Nr. (50
Erschein! täglich mit Ausnahme beS Sonntag?.
General-Anzeiger sür Gberheffen
zur
des
Frankfurter a»or
3‘/s°/o Reichsanleihe.
3 °/.
do.
107.00
Berliner Börse. 12. März. Anfangskurse-
Canada E. B. .
149.60
Lahre m Angriff genommen. Leider tonnte wegen Lknappheit Katharine, Marie und C: .i; U;’ öer Mittel, die damals für diese Zwecke Mr Verfügung standen, I heim, fetzt zu Reichelsheim wvhnl.
186.70
190,60
88.50
145.50
den bespritzten Flächen
für Oberhessen hat auf veranlaßt gefühlt, diese in größerem Umfange
2168
109.60
Berliner Handelsges. . Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Deutsch - Asiat. Bank . Diskonto-Kommandit . Dresdner Bank . . Kreditaktien .... Baltimore- und Ohio-
Eisenbahn ... Gotthardbahn . . . Lombard. Eisenbahn. . Oesterr. Staatsbahn . . Prince - Henri-Eisenbahn
. 171 75 . 129.00 . 244.90 . 140.00 . 186.25 . 149.50 . 198.0J
98.1'
98.40
93 80
96.1-5 86.6.
96.o:
86.6
95.51
160.1
129.00
244 70
durch ihre gelbe Farve sich deutlich von abhoben.
Ter Landwirtschaftskammer-Ausschuß Grund dieser günitigen Erfahrungen sich Einrichtung in diesem Jahre nicht nur
„ um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion.
„ um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.
r um 11 Uhr: Heil. Blesse mit Predigt.
Nachmittags um d*/9 Uhr: Christenlehre, Predigt; daraus Passions Andacht.
Mittwoch abend um 672 Uhr ist Fasten-Andacht.
Harpener Bergwerk Läurahütte .
Lombarden E. B. ,
Nordd. Lloyd . ,
Türkenlose . . e
58.90
61.00
98.0.
95.15
94.30
146.0
51.20
87.3t
65.3'
98.90
Kinderkirche für die Johannesgemeinde. Ptarrer A u s f e l d.
17.20
146.10
11600
heim um Erlaubnis zur Einleitung der Abwässer in die Ufa wird in einer späteren Sitzung v.rhandelt werden.
' Schwab, früher zu Bingen-
. „ _ _ st, sind für die Jahre 1902
Tie „Eichener $amilkn**lattcr’ werden dem .Anzeiger" viermal rauchen lich beigelegt, das „Krcisblatt füt den Kreis Ziehen" zweimal wöchentlich. Tie „randwirts'chaftttchen Seit» fragen" erfcheinen monatlich zweimaU
Millivoch den 17.März, abends 6 Uhr: 4. P a s s t o n s a n d a ch t. Pfarrer A u s f e t d.
katholische Gemeinde.
Gotterdieust.
Samstag den 13. März:
Nachmittags um 5 Uhr imb abends um 8 Uhr: Gelegenheit heil. Beicht.
Nachmittags 6 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer.
Beichte und heil. Abendmahl für die Lukas- und Johannes- gememde. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.
Abends 8 Uhr im Johannesfaal: Vortrag über Judenmifsion.
Ptarrer K l o f e.
Montag den 15. März, abends 8 Uhr, im Johannesfaal: B i b e l st u n d e. Pfarrer A u 2 i e l d.
Redaktion, Expedition und Druckcret: Schul- .stratze 7. Expedition und Verlag: e^5L Redaktion:^^112, Tel.-Adr.:AnzeigerGießen.
kirchliche Nachrichten.
Lvangeiische Gemeinde.
Sonntag den 14. 'Marz, Okuli: Gottesdienst.
In der Ztadttirche.
Vormittags 9’/, Uhr: Professor D. Schi an.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die 'Matthäusgemeinde.
Pfarrer D. S ch l 0 jser.
Abends 6 Uhr: Pfarrer S ch w a b e.
Beichte und heil. Abendmahl <ür Matthäus- und 'Markus- gemeinde genteinsam. Anmeldilltg vorher bei bcm Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.
1 Llbends 8 Uhr: Vereinigilng der konfirmierten männlichen Jugend der Maithäusgemeindc.
Unkrautbekämpfung.
