As § 120t soll den Polizeibehörden das Reck: geben, für einzelne Betriebe ans sanitären Gründen die Arbeitszeit zu befckränken. Ter fteinnntflc Zusatzantrag verlangte generell, daß vor Erlas von Der- ordnungen Gewerbetreibende unb Arbeiter gehört werden. TaS Zentrum beantragt, das erst out Antrag oder nach Anhörung der 'zuständigen GewerbcauisicktSbeamten Verordnungen nach ? 120 f Absatz 2 erlassen werden können.
— Bei der gestrigen Stichwahl zum B r a u » i ch w e l q i- ischen Landtag im Wahlkreise Braunlckiveig Stadt 3 wurde der Sozialdemokrat Jasper gewählt, womit der erste iSozialdemokrat in der braunschweigischen La,ldeSoersammlung einen Sitz erhält.
— Rc i chsfinanzkommi ssion. In der gestrigen Sitzung ider Kommission des Reichstaaes <ür die Rcicksnnanzrcform wurde;, die Beratungen über die Bedarfstrage fortgesetzt Ein ZentrumS- ontrog schlägt vor, die Zolleinnahmen für die Jahre 1910-1913 um ic 30 Millionen Mark in der Bedarfsbereckmmg zu erhöben. ?:er Antrag wird jedoch nach kurzer Debatte mit 12 gegen
1 Stimmen abgelehnt.
— Dem Reichstag ist gestern das Gesetz gegen bcn unlauteren Wettbewerb zugegangen.
— Der Seniorenkonvent des Reichstage? beschloß zunächst die jetzt auf der Tagesordnung stehenden kleineren Vorlagen au erledigen. Montag beginnt die Etarsdebatte mit dem Justiz- >erat. Es folgt dann die Interpellation über das VcreinSgesetz und die Beratung über das Gesetz betreffend den unlauteren Wettbewerb. Am 20. und 28. Januar sind Schwerinstage. Am 1., 2. unb 3. Februar fallen die Sitzungen aus.
— Die Zuständigkeit der Amtsgerichte bunte sdurch die Justrzkommrssion des Reichstages bi5 auf 600 Alk. erhöht werden.
— Tie Budqetkommisfion des Reichstages Hot (geilem den Erat der Reichsjustizverwaltung mil einigen unwesent- Üichen Herabsetzungen genehmigt.
Ausland.
, Etnschrankunq der Todesstrafe in Frankreich. l'JIuf Antrag mehrerer Abgeordneten der Linken wird in der Kammer ein Gesetzentwurf eingebracht werden, wonach die Hin- ruhhmfl der yim Tode Verurteilten nur noch dann ausgeführt /werden darf, wenn der Angeklagte von den Geschworenen mindestens
Zweitrittcl-Mehrheit schuldig fr*runben ward, beziehungsweise 18 non 12 Geschworenen für die Vollziehung der Todesstrafe sich nusgestwochen lwbcn.
Ter ierb i s ch e £ b c r ft Tam,an Dlaitsch, Leiter des ckywtechnischen Instituts in >lcagujewatz sowie bet Direktor der sLulvetsabrik S l a no f e >v i t s ch , wurden vom neuen ÄriegSmi- nistet ihres Postens enthoben. Dieser ?Fft des Kriegs- tministerS rüst allgemeine Befriedigung hervor und gilt als Verweis, dast bet diesem Institut große Schwindeleien verübt würben stnrd das Schiestmilver tatsächlich mit Dünger gemischt worden ist, Wie seinerzeit behauptet wurde.
Die neue russische Anleihe. Wie offiziell verlautet, iift die Emission der russischen Anleihe auf den 22. Januar fest- 'gesetzt. Ter Kurs soll <89.20, der Zinsfuß 4',/j Prozent betragen /In Finanzkreiseit verlautet, d,rtz der Noininalbetrag der russischen ^Anleihe iirti auf 1400 Millionen Frantz belaufe, von denen 1220 ^Millionen. in I-rantreich, her Rest lwuptsöchlich in England und wollmrd begeben werde.
