Ausgabe 
17.8.1909 Erstes Blatt
 
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Erstes Blatt

159. Jahrgang

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Er roor geboren

studierte Jurisprudenz in

Div.-Audfteur machte

Ausland

Dienstag 17.2lugust 1909

** Eigentümer gesucht. Im Besitze eines neun­jährigen Jungen wurden zwei neue Hobelbankeisen mit Federn gesunden, die er von einem Fuhrwerk am Neuenweg am 10. lf. Mts. entwendet haben will. Der Eigentümer

oezngSprets: monatlich 70^., vtertel- jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- il Zweigstellen monatlich Pf.; dtirch diePost Mk.2.viertel- jährl. auS|d)L Bestellg. ZeilenvreiS: lokal 15 Pf^ auswärts 20 Pfennig.

Berantwortlich für den politischen Teil: E. Anderson; s. Feuille­ton und , Vermischtes K. Neurath; für.Stadt u. 2anb* und.Gerichts- - faal": 6. Heß; für den * Anzeigenteil: H. Beck.

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I enstag und Freitag);

i ennal monatl. Land- . rtfchastNche Settsragea - -rnsprech - Anschlüsse: > x die Redaktion 112, i rlaq u. Expedition 51 st Adresse für Depeschenr Anzeiger »teste«.

:nähme von Anzeige» '.r die TageSnummer K 1.5 vormittags 9 Uhr.

und Mitbegründer des KorpsTeutonia" in Gießen und noch im Alter strahlte sein Gesicht vor Freude, wenn er

von den Korpszeiten erzählte. Ms

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«ÄMÄSg Sicken edit m bc i it^iilvotbcte, Marb Kotbeke, ftrcuiJt aonbontv. 51.

Kultusminister Soerensen, Minister des Innern Berntsen. Land- wirtschaftmrnister Nielsen und Handelsminister Hansen verbleiben im Amte.

Prinz Albert von Belgien ist mit dem Dampfer Ville de Bruxelles"' von seiner viernwnatigcn Kvngoretse zurückge- kehrt. 9£nf die Begrüßungsrede des Bürgermeisters dankte der Prinz und erklärte, daß er an eine glückliche Zukunft der Kolonie glaube, die reich und enttvickelungsfähig sei.

Din BesuchdesZarentnKonstantinopelist offiziös für die zweite Woche des Oktober angekündigt.

In Barcelona dauern die Verhaftungen intb Vorsichts- Massregeln an. Der Belagernngsznstano .'iirn -li.-vn

bis vollständige Ruhe eintritt. In den meisten katalonischen Ort­schaften sind die Sommerseste abgesagt. Die Königin begibt sich mit dem Fnfanten am 18. August nach Lagranja und gibt die Sommerrestdenz in San Sebastian auf.

Aus Fez wird vom 13. August aemeldet: Roghi soll am 11. August bei Marabut Sidilarbt geschlagen worden sein. Die scherifische Mahalla soll trotz großer Verluste sich seines Harems und seiner Ratgeber bemächtigt haben. Roghi soll in das Gebirge geflüchtet, jedoch von den nachsetzenden Reftern gefangen genommen worden sein. General Marina richtete einen Tagesbesehl an die Truppen, in dem er den Erfolg der Mauren in Abrede stellt und den Soldaten verspricht, sie zum Siege zu führen. Die Erfüllung der ihnen von Europa anvertrauten zivilisatorischen Aufgabe würde ein ruhmvolles Blatt in der Geschichte des Vater­landes ausmachen.

Mter von 89 Jahren hier gestorben, zu Mainz am 27. März 1821, studierte Gießen und Heidelberg. Er war ein eifriges Mitglied

Aus Stadt und Land.

Gießen, 17. August 1909.

Willkommen in Gießen!

