Ausgabe 
19.8.1909 Erstes Blatt
 
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' (iinc Diktatschreibmaschine soll, wie au§ London

htversuche.

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5 über Fciedbm Zum Bürg« 'fe Kirchenrcch.

)ec Segenfan

k>erzogspai! igetroffen. ft lchtigen Flagg»i

Vorstadt Beiü:» e Töchterchk, >erke hoch in bn! es bald barn

Luftschifsahtt.

Der Militär-BallonGrosz II* setzte gestern vor- jlig die Versuche mit Funken-Telegraphie fort. Der Ballon um 103/< Uhr vorn Tegeler Schießplatz auf und fuhr ui den in einer Stärke von 8 bis 9 Metern wehenden direkt nach Berlin, kreuzte hier längere Zeit und kehrte , [2 Uhr 20 Min. über Moabit zurück. Vor der Abfahrt r t da§ Luftschiff mit seinen "Apparaten vom Staatssekretär rtiirg eingehend besichtigt.

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» t fam, schrieb er mir kurz vorher auf einer Postkarte: ich doch den Vorsitzenden ersuchen, derselbe solle Lilicncron , Vortrags Abendantipven", wenn cs genug ist,sonst gr 333 i Stunden ui iufinitum". . . .

Fach dem Franksurter Abend war ich mit meiner Frau zu Liliencron-Nachfeier in den Saton einer Frankfurter Schrift ।tin geladen. Um ein Uhr nachts wurde ich von der yon-r^ ।gebeten, irgend etwas zu rezitieren undunmcrllich" nur j cron'schc Dichtungen übcrzugehen. Als Detlev das jedoch . pQt, zog er sich mit einer Flasche Rotwein in einen kleinen zM, r-Salon zurück. Meine Frau und ein paar andere Damen j2:sn ihm dahin. Als das Rezitieren im .Haupt-Salon kein £ nehmen wollte, erhob sich Lilicncron, lugte durch die Por- Sjt und richtete an meine Gattin die Frage:Herrgott, ist M immer noch von mir ?"

i Ziese Selbst-Ironie machte ihn so liebenswürdig!

DcrmiMücs.

"Die Affäre derBankdirektoren" Echter- ii er und Grünsfeld zieht weitere Kreise. Gegen den len Willi Lauser schwebt bereits Voruntersuchung wegen lse zu den Manipulationen. Auf Antrag der Staats- tschaft ist auch die einzige Angestellte der Trcuhand- ! schäft, Bietz, verhaftet worden. Frau Bietz, die schon re in einem Dienstverhältnis zu Echtermeyer und r.sfeld steht, wird beschuldigt, von dem ganzen be­nschen Treiben ihrer Ehefs Kenntnis gehabt zu haben ihnen zu den Betrügereien Beihilfe geleistet zu haben. iccheiMarianne, d-ie. in der "Rahe von Babina in Böhmen, lit Pilsen, liegen soll, scheint ebenfalls eine Grün- } Echtcrmcvers zu sein, lieber die Zeche Marianne ,-reits das Konkursverfahren eröffnet worden. Wegen uges bei der Unterbringung dieser Kuxe schwebt seit aten die Voruntersuchung. Gegen die Vorstandsmit- _r der Gewerkschaft Marianne, Hauptmann a. D. von . und Kaufmann Thiessen, sind Haftbefehle beantragt. 'Boni Neu ter ha use. Dein unhaltbciren Zustande, daß

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;t, so weil lic K? I end bezeichnete, » über ihn, "M Zl 5 Zorn von M Jndwsigkeit n wir na» l g, daß in M on Bulach-E n Temcnii- SU r -A-gründnng r ein Gebot MZ 'Etlichen h gegenüberunR Korkominnw, M . fthltc, AurdmkZ

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itct°n'f zM.I

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Verdingung des Ausbaues von Wegen, Gräben, Durchlässen re.

. In der Zusannnenlegungssachc von Krofdorf - Gleiberg so bmejnsban der neuen Wege, Graben, Durchlässe und Acaurer- Gv s Montag den 23. August 1909, vormittags 11 , Mr, m Der G»chriuschait Freund zu Krofdorf öffentlich verdungen weroen.

Ter Ausbau vorgenannter Arbeiten ist aus rd. aivuu -utr.

