Nr. 289
Zweites Blatt
Donnerstag 9. Dezember 1909
159. Jahrgang
Lächeln« tSgllch mit Ausnahme be5 Sonntags.
Meteorologische Beobachtungen der Station Sietzen.
•-c
c#
Wetter
S?
s
S
LS
bl
des
64.40
117.40
206.00
196.70
102.20
178.90
■e 3
LS
250.00
117.60
94 05 85.05 94.00 85.00 93.20 93-00 99-66 98.90 95.25
Canada E. B . . . Darmstädter Bank . Dentsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank .
Tendenz: träge.
4°,'n Gestern Goldrente.
17s°/n Oesterr. Silbenente Ungar. Goldrente ._
do.
Konsole do. .K
Hessen .
Oberbessen
nriini/conhon qIIqt Ar»l liefc,t ln leder gewünschten Ui UUiXouLliüll CUiul Hl l Ausstattung stilrein ujireiswert die ßrühfsche Univ.-DruckereL
. 95.20
. 162.00
industri^OiesseD»
Börse} 9. Dezember, 1.15 Uhr.
Telefonische Kursberichte
Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel
Tendenz schwächer.
Berliner Börse, 9. Dezember. Anfangsdata.
Dez.
1909
Rotationsdruck und Verlag der Br üblich«, UnwersnälS - Buch- und Stemdruckerei.
R. Lange, Gießen.
«St-
81 37,°/e 3% v.VL 37,°l8
(ßcrid)töfanL
R.-B. Darmstadt, 7. Dcz. Das S ch wu r g e r i ch t verbandelte heule gegen den am 24.'Blai 1883 in Gießen geborenen, jeht in Cfftmbarti wohnhaften Portekeniller Bernhard Böss, gen. Töbert, wegen des am 17. August d. Js. an feiner Ehefrau verübten Totschlagversuchs. Tie Tat ifl aus^Eüersucht und Zorn hervorgegangeu. Büsf unterhielt, als feine Frau noch ledig war, mit ihr feil 1896 ein Verhältnis, aus dem zwei Kinder Hernorgegangen fmo. Die vor drei Jahren er'olqle Ehe war nicht glücklich, besonders seitdem Böff, seit etwa einem Jahr, vermutete, feilte Frau unterhalte mit dem Monteur Schnetzer unerlaubte Beziehungen. Er ließ sich wiederholt zu Vlißhandlnngen hinreißen. Tie Frau verließ deshalb am 15. August die eheliche Wohnung und begab sich erst am 17. August wieder in Begleitung des Schutz nianues Vormann dahin, um von ihrer zurückgelassenen Wasche zu holen. Während Frau Böff die Wäsche aus dem Vertikow nahm und der Schutzmann neben ihr stand, feuerte der daziigekommene Ehemann vom Gang aus auf seine Frau zwei Schüsse ab, deren einer sie leicht verletzte, während der andere aus Versehen den Schutzmann traf. Darauf brachte sich B. in selbstmörderischer Absicht zwei Schüsse bei. Nach zehnwöchentlicher Behandlung int Krankenhaus war er wieder herqeflellt. Ter Angeklagte macht bei seiner Vernehmung einen ziemlich ruhigen Eindruck und will damals in sinnloser Erregung und Dummheit gehandelt haben. Mit seiner Frau ist er jetzt ausgeföhnt und beabsichtigt keine Treimung. Das Gericht nahm nur gefährliche Körperverletzung an (Tötnngs- versuch wurde verneint) und verurteilte den Angeklagten imter Zubilligung mildernder Umstände zu zwei Jahren Gefängnis.
23.40
158.50
134.00
Die „Siebener Lamiliendlätter" werden dem .Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblctt ffir Öen Kreis Sietzen" zweimal wöchentlich. Tte „Landwirtschaftlichen Zeitfragen" erscheinen monatlich zweimal.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Exoeknnon und Verlag: 5L
Redaktion: e-qK 11L. TrL-Adra AnzetgerGreßen.
