Bleichstr. », Hinterbaus, Telefon 692
der Bestattungsgenoffenschaft der freien Schretnervereiuiguug Siegen
heim au5.
Kaiser ist heute dou.
mittags 8y2 Uhr nach Mergentheim abgereisl.
Von einem furcht
baren Unwetter wurde in der vergangenen Nacht das
Mehrere Stunden lang ging ein
Eichsfeld hcimgesucht.
Tic Bäche und Flüsse
wollenbruchartiger Regen nieder.
für reisende
Anstatt das Vieh zu bejammern, sollte man cs lieber mit Auto morn-Wasser bc- jvrenqeu, das hält feine Fliege aus! Antoir.ors iit geruchlos und gifsireiI Für täglich 2 Pfennig kann man einen qnnzen Stall bdvrengen und dadurch die Fliegen iernba'.rcn. An tomors-Wasser ist eine Wohltat für das Vieh.
rroransfichtliche Witterung für Heffcu am TienStan dem 14. Sepleuiber: Vorwiegend trocken. Langsam ausheiternd. (itivad kühler, Morgennebel.
Fliegenfänger für 1910 zu konknrrena- losen Preisen.
Grossisten wollen ihre Adresse unter 5018 in der Geschäftsstelle des Gießen. Anzeigers niederlegen.
vermischtes.
• Anton Rubinsteins W itwe s ch w e r erkrankt. I?an meldet aus Rom, daß dort Frau Wera Rubinstem, die Iiuve des großen Virtiioseil unb Slompoiiifien, so bedenklich erlauft ist, daß man mit der Möglichkeit eines ernften Ausganges _.d)ncn muß. Seit dem Tode ihres berühmten Watten^— Anioii Iubinsteiu starb am 20. November 1894 in Petershoi bei St. Peters- -nq — lebte sie meist in Italien. Nach der russischen Hauptüadi rnn sie zuletzt vor vier Jahren, als Anton Rlibrnsleuis Oper „Nero" ! • 1 neuer Ausstattung und Einstudierung über die Bühne des Harieu Theaters ging. Frau Rubinstein hieß mit ihrem Mädchen- namen Wera Tschkuanoiv und entflammt einer Adelsiannlie iSrusiniens. Ihr Vater war ein rnifiicbcr Wavbeoifijier a. D. Sic l^cnfie ihrem Gatten drei Kinder, eine Tochter und zwei Söhne, frubmitcm eriüäbnt sie, trotzdeui er die glucilickue Ehe nut ihr ILHrte, in seinen Lebenserinnermigeii nur nut dem lapidaren Satze: „Len dem Jahre 1865 bin ich verheiratet. Meine Kunstreisen machte ich aber immer allein."
Zeppelin III in Frankfurt.
Frankfurt, 13. Sept. „ß. IIP hat heute vormittag feinen Aufstieg unternommen, hauptsächlich wegen des
evang. Schwesternnans,
tiieeseÄ» #ohanne&»U. ».
Literarisches.
— Deutsches Lesebuch für b i c höheren Schulen des Groß Herzogtums Hessen. 3. Land. Quarta. Verlag von Emil Roth, Gießen. Preis: gebunden 2,60 Mark.
