bezirke Arnsberg, ist die Gesahr, womit die Stahlfeder droht, noch rechtzeitig erkannt und ein Verbot gegen deren Gebrauch erlassen worden."
Das kleinste Theaterstück.
Professor Milan Begovic schreibt den: „Seil. Tgbl.": Unter dem Titel „Kondensierte Schauspielkunst" brachte Ihr Blatt eine Notiz über den Versuch der Schauspielerin Amelie Bing- Ham, bekannte The-iterstücke auf das denkbarst mögliche zu Der-» kürzen, um sie mit ihrer Truppe spielen zu können. Solche Spielereien sind jedoch in der Geschichte der Literatur und Schauspielkunst nichts Neues. In den vierziger Jahren des vorigen Jahr- liunderts wurden in Italien Liliputdramen geschrieben und aufgeführt, iuid der Mailänder Dichter Giovanni Ventura brachte es fertig, das kleine Theaterstück dec Welt zu schreiben. Ich übersetze dieses Kuriosum wörtlich wie folgt:
„Rosmunda",
Tragödie in 5 Akten und ö Versen. Von GiovanniVentura. Personen:
König A l b o i n.
R o s m u n d a, die Tochter des Königs Kunimond, seine Frau. Perideus, Sklave.
1. Akt.
A l b o i n (reicht Rosmunda den Schädel ihres Vaters, mit Wein gefüllt): Trink! Es i|t der Schädel deines Vaters!
Rosmunda (entsetzt,: Äh!
Aldo in: Ich will es! * .
Rosmunda (trinkt und spricht leise): Weh' dir!
2. Akt.
Albo in (freundlich zu Rosmunda): Traurig?
Rosmunda: Soll ich nicht?
Alboin: Vergiß!
Rosmunda: Lass' mich!
Alboin: Tu haßt mich?
Rosmunda ^wnisch-: Wie könnte ich!
3. Akt.
Rosmunda (betrachtet nachdenklich einen kleinen Dolch und ruft-: Sklave!
Perideus (kommt und kniet vor ihr nieder : Königin!
Rosmunda teidenschastlich): Ich liebe dich!
Perideus (fassungslos : Oh Gott!
Rosmunda: Ltomm mit!
(Umarmt ab.)
4. Akt.
(Im Nebenzimmer schläft König Albion.)
Rosmunda (reicht Perideus den Dolch,: Geh', töte ihn! Perideus (unentichlossen,: Dan König?
Rosmunda (energisch): Ten Rivalen!
Perideus (voll Wut): Oh, ec soll )"tcrbat! (Geht entschlossen in das Schlafgemach des Königs.)
5. Akt.
Alboin (mit erstickter Stimme aus dem Nebenzimmer): Hilfe!
Rosmunda (gespannt lauschend): Stirb!
Perideus (stürzt hereür mit dem blutigen Dolch in der Land, sehr blaß): Tot!
Rosmunda (ergreist den Dolch und hebt ihn gen Himmel): Jetzt trinke du, Vater!
Ende.
