs dieser Strecke hatte sich eine große Bvltsmenge ein- ° i linden, dlach der Schnelligkeitsprüfung fuhren die Automobile liMd) dem Münchener Ausstellungsplatz, wo sie zunächst unter­bracht werden. - Bon den zur Fahrt angemeldeten 113 Fahr- i lagen haben 92 das Ziel in München erreich t. Sämtliche Lagen und Insassen befanden sich in äußerst guter Verfassung. Ilie Schnelligkeitsprüfung im Forstenrieder Park, die abends 5 Uhr ii Ende erreichte, verlies ohne jeden Unfall. Die besten Er- c leitijse erzielten: Monson > O pc lji 2 Min. 46,4, K ommerzien - jiii : Opel (Opel1 2 Min. 53 Sek., Nenmaier iBenz) 2 Min.

Sek., Willy Pögc iMercedes 3 Min. 10,6 eef., Graf Mr.'rander Kolowrat (Lanrin) 3 Min. 36,4 Sek., Gitschow -Mer- Icrg ksi 3 .Min. 26 Sek.

Todes-Anzeige.

Allen Verwandten und Bekannten die schmerz- H liche Nachricht, daß gestern nach kurzen), schwerem U Leiden unser unvergeßlicher Sohn und Brllder | Hans Weber H im Alter von 16 Jahren sanft entschlafen ist.

Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Joh. Weber.

B Gießen, Schützenstr. 18, den 18. Juni 1909.

B Die Beerdigung findet Samstag nachm. 3 Uhr von B der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. 04544

Danksagung.

Für die wohltuenden Beweise herzlichster Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste sagt innigen Dank

Familie L. Löwenstein.

Ruttershausen, den 18. Juni 1909. 3508

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Marktstrasse 11.

K iel. 18. Juni. Bei der gestrigen Segel-Wettfahrt um den französischen Eintonner-Pokal siegte die deutsche JachtW i n d s v i e l 1 2" zum dritten Male und gewann damit den Pokal. Tie französische JachtTrilby" passierte als zweite, die dänische JachtAlbatros" als dritte das Ziel: die schwedische JachtElga" belegte den letzten Preis.

Reichsgerichtsbrief.

Nachdruck verboten. I. S. Leipzig, Juni 1909.

Aussteuer s argen.

Auf Grund des § 1620 B. G.-B., welcher den Vater tzur Gewährung einer angentesseneu Aussteuer im Falle der Ver­heiratung einer Tochter verpflichtet, hatten zwei verlobte Töchter des Privatmannes W. in Blasewitz Klage gegen ihren wegen Ehebruchs geschiedenen Vater aut Auszahlung von je 5000 Mark erhoben. Die eine Klägerin ist mit einem Architekten, die andere mit einem Obermonteur verlobt.

Das Landgericht Dresden hielt eine angemessene Aussteuer in Höhe von je 2500 Mark für begründet, das Oberlaa des- g e r i ch t Dresden erhöhte diese ans je 3000 Mark. Die vom Beklagten gegen das oberlandesgerichtliche Urteil eingelegte Re­vision hatte keinen Erfolg und wurde vom 4. Zivilsenat des höchsten Gerichtshofes zu r ück g cwiesen. In seinen Ent­scheid u n g s g r ü n d e n legt der erkennende Senat dar, daß der Aussteueranspruch allerdings erst init der Verheiratung zur Ent­stehung gelange, jedoch kann auch Klage ans künftige Leistung erhoben werden, wenn den Umständen nach die Besorgnis ge­rechtfertigt ist, daß sich der Schuldner der rechtzeitigen Leistung entziehen werde. Im vorliegenden Falle habe das Obcrlandcs- gericht in llebercinftimmung mit dem Landgericht angenommen, daß diese Besorgnis gerechtfertigt sei. Denn der Bellagte habe sich der Unterhaltspflicht seiner aus der ''geschiedenen Ehe stam­menden und mit ihm entfremdeten Töchter fortgesetzt zu ent­ziehen gesucht. Diese Ausführungen des Vorderrichters seien nicht zu beanstanden. Richtig sei es allerdings, daß die Aussteuer in den natürlich beweglichen Sachen und nicht in Geld zu verstehen fet. Allein der im t? 242 B. G.-B. ausgesprochene allgemeine Grundsatz, daß die Leistung so zu bewirken sei, wie Treu und Glauben mit Rücksicht auf die Verkehrssitte cs fordern, gelte auch für die Erfüllung der gesetzlichen Aussteuerpflicht (Juristische Wochenschrift 1906 S. 458 Nr. 11 und Rcichsgcrichtscntsch. vom 11- Februar 1909 IV. 271/08). Was die Verlobten der Klä­gerinnen anlangt, so habe das Berufungsgericht mit Recht be­rücksichtigt, daß beide junge Techniker seien und als solche eine Fachausbildung genossen hätten, die ihnen das Einrücken in leitende Stellen oder die selbständige Ausübung eines Gewerbes ermögliche.