99-30 96.60
94.30
179.20 47.60 90.00 66.40 99.60
106.50
140.00
201.00 21o 80 133.60
206.45
196.2., 102.40
108.00
181.25
136.75
248.20
148.50 lb6.50
161 80
210.20
4*/,% rass. Staatsanl. 1905 4' 3°;0 japan. Staatsanleihe 4% Conv.Türken von 1903 Türkenlose......
4"/0 Griecb. Monopol-Anl. . 4% äussere Argentinier ..
3°/0 Mexikaner . . . .
4‘z'2°/o Chinesen . . . < Aktien:
Bochum Gass . .. .
Baderas E. W. . . . .
en platt V lochlnterewu’- i3 den glorrt1-' von 1870 71.
Harpener Bergwerk .i., Laurahtitte . . . .
Lombarden E. B. . •_ Nordd. Lloyd .T. * .*
Türkeuluae . . .. _. . ..
. . 191.80
. . 136.50
g-^iZ 1?1 = 2= =
Fl*
3®Ä* rne
VorsteUoDS
Carl«„
Ä
forste«»
lsscie°
^n'
iessen.
w» SW*®1 o.Wb,tl insb Ö0D8B1.-*-
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhefjen
KLCINC KIÜS™
TOrk.Tabak.& Clgaretten-Fabrlk„K!os" o E< Robert Böhme, Dresden.
Frankfurter
3’/,% Reichsanleihe.- . .
ifienneberg’, Zürich
Direkte Bezugsquelle von Seidenstoffen jeder Art.
Schon verzollt! — Verlangen Sie Muster! M"/u>
1° 0 Italien. Rente . . .. — 3° 0 Portugiesen Serie I . 62.60
3°/0 Portugiesen „ III - e‘ J<x
btr Lerftbeamten. Ter sozialdenrokrakisckc Abgeordnete &gien bezeichnete ihn nicht mit Unrecht als den einzigen Wann, der die Geschäfte der Werft als Direktor sachgemäßer handhaben mürbe, als alle Beamten ^'.sammengenommen. Tenn chm steht das Rüstzeug zur Sette, was den Staatsbeamten zumeist abgeht: praktische Erfahrung und Sachkenntnis.
Tas Ergebnis des Prozesses ist jedenfalls insofern von großer Bedeutung, als es vor aller Welt etnmal offen gezeigt hat, daß die Organisation und die Geschäftsführung unferer Staatsbetriebe den Anforderungen, die man an einen modernen Großbetrieb stellen maß, nicht genügen, !>aß sic in Konkurrenz mit den privaten Großbetrieben lut Nachteil sind, eine Tatsache, die, wie eingangs schon !»ervorgehoben, den Eingeweihten längst nicht neu ist. Dabei i»n ohne weiteres zugegeben werden, daß in dem Prozeß vielfach übertrieben wurde: von den Angellagten sowohl, wie von den Verteidigern. Eine solche übertriebene Darstellung lag natürlich im Interesse der Angeklagten FranOn- lwl und Jatobsohn, wie der Erfolg gezeigt hat. Aber verbesserungsbedürftig bleibt die Srgamsalion. Es fragt sich nur, in welcher Weise das geschehen kann. Es sind Ln der Presse die verschiedensten Vorschläge aufgetaucht, tom Teil recht beachtenswerte, aber schwer durchführbare. Eine Besserung kann nur durch Aenderung des ganzen kerwaltungssvstems erreicht werden und das ist eben ntcht leicht. Ten Reichstag zum Kontrolleur zu bestellen, wäre jedenfalls ein untaugliches Mittel. Denn nach den Reden, die gestern von dem immer dabei sein wollenden Herrn Erzbecger uitd auch von anderen Abgeordneten gehalten trurben, bürste von dem Reichstag nicht viel zu erhoffen sein. An Oberflächlichkeit der Behandlung ließen die Ver- Handlungen nichts zu wünschen übrig. Und die Vorschläge, die der Staatssekretär gemacht haü Vermehrung des Beamtenapparats, dürften auf keiner Seite befriedigen. Prattische Erfahrungen und Brancheiennin.ssc, die den modernen Kaufmann qualifizieren, sind dem staatlichen Beamtentum Lüder fremde Begriffe. Tie Qualifikation für die Leitung von kaufmännischen