Ausgabe 
13.10.1909 Erstes Blatt
 
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bereiten, da bleie Verträge teils im Jahre 1911 erlöschen, die Abänderung seines Vorrechtes für B^-Hnbauten am

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Die heutige Nummer umsatzt 10 Seiten.

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also erneuert werden, teils wo in den Vertragsländern neue Tarifgesetze in Geltung getreten sind, rediviert werden müssen.

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- Frankfurter Stadttheater. Die Intendanz des

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Arssland.

Ans Washington wird gemeldet: Staatssekretär Knox hat dem neuen Gesandten für China, Crane, mlt- geteilt, daß sein E u t l a s s u n g s g c s u ch erwünscht ist. Was der Gesandte verbrochen Hal. wird nicht mitgeteilt.

Ter serbische Minister des Aeußern, Mil o w a - N o w i t s ch, hat am Dienstag nachmittag eine mehrwöwige Auslandsreise angetreten und sich zunächst nach Wien begeben.

Aus Salonik meldet man: Aas beim Wege nach Ipek wurde eine Kompagnie türkischer Truppen von Al- banesen aus der Ortschaft Rodowitze aus einem Hinterhalte angegriffen. Die Truppen hatten Mühe, sich der Angreifer zu erwehren. Ein Offizier wurde verwundet. Daraufhin wurden Truppen mit Geschützen nach Rodowitze gesandt, die die Ortschaft

veröffenntlichten Erwerbungen von Novitäten weiterhin zur Auf­führung angenommen worden: Björnstjerne Björnsons neue dra­matische ArbeitWenn der junge Wern blüht" ldie un­gefähr gleichzeitig mit dem Dresdener Hostheater hier ihre deutsche Uraufführung erleben soll) und das dänische Lustspiel:Per Buntes Vorgeschichten" von Larsen Rostrup. Die Uraufführung von Hermann Bahrs neuem Lustspiel Das Konzert" ist gleichzeitig mit dem Lesungtheater in Berlin für Anfang Januar in Aussicht genommen. Für den Shlvesterabend wird die Erstausführung einer neuen Posse Der moralische Teeabend" von Edward S til­ge bauer vorbereitet.

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Cook und Peary. Eine Aufsehen erregende Nach­richt über die Nordpolfahrt Cooks hat Peary soeben bekannt gegeben. Danach hat Cook sich überhaupt nur wenig vorgewagt und ist kaum tief in die nordischen Eiswüsten, viel weniger denn an den Nordpol gekommen, lieber die Veröffentlichung, die erst noch näherer Darlegung harrt, ging uns folgende Nach­richt zu:

Newyork, 12. Okt. Peary und drei seiner Reise­begleiter auf der Nordpolfahrt haben jetzt Einzelheiten befaunt gegeben über die Aussagen, die die Eskimos von Dr. Cook in Erah gemacht haben. Die Eskimos, die Dr. Cook begleiteten, haben übereinstimmend erklärt, daß sie von der D e i b e r g - Insel aus nur zwei Tagereisen nach dem Nordpol vor­gedrungen wären, daß man aber auf schlechtes Eis und auf offenes Wasser gestoßen sei und deshalb die Rückkehr beschlossen hätte. Des weiteren haben die Eskimos dann Einzelheiten über die Reise nach Süden mitgeteilt, die die ganze Zeit in Anspruch genommen habe, die Dr. Cook auf die Reise nach dem Pol verwendet haben will.

Schwarzen Meere beschlossen haben, und es sollen Ver­handlungen darüber geführt werden. Vielleicht will Ruß­land seine Zwecke möglichst geräuschlos verfolgen, denn die Reise des Zaren soll vorläufig unterbleiben. Vor einigen Tagen war das Gerücht verbreitet worden, die Reise sei an dem Widerstreben der Türken gescheitert, in der Durch­fahrt durch die Dardanellen entgegenzukommen. Heute ver­sichert eine türkische Meldung, daß in Livadia von der Tardanellenfrage nicht gesprochen worden sei. Die Russen scheinen vorsichtig zu sein und wollen langsam aber sicher ihre Absichten verwirklichen; daher wird auf das öffentliche Schaustück eines Zarenbesuches verzichtet.

