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Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten,
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Frankfurt a. M., 14.
hat zwei Preise für dasjenige Luftschiff getriftet, das am häufigsten in Mannheim landet und zwar einen ersten Preis von 1200 Mark und einen zweiten Preis von 800 Mk. — Eine rote Fahne auf der Hauptkuppel wird jedesmal den Aufstieg des „Z. III" vorher verkündigen.
lieber den Verlauf des gestrigen Tages er-
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Zeppelin 111 auf der Fahrt nach Mannheim.
Trotz des regnerischen Detters Hai Zeppelin 111 am heutigen Mittwoch die Fahrt nach Mannheim unternommen Wir erhielten folgenden Drcchlvericht:
Frankfurt a. M., 15. Sept. Z. III ist um 9 Uhr 10 2)tin. aufgestiegen. Mit ihm stieg der Parseval- Ballon auf, der ihm auf der Fahrt nach Mannheim das Geleite gibt. Z. III wird vom alten Grafen Zeppelin ge- sührt.
R.B. Darmstadt, 15. Sept. Z. III kam nm 9 Uhr 35 Dtin. im Norden der Stadt in Sicht. Er fuhr in ruhiger Fahrt, in etwa 200 Meter Höhe über die Stadt; nachdem er eine Schwenkung gemacht l-alte, fuhr er über das Schloß und nach einigen Wendungen nach Worms zu. In einigen hundert Metern Entfernung folgte chm in ebenfalls ruhiger Fahrt der Parseval-Ballon, der von hier nach Frankfurt zurückfuhr. Tie beiden Luftschiffe wurden von den außer - ordenilich zahlreichen Zuschauern lebhaft begrüßt. Die Stadt ist geschmückt und sämtliche Glocken läuteten.
Worms, 15. Sept. Zeppelin III fuhr um 10 Uhr 35 Min. in ruhiger Fahrt über die Stadt und bann nach Manuheim weiter.
Mannheim, 15. Sept. Z. III kam um 10.45 Min nördlich der Stadt in Sicht.
Frankfurt, 15. Sept. Ter Parsevalballon kam kurz vor 11 Uhr hierher zuriick und landete auf dem Aus-
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(Ein Besuch öes Zaren in Konstantinopel?
In bionstantinopel ist es ruhiger geworden. Tie grie- chische Gefahr kann als abgeschlossen gelten, und die Wirren in Klein-Asien scheinen auck) endgültig beigelegt zu werden. Man verhandelt über einen Besuch des Zaren in Konstau- tinopeL Als politisches Ziel müßte man daraus ableiten, daß die russisch-türkisä>en Beziehungen besser gestaltet toer* den sollen. Bekanntlich hat Rußland im ganzen Verlauf des Laltanstreits Soten türkischen Bestrebungen viel zu schassen gemacht. Jüngst verlautete, die Türkei werde in der Tardanellenfrage Rußland gegenüber sich entgegenkommend verhalten. Wenn nur die jungriirkischen Stoctts- jmämrer über die freundsck-aftlick-e Annäherung der Russen sich keinen Täuschungen hingeben! Ten Jungtürken fehlt sbisher noch eine feste Tradition, die ruhige, zielbewußte .^Stetigkeit in der auswärtigen Politik, während Rußland alles daran setzen wird, die durch Herrn Jsivolskys Voreiligkeit erlittene Schlappe wieder auszugleichen. Der Zar foin sich den Bosporus ansehen. Der biedere Mohamed V. 'zeigt den Russen in verführerischer Weise den Weg zum Mittelmeer, das langersehnte Ziel der Russen! Das Würfel- spiel im Orient hat im letzten Jahre manche Aufregung »Tracht, aber jetzt scheint es einen Verlauf nehmen zu wollen, der interessanter ist, als alles Vorangegcmgene. Bald werden vielleicht die fremden Zusck-aner gleichfalls am Spieltische sich niederlassen, und das bekannte europäische Konzert wird wieder die Welt in Atem halten:
Konstantinopel, 14. Sept. Die Verhandlungen Mer den Besuch des Kaisers von Rußland in Konstantinopel ftourben wieder aufgenommen. In der Mitte der nächsten Moche geht eine türkische Deputation mit dem Minister des iUeußern an der Spitze nach Livadia, um die Einladung des Sultans zu überbringen. Das Datum des Eintreffens des Kaisers und die Einzelheiten des Besuches sind noch nicht festgesetzt, dvch wird die Begegnung mit dem Sultan Wahrscheinlich auf dem Bosporus vor dem Sommersitz fber russischen Botschaft stattfinden und der Aufenthalt des rtnisers nur einige Stunden dauern.