,r[ u, . onöQicilngt.

vfibte I ili> . Der Kostenanschlag und die Zeichnungen liegen aut dem «eine, 1CLnif .. ^jnüerburcQn Wetzlar, Parisergasse Nr. 20, onen und ^mmen ..rtW I, von 81 Uhr vormittags und von 3o Uhr nachm.ttag^>

' :ol*9el)en werden. rrM7

Betzlar, den 14. August 1909. _ . Jt ;s

Königliche Svezialkomnnssion I.

Bekanntmachung.

23etr.: Kommerzienrat öcickclbci'u - Stiftung.

Aus der Kommerzienrat ^etchelbelm-^tlstung und am. 1. Jto* Mc1909 1164 Mark zu verteilen. Nack § 3 der StistungEkunde Patn zur Bewerbung nur zugelassen werden.

L> Personen, die während des «veldzugs 1870/71 int Milttar- verhnltnis gestanden haben und

hl Frauen und Kinder solcher Perwnen, 11Mh

vnAi>gesetzt, dan sie einer derartigen Unterstützung würdig und tWxiö sind und vom Tage der Betverbnng ab rutfroniia oereeb- nr° tntbciteiiö zwei Jahre ununterbrochen in Gienen gewohnt haben.

... Bewerbungen sind bis zum 30. ^evtember d. Y. 'm Burger- "sÄrreigebäude, Zimmer 'Jir. 1a, schrntlich ober wund!ich elnzu T<tom unter Vorlage der ine Erfüllung der Bedi n g un gen nach - neinten Papiere und ärztlicher Bescheinigungen über etwa le vttwctc Sh:anfheilen. di$/

; Sieben, den 17. August 1909. . . _ D 16

Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

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ul dem Renteihause zu Eisenach Erinnerungen au deii be dsten plattdeutschen Dichter und solche an Richard Wagner ich nebeneinander finden, soll nun endlich ein Ende gemacht n. Der VereinFritz Reuter" in Eisenach ivill das Richard iL-Museum, das mehrere Räume des Fritz Reuter-Hanses in cnch nimmt, in anderen Lokalitäten in der Nähe des Bach- t unterbriufleu und die sreigeivordenen Räume des Reuter-- Wohn- und Slerbehauses wieder in ihren alten Zustand . Nur Neulers ArbeitS- und Schlaszimmer zeigen noch daS n , D^evräge; dagegen ist aus den anderen Zimmern des der vcrisasicl. . gehörigen .Hauses sämtliches '.Mobiliar verkauft

ub im Eilz-j mticn. 'Dion will jetzt durch eine öffentliche Bekanntmachung Manu, der w Kr in den Besitz dieser Gegenstände gelangen und sie an ihre hi mliA finh m- « clöite bringen. Zu diesem Zweck bittet man alle, die Gegcn- 1 11 1 ; jiÄte aii-5 Dem yieuterlmnfe besitzen, diese nicht lücitcr zu uer- 5 IM Hauplbü ü|^ , bannt der 'Jiiicffanf nicht noch mehr erschivcrt ivird.

lerroef mit Mch. Eine D i kl a t s ch r e i b m a s ch i n e soll, wie aus London

tekiict ivird, 'Marconi erfunden haben, d. h. eine Maschine, die neu Phonographeii und eine Schreibmaschine so vereinigt, daß :ä|iii emen 2rid)tcr hineingesprochene Wort unmittclbnr durch Mcchreibmaschine in Schreibmaschinenschriit wiedergegeben wird. imini)crbnr das klingt, unmöglich ist eine solche Konstrnklion um 11-5 nicht, obwohl inan annehmen muß, daß die erforber« Mai Apparate ganz außerordentlich kompliziert sind. Näheres die Funktion selbst ist bisher nicht zu erfahren gewesen, und men wird jedenfalls gut tun, trotz der technischen Möglichkeit an tsnilastischen Ansslihrnng noch solange zu zweifeln, bis durch das I fciuieiit der Beweis der Wahrheit geliefert worden ist.

'Eine Stadt, in der man nachts schlafen muß. . Waragould im Bundesstaat Arkansas ist soeben eine neue Bill t nni racbt worden, nach der bei Gefahr einer Geldbuße in den : äm 'n von Mitternacht bis 4 Uhr morgens sich auf den Straßen Mrcute blicken lassen dürfen, welche einen guten Grund hierfür fc. Für Kinder besteht bereits die Bestimmung, daß sie um M zu Hanse sein müssen.