Von dein bereits in 2 Jahrgängen (für VI. und V. vorliegenden Lesebuch für die höheren Schulen Hessens ist nun auch he; 3. Band erschienen; die Vorzüge, die wir an den beiden ersten Bänden hervorzulieben in der Lage waren, sind dieselben und die Ausstellungen, die man hier und da zu machen genötigt mar, sie lagen mehr aus dem Gebiet der äußeren Ausstattung und der Illustrationen — sind gebührend berücksichtigt: so ist nun ein Lesebuch geschaffen, da- wiederum dem gemeinsamen Fleiß, der gemeinsamen Sorgfalt unb Uederlegung her Herausgeber bei der Auswahl der Prosastücke und lyrischen G'bichie das denkbar günstigste Zeugnis ansstcllr, bas aber auch in seiner äußeren Aus
stattung zeigt, daß auch der Verleger keine Mühe und keine Losten gejdKut hat, um seinen Teil beizutragen zum gelingen des ganzen und zur Herstellung eines auf der Höhe stel'end-en Lesebuchs. T e Einteilung des Buckies ist dieselbe ir;e bei den ersten ztvei 'Länden. Zunächst einige Märch-en. die noch uw einige Nummern vermehrt werden tonnten, dann Fabeln uni- Parabeln und eine größere Zahl von Sagen (Hessische, TeutidK1: daß aus der Tietrichsage interessante Partien ausgenommen sind, ist sehr dantznsmert. Tie Aussätze ai.s der giiecknichen und römischen b eschichte 'dem Pensum der IV. sind mit beschick <uiy gewählt und bt in geistigen Horizont des Quartaners an-remessen T>c Erzählungen und Schwänke lassen and) den Humor in der Schule zu seinem Rechte kommen. Tie klar und veruändig ge- sd.iiebeneu, der Fassungstrast dieses Alters cntsprcdicud ausge- wählten Au'sätze aus dein Reiche der Natur sichern aud) diesem Abschnitt guten Erfolg im Unterricht: ihr Inhalt wird gewiß zur Erweiterung und Vertiefung des Anschauung-s' und Gedanken kreiscs der Jugend ein gut Teil beitragen. Auch hier wie in Nr. IV haben sich die Herren Herausgeber mit Originalartikeln beteiligt: es sind in ihrer Art Musteraussätze, die ich mit großem Jntcrisse gelesen habe. In dem 2. Teil, der der Poesie gewidmet ist, zeigt |'id) überall die glüdlidjc Hand des Herausgebers bei der Auswahl der Gc^ichtc. Neben vielen alten Gedichten und Liedern, deren Wert unvergänglid) ist, jinben iid) auch eine größere Aitzahl unserer neueren unb neuesten Lyriker, Sturz nm , der 3. Land des Hessischeit Lesebuchs kann als ein in jeder Beziehung mustergültiger bezeichnet ivcrben. Einband und Illustrationen, die einen bedeutenden Fortschritt int Berg leid) zu den beiden früheren Bänden verzeichnen, verdienen alle Anerkennung und werden hos'entlich allgemeinen Beifall finden. Mit diesen durchweg anerlenuendeii Worten, die ich dem 3. Bande des Hessisd-cn Lese- tu.hs widmen zu können in der glücklichen Lage bin, verbuche ich den Wunsch, daß es sich zu seinen alten Freimden viele neue lsinzuerwerben möge. V R. Gl.
dichten Nebels.
Karlsruhe, 13. Sept. Der
Versteigerung.
Ticnstag den 11. Scvtcmucr, nachmittags 2 Ubt .
«ersteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Barzahlung: l°°iy
D' 1 fyabrrao; _ ,,
3 2Pferde, 1 Rollwagen, 1 Buiett.
1 Schreibtisch, l Plüschsosa,zwel Zsinder-Svortmagen, 2Jaoncr, 35 Lorbeerbäume u. anb. Radien. Versteigerung zu 1 finbet bc limmt statt.
Born, Gerichtsvollzieher in Gießen.
OrigniaL-Vvahtttieldnttgen.
Die Kaisermanöver.
Mergentheim, 13. Sept. Für das kaiserliche Haupt- quartier ist das Kurhaus Carls bad gewählt. An den Kaisermanöoern nehmen außer dem Kaiser von hier aus Prinz Oskar von Preußen, Erzherzog Franz Ferdinand und Fürst zu Fürstenberg teil; von Stuttgart aiti der König von Württemberg, Fürst zu Wied; von Boxberg in Baden aus der Grobherzog von Baden; von Würzburg au8 Prinz Friedrich Leopold von Preußen, die Großhcrzöpc von Hessen und Mecklenburg-Schwerin, Erzherzog Franz Salvator, die Prinzen Ludwig, Georg und Alfons von Bayern, Herzog Johann Albrecht, Regent von Braunschweig, Fürst zu Hohenzollern, Fürst zu Thnrn und Taris und Fürst zu Hohenlohe-Langenburg; letzterer von schloß Weilers-
Die schönsten Kleider “S ich Teint, für eine mangelnde zarte Haut, daher scheue man die • leine Ausgabe von 50 Pfennig nicht unb kaufe lief) die vorzügliche Mnrrbolinfcise. UebcraÜ erhältlich. b"/«
1) der Genuß von Pilzen werden kann, die tui- Jinovge Personen gesammelt haben.
;, Marburg, 12. Sept. In den Stadtsälcn wird jOm 1. bis 3. Oktober die erste hessische I u n g g'e f 1 ü g e l - Id, n u abgehalten. Tie Anmeldungen gehen sehr zahl- icich ein.