Heute und morgen treffen hunderte von Bäckermeistern auS der näheren und weiteren Umgegend zum 14. ordent­lichen VerbandStag des Zweigverbandes Mitteldeutschland vom Germania-Verband deutscher Bäckerinnungen hier ein. Bei der Wichtigkeit, die gerade die Bäckerei als eines der wichtigsten Nahrungsmlttelgewerbe für die Allgemeinheit hat, darf die Tagung auf weitgehendes Jntcreffe rechnen, zumal diesmal gerade zahlreiche, auch über den engeren Berufskreis der Bäckermeister hinaus wichtige Fragen auf der Tages­ordnung stehen. Wir erwähnen davon nur Arbeitgcber- schutzocrband imb Gesellenbewcgung, Bäckcreiverordnungen und ihre Folgen, Erlangung deS Meistertitels und Anlernen von Lehrlingen, Beschränkung der Ausfuhrprämien und Wieder­einführung des Identitätsnachweises, Genossenschaftswesen, gewerbliche Ruhe an den hohen Feiertagen, Arbeitskammern und Kinderschutzgesetz. Gleichzeitig mit der Tagung begeht die hiesige Bäckcrinnung ben'öcbenlüig chr^S fünfundzwanzig- jährigen Bestehens. Sie wurde als freie Innung gegründet und später in eine Zwangsinnung umgewandelt, zunächst für den Kreis Gießen und späterhin für die Stadt allein. Die Innung, die heute 86 Mitglieder zählt, ist von Anfang an zielbewußt für die Interessen ihrer Angehörigen, für die wirt- schaftliche Hebung des Bäckereigewerbes und des ganzen Handwerkerstandes eingetrcten. Eins zumal darf ihr zum Ruhme nachgesagt werden: Bei Regelung der Verkaufspreise für das Brot und die anderen Bäckereiprodukte hat sie nie­mals preistreibend .gewirkt, und somit dafür gesorgt, daß dieses wichtige Volksnahrungsmittel immer zu einem den je­weiligen Verhältniffen entsprechenden Preis zu haben war. Zu ihrem Ehrentage wünschen wir der Gießener Bäckermnung weiteres Blühen und Gedeihen, zum Wohle ihrer Mitglieder, zur Freude der Stadt Gießen und zum Nutzen und Frommen des deutschen Handwerks. Den auswärtigen Gästen aber, die zu dem Jubelfest der Bäckcrinnung und der Verbandstagung hier eingetroffen sind, rufen wir ein herzliches ,Willkommen in Gießen* zu.

-Tageskalender für Dienstag, 17. Aug.: Kolosseum: Vortrag des Herrn Kessemeier: Es gibt ein Fortleben nach dem Tode. Anfang 81/, Uhr.

AuS dem Militär-Wochenblatt. Der Großh. Heff. Gerichtsaffcffor Wolf wurde zum Kriegsgerichtsrat ernannt.

* Ernannt wurde der Militäranwärter Joh. Beier auS Bannerod zum Steuerauffeher und ihm die Stelle eines Salzsteueraufsehers in Wimpfen zugewiesen.

** Die Gravelotte-Feier der Gießener Hassia- Vereine am Sonntag verlief in der herkömmlichen Weise. Um i/210 Uhr vormittags fand gemeinsamer Kirchgang statt unb dann folgte die Schmückung der Kriegergräber auf dem alten Friedhof. Aach an dem Kriegerdenkmal wurde ein Kranz niedergelegt. Im Anschluß hieran spielte unsere Regimentsmusik auf dem Marktplatz parriotische Weisen.

** M i l i t ä r u n d L a n d w i r t s ch a f d Von hessischen Landwirten wurde bei der Landwirtschaftskammer ange- sragt, ob die Militärbehörden in diesem Jahr während der Ernte Musketiere usw. den Landwirten zur Verfügung stellen. Die Kammer trug dieses den Regimentskommandos der Infanterie-Regimenter 9cr. 115, 116, 168, sowie- den Dragoner-Regimentern Nr. 23 und Nr. 24 vor. Die Kom­mandos ließen bei den verschiedenen Kompagnien und Es- tadrons anfragen, wer von den Musketieren und Dragonern sich in den Dienst der Landwirtschaft wahrend der Ernte irellen wolle. Bei den Regimentern 115, 168, Dragoner 23 und 24 nteldeten sich einige, bei dem Kaiser Wilyelm- Regiment sttt. 116 in Gießen niemand.

Silberne Hochzeit feiern heute Restaurateur Karl Rühl und Ehefrau (.Zum Earlshof).

er den Krieg von 1870/71 mit Er verlor schon 1885 seine Frau, eine Tochter des Generals Weitzel, hier. Er ent­stammt einer allen französischen Hugenottenfamilie.

Dutenhofen, 16. Aug. Der Turnverein Dutenhofen veranstaltete gestern unter reger Betei­ligung fein Ab turnen. Zu den auf dem neuen Turn­platz vorgesührten mustergültigen Uebungen waren außer dem Krieger- und Gesangverein ein turnfreundliches Pudli- kum erschienen. Mit großem Interesse sah man bett seit kurzem eingeführten Jugendspielen zu, die gleichfalls unser Turnverein pflegt Der gemütliche Teil, unJagd- schlößchen" abgehalten, verlief in bester Stimmung.