Koustautinopel, 12. Okt. Nach einer Meldung des , Osmanischen Lloyd" überbringt die gestern aus Livadia zurück- gekehrte türkische Sondergesandtschaft dem Sultan ein H and schreib en. des russischen Kaisers, in welcher dieser seinem Bedauern Ausdruck gibt, in diesem Jahre nicht nach Konstantinopel kommen zu können. Er hoffe, die Reise viel­leicht im nächsten Jahre unternehmen zu können. Die Mission überbringt dem Sultan als Geschenk des Kaisers zwei Fässer

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Die türkisch-russischen Kulissen.

Die türkische Sondergesandtschaft beim Zaren hat ihre Mission beendet. Man Lann sich nur schwer damit ab finden, daß die juirgtürkischen Staatsmänner mit dem Besuche nur d-korative Zwecke und die Anzeige der Thronbesteigung Mohammeds des V. verfolgt hätten. Allerlei Gerüchte, und besonders die Ankündigung eines Besuches des Zaren in Konstantinopel, wiesen darauf hin, daß unter dem Halb­mond der russische Bär nach einem neuen Felde politischer Tätigkeit ausgeschaut habe. Ter Sultan ließ ferne Ein­ladung wahrscheinlich nicht ohne Vorverhandlungen nach Petersburg ergeben. Aber sorgfältig wurden die diplo­matischen Vorgänge hinter nichtssagenden Aeußerlichrnten verborgen. In Livadia aber haben Iswolski und Rrfaat, die beiden Minister des Auswärtigen, Besprechungen ge­habt, und eine Petersburger Meldung verriet uns die freundschaftlichen Phrasen, die bei dieser Gelegenheit ge­wechselt worden sein sollten. Die türkischen Diplomaten durften an der Tafel des Zaren sitzen. Tas türkische Blatt Sabah^ ließ uns mehr erraten. Rußland soll bekanntlich

Zum Zusammentritt des Bunöesrats.

Am 14. -Oktober wird der Bundesrat seine erste Plena^ inung nach den Sommerserien abhalten. Er befindet sich Xi in eher völlig neuen Sage. Nicht nur Werl ern neuer ;amt an der Spitze der Regierung steyt, sondern auch, weil iesmal der Sridnsiag geschlossen wurde, s°b°ß alles was - n Gesetzen bereits veröffentlicht ist, dem Reichstag nntcr- freitet ober gar schon in den Beratungen der Kommissionen Norbert nmide, unter den Tisch gefallen ist und emer neuen ij?i es auch nur formellen Beschlußfassung des Bundesrats unterliegen muß, der dabei auf die Stellungnahme des Mienen Reichskanzlers - schon wegen der hinter ihm stehen- cn 17 preußisä-en Stimmen Rücksicht zu nehmen hat. .-ayu kommt - und dieses Moment dürfte dem Bundesrat ebenfalls eine veränderte Taktik bei s^nen Entscheidimgen riufeileqen die seit dem Zusammenbruch des Blmks völlig t nders gewordene innerpolitische Situation im

arijien" ließ sich aus Berlin melden, Herr v. Bethwann- . olltveg sei auf Grund seiner letzten Besprechung mit dem Kaiser zu dem Entschluß gekommen, mit feiner Partei eine i :fte Vereinbarung zu treffen, sondern je nach Bedarf sich rtiier Gruppe von Fraktionen $u bedienen, um die Annahme , ieses ober jenes Projektes durchzusetzen. Man sprickst auch viel von einer Neubelebung des konservativ-liberalen Blocks, nDcr es fehlen dafür bisher alle Voraussetzungen

Der Burck>esrat hätte demnach alle Veranlassung, um r icht den Entrüstungssturm gegen die Reichsfinanzreform i ivch ^u vergrößern, nur solche Vorlagen dem Reichstag zu- mehen zu lassen, die, materiell betrachtet, nicht von hervor- igender Wichtigkeit sind und in parteipolitischer Beziehung - ;i keinen übergroßen Differenzen Anlaß geben. Leider aber ninfen auch seine besten Bemühungen in dieser Richtung i -rjngen, weil eine ganze Reil>e von Gesetzesvorlagen zu i linem Arbeitspro^ramm gehören, die unaufschiebbar und von größter Bedeutung sind, gleichzeitig aber zu den c mstesten Differenzen zwischen den Parteien führen können. ", 3ir rechnen hierzu besonders die Reform der R e i ch s Ver­sicherung, die ja schon veröffentlicht wurde, ferner die ebenfalls bekannten Novellen zur Zivil- und Straf- prozeßordnung, dann gleichfalls schon der Oesfent- lichkeit zugänglich gemacht die Fernsprechge- ührenordni' .g, das Ar b eit s kam mer g e f e h, , ie große Gewerbenovelle, die den Reichstag berei s ^schäftigt hat, und die preußische Gesetzesvorlage über Schiffahrtsabgaben, die den Bundesrat und Reichs- l.ig insoweit angeht, als es sich dabei um eine Abänderung des Artikels 54 der Reichsverfassungsurlünde handelt.

Sieht man von diesen vielumstrittenen Materien ab, die inhaltlich vielleicht unter Bethmann-Holiweg noch hie und txa eine Revision erfahren oder zum Teil vielleicht erst, wie d-is neue Strafgesetzbuch, frühestens im nächsten Herbst an den Reichstag gelangen, so genügt schon das, was der Bundesrat für die kommende Reichstagsfession vorzubereiten Nit, vollkommen, um ihn in Arbeit zu halten. Die Berab- <l)iebung des unter dem Zeichen äußerster Sparsamkeit stehenden Reichshaushaltsetats, bei dem sogar die vom Reichstage geforderte Reorganisation des Auswärtigen Amts Mne Berücksichtigung gefunden l)at, ist vielleicht noch das ! wenigste. Viel wichtiger sind in finanzieller Hinsicht die Drchtragsetats für 1908 und 1909 mit ihrem enormen neuen Defizit von 500 Millionen und die damit im Zusammenhang stehenden Gesetze für den Anleihebedarf des Reiches und seine Schulbentilgung. Ferner har sich der Bundesrat über eine ganze Reihe von Handelsabkommen mit auswärtigen Staaten schlüssig zu machen. So muß er vrm bereits abgeschlossenen Handelsvertrag mit Portugal feine Sanktion erteilen, so die Erneuerung des Handels- v-erhältnisses Deutschlands mitber Union, mit England und seinen Kolonien, mit Schweden, Bulgarien und Japan vor-

Kaviar. ,

Ausgerechnet zwei Fässer Kaviar. Nack einer späteren Meldung ist es nicht richtig, daß dem Sultan ein .Handschreiben des Zaren zugegangeii ist.

Konstantinopel, 12. Okt. Einigen hiesigen Diplomaten wird von maßgebender Seite versichert, daß die Dardanellen- Frage bei dem Besuche in Livadia nicht besprochen worden sei. Die Nachricht desOsmanischen Lloyd", daß die türkische Ge- sandtsck-ast dem Sultan ein Handschreiben des russischen. Kapers überbracht habe, ist unrichtig.

WHt den Zolltarifen im engsten Zusammenhang steht die Einführung der für das Jahr 1910 gesetzlich festgelegten Arbeiterwitwen- und Waisenversicherung. Hier hat sich der Bundesrat, weil die zu diesem Zweck angesammelten Beträge nicht ausreichen, über ein No^t- gesetz schlüssig zu machen, das den Termin für bas Jn- iraftireten der Retikteiiversicherung hinausschiebt. Aber auch an anderen sozialen Gesetzentwürfen ist kein Mangel. So wird der Bundesrat über die Regelung des Apotheken- wesens, die ja bereits bekannt ist, zu entscheiden haben, so schweben ferner ein Theatergesetz, ein Gesetz über die Stellenvermittlung, eine reichsgesetzliche Regelung der Prostitution und ein Gesetz über die Reform des Patent­wesens am Horizont. Auch an fine Neuordnung der Ge­bühren für Zeugen und Sachverständige, sowie der Reise­kosten und Tagegelder für Beamte wird gedacht, und die Aufhebung der Steuerfreiheit des Fislus scheint wenigstens in Aussicht genommen zu sein. Außerdem muß die schon bekannte Reform des Gesetzes über den Verlust der Staats­angehörigkeit endlich verabschiedet werden, und unser kolo­niales Eisenbahnwesen verlangt ebenfalls nach einer wei­teren Ausgestaltung, wobei die Verstaatlichung ber Otavi- bahn, der Umbau der Linie Karibib-Wmdhuk und ihre Ver­längerung nach Keetmaunshoop nur kurz angeführt fein sollen.

So werden die Arbeiten des Bundesrats nach feinem Zusammentritt recht schwerwiegende und umfangreiche fein. An eine vollstäiidige Erledigung ist- natürlich deshalb nicht zu denken, weil manche Materien sich erst im Stadium der Vorbereitung befiitben, andere wahrscheinlich einer grund­legenden Umarbeitung unterzogen und wieder andere aus parteipolitischen Rücksichten vertagt werden müssen. Man ann daher froh sein, wenn der Reichstag bei seinem Zu­sammentritt Ende November nur in die Lage gesetzt wird, neben dem Etat für 1910, den Nachtragsetats, den Anleihe­gesetzen und ben Handelsverträgen alle diejenigen Gesetz­entwürfe zu verabschieden, die bereits berannt sind ober ihm schon zugegangeii mären. Aber schon hier ist es sehr fraglich, ob bie neue Reichsversicherungsordnung mit ihren 1800 Paragraphen im komrnenoen Winter aus ber Taufe aehoben werden kann, und ebenso steht es, aucp wohl aus oarteipolilischen Gründen, mit Dem Apoeitskammergesetz, der großen Gewerbenovelle und ber Fernsprea)gebiihrenorbnung, iLierai ,'icht Herr v. Bethmann-Hollweg es überaupt für besser hält, diese Gesetzesentwürfe vorläufig in bie Ver­senkung' verschwinden zu lassen.

Nr.240 Erstes Blatt ISO.Jahrgang Mittwoch 13. Oktober 1900

MsGieMim Amelger

virlschafUiche Zeitfragen M M El nf Ml " Chefredalkeur: A Goetz.

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»» General-Anzetger für Gberheffen WM

^r"Ä^Ta^esnumnier HotationsbOKf und Verlag der vrghl'schen Univ.'Vuch- und Steiabruderd R. Lauge. Redattion, Expedition und Druckerei: Zchulstratze Anzeigenteil: H. Beck, ldis vormittags 9 Uhr.

Der Hochverratsprozeh in Spanien.

Madrid, 13. Okt. Ter Ministerrat soll das Todes­urteil über Ferrer bestätigt und sich gegen eine Be- gnabißung ausgesprochen haben.

Perpignan, 12. Okt. Die spanische Zensur be­züglich des Falles Ferrer wird mit größter Schärfe gehand- habt; indessen bestätigen die hier eingegangenen Nachrichten die Uebersührung Fcrrers in die Fetzung Montjuich; auch dem Verteidiger Ferrers liegen authentische Meldungen nicht vor. Die Nachricht von seiner Verhaftung bedarf noch der Bestätigung.

Derrt-ches Ikii.

DieNorddeutsche Allgemeine Zeiamg ' meldet. D^r Reicks - kcmzller hat der deutschen Schule in M adrid für bie Dauer ber Amtstätig leit des Direktors Dr. Fromme die tigung zur Ausstellung von Zeugnissen über die Befähigung jur den einjährig-freiwilligen Dienst im deutschen Heere und zwar mit rückwirkender Geltung für den Prüfungstermm rm Ium 1909 verliehen.

Eine Massenkünbigung von Tabakarbeitern hat am Montag lautBoWstimme" inderMannhelmerTabaü- i n d u st r i e stattgefunden. Es sind von einer Anzahl der größeren Firmen insgesamt über 1800 Arbeiter vorübergehend eMlauen worden, die' voraussichtlich mehrere Wock)en ohne Beschäftigung bleiben werden.

Apparat senkrecht ab wie ein Stein, der ins Wasser fällt, aber .

die^Maschine landete auf ihren Rädern. Der Vorfall war ein Schauspiels gibt bekannt: , .

wertvolles Zeugnis für die Stabilität des Aeroplans: die Maschine | ginnende neue Abon n e m e n t s 1 a h r sind außer den bereits blieb völlig intakt ruir eine Schwanzstütze wurde beschädigt. .." nnn <Pnhrtafen metterbin »ur Auf-

Andere Gefahren für den Flieger bringt der Wind: es gibt da eine Reihe von sich wiederholenden Ericheinungen, die der Flug­techniker genau kennen muß, um Unfälle zu vermeiden ,,^er Mensch, der in der Luft fliegt", sagt Oberst Codymuß die Lust verstehen. Wenn man gegen den Wind aus eme Baumgruppe zu­fliegt, so muß man wissen, daß der Wind in seinem Zuge über die Baumkronen eine Strömung nach unten ausfuhrt. Dme Strö­mung drückt das Vorderteil des Flugapparates herunter, wenn man schon sehr nahe an der Gruppe ist und darauf mcht Mick- sicht genommen hat, ist ein Zusammenstoß unvermeidlich das­selbe gilt für alle Hügel und Erhebungen, fliegt man dagegen mit dem Wind, so muß man ui Berechnung ziehen, daß der Wind­strom hinter den Hügeln, Bäumen oder Wallen in ziemlich scharser Kurve auswärts flutet. Dazu kommt noch die Pflicht des Luft­seglers, die allgemeinen Windströmungen zu kennen und zu beob­achten. Sicherlich wird es eines Tages Luftkarten geben, tn denen die bei gewissen Hügeln und Hohen waltenden ^uststromun-- gen genau verzeichnet sind. Ich glaube ich könnte schon heute die Herstellung einer solchen Karte versuchen. Jeder LuMegler, der größere Strecken zurücklegt, wird zumindest eme Karte,des zu überfliegenden Gebietes, einen Kompaß, einen Wmdmener imd eine Uhr mitfüftren müssen, die während der ^ahrt stets Nchlbar sein sollen Wichtig ist es auch, datz die linke Hand stets am Steuerhebel bleibt, während die rechte für bie Behandlung des Motors zum Deien oder Nachgießen von Petroleum, zum Sig- nalisiere'n und Photogravhieren frei sein muß." Flugmaschmen, bei' denen stets beide Hände an der Steuerung bleiben müssen, hält Oberst Cody für unpraktisch.Und dann, der Luft,chlsser muß seine Nerven in der Gewalt haben. Er darf nicht zu sehr an dem Gedanken klammern, daß er jetzt m einem ^eroplan -mischen Wolken und Erde schwebt. Er mag sich vorstellen, er sitze in einem Automobil mit rasch vorübergleitenden Baumen zu beiden Seilen bei Straße und demgemäß darf er nicht ver-

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wie man eine Zlugmafchine steuert.

O b e r st C o d y, dessen Flugleistungen in England so lebhastes Aussehen erregen, gibt in einem interessanten Aufsatz, der in «nein englischen Blatte vervfsentlicht wird, allerlei lehrreiche Winke und sesselnde Ausschlüsse über seine Erfahrungen in der Kunst des FliegensDie ersteGrundbedingung des gewandten Fliegers", : fo beginnt er,ist die Fähigkeit, die kleinsten Geräusche 8u unter?

i Heiden, die dem Kenner ankündigen, wenn der Motor schwerer arbeitet und zu versagen droht. Jeder Maschinenteil hat sein eigene^ Geräusch, das man genau kennen muß, wie ent Kape l- ncifter jedes Instrument im Orchester. Schwer wird erst die kllnterscheidung, wenn der Apparat den Boden verlaßt. Aue leiseste Irische Note in diesem Maschinenorchester muß als em Warnungs- Küchen aufgegriffen werden." Die Arbeit des ^lugtechnikers üeginnt mit der Ausführung regelrechter .Sprunge un Apvarate, tue nach und nach vergrößert werden.Wenn das erlernt ist, jp kommt das Gefühl:Wie kann ich höher hinaufkommen.

; Sier aber beginnen die Gefahren. Bei den Sprüngen war im wesentlichen nur die Maschine gefährdet. Aber wenn man erst mal die Höhe erreicht hat, dann steht auch das Leben auf dem

; Spiel. Zahllos find die Möglichkeiten, au, die man vorbereitet fiiin muß, Möglichkeiten, die blitzschnelle, Entschlivie und semnden-

i ßhnelle Ausführung erfordern. Man fliegt in ziemlicher vohe: lstötzlich merkt man, wie der Apparat stockt und versagt. Dann steißt es, sofort mit dem Hauptsteuer die richtige Besvegung aus-

: fihren, um zu Boden hinabzugleilin. Zwei Sekunden ubersluislgen ll.eberlegens, nur ein kurzes Zögern und alles wäre verloren. Ich weiß kein Mittel, eine Katastrophe zu verhindern, wenn der Apparat aus großer Höhe rücklings hinabstöszt. Zweimal war ich i i Situationen, in denen ich in kritischen Augenblicken durch geschickte Handgrisse das Gleichgewicht aufrecht erhalten und ein gleitendes Wallen wagen mußte. Das eine Mal m einer Hohe Don 40 Fuß: es gelang mir, mit Hilfe des Hauptsteuers nodi Dor dem Aufschlagen das Gleichgewicht wieder.zu erlangen Bei b?r anderen Gelegenheit versuchte ich das Hauptsteuer beim ^anden »!s Bremse zu verwerten, um einen allzu harten Ausschlag vvwvit

sZnmeiden. Tie Maschine schoß sofort von neuem ut bie ~uit, geüen den Bäumen auch auszuweichen../ nid machte einen Sprung von etwa 40 Meter; in einer jdoüci ,

fron 10 Fuß blieb bann der SJiotor stehen. Ich stürzte nut dem

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