Deutscher handeistag.
S. & H. Berlin, den 12. Jan. 1909.
GesellfchaitSstener. Berichterstatter über die Gesell- schaftSsteucr ist Kommerzienrat M ün st erber g (Danzig!: Der Entwurf eines GefellfchaftsstenergefetzeS für Preußen will die Besteuerung der verschiedenen Gesellschaften auf der Grundlage regeln, daß nicht wie bisher 3'/, Prozent Mindeslzinsen abzngsfnhig sind vielmehr soll der Gesanitertrag einer besonderen Geselljchaitssteuer [unlcrroorfcii werden, die bei 1 Prozent Dividende 2 Prozent [Steuern erfordert, steigend bis höchstens 7,4 Prozent bei Dividenden von 13 Prozent und darüber. Ans diese Weise wird eine Doppel befteuerung deS persönlichen Einkommens geschaffen, wie sie bisher woch nirgeflbS bestanden hat. Tie Erhebung der GesellschailS- stener ist eine ErlragSslcner, stc würde nur dar bewegliche, nicht das unbcivegliche Kapital treffen lind sonlit auch eine Steuer auf jein Produktionsmittel, dar Kapital, darstellen. Es ist ungerecht, -nut Gesellschaften in ihrem Ertrage zu treffen, wahrend gleich Kroße nnd reiche Einzelsirmen von dieser Steuer befreit bleiben. LHaoital und Industrie lehnen dieses Gesetz entschieden ab, damit wollen sie aber nicht sagen, daß sie eine gereckte Steuer ablehnen pt>ürbcn, auch wenn sie höher ist als bisher. (Lebhaster
Beifall.) Tie Versammlung nahm ohne Debatte eine Er-
Tlarung an, in der es unter anberem heißt: ,Tcr dem ftrrenstischen Landtag vorgclegtc Entwurf eines Gefellschaftssteuer- Gesetzes verletzt in offenkundiger Weise den vom Staatssekretär des Reichsschatzamtes namens der Verbündeten Diegicrimgen am fl9. November 1908 im Reichstage vertretenen Grundsatz, baß einzelne Besitzarten keiner Sondcrbestenerung zu unterwerfen leien. Denn et will in vollem Umfange das Einkommen aus dem Betriebe von Aktien- und gewissen anderen Gesell^ schäften einer doppelten äcftcitciuug unterziehen. Ein Gesetz aus der Grundlage des Entwurfs zusammen mit den Zuschlägen /der Gemeinden zu den Staatssteuern würde das Einkommen aus Aktien usw. in so unerträglicher Weise belasten, daß der wirtschaft- lick überaus bedeutungsvollen Zusammenfassung kleiner Ravtialien zu Gesellsckaiten geradezu verhängnisvolle Schwierigkeiten bereuet werden würden. Gegen einen grundsätzlich so verkehrten und praktisch so unheilvollen Gesetzentwurf erklärt sich der Deutsche wandelSlag mit aller (mtschiedenheit, während er der gleichzeitig von der Regierung vorgeschlagenen, nicht auf einzelne Arten des ^Einkommens ober PermögenS deschräniten Erhöhung der Einkommen- unb ErgänzungSsteuer suflimmL"
Heber den Verkehr mit Äein refenerte m langen fack- ftchnifchen 2lnvführungen Herr Meesmann (Mainz). Er legte der Versammlung eine Erklärung vor, die besagt: ,2er Deutsche \>anbcl5tag bestreitet das Bedürfnis, den Verkehr mit Wein durch .'in völlig neues Gesetz zu regeln. Ter zu diesem Zweck vom Bundesrat beschlossene nnd dem Reichstag vorgelegte Gntiuur* «wurde nanwnHid) durch feine Beslinnnungen über Sie Zuckerung und die Bezeichnung des Weines sehr schädlich für Winzer nnd Weinhändler sein. In erster Linie soll das geltende Grietz gc* .ändert werden nnd zioar in bezug au« Zuckerung und Bezeichnung ideS Weines. Ter Vollzug des Gesetzes soll nach einheitlichen vom Bundesrat zu erlassenden Anweisungen erfolgen. Auch sollen die Strafbestimmungen öcrjdhärft werden. Für den Fall des Erlasses eines neuen Gesetzes verweist die Erklärung auf die vom Deutschen >?anbti4iagc bezw. dessen Ausschüsse beschlossenen Vorschläge zur Jlenbevung des Entwurfs der Beachtung der Regierungen." Tie Erklärniig mürbe gegen die Stimme bev Vertreters der.’öanbete- Kammer von Trier angenommen.