= Wißmar, 16. Aug. Am Sonntag hielt unser Turnverein in dem Garten des Gastwirts Brück fein Schauturnen ab. Früh um 8 Uhr begann das Turnen, es wurde dabei gerade von jüngeren 2.umern sehr gut geturnt und man tonnte sehen, daß ein guter Geist im Verein herrscht. Gegen 3 Uhr mittags bewegte sich ein schöner Festzug durch die Ortsstraßen, an dem auch die anderen Vereine im Ort sich beteiligten. Auf dem Festplatz wurde dann fleißig geturnt, währenddem die Musik zum Tanz spielte. Unsere beiden Gesangvereine trugen einige schöne Lieder vor, die reichen Beifall ernteten. Abends wurden einige Pyramiden aufgeführt, die recht gut gelangen.

X. Hanau, 16. Aug. Bei dem Fabrik-Neubau des Bauunternehmers Hack stürzte heute nachmittag die Eisen­betondecke, die eine Länge von 130 Meter und eine Brette von 13 Meter besaß, in sich zusammen. Ein Arbeiter, Maurer Heilmann aus Mittelbuchen, erlitt Verletzungen. Der Verfertiger dec Decke, Terrazzo-Bauunternehmer Dozzo, wurde vor zwei Tagen an der Baustelle von einem abstürzenden Balken tödlich getroffen.

w. Frankfurt a. M., 17. Aug. Ein 25 Jahre alter ^.mgerMann namens Rehbein verletzte seine Geliebt^

** Zärtlicher Gatte. Anwohner des Neuenwegs legen Wert auf die Feststellung, daß der gestern erwähnte zärtliche Gatte" nicht im Neuenweg wohnt, sondern nur Stammgast einer dortigen Wirtschaft ist.

OeNentliche Lesehalle. Im Juli wurden 217 9 Bände ausgeliehen. Davon kominen aus: Erzählende Literatur 1154, Zeitschriften 256, Juaendschrislen 280, Aers- birf)tungelt und Dramen 59, Literaturgeschichte 27, Länder- und Völkerkunde 62, Kulturgeschichte 30, Geschichte und Biographien 105, Kunstgeschichte 8, Naturwissenschaft und Technologie 96, Heer- und Seewesen 15, Haus- und Landwirtschaft 10, Gesund- dcilSlehre 7, Religion und Philosophie 34, Staatswisscnschast 16, Sprachwissenschaft 14, Fremdsprachliches 6 Bände. Nach aus­wärts kamen 71 Bände.

-e- Klein-Linden, 16. Aug. Dieser Tage brach um Mitternacht bei der BergmannSwitwe L. Weller Feuer aus. Die Leute lagen im tiefsten Schlaf und mußten schleunigst das brennende Haus verlaßen. Nur dem energischen Ein­greifen der freiwilligen Feuerwehr gelang eS unter Führung des Befehlshabers K. Jung II. ein größeres Brandunglück zu verhüten. Bürgermeister Schaum sprach der Feuerwehr Dank und Anerkennung aus.

--- Heuchelheim, 17, Aug. Der Allg. deutschen Klein­bahn-Aktiengesellschaft wurde dte jederzett widerruflicl)e Er­laubnis erteilt, für die Firma SackLJughardzu Gießen bei km 3,5 der Bieb ertaloahu in unserer Gemartung ein Anschlußgleis anzulegen. Der Betrieb auf dem Anschlußgleis wird von der Biebertawahn ausgeüot

Großen-Buseck, 16. Aug. Hier ist ein neuer Zweigverein des Alice - Frauen -Vereins für Krankenpflege gegründet worden. Präsidentin des Zweig­vereins ist Freifrau Auguste v. Nordeck zur Rabenau; zum Geschäftsführer wurde Pfarrer Barth bestellt.

-i- Allend orf a. d.Lahn, 16. Aug. Unser Krieger­ne re in eröffnete unter starker Beteiligung seinen neuen Schieß st and an der DeibelLmühle. DaS PreiSschießen hatte folgendes Ergebnis: 1. Preis mit 66 Ringen Adam Ulm- Allendorf, 2. Preis mit 64 Ringen Heinrich Krug-Allendorf, 3. Preis mit 57 Punkten Karl Jung II Maurermeister, Klein-Linden, 4. Preis mit 54 Punkten Julius Girnbel, Klein- Linden.