Staatsbetrieben wird noch viel zu sehr in zweiten juristischen Examen erblickt. Von den Assessoren, die ohne jede praktische kaufmännische Vorbildung sind, werben dann Tinge verlangt, bic jeder Kommis spielend besorgt, die den Assessor aber ganz und gar nicht inter- eifieren, weil er nichts davon versteht, wie sich das and) ut Kieler Prozeß zur Evidenz gezeigt hat. Er hält dank süner Vorbildung die rein kaufmännische Betätigung, also ten Gelderwerb, für kleinlich und unter feiner Wurde. Und deshalb arbeitet der Staatsbetrieb viel zu unrattoncl.. Eine Durchsetzung der int Bureaukratismus erzogenen Beam- t?n zu einem bestimmten Prozentsatz mit prakttsd) er- krhrenen Kaufleuten, die umjajenbe Warenkenntnisse Nutzungen, durfte das einzig zweckmäßige sein, um Ueber- vorteilungen, wie sie durch die Herren ^ranlcnthal und Iakobsohn systematisch ausgeübt wurden, vorzubeugen. u.er Liebe Deutsche und besonders der tüchtige Preuße muß sich vtblich einmal von seinem Bureaukratismus besreten und dem praktischen Leben und der Betätigung dartn die thm gebührende Stellung in unserem öffentlichen -eben zu- eü'ennen, wie das in England und Amerika in so hohem Maße geschieht. Mit ein ober zwei Examina erwirbt man ober kein Patent darauf.
Aus 5taOt und (and.
Gießen, 9. Dezember 1909.
** Zu bem Judithfest, bas tun Samstag in Darmstadt abgehalten wirb, sind die Vorbereitungen so weit gediehen, daß den Besuchern ein genußreicher Abend mit Sicherheit der l brachen werden kann. Das Fest wird sich in der traditionell C>:rcor taten Weise bewegen. Es werden u. a wieder eine Reiht Uanzleiszenen, sowie Paradieen auf „Salonte" und „Tanlrts der 9Z a r r" vorgesuhrt. lieber den Inhalt der Parodie zu „Tantris der Narr" unterrichtet eine Einführung nn Programm. Tvppeiter Genuß der Parodie zu „Salome" steht den Besuchern des Festes bevor, die sich vorher mit dem Tert des Wilteschen Schauspiels vertraut gemacht haben. Weiter wird Professor Mende 1 s o h n die Urautführung einer eigenen Ouvertüre dirigieren. Tie Prosessoren foerm. Müller tmdLndw. von S? oismann haben ihre Kunst in den Dienst der Sache gestellt. Aus diesen Mitteilungen erhellt zur Genüge, daß das Fest nach monatelang en Vorbereitungen einen befriedigenden Verlaus nehmen wird, umsomehr als die Einstudierung und die szenische Leitung in den bewahrten Händen des Hofschauspielers Lehr mann liegt.
•* Hebammenoercine und 'Diutterfürforge. Die Bildung von Hebammenvereinen, die durch eine Veröffentlichung des Ministeriums, Abt. für öffentliche Gesundheitspflege, angeregt wurde, schreitet in fast allen Kreisen lebhaft voran. Da die Kreisgesundheitsämter der Sache Interesse entgegenbringen, so werden bis Ende des Jahres voraussichtlich sämtliche Hebammen Hessens (1250) den Kreisvereinen, die in einem Hessischen Verband zusannnengeschlossen sind, beigetreten sein. Für die wirtschaftliche und berufliche Förderung der Hebammen bedeutet dies ebenso ein Fortschritt, wie für die Bewegung der Säuglings- und Muttersürsorge, die von den Hebammen eine kräftige Mitarbeit erwartet.
*• T o ft p e r f o n a 1 n a rh r i ch t e u. Etatsmäßig an- gestellt ist der charakterisierte Telegraphensekretär Fink in Friedberg als Telegraphensekretär.
