bei
a b
M.
Ten Herren i
sonstigen
Weller
Juli — -J-
Höchste Temperatur am 12.-11
Niedrigste
Bandel
des
Köne,
188J0
153.50
Nahrung für:
Staat-Minister mächtigt haben.
und Ä ö n t g im Namen Reichstag
18,5*0.
12,7'6.
131.70
243.00
115.90
128.05 191.10
179.00
191.00 1M.36
9uJ0
90.00
14M0
. 229.60
. 109.50
172.50
-'4W 113 jO 187.00 153.M 3O0.00
14. JolL Anfan ffsknra*, Harpen er B er-werk . , LaarahQtte. . . e « Lombarde« E. B. . . , > rdd. Lloyd . . . TOrkenlüM . • • • <
unseren Staat 1 sek B ctbman n-Hollweg
Canada E. B. . .
Darmstädter Bank . .
Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. . Dresdner Bank . • <
Tendenx: »chwieher.
Elektrix. Lahmeyer . . . Elektris- Sehuekert . . . Eecbwciler Benrwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amerik. PaketL Harpencr Bergwerk. . . LaarahOtte......
Nordd Lloyd.....
Obenehlea. Einen-Industrie Berliner HandeJs^ea . . Darmstädter Bank . • . Deutsche Bank . . Deutsch - Asiat. Bank , * Diakonto-Komma« die . • Dresdner Bank . • • • Kreditaktien . . . . • Baltimore- und Ohia-
Eisenbahn . . . • • Gotthardbahn.....
Lombard. Eisenbahn. . . Gesterr. Staatsbahn . • . Prince • Henri - Eisenbahn .
B ^bewahrte gesunde und magen- darmkranke
117.00
21*00 154J0 129.00
loauo 99.60
95.65
102.30 62.00
64.00 99.10 1I6.G5
91^0
hKöo »1.30 99.25
95.45 86.50
95.45 86J>O
95.15
Au wissen, daß wir
Unserer Höchfteigenbändigcn Unterschrift und beigebrudtem Siegel z u Glücksburg an Bord
Bochum Guss . . . • Buderus E. W. . • • Tendenx: ruhig.
Berliner
urkundlich unter
der Abg. Bassermann und mit i, ..... ..
übertragen auf die Herren Vizepräsidenten, Schristsüh» rcr, Oncstoren und nicht zum wenigsten auf ba3 Reichstags- burcau. (Sehr wahr!- Dir stehen am Ende einer der läng
ster un> arbeitireichsten ^ei'ü een. welcke der Reichste?
erlebt bet. glaub-:, cir: Anerkennung muh man uni allen zuteck werden laste' i amlicki die, daß wir et an Fleiß n i 4 ♦ haben fehlen lassen.
uno die erste Beratung über die (Y e m c i n d c st c u c r resorm beendet. Zu Beginn der Sitzung erstattete der Aus» fdninrcfcrmt, Wbg. Molthan, Bericht über verschiedene in der Icttfcn 3cil an den Ausschuß gelangte Eingaben und Vorstellungen, hu* sich namentlich auf die Anregung beziehen, die öffentlichen Gparfaifni, sorocit sie bankmäßige (Geschäfte betreiben, Aur Gewerbesteuer heranAUjieben. Ter Referent wies darauf hin, daß die 3 partaffen selbst nicht den Mr ei 5 ihrer Tätigkeit erweitert wissen wollten, und das; man entschieden davon absehen müsse, die Resm-vesonds derselben zur .stapitalsteuor zu veranlagen. Jinana- minister Wnautl) erflärte, da st die Beranlaguna zur Gewerb:- steuer nur bei den Bezirkskajscn eine praktische Bedeutung Hahr, da ia die Steuer der städtischen Sparkassen wieder in den Stadt- wckcl zurücksließen würde. 0)e heim erat Best bemerkte, hast ia die Sparkassen kein Erwcrbsinstitnt sein sollten, und hast bei Scheckverkehr, den sie bis setzt nur in sehr beschranktem Umfang aus- üben, sich lediglich aus die Spareinlagen der Mitglieder beziehe. '.'Berichterstatter Molt Han resümiert dahin, dast man von einer besonderen, beschränkenden Bestimmung bezüglich der Steuer frei hei t der öni-ntlichen Sparkassen Abstand nehmen werde: es solle aber mit Zustimmung der Regierung im Ausschnstbericht niedergelegt werden, dast die Sparkassen sich im allgemeinen nur auf den durch die Statuten üorgcfdiricbcnen Scheckverkehr beschränken (also von sonstigen bankmästigen Geschäften absehen- sollen. Weiter wurde vom VIuSschnstrefereuten über die Eingaben der Tetaillisten und der Filialgcichäflsinhabcr, sowie über iric vorläufigen Beschlüsse einer Vertretervin-sammliing der hessischen Handelskammern^ be^
bitte, der Resolution zuzustimmcn.