Darauf wurde die Vollversammlung mit den üblichen Tankeste den geschlossen.
veutscher verein gegen den Mißbrauch geistiger Getränke.
Von einem Mit gl rede des Bezirksvereins Gießen g b. M. (fl- G. n'ird iltls gcftiniebeii reiche Leser Ihres geschätzten .Blattes dürste es interessieren, einiges über die Tätigkeit des Teutfdwn Vereins g d M g k. wädrcnd des Fabres 1908 zu stören:
Am :äO. Juni kam es au- sein Betreiben in Berlin zu tiner allgemeinen Monierens, die sich die energische Bclämp- sluig der sog. Animierkneipen, dieses unser Volksleben vergiftenden Krebsschadens, zum Ziel gesetzt hatte. Tie tfoiv fereiifl, auf welclxr namentlich die beiden Referate von Kommerzienrat Münsterberg-Tanzig und F-räul. Leonvardl- Stettin lebhaftes Interesse erregten, nahm einen m'-ern tTiivegcnten Verlau> und rtfeie i t:, da" d .
seiner PeAlion au den Rächst an; ter, ^nnüesrai undrmdit tog beschlossen tmirbc, in welcher ein zweckcnripreckender
Zusatz ä § 41 der Getverde-Lrdnüng beantragt roirtf. Ter Inhalt des in Form einer kleinen Broschüre unter dem Titel: „Tie Aninrierkneipc, Rotstände und Abhilfe" iin Mäßigkeitsverlag Berlin W. 15, Uhlandstr. 146, erscheinen^ den stenographischen Berichts dürfte für jeden, dem das physische und sittliche Dohl weiter kreise unseres Volkes am Herzen liegt, von hohem Interesse sein
Indem ich im weiteren nur erwähne, daß der Vor stand des Deutschen Vereins g. d. M. g. vö. auch ;u den Gesetzentwürfen über das Branntwein Monopol, die Bier und die Sein ft euer durch Einreichung eingehend begründeter Anträge bei den gesetzgebenden Faktoren sowie sämtlichen Reichstagsabgeordneten Stellung genommen hat, möchte ich schließlich die Aufmerksamkeit Ihrer Leser noch auf den Bericht über die Jahresversammlung lenken, die bet Verein im September gelegentlich der Feier seines 25jährigen Bestehens in Kassel abgehaltett hat. Tiefer Iubiläums-Versammlnngsbericht, den der hiesige Bezirks- nerein zur Förderung der guten Sache an mehrere Be Hörden, Gesellschaften usw. zu versenden beabsichtigt, enthält eine Fülle des Interessanten. Erwähnt seien hier: 1. der eindrucksvolle Festvortrag des Professors von Gruber-München über „Tie Allvholfrage in ihrer Bedeutung für Deutschlands Gegenwart und Zukunft: 2 vier Vorträge bei den Iugendversammlungen von Rektor Ter bruggen-Hamm, Sanitätsrat Tr. Meinert-Dresden, Pro sessor Tr. Esche^Tresden und Tr. med. Blank.Barmen. 3. die Referate deS Verwaltungsansschusses über Mitarbeit der Schule und Heranziehung der Lehrer: 4. insbesondere sechs vom VollsunterhÄtungsabend von D'citbegründern des Vereins gehaltene Dnsvraäjen über die Notstände, welche der Mißbrauch geistiger Getränke für die Gesundheit, die Wohlfahrt und die Sitlliclfteit des Einzelnen wie des gan^zen Volkes verursacht und über die Bekämpfung dieser Notstände; 5. die Referate der Tagung des Verbanoes von TrinkerIjeilftätten des deutschen Sprachgebiets u. a. m.