Konstantinopel, 14. Sept. Ter gemischte.Rat des armenischen Patriarchats beriet heute über die fernere Siellungnahme gegenüber der türrischen ^Regierung ninb beschloß, morgen eine Deputation zum Patriarchen zu senden, um mit diesem über die Demission beider Rats-- körper Beschluß zu fassen.
Konstantinopel, 14. Sept. In den.letzten Tagen Weben hier und in der Provinz zahlreiche Armenier als Freiwillige in das türkische Heer eingestellt. Ein großer Teil der vor Smyrna liegenden Flotte erhielt Befehl, l$ad) Aemen abzudampfen.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 15. September 1909.
•• Vom Großherzoglichen Hofe. Der Großherzog begab sich gestern nachmittag mit großem Gefolge im Auto zu den Kaisermanöoern nach Würzburg. Die Großherzogin (nicht der Großherzog, wie gestern versehentlich mitgeteilt wurde), reiste gestern vormittag mit dem Ecbgroßherzog und beui Prinzen Ludwig in Begleitung der Oberhofmeisterin Freiin v. Grancy und der Hofdame Freiin v. RotSmann nach Lich. Die Dauer des Aufenthaltes ist noch unbestimmt.
** Erledigt ist die mit einem evana. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Calbach. Mil der Stelle ist Lektordienst verbunden. Lern Fürsten zu ^jenburg und Büdingen in Büdingen steht das Präsentationsrecht zu.
** Zum Vollzug des Weingesetzes. Das Zuckern von aus inländischen Trauben gewonnenen Trau- Lemnosten, Weinen und Rotweinmäischeu darf nur innerhalb der am Mein bau beteiligten Gebiete des Deutschen
Die Naisennanöver.
Am igeftrigen Manövertag hat das bayerische erste tarmccLorpö nach den vorliegenden Berichten sich heroor- itzelcm, insofern es vorzügliche Marschleistungen auszu- ! weisen hatte: ~ . r , r ...
Mergentheim, 14. Sept. Der Kaiser begab sich (taute vormittag auf der Straße nach Crailsheim bis an »die Wegegabelung drei Kilometer nördlich lwn Herbsthouien E; hier das im Vormarsch auf Mergentyetm begriffene iir 1 Armeekorps (blau) unter dem Befehl des nzen Rupprecht von Boyern in der Zeit von 10 bis |1 Uhr an sich vorbeimarschieren. Ungeachtet der (bereits voraufgegangenen starken Marschleistungen ein- Leine Truppenteile der 2. Division waren bereits um 12 illji 30 Min. nachts ausgebrochen — war die baltuna der Truppen ausgezeickmet und erregte sichtlich fa Zufriedenheit des obersten Kriegsherrn. Prinz Ludwig von Bayern begleitete den Marsch des Korps etwa bis zur Spitze des Gros. Der Kaiser lehrte mittags nach Mergentheim zurück. Der Regen hat nachgelassen und das Wetter Härt sich jetzt auf.
Die Ankunft des österreichischen Thronfolgers.
