Die heutige Nummer umfaßt 16 Seiten.
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ALeine- Feuilleton.
_x T- ÄPrz?t>.?®(I Vat soeben int Verlag von AwnFlei- j chel in Berlin fern neuestes Werk, Die Pariser, ein Ronian Ou4 Hessen, veröffentlicht, der dieser Tage im Buchhandel erscheint Der Roman behandelt die Lebensschicksale nach Paris ausgv- ttmnderter Oberhessen, die Bock mit seiner kraftvollen, dVarnw- ch'chen Kunst meisterlich geschildert hat. Wir kommen demnächst näher cmf das Buch zu sprechen.
reich und will rutyig die Entscheidung der Konferenz ab- warten, aber nun liegt der Nachdruck des Satzes von den territorialen Ansprüchen auf „Oesterreich". So behaupten kundige Thebaner, und da sieht denn die Sache weit bedenklicher aus. Serbien verzichtet- auf seine Ansprüche an Oesterreich, stellt aber gleichzeitig neue Ansprüche an die Türkei. Offenbar ist dieser neueste diplomatische Schack)-» zug nicht auf serbischem Boden ausgeheckt worden, sondern in St. Petersburg. Warum wollte Rifaat Pascha die Newa-, stadt so Hals über Kopf verlassen, obgleich doch die Verständigung über die bulgarische Frage angeblich so nahe bevorstand? Warum rüstet Rußland plötzlich so eifrig? Wahrlich, dem Balkankriege scheinen wir wieder einmal näher denn je zu sein. E. A,
ideöfen „Geyser“ erapparate Specialfabrik für lur durch die In. taloge kostenlos.
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politische Tagesscha«.
Das Bier in der Finanzkommiffio«.
Die FinanzkomMission des Reichstages hat gestern den § 6 des Brausteuergesetzes (Erhebungssätze) mit dem Anträge der Reichspartei angenommen, der folgende Steuersätze enthalte: Von den ersten 250 Doppelzentnern 10 Mk., von den folgenden 750 Doppelzentnern 12 Mk., von den folgenden 500 Doppelzentners 16 Mark und von dem Rest 20 Mark und mit einem Anträge der Konservativen, nach wclchenr für die vor dem 1. Oktober des Jahres 1908 betriebsfähig hergerichteten Brauereien, sofern inl ihnen im Durchschnitt im Rechnuugsicchre 1906, 1907 und 1908 nicht mehr als 150 Doppelzentner Malz verarbeitet worden sind, die Steuer von den ersten 150 Doppelzentnern des im Rechnungsjahr verwandten Aialzes nicht auf 10 Mark, sondern auf 8 Mark ermäßigt wird. Die Annahme des Antrages der Reichspartei (Erhebungssätze) erfolgte mit 13 gegen 12 Stimmen (Zentrums und Sozialdemokraten). Tie Kommission nahm sodann debattelos den 8 1 an und beriet den 8 2, der die Besteuerung beS Zuckers zur Brauverwendung behandelt. Tie Regierungsvorlage schlägt folgende Vorschrift vor: Der BundeSrat ist befugt, die Brausteuer für Zucker, welcher der Zuckersteucr unterliegt, zu ermäßigen und, wenn seine Verwendung in den Brauereien mit einem jährlichen Verbrauch an steuerpflichtigen Braustoffen von nicht mehr als 250 Doppelzentnern erfolgt, zu erlassen. Auf Antrag der Reichspartei wird „unterliegt" gestrichen und folgender Zusatz angenommen: Der dein obergärigen Bier nach dem Aktschluß des Brauverfahrens und außerhalb der Braustätte zugesetzte Zucker unterliegt nicht der Brausteuer. In dieser Form wird hev 8 angenommen. Nächste Sitzung Dienstag: Fortfttzung
Ichaft verwandelte, in der Felder und Wiesen, Bäume und Wälder und cmf einer Anhöhe sogar ein Dorf mit einem Kirchturm ganz deutlich zu unterscheiden waren. Plötzlich wurde es in diesem in dre Lust gezauberten Bilde auch lebendig, denn verschiedene Ab- tcilungen Soldaten — man konnte sogar unterscheiden, daß cs ^itiantcne war — bewegten sich in gefechtsmäßiger Ordnung gegeneinander. Auf cimnal machten die Abteilungen Halt, und man konnte gegenseitiges Gewehrfeuer schwach wahrnehmen, bis sich mit einem Male zum Leidwesen der erstaunten Beobachter wie dirrch einen Zauberschlag das wundervolle Bild verschob und plötzlich verschwand. 9hir ein fahler, rasch erblassender Lichtstreif zeigte die Stelle an, wo sich das seltene Phänomen abgespielt hatte. Aus nähere Erkundigung ergab sich für die Beobachter bald die volle Erklärung dieses seltsamen Vorganges. Tie Richtung gegen Mrdosten wies auf die nächste von Krautheim etwa 18 Kilometer entfernte württembergische Garnison Mergentheim hin, und in der Tat soll an diesem Tage, und zwar genau zur selben Zeit, das Mergentheimer Bataillon auf der Höhe von Löffelstetten eine Gefechtsübung abgehalten haben.