Ä. Cron berg, 12. Sept. Ter Kronprinz von El riech en land und sein Bruder, Prinz Andreas, sind »eilte vormittag hier eingetroffcn. Tic Kronprinzessin, die chrcm Gemahl mit ihrem ältesten Sohne Georg und dem Prinzen Christoph von Griechenland, bis München entgegen Gefahren war, lehrte mit hierher zurück. — Ter Kronprinz t>irb mit seiner Familie einen längeren Aufenthalt auf Schloß Friedrichs Hof nelstncn. Sein Bruder Georg, -er heute früh hier eingetroffcn war, reift heute abend »ach Kopenhagen weiter.'
** kleine Mitteilungen a n s Hessen unb den »achbarstaaten. ipciiiv. Prediger IV. zu W ernges wurde Ain Bürgermeister dieser Gemeinde gewählt, als solcher be- hatiflt und in den Ticnst eingewiejeu - Bei O b e r • TI ö r l e n ouvöc von einem Jäger a u 5 Bad - Ranhei m, der sich auf ler Schnepsenjagd beiaub, ein 12jährtgeS Mädchen an- «eschosseu. Tie Verletzungen des Ssindes sind nicht schwer.
iMItro.Suiiikrinncii hebeu. Xuinabmc u. beite Verpfleg. l«77« ou ersr. in d. Geschästsst. d. G. A.
Kleine Tageochronik.
Ter Münchener St u ii ft m a l c r H e n r y Albrecht hat auf dem Starnberger See Selbstmord verübt. Er setzte sich, nachdem er sich einen mit Steinen gefüllten Rucksack umgeschnürt batte, auf den Bootsrand und gab dann einen Schuß auf sich ab. Tas Boot (enterte und Albrecht versank im Wasser. Tie Leiche ist noch nicht geborgen.
Ter französische Marincmiuister hat die Hafen-und Geschwader- fommanbanten telegiaphisch verständigt, daß im Falle dcS Ausbruches der Ebolera unter «in Marmeperjonal das jüngst von dem Basteurfchen Institut entdeckte A n t i ch o 1 e r a s e r u m verwandt iverden soll. Ein Mitglied dieses Instituts werbe sich gegebenenfalls an Oit-nnd Stelle begeben, um das neue Serum auzuwenden.
AnL Kleine Scheidegg (Kanton Bern) wird vom 11. Sept, berichtet: Einem gewaltigen Schn c e st u r m , der gestern und heute m den Höhen des Gebirges gewütet hat, sind mehrere Menschenleben zum Spier gefallen. Bei einer Tour auf die Jungfrau stürzte der 22,ährige Student Erich Herrmann, Sohn des Professors Herrmann von der Universität Mai bürg, mit dem Führer Jakob Knecht aus Gsteigwiler, Vater mehrerer Kinder, ab. Beide wurden heute mittag von einer Rettung: koloime als Leichen aufgefunben. Eine andere Führerkolonne sueß beim "Abstieg von der Jungfrau aus zwei Touristen, von denen einer bereits erfroren, während sich der andere in bedenklichem Zustande befand. Tie Warnen der beiden tonnten noch nicht ermittelt werden.
Märkte.
je. Frankfurt a. 9)1., 13, Sept. (Orig.-Telegr. des „Gieß. Anz/) Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktvreise. Weizen Mk. 21.25—21.50, Russsischer Alk. 21.50—00.00, La riata KansaS Mk. 23.50—24.50, Bloggen (hiesiger), neuer Ml 16.50—16.75 Gerste (Wetterauer) Alk. 17.00—17.50, Jrauken- selber Alk. 17.00—17.75, Hafer 16.00—16.50, Mais Alk. 15.50—00.00. Weizenmehl 0 Alk. 30.50— 31.00, 2. Qualität Mk. 29.00 bis Alk. 29.50, 3. Qualität Mk. 28.00—28.50, Roggen,uehl s>
Ast'. 24.75—25.00,1.Qualität Alk. 21.75—22.00, Weizenkleie Alk. 10.25 bis Alk. 00.00, Weizenschale Ast. 00.00—00.00, Roggenkleie Alk. 10.50 bi-.- Alk. 11.00, Ataiskeune Ast. 10.50—11. 0, Franken, Pfälzer, Ried Alk. 00.00—00.00. Biertreber 12.50—13.00. Silles ver 100.Kg.ab hier.
(c. F- r a n t f u r t a. Al., 13. Sept, (iletcgr. tDriq. - Bericht des ^Gies;. Anz.".) Amtliche 9lotierungen der heutigen Viehmark t- preise. IZnm Verkaufe standen: 544 Schsen, 43 aus Oesterreich, 49 Bullen, 0 ans Oesterreich, 1164 Kühe,(Fersen, Stiere und Rinder, 470 Kälber, 263 Schafe und Hammel, 1805 Schweine, 3 Ziegen, 0 Ziegenlämmer, 0 Cchaflamm — Bezahlt wurden für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1. Qualität 80—83 Alk., 2. Qualität 74—76 Mk., 3. Qualität 63—66 Alk.: Bullen: f Qual. 66—68, 2. Qual. 62—64; Rübe 1. Qualität 73—75 Ast., 2*. Qual. 63-63 Alk., 3. Qual. 48-50 Alk., 4. Qual. 00-00 Alk., 5. Qual. 00—00 Alk. Bezahlt wurden für das Pfund Schlacht- gc>v.: Kälber 1. Qual. 66-92 Psg., Lebeudgeiv. 50—54 Psg., 2.Qual.76-86Pfg.,Lebendgew.-16-50Pig.,Schlachtgew.70—73Pfg., Lebeudgeiv. 40-44 P'g.; Schafe: 1. Qual. Schlachtgew. 78 bis 80 Pfg., 2. Qual. 64—66 Psg. Schweine: 1. Qual. 77—78 Ps., Lebendgewicht 60,0—61,0 Pf., 2. Qual. 76—00 Pf., Lebendgewicht 59,0—00,0 Psg., 3. Qual. 70—75 Pfg., Lebendgeivicht 00-00 Pfg. Geschäft bei Hon,viel, gedrückt, Uebcrftanb unbedeutend, bei Klein- uieb gut, lleberftanb unbedeutend.
Bom Eichsfeld, 12. Scpt.
die Rechtfuchenden -Querulanten sind, die unnötigerweise Prozeße anstrengen. Kürzlich mußte ein Pater gegen seinen ungeratenen Sohn Klag? erheben, weil der Sohn die väterlichen Anordnungen mißachtete, und die tindlicbe Pflicht außer Acht ließ. Ter Kreisrichter ließ dem ungehorsamen Sohn die Hände schlagen, bis Haut und Fleisch von den Knochen ivarcn, dann bestrafte er den Pater mit 1(>O Tau Kasch, weil er Lust zum Prozessieren habe. Wenn sich die streitenden Parteien nicht einigen tonnen, diktiert Der streit- richtcr kurzer Hand nach seinem Gutdünken die Entscheidung, die ohne Widerrede hingenommcn werden muß.
' T i e T r i n ku n s i 11 c b ei m A b s ch l u ß v o n H a n b e l s geschäften. Tcr Verband reisender Kausleutc Tciitschlands bat eine Broschüre herausgcgeben, in ivelcher cr iid) gegen oic Trmkunsitte beim Abschluß von Oleschästen wendet, eine Unsitte, die überall im Teutschen Rcid)e, besonders aber in Lstdeutschland, herrscht. Ter Verband zeigt in der Schrift, wie durd) den Trintzwang der gesamte .Kailfmapusstand und damit das bciitid/t Volk als solches aus das empfindlichste geschädigt werden. Tie Reisenden iverden in ihren besten Jahren, ein Opfer ihres Berufes, dahingerasft. Aber auch die Firmen, für ivelche die „Sausgesdmite" gemacht werden, siild im Nachteil, denn sie ueriiereu vorzeitig ihre besten Vertreter. Turd) Eimvirknng auf die reisenden Mauffrute, auf ihre Firmen, auf die Kundschaft soll der Unsitte begegnet iverden. Es soll aber aud) auf die Hoteliers ein Einfluß dal,in ausgeübt werden, daß der lästige Trinkzivang bei der Tadle d'hote wegfällt. Man lann dem Verband reisender Kaufleute Teutscplands lür diese Agitation sicherlid) nur dankbar sein.
* „Warum weinst du denn. Kleiner?" — „Weil ich nicht in die Schule gehen will." — „Warum denn nicht?" — „Weil meine Schwester dem Lehrer gestern einen titorb gegeben bat."