Diese Tragödie schien dem Dichter aber schließlich für die Aufführung aus einer Bühne denn doch zu kurz, und er bearbeitete sie daher. Nach der Bearbeitung bestand sie auZ 50 Versen und wurde in dieser Form im Jahre 1845 in den Theatern von Turin und Mailand aufgeführt, wo sie während dreier Abende das Publikum ergötzte,
*
— Liliencrons Bücher. TaZ Ableben Detlevs von Liliencron hat vielerlei Anfragen nach der Verbreitung seiner Werke zur Folge gehabt. Ter erste Verleger des Dichterbarons war Wilhelm Friedrich in Leipzig, dem es recht sauer wurde, die seinem Verlage anverlrauten Werke hinreichend zu verbreiten. Ein Hauptgrund hierfür mar eit die zu hohen Preise der einzelnen Bände. Ende 1895 erwarben Schuster u. Löffler in Berlin von dem Lor- besitzet die Bestände und gründeten damit ihren Verlag. Obwohl die Preise der Bücher auf die Hälfte herabgesetzt wurden, hat doch erst die Gesamtausgabe, die'zu des Dichters sechzigstem Geburtstage im Jahre 1904 veranstaltet wurde, eine ansehnliche Verbreitung erlangt. Die Gesamtausgabe besteht aus 15 Bänden. Das meistgekaufte Buch Liliencrons sind, wie der B. B.-C. mitteilr, seine K'riegsnovellen, von denen mehr als 100000 Exemplare verbreitet sind. Das packende Werk existiert auch außerhalb des Gesamtwerts in verschiedenen Ausgaben, in einer lür den Schulgebrauch beftür.mtcn, ganz billigen, bis zu einer illustrierten Prachtausgabe. Die übrigen Prosawerke, es sind vier Romcul- uno drei Nooeilenbände, erlebten insgesamt gegen 40 Auflagen. Hiervon erreichte Liliencrons Lebensbuch, fein letztes Werk, dem er den Titel „£eben und Lüge, ein biographischer Roman", gab, die größte Berkaufsziffer. Merlwürdtgermeise steht dc:t Prosabüchern gegenüber die Verbreitung seiner Lyrtt zurück, obwohl doch belanntermaßen gerade per Lyriker Liliencron oie Herzen der Deutschen am meisten gefesselt hat. Immerhin haben auch seine Gedichtbände, von denen vier zur
Erstes Blatt
Dienstag 3. August 1909
159. Jahrgang
Nr. 17
»SSs fEX A** A ** uaaIaa PlUMtOr /■
«IlJVlUvls—
iS General-Anzeiger für Gderheffen MM
Annahme von Anzeige, V 1 6 V 1 u.Land" und.Gerichts-
bis oomtoSTiM Roiatisnrdnld und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vnch- und Steinörudetei H. Lange. Nedaltion, Expedition und Binderei: Schuiftratze 7. in al" : E. Heg; tur den
wk. 7.25
T Preis > Mk.
Das Zarenpaar in England.
Gestern früh verließ der Zar mit seinem Geschwader Cherbourg. Die französische Division gab dem „Standart/' und dem russischen Geschwader, die unter dem Salut der Schiffe mtb der Forts nach England in See gingen, das Geleite. Das Zarenpaar traf bei prachtvollem Wetter an Bord der Kaiseryacht „Standard", begleitet von drei englischen Kreuzern imi> in Begleitung der russischen Kreuzer in Spethead ein. Die Königsyacht „Victoria and Albert" mit dem englischen Kmrigspaare und den Mitgliedern der vrriglicheu Familie an Bord fuhr dem „Standard" ent--
m 709
crwerks der fc6 mgSarbttien in | urch schriftl. ngebotsoordrult« i
1 und bei dec l» ^Vordrucke gegen m
I von 1,50 9)1.’i
gegen.
Bei ihrer Ankunft wurde die russische Flo kille unter dem Donner der Geschütze von Portsmouth von den Passagieren zahlreicher VergnügungsDampfer lebhaft begrüßt, 'die Grüße wurden von den russischen Schiffen begeistert «ertoibert Der König und die Königin von England bc- ■aben sich an Bord der „Victoria and Albert" zur Bewill- Üommuung chrer kaiserlichen Gäste an Bord der „Standard"". Nachdem barm die kaiserlichen und königlichen Maje- jiäten an Bord der „Victoria ani> Albert"" das Frühstück angenommen hatten, wurde die Flottenschau über die auf :.an Wege nach Cowes in Parade liegende Flotte ab* enommen. Die kaiserliche und die königliche Jacht, der Drei britische Torpedobootzerstörer vorauffuhren und denen rie russischen Panzerkreuzer „Rurik" und „Makarew"" jolgten, fuhren die sämtlichen Linien der englischen Flotte ab, die in einer Stärke von über 150 Kriegsschiffen zu- l nnmengezogen war, darunter 24 Schlachtschiffe erster lasse, einschließlich sieben Dreadnoughts. Auf der Kom-
t entsprechend« L 'hen ist, bi? sM ; rm. 10>/2 llhr,»
, Zimmer 9h. 4r.p auf Vordrucken:: tigung finden.) i : ter. Freie te gsstift 10
Gieße«.
il Trau üchterchensa hannesstrasse 16.