Kleine Tagcschronik.

ßjeftern wurde auf dem Ausstellungsplatz Leipzig-Eutritzsch in Anwesenheit des Königs v. Sachsen die 23. WanderanS- st e l l n n g d e r d e n t s ch e n l a n d w i r t s ch a i t l i ch e n G e s e l l- sch a ft durch den Vorsitzenden der Gesellschaft, den Prinzen Johann Georg von Sachsen eröffnet.

Gestern ist das Empfangsgebäude und der Güterschuppen auf Bahnhof Lauten bürg abgebrannt.

Citerarifcbes»

D i c F o r t s ch r i 11 c d e s deutschen Schiffbaues. Im Verlage von SDobbing u. Co., Berlin S. W., ist soeben ein Werk: Die Fortschritte des deutschen Schiffbaues unter besonderer Berücksichtigung der Entwickelung der Flotte des Norddeutschen Lloyd in Bremen erschienen. Die Anregung zu der Herausgabe dieses Werkes hat die im verflossenen Jahre in Berlin abgehaltene deutsche Schiffbau-Ausstellung gegeben, deren vollendet schönes Bild bewiesen hat, in wie hohem Maße sich der deutsche Schissbau und die ihm verwandten Industriezweige entwickelt haben. Welchen Einfluß aber eine große Schiffahrtsgesellschaft auf die Entwickelung dieser Industrien ausüben kann, ist in dem jetzt erschienenen Werke in Wort und Bild veranschaulicht worden. Nicht allein die Werft- arbcit an den neuesten Ozeandampfern sowie deren Jnnenans- ftattung ist beschrieben worden, ionbmi auch die Entwickelung der mannigsachen für den Schiffbau und den Reedereibetrieb in Be­tracht kommenden Industrien, die ihre Technik immer weiter ver­bessert und den Schiffswerften so immer neue Fortschritte er­möglicht haben. Weiterhin ist in dem Werke dargelegt, tzvie durch das ständige Anwachsen der Schisssgrößen und Geschivindig- teiten die Hafen-Einrichtungen, die Lösch und Lade-Gelegenheiteit, die Tockanlagen sich vervollkommnen mußten: kurz, es ist ge zeigt worden, welch großer technischer Hilfsmittel eine moderne Großreederei wie der Norddeutsche Lloyd in Bremen bedarf und in welch umfangreichem Maße sie verwendet werden. Das um­fangreiche Werk ist nebeneinanderstehend in deutscher und eng lischer Sprache gedruckt.