Neben einer Reihe anderer Maßnahmen zur Förderung der Bodenkultur hat der Landwirtschaftskammer-Aus- I «h u b für Oberhessen auch die Bekämpfung des Hederichs, der besonders in der Wetteran so verheerend austritt, im vorigen
Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . , Dortmunder-Union C. . Dresdner Bank . . • Tendenz: schwach.
TeSefonäsche Kursberichte
Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Giessen.
Sonntag den 14. März, 3. F ast e n s 0 n n t ag: Vorniitlags von 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht.
0 um 7 Uhr: Tie erste heil. Messe.
3n der Zohannerkirche.
Vormittags 9'/r Uhr: Pfarrer' Ausseld, Lorniiltags 11 Uhr:
3l/,°/0 Konsols • • • •
3°/0 do. . . . .
3*/,% Hessen . . . . .
3l/2°,0 Oberhessen . . . 4°/0 Oesterr. Goldrente. . 475°/o Oesterr. Silberrente. 4°/0 Ungar. Goldrente . . 4" 0 Italien. Rente . . . 3°/0 Portugiesen Serie I . 3°/0 Portu.'iesen n III . 4,/,0/0 russ. Staatsanl. 1905 4'/,°/0 japan. Staatsanleihe 4°ln Conv.Türken von 1903 Türkenlose . . .
4°/0 Griech. Monopol-Anl. . 4°/0 äussere Argentinier . 3°/0 Mexikaner . . . . 47,°/0 Chinesen . . .
Aktien:
Bochum Guss . . , . . Buderus E. W.....
Tendenz: reserviert.
durchzuführen, sondern noch weitere Unterstützungen zur Bekämpfung des .Hederichs zu gewähren. So wurde in der letzten Sitzung der Äckerbaukommission beschlossen, ca. 20 Hederich- spritzversuche in den 5 Gemarkungen, wo der Hederich stark auftritt und soweit die beteiligten Landwirte Anträge hierzu stellen, zu veranstalten. Diese Temonstrationsversuche werden durch den Landwirtschastskammer-Ausschuß kostenlos in den bete. Gemarkungen auf Bersuchsflächen von ca. 4 Akorgen durchgeführt. Außerdem werden an Gemeinden, landwirtschaftlichen Korporationen Unterstützungen bei Ankauf von Hederich- spritzen gewährt. Privaten wird nur für den Fall eine Vergünstigung in Aussicht gestellt, dass am Schlüsse des Verfahrens noch Mittel vorhanden sind. Ta int Voranschlag für diese Zwecke eine bestimmte Summe eingesetzt ist, die nicht überschritten werden darf, so kann der zu gewährende Zuschuß erst nach Eingang unb Bekanntsein der erfolgten Anläufe von Spritzen bemessen Werdern Voraussichtlich dürfte derselbe 10—20 Prozent des Ankaufspreises betragen. Ter Bezug beivährter saljrbarer Hederichspritzen kann durch Vermittelung des Landwirtschaftskammer-Ausschusses erfolgen, der mit leistungsfähigen Firmen günstige Abschlüsse gemacht hat und den Landwirten Vorteile kneten kann, die beim Einzcl- bezug voll Maschinen nicht gewährt werden können.
Äuch die Vermittel ung des Eisenvitriolankaufs hat der Landwirtschaftskammer-Ausschuß in die Hand genommen, indenr er mit der chemischen Fabrik Ticke in Bannen einen Lieferungsvertrag abgeschlossen hat und Zuschüsse zu den Ankaufskosten des Vitriols gewährt; letztere hängen gleichfalls von der Beteiligung ab und dürften 10—20 Prozent des Fabrikpreises betragen.
Aus diesen Angaben ist ersichtlich, daß der Landwirtschafts- kantmer-Ausschust bestrebt ist, auch auf dem Gebiete der Unkraut- bekämpsung günstigen Wandel zu schaffen. Es liegt nun- an den Landwirten selbst, von dieser wohltätigen und segensreichen Einrichtung recht ergiebig Gebrauch zu machen. Nicht nur einzelne Landwirte in den Gemeinden sollten diese Bekämpfung durchführen, sondern alle, die unter dieser v.nkrantplage zu leiden haben; denn der Erfolg wird nur dann ein durchschlagender fein, wenn alle den Kampf mit gleicher Waffe gegen das Unkraut aufnehmen.