((673
4.
imandobrucke der britischen Jacht standen inmitten einer glänzenden Suite der Kaiser und der König in lebhafter Unterhaltung. Die Schiffe feuerten Salut und die Mannschaften nahmen Paradeausstellung. Die Schiffskapellen der englischen Kriegsschiffe spielten die russische Nationalhymne, Dährend auf den russischen Schiffen „God save the King!" gespielt wurde. Die Flottenschau dauerte eine Stunde. Um 4- Uhr 30 Min. gingen die Jachten bei Cowes vor Anker. Llbends fand an Bord der Jacht „Victoria and Albert"" ein Diner statt.
In der Bevölkerung Englands ist die Freude über den Besuch des Zaren, wie es scheint, nid)t sehr groß. Das P-rrlamentstomitee für russische Angelegenheiten hat nam- i d) dem Minister Sir Edward Grey einen scharfen Protest gegen die Aergernis gebenden russischen inneren Ange* ezenheiten überreicht, in welchem angeführt wird, daß im Menreiche innerhalb der letzten paar Jahre 2116 Menschen iingcvichtct worden seien, während nach Sibirien in derselben Zeit 74 000 Menschen verschickt wurden. Der Pro- > :elt wendet sich ferner gegen die russischen Gefängnis- Muel und die dort Üblichen Torturen. Er ist von verseh ie- > benen Bischöfen und Lords und ISO anderen Personen unterzeichnet.
im iiihbraraawiuuuuMMi
Seltsame Ansichten.
Don O. K.
Semt sich heutzutage die Schulbehörde nicht entschließen kann, bts mannigfachen Wünschen und Forderungen dec Stürmer und tHänger auf pädagogischem Gebiet kurzerhand folge zu leisten, so bat das vielfach seinen Grund darin, daß man altbewährte Bil- Mlgswege nicht verlassen will, um sich einer neuen Methode in bi« Anne zu werfen, für deren Vorzug der Beweis noch nicht
j I
j). 25 U st. 20 U st. 45 W : 18 U l7U
)0
, 60 U
Ä tersweö2
'ttstacht ist. Aichers verhält sie sich, wenn die Bedeutung eines «faches für die Bildurrg des Schülers offen zutage tritt, wenn, tüt Einführung desselben airerlänntermaßen als Bedürfnis emp- 'inben wird, wie z. B. die Einführung des biologischen Untec- 'ichts, nur daß fick) hier wieder die Schwierigkeit erhebt, dem ittcn Lehrfache innerhalb des vollbesetzten Stundenplans einen Atz zuzuweisen, was nicht»ohne Konzessionen auf sprachlichem 'tabtete oder in der Mathematik möglich sein wird. Wie kouser- 'edb aber die Schule früherer Tage war, und wie skeptisch sie bet Einführung neuer Disziplinen oder technischer Mittel des bckerrichts gegenüberstarrd, mögen zwei fllotizen lllustrieren, die tn der im Jahre 1865 erschienenen Gymnasialpädagogik von Lcl Ludwig Roth, eines Schulmannes, der seinerzeit große An- rfatnung genoß, entnehmen. Die eine ivendet sich gegen die ä^führung des Turmmterrichts: . . . „Diesem Zwang ober vol- rnds die TLilnahme aller Sck)üler am Turnen zu unterwerfen, « Turnstunden zum Teile sogar zwischen den wissenschaftlichen lmrecricht hincinzuscyieben, erscheint mir dem Prinzip und der tvchrscheinlichstxn Wirrung nach gleich verfehlt und verwerflich; ac Prinzip nach auch darum, weil cs als eine Konzession er- --«int, rodele einer politischen, alle wirkliche Bildung an feindend en 3<Jtrtei gemacht worden ist, die gar keinen Hehl daraus macht, sie mit diesem von ihr geforderten Zivange beabsichtige. Der
Äärküng nach ist es gewiß nicht einerlei, ob künftig der Sekunder unter seinen Mitschülern der angesehenste ist, welcher ein liurs Latein schreibt, oder der, welcher den höchsten Sprung nacht. So lange das Turnen frcigegeben war, konnte solch eine !Esion der Meinungen in der Schule nicht^entstehen. Sobald ‘; Staat den Schüler zur Teilnahme am Turnen verpflichtet, '■tobt ers für den Schüler und Lehrer zioeifelhast, ob das Latein ue; das Turnen das Wichtigere sei." — Noch eigenlümlickier mutet vl-cende Polemik an, die sich gegen den Gebrauch der Stahl- raielcr richtet: „Die Einführung dec Stahlfeocr, durch die Be- eLnlichkeit Der Lehrer allgemein geworden, droht vollends noch cks Handschriften von Jung und Alt für immer zu ruinieren und tio namentlich alles Charakteristische in den Handschriften ganz O gar auslöfdKn, da die Stahlfeder die Hand beherrscht, anstatt dm dieser regiert zu werden. Von einer einzigen Behörde in lMjchland, wenn ich nicht irre, in den; preutzischen Regienuigs-,
Neuftadt-Landau.