S. W. Doktor-Ingenieur und Schweinehirt. Kürzlich war in der Zeitschrift des Vereins deutscher Ingenieure folgende Anzerge zu lesen: „Physikal. elektrotechn. Institut der Handelshochschule Köln. Dr.-Jng. als Assistent zur Unterstützung des Professors in Vorlesungen und Laboratoriumsübungen. Reflektant muß im phys. und elektrotechn. Laboratorium einer technischen Hochschule gearbeitet haben und allgem. tcchnologisck)e Kenntnisse besitzen. Spätere Habilitation nicht ausgeschlossen. Gehalt: 1. Jahr 1200 Mk, 2. Jahr 1500 Mk., 3. Jahr 1800 Mk, Eintritt 1. April." — In der „Pfälzischen Presse" sucht die Stadt Kaiserslautern einen Schweinehirten. Die Bezüge des Hirten belaufen sich auf 1200 bis 1300 Mk. Außerdem erhält er ein Stück Land und einen freien Tag in jeder Woche, an dem er sich anderweit Geld verdienen kann.
— Die Uraufführung der „Räuber" im Jahre 190 9. Wir hatten geglaubt, Schillers „Räuber" seien 1782 durch Jffland in Mannheim zur „Uraufführung" gelangt, um uns dies schöne, moderne Theaterdeutsch auch bei dieser Gelegenheit zu eigen zu machen. Nun aber werden wir durch die „Mcckl. Sttel. Landeszeitung" eines Besseren belehrt und erfahren, daß diese Uraufführung zu Neusttelitz in diesem Jahre, also 129 Jahre nach Mannheim stattfand. Die Landeszeitung meldete nänllich dieser Tage, daß Herr Dverry „wirklich mit großer Ansttengung" den Franz Moor kreierte. — Jk, werm die „M. St. L." deutsch könnte oder die Bedeutung der Fremdwörter wüßte.
S.W. Schüllcrverbände in Frankreich. Tas vielseitige Bestreben im französischen Volke nach Organisierung ge- nossenschaftticher Verbände für gemeinnützige Aoecke hat in den
und der Kölnischen Zeitung gewesen, zu behaupten, daß die Freisinnigen aus Rache für Alzey-Bingen dem reaktionären Welsen ihre Stimmen gegeben hätten. Die „Natl. Korr." schrieb gleich nach der Wahl: „Aber die Freisinnigen leitete sicherlich der Wunsch der Parteiparole zum Trotz für Alzey-Bingen Rache zu nehmen, und die Bündler hatten dasselbe Bestreben, weil sie bei der Hauptwahl ausgefallen waren. Viele Hunde aber sind des Hafen Tod. Ter Bund der Landwirte hat durch die Wahl des Welfen wieder einmal gezeigt, was seine marktschreierisch angepriesene nationale Gesinnung wert ist. Ter Freisinn aber wird gut tun, Retriminationen, wie sie erst heute wieder die „Lib. Corr." vorträgt, einzustellen. Die R e ch n u n g i st beglichen; wir sind quitt: auf seine Schultern gestützt, zieht ein Vertreter der reaktionärsten Gruppe, die wir in deutschen Landen überhaupt haben, in den Reichstag ein." Gegen den schweren Vorwurf, der in diesen letzten Worten gegen ben Freisinn enthalten ist, wendet sich nun die Freisinnige Zeitung mit gewichtigen Gründen. Sie erinnert daran, daß nicht nur der geschäftsführende Ausschuß der Freisinnigen Voltspartei, sondern auch die örtliche Parteilei
tung der Freisinnigen im Wahlkreise dringend aus- geforoert. haben, den Nationalliberalen zu unterstützen. Daß diese Parole zum allergrößten Teile befolgt worden sei, ergebe der Ausweis des Wahlresultats tn den einzelnen Orten. Die voreilige Verdächtigung hat die Freisinnigen nun begreiflicherweise sehr verstimmt und wird nicht dazu beitragen, die zwischen Nationalliberalen und Freisinnigen leider bestehende Gereiztheit zu beseitigen. Die „9tatL Korr." hat wohl nicht Unrecht, wenn sie in neueren Auslassungen sagt, daß Freisinn und Nationalliberale bei der heutigen Struktur der Wählerrnassen und bei dem allgemeinen Gang unserer Politik schließlich doch aufeinander anbewiesen seien. Das hätte man iu der Tat auf beiden Seiten früher bedenken und es nicht zu einem Alzey-Bingen kommen lassen sollen. Die „Natl. Korr." bemerkt dann weiter: „Und wenn der