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Weil den 62 Le Gutasborf wegen SittiiSL 'N9". Tie K- <S' -u>n«erteidegtt war Rch^ Verhandlung waren 4 Zeim Jt rr. Becker von der S annemaun und Krcisarzc $t -Ue Verhandlung jand unta xct Angeklagle wurde rotga A-_ - unter Wigung m: Gesangnw verurteilt. In da gte, gegen den der eigene Lch luen-verson habe ihn direktp andige Tr. Becker errlärlc ic aber jür einen geislesschnich: enerierten Menschen. Krci-ex lachtung sogar iwch Weiler, i ilcrubt, bau dieser bei Skgtfo- big gewesen sei.
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mn erhalten wir solgendu den Prozeß Reis sind» n zur Arage der Sniefc ■ Weise wiedergegeben, O ‘larfttlfung ju übeijenben. j® utadfcik etwa fofgtnbertna^ bWtungeu übet Den Seiftet- unter dinroeis auf Hfy&fai ■ bett. Familie vorgekomnM ytimg als mildernder Mant tsverwandlzchall des 'Mi M l rrorgelMmen. MdMalre , M M >ave.Mrn L s" »ehadl. M seren 10 '> ■ Heser hervorheoMg W ahr als einen besonders schle- der absolut objektiv W- Ebt tihccungcn übet ine w- cqativtm Reiulial angeW ■hm das Moment der ZciÄ'
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bti bet Anführung ihres Inhaltes "feiner AtrführLtngszeicfait bo i:xent haben. £3 kam uns lebig[id> daranf an, den Sinn jener Resolution mit all den gefährlickieit ^-olgerungcit, die sich daraus Gleiten lassen, möglichst scharf und klar zu. beleuchten. Wir mären l »eit entfernt, zu verkennen, daß die Antragsteller von den beiten Zbfichleit geleitet nxircn und mit ihrem Antrag dem kirchlichen '?rieben zu dienen meinten. Um so entschiedener mußten mir also |?en Nachweis zu sichren suchen, daß ihre Absicht auf dem vor- geschlagenen Wege nicht nur erreicht werderr kann, sondern daß I lrer ganze Antrag auf einer irrigen Voraussetzung beruht, insofern I ;iad ihm in mißverständlicl>cr Weise zugrundeliegende Verlangen | nach paritätischer Behandlung bei der Besetzung akademiscfar Lehr- 1 ianter unter allen Umständen außer Betracht blechen! muß, weil es I .nn politisches Verlangen ist, die Wifsenscfaft aber über
illen politischen Parteien steht und in'deren vergängliche Strömun- I -jen nicht hinabgezogen werden darf, (gerade weil wir mit Bedauerln 1 bemerkt hatten, daß bei den Shnodalverfandlungen die F-rage, darum kirchenpvlitische Parteirücksichten bei der Besetzung theo- ■I logischer Pwfessuren schlechterdings unzulässig sind, nickt mit voller
Deutlichkeit gestellt und beantwortet worden ist, unb weil wir 1 iite Ueber-zeugung gewonnen hatten, daß die Befürworter der Re- elution Tornseiff fick gar reicht bewußt waren, welcfa gesächrlrd)en i I ckairdhaben zur Befestigung einer einer einseitigen Partetfarrscfaft 1 M der Kirche aus ihr entnommen werden tonnen, haben wir * s für unsere Pflicht gehalten, auf die verhängnisvollen Folgen || «es Don der Mehrheit der Synode gegenüber dem Borschlags- inecht der thwlogischen Fakultät und des Senates unserer Landes- !Nwersität eingenomnienen Standpunktes mit allem Nachdruck auf- l:‘ imerffam zu machen. r t
Könnte doch mit ganz demselben Recht gefordert werden, tfafc die Professuren der Philosophie, Geschichte und Mtwnal- ,foitontie mit je einem konservativen und je einem liberalen Partei- rtann bescnt werden müßten. Es gibt ja auch zweifellos Leute, : nie das nicht ungern sehen würden, aber zum Glück nicht in den- inigen Kreisen, die auf die Besetzung der Lehrstühle Einfluß libat und sehr genau wissen, daß die Auslieferung der Wissen- ihast an die Parteigegensätze unseren Universitäten das Grab .graben hieße. c. t