Die Resolution wird ge^en die Linke gelehnt, die Resolution der Kommission angenommen.
3bg. Bassermann (9?all.) zur Geschäftsordnung:
Dir aber trennen uni mit dem Rufe: Seine Majestät der Deutsche Kaiser, er lebe hoch, hock), bock,! Tal Hau» stimmt drei- mal in ?en Ruf ein. Die Sozialdemokraten haben inzwischen den Saal verlassen. Zuruf rechts: Jetzt ziehen sie ab!).
Präsident Graf Stolberg;
Ich schließe die Sitzung.
Schluß 3 Uhr.
mir von Seiner Majestät dem Kaiser erteilten Ermächtigung erkläre ich der verbündeten Regierungen den fürgeschlossen. t
Präsident Gral Stolberg:
rüden, zuteil g.wordcn ist, dast alle, die das Eramcu machen, je noch der Zahl der Stellen, die zur Verfügung stehen, avancieren können. Mehr kann die Verwaltung nicht tun, wenn sie wirt» schiltlich vorgeben will. Ich muß daher bitten, diese Resolution nicht anzunehmen.
Abg. Dr. TrSscher (<lonf.):
Im Anschluß an die 'Ausführungen des Staatssekretär' weise ich darauf hm, dast bereits in diesem.Frühjahr bei der Beratung
re? z u schließen.
Staatssekretär des Reichspostamts «raetke:
Nach der Resolution der ?lbgg. Bassermann und Deck soll der Neich4!an-Ier ersucht werden, baldigst eine zweckentsprechende Personalref orm in der Post, und Telegraphen. Verwaltung zur Durchführung zu bringen, nach der den Bc- amten der bisherigen 2l s s i st e n t e n kl a s s e in weiterem Mastc als bisher der Zutritt zu den besser besoldeten Stellen der mittleren Deamten ermöglicht und die Hebert Tagung von einfachen Geschäften an llnlcrbcamtcn in gehobenen Stellungen ausgedehnt wird. Diese Resolution enthält zwei Sähe, die gar nicht zu vereinbaren sind. Der erste Teil fordert und auf, mehr Weib auözugeben, und der zweite Teil weniger, st bekannt, daß eine Personalreform im ttanpc ist, dast die Post versucht, billiger zu wirtschaften und die einfachen («efdiäftc auf die gehobenen Untcrbcamten zu übertragen. Es ist Fönen auch bekannt, daß durch die Personalreform den mittleren Beamten die Aussicht, in die höheren Stellen einzu-
gemäß Artikel 12 der Cer
Telefonische Kursberichte
Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Baak fkr und Industrie, Gleisen.
Frank tarier Börse, 14. Juli, 1.15 Uhr.
12.-13
handel.