M'Tie gestohlenen Grundstücke. In höchster An,- Wg kam vor einigen Tagen der in New Bork wohnende John stnge'- nach der Polizeistation gelanien und meldete Dem Mrenden Kapitän, daß ihm zwei ivertvolle Baustellen gestohlen Ter Hüter des Gesetzes glaubte im ersten ^Augenblick erneu 8» "kranken vor sich zu haben, als aber sein Besucher iviederhott

NS, daß seine Angaben ans Wahrheit beruhen, stellte er .^e Nachiorschnngen an. WieEomminger ihm erzählte, erstand ä i'v einigen Tagen zwei schöne Eckgrnndstücke zu ^peknlations- wtit v. Es waren zwei prächtige Baustellen, die er sehr uorteil- WHHaidt hatte. Vor wenigen Stunden begab er sich zn seinen erworbener. Baustellen und luolltc Messungen vornehmen liflt, wer aber beschreibt sein Erstaunen, als er statt der beiden Mn:c(leu nur zwei umfangreiche Aiisschachtungen vorimib. AL.eud der Nacht hatten bisher unbekannt gebliebene Räuber MB'cbrcid), welche-? sie wahrscheinlich zn Anffnllnngszwecken bc- nötkicn, heimlich weggeschafst, »mb nichts war dem armen ^»ninflcr übrig geblieben, als .'in tiefes, ttetes Loch.

I ' L p o r t i n E h i n a. Die Sohne des Pimmels sind bcflei- er. . l*t( Eportsliebhaber. Sie haben zwar eine ausgesprochene crocicn 1^17 Jlhiiniq gegen alle Svortgattnngen, bte starke körperliche nb pcn'önliiÖ--

Anstrengungen und Gefahr in sich schließen, sie fechten nicht, sie boxen und ringen nicht, daiür aber pflegen sie voll Eiier Ballipielc lind vor allem den Rudersport. Auf den Flüssen iverden zahlreiche Regatten abgehalten; die Preise, so erzählt der Ostasiatische Lloyd, bestehen aus einem gebratenen Ferkel, ans seidenen Fahnen, aus alten Silbcrge'äßen oder Lampen mit alte» Inschriften, vor allem aber in Blumen, in vielen Blumen. Daneben heben die Ehinescn besonders den Grillenkamv'. Die SportSdegeisternng erreicht dabei leidenschaftliche Höhen. Im Dunkel der Nacht werden Grillen gesangen, dann in vergoldete Käfige gesperrt und hier mit großer Sorgfalt bis zum Kampftage gepflegt und ernährt. Tie Kämpfe finden out öffentlichen Plätzen oder m Theaterräumen statt Ter Kamps spielt sich in einem großen vstaskasten ab. Vorher werden die Grillen sorgsam gewogeii und je nach Farbe und Große in Klasien eingeteilt. Im Publikuin bilden sich dann Parteien, die diese oder jene Grille zum Favoriten erheben. Eine Grille, die viele Gegner niedergernngen hat, wird bann .Triumphator", und wenn sie stirbt, ivird sie feierlich in einem kleinen Sildersarg beerdigt. Der Besitzer der siegreichen Grille aber erhält sein gebratenes Ferkel und allerlei Trophäen, die er dann am Altäre seiner Ahnen aiifhängt. Taneben sind auch Hahnenkämpse und Kämpse wilder Tauben sehr beliebt.

Kleine Tageschronik.

Ein LehrlingcinesKölnerBankhauscs.der einen 10 000 Mark enthaltenden Brief auf der Post auf liefern sollte, ließ sich denselben vom Schalterbeamten zurückgeben und ver tauschte ihn mit einem mit Papier gefüllten Briefe. Er flüchtete dann, nachdem er das Postbuch im Geschäft abgeliefert hatte, ins Ausland. Als der Briefempfänger den Schwindel meldete, war der jugendliche Spitzbube über alle Berge.

Ein geheim nisvoller Fund, der noch der Aufklä­rung bedarf, wurde in einem Keller des Hauses Gabelsbcrgcr- straßc H in Wilmersdorf gemacht. Man entdeckte dort am Diens­tag eine große Kiste mit scharfer Munition, die vermutlich von einem Diebstahl in der Gewehrsabrik Spandau herrührt.