Auf solche grundsätzlichen Ausführungen, die den Kernpunkt ! nserer (Singabc vvm 7. Oktober 1908 bildeten und schwerlich ,..'i wider!egeii sein dürften, ist die Gegenerklärung der Kirchlich- • vsitiven Bereinigung auck nicht mit einem Wort eingegangen. Katt dessen versteift sie sich auf die unerhebliche Tatsache, daß 1 iiür deii Wortlaut der Resolution reicht ganz zutreffend wiedev- .regebeit haben. Taß letzteres „in irreführender Weise" geschehen i i, müssen wir überdies errtschieden bestreiten. Tenn, wenn dre i 'K.efviution wirklich nur fordern wollte, daß bei künftigen Ba- kinzcm „au d) Vertreter der positiven Richtung Berüch'ichtigung V T'.itbrn," so wäre dem zu entgegnen, daß die Gießener Fakultät n •iebertioll fogenannte positive Gelehrte bei ihren Vorschlägen j'-rircksicktigt hat, nur hat sie sie nicht an erster Stelle ge- i ii annt, wofür sie wahrscheinlick) ihre guten Gründe gehabt fabelt hirb. Tie Resolution kann also nur gemeint haben, daß solche • künftigen Fällen eben an erster Stelle oder „in er steck ., ' i n i e" in Betracht zu ziehen seien. Tas Wörtlein „auch" kann ! aniNach nur besagen: letzteres ist bisher nicht der Fall ge- I irefeii, wir fordern aber, daß es künftig geschehe: wie ost —
darüber braucht man sich ja vorläufig den Kopf nod) nicht zu zerbrechen. Taß wir das vielsagende Wörtlein „auch" tid)tiger ausgelegt haben, als es der Erstand der Kirchl.-pos. Bereinigung jetzt wahr haber^will, geht aus einem dem gleichen Gegenstände gewidmeten Aupatze des offiziellen Organs jener Vereinigung, ihres „Korrefpondenzblattes", hervor, in dem es (Nr. 5 des lauf. Jahrgangs i heißt: „Wenn wir aus der Schule plaudern Dürfen, dann wollen wirs ganz leise verraten, daß bei Professor Schians Berufung nach Gießen die Frage nach der wisfensckiaftlichen Tüchttg- feit nicht allein gestellt gewesen ist, daß bei dieser Beruftlng eine gewisse Mch'ichtnahme auf die Kirche nritgespielt hat. Was wir übrigens dankbar akzeptieren. Genügt uns aber nicht!" _ Ties köstliche „Genügt uns aber nicht!" kann im Sinne der Positiven heißen: in der Wahl dieses Tozenten erblicken wir zwar ein gewisses Entgegenkommen, aber zu den wnsrigen gehört $x leideck doch nicht ganz. Es kann aber auch heißen: bei nächster Gelegenheit werden wir immer wieder einen „Positiven" fordern, denn — wie cs W. Tittmar fo hübsch ausgedrückt fat — „der Appetit kommt mit dem Essen?" Tas ..Befremden" über unsere „irreführende" Veränderung des Wortlautes der Resolution braucht man also nicht allzu ernst zu nehmen: den Sinn, den die Herren von der Rechten ans ihr herauslesen, haben wir ganz richtig ge- troffen.
Wenn die Erklärung uns schließlich vorwirst, daß unsere Eingabe geradezu beleidigende Ausfälle gegen die Vertreter der kirchlich-positiven Richtung" enthalte, so überlassen wir die Ent- scheidrmg darüber ruhig bem Urteil jedes unbefangenen Lesers: in Nr. 5 unserer „Neuen evangelischen Blätter" für 1908 liegt sie der Oeffentlichkeit vor. Wir bemerken aber dagegen, daß fast jede Nrimmer des laufenden Jahrgangs des „Korrespöndenzblattes" der Kirchlich-positiven Vereinigung gegen die Freie Landeskirchliche Vereinigung „beleidigende Ausfälle" macht, die nicht nur die einfachsten Regeln des gesellschaftlichen Anstandes verletzen, sondern sogar mit groben Entstellungen und dreisten Erfindungen unsere Arbett zu verdächtigen suchen. Mit diesen Angriffen abzurechnen, wird.sich noch Gelegenheit finden. Einstweilen haben wir besseres zu tun.