— Vorboten der Talonsteuer. Unter dieser Rubrik schreibt die Franks. 3tg. folgendes: tRvttr sich, wer kann, heißt letzt anschemend die Varvlo, und die Yapimnbiiftne wird in den nächsten zwei Wochen n«o bl eine kurze .Hochkoni unkrur voll fieber- haft aniTnwnntcr Tätigkeit durchtu machen haben. Am 1. August tritt bekanntlich die neue Taloniraier ui Mrart. Bw da hin aber herrscht noch StnhrrfrcibciL Und die l^esell'chasien, die vor der Ausgabe neuer MHponbogvn ftrbcn, bemühen sich, diese kurze Okügtnfriü »u nutzen und ihre Bo.wn noch in der letzten IuU wock e herausjubrrngen; andere ihnitentcn, die die Ausgabe der neuen Bogen bereud vorher angekündigt hatten, ermahnen ictzt mit dringlichen, Sdettcn ihre Interessenten, di Abhebung schleunigst zu besorgen und Nicht etwa den .August herankommen zu
Wir stehen am Schlüsse unserer Tagung. Große Anforderungen sind vor allem an die Leitung der Geschäfte des Hauses in ihr gestellt worden. Ich darf wohl im Ramen des ganzen Hauses sprechen, wenn ich dem sehr verehrten Herrn Präsidenten für seine gerechte, unparteiische, jederzeit von Wohlwollen getragene Leitung der Verhandlungen den herzlich st en Dank auS» spreche. (Lebhafter Beifall.)
Präsident Graf Stolberg:
ch erteile nunmehr dem
Die hessische ©ememöeftcuerreform.
Ter Finanzausschuß der Zweiten M ü m m c r hat Sm Dienstag vormittag noch einmal mit den Ministern n a u t b und Brau n und den (Mjcimerätcn Becker uno B e st getagt
Reichskanzlers das Dort. M
r*J StaatS'ekrctär B. Prtbmana-Hollweg: .
Ich bade dem hohen Hause ein« Allerhöchste
Zc vau# r
Sozialdemokraten bleiben sitzen. Zurufe rechts: Au'stehenk Aba. Fischer Berlin (Soz.': Da» macb.-n wir, wie wir wollen!) Dir Dilhelm, von Gotte» Gnaden Deutscher Kaiser und König von Preußen, tuen kund und
Meteorologische Beobachtungen
der Station Mienen.
f a f f u n g bi: gegenwärtigen Sitzungen deS Reichstages in unseren und der verbündeten Regierungen Ra men am 13. Juli dieses Iah.
Annahme deS Anträge- TrSscher mit 2*M gegen 79 Stimmte bei 14 Stimmenthaltungen (der Polen). Die Minderheit setzt sich au5 Sozialdemokraten, ,-freisinnigen und wenigen National, liberalen zusammen. Damit sind die Gebälter durchweg nach den Beschlüssen zweiter Lesung der Kommisiion festgesetzt (u. a. Post, schafsncr 1100 ln4 1700; Postassistenten 1500 bio 8300 Äf ). Die Besoldungsordnungen werden cn bloc in dieser Fassur^ ange» no mmen.
Abg. Tr. TrSscher (Kons.)
beantragt namentliche Abstimmung über da» ganze Besoldungsgesetz. Der Antrag wird auch von links unterstützt.
Für das Besoldungsgesetz werden 317 Weiße Jazcttel abgegeben. fein einziger roter Reinzcttel, 13 blaue EnthaltungSzettcl der Polen.
Ter Präsident stellt die Resolution Bassermann- Beck zur Abstimmung.
Verantwortlich für den politischen Teil i. B.: E. tieft
4 । Sonnenschein
2
Hobenzollern" am 10. Juli 1900.
schwächliche. - in der L-*w.dü*j V zu? uckgH1'ebene '
Kinder.
87,7« Reichsaulciha « . . 36/. do. . . . 3'/-•/• Koniüls e e e e 37, do. . . • • 3*/,7e Hessen . . . . . 37/L Oberbtwn . . .
47, Ocsterr. Goldrente . . 4‘V/e Oesterr. SilberrtnU. 47, Ungar. Goldrcnte . . 4*, Italien. Rente . . . 37, Poruuricacn Serie I . 37, Portugiesen . III . 4‘/,7, rum. Staatsaul. 1906 4'/,7, Japan. Staatsanleihe 47, Conv.Ttirken von 1903 Türkenlose ......