Paul Hage: Armin, Germaniens Befreier. Verlag von Peter Hobbing m Darmstadt 1909. In dieser Lebensbeschreibung wendet sich der Vcrsasser in erster Linie an die deutsche Jugend: ihr will er, ohne die verwerflichen Eigenschaften der Vorfahren zu übersehen oder zu verschweigen, einen Spiegel urgermanijchen

Heldentums vor Augen halten. In die iithaltliA) wie stilistisch gleich gute, aus wissenschaftlicher Grundlage beruhende Darstel­lung sind frei erfundene Episoden verwoben, die dem Zeitgeist angepaßt sind und in anziehender Weise die leider nur spärlich vorhandenen Quellen sinngemäß ergänzen. Unterhaltend und belehrend zugleich gibt das Merkchen nicht nur treffende Charak­teristiken der redend und handelnd eingeführteu Hauptpersonen Armin, Tusnelda, Segcstes, Varus', sondern auch zuverlässige Belehrungen über altgermanische staatliche Einrichtungen, über religiöse Gebräuche, über Rechtsprechung, Bewaffnung, Kleidung, Lebensweise u. dgl. m., und zwar alles in solch sesselnder Form, daß ein denkender Schüler das Schriftchen kaum ans der .Hand legen wird, ohne es zu Ende gelesen zu haben. Gesunde Vater­landsliebe durchweht das Ganze. In unaufdringlicher, schlichter Art sucht der Verfasser dem Leser zum Bewußtsein zu bringen, daß Einheit und Einigkeit stark machen und deutsche Manneszucht befähigen, den Kampf mit jedwedem Feinde aufzunehmen. An uns aber ist cs, derer in dankbarer Ehrfurcht zu gedenken, die unser Volk in schweren Zeiten durch Kampf zum Sieg geführt haben. Ter größten einer ist Arminius: Zur 1900jährigen Gedenkfeier seines Befreiungssieges über die Römer hat Hage von ihm ein Lebensbild entworfen, dem in jeder Haus- und Schülerbücherei ein Ehrenplatz zukommt. ck.

Märkte.

fc. Frankfurt a. M., 18. Juni. Heu- und Strohmarkt. Angefahren waren 10 Wagen Heu und 1 Wagen Stroh. Bezahlt wurde für Heu Mk. 4.80.5.30, Stroh Alk. 3.000.00. Alles je 50 Kg. Tie Zufuhr kam ans den Kreisen Gießen, Friedberg und Dieburg.

fc. Wiesbaden, 17. Juni. Heu- und Stroh markt. Angefahren waren heute 16 Wagen mi t Hen und Stroh. Alan notierte: Heu (altes) 10.00 -10.40, neues 5.600.00 Mk., Stroh (Richtstroh) 7.00-7.60 Alk. Alles für 100 Kilo.

Gießener Wetterdienst.

Voraussichtliche Witterung für Hessen am Samstag dem 19. Juni: Teilweise heiter und trocken. Nachts kühl, am Tage warm. Nördliche Winde.

Griginal-Drahtmel-ungen.

Münster, 18. Juni. (Amtlich.) Um 6 Uhr heute früh hat der D-Zug 128 Berlin-Vlissingcu bei Dülmen ein Fuhr­werk mit 3 Personen überfahren. Die Insassen wurden ge­tötet.

S u 11 g n r t, 17. Juni. Ter 3 5. Kongreß für innere Missio n findet vorn 4.7. Oktober int Anschluß an das Bundes­fest des Süddeutschen Jüitglingsbundes statt.

B r e m c n , 18. Juni. Tie heute hier angefomntenen eng- l i s ch e n G e i st l i ch eit wurden von dem Bürgermeister M arkns und einer großen Anzahl Handelsherren in der Empfangshalle des Norddeutschen Lloyd empfangen.

Reval, 18. Juni. In seinem Trinksvruch dankte der Kaiser für den liebenswürdigen Empfang an Bord des Stau­da r d, der ihm ein neuer Beweis für die herzlichen Beziehungen zwischen den beiden Fürsten und ihren Häusern sei. Ich trinke auf das Wohl Euerer Majestät, Ihrer Majestät der Kaiserin und der ganzen kaiserlichen Familie und ebenso auf das Gedeihen des russischen Reiches!