Als wir vor ccnderthalb Wochen hier die Ergebnisse der Hauptwahl in Neustadt-Landau erörterten, meinten wir: wenn Zentrum und Bund der Landwirte Gewehr bei Fuß blieben, müßte der Sieg den Nationalliberalen zufallen. Das ist nun bekanntermaßen nicht geschehen. Der Bund der Landwirte gab nominell die Parole für Dr. Oehlert, den nationalliberalen Bewerber, aus. Aber er mischte so viel „Wenn'" und „Aber"" in die Empfehlung, daß man's kaum einem Bauersmann verdenken konnte, wenn er sich in dem Stil dieser Proklamation nicht zurecht fand und lieber daheim blieb. Am Stichwahltage hat denn auch das Bündlerorgan des Wahlkreises zwei Inserate untereinander veröffentlicht: daS eine mit dem Aufruf für Dr. Oehlert, das andere mit der noch deutlicheren Mahnung, für Huber zu stimmen. Die Folgen sind nicht ausgcblieben. Die Führer des Bundes haben sich der Wahl enthalten und ungefähr 1000 sind, wie die „T. R." ganz zutreffend berichtete, ins sozialdemokratische Lager abmarschiert. Tas geschah bezeichnenderweise gerade dort, wo der Landbund dominiert. Wo der Einfluß der Bundesleitung nicht soweit reicht, fehlten die Bündler entweder an der Wahlurne oder sie gedachten der offiziellen Wahlparole und stimmten für Dr. Oehlert.
Aber der sozialdemokratische Kandidat hat rund 4300 Stimmen mehr auf sich vereinigt als in der Hauptwahl und den größten Teil dieses Plus stiftete ihm das Zentrum. Der „Mannheimer G.-A." hat eine Tabelle aufgemacht, die das zur Evidenz zeigt.
Hcmptwcchl
Stichwahl
2ib.
Bund
Ctr.
Soz.
Lid.
Soz.
Neustadt . .
1255
116
425
1583
1426
1987
Hambach . .
34
16
160
61
46
306
Haßloch . .
174
292
87
726
314
1005
Alußbach . .
99
115
54
265
179
368
Rupveitsberg
» -
12
3
133
30
39
79
Weidenthal .
93
87
70
100
112
Dürkheim. .
-
524
17
71
473
625
590
Deidesheim .
-
104
12
218
186
189
273
Fremsbeim .
115
205
37
102
197
217
Wuchenheim.
265
4
49
102
274
174
Diedesield. .
00
8
185
76
86
191
Edenkoben .
536
4
125
335
552
461
'Dlaifaunner .
104
14
425
110
175
251
Arzheim . .
■
—
—
143
52
9
126
Eschbach . .
■ -
——
—
107
3
—-
56
Godramstein
123
1
50
26
144
174
L'nubau . .
1058
3
357
6'2
1109
956
Offenbach. .
■ «
85
3
215
88
120
294
Ramschbach .
• •
—r
—
103
■—
—
76
Ganz unzweideutig werden die ultramontanen Liebes-
dienste für die
Sozialdemokratie
in den Wahlresultaten
von Arzheim
Eschbach, Ramschbach, Offenbach, Edenkoben,
Ätaikammer,
Godramstein,
Landau. Es
ist eben dieselbe
Geschichte wie vorm Jahr, wo das pfälzische Zentrum den Wahlkreis Ludwigshafen-Speyer-Frankenthal dem Sozialdemokraten zuschanzte. Man proklamierte ofsizicll Wahlenthaltung, aber man ließ es ruhig geschehen, daß z. B. der „Rh ein Pfälzer" die Parole auf Aahlenchaltung publizierte, gleichzeitig aber bemerkte, daß cs den Zentrumswählern nicht benommen sei, den Sozialdemokraten als daS kleinere Uebel zu betrachten. Natürlich ist ein großer Teil trotzdem hübsch zu Haus geblieben; aber die geistlichen Wahlherren wissen ihre Schaflein geschickt zu dirigieren: so viel just nötig waren, um den sozialdemokratischen Sieg zu sichern, wurden zu den roten Fahnen abkommandiert und auf den Krücken des „nationalen" Zentrums, das sich nach konservativ-bündlerischer Auffassung soeben durch die Annahme des großen Werkes der Finanzreform um das Vaterland hoch verdient gemacht hat, zieht wie auch als Vertreter des ersten pfälzischen Wahlkreises ein Sozialdemokrat in den Reichstag.
Versammlung hessischer Zleischbeschauer.
sc. Darmstadt, 1. Aug.
Heute fand hier eine Versammlung des Landesverbandes hessischer FiLischbeschauer und Trichinenschauec statt. Vorsitzender H er rnann-Ossenbach a. M. warf einen kurzen Rückblick auf die Entwickelung des Verbandes, verwies aus die Wichtigkeit der Becusspslichten als Fleischbeschauer und daß diese auf ihre jetzigen Leistungen stolz sein dürsten. In materieller Hinsicht seien wohl die hessischen Fleischbeschauec die schlechtbezahltesten int deutschen Daterlandc. Es seim mehrere Eingaben an das Großh. Ministerium gemacht, doch seien diese meist ablehnend beschieden worden. Trotzdem will man es nockrmals mit einer eingehend begründeten Eingabe an das Ministerium versuchen. Betreffs einer Eingabe wegen Unfall im Berufe als Beschauer steht die ministerielle Antwort noch aus. — Cs folgt hierauf der Jahresbericht 1908/09. Das Jahr war int großen und ganzen dem früheren gleich. Tie Mitgliedcrzahl beträgt 494. Die Einnahmen betrugen 389,36 M, die Ausgaben 171,72 Mk. An das Ministerium wurden insgesamt 18 Eingaben gemacht. Referent Schriftführer Tahmer- Tarmstadt führte unter anderem aus, daß der Kreisverein Worms nur durch den Truck der dortigen Verhältnisse dem Verband fern» stehe. Gegen das Antworlschceibeii des Großh. Kreisamtes Worms sei der Vorstand gezwungen, össentiich Stellung zu nehmen und dagegen zu pcotestteren. Es lautet zum Schluß: „Wir glauben es dem diesseitigen' Kreisverein, der dem Landesverband nicht angshört, überlassen zu sollen, sein Interesse selbst zu vertreten. Ein girtzec Teil der Großh. Aemtcr stehe jedoch auf dem 2taut**' punkt, daß durch das Großh. Ministerium eine einheitliche Regelung der Vcrbandswünsche für das ganze Gcoßherzogtmn Hessen am geeignetsten wäre, während dec Vorstand auf dem Standpunkt steht, daß es daS Einfachste sei, wenn die Angelegenheit durch eine Verfügung des Großh. Ministeriums einheitlich geregelt wäre. Referent Veterinärarzt Dr. G a r t h - Darmstadt führte aus, die Fleischbeschauer müssen tiefer gebildet sein und den Dienst nicht oberflächlich aufsassen. Er empfiehlt eifrige» Studium eines Fachorgans. Tie Fl e i s ch be s ch a u e r sind Beamte, haben be^balb Pflichten und Rechte. Vor allen ‘Singen Ruhe u ab Sacht ichkeit beim Dienst. Für die geleistete Arbeit dürste