schaftlichen Instituts Gießen, Herr Professor Dr. Gisevins, die Ausführung dieser Versuche gütigst übernommen. Er stellte nicht nur die große, fahrbare Spritze des Instituts zur Verfügung, sondern beauftragte auch einen sachverständigen Herrn des Instituts, diese Hederichbekämpsungsmethode in denjenigen Gemeinden und Gemarkungen, die sich zur Durchführung dieser Versuche meldeten, auszufüljren. Trotzdem diese Temonstrationsversuche des Oesteren durch die Ungunst der Witterung zu leiden hatten, so ist doch, aus der nachfolgenden Uebersicht, die im wesentlichen die Berichte der Vertrauensmänner über die Wirkungen solcher Spritz- versuclM enthält, ein positiver Erfolg zu ersehen.
Uebersicht über das Ergebnis des Hederich- spritzens.
Ter Versuch wurde ausgeführt am 4. Mai 1908 in Nieder- Fl0 rstadt. Gespritzt wurde morgens Vs9 Ub-r bei viel Tau und wenig Sonnenschein. Schon nachmittags 4 Uhr war ein Schwarzwerden des Äedericljs zu beobachten, besonders bei kleineren Pflanzen mit 4 Blättern. Nach einem wolkenbruchartigen Regen am 5. Mai erholte sich der größere Hederich und yegetierte weiter. Daher anfangs nur teilweiser Erfolg. Einige Tage später wird diese Nachricht dahin richtig gestellt, dass auch der scheinbar weiter vegetierende Hederich zu Grunde gegangen sei, was daran zu erkennen ist, daß alle bespritzten Felder, obwohl sie alle stark dieses Unkraut auswicsen, keinen blühenden Hederich zeigten. Also war der Erfolg völlig befriedigend.
Am 4. Mai 1908 in Tor heim. Das Bespritzen bat sich sehr gut bewährt. Infolge des schon gleich nach dem Spritzen eintretenden Regenfalles war jedoch die Wirkung etwas abgeschwächt.
Am >5. Mai 1908 in Frie-dberg. Ta die Lösung anfangs nicht die nötige Stärke hatte, so war bei den meisten gespritzten Parzellen nicht viel Erfolg zu sehen. Außerdem trat wenige Stunden nach dem Spritzen ziemlich starker Regen ein. Mit 20- prozentiger Lösung wurde auf einer mit Hederich stark bestandenen Fläche sehr gute Wirkung erzielt. Selbst Tisteln wurden nach einigen Tagen schwarz.
Am 6. Mac 1908 in Rendel. Trotz des Regenwetters ist die Wirkung eine sehr gute gewesen.
Am 26. Mai 1908 in Rohrbach. Der Spritzversuch ist ausgezeichnet gelungen. Obwohl der Hederich sehr groß und stark verästet war, teilweise auch schon blühte, ist er total zu Grunde gegangen. Tie Witterungsverhältnisse waren hier sehr günstig. Mit einer Handspritze war vorher schon gespritzt worden. Ta diese aber ungleichmäßig funktionierte, so war nur stellenweise eine Vernichtung des Hederichs zu beobachten.
Am 18. und 19. Mai sowie 4. Juwi 1908 in Gießen. Oekonvm Gottmann erklärte, daß er volle Wirkung gegen Den Hederich erzielt habe. Auch Disteln seien geschädigt und zurück- gegangen.
Auch auf dem Versuchsfelde des landwirtschaftlichen Instituts wurde volle Wirkung des Spritzens gegen Hederich erzielt; die Disteln waren gleichfalls geschädigt worden. Es war jedoch noch Hederich uachgekommeir, so daß ein zweimaliges Spritzen angebracht gewesen wäre. Auf den unbespritzten Streisen vegetierte der Hederich weiter, so daß sie zur Zeit der Blüte von weitem
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Der vermögensbestand in preuhen.