Nicht nur wegen feiner Vielseitigleit, sondern auch wegen der reichen Belehrung, die er bietet, darf dieser zum Preise von 1.25 Mk. bei dem erwähnten Verlag zu beziehende Bericht warm empfohlen werden.
Vereint- yir Förderung ('k,mcinöcleben5 52 471 M^k, 2Tu5er- getröbn liehe Posten 9322 Mk., uir-innrTv;r 250 071 Mk Gesamt- fumm? a^ler Liebesgaben 736 091 5'if.
OcricbtsfaaL
Frankfurt c. TI., 13. Ian. Am 2. Dezember batte das Kriegsgericht einen Wiesbadener Kanonier, der sich geweigert hatte, einem störrigen Pferde den Hinterfuß hoch zu beben, damit ihm die vufe ausgefchnirren werden konnten, von der Anklage deS UngeborfamS fretgesprochen. Der OZerräüS- berr aber batte gegen öic Freisprechung Berufung eingelegt, der Hall be€ störrigen Gauls, wegen deffen der Kanonier schon sicbzebn Tage in Unterfuchungshaft geicffcn bat, kam vor das TberkriegS- gencht. Ter Kanonier war erst drei Tage vorder von dem Pferde geschlagen worden und hatte dem Hufschmied gesagt, er könne das Tier hinten nickt hock heben, wett er noch Schmerzen spüre. Der Huffckimcd fragte deshalb den Futtermeister, wer nun daS Pferd hoch beben solle. Aber der Futtermeister nahm darauf keine Rücksicht, sondern befahl dem Kanonier, daS Pferd hoch zu heben. .Ich kann das Pferd nicht hock heben, und wenn uh 10 Mark dafür fliege/ sagte der Kanonier, und nun ging der Unteroffizier bm und meldeie den Mann. Ter Gaul konnte aber erstTfann hoch gehoben werden, a!5 er gebremst wurde und zwei Kanoniere sich an ihn machten. Aus diesen Gründen batte daS Krugsgericht den Angeklaalen'steigefprochen. Aber jetzt memte der Anklagevertreter, ob der Befehl des Flittermeifters richtig gewoien sei, bäte man nicht zu untersuchen. Ter Gehorsam bilde die ganze Grundlage un'eres Heerivesens, und der Kanonier habe, auch wenn er noch Schmerzen fühlte, wenigstens den Versuch machen müssen, den Befehl au=5ufühven. Weil er das nicht tat, habe er sich des Ungehorsams schuldig gemacht. Tas £bertncq5nerid)t trat dieser Auffassung bei und erkannte auf vierzehn Tage strengen Arrest! Tas ist die geringste zulässige Strate für den milita- rifcken Ungehorsam. Don der erlittenen Untersuchungshaft wurden sieben Tage angerechnet.
B u t h e n i. Cbcrfd)L, 14. Ian. Tas Schwurgericht verurteilte den 20 jährigen Gi-ubenarbeüer Farensot ans Königshüttc, der seinen 64 jährigen Vater erstochen hatte, zu 15 I a h r e n Zuchthaus.
Kircb!td)c 27ad>rid>tetie
3$rc81itifd}e Religionsgrmeinde.
Gotterölenst in der Synagoge (Süd-Anlage).
Hircbc und Schule.
Die kirchliche Statistik der evrng. Kirche Heffcns 1907.
Ende des Jahres 1907 standen von der cvang. Lmdeslircho getrennt 998 2Utlutl}eraner, 328 Tarotiftcn und Baptisten, 123 Methodisten, 1294 andere Sekten unb 3414 ArciprolLsranten. Zur evang. Landestiräie sind übergetreten im ganzen 155 Personen, davon von der römi>ch-kath. Kirche aus Starkenburg 49, Lbc' bessen 18 unb Rheinhejicn 12, zusammen 134: von anj deren christlichen Konfessionen (I-reiprvtestnutcn, Altlutherancrn, ‘JUtfaiholifcn unb Baptisten- aus Starkenburg 2, Oberhesscn 1 unb Rheinhessen 12, zusammen 15; sonstige (solche, dic^ seither zmn Judentum gehörten ober konfessionslos waren) au5 Starkenburg 3, Oberhessen 2 unb Rheinhessen 1, zusammen 6. Tngegcn sind, so weit dies feftgeftellt werden konnte, aus der evang. Landes' firdk int ganzen 87 Personen ausgetreten; davon zur römi)d>- kath. Kirche 21, zu anderen christlichen Konscssionen (Freivroreftan- ten, kath. trpostolische Gemeinde, Baptisten, Meniwniten> 47: ohne Uebcrtritt traten aus 19 Personen. Von 5792 rein evang. Eben, die geschlossen wurden, sind 140 (2,4 Prozent, ohne kirchliche Trauung geblieben. Tic meisten Ausfälle zeigen die Dekanate Offenbach, Tarmstadt, Mainz, Worms und 2llzen. Tic gemischten Eheschließmrgen betreffen in 1545 Fällen zwischen Evangelischen unb Römisck^Kathvlisclzen, uub in 67 I-ällcn zwischen Evangelischen unb anderen. Von den gemischtcit Ehen haben 44,7 Prozent die ctxutg. Trauung erhalten, nämlich 690 von 15-15, das jind gegen das Vorjahr 2,7 Prozent weniger. Ter Nest mit 855 umfaßt die Eheschließungen, bei denen die katholische Trauung ftaltfanb, sowie die bei benen bie kirchliche Trauung ganz unterblieb. Von 797 evang. Männern, welche in gemischte Ehen mit Rötniscst Katholischen traten, haben sich 441 dazu verstanden, die katholische Trauung anzuieeinnen, ober aber aut bie kirchliche Trauung verzichtet ; darunter in Starkeilburg 240 von 413, in LberHessen 16 von 50 und in Rbeinhessen 185 von 334. Ihnen stehen von 718 evangelischen Frauen, welche in Mischehen mit Katholiken traten, 334 gegenüber, die evangelisch getraut lvorden sind. Bet den 67 Eheschließungen mit Änderen gehören die nicht evartgelischen Eheteilc den Freiprotestanten, Teutfrfr unb Alttatboliken, Men> rwntten sowie den Iuben an. In 28 Fällen war der Mairn, m 39 Fällen die Frau evangelisch. Vvrr den 1452 Kmbern au^ Misäteden mit Katholiken haben 118 mehr als bie Hälfte die ev,mgelische Tanre erhallen, nämlich 2344 von 1152 im ganzen, ^mmtcr von 1305 von evang. Vätern (unter 2234 im ganzen, 1039 von evang. Müttern (unter 2218 im ganzen^: nritfnn haben fick 929 evang. Männer dazu verstanden, enrrotber ihre Kinder
Samstag bcn 16. Januar 1909;
Vorabend 4.4 » Uhr.
Morgens 9.00 Uhr.
Nachmittags 3.30 Uhr. Lchriftcrkläruug.
SabbataliSgang 5.45 Uhr.
Irraeliiische Religionzgesellschast.
Äottesbicnft
Sabbalfeier am 16. Januar 1909:
Freitag abend 4.30 Uhr.
Samstag vormittag 8.30 Uhr.
Nachmittags 3.30 Uhr.
Sabbat-Ailsgang 5.45 Uhr.
Wockcngottesdicnst: Morgeiis 7.00 Uhr, abend- 7.00 Uhr.
Telefonische Kursberichte
des Giessener Anzeigers, mitgoteüt tou der iiank TUr Handel
und Industrie, Glessen.
Frnnkfnrter Kör»*e, 14. Januar. 1.15 Uhr.
3^*/e Reichsanleihe . . 94.80 do. . . 85 55
3 'a”/e Konsols . . . . 94.85 do. .... 85.40
314®/, Hessen 94.10 »XA 6L Oberhessen . . . 93.20 1 ?6 Oeaterr Goldrcntu. 97 80
4*/6?o Oesterr. Silberrente 97.75 4% I ngar Goldrente . . 92.95 4% Italien. Rente ...--
3?6 Portugiesen Serie I , 58 25 3% Portugiesen n HI 59.10 4 xa *7« rnss.Staatsanl. 1905 97 15 VA°!O japan. Staatsanleihe 93.70 \% Conv.Türken vou 19U3 93.70 Türken!osc ’ . 146.00 l % Griech. Monopol-Anl.. 49 00 4% äussere Argentinier . 86.35 >e/6 Mexikaner . . . 63.50 l>i7» Chinesen .... 98.40
Aktien:
Bochum Guss 224 20 Buderus E. W. . . . 111.00
Tendenz: ziemlich fest
Elektriz. Lahmeyer . . . 117.60 Elektriz. Schnckert . . . 117.60 Eschwciler Bergwerk . . 188 90 Gelsenkirchen Bergwerk 191.00 Ilambun* - Amorik. Paket! 112 00 Uarpener Bergwerk. . . 195.20 Lanrahütte 200.00 Nordd. Lloyd 90.80 Obeiscbles. Eisen-Industrie 96 00 Berliner Uaudekges. . . 16910 Darmstädter Bank . . . 12810 Deutsche Bauk .... 242.90 Deutsch-Asiat. Dank . . 135 00 Diskonto-Kommaudit . . 181.10 Dresdner Bank .... 148.40 Kreditaktien 197.80 Baltimore- nud Ohio-
Eisentahn 109.80 Gottbaldbahn —.— Lomuard. Eisenbahn . . 18L0
Uesterr. Staatsbahn . . . 144 90
Pnucc-Heuri-Eisenbahu . 123.50
148.00
Tendenz- schwächer.
R:for-
(Den ui
zur vebime des üfjetti
38 033
SDttGtXfli'
Januar. Anfangskurse.
Harpcner Bergwerk. . Lanrahütte . . . (.ombarden E. B. . . Nordd. Lloyd . . , . Türkenlose
Her t4t rU bit’ct Start:-
Einküuf.
Emulsion marke zu nhimutgen
Eö hieße aber am verkehrten Ende sparen, trenn man anstelle des altbenährteu Originalpräparates solche Nachahmungen kaufen wollte, denn nur der Erfolg entscheidet, und diesen hat die echte Scotts Emulsion auf- jUtiKifcn. Darum Vorsicht beim
Man bestehe darauf, die echte Scotts mit unserer bekannten Fischerschutz- erhaltcn und lasse sich keine 9iach- aufredcn!
Hörne, 14 . . 176.00 . . 128.00 . . 242.60
Mk. Ausländische Diaspora 5841 Mk, Pfingsten VutberHuning 4048 Mk., ArigustkolleksC > Innere Mission 396"
Berliner
Canada E. B. . "annstxdter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . .
31900 Ml, ut’fliRTr.eu
Uur die echte Scotts Emulsion, keine Nachahmung 1
Ter Weltruf von Scotts Emulsion bürgt für die Güte des Präparates, und die mit ihm erzielten Erfolge sind unbestritten. Billigere, vielfach mindenvertige Nachahmungen von Scotts Emulsion hat es von jeher gegeben und neue tauchen immer wieder auf.
• OCh HM ) ,•*-< ••
..•tt, Lwcstluh'- Jßereine
...» Gaden
die Armen bcüimut sind.