Gütern Feuer fielen in Hagen nicht nur sämtliche Haus­vorräte der Bau- und Möbeltischlerei Loessc, sondern auch drei benachbarte Wohnhäuser zum Opfer. Dreizehn Familien wurden obdachlos und verloren fast ihr ganzes Mobiliar. In Herford wurden die großen Lagerbestände der Ge­schäftshäuser der Buchhäitdlerfirma Bodenbach und Menkl/of ein Raub der Flammen.

In K r e n z n a ch'wurde beim Spick das siebenjährige Söhn­chen des Maurers Schiffer in Weinsheim auf dem Kirchhof von einem umstürzenden Leich en steine erschlagen.

In einer Anzahl der an die Strohgäu-Wasserversorgung an- geschlossenen Gemeinden des Bezirkes Leonberg in Württemberg ist eine Typhus-Epidemie ausgebrochen: Leonberg selbst ist, da es eigenes Trinkivasser besitzt, verschont geblieben. Die Zahl der Erkrankten, die zum größten Teil im Leonberger, zum Teil and) in Stuttgarter Krankenhäusern untergebracht sind, wird auf 80 bis 100 beziffert.

Starke Gewitter find in den letzten zwei Tagen über Antwerpen und Umgebung niebergegangen. In der Provinz Antwerpen sind ztvei Personen vorn Blitze erschlagen worden.

Ein Boot, in dem zwei Herren und drei Damen einen! Ausflug auf dem Gardasee bei Salo macksten, ist gesunken. Alle Insassen, mit Ausnahme des Bootssührers, sind ertrunken. Letzterer wurde verhaftet.

Die Leiche des Bergführers Wyß, der zwei Damen auf das Faulhorn begleitete und auf dem Heimwege, um schneller vorwärts zu kommen, durch die Felsen 'beim oberen Gletscher ab­steigen wollte, und abftürzte, wurde im Bergeibach bei der Grimsel- alp gefunden.

General B o o t h, das Haupt der Heilsarmee, zog sich eine septische Vergiftung eines Anges zu und begab sich auf den Rat seines Arztes in eine Heilanstält; er hofft aber, aus ihr bald wieder frei zu kommen.

Die Russin Tatiana Lcontie, die im Jahre 1906 in Interlaken den russischen Minister Durnowo ermorden wollte und statt dessen den Pariser Privatier Müller erschoß, ist als unheilbar wahnsinnig in die Irrenanstalt Münsingen gebrackst worden.

Tas englische F l a g g s ch i f fA g a m e m n o n" ist bei Schieß­übungen vor der Themsemündnng auf Grund geraten.

Tie Stadt Dera Ghazi Khan im Punjab scheint un­rettbar dem Untergang geweiht, weil der Indus unaufhörlich breite Streifen des Landes, mit denen täglich Häuser, Hütten und Moscheen in den Strom sinken, wegschwemmt.

lüiiift und Wissenschaft.

In Anwesenheit des Prinzen Engen, sowie zahlreicher Ge­lehrter des In- und Auslandes wurde gestern m Stockholm das physikalisch-chemische Laboratorium der Nobel-Stiftung, das sog. ArrhennlS-Jnstitut, eingeweihl.

Märkte.

td. Gießen, 19. Ang. Tie Zufuhren an Heti in unsere Stadt haben nach Ausiveis derILastwagen in den letzten 14 Tagen nachgelassen. Ter Preis für die Ware schwankt je nach deren Güte znnschen 4.70 bis ö Mk. der Zentner. Vorjährige Ware, die allerdings mir noch in einzelnen Ladnngen zu haben ist, kostet Alk. 1. mehr.

fc. Franks u r t a. M., 19. Aug. (Telegr. Orig. - Bericht des Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungeil der heutigen Vieh m arkt- preise. Zum Verkaufe standen: 26 Ochsen, 00 ans Oesterreich, 2 Bullen, 0 aus Oesterreich, 92 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 824 Kälber, 106 Schafe und Hammel, 624 Sckiveine, 5 Ziegen, 0 Ziegenlamm, 6 Schaflämmer. Bezahlt wurden für 100 Pfund Schlachtgeivicht: Ochsen: 1. Qualität 7880 Alk., 2 Qiialität 7375 ' Alk., 3. Qualität 6466 Mk.; Bullen: 1 Qual. 6365, 2. Qual. 6062; Kühe 1. Qualität 72-00 Mk., 2. Qual. 5961 Alk., 3. Qual. 4345 Alk., 4. Qual. 0000 Mk., 5 Qual. 0000 Mk. Bezahlt wurden für das Psund Schlacht- gew.: Kälber 1. Qual. 86-92 Pfg., Lebendgew. 5054 Psg., l.Qiial.76-85Pfg.,Lebendgcw.45-50Vfg.,Schlachtqew.7074Psg., Lebendgew. 40-44 Pfg.; Schase: 1. Qual. Schlachtgew. 80 bis 00 P,g 2. Qual. 6872 Pfg. Schweine: 1. Qual. 7477 Pf.,

erforderlich:

36 Wintcriovven

36 Winlerhosen

18 Tnchmäntel

36 Müyen

36 Sommerjovven

36 Sonnncrhosen.

Die Uniformftütfc erhalten die für Stranenbahnen tonst üb­lichen Abzeichen. Der Verwaltung bleibt die Wahl derselben vor- bchalten.^^.entcn roerheit hierdurch ausgefordert, der unterzeich­neten Verwaltung bis zum 1. September d. Is. bemusterte Offerte zu unterbreiten. Weitere Auskünfte erteilt das städt. Elektnzt- tätöiugt-fcen, 16 2tufluft ^gog. Bl7/s

(Stöbt. Elektrizitätswerk Gießen.

51 ölte.

Bekanntmachung.

Betrifft Uniformen für das Fahrpersonal der städt. elektrischen Straßenbahn.

Anläßlich Errichtung der gabt, elektrischen Straßenbahn roer­ben für das Jahrversonal nachstehend angcsührtc Bekleidungs,mcke

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nt kocht jede Hausfrau mit

Sparsam und doch

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handel.

Budapest, 18. Aug Nach der Ernteschätzung des -.'Ickerbau-fNinisteriums am 15. 'August ist der zu crivartende Ertrag an Weizen 33 513 000 Meterzentner (definitives Ernte- rciuliat des Vorjahres 41 423 229 Meterzentner), an Roggen 12 441 900 Meterzentner 12190 421), an Gerste 15 534 000 12 263 031), an Hafer 13 619 000 (10184 926), an Mais 42 497 000 (37 117 269) und an Kcnloffeln 46 234 000 (37 955161).

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber Icincrlei Verantwortung.)

Nochmals Woerls Führer durch Gießen!

-Herr Zakob Feick in Büttelborn hat mit feiner Verurteilung des Woerl'schen Führer vollständig recht. Man lasse sich einmal in einer hiesigen Buchhandlung einen Roth'schcn und einen Wocrl'- schen Führer vorlegen. Ein einziger Blick wird zeigen, daß der Woerl'sche Führer durch Gießen ent ganz unzureichendes Mach­werk ist. Roths Führer bietet über 300 Seiten Text in glänzender Ausstattung mit sauberem Stadtplan und schöner Um­gebungskarte, Wocrls Führer bietet sage und schreibe 2 0 Seiten Text, einen ]d)led)tcn Plan und keine Umgebung^- karte; Roths Führer hat über 10 0 Abbildungen, Wocrl sage und schreibe deren nur acht. Und nun der Preis! Der statt­liche Roth'sche Führer kostet nur 1 Mk., der Woerl'sche Führer mit 20 Seiten Tert und 8 Bildern kostet 50 Psg. Für das wenige Gebotene ein geradezu horrender Preis! Wenn die 20 Seiten Text nun wenigstens gut und richtig wären! Aber dieser Text ist völlig veraltet! Nach Woerl hat Gießen 24 000 Ein­wohner ! Eine Oberrealschule hier kennt Wocrl natürlich noch nicht. Wenn der Fremde nach Wocrl in Gießen Lokale sucht, dann wird er durch diesenvorzüglichen" Führer z. B. noch nach der Wcstendhalle, nach Perkeo und Case Leib geführt. Das Stadt- thcatcr befindet sich nach Woerl noch Walltorstraßc 38. Zum Ruhme Gießens zählt Wocrl 4 große und mehrere kleinere Brau­ereien auf, dagegen kennt er dasKolosseum" noch nicht. Solchen Feststellungen gegenüber muß die berechtigte Frage sich allerdings aufdrängcn, weshalb für dieses Machwerk, in welchem jeder dcr Herren Stadtverordneten noch weitere Unrichtigkeiten ans den 20 Seiten Text finden könnte, 150 Mark zur Anschaffung von 300 Exemplaren bewilligt wurden. Die heimische Verlagssinna Roth hat seit Jahrzehnten durch die Herausgabe guter Plane und Führer der Stadt Gießen gebient und durch die Herausgabe ihres Wegweisers durch Gießen sich tatsächlich ein Verdienst um die Stadt crivorbcn, daher ist es um so unerfindlicher, weshalb man der heimischen Firma jede Förderung versagte. Civis.

Voraussichtliche Witterung für Hessen am Freitag dein 20. Augiist: Nur zeitweise wolkig. Etwas wärmer. Trocken.

Origknal-Drahtmel-ungen.

Mainz, 19. Ang. Der Kaiser traf heute vormittag zur Truppenschau hier ein. Er trug die Uniform seines Infanterie-Regiments Nr. 116. Eingetroffen waren ferner: der Großherzog in der Uniform des Infanterie-Regiments Nr. 117, die Großherzogin, Prinz und Prinzessin Friedrich Karl von Heffen, Prinz Oskar von Preußen.

WilHelmsh öhe, 19. Aug. Die Kaiserin ist heute früh um 9.47 Uhr nach Frankfurt, bezw. Kronberg abgereift.

Paris, 19. Aug.Petit parisien" berichtet, daß der K'hedive, welcher augenblicklich in Frankreich zur Kür weilt, plötzlich nach Konstantinopel abgcreist sei, anscheinend wegen der Kretafrage.

Paris, 19. Aug. TerWatin" meldet aus Tanger: In dem letzten Gefecht zwischen den Truppen des Sultans und den Leuten des Roghi tvurde auch ein Fran­zose getötet namens Eollet, Agent der französischen Grubeu- gesellschaft.

Madrid, 19. Aug. Nach Meldungen aus Melilla hat sich der Gesundheitszustand des Generals M a r i u a g c b e s s e r t. Er konnte gestern mehrere Generäle empsckugen, mit denen er längere Zeit konferierte.

Athen, 19. Aug. Die Vertreter der Schutz­mächte statteten gestern morgen dem K'abinettschcf und dem Minister des Aeußern einen Besuch ab. Sie empfahlen, einen gemäßigten Ton anzuschlagen, um der türkischen Re­gierung zu gestatten, der öfsentlichen Meinung Genugtuung zu geben. Man versichert, daß nunmehr jede Kriegs- g e s a h r geschwunden sei.

Ä11) c n, 19. Aug. In K a n e a forderte in der gestrigen Kammersitzung Veniselos die Abgeordneten aus, die Ord­nung ausrecht zu erhalten uud Vertrauen zu den Schntz- mächten zu haben, die stets das .Hellenentum unterstützt hätten. Die Kammer hat sich zum ZeicheuderTrauer wegen der Niederholung der griechischen Flagge auf Freitag vertagt.

Kanca, 19. Aug. Die auf der Insel zurückgeblie­bene n Mannschaften der internationalen Truppen werden voraussichtlich noch drei Tage aus der Insel bleiben, um dem Austrag der Mächte Achtung zu ver­schaffen.

Melilla, 19. Aug. Gestern trafen die Kriegsschiffe Earlos V. und Prinzeß von Asturien ein, begleitet von einem Torpedoboot. Die Zahl der hier anwesenden Kriegs­schiffe ist damit auf 5 gestiegen.

Arbeitsvergebung.

Die nachstehenden Arbeiten und Lieferungen zur Erbauung eines Wagcnfchuvvens für bic elektrische Straßenbahn sollen

Samstag den 28. August d. F., Dorrn. 10 Uhr,

öffentlich vergeben werben:

1> Grobschlosserarbeitcn

2> Svcnglcrarbciten

3) Zimmerarbeiten

4i Zimmer bezw. Tchreinerarbcitcn (Gesimse)

5) Tachdcckcrarbciten

6i Trägerlicfcrung.

Zeichnungen, Arbeitsbeschrcibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicku offen. Angebote aus Vordruck, der daselbst erhält­lich, sind bis zum genannten Termin an uns einzureichen.

Zuschlagsfrist 14 Tage.

Gießen, den 18. August 1909. B°/e

Städtisches Hochbauamt.

Gerbet.

Institut «on Dr. Kübel

Gegr. 1874. zu Giessen. Gegr. 1874.

Planmäßige und gründliche Vorbildung für alle Klassen höherer Lehranstalten, für- Maturitäts-, Freiwilligen- und Schul-Examina.

Bewährte Methoden. r Kleine Klassen.

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