lUerreich beschloß dos Prager ^tnbtoerorbndfnbneaium bteGfcün-- htmg einer pchechncheu Mittelschule in Lien, ferner rtd)tcte der Prager ■2tof iri:-m?inbe i>.-r ‘Reibung eines ^BriDattorrefpjnbentcn .-.ufoige, an alle Mieter der ihr gehörenden Käufern ein ,3irfalar, worin fie deutsche Tafeln an den Fassaden und ip ben .'torriboren verbietet. Temievigen, bet deutsche Tafeln nicht entfernt, soll beim nächsten Xcrnr.n gekündigt merden.
Eine BombenfLbri' Zn '2t. Petersburg. in der in bet Pocgelschstt. gtpg *• n L-huuug t s «Stubenicn Beslodorss fcat die Polini eine Bombenfubri! intberft. Heber 100 Kilo Dynamit uno Mellmr rvurben beschlagnah.m und viele VerHas- hmgen vorgenommen._____________________________________
Aus Stndt und Land.
Giesen, 13. Januar 1909.
•• TageSkalender für Mittwoch, 13. Jan.: Stadt- thealer. ,*2cr Talisman." Anfang 7 Uhr.
Verein für das Deutschtum tut Ausland. Vor- träge in SlenrS harten, abends^«Uhr. Prof. Rachiahl: Wie Sstdcnlschlanü und Ctflerrctd) deutsch wurden. Pro*. Theobald Fischer (Marburg): Die Lage des Teulichuuns ui der Habs- durgischen 'Dtonardjie.
** ReicbstagSersatzwahl in Bingen. Pfarrer Lorell hat sich n. d. „Frkf. Ztg." trotz schwerer Bedenken dem einmütigen und dringenden Wunsch der freisinnigen Lertrauensmännerversammlung gefügt und die Kandidatur für den Reichstagswahllreis Alzey-Bingen angenommen.
** Pfarrpersonalien. S. K. H. der Großherzog haben dem Pfarrer Joh. Würth zu Appenheim die evang. Pfarrstelle zu Harxheim übertragen und den uom Grasen zu Erbach-Fürstenau auf die erste evang. Pf arr stelle zu Beerfelden präsentierten zweiten Pfarrer Albert Waldeck daselbst bestätigt. Ernannt wurden: Psarrverwalter He- derer zu Teckeirbach zum Pfarrassistenten in Mainz (Jo- hannisgemeinde), Psarrassistent Trautmann zu Rhein- Dürkheim zum Psarrverwalter in Deckenbach, Psarrvilac Bingel zu Mommenheim zum Psarrassisteuten zu -£ft- yosen, mit dem Wohnsitz in Rhein-Türkheim. Psarrassistent Herrn. Steiner zu Mainz wurde aus sein Nachsuchen mit Wirlung vom 1. Januar 1909 aus dem Dienste der hessischen Landeskirche entlassen. Gestorben ist: Militäroberpfarrer a. D. Karl Strack zu Darmstadt am 19. Dezember. Zur Wiederbesetzung wird ausgeschrieben die evang. Pfarrstellc zu Wöllstein.
"Erledigt ist eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrer stelle an der Gcmeinbcschule zu Horchheim. Mit der Stelle ist Organinendienst verbunden.
— Standes h errlicheS Jubiläum. Am 8.Juni d.J. fmd 25 Jahre vergangen, seitdem Graf Georg Albrecht ,u Erbach-Erbach, Senior des Fürstlichen und Gräflichen Äcsamthauses Erbach, Inhaber der Standcsherrschaü Erbach und Mitglied der Ersten Kammer des Großherzogtums Hessen und erblicher Reichsral der Krone Bayern ist. Der Tag soll festlich begangen werden. Der Graf ist 1844 geboren und an Jahren der älteste StandeSherr im Groß- Herzogtum Hessen.