"Im Kolosseum erfreut sich außer bem übrigen recht netten Programm das Kölner Posienensemdle unter der Direktion von Peter Prang außerordentlicher Beliebtheit, ivas der stürmische Beifall des zahlreich erschienenen Publikums beweist. In den seit Montag auf dem Programm flehenden Stucken „Bitz früh um fünfe* und „Reserve- len t n a n t Linsemann* erzeugt die unvergleichliche Komik iind Mimik des Herrn Prang als Dünnes lebhafte Heiterkeit. Aiich die übrigen Mitwirkenden zeichnen sich durch verständnisvolles Zusammenspiel auS. Sehr angenehm fällt noch auf, daß in den beiden erwähnten Stücken von GesangS- einlagen Abstand genommen ist.
"Die Maul- und Klauenseuche ist ausgebrochen in Alberndorf, bayerisches Bezirksamt Ansbach; ferner im Genieindefarrenstall zu Frickingen, badisches Bezirksamt Ueberlmgen.
A Klein -Lin den, 8. Dez. In unserem stark anwachsenden Dorfe herrscht seit den letzten Jahren eine rege Bautätigkeit. Vier Straßen sind neu entstanden, bezw. weiter ausgebaut worden. Dieser Tage erfolgte die Vergebung der Arbeiten für den Ausbau einer Straße. Die Arbeiten werden im Laufe des Winters ausgeführt.
A Heuchelheim, 8. Dez. Die Volksbildungsbestrebungen beginnen auch in unserem Dorfe festen Fuß zu soffen. Demnächst soll eine erste Abendunterhaltung im „Treppchen* stattsinden.
? Rieder-Ohmen, 8. Dez. Die Kreis-HauS- haltungsschnle hat mit dieser Woche in unserer Gemeinde ihren Anfang genommen. Dem neuen Unternehmen bringt man das größte Interesse entgegen. Leiterin der Schule ist Fräulein Hölzer von Homberg a. d. O. Dr. Kißner hier wird Vorträge und Belehrung über GesundheitS- und Krankenpflege an der HauShaltungSschule abhalten. Von hier aus kommt die KreiS-HauShaltungsschule nach Ober-Ohmen.
x Saubach, 8. Dez. Der Tenkmalpfleger für Ober- heffen, Geh. Baurat Professor Dr. Walbe aus Darmstadt, wird am Sonntag, 12. Dez., und am Sonntag, 23. Ian., hier im Saale de? Hotels „Solmser Hof* in der Vereinigung zur Veranstaltiing von Konzerten und Vortragsabenden Vorträge mit Lichtbildern halten. Tas Thema des ersten Vortrages lautet: Der protestantische Kirchenbau in Oberhessen, das des zweiten Vortrages voraussichtlich: Das oberhessische Bauernhaus.
Worms, 8. Dez. Die Witwe Scheid, die wegen des Mordes an dem Lehrer Kruger in Untersuchungshaft im Mainzer Provinzialarresthaus sitzt, versuchte sich am Montag abend im großen Saale der weiblichen Gefangenen dadurch zu töten, daß sie plötzlich die auf dem Tische siebende Petroleumlampe umwarf und damit ihre Kleider in Brand setzte. Die Wärterin und die übrigen weiblichen Gefangenen stürzten sofort auf die Scheid zu und löschten ihre schon in Brand geratenen Kleider. Die Scheid erklärtes sie habe absichtlich die Lampe umgeworfen, um ihre Kleider in Brand zu setzen und sich damit zu löten. Sie erlitt n. d. „Worms. Ztg.* nur unbedeutende Brandwunden.
n. Nie derwetz, 7. Dez. In der Gemarkung Niederwetz ist die Drainage von 4,75 Hektar versumpfter W lesenflächen diirchgeführt worden. Zu den anschlags- mäßigen Kosten von 2040 Mk. wurde der Gemeinde, die 100 Prozent zu den Realsteuern erhebt, 1120 Mk. au5 dem Westsonds bewilligt. Die Bewohner, 413 an der Zahl, treiben ausschließlich Landwirtschaft; die Größe der Ge- markimg beträgt 644 Hektar bei nicht sehr ergiebigem Boden.
X. Hanau, 8. Dez^ Die Königl. Regierung in Kaffel genehmigte die Vermehrung der Viehmärkte in Hanau von 18 auf 24. — Eine in ihrem Grundgedanken beachtenswerte Vorlage ist vom Magistrat auSgearbeitet worden. Dar- nach soll vom 1. April 1910 an den ständigen städtischen Arbeitern für jedeSKind unter 14Jahren eine Lohn- zutage von einer Mark wöchentlich gewährt werden.
Grohbetrieb unö vureaukratie.
Ein moderner Großbetrieb, wie er jeden'alls nicht sein lall, ist die Staats werft in Kiel. Ter Prozeß gegen die Serfrbeamten und Schrotthändler har zwar für die Eingeweihten lange wicht so überraschende Mißstände an ben tag gebracht, als für die Laien. Denn wer im geschäft- ichen Leben schon mit Staatsbetrieben zu tun gehabt ha», Kei- weiß, daß Bureaulratie und mangelnde Sachkenntnis nur ’u oft den ganzen geschäftlichen Verkehr mit einem tätlichen Institut äußerst erschweren und der weiß ferner, daß es für den Kaufmann nur einen Weg gibt, sich für den imständlichen und unlaufmännischen g schaftlichen Verkehr dadurch schadlos *u hallen, daß man höhere Preise fordert. Der Staatsbetrieb muß durchschnittlich mehr bezahlen als Der Privatbetrieb und er hat dafür den Vorzug, penibler ein zu dürfen.
Als Käufer also hat der Staatsbetrieb im allgemeinen 'eine glückliche Hand, weil ihm der Lieferant im geschäftlichen Verkehr überlegen ist. Daß er auch als Verkäufer benfotrenig im Verkehr mit den Privat-Kaufleu'en gut «bschneidet, hat der Prozeß zur Evidenz erwiesen. Nun soll Tier gleich vorweggenommen werden, daß ter Art kel ^Schrott", also Altmaterial, um den es sich hauptsächlich lei den Unterschleifen handelte, ein recht schwieriger in her geschäftlichen Handhabung ist, daß er stark spekulativen tljaratter trägt und daß die berufsmäßigen Dchrotlhändler im allgemeinen nicht zu den „Königlichen Kaufleuten" zu i'ählen sind. Der ,Brrik«hlr»mÄt ihnen ist nicht leicht, sondern es gehört schon ein großes Maß geschäftlicher Erfahrung unb Gewandtheit — um nicht zu sagen Gerissenheit — dazu, im von ihnen nicht an die Wand gedrückt zu werden. Wo soll aber ein bureaulratisch erzogener Beamter diese praktische geschäftliche Gewandtheit hernehmen? Er kennt ttin geschäftliches Interesse, das ihm bei seinem Handeln Leitmotiv sein sollte, sondern er kennt nur seine Dienstvorschriften, nach denen er sich richtet. Er sitzt seine Dienst- fHinten ab und dann hat die Dache kein Interesse mehr für ihn.
Unter diesen Umständen hätten die Herren Frankenthal und Jalöbsohn, nachdem sie einmal zu „hofschrotthändlern" avanciert waren, leichtes Spiel. Der Verwaltungsdirektor der Werft, ein 75jähriger Greis, war bald von ihnen vollständig eingewickelt und sie erlangten bei ihrer unbestreitbaren Sachkenntnis gegenüber tert sachunkundigen jungen ^Assessoren" bei bejn iLchrottbetrieb der Werft einen Einfluß und eine Bedeutung, dem sich kein Beamter ter Sck)rott- rbteilung in bei Werft mehr entziehen konnte. Der ae- 1 schästliche Verkehr mit der Werft, der durch die Geschichte I mit dem Hertha-Mast treffend getemr,eignet w rd, brachte dem Herrn Frankenthal — von ihm ist es wenigstens fest- -lestellt — in wenigen Jahren ein Vermögen von fast eine Million ein und er wurde so allmählich auch ter Bankier
wandern und Reisen.