* J? obern. Hausfrau: „Also das neue Mädchen lear hier . . . wird sie den Dienst an treten?" — Dienstmädchen: „Ich glaube wohl gnädige Frau ... ich habe Sie sehr gut enrpsohlen."
cr9t 12. Gtpt, Weiten im öoftil
Hl- m Eleinbttjl grotien Silbe rmünjl Troße von Talen, J > größer unb dicker. 1 )i- Die Prägung ist J obere Anzahl ipamidl beiiichliglen Philipps . II. D. (ei) G. (ryl >63, (1564 — 1596i; 1 laden König von Sporj ic Anzahl öslerreichijl tb Erzherzogen, aus )on Braunschweig mit t| ich, Herzog von ^'1 g unter Kaiser Ferd^I i. Das ist die jünc’l wurden die Alünztn «I vergraben, bennuint.l l?t Gegend in gram^I ch eine .Nachricht' A ibom im hiesigen Ach»! in (1634) unb den mH Kriegswesen viel Un:--I nge Zeil hier unb &' ellsani hcrgegangkisi U\ lachsvlgenden 163ö. 5-1 ifll) lonimcn, dann I üsien.' Es liegt eint .: der den Schah ucrgiiid Vermögen), hat N A och seine Kinder oder Ichn davon gelidbi; -A n. Zeiten vor ;Cht. Unser wA tc'i Aeises Gießen, Ih ; 50jährige Die«« ner unseres Ortes, I0H ur-qiatjmc einiger M »t -J >0 ist eine größere Men bcrSehor t j ) Andors, lonne die H
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Srn. 50Pt. (l-»"..uv u. l'L 35 ",„m, stärkste Formt. 3 aw rtphöviäe iuck-^Z - 6rcmc <a H und " Al., icriiev -juckel Seife öf) 'Kia. und lniJ Al. SSt^bei der Universttäts-Apo tbefe «Engel-Apotheke!, liarfi-
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* Tcr fran ; ösisck>c Schriftsteller Courtcline I sieht mit der frausi'f:sd)cn Polizei auf et nein sehr gespannten Fuße. | Ar hat sid) durch icinc Satiren, durch die auf indirekte Weise I uiclc liebel stände ansgcdcckt würden, recht mißliebig^ bei ihr ge- I mad)t. Alle paar Wod)en erhält Eourtclin? einige Strafmandate I «regen Heiner Uebeitrctiuigcn, die mau sonst übersieht und uu- I ^ahndet läßt. Entweder hat das. Ticnstmaddicn dcs Richters : iurbotinertoeiji’ beim offenen Fenster Teppiche gereinigt, oder I, !<iu Automobil fuhr in einem Tempo, das die erlaubte Grenze
1 . schreitet, kurz, Eonrtcline wird auf alle möglidK Weise schika- licit. Endlid) wurde il)in dies zn viel und er dachte au Revaiidic.
I Sourtcline verkleidete jid) in eine aussallend schäbige Tracht, ein Anzug war fleckig unb abgenutzt, der Hut wies Beulen ant: j jthniu' ige A'anfd)cttcii unb ein Mragen von ähnlid)er Qualit^m I ixriwUständigten die Ausstattung. In diesem Aufzuge erschien I Sourteline in einem vornehmen Restaurant, et wurde allerdings I mit scheelen Blicken bctrad)tct, der Kellner jedoch brachte ihm die ■ Spcifcutartc unb der verdächtige Gast bestellte ein sehr teures I Me>ru. Ma um war dies geschehen, so näherte sich der Ehes und I äderte den sonderbcnrcn Gentleman auf, iid) darüber anszuioen n. I ob er denn and) über die nötigen Barmittel verfüge. Ter also I Angesprochene tat sehr beleidigt und zog aus feiner abgerigcnen I Brieftasche einen blanken Tauscnbfranksschein. Das Resultat war ■ bos gewünschte. Man servierte ihm zwar nicht, allein jveniflc MMinuten später erschien ein Polizist und forderte bc.i Berbäch- 1 liqcn auf, ihm ans bie nächste Polizeistation zu folgen. Man »glaubte natürlick) irgenb einen (imbrcd)et ober Dieb gefaßt 51: ■ leiben, war aber pcin(id) enttäuscht, als Coiirtrlrne sid) legitimieren I onule. Er wurde unter vielen Entschuldigungeii entlassen. Run I suchte er ein anderes nicht minder vornehmes Lokal auf. 2as I Ergebilis war auch hier das gleiche, nur mit dem Unterschiede, ■ üKß ein anderer Polizist erschien, denn das Restaurant lag tu I eiteni anderen Stadtteil. Wieder mntzle man oen dichter, nach- ■ Mm er sich ausgewiesen, entlassen. Jlaurtelute aber war mv I aniübtid). Tic Nacht Ijat ja genug Stunden und so pilgerte er ■ Mii Restaurant zn Restaurant überall in der gletdjen Wesie bc- ■ h.anbelt Verhaftung folgt auf Verhaftung. Schon lind alle m I 'Betragt kommtnden Stadtteile absolviert, da beginnt er jetne ■ Hmbe von neuem, besucht die vornehmen Vars und es ist uw ■ vmiieidlich, das; cr in derselben Nacht zu denselben Poltzetstattoneu I Mi und dreimal geführt wird. Tie Polizei ist außer nm, B er.pört der Vertreter des Präsidenten wirb telephonisch L'eimd) W nchtiat'nnd setzt sid) mit Evurtelitte in Verbindung unb bittet um, In woge bod) seiiun bösen Streid) enbltd) beenotgen. Hurte tnes lüntmort lautet, daß cr ja au ben Verhaftungen gänzlich ichuldlos Ijci, er des ine znsälligerweiie lein kleines Gelb unb nicmaiib lonni |H Kn verbieten, fick) zu amüsieren in weldier Tracht er wolle, ^r ! Lichter aber wirb von ber Polizei Nicht mehr bfLifhgt.