Freisinn nach den törichten Rezepten des Berliner Tageblattes und der Liberalen Korrespondenz fortführe, nur aus Verärgerung und Rachege- fühlen der Reaktion Mandate üt den Schoß zu werfen, dann könnten derlei R e v a n ch e g el ü st e am Ende wohl in die nationalliberalen Wählerschaften hinübergreifen, und was jetzt den Nationalliberalen geschah, geschähe in so und so vielen anderen Fällen auch dem Freisinn; Zentrum und Konservative aber, Bund und Welfen lachten sich ins Fäustchen." Dazu darf es natürlich unter keinen Umständen kommen, und die „Natl. Korr." meint daher: „Darum wird es Zeit zur Umkehr. Freisinn und Nationalliberale haben gefehlt; beide. Nun heißt es zusehen, wie wir die begangenen Irrt ümerausbessernund neue vermeiden." Zweifellos hat Pfarrer Korell mit Schuld an der tiefgehenden Verstimmung der Nationalliberalen gegen den Freisinn, aber die Nationalliberalen haben sich hierfür in Alzey über Gebühr gerächt. Nun möge endlich wieder Frieden werden zwischen beiden Parteien, im Interesse des gemeinsamen liberalen Gedaliiens.
Bezüglich des Ba l ka n st r eite s muß man nachgerade auf Frieden hin. Der äußeren Form nach verletzt sind sie immer wieder trügerisch gewesen. Auch die neue Zirkularnote Serbiens und die gleichzeitig von Rußland gemeldeten fieberhaften Kpiegsrüstungen deuten nicht gerade auf Frieden hin. Der äußeren Form na datier* Achtet Serbien auf alle territorialen Ansprüche an Oester-
Volksschulen zur Gründung Don Schülervereinen geführt, die die Forderung des Gemeinwohles durch Wiederan Pflanzung von Waldern auf verwüstetem Terrain zum Ziele haben. Tast ^uradepartenient zählt 64 solcher Schülerverbände, die im Jahr« 22251a Baumietzlinge in die Erde pflanzten auf einer Geiamtflache von uoer 57 Hektar. Kerner führten sie Bewüsse- rungs- und andere Anlagen zur Verböserung der Wiesen auf einer Flache von 20 Hektar durch und legten Baumschulen auf 4 Hektar an. 3m benachbarten Doubs-Dcporteinent gibt cs 39 Verbände, bic nn Herbst 1907 110 800 Bäume auf einer Fläche von 20 Hektar (Ian5t haben: ferner machten sie Bcriesclungsanlagen auf einer Flache von 4 Hektar Tas ganze Werk hat nicht nur für die Landichafteii deren Klnna unter der Entwaldung Litt, bedeutsame oTonomiicfc Vorteile, sondern es weckt auch in den Schülern den Gent der Initiative und der Hingabe für allgemeine Zwecke und fugt sich sonnt überaus wirksam in den (fiziehungsplan der schule em.
. ~ Chantecler, das Stück der Zukunft. Wie dem B. T. telegraphiert wird, scheint der welterschüttcrnde (Streit in der Pariser Presse, wcv eigentlich nach Coquelins Tod die Titelrolle m Mftands „Chautecler" spielen soll, endlich feinem1 Ende e"tgegenzugehen. Lucien Guitry soll dazu jetzt nämlich end- gulttg auserfehcn sein. Zwar wurde es heute morgen in Paris "»ch bestritten, aber da Rostand selbst diese Tatsache dem „Temps" mitgrteUt hat, wird das damit bis auf weiteres wohl seine Richtig- Nichtsdestoweniger behält aber vielleicht auch der „Marrn recht, der wlgendes Zwiegespräch im Bureau eined Standesbeamten belauschte: Der Beamte fragt: „Welcheii Vvr- namen wollen Sie ihrem neugeborenem Sohn geben *>“ Der Vater • ^Ehanteeler fall er heißen." Ter Beamte: „Warum denn aerohr ^fantecIeT?" Der Vattr: „Weil ich hoffe, daß dieser Name memem Sohn, wenn er erst erwachsen sein wird, das ÄL Stück"A^t-u'-sch erften Aufführung ton
^blt gestern abend im Kroll" <4CAtn ""en Vortrag über seine For-, auch das Kaiserpaar bei-, wurde ihm vom Vorsitzenden )er ©efelifcbaft für Erdkunde, Geheimrat Prof. Dr. Wahn- r* Hnmboldd-Medaille verliehen. Der Kaiser lagere Zmt mit ihm und bat iljn um eine thm durchquerten Gegend, damit er seine eigene dantach verbessert könne.
Z7s.^leine Ebro nik aus Kunst und Wissenschaft. H- J' finh t -r!?1' scheAussü () r >l n g der Straußschen „E l e^ t» t r a stndet zwischen 15. und 20. März an der Skala zu Mailand-
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Tschechisches ans dem österreichischen Abgeordnetenhaus.
Im öftere. Abgeordnetenhause kam gestern der Dring- lichkeitsantrag Klosoc betreffend die gegen ihn eingeletteke Untersuchung wegen staatsfeindlicher Umtriebe und Verwendung des Angestellteii Maschek als Agent provoeatenv zur Beratung. Klofac erklärte it. a., Maschek sei ein siebenmal wegen Verbrechen bestrafter Meiisch. 1906 habe er unter der Maske eines Anarchisteii Bergarbeiter zur Bomben-, Fabrikatwn verleitet. Ter Minister des Innern erklärte aus das bestimmteste, daß Boeder Maschek noch eine andere Person als Agent provocateur verwendet worden sei. Die Tschechisch-Radikalen drangen nach diesen Aeuße- rmlgeic des Ministers unter wütendem Geschrei gegen die Ministerbank vor. Die Deutschen, die emen Angriff des Ministers befürchteten, suchten sie zurückzudrängen. Als die Tschechisch-Radikalen nicht wichen, tarn' es zu erregten Szenen und drohenden Auseinandersetzun-, gen. Als der Ordner und der Ministerpräsident beschwichtigend einschritten, trat Ruhe ein.
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Politische Wochenschau.
Gießen, 13. März.
An dem vielbesprochenen Kompromiß in der Finanzkommission hat eigentlich niemand rechte Freude gehabt und nun scheint es, daß man doch auf die N ach la ßsteue r zurück kommen will. Das hat such neuerdings auch bei den Konservativen und dem Zentrum gezeigt. Der bayr. Abg. Heini führte neulick) in einer politischen Versammlung ans, daß die NachlaMeuer ein Mittel wäre, um der Steuerdefraudation „auf die Haube" zu steigen. Dem Bauer, dem Gewerbetreibenden kann man, so sagte er sehr richtig, sein Einkommen bei Heller und Pfennig nachweisen, aber für genaue Konstatiening des Kapitalvermögens habe noch kein Staat das richtige Mittel gefunden. Solche Ausfüh- runaen sind ja einstweilen noch vereinzelte Erscheinungen in der Zentrumspartei, aber sie scheinen doch die ersten frohen Vorboten eines Umschwunges der Meinungen zu. sein. Inzwischen wird hinter den Kulissen mit Vertretern der Regierung sehr eifrig verhandelt, und es ist nicht aus- geschlosien, daß man demnächst von neuen überraschenden Steuervorschlägen zu hören bekommt. Als definitiv ab- S" 'nt gelten schon heute die Steuern auf Elektrizität, auf und Anzeigen. Als Ersatz hierfür wird von einer .Whlensteuer und einer Erhöhung des Kaffeezolles gesprochen. Wenn man nur recht auf die Suche gehen wollte, dann würde man wohl auch noch anderen uitb besseren Ersatz finden. Wie wäre es beispielsweise — im Ernste gesprochen — mit einer Rede st euer. Wird heutzutage bei uns nicht etwas gar zu viel geredet und könnte da nicht eine angemessene Steuer sehr erzieherisch wirken. Aehn- ücheS ließe sich vielleicht auch von einer Musiksteuer lagen. Eine Einschränkung des vielen Musizierens, vom Phonographen angefangen bis zum Abonnementskonzert hinauf, würde sich bann vielleicht bald als eine recht segensreiche Einschränkung der Quantität zugunsten der Qualität .eigen. Es gibt noch andere Steuerquellen zu entdecken, man bbauckit nur an die Ueberproduktivn auf dem Buch- markte zu denken. Es gibt so lvenige Menschen, die heut- Mage ivirllich etwas neues iind wertvolles zu sagen haben, und wer seine dürren Gedanken durchaus auf die Mit- i^nd Nachwelt bringen will, mag als geringe Entschädigung hierfür eine Bück er steuer zahlen.
Man wird jedenfalls schon aus diesen wenigen Beispielen ersehen haben, daß es noch reiche unentdeckte Steuerquellen «stbt, Steuerquellen, die nicht nur den Staatssäckel füllen Helsen, sondern auch erzieherisch wirken. Seitdem die Kon- lervativen das erzieherische Moment bei Steuern wie die ^ahrkartensteuer, die Erhöhlma der Fernsprechgebühren unb .dergleichen mehr entdeckt Haven, wird man auf das erziehe rische Prinzip and) bei der neuen Reichsfinanzreform gebührend Rücksicht nehmen müssen.
Die R eich s tags st ich wähl in Berden-,Hoya- »syke hat in nationalliberalen und freisinnigen Blättern eine ziemlich erregte Debatte entfacht. Die Freisinnigen Latten bediligungslos und trotz Mzey-Bingen die Parole «usgegeben, für den Nationalliberalen 511 stimmen. Diese Äarole scheint doch auch befolgt worden zu sein, wenigstens Leutet nichts darauf hin, daß es anders sei. Den nackten Ziffern kann man es freilich nicht ansehen, auf welche Äarteigruppierungen sie entfallen. Unseres Erachtens ist es etwas voreilig von der Nationalliberalen Korrespondenz
. _ A"t.^Morgana in Deutschland. An der badisch- mrrttcinbcrgrschm Grenze will man dieser Tage das in unseren Nwltegraden seltene Phänomen einer Luftspiegelung beobacküet
-> ,,Heidelberger Tagblatt" wird hierüber ausfühp-
ich aus Krauthcnm (Amt Adelsheim) berichtet. Tas ?ätturschau- Ü-cl soll von einer Anzahl Passanten auf der Straße Dörzbach—
< 5- wahrgenommeu worden sein. Es war vormittags 10 ttyr, als ftw Plötzlich am wolkenlosen Himmel in Twrdöstlicher Dchttmg etwa 20 bis 30 Grad über dem Horizont ein heller, rosa- rarmger, ziemlich breiter Lichtstreisen bildete, der immer mehr an Hellrakeit zunahnr. Groß war die Ucbcrraschung der Beobachter, n-i sre die Wahrnehmung machten, daß dieser Lichtstreifen sich irngiam m eine von der Sonne beschienene, hellerleuchtetc Land-
_. — Zwer neue Kompositionen eines geborenen Gießeners, Ehr. Hüttenberg er, sind im Kommissionsverlag
• Staudt in Homburg v. d. H. erschienen. Ein flotter .Marsch „Hu rra, d a s Kaiser-Regimen t" und eine Idylle Dr Piano forte „Abend am See".
— „Das letzte Glück", das neue vieraktige Schauspiel Klare Biebig, dessen Erscheinen wir sckwn angezeigt haben, r^rv am 23.März im Frankfurter Schauspielhaus Uraufführung gelangen. Tas Stück spielt in der Eifel und CTtaltet einen bürgerlichen Ehekonflikt, der sich zwischen l-nvm Bauernhofbesitzer und seiner Frau nach zwanzigjähriger (Me aurtut. Tie Arbeit ist übrigens auch von der „holländischen ^oneelgesellschaft" angenommen worden und wird für die en g «• llsche Bühne bearbeitet.
Preisausschreiben. Im Wettbewerb uml das P l a ka t für den Wettstreit deutscher Männergesang--
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erscheint täglich, außer ® 'WgST «ezngSprets:
Sonntags. - Beilagen: / > ▼ Lj . . W ▼ monatlich7bviertel-
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wirtschaftliche Seitfr-gt« V ▼ H B ■ V DL' W \ V ®r W SL Zeilenpreis: lokal IbPs-,
Fernsprech - Anschlüsse: ■ K ~ ~ ** auswärts 20 Pfennig.
sür die Redaktion 112 IVjr ÖW Verantwortlich
WM General-Anzeiger für Gberheffen WW
bis üorn^ta^Tubn Hotätionsörud und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Steindruckerei R. Lange. Rebattion, Lxpedttion «Nb vruckerel: Lchulstratze 7. Anzei'gente?l^H^Beck
J im anu , den zweiten unb dritten Preis Josef Correggio ‘2ier ^ttc Entwurf, der nach dev Bestimmung d-s Kaqers ausgcführt wird, zeigt einen jugendlichen Ritter, i>*r mnt der Harfe im Arm zum Sängerkrieg reitet. Es waren utt ganzen 104 Entwürfe eingereicht, die sämtlich von Samstag.
Dienstag den 16. d. M. im ehemaligen ^^ckenbergischcn Bibliotheksgebäude am Eschenheimer Tor aus- gidteNt und.