D Pom Vogelsberger Höhen -Elub. Wanderprogramm für 1910 des Zweigvereins Offenbach (gegründet im Mai 1909, 70 Mitglieder 2. Januar: Schotten — Hoherods- topf — Schotten (gemeinsam mit Frankfurt), am Schluß der Wanderung aemülliches Zusammenfe'n mit dem V. H. E.-Schotten. — 2 7. Februar: Königstein — Billtal — Steintopf — Eichlovf — Evvenhcim — 'Jtonctt — Bockenhau'en — Eppstein 2 0. März: Wächtersbach — W.ttgenborn — Wolferborn — Gelnhaar —Hirzenhain. iHier Zusammentreffen mit Frankfurt.) — 2 4. Avril: Heigenbrücken — Rothenbuch — Lichtenau — Lohr. — 2 9. Mai: Stisiungswanderung: Laubach — Petershainer Hof — Hoherods- kopf — Station Oberwald. — 19. Juni: Groß-Bieberau — Lichtenberg — Ruine Rodenstein — Reunkircher Höhe. — 3. Juli (Clubjesf Hochwaldhausen — Schwarzbachtal — Hoherodskopf — Herchenhain — Harttnannshain. — 34. Juli: Offenbach — Bergen — Kilianstädten — Ostheim. (Tiefe unb die drei folgendi-n Touren bilden die Strecke des rottveißen Bairdes der allen „Hohe- straße" Frankfurt^Alsseld, gemeinsam mit Frankfurt.) 2 1 A u g.: Ostheim — Marköbel — Graue Stein — Herrn Hag — Büdingen. (Büdinger Herbstschicßcn mit V. H. E.-Scheiben.) •— 18. Sept.: Büdingen — Wenings — Oberseemen — Harttnannshain. 1. und 2. Oktober: Erster Tag: Harttnannshain — Hoherodskopf — Feldbrücker Höhe — Ulrichstein. Zweiter Tag: Großfelda —Romrod — Alsfeld. (Hier Zusammenkunft mit sämtlichen V. H. C.- Zweigvereinen.- 13. November: Niedernhausen — Hohe Kanzel — Platte — Neroberg — Wiesbaden.
Mur q(i= W
lionäreu.
»Oberlehrer LE Trasse 3t.
' Linden?
lSdauIer-oi m®'*"* ZklWtztz fiiiT
lenSbeSMe^ eGinlabuninuic Herrn Prof, ö- ek ifir Frelu, ■in Steine «Sir bitten ur- > recht satjlrcij
Die Vorstäoh.
verein'
11. Tcrmbtt,
>8 S Uhr:
hts-Kuch
tal «Restauw.- it»n6iinu§*|.
fer-em
leiterkeit
le Donnerstag H lmde findet cä !t, sondern Call Erscheinen dnngr^ Der Vorstand.
Sektion
D. &. 00. M
9 _
Toimi-s
^den 12. iw".
Garbemeii- Zägervsad-
SloiL Arnid- tb. ilbiain?^ -ich. . -JL!
0LN,AII
Elektriz. Lahmeyer . . . Elektriz. Schlickert .
Eschweiier Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amerik. Paketf. Harpener Bergwerk. . . Laurahtitte ......
Nordd- Lloyd .?. . . . Oberschles. Eisen-Industrie Berliner Handelsges. . . Darmstädter Bank . . . Dentsche Sank . . .
Deutsch-Asiat. Bank . . Diskonto - Kommandit . ,. Dresdner Bank . . . Kreditaktien . . . . . Baltimore- und Ohio- '■<
Eisenbahn C
Gotthardbahn . . .*<•' - Lombard. Eisenbahn .> Oesterr. Staatsbahn .
Prince - Henri - Eisenbahn *.
I । i 1 ।
Höchste Temperatur am 7. bis 8. Dezember = + 4,3 G C.
Niedrigste , , 7. „ 8. , — -s- 1,4 °0.
9licberid)(afl: — 0,9 mm.
8. 2,b
741,7
4,2
5.2
85
SW
2
10 ,
9. 9“
746 4
2.6
5.2
94
w
2
io !
8-l
752L
1,4
4,8
-
w
2
7 !