47, Griech. Monopol-AnL . 47, äussere Argentinier , 3*, M . .
4///, Chinesen . . • • Aktien»
lassen. Genau jo, wie vor einrr Zollerhöhuvg: Man versorgt fick', b:bor die Verteuerung kommt
— Cefterreid)i|rt)e Süd bahn und d i e deutsche Regierung. Vor der Intervention dec tranzö'ischen Regierung wandte sich, nach dem ,Wiener rirembenblatt , die deutsche Regierung unter vunvciS auf den großen dentfchen Besitz an enbbabn« Aktien an bau österreichische Ministerium des 2hi6roärtiaen, um in freundjchastlicher Weise für die Würdigung dieser Interessen ein- zutreten.
— C t n d i m i n e n - n n d (s is e n b o h n - G es e l l s cha s t Berlin. Die lirtragnifie der Gesellschaft sind im ersten Cimitol des neuen DetriebSiahreS 1909 1 > zunickgeaangen. Ö5 wurden oer- fchijsl 61u0 Tonnen (i. V. 6500 2.) (rae, 70u I. (800 T.) Werkdlet und 870 T. (900 2.) Kupferitem. Tie Betriebseinnahmen her (hlen- bahnen betrugen im gleichen Zeitraunie 720 000 Mk. (L B. aber 1235 000 'JlfJ, die Betrieboan: laben 890 00 । Tlf. (452 000 Mk.), der Ueberfchuß somit nur 830 000 xDlt. gegen 783 000 Mk. Im Borjahre. Hierzu erklärt die Berivaltung, daß von dem Minder» nverschui; in Höhe von 4530OO Tlf. aus Tarifennäßigungen für iLrze, Kohlen und Koks rund 350 OüO Tlf. entfallen, die dem Bergbau zugute fommen, so daß der tatsächliche'.llnSfall ca. 108 000 Tlf. beträgt. ES wird al5 wünschenswert bezeichnet, daß bei dem großen Jiucresse, ba5 für die 'Werte der r^esellschait im Publikum gewonnen worden ist, die Verwaltung in ihren künftigen Cuartale- berichten sich au4sührlicher über die Äriinde der Ertragüschwaick- ungen auSliesie.
— Tie Stadt BuenoS-AyreS nimmt laut einer Bekannt»
Wilhelm I. R Oiegenge zeichnet Fürst v. '^ülow. (Lachen und Zurufe bei den Soz.)
Ich habe die Ehre, die Urschrift der flCerbödhen Botschaft dem Herrn Präsidenten zu überreichen. S u r 0» runb der
Für den Tank, den mir der Abg. Bassermann ausgesprochen hat und ui dem Sie emgeitimmt haben, sage ich Ihnen meiner» seitS den aufrichtigsten Tank. Ich muß aber diesen Tank, den mir ihm das HauS ausgesprochen haben.
Wagen Hol; nach Bad-Nauheun geschickt. Er zeigte dem Empfänger des Holzes eine Starte vor, nach der fein Tienftherr ihn ersucht, dem Uebcrbringcr den Kaufpreis von 56,50 Mark zu übergeben. Tiefem Anfinnen kam der Staufer des 5^>ol;eZ nach und als der stnecht kurz nach feiner Rückkunst von I5ichclodorf heimlich ver> schwand, wurde festgestellt, das; die Starte gefälscht war. Ter Angeklagte, der die Urkundenfälschung und den Betrug zugestaitd, wurde unter Einbeziehung einer ihm vom Schöffengericht £ü- Hofen zudiktierten Gefängnisstrafe von 2 Wochen zu 3 Mo- nc.ten und 1 Woche (öetangnis verurteilt, woraus 2 Wochen durch die Untersuchungshaft für verbüßt erachtet werden.
Eine Bagatelle.