Mergentheim, 14. Sept. Erzherzog Sfyron» folger FranzFerdinandmit Gefolge tft um 5 Uhr 153 Mill, auf der Haltestelle Karlsbad bei Mergentheim leingetroffen. Zum Empfang war erschienen der Kaiser, Iber die Campagneadjusrierung des österreichischen tZ-eldmar- jchalls trug, Prinz Oskar uno die Herren der Umgebung, teure Ehrenkompagnie erwies Die Honneurs. Järgj uberäug ^herzlicher Begrüßung geleitete der sunjer den Gast zu Fug riach dem Kurhaus Karlsbad, wo der Erzherzog -uohnung riahm. Bei der Abendtafel saßen der Kay er und der Erzherzog einander gegenüber; der Erzherzog zwischen dem Brünen Oskar und dem Fürsten von Fürstenberg, der Kaiser Müschen dem österreichischen General der Infanterie von Hoetzendors und dem österreichischen General der ömvallerie toruebermann. Geladen war auch der oilerrerchische Altache Hauptmann von Bien er t h.» .
Mergentheim, 14. Sept. Blau steht heute <chend -mit der Front nach Norden in einer Sune Mergentheim, ^bayerisches erstes Korps Boxberg, Württemberg.sch^ - • Uno 27. Division und etwas nach Süden ab rollend bet Merchingen das Kavallerierorps. Bon R o t steyt die f5. Division bei Grünsfeld südöstlich Tauberbischossheim uno 'anschließend nach Westen die 6. und 4. Dlviston, Die üa- Äalleriedivision A am rechten Flügel bei Eberstadt, -me Übrigen Teile von Rot sind noch im Marsch begriffen. - iui> feite wird bestätigt, datz der Anmarsch des bayerischen er|tin iKorps in Marschordnung frisch und vortresslrch war vr» >um letzten, dem 20. Regiment. Auch bie .^/-'.onnen maixn m bester Verfassung gut bespannt und blszipllmerl.
Würzburg, 14. Sept. Im Laufe des Nachmittags.
sind hier eingetroffen: Um 1 Uhr 25 Mn. der Fürst von die iiidwiduellen Anstrengungeii durch vereinte ürajie zu Hohenzollern, um 3 Uhr Generalfeldmärschall Haeseler und Generaloberst v. Lindeauist, um 4 Uhr der Groß-
92^216 Erstes Blatt 159. Jahrgang , Mittwoch 15. September 1909
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erscheint täglich, außer w nir>ncnlicd7bPi.,viertel-
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Limahme von Anzeigen V I Ä r ! u. Land- und ^Gerichts-
sür die Tagesnummer ßotationsörud und Verlag der vrühl'fchen Univ.-Vuch- und Zteindruckerei K Lauge. Redattion, Expedition und Druckerei: zchulstratze 7.
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hielten wir folgende Meldungen:
F r a n k f u r t a. M., 14. Sept. Das heutige Programm )er Internationalen Luftschiffahrts-Ansstellung halte trotz >es unfreundlichen Wetters sich großen Zuspruchs zu er^ reuen. Das Flugfeld, das durch den nachts und heute rüh niedergegangenen heftigen Regen an einigen Stellen ast unpassierbar geworden war, ist durch den andauernden tarken Nordwind ziemlich abgetroehiet. Aus dem Flug- Hügel und bem an die Tribünen angrenzenden Oielände hatte sich eine große Anzahl Neugieriger eingefunden, wäh^ rend auf dem Gelände vor der Zeppelinhalle ein Heiner Kreis geladener Gäste versammelt war. Kurz nach' 3 Uhr wurde das Luftschiff mit Hilfe von Jla-Mann- schaften und einer Abteilung des 1. Großherzoglich Hessisch. Feldarrillerie-Reaiments Nr. 25 aus der Halle geschleppt. Nachdem die Passagiere in den Gondeln Platz genommen halten, erfolgte der Ausstieg um i/z4 Uhr. Das Luftschiff kreuzte hierauf einige Zeit über der Stadt und deren Weichbild und überflog dann nordwesilvärts fahrend die Orte Nied, Höchst, Hosheim, von wo es über Rödelheim und Bockenheim kommend, nachdem es sich noch eine Zeitlang über der Stadt ausgehalten hatte, nach bem Ausstellungsgebäude zurückkehrle, woselbst um ?/<5 Uhr die Landung erfolgte.