Ter Vorstand der Freien Landeskirchlichen Vereinigung für das Großherzogtum Hessen.
Professor Tr. A. E. Berger, Darmstadt.
Kleine Tageschronik.
Gegen die Berufung des Pfarrers Mahling an die Berliner Universität hat die theologisck)e Fukilltat beim Ministerium Einspruch erhoben.
In Essen sind zahlreiche Personen an Genick starre er krankt. Auch in den umliegenden Ortschaften sind viele Erkrankungen vorgekommen. _
In Compione am Gardasee ist ein Teil des Strandes samt dem Landungssteg im See verschwunde n. Tic anliegenden Häuser mußten geräumt werden, weil sie ebenfalls dem Einsturz nahe sind.
Dem (Sortiere della Sera zufolge versuchte vorgestern Frau T o s e l l i in G e n u a, sich ihrem früfaren Gemahl, dem König von Sachsen, zu nähern, während er sich zu Fuß zum Bahnhof begab. Sie wurde aber vom Gefolge des Königs zurück- geirtefen.
t>attfccL
— Adlerwer kc Dorrn. Heinrich Kicher, Frankfurt a. M. In der Gleiteralücriamm 1 ung wurde die Dividende von 25 Proz. glatt genehmigt und über das lausende Geschäftsjahr mitgctcilt, daß die Aufträge wesentlich besser als im vergangenen Jahr einlaufen und auck) die Ablieferungen bedeutend höher seien. Für die ersten 4 Monate ergebe fick ein Mehtversand von 851OOO Mark. Für Automobile müßten sogar teilweise weite Liefernngs- fristen ausbedungen werden. Auch das Fahrrad- und Schreib- maschinengcschäft sei ganz gut, obwohl über den Fahrradfandel int allgemeinen genagt würde.
Boranvüchtlichc Witterung für Hessen am Sonntag dem 14. März: Wechselnde Bewölkung. Geringer Schnee, nachts Frost. Am Tage etwas kälter, dlörbtiche Winde.
©riginaUDrabtincldunßcn.
Berlin, 13. Mär;. Ruhlands kriegerische Vorbereitungen verschärfen sich. Zahlreiche sich in Berlin auf altenbc russische Reserveoffiziere erhielten telegraphische Einberufungsordre in ihre russischen Regimenter.
Konstanz, 12. März. Ter katholische Pfarr« Mül- t a 1 e r in Klustern wurde verhaftet und ins hiesige Gefängnis eingeliefert. Mültaler wird beschuldigt, sich gegen § 174 des Str. G. B. vergangen zu haben. Wie aus unserer heutigen Tageschronik ersichtlich, hat des Konstanzer Zentrumsblaitt behauptet, MüItaler sei ins Kloster gegangen. T.R.
Paris, 13. März. Nach einer Meldung aus Washington wird der frühere Unterstaatssekretär Bacon demnächst als Nachfolger des Botschafters White nach Paris kommen.
Paris, 13. März. Die Po st beamten ließen sich gestern abend zu hefttgen Kundgebungen hinreiße'n. Sie zogen vor das Telegraphenamt und erz-wan^en sick) Zugang zum Gebäude. Die Polizei mußte energisch cin- schreiten. Bei den entstandenen Tumulten wurde der Polizeipräfekt verletzt. Ernste Strasmaßnahmen wurden in Aussicht genommen.
Parts, 13. März. Der „Matin" meldet aus Bel - grad: Der Ministerrat nahm vorläufig einen Beschluß über die Antwort an, die Anfang nächster Woche Oesterreich erteilt werden soll. Die serbische Regierung ist fest entschlossen, die Frage des Handelsvertrages mit der bos nischen nicht verquicken Au lassen. Ueber diesen Punkt werde sich die Regiertmg in unzweideutiger Weise ausdrücken.
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