Reval, 18. Juni. Bei der gestrigen Abendtafel brachte der Zar folgenden Trinkspruch aus:Ich freue mich, Eure Majestät willkommen heißen ztt können in Erwiderung der Gastfreundschaft, die mir vor zwei Jahren in Swine- münde erwiesen wurde und die mir unvergeßlich Meinen wird. Ich freue mich der traditionellen Beziehnngen herz­licher Freundschaft, die nicht nur zwischen unseren beiden Häusern, sondern auch der Allgemeinheit herrschen. Ich trinke auf die Gesundheit Eurer Majestät, Ihrer Masestät der Kaiserin, das Wohlergehen der ganzen kaiserlichen Fa­milie und auf die Wohlfahrt des Deutschen Reiches."

Paris, 18. Juni. Tie Lenker der Kraftomnibusse verwahrten sich in einer heute nacht abgehalteneu Vea'sammliing gegen die schlechte Behandlung und drohten mit dem Ausstand.

Paris, 18. Juni. Ter Schuster Wilhelm Voigt wurde, einer Meldung aus Nane y zufolge, dort in deutscher O s f i z i e r sn n i f o r m , aber mit einem F ö r st e r Hut, aus der Ausstellung festgenommen. Nach Feststellung seiner Perso­nalien mußte er Zivilkleider anlegen und wurde dann entlassen.

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Bilanz am 31. Dezember 1908.

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An ausgeliehenen Kapitalien:

a) gegen Obli­gationen

b) gegen Bürg­schaft

c) Güterkauf­geld Wertpapiere nach dem Kurse vom 31. 12. 1908'

Kassenvorrat Ausstände Mobilien nach 5 % Abschreibung

392 923.69

36 767.58

113 346.66

9 935.86

12 752.07

19 500.37

49.16

Passiva. JfC

Aufgenommenc

Kapitalien 552 270.80

Bankguthaben 52.50

Stammguthaben

der Mitglieder 17 531.51 Reservefonds Ende

1908 3 829.59

Betriebsrücklage

Ende 1908 6 242.96

Reingewinn 1908 5 348.03

585 275.39 585 275.39

Mitgliederstand Ende 1907 ........ 76

Zugang 1908 ............ 3

1

Abgang 1908 ............ 1

Stand Ende 1908 ........... 78

Der Vorstand:

Wilh. Otto II., Direktor. JoHs. Stroh, Kontrolleur. Hch. Ad. Lindenstruth III., Rechner.

General - Versammlung in der Wohnung des Rechners Samstag den 26. Juni 1909, mittags 1 Uhr.

Tages-Ordnung:

1. Vorlage des Revisionsberichts 1908.

2. Vorlage und Ab hör der Rechnung 1908.

3. Ergänzungswahlen.

4. Beschlußfassung über die Verwendung des Reingewinns.

5. Verschiedenes. 3498!

Wilhelm Bell off II., Vorsitzender.

Wiener gesucht.

Zur Bedieniuig der städtischen Wage am Neustädter Tor wird zum alsbaldigen (Sintritt ein Wiener gesucht. Mil der Stelle ist eine monatliche Vergütung von 45 Mk. verbunden. Geeignete Be­werber wollen ihre Meldung unter Angabe ihrer näheren Verhält­nisse binnen 8 Tagen hierher einreichen.

Gießen, 16. Juni 1909. b>/6

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

J.V.: Keller.

Bekanntmachung.

Dem Gr. Gerichtsvollzieher Geißler zu Gießen ist weiterer Urlaub bis zum 15. September d. Js. unter Beibehaltung seines seitherigen Vertreters, des Gerichtsvollzieher - Aspiranten Drodt dahier, erteilt worden. 3499

Gießen, den 17. Juni 1909.

Der Präsident Gr. Landgerichts der Provinz Oberhessen.

I. B.: B ü ckl n g.

Julius Schulze

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