Tie Leidenschaft zweier Bewohner von Kefenrod bat eine Lappalie vor die Strafkammer gebracht, die eine umfangreiche Verhandlung unter Zuziehung von zwei Rechtsbeiständen zur Holge batte. Tic Ehefrau des Landwirts A. G. war int Backhaus bcfchäftigt, während ihr Junge vor der Türe mit dem Sohn des Schneiders S. fvielte. Plötzlich hörte fie wie der Zuletztgenannte ihrem Sohn zuries: „Ein Gewitter muß dich holen," und ihm nachlief. Sic trat mit einem Backschieber in der .\)anb vor die Türe und während sich ihr Sohn hinter ihr zu verschanzen juchte, stieß sie dessen Gegner mit dem Schieber Donjid). Ter Junge beklagte sich bei seinem Pater, er sei von der Frau mißhandelt rooroen und bicier stellte dann die Frau im Backhaus zur Rede, die dann auch die Mischaitdlung zugegeben haben soll Ter Junge soll auch eine Abschürfung an fid> gehabt haben, DoitJ)cr die Frau allerdings behauptete, fie rühre von einem Fall her. Ter Vater des Verletzten stellte Strafantrag wegen Körperverletzung, was die Fran G. vor das Schöffengericht brachte. Tort konnte nicht festgestellt werden, daß sie sich einer Körperverletzung schuldig gemacht hat, zum miichesten hat sie die Äbwehr nicht überschritten, weshalb sic freigesprochen und ihr Gegner, der sich der von der Staats- anwaltschaft erhobenen öffentlichen .Berge als 'Jivbenfiäflev an- geschlossen hatte, mit den Kosten belastet wurde. Tic Staats- anwaltichaft hatte kein Interesse an der Writerversolgmig der Sache, doch bet Nebenkläger konnte sich nicht zuirjeden geben und erhob Berufung. Während am Schöffengericht wenig Augenzeugen zur Stelle waren, spielten sich in der BerufungstMtanz eine ganze Reihe auf. Die einen wollen bestimmt gesehen haben, daß die Angeklagte den Jungen geschlagen hat, während andere behaupten, es fei dies nicht der Fall, sie hätten cs sonst sehen müssen. Ta nach wie vor Jtoeifel an der Sckntld der Angeklagten bestand, wurde zugunsten der letzteren entschieden und das Urteil, unter Verurteilung des Nebenklägers in die Kosten, bestätigt.
deS PostekalS ^rci Resolutionen angenommen worden sind, die im wesentlichen dar bezwecken, war die nun vorliegende Reso. Imion will, aber auf eine viel r^Itn'di-re und toirüamcrc T ise Tic eine trat ton einem Mitglied der Zentrums, die andere von mir. (Heiterkeit.) Tie zweite Resolution verlangt sogar genau dasselbe, wie der zweite Teil der vorliegenden, nämlich, daß mehr aß bisher Ticn;teerridnungen einfacher Art gehobenen Unter» beamten überwiesen werden. Wir werden daber gegen die vor» liegende Resolution stimmen, weil fie unnötig ist.
Abg. Beck-Heidelberg (Rakl.): ' •
Mein Antrag gebt viel weiter, ist viel umsafiender insbesondere gerade in der Richtung, in der wir durch die soeben getroffene 9k(i:lurq der Besoldungen gewiffe Dünsche der Beamtenkategorien nicht haben befriedigen können. Für die Auffaksung, daß mein Antrag die Schaffung neuer Stellen will, bitte ich um eine grammatikalische Erklärung. (Sehr gut* link») Ricbt neue Stellen will er schaffen, sondern den Eintritt in die beft-bende Afsistentenklasse erleichtern und anderen Kategorien eröffnen. 'Sehr wahr! linke.) Auch bet zweite Teil meine- Antrag- erhält einen anderen Sinn durch da- Dort .^crforalreform“, auf da» ick gerade in diesem Augenblick den größten Wert lege. Ich