• Chinesische Gerichtsbarkeit. Was bei der chinesischen Gerichtsbarkeit, trotz aller Neuerungen Deute B noch vorlommt, darüber berichtet uns bic chtnestschc Zeitung ■ „Il'tnau Jipau" vom 23. Juli b. Js.: Ein Kreisrichtcr nn I ircAirfe Tsching tschousu, so wirb gesagt, halt bei jeber IscrichtSvcrDan'blung eine lederne Peitsche in der Hand Senn ber Yamcnbüttel, der nut der
| hängten Prügelstrafe beauftragt ist, die Sockichage au ■ teilt, setzt sich ber Kreisrichter baitcbcn, unb pai t au I biü auch scdcr Schlag orbentlid) trifft, eobalb bei Voll I s'icckuna der Strafe der Stockmcistcr nicht alle .graft an W ttenbct,0 nimmt^bcr Preisrichter seine Leberpcitschc und I ^chtigt den Vollstreckungsbeamten, damit bmer ,rch besser ■ ani’treiiqe. Qfl nimmt der Meisridfter selbst den Stock |u die Hand, und ?.üchtigt den.Vcrurteiltcn ^rvilsachen ■ herben beide Parteien bestraft, mögen s'« Recht oder Um ■ recht haben. Wer Recht hat, wirb, mir Geld^ bestraft wer «Unrecht hat mit Schlägen, weil, wie der sirei.-richtn 1
Der Gesang-Unterricht
hat wieder begonnen.
Beginn der Chorftnnden
Anfang Qktober. 15026
Anmeldungen W ilhelmstrasse 1 p.
Jda Stammler, ÜDnzerlsängerin.
traten über die Ufer und verursachten große Ueberschwcm- mungen. Ter angerichtete Schaben ist bcbcutcnb. Das noch aus bem Felde befindliche Getreide ist total verdorben. Durd) Blitzschlag wurden mehrere Brände verursacht. In dem Dorfe Silberhausen schlug ber Blitz in die Mühle dcs Besitzers Karl Engelhardt ein unb äscherte die Mühle mit den Nebengebäuden ein. Mehrere Stück Vieh und große Fruchtvorrätc verbrannten. Tas Burggut Scharfcnstein bei Kallmerode wurde ebenfalls durch Blitzschlag cingeäschert, Tas .Hochwasser richtete aud) an den Brücken unb in ben Straßen großen Schaden an.
Hemmelmark, 13. Sept. Unter dem Vorsitz des Prinzen Heinrich von Preußen konstituierte sich am 12. September der Arbeitsausschuß der deutschen arktischen Luftschiis-Expedition, die unter dem Protektorate des deutschen Kaisers steht. Tem Ausschuß gehören außer bem Vorsitzenben, Gras Zeppelin, an: Professor Tr. Hergesell, Geheimrat Lewalb unb Geh. Kommerzienrat Frieblänber-Fulb. In eingehonber Beratung würbe ber Organisationsplan bes Unternehmens in seinen Grunblagen gestellt unb zu biesem Zweck soll ein Ehrenporstanb unb ein Beirat geschossen werben, ber aus ben maßgcbenben wissenschaftlichen, finanziellen unb inbustricllen Streifen zu bilben ist. Zweck ber Luftfchiffexpcbition ist bie wissenschaftliche Erforschung bes unbekannten arktischen Polarmeeres burd) lenkbare Lustschisse unb bie Entwicklung unb Aussührung wissenschaftlicher Arbeiten.