194.80
200.10
18.20
90.30
145 60
matronssestkollekie Gustav Abolf. Verein 1798 Mk , für Jr.c be- dürftige beniitfx münde C'klnhonr 108.) Mk.. «ai’c; Wilhelm
Stiftung Sroanfestdllekte> 162*2 Mk.. jsiiammn: 355*9 Mk. Crjei und Gaben für die CvtS-arnren: ')'^nabrsk>IIckle 28:2Mk., Büchsengtiber 23 166 B?k. onjlige kirchück: rkalk i n tolltf c, Abendnuchlsm'cnnigt! usw. 2113 ?
34 399 Mk, .^ircbenoofer, so weit sie fü
oitfrist' irenvillig* Leist
der katholischen Sirdr zu überlassen, aber aber die Taufe unter blieb ganz. Von den 143 Kindern aus Mischehen mit Anderen aL» Rümifch-Karhtiischeir (F-reLProtestanten, Teutsck-KatholikLN, Alt-Aarhvlik.'n, evang Sektierern, Juden ufm.) mürben 96 cvan gclisck getouft, unb zwar 62 Kinder, bei denen her Vater unb 34 Kinder, bei denen die Mutter evangelisch war. Von. den 1594 unehelich ^Geborenen tou evang. Müttern sind 1441 evangelisch octmjrft. Taufvenveigerungen kanten 6 Fälle vor, in den TeFannien Erback, Groß-Gerau, ^Zwingenberg uns Böllstein k 1 Fall, int Tctotal Schotten 2 Falle. Ungetauft in den evang Religionsunterricht der Schule wurden 3 Kinder vou eiwmj. -Lltern im Tclmtai Wöllstein ausgenommen. Bon 15 277 .stonsirmierten stamm len 13 745 aus ren evang. Ehen, 1106 aus Mischcbrn mit Rännsch-KatholischLN, 54- au» Mischehen mit '?ütbcrcn unb 372 waren unehelich Geborene, .^ujirmatwusenkziehungen, wo bei evang Vater sich weigerte, sein 5ttnt> Ibnftrntiereu zu lassen, gelangten 4 Fälle zur ^Nachweisung, unb zwar in bcn Tekanaren Erback, Lauterbach, Scholten unb Mainz je 1 Fall. Ter Gesamtzahl von 12524 verstorbenen Evangelischen stehen 11281 kirchliche Beerdigungen gegenüber: 1333 Kinder sind nach ver- Li armen still ba’rbigt worben, d. h. der Gktftiidic Hal sich an der Beerdigung nicht beteiligt
Heber bie evang. christliche Siebes läng keil, ja ivcit sie piarr. amtlich sestgeslellr werden konnte, wurden besoickere Erhebungen angestellt, die solgendes ergaben: Milde Gaben aus den (4c-» meinben an Vereine unb Anstalten evang. christlicher Liebcstöng- k.it: Acußere Mission, cinichl. Iul>cn.nn'iion (ausschl. Lpivhanta- [ollcftcj 55 465 Mk., Innere Mission 'aussckl. August'ülette 53 839 Mk., Gustav Adolf-Verein (ausschl. Resoiinarüonskallett? 42 325 Mk., V-ang. Bund unb evang. Bewegung tu Oesterreich 23164 Mk., Elijabethenstikr zu Tannstadt bezw. Ttafout||‘en-» l'lationen 89 534 Mk. :benr Elisabtihensrist sind zugewenbel tvorden 23 591 Mk.,>, Anstalten dcs Tetot.iiS (Äranfenpfl.g-, Erztehungs» Dercht'i 7364 Mk-, besondere milbtätigc Anslairen and Vereine der Pfarreien 61 342 Mk., sonstige christliche Vereine und Unter- nchmungen 15 972 Mk., für bei'onbtre Notstände 7076 Mk., zu- famtnni 356081 Mk. Allgemein erhobene Kirchwkolletien aiieia i.
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Palw.armuewlteste bedürftige ^stwienTen des Inlandes 47O(<