•• Der Verb and der Großh. Hess. KreiZ- iraßenwärter, der 1905 ins Leben getreten ist, hielt am Sonntag in Frankfurt seine Jahresversammlung ab. Vertreten waren die Kreise: Darmstadt, Offenbach, Groß- Gerau, Erbach i. O., Bensheim, Heppenheim, Gießen, Friedberg, Büdingen, Alsfeld, Lauterbach, Mainz, Worms, Alzey, Bingen. Der Vorsttzende führte aus, daß im abgelaufenen Jahre der Verein besonders rührig gewesen sei und seit seiner Gründung die Lage der Kreisstraßemvärter m jeder Beziehung gebessert habe. Während früher die Straßemvärter bei Arbeitsunfähigkeit einfach entlassen wurden, ständen fie letzt in einem Bedienstetenverhältnis, auch fei eine Gehaltserhöhung erreicht worderu Der Gehalt sei mit den 80—85 Mk. monatlich, karg genug, um eine Familie damit durchzubringen. Neue Lasten bringe auch das Fürsorgcgesetz, und zwar im Jahre 100 Ml. Der Vorsitzende schlägt schließlich vor, an den maßgebenden Stellen um eine Gehaltserhöhung einzukommen; dem wirb zugestimmt.
- Von der Denkmalspflege. Durch Entschließung Sr. Kgl. Hoh. des Großherzogs wurde dem Großh. Oberlehrer am Neuen Gymnasium zu Darmstadt Prof. Tr. Eduard Anthes die Stelle eines Denkmalpstcgers für die Altertümer mit Wirkung vom 1. Januar 1909 an übertragen. Die Fürsorge für die beweglichen Gegenstände des Mittelalters und der Neuzeit in jeder Provinz ist auf den für diese bestellten Denkmalpfleger für die Baudenkmäler übergegangen.
** Bau-Unsallversichcrun g. Bauarbeiren wcr- üen vielfach Leuten übertragen, die sich bei der Berussge- nossenschast nicht angemeldet haben, oder von ihr nicht als gewerbsmäßige llnternchmer angesehen werdeir In solchen Fällen haben die Bauherrn btc Unfallversicherung zu regeln, d. h. sic gelten als Unternehmer und haben all- monallich auf vorgeschriebencm Formular eine Nachweisung über die beschäftigten Arbeiter, deren Tagewerke und verdienten Lohn bei der Ortsbchorde einznreichen. Tesgl. ist eine Regicitachweisung einznreichen, wenn die Arbeit durch eigene Söhire, Verwandte, Knechte usw. ausgeführt wird. Als Bauardcrt tmrd auch die Anfuhr von Baumaterial zu eigenen Bauzwecken angesehen. Da Unkenntnis dieser Bestimmungen nicht vor Strase schützt, so tun die Baueirdeu gut, vor Uebertragung einer Arbeit sich von dem Bewerber den Mitglicdschein der Berufsgenossenschasl vorzeigen zu lassen. Bauende müssen stets mit der Möglichkeit, rechnen, daß sie von der Beruf Sgenofsensck-ajt als Unternehmer oder Bauherr hastbar gemacht toerden und auch gegebenenfalls für vorkommende Fahrlässigkeiten haftpflichtig sind. Von Bestrafungen wegen unterlassener oder verspäteter Einreichung von Regicnachweisungen macht die Baugewcrks- Berussgenossenschafl in letzter Zeit sehr viel Gebrauch. Wir raten daher federn Bauenden, um sich vor Bestrafung zu chützen, vorstehende Ausführungen rechtzeitig zu beachten.
• • St adttheater. Ausnahmsweise werden die Billets für das Bassermanngastspiel am 19. Januar schon vom Freitag 15. Januar ab auLgegeben, jo daß von diesem Tag, ab fern Bestellgeld mehr zu bezahlen ist.
* ♦ Die Eisbahn i’t von heute an wieder geöffnet.
• * Im Kaiser-Panorama wird in dieser Woche eine Neihe sehr schön gelungener Bilder gezeigt, die unsere Nordseebäder, sowie das Leben und Treiben wahrend der Saison dort zeigen. Mancher Besucher, der auf Helgo- Uiib, Norderney, Amrum, Borkuni, Sylt, Wyk u. s. w. als
Badegast geweilt hat, wird ihm lieb gewordene Plätze Wiedersehen und die dort verbrachten schönen Tage in ber Erinnerung nochmals durchleben: aber auch mancher, der unsere Nordseebäder nicht aus eigener Anschauung kennt, findet im Panorama Gelegenheit, sich mit ihnen bekannt zu machen. Ein Besuch dