©Iga Desmonö und Heeren.
Der Rechtsbeistand der »Nackttänzerin* Fräulein Olga Desmond, RechtSawalt Dr. Richard Treitel, bittet um Wiedergabe eines Schreibens, das er an den Abgeordneten Roeren gerichtet hat. Der Brief lautet:
Euer Hochwohlgeboren
beehre ich mich namens und im Auftrage dcS Fräulein Olga DeSmond folgendes ergebcnst mitzuteilen: Bei der Begründung der Jntervellaliou Roeren betreffend »Tie Verhinderung der Schau- nellungeu nackter Vertonen" haben Sie im Abgeordnetenhause am 13. Januar nach den übereinstimmenden Berichten der TageSpressc folgendes erklärt:
..Der Begründer dieses weltumstürzenden Unternehmen-.- ist ein junger Mann von einigen 20 oder vielleicht 30 Jahren, und er will diesen Zweck erreichen durch die Tänze, die ein nacktes Frauenzimmer in ihrer Schainlosigkeit vor dem Publikum aus* führt."
ierner:
„Tenn es ist doch niemals bestritten worden, daß die Haupt- aftcuriii in völliger Nacktheit ausgetreten ist." ferner:
.Ich trage den Minister, ob er nicht auch mit der Allgemeinheit die öffentlicheii Tänze eines nackten Frauenzimmers für eine UnsitUichkeit hält." ierner:
-Wenn der Minister ohne ein Gntachten über die Tänze eines nackten Frauenzimmers nicht auskominen kann, usw."
Es bedarf keiner Darlegung, daß Sie mit Ihren Aeuberungen über die ..Hauptakteurin' auf meine Mandantin abgezielt haben. Und es bedarf ferner keiner Darlegung, in wie schwerer Werse Sic durch Ihre unter dem Schutze parlamentarischer Immunität gebrochenen Worte meine Mandantin beleidigt Haden. Sie mögen über das The,no, das den (Gegenstand der Interpellation bildete, also über Schaustellungen nackter Personen denken, wie Sie wollen, und werben trotzdem ,zugeben, daß man, selbst wenn man Ihren Standpunkt sachlich teilt, keineswegs berechtigt »ft, Künstlerinnen, welche sich m den Dienst einer neuen Bewegung stellen, derartig persönlich zu verunglimpfen und in breitester Oeffentlichkeit mit Schmutz zu bewerfen. Tie ölotiue bei Künstlerin, sich der neuen Bewegung anzuschließen, stnb Ihnen eben- sowemg bekannt wie bas Vorleben meiner Manbantin. Ich hoffe -daher, daß Sie nach nochmaliger Durchsicht besten, was Sie gestern - trotz der allgemein bekannten Anwesenheit meiner '2)lonbanim aus der Zuschauertribüne — im Abgcorbnctenhause gesprochen haben, erkennen werden, daß Sie über den Rahmen des unter gebildeten Menschen Ueblichen und Zulässigen weit hinausgegangen sind, und daß Sie den Schaden, den Sie angeiichiet haben, „ach bestem Können qutzumachen, bestrebt sein werden. Ich brauche Ihnen nicht auSemanderznsetzen, daß Sie sich in den Augen anftänbigei Menschen nichts vergeben, wenn Sie ein von Ihnen begangenes Unrecht, daß Sie als solches erkannt haben, nach Möglichkeit gut- zumachen suchen. Ich bitte Sie, von der Tribüne des Parlaments herab die Ehre meiner Mandantin, die Sie aufs schwerste ange- riifien haben, wieberherzustetteii. Die Art und Weise darf ich Ihnen überladen, nur bitte ich um möglichst baldige Erledigung.
toollie dem Wunsche, besten Berechligung Sie sich nicht werben oerschlieven können, nicht itattgegeben werben, so bari ich Sie als Ehrenmann wohl erlucbeii, die gegen meine Manbantin erhobenen .Vorwnrse außerhalb des Abgeorbnetenhanses \u wiederholen, damit meine Manbantin in der Lage ist, den Schul; der besetze in Anspruch zu nehmen. Ich sehe Ihren umgehenden Aeußennmcu eutgegcn.
Der Abgeordnete dioccen hat dem RcchtSanwatt bei Tänzerm Olga Desmond mit »echtem Rlannesrnuf geantwortet:
Auf Ihr gefälliges Schreiben vom 14. b. M. erwiedere ich er- gebenst, dm; ich es ab lehne, mit Ihrer Mandantin Olga Des mond bircll oder indirekt über meine parlamentarische -tätigten in eine Korrespondenz mich emzulaffen. Hochachtungsvoll:
cm - .... Roeren.
Man sieht, bau die Immunität der Abgeordneten nicht immer ein Bürge für Anstand und Wahrhaftigkeit Im hat sich Herr Roeren durch jein Schreiben selbst ge-
Kurpfuschern in einen Topf werfen möchten. Aber das tut -nichts, la herite est en marche!
Weil die Bewegung für Z^schräntung der Kurierfreiheit ab feiten ihrer Vorkämpfer wesentlich gegen die Natur- heilkunde gerichtet ist, deshalb wehrt sich letztere gegen die Aenderung des bestehenden Rechtes. Denn in den Augen der Schule ist einfach jeder ein Kurpfuscher, der nicht approbiert ist, also v B. Thure Brandt, Rausse, Hahn, Balzer, Kneipp, Hessing, Paschen, Rikli usw. Dieser Begriff des Kurpfuschers ist zu verwerfen, denn er umfaßt aUe die approbierten Kurpfuscher nicht, die mit Voriichc Geheimmittel erfinden und zu verbreiten trachten. Wilk man die Kurierfreiheit ein- schränken, was durchaus erwünscht wäre, dann verbiete man 1. jedes Geheimmittel (lasse aber, wenn man das will, gewerblichen Schutz neuer Erfindungen, Zusammensetzungen rc zu — eine sehr zweifelhafte Einrichtung! , 2. jedes Verschreiben von Mitteln, die im Verkehr nur in Apotheken oder Drogerien zu haben sind, durch nichtapprobierte Personen — beides bei empfindlichen Geldstrafen, int Wiederholungsfälle bei Freiheits- und Geldstrafen? Auch verbiete man die Anwendung der Hypnose ieder Form durch einen Nichtapprobierten bei gleichen Strafen Die Natur- Heilkunde wird diese Einschränkung der Kurierfreiheit mit Areuben begrüßen; denn dann können sich ihr die wahren Kurpfuscher und Geheimmittelschwindler nicht mehr an die Rockschötze hängen und andrerseits bleibt es den approbierten Medizinern allein erlaubt, ihrem Wahn zu leben und mit Gift zu heilen!
Wir haben vorstehende Auslassungen abgebruckt, obgleich wir im allgemeinen einen anderen Standpunkt einnehmen. Daß eine rationelle Naturheilmethode nicht mit Kurpfuscherei in einen Topf geworfen werden darf und ExistenzberechtiAUtm hat, erkennen wir an, das scharfe Vorgehen gegen die Schulmedizin können wir dagegen nicht gutheihen Es gibt doch mich schon sehr viele Schulmediziner, die Let sehr vielen Krankheiten ohne Verordnung von Medikamenten auszukommen suchen, mit solchen nur eingreifen, wo sie es für durchaus notwendig halten.
Wir glauben fmtnr, daß der Artikelschreiber im stunde sein wird, die gute Wirkung einzelner Medikamente in Abrede zu stellen. Einen empfindlichen Mangel haben wir allerdings in Deutschland, daß nämlich neue chemische Verbindungen nicht von einer Reichskommission auf ihre toxische und Heilwirkung geprüft werden, bevor sie dem Handel übergeben werden. Als bestes Mittel gegen die schädigende Wirkung der vielen Krankheitserreger oder „Bakterien" möchten wir eine Kräftigung und Förderung der Widerstandskraft des Körpers empfehlen, wie sie durch rationelle Ernährung, Turnen, jeglichen Sport, Wasser- und Luftbäder herbeigeführt wird. Insofern sind auch wir für ein Naturverfahren oder Körperkräftigungsverfahren.
Mir möchten dem Artikelschreiber empfehlen, es doch einmal mit einem Schulmedizincr zu versuchen. Er wird finden, daß dieser auch schon sehr häufig Packungen, Schwitzkuren, Bäder usw. verordnet und daß in dieser Beziehung ein ständiger Fortschritt slottfindet. Wir glauben, daß auch er versöhnlicher sein würde, wenn er die heutigen Schulärzte näher kennen lernte.
Herr Dr. Richard Treitel, Rechtsanwalt beim Kgl. Landgericht I sandte im Auftrage und in Vertretung seiner Mandantin Fräulein Olga DeSmond ein ErwiderungS- schreiben an den Abgeordneten Roeren, besten Text er der der „Transcontinentalen Korrespondenz* zur Versügung stellt:
Herrn Geheimrat Roeren, Mitglied de? Hanfes ber Abgeorbneten, Hochwohlgeboren, Abgeordnetenhaus.
Euer Hochwohlgeboren
beehre ich mich auf baS Schreiben vom 15. Januar 1909 folgendes zu erwibern:
Ich stabe mir nicht erlaubt, Euer Hochwohlgeboren zu bitten, sich über Ihre parlamentarifche Tätigkeit mit meiner Manbantin Fräulein Clcta TeSmonb bireft ober iiibircft in eine Rorrefpon- denz einzulaffen. Ich bat Euer Hochwohlgeboren vielmehr — nnb dieses Ersuchen erlaube ich mir nunmehr nochmals an Euer Hochwohlgeboren zu stellen —, vonbn Tribüne dcS Parlaments bie Ehre meiner Manbantin, bis Sie aufs Schwerste deleibigt haben, wieber herznsiellen, ober:
bie gegen meine 9P<inhantin erhobenen Vorwürfe außerhalb des Abgembnetenhaufes zu wieberholen, bamit meine Manbantin in der Lage ist, den Schutz ber Gesetze in Anspruch zu nehmen.
Ich sehe Ihrer gefälligen Rnckäußemng auf diefes bestimm« formuberte Ersuchen ergebens! entgegen imb habe bie Ehre zu sein Euer Hochwohlgeboren ergebener
Tr Richarb Treitel, Rechtsanwalt.
cflcrkbtsfaaL
6 Grünberg, 17. Jan. Wie groß dieZigeunervlage in unserer Gegend ist, zeigte die gestrige Verhandlung des Schöffengerichts Zwei Zigeunerinnen kamen vor ca. 4 Wochen in Beltershain zu einer Bauersfrau, die allein zu Hause war. Während die eine bettelte, stahl bie andere aus den Hosen des Mannes 200 Mark. Zum Glück merkte die Frau gleich den Diebstahl, ließ die Zigeunerinnen verhaften und kam dadurch wieder in den Besitz des Geldes. Die Diebinnen wurden zu 5—6 Wochen Gefängnis verurteilt.
FC. Darmstadt, 14. Jan. Nach beirr Bürgerlichen Gesetzbuch § 2277 ist die über einen Erbvertrag aufgenommene Urkunde nach Maßgabe des § 2246 verschlossen mit einer Aufschrift versehen in besond-nn amtlichen Verwahrsam zu v. hm en, sofern nicht die Parteien das Gegenteil verlangen. Tie Aufhebung des Verschlusses und Entnahme aus der amtlichen Verwahrung ist, wie aus obigem Paragraph zu intcrbretteren ist, nur mit Genehmigung ber beiden Teile ohne die Folge des Paragraphen 3256 BGB. — Widerruf — nach sich zu ziehen, zulässig. In analoger Anlehnung hieran bat das Landgericht Darmstadt gestern entschieden, daß auch die Entnahme der Urkunde nur zu vorübergehendem Zwecke, z. B. Erteilung einer Abschrift nicht auf einseitigen Antrag, sondern nur in beiderseitigem Einverständnis zulässig sei. — Unter den nach der Zivil Prvzest Ordnung § 850 Pos. VII. der Pfändung entzogenen Pensionen der Witwen und Waisen und denselben aus Witwen- und Waisenkasten zukommenden Beträgen, sind nach dem strengen Wortlaut des Gesetzes nur solche Ansprüct>e zu verstehen, die den Witwen und Waisen auf Grund von Gesetz oder Vertrag an eine Kasse fortlau send zu ihrem Unterhalt und Rllcksicl)t auf die Dienste ihrer verswrbenen Ernährer unmittelbar zu stehen. In analoger Anlehnung an diese Auslegung hat das Landgericht Darmstadt gestern entschieden, daß auch die Ansprüche an städtische Armenkassen oder die Landes- waisenkasse für Verpflegung von Waisen auf Grund eines Verpflegungs-Vertrags als Erziehnngsgelder nach § 850 Pos. VII. der Hivil-Prozeß-Ordrmng zu betrachten und hiernach einer ge- richtlrck>en Pfändung entzogen seien. Für bie Unzulässigkeit der Pfändung ist es also irrelevant, oh die Ansprückic den Waisen direkt, ober einem Tritten, der die Pflege übernommen hat, wie z. B. in einem Pensionsverhältnis, zu stehen.
Münster, 16. Jan. Tr. meb. Hugo Hauer, der jetzt in Berlin praktiziert, wurde pon ber Strafkammer in Münster wegen tätlicher Beleidigung einer Ehefrau aus der benachbarten Bauernschaft zu vier Monaten Gefängnis verurteilt. Strafschärfend kam in Betracht, daß Tr. H. schon einmal wegen ähnlichen Vergehens vorbestraft war.
Itzehoe, 16. Jan. In dem Prozeß gegen den Hausvater Eolander der Mabcheucrziehungsanstalt bei Glückstadt und besten Ehefrau wegen Mißhandlung der Fürsorgezöglinge wurde der Angeklagte zu neun 'JJl o u a t e n (Gefängnis verurteilt; Die Ehefrau wurde freigesprochen.
vermischtes.
* Die Witwen von Radbod Daß bei der Verteilung der Spenden für die Hinterbliebenen der Radbod- Katastrophe die unehelichen Kinder und nicht offiziell getrauten Frauen unberücksichtigt bleiben sollen, trifft, wie die Verwaltung der Zecl>e Radbod der „Rh.-Westf. Ztg." mitteilt, nicht zu. Die Venvaltung schreibt dein genannten Blatte hierzu: Tic Angriffe gegen die Verwaltung der Zeche „Radbod" fafCen insofern bereits in sich zusammen, daß nicht sie selbst, sondern das Hilfskomitee unter dem Vorsitze des Oberpräsidenten der Provinz Westfalen die Verteilung der Mittel übernimmt. Von einer Unterstützung der Zeche durch diese Sammlungen kann demnach nicht geredet werden. Was die Falle der unehelichen Mütter anlangt, die von verunglückten Bergleuten Nachkommen besitzen, so findet gerade die gegenteilige Uebung statt. Was besonders die Behandlung unehelicher Kinder und deren Mütter anlangt (es liegen noch mehrere Fälle ähnlich), so ist nach der Darstellung der Verwaltung der Zeche Radbod zwar auf einer Konferenz, die sich mit der Licbesgabenverteilung beschäftigte, seitens eines Teilnehmers die juristische Seite der Frage erörtert und dabei das Bedenkliche betont worden. Es war aber gerade die Verwaltung, die dafür ein trat, daß die ganz klar liegenden Fälle unehelicher Gemeinschaft nidit auSgesckfteden werden sollten. Int Gegenteil wurde betont, daß, da das Gesetz eine Rente an fohim Mütter und Kinder allerdings nicht zulasse, die betreffenden Familien besonders günstig behandelt werden sollen. — Diese Nachricht wird allerseits mit großer Befriedigung aufgenommen werden.
* Moderne Kirchc. Eine Kombination von Wolken lratzer, Krrck)e, Bureaugebaude und Warenhaus wird feilens der deurfck>en evangeltfp'-proleslantifchen Kirche in Pitts- bürg geplant. Die Gemeinde besitzt ein wertvolles Grundstück im .Hauptgesckuiftsieile der Stadl. Auf demselben will sie ein vterzehnstöckiaes Gebäude errichten, dessen Fasfade ün Kathedralen-Slil gehalten sein, und dessen mutiere Stockwerke für lira-riche Zwecke eingerichtet werden sollen. Zn den übrigen 5iodm:itcn sollen Geschaftebureaus und ein Warenhaus eingerichtet werden. Tic Baukosten werden auf anderthalb Millionen Dollars veranschlagt. Tas Grundstück wird allein auf vier Millionen Dollars bewertet.
* Verglicht. „Haben Sic das gelesen, Herr Ionas? In dem StandaiV' Oil Prozeß ist es raus-getommen, daß Roae- feller 74 ToäNergesellfcktaftcn bat!" — „Tas ist noch gar nichts. Ehe ich meine sechs unter Die Haube kriegte, hab ich mindestens 174 Tochtergefetijchafreu geben müssen?"
handel.
- Bank von Englanv Tie Bank van England hat ihren ieilen Zin iß von 2\. •; 3 Prozent erhöht
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sinkende Zinssätze bringt zu einer Disu ^'."hrS-.ing geschritten nr-erben mußte. Ter Ausgangsputrft für die DiskontsteigerMg der englischen Notenbank nrirb in der Gold Politik der Bank von Frankreich gesehen Man sagt, daß Frankreich englisches Gold an sich zog, haupnächlich zu Zwecken der neuen Russenanleihe. Ucbrigens hat auch Englatü) schon seit Schluß des vergangenen, und erst recht feit Anfang dieses Zobres eine sehr wcitgcl>enbe- Emissionstötigkeit entfalte- Auch fr?ir>t es. man wolle nicht., daß das PrivotkaMtal sich allzu stark in der neuen russischen Anleihe engagiere. Jedenfalls waren die Leiter der englischen. Zentralnotenbank um ihren Goldbestand besorgt, sie haben bie, Tisbmtschraubc angezogen, um eine möglichst rasche und intensive, Verstärkung dieses Bestandes berbei^uführen. Mit der TiSkant-. stcigerung lommt die Bank wieder zum gleichen Satz, wie bie Bank von Frankreich, die Jahre bindurck und auch zur Zeit der stärksten Geldkrifis im Herbst 1907 einen nierbigeren Diskontsatz höckty als das englische Institut.
Spielplan der vereinigten Sranfiurter Stadttheater.
Opernhaus.
Montag den 18. Jan. 'j: „Ter fliegenbe Holländer/ Dienstag ben 19. Jan.: „Ter tapfere Soldat.' Mittwoch ben 20. Jan^ abenbS halb 8 Uhr : „Cavalleria rnsticana.“ Hieraiä: .Der Baja^o.^ Tom'-rstag ben 21. Jan.: ,2a Bobsme.* Freitag ben 22. 3an. gefchloffen. SamStao ben 23. Jan., nackmittaas halb 4 Uhr: „Sonnengnckchen." Abends 7 Uhr: „Ter tapfere Soldat/ Sonntag ben 24. Jan., nachmittags balb 4 Uhr: ,6.onnengucfdien.e Ab-nbs 7 Uhr: „Violetta." Montag beit 25 Ian. geschloffen. Tienstag ben 26. Jan.: „Hofimaims Erzählungen/ Mittwoch ben 27. Jan.: 4. 91bonnement-Romcrt.
Schauspielhaus.
Monlaa ben 18. Jan.'): „Tlacbeth." Dien-tag ben 19. Jan.: „Robert und Bertram/ 1'httwoch ben 20. Jan : ,Tlacbctb.e Donnerstag den 21. Jan, abends balb 8 Uhr: .Ein SommernachtS- traum." Freitag den 22. Jan., abends halb 8 Uhr: .Tie Raben- fteinerin/ Samstag den 23. Jan.: .Tte Tante mit ben Lilien/ Sonntag den 24. Jan., nachmittags halb 4 Uhr: „Tic Tür ins Freie/ Abends 7 Uhr: .Die Tarne mit den Lilien/ Montag den 25. Jan.: „Robert und Bertram/ Ttcn5taq den 26. Jan.: „Tie, Tarne mit den Lilien/ Mittwoch ben 27. Ion.: „Götz pon Berltchingcn/ TonnerStag ben 28. Jan., abenbS halb 8 Uhr: „Was ihr wollt" Freitag ben 29. Jan., abends halb 8 Uhr^ .Ein ContmernachlStranm."
•) Anfang, wenn nidit anders bemerkt, abends um 7 Uhr.
Wöchentl. Ueberiicht der Tod-zfSUe L d. Stadt Gießen.
1. Woche. Vom 1. bis 2. Januar 1909.
Einwohnerzahl: angenommen zu 30 400 unfl. 1600 Dlann Tlilitär), Sterblid)keitSziffer: 3,45' nach Abzug von 1 Ortsfreutbeu' 1,71 7««.
Kinder
ES starben an: Zusammen: Erwachsene: tut vom
1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr Rose 1 (1) 1 (1) - —
Diabetes __1___1 —__—_____
Summa: 2 (1) 2 (1) — —
Au tu.: Die tu Klammern gefetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte 51 raufe kommen.
Meteorologische Beob rchtnngen der Station ließen.
Januar
1909
-^Barometer auf 0" rebuziert
Temperatur ber Lust
Absolute Feuchtigfcil
Relative Feuchtigfeu
=
Z- Z
Winbslärke
Wetter
Höchste Temperatur am 16. Jan. bis
Riebrigste
16.
Handel
Bör*e, 18. Januar, 1.1 ä Uhr.
3%
do.
3>$0/e Konsola
3%
do.
3-6 Portugiesen
III
111.80
148 00
86.50
63.60
98.45
17.75 145 30
123.50
Elektriz. Lahmeyor . . . Elcktnz. Schlickert . . . Esch weil er P.ergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk Hamburg-Amerik Paket! Uarpener Bergwerk.
Laurabütte.....
.Nordd Lloyd . . . .
Obetschles. Eisen-Industrie Berliner Handeltiges. . . Darmstädter Bank . . . Deutsche Bank . . . . Deutsch-Asiat Bank . . Diskouto-Kominaudit. . . Dresdner Bank . . . Kreditaktieu.....
Baltimore- und Ohlo-
Eiseulahn.....
tioltbardbabu.....
Lombard. Eisenbahn . . Uestcrr. btaatsbabn . . . Pnnce-Hcnri-Eiaenbahn
194.(0
201.50
17.7d
91.50
146.00
94.85 85 70 94.85 85.70
94.10 93.20
9815 97 90 92.95
104.65 56 5U 57.75 97 20
92.70
146.20
3-6°/, Hessen.....
3-4°/, Oberhessen . . . 1 ?, Oesterr Goldrente.
4*/, % Oeeterr. Silberreute 4% Ungar Goldreute . .
4% Italien. Rente . . . 3^ Portugiesen Serie I
223 90
111.50
Januar. Antangskuree.
Harpener Bergwerk. . Laurabütte . . . . Lombarden E. B. . . Nordd Lloyd . . . . Tdrkenlose.....
120.00 11990 188 20 189.60 11290 194.70 20150
91.50 97.00
169.80 128 20 242.30 134 35 181.20
148.00 198J0
Sonnenscheilt^f Klarer Hnnmel Beb. Hnnmcl
Frankfurter
SM’/, Reichsanleihe . .
Hörne, 18
. . 177.40
. . 128.10
. . 242.10
4^"/, russ.Staatsanl. 1905 4%°l0 japan. htaatsanleibe 4 % Cour. Türken von 1903 Türken1 ose ...... \% Griech. Monopol-Anl. . 4 % äussere Argentinier . 3°/, Mexikaner . . .
\‘AtiU Chinesen .
Aktien:
Telefonische Kuraber^c de des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie, Giessen,
Bochum Guss . . . Buderus E. W. . , Tendenz: fest
Berliner
Canada E. B. . ,
I farmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . .
Tendenz fest.
17. Jan. = 4-4,3’ C.
17. , - 4- 0.5” C.
17.
9»
755,5
4.1
4.7
77
W
17.
9" ।
757,4
1,4
4,5
89
w
18.
7"
757,0
0,7
4,7
96
8
2 1
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