3n einet kürzlich erschienenen Broschüre fiat Steinmann- Bucher uta Wert des deutschen Voltsvermögens auf 350 Mil- iiatuen Mark berechnet. Hieraus ist (in einem Artikel der „Preu- i ii'cLen Jahtlmcher" iptb in der Tagespreise der Schluß gezogen worden, daß zu der preußischen Ergänzungssteuer etwa 66 Milliarden Mark ergäuzungsite.i cpsttchtiges Vermögen zu wenig veranlagt werden. Diese Annahme ist aber, wie die offiziöse Verl. Eorr. meint, nicht zutreffend. Steiumann-Bucher sck-ätzt den Wert v.y in Deutschland vorhandenen Vermögens ohne Rücksichtnahme nur die Verschuldung und auf die Erteilung der Aktiven und Passivem Diese Methode mag richtig sein, um das Gesamtvermögen eines Volles zu veranschlagen, sie ist ober nicht geeignet, rin zutreffendes Bild des der Ergänzungssteuer unterliegenden 6evnu)ßin0 zu geben, und zwar schon deshalb nicht, weil bei der Ergäuzunas,lenerveranlaguug allgemein die Schulden von dem Aktivvermögen abgezogen werden, während die den, Schulden cnt= sprechenden Forderungen nicht immer ergänzungssteuerpflichtigen Personen zustehen, also in zahlreichen Füllen nicht zur Besteuerung herangezogen werden können. Von dem von Steinmann-Bucher ermittelten Gesamtbeträge sind ferner nicht nur, wie es in dem Artikel der „Preußischen Jahrbücher" geschieht, die Eigcntuins- luerte der produktiven und werbenden Reichs- und Staalsanlagen, sondern auch noch zahlreiche andere Werte, die der preußischen Ergänzungssteuer nicht unterliegen, in Abzug zu bringen. Es sei nur hingewiesen auf die den Steuerpflichtigen gehörigen Möbel und Hausgeräte, beren Wert auf 20 Milliarden ?)kark zu vev- anschlagen sein dürfte, auf' die in ausländischem Grundbesitz und in ausländischen gewerblichen Anlagen angelegten Kapitalien und auf alles Vermögen, einschließlich des Grundbesitzes und der (^civerbcbctriebe, bet Gemeinden, Kreise, Provinzen, Kirchen und Stiftungen. Von der preußischen Ergänzungssteuer sind ferner bekanntlich befreit auch alle Vermögen, welche die Höhe von 6000 Mark nicht übersteigen. ?cach den hierüber vorhandenen Anhaltspunkten ist her Wert dieser Vermögen auf mindestens 30 Milliarden Mark zu veranschlagen Im übrigen ist von der preußischen Finanzverwaltung bei jeher geeigneten Gelegenheit, insbesondere auch in der Begründung der Einkommensteuernovelle 'm Jahre 1906, darauf hingewlesen worden, daß es bisher n ochnichtgelungeni st,dasinPreußen vorhandene Vermögen und Einkommen bei der Steuerveranlagung überall in voller Höhe zu erfassen. Hierin Besserung iu schaffen, sind die Steuerveranlagungsbehörden aber andauernd bemüht. In den letzten zehn Jahren (1899 bis 1908) sind von i>cn in Stadt und Land abgegebenen Steuererkläruirgen nicht weniger als rund 1400 000 seitens der Veranlagungsbehörden berichtigt worden. Tas infolge der Berichtigungen mehrveranlagte Einkommen hat zusammen nahezu 2V» Milliarden, die veranlagte Mehrsteuer nahezu 83 Millionen Mark betragen. Diese Zahler», dürften beweisen, mit welchem Ernste und mit wie anerkennenswertem Eifer die Beranlagungsbehörden Preußens, städtische sowohl wie ländliche, es sich angelegen fein lassen, ihre Amtspflichten "iU erfüllen. So weit gegen diese Behörden in den oben genannten Veröffentlichungen Borwürfe erhoben worden sind, entbehren sie greifbarer Anhaltspunkte.
im vorigen Jahre für Durchführung dieser Maßnahmen dem Land- wirtschastskammer-Ausschuß noch keine Arbeitskraft zur Verfügung stand, so hatte in dankenswerter Weise der Tirektor des landwirt-
Provinziar-Russchuß der Provinz Lberhefsen.
L Gießen, den 10. März.
Ter Jagdbezirk Nr. 2 der Gemeindejagd A l l e n d 0 r f a. Lda. wurde am 3. Februar 1908 öffentlich versteigert und dem höchst- bietenden H. Wagner IV. für 580 Mark zngeschlagen. Am 5. Februar 1908 trat dieser die Jagd an Metzgermeister Fr. Schreiner in Gießen ab, was der Genieinderat auch genehmigte. Nachdem Schreiner auch die Gemeindejagd Leibgestern gepachtet hatte, wollte er die Allendorfer Jagd an. Tr. Wagner in Londorf abtreten oder diesen wenigstens als Mitpächter zugelassen haben. Ter Gemeinderat verweigerte aber seine Zustimmung. Nunmehr suchte Schreiner um Zulassung von Louis Benner mit Friedrich Jung als Mitpächter nach. Ta der Gemeinderat auch dieses Gesuch ablehnte, ließ Schreiner durch seine Anwälte Beschwerde beim Kreisausschuß verfolgen. Ter Kreisausschuß erkannte die Be- schlverde für begründet an und gab der Gemeinde auf, L. Benner und Fr. Jung als Mitvächter zuzulassen. Hiergegen legten die Anwälte der Gemeinde Rekurs bei dem Provinzial-Ansschuß ein, welcher heute beschloß, die Entscheidung in einer der nächsten Sitzungen zu verkünden.
Tie Verhandlungen über das Gesuch der Stadt Bad-Nau-
Spielplan Des Neuen Eichener Stadttheaters.
Sonnlag den 14. März, nachmittags 8*/} Uhr, bet kleinen Preisen: „Die Schmuggler." Ende 5Uhr. 'Abends 7'/, Uhr, bei gewöhnlichen Preisen (Gutscheine haben Gültigkeit): „Tas Äumenboot." Ende gegen 10*/4 Uhr. Tienstag den 16. März, abends 8 Uhr (19. Tienstag-Aboimement-Vorstellung): „Tie Judin von Toledo." Trauerspiel von Grillparzer. Ende lU»/4 Uhr. 'Mittwoch den 17. MätH,' abends 8 Uhr (außer Abonnement), bei gewöhnlichen Preisen: ^venefiz für 'Regisseur Max Kr 0 nert. Zum ersten Riale: „Der Teuiel." Em Spiel in 3 Auszügen von Franz Aiolnär. Freitag den 19. März, abends 8 Uhr, 20. Freitags-Abonne- inents-Vorstellung: „Die Journalisten." Ende 10'/« Uhr.
Serbien und russische Kriegsrüftungen.
Die gestern ihrem Inhalte nach von 'mts mitgeteilte serbische Note ist gestern mittag in Berlin, Wien und anderen Hauptstädten überreicht worden. Im Wiener Ministerium des Aeußcrtt kann man sich der ans England und Frankreich gemeldeten Ansicht nicht anschließen, daß durch die serbische ;jirtularnote die gegenwärtige Lage befriedigend geändert worden sei. Die Note wird eher als ein Versuch Serbiens angesehen, bei ungeänderter Haltmig vor der öffentlichen Meinung Europas die Verantwortung für einen etwaigen ikonftitt aus die Mächte abzuwälzen. Es kann darum auch gar keine Rede davon sein, daß Oesterreich in dieser Note eine ausreichende Antwort auf den Schritt des^ Grafen storgach erblickt und nun vorbehaltlos auf einer Konferenz erscheine. Oesterreich wünscht nur die direkte Versicherung iorrekter Nachbarschaft von Serbien; an dieser Forderung ..falt Oesterretch-Ungarn fest. Um diese Versicherung den Serben zu erleichtern, war der Schritt des Grafen Forgasch -geschehen, der bisher unbeantwortet geblieben ist. 'Wie authentisch verlautet, wird jede halbwegs befriedigende 'Äntwort von Oesterreich zur Fortführung der Verhand- nngen benützt werden. Es besteht also a Nteiner verantwortlichen Stelle die Absicht, Serbien in die Enge zu trei- Len, sondern jeden gangbaren Weg zur Verständigung zu benutzen.
Die Pariser Blätter hingegen besprechen die serbische Zcote in günstigem Sinne. Der „Temps" erklärt, Serbien Labe durch die Art, ttjie es die Ratschläge Iswolskys auf- «genommen habe, seine Pflicht gegenüber Europa erfüllt. Tie serbische und die russische Note zusammengenommen, gäben Oesterreich-Ungarn in allem, rvas es berechtigter Weise verlangte, Genugtuung. Unter solchen Umständen sei es gestattet, wieder von der Konferenz zu sprechen, die der seit ffechs Monaten währenden .nrisis ein Emde machen soll.
In Belgrad wird offiziös folgendes beianntgegeben: Mit der Veröffentlichung der serbischen Zirkularnote und iter Billigung der Antwort der serbischen Regierung auf üie russischen Vorschläge durch die Skuptschina betrachtet man die Angelegenheit als vorläufig erledigt und wird nunmehr die Stellungnahme der Mächte, namentlich Oester- neich-Ungarns, abwarten. In Serbien selbst ist man mit Lieser Politik zufrieden, weil namentlich das Konserenz-Pro- gramm in den Vordergrund gerückt ist. Sollte die Kon- jeren§ nicht zustande kommen, so würde die bosnische Frage akut bleiben und Rußland die Annexion nicht anerkennen.
_ Eine interessante und vielbedeutende Ergänzung zu dieser Meldung gibt ein Telegramm aus Odessa über mrssische Kriegsrüstungen. Tie Oberkommandierenden der Militär-Bezirke von Odessa, Warschau, Kiew und Wilna frwie die Gouverneure der an Deutschland und Oesterreich mitgrenzenden Gouvernements erhielten telegraphischen Ge- I^imbefehl, die militärischen Geheimpapiere, die Staats- Archive usw. zu verpacken, um sie nach etwaigem Eintreffen einer Ordre in Sicherheit zu bringen. Gleichzeitig wird h militärischen Kreisen versichert, daß die Truppenstärke in b-m Grenzgebieten unauffällig vermehrt wird.
j-. ,...trz, 1.15 L'hr.
Elektriz. Lahmeyer . . . 118.00 Elektriz. Schuckert . . , 118.00 Eschwciler Bergwerk . . 181.00 Gelsenkirchen Bergwerk . 183 80 Hamburg - Amerik. Paketf. U0.5C Harpener Bergwerk. . . 186.50 Laurahütte . ... 191.00
Nordd Lloyd.....88.50
Oberschles. Eisen-Industrie 95.40
nur einige Temonstrationsversuche zur Ausführung kommen. Ta bis 1907 wegen ihres Grundbesitzes in Gemarkung Bingenheim "" -****'". cy'yfwn x«, Qawx- zur Gemeindesteuer herangezogen worden. Gegen diese Zuziehung
haben sie untenn 20. Oktober 1908 Beschwerde an den ^reisanSschutz des Kreises Büdingen verfolgt mit der Begründung, die Grundstücke seien bereits im Jahre 1903 versteigert und daher oic Steuern zu Unrecht erhoben worden. Ter KreisanSschuß wies die Beschwerde ab4 weil die Ucberschrcibnng aus den neuen Eigentümer erst in 1907 bewirkt worden sei, die Familie auch versäumt habe, innerhalb bcr_ Offenlegungssri'- der Register gegen die Heranziehung zur Steuer zu reklamieren. Weiter verfolgten Katharine und Marie Schwab wegen Verweigerung des Allmendnuyens durch die Gemeinde Bingenheim Beschiverdc an den Kreisausschuß. Es wurde festgestellt, daß der Lkath. Schwab zwar bis zu ihrem Wegzug von Bingenheim die Nutzungen zugestanden hatten, daß sie aber von ihren Gläubigern gepfändet worden waren. Deshalb wies der Kreisausschuß auch diese Beschwerde zurück. Tie Be schwerdeführerinnen wandten sich rekurrierend an den Provinzial- Ausschuß.. Dieser setzte die Entscheidung heute vorläufig ans.
Adam Fleckenstein, ein umherziehcnder .Korbmacher, hält sich zeitweise in Lang-Göns aut, wo er im Gemcckidebackhaiis nächtigt. Infolge seines AltcrS ergab sich die Notwendigkeit, ihn in Än- üaltspflege unterzubringen, weslwlb die Gemeinde Antrag auf Neber nähme der Kosten aus den StreU Gießen stellte, da Fleckenstein landarm sei. Ter Kreisausschuß beftritt jedoch die Land^ armeneigenschaft desselben. Gegen den ablehnenden Beschluß des Kreisausschusses legte die Gemeinde Rtkurs an den Provinzial Ausschuß ein. Ta die Sache in formeller Beziehung iwch einer Klärung bedarf, wurde die Verhandlung vertagt.
Zweites Blatt 139. Jahrgang Freitag 12. März 190»
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m Giessei SflMeib) Telephon k! 1 t’t. die berühmte 0 Merode
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— Giessen.
S’scWg
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Das v'V-s
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