An der ersten Fahrt nahmen u. a. teil: Karl v. Gru nelius, Tr. Mönckederg aus Hamburg, Geheimrat Passa vant-Frankfurt, Geheimrat Lcchelhäuser, Schriftsteller Schack. Nachdem die Passagiere ausgewechselt maren, ft i e g da s Luftschiff 3um zweiten Male um 5 Uhr 15 Min. auf und landete nach zirka halbstündiger Fahrt um s/ch Uhr. Nach abermaligem Passagierwechsel fand ein dritter Auf stieg des „Z. 3" statt. Der nach halbstündiger .flotter Fahrt über Der Stadt kurz vor halb 7 Uhr zu rück- lehrte, wo er unweit der Ballonhalle lanDete. L'.urz daraus war das Luftschiff in der schützenden Halle geborgen. An dem zweiten Ausstieg beteiligten sich u. a. der frühere zweite Bürgermeister Geheimrat Tr. Varrentrapp-Frank- furt a. M., Tr. Gans-Frankfurt a. M., Kommerzienrat Beith, Regierungspräsident Tr. Steinmeister, Oberbürgermeister Wallraff-Köln, Kommerzienrat Wahlen-K'öln, Prinzessin zu Hohenlohe-Oehringen und Frau Kommerzienrat o. Hagen-Düren. An dem dritten Aufstieg nahmen u. a. teil: Gras Metternich, Schriftsteller Arrhur Rehbein, Redakteur Morrafch vom „sck)wabischen Merkur" in Stuttgart und der Ehesredakteur der „Kölnischen Zeitung", Ernst Posse, sowie Oberbürgermeister Fieser-Baden.
Wiesbaden, 14. Sept. Graf Zeppelin ist von Kiel kommend heute mittag hier eingetroffen und hat im Hotel „Nassau und Eecilie" Wohnung genommen. Ter Gras bleibt wahrscheinlich bis morgen Mittwoch hier.
l^rzog von Mecklenburg-Sckstverin, um 5 Uhr nacknnittags der Großherzog von Hessen und Prinz Leopold von Preußen; außerdcni Hausmarschall Freiherr v. L y n ck e r.
Würzbu rg, 14. Sept. Heute abend 8 Uhr sand im Hotel „Russischer Hof" eine kaiserliche Hoftafel statt, welckser Prinz Friedrich Leopold von Preußen als Vertreter des Kaisers prästdierte. Es sind 69 Personen geladen.
Das Mllitarlustschiff Groß II.
Oberschlüps, 14. Sept. Das Militärluftschiff „Groß II", das, wie bereits gemeldet, um 11 Uhr 10 Min. aufgeftiegen war, ist um 12 Uhr 35 Min. in Geilenkirchen wieder glatt gelandet. Heute abend soll uockMals ein Aufstieg erfolgen.__________________________________________________
Deutsches Reich.
Die ,M»ss. Ztg." meldet aus Hamburg: Fürst von Bülow erwiderte aus eine Anfrage, ob er das Reichs-- tagsmandat von Eisenach übernehmen würde, er würde eine Kandidatur nicht annehmen und bitte, von einer solchen abzusehxn. Nachdem er seine Aemter niedergelegt hätte, würde er politisch nicht mehr tätig sein.
Staatssekretär Tcrnburg nahm Die Einladung der Handelskammer Liverpool an. Die Schule für tropische Medizin veranstaltet zu Ehren des Staatssekretärs am 8. 9ri>txember ein Bankett.
Die preußischen Drinister des Innern und der Finanzen haben in einem an die Regierungspräsidenten derjenigen Regierungen, die Referendare zur Ausbildung beschäftigen, gerichteten Erlaß bestimmt, daß bei der Annahme von Regierungsreferendaren solche Bewerber exvV sprechend bevorzugt werden sollen, die durch Vorlegung von Zeugnissen und Arbeiten den Nachweis führen, daß sie, und zwar nicht nur in den letzten Universttätssemestern, durch Beteiligung an Seminarien oder seminaristischen Hebungen das Studium des Staats- und Verwaltungsrechts sowie der Volks- und Staatswirtschaftslehre erfolgreich betrieben haben.
Bis Dienstag abend 8 Uhr wurden bei der Reichstagsersatzwahl im Wahlkreise Koblenz- Sankt Goar für den Senatspräsidenten We11 stein (Zentrum) 3595 ^und für den Gewerkschaftssekretär Haß (Sozialdemokrat/1616 Srimmön' gezahlt. Ein großer Tell der Ergebnisse in Koblenz-Land steht noch aus.
Eine in Stuttgart eingetroffene Abordnung aus England besichtigte unter der Führung der Stadtverwaltung die Straßenbauten und Wohlfahrtseinrichtungen Stuttgarts.
In Mannheim findet vom 23. bis 27. September die 22. Generalversammlung des Evan geli- schen Bundes statt. Aus der Tagesordnung erwähnen wir folgende Vorträge: Samstag, den 25. September: Zur Qeittaqe und zur Jahresarbeit. Reichstagsabgeordnerer Direktor Lic. Everling, geschäftsführender Vorsitzender. Religion und Politik. Landiagsabgeordneter Amtögerrchts- rat Tr. Lohmann, Weilburg. Die Reform und die deittsche Einheit. Reichstagsabgeordneter Professor Tr. Hieb er, Stuttgart. Tie Reformation und die deutsche Mtur. Geheimer Kirchenrat D. Meyer, Zwickau. „Ist eine Aend^rung des Derhälttlisses zwischen .Kirche und Staat anzustreben?" Tr. Otto Mayer, o. Professor des Staatö- recksts an der Universität Leipzig. Ein starker Protestantismus, der Hort echter Freiheit. Universitätsprofessor D. Baumgarten, Kiel. Ein starker Protestantismus, der Bürge wahren Friedens. Stadtpfarrer Tr. Weitbrccht, Wimpfen. Treue zur evangelischen Sache, dazu mahnt die Pfälzer Geschichte! Pfarrer D. Tr. Diehl, Darmstadt. Treue zur evangelischen Sache, das fordert unsere Gegenwart! Pfarrer Storch, Magdeburg. Am 27. September ist ein Ausflug nach Heidelberg mit Feier auf dem Heidelberger Schloß. Alle Veranstaltungen ftnden statt in den Sälen des „Rosengartens", der „Städtischen Fssthalle" von Mannheim. , „ ...... x
Wegen Aufreizung zu Gewalttätigkeiten und Gefährdung des öffentlichen Friedens durch eine Rede in einer polnisch en Wählerversammlung zu Polajewo am 20. Januar 1907 verurteilte die Strafkammer in Posen den Reichstagsabgeordneten Grafen Mielzynski zu 150 Mark Geldstrafe._______
Ausland.
Aus Wien wird gemeldet: Am Dienstag vormittag nahm der gemeinsame Ministerrat unter dem Vorsitz des Ministers des Aenßern Grafen von Aehrenthal die Beratungen über die Festsetzung des gemeinsamen Budgets auf. Da sich herausstellte, daß eine neue Durchberatung der Voranschläge durch die Fachreferenten der Ministerien zur Einschränkung einzelner Posten notwendig erscheine, wurde die Konferenz abgebrochen und die nächste Sitzung auf Sonnabend anberaumt.
Aus Athen wird gemeldet: Theotokis legt die Parteiführung und fein Abgeordnetenmandat nieder. Eine Zersplitterung seiner großen Partei ist im Lande und Parlament unvermeidlich. Sehr fraglich ist jedoch, ob dadurch die Fähigkeit des gegenwärtigen Parlaments für Reformarbeiten wächst.
Der Dienstag früh in Sydney eröffnete Kongreß ö^r Handelskammern des britischen Reiches wurde von Dem Generalgouverneur Earl os Dudley offiziell mit einer Ansprache begrüßi, in der er u .a. sagte, noch fei Großbritannien selbst mit seinen mächtigsten Gegnern verglichen die füljrenDe Nation im Weir bandel, ater der A bst an d werde von Jahr zu Jahr geringer. Te-liafb fei es notwendig, auf dem Gebiete des . rndels iib auf anderen Gebieten Organisationen zu ^h/isfen und
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