richtet. Ter Aussckmß beschloß, zu den letzteren noch keine Stel hing zu nehmen, sondern die definitiven Befchlüssc abzuwarten. Weiter nahm der Ausschuß MenntniS von einer Zusckmtt der (üroßh. Regierung, in der sie sich über den Antrag Tr. Weber, l.. tr. Heranziehung zur Grundsteuer äußert und für. Art. 4 der tllegieruugsvorlagc folgende Fassung vori'chlägt: „Für (Grundstücke, die dauernd laudwirlschastlichen Zwecken zu dienen bestimmt smd, einschließlich der zugehörigen Gebäude, kann der Steuerpflickstiae eine Besteuerung nach einem M ittcl wert vorn G":rtrngö ■ und gemeinen Werl verlangen, wenn er nachweist, dast der gesamte Erlragowcrt feiner steuerpstichtigcn türundstücke und Gebäude der vorgenannten Art von deren gc samten gemeinen Werte erheblich abweicht Eine erhebliche Ab weichung liegt dann vor, wenn der Ertragswert weniger als die ' Hälfte der Veranlagung des gemeinen Wertes beträgt. Ter zu bc
steuernde Mittelsatz setzt sich aus der .Välfte des Ertragswrries und des gemeinen Wertes zusammen. Als Ertiagsivcrt gilt der 3:»' i fache Betrag des Jahres Neinertrags, den die Okunbftüde nach ihrer bisherige» wirtschastlichen Bestimmwig bei ordnungs- mäßiger Bcwirtjck,aftiing nachhaltig gewahren können. Ans un bebaute Grundstücke, die innerhalb des genehmigten Ortsbauplans liegen, finben ungeachtet ihrer JivccflKitimnumg die vorstehenden Vorschriften keine Anwendung. Tic allgemeinen Cörundsätzc für die Ermittelung des Ertragswertes, sowie die Ausführung der Absätze 2 und 3 überhaupt werden durch Verordnung bestimmt." — In Betreff des Antrags Tr. Weber über die Beseitigung der steuerfreien W e m a r r u n g c n schlagt die Regierung vor, dem Art. 2, ?fbf. 3 folgende Fassung zu geben: „Eine Getneiiide, ui deren Oiemarkuug einzelne steuerfreie Grundstücke de- Staates, des Großb FamilieiieigentumS oder einer anderen Okmcinbe liegen, kann die Gemeindesteuerfrei hei t im Wege der Ablösung aufheben. Tic Ablösungsfumme besteht in dem 25 fachen des (Grundsteuer- betrage.-, deu der Grundeigentümer im Turdifduiitt der letzten drei Jabrc vor dem Jahre der Ablösung nach dem tatsächlichen Osimeindemnlagcn Ausichlay als Gemeindesteuer zu entrichten gc habt hätte, wenn die lücmnnbcftcucrfrcibcit nicht bestanden hätte."
Ter Ausschuß vertagte nach kurzer Besprechung dieser Vorschläge den Beginn der z w e 11 e n L e j n n g der Vorlage auf den ■ ^em.-in hei.__________________________________________________________
Wicftcner Strafkammer.
)( Gießen, 13. Juli.
Ter unbekannte Reiter.
Um Weihnachten v. I. wurden zwei Arbeiter, die auf dem Bankett der Strafte Bu r g g r ä f cu r o d e - I l b e n sta d t in der Tuntelbeit gingen, von einem ihnen im raschen Tempo entgegenkommenden Retter beinahe znsammengerannt, wenn fie sich nicht noch im letzten Augenblick in den Straßengraben geflüchtet hätten. Ter eine Arbeiter will in dem Retter bestimmt den Oekonomen K. B von Okon'ÄQrbcn erkannt haben, während der andere nur ungeben konnte, daß es dessen Pferd gewesen ist. ES ging dem vknannten deshalb vom Amtsgericht ein Strafbefehl wraen IDiberbanblimg gegen den - 104 des Potiicistraiiiesctchucvs über .'» Mark zu. wogegen er Widerspruch erhob. Auf Grund der bestimmten Aussage des einen Arbeiters wies das Seböffengrurtjt den Einspruch zurück, trotzdem der Angellagte versicherte, er habe in einem halben Jahre die Straße mit einem Reitpferd lucht betreten und es könne nur sein Bruder in Betracht kommen. Dieses Erkenntnis focht der AngeNagte ebenfalls an, indem er auf seine frühere VerteidigungSweise zurückgriff In der Berufungsoerhand lang wurde sestgestellt, daß der in Betracht kommende Jeuge in bezug aus die Zeil andere Angaben gemacht bat als früher; ferner kennt er den Bruder deS Angeklagten, der große Aeh„ lichkecl mit diesem bat, nicht, so daß nicht ausge'chlofsen .st, daß er sich in der Person des Reiters getäuscht hat. Unter diesen Umständen erging Freispruch
Tie gefälschte Karte.