A Ortenberg, 16. Aug. Der sechzehnjährige Arbeiterim hiesigen Basaltwerk Otto Ganß ans Selters erlitt heute einen jähen Tod. Mit dem Fahren von Basaltlleinschlag beschäftigt, kippte ein Rollwagen durch Schwellenvruch um und druckte dem Jungen den Brustkorb cut. Er tonnte sich noch emtge Schritte aus der Erde ttiechend fortbewegen und starb auf der Stelle. Das Werk wurde eingestellt und die Staatsanwaltschaft Gießen von dem Vorfall benachrichtigt.

Bad Nauheim, 16. Aug. Die olympischen Spiele, die gestern auf pem hiesigen Sportplätze zum Austrage gelangten, hatten zahlreiche Zuschauer aus Frank­furt a. M. und der Umgegend herbeigeführt. Es waren 27 Vereine aus allen großen Sportplätzen Süddeutschlands mit 176 Mitgliedern vertreten, die 16 Konkurrenzen zu be­stehen hatten. Die Kurverwaltung und Vereine hatten wertvolle Preise gestiftet.

Griedel, 16. Aug. Der 19 Jahre alte Sohn Gustav des Schreinermeisters Hch. Reu hl zog sich beim Baden in der Wetter durch einen Kopfsprung Verletzungen am Kopf und innere Verletzungen zu, an deren Folgen er gestorben ist.

Darmstadt, 16. Aug. Tivisionsauditeur i P. Dr. Edwin Verdier de la Blaquisre ist am Samstag im

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Die Kretatrage.

Die Mächte Hecken jetzt in Konstantinopel und Achen chre -Ahnungen zur friedlichen Beilegung des Kretastteits er- i niert, und die Mahnung tst nicht ohne Eindruck geblieben, -nigstenS in Athen uiti> in Konstantinopel. Zn Äanea gegen soll man fest entschlossen sein, der dttederholung der ^echischen Flagge Widerstand enlgegenzusetzen.

Unter diesen Umständen sind die Gründe nicht garp; n der Hand zu weisen, die der Großwesir für das jetzige erhalten der Türkei anführt. Der ^tonftantinopeler Ver- I r*ter desTemps" hatte eine Unterredung mit dem Groß- Jir, der folgendes erHärte: Aus zwei Gründen muß die I zttafrage unmittelbar und endgültig gelöst werden. Der i <:e Grund hangt mit der finanziellen Zukunft der Tür lei Iin jammen. Wenn die Kreta frage in der Schwebe 6 leibt, I ) wird auch der Zustand der Gärung anbauern, in dem sich Le^entoärtig die türkische Bevölkerung befindet und in einer li)en Lage wird niemals Europa Vertrauen zu uns haben r) sein Geld für eine im Zustande der Aufregung be- ; Miche Türkei riskieren. Wir brauchen aber das euro- ' ische Kapital für die innere Reorganisation und für unser

Dget Der yoeite Grund betrifft die Rückwirkung, welche ?_ jiretafrage auf die anderen Balkanstaaten ausübeu kann, tun diese Frage nicht endgültig geregelt wird, wenn wir im nnerlebigten Statusquo annehmen, bann haben wir .jere Mack)tlosigkeft offen kund getan und daraus werden icBolkmistaaten Vorteil ziehen. Der Appettt dieser Staaten : noch nicht befriedigt. Mit unserer scchvachen Haltung der firctafrage würden wir jegliches Presttge in den Egen der übrigen Balkanstaaten verlieren und diese würden b .iiauö Vorteile ziehen, um mit ihren Ansprüchen vorwärts Iri kommen. Also, unsere finanzielle und politische Zu­ll .ist legt uns die Notwendigkeit auf, ein für allemal mit || c Kretafrage ein Enoe zu machen. Aber auch Griechenland |::t an der deftniliven Regelung dieser Frage ein Jn- |r cesse. Wir haben kein Ultimatum an Griechenland geschickt, I x' man anfangs irrtümlich geglaubt hat, ehe der Text li ;ferer Note bekannt war. Wir haben uns an die griechische I jjerung gewendet, wegen der Umtriebe von Agenten und I: ftsieren, die sich in gewissen Teilen unseres Reiches herum- I. ? iben und dort Unruhen erregen. In dieser Angelegen- I i: hatten wir ein Recht, uns an Griechenland direkt zu fcc üben und erst an zweiter Stelle haben wir von Griechen- I rtb eine Erllarung verlangt, daß es feine Annexionsabsicht füglich Kretas hege. Wir haben stets mit den Mächten Msuglich Kretas verl>andelt und niemals daran gedacht,!

ii dieser Regel avzuwettl)en. Auf dicfe Mächte rechnen I um zu der Lösung zu gelangen, welche wir fordern.

2er italienische Botschafter übergab gestern der Pforte u Doyen eine ^ollettivnote, in der die Großmächte die I; Kiitn>UIig£eit erklären, die mazedonische Finanztommission ß: ^schaffen, wenn sich die Pforte verpflichte, den aus der icog. Zollerhöhung für das Budget der drei mazedonischen (.Lafetö bestimmten Betrag diesen weiter zuzun^isen. Der Li e'rieichisch-ungarische Lotscha,ter und der russische Bot- p i öfter teilten außerdem die bevorstehende Abberufung der 11 ii,jcbonijü)cn Zivilagenten mit. Bei dem heutigen Emp-

3 des diplomatischen Korps erklärten die maßgebenden len der Pforte, daß die Pforte vorauf bestehe, daß ji.riechenland bie in der letzten türkischen Note verlangte nßärung bezüglich Kretas ab gebe.

Die türkische Kammer sollte gestern den Gesetzentwurf i :ueffeni> die Selbstverwaltung VON Jemen zur Beratung | p.Jbeit Der Dttnister des Innern erklärte, der Gesetzentwurf i nicht zweckmäßig und ungeeignet, die Lage in Jemen M > - regeln, wo neue Schwierigkeiten, wie der jüngste Angriff

Scheiks, aufgetaucht seien. Die Regierung habe Geld Ip.A Truppen entsandt und werde sttenge Maßregeln er- J (.eifen. Der Mnister forderte die Kammer auf, die Re- 8r.erung zu ermächtigen, das im Berwallungswege Not- Kirtixige zu veranlassen. ckDie Kammer erteilte hierzu die MiWächtigung.

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Deutsches Reich.

Der Reichskanzler v. Bethmann-Hollweg ist, wie !1SMilitärwochenblatt" aus Wllhelmshöhe unter dem 16. Mirgust meldet, unter Verleihung des Charakters als Major Ilm der Berechttgung zum Tragen der Uniform des I. Garde- Mngoner-<Regiments bei den £ffixieren ä la fuite der armee Ijnjefteilt.

I Der deutsche Botschafter in Konstanti- l|ope I, Freiherr Marschall von Bieberstein, ist in Berlin Ifctjetroffen. ,

Der Bi er krieg ist in Berlin ausgebrochen, nachdem HMie: Gastwirtetorporatwneu dem Vereine der Brauereien i|cEärten, nur einen Aufschlag von 2,50 Mk. pro Hektolfter Hir-üligen zu können statt ZchO ML Die Gefätze sur Lager- Wien sollen um ein Zwanzigstel verkleinert werden.

General-Anzeiger für Oberhessen

Rofafiott$öni(! unö Verlag der vrühl^chen Univ.-V»ch. trab Zteindrvckerei R. Lange. Redatttoa, Expeditton und Druckerei: Zchulstratze 7.

Die Lage des Streiks in Schweden ist mwerandert. Ü» organisierten Arbeiter stehen im allgemeinen fest, obgleich öQ solche an verschiedenen Plätzen die Arbeit wieder anfge- üuunen ljaben. Ter Streif der Eiscnbahnleme ift höchst unwahr- !->enlich. Das Resultat der Abdämmung wird heute bekairnt mchen. Das Straßenleben in Stockholm ist wieder lehr lebendig. ÜH meisten Straßenbahnen sind im Vertehr. Acattcoaches mit tristen fahren in der Stadt umher. m

Der vertagte Weltfriedenskongreß. Nachdem von 'Mändisa.en Teilnehmern an dem Weltfriedens tougreL m dvockholm Zweifel darüber ausgesprochen worden >md, ob der ^-greß während des Generalstreiles abgihalten werden kann, hat iss)wedische Organisation^komttee beichlossen, den Kongretz

Fmes der kommenden Jahre zu v e rschieben.

.Das neue dänische Ministerium hat iich solgender- sta.-en zusammengesetzt: Graf Holstein Ledrcborg wird 'JJtiniitcr-

ident, Minister ohne Porteseuille der bisherige Miniiterpran-

' TbÄ j auf öe. äunuudabtritaa «r Mi-Ü-ar «b-

^'Lister des .Aeußern Graf Ahleseldt, Justizmutister Hoegsbro,1 tpLeu.