Ter aus Groß Moi,euvrc gebürtige Tienstknecht R wurde von feinem Ticnstherrn in Richelsdorf mit einem
Slctlmq auf, von Denen 1 4HH 100 PI und in L'onbon ah 961.., zur Zeichnung aulgelegt werden, iväl-rend der Rest m Perl
AnSgabe gelangen soll.
uiachung eine bprozemige 91 n (e i h t in der Höhe von 2 976 110 PK».
' ----------- “ - S2.VroM
Vertin 4ur 1
Mlcinc TagcSchronik.
Gestern brach in dem Palast bcS Herzogs Ernst August von E u in b e r l a n ö in Hietzing Feuer an«, daS in kürzester Zeit nahezu den ganzen Tachsinhl des weitläufigen Gebäudes ein* äscherte. Rach zweistündiger Arbeit war der Brand gelöscht. Möbelstücke von großem Liebhaberwcrt wnrden nut -um Teil gerettet.
Ein Hiisar des in E 1 s e n b o r n übenden Hufarciiieginients Rr. 7 schoß aus Unvorsichtigkeit einem anderen eine Platzpatrone in den Kops, wodurch der Tod l-crbeigestchrt wurde. Einem anderen Husaren, der seine Hand übet die Mündung des Karabiners gelegt hatte, ronrbc diese von dem losgehenden Schüsse durchbohrt.
Bei Gmunden ereignete sich ein Zusammenstoß zwischen einem Automobil, in dem der Herzog von Cumberland saß, und der Equipage des Don Alfonso von Bourbon infolge des Schen» werdens der Pferde. Don Alfonso konnte sich nur durch einen Sprung ans dem Wagen retten und blieb ebenso wie der Herzog von G nmberland unverletzt. Der Kutscher erlitt lebensgefährliche Verletzungen.
Der in Hamburg cingetroffene Dampfer .Eleonore* verlor im f d) iv e r c n Sturm bc» Kap Horn die Rettinigs boote und Segel. Ter Kapitän und ein Maltose wurden von Sturzwellen erschlagen.
In S i w a s wurden gestern durch Brand st iltung im Ariuenierviertel 16 Läden und Basare eingeäschert
Bei der Station RordschleSwigsche Weiche bei Flensburg sand gestern im Kohlenschuppen der StaatSbalm eine Explosion flau. Der Lustdruck war so stark, daß sämtliche Fenster der Bahn- hofSivirtschaft und des BahnhosSgebäudes zertrümmert wurden. Ein Mann wurde schwer verbrannt. Holz- und Eisenteile wurden bis 300 Meter weit geschleudert.
Ter Budapester Stadthanptmannschast ging eine anonnnie Mitteilung zu, wonach sich der chinesische Mörder Leon uiBuda- pest unter einem Trupp chinesischer Händler aufhalte. Die Untersuchung wurde sofon eingeleitet.
Infolge des BraiideS im Eherdonraer Hafcnatsenal sind ^ä m 11 i d) e dort stationierten Unterfeeb oote gefcchts- unfähig.
Drucksachen aller Art Ausstattung »lilreiniupreiswect ■ —- die Bruhf sehe Univ.-Drucker*
Juli 1909
|.xa|higai .0 l'w
Temveratiir
der Lust
Absolute Feuchtigkeit
Relative Feuchtigkeit
——
13.
9»
749,6
17,0
9,8
64
13.
ti*4
750^
14,3
11,2
93
14.
7"
751,2
14.3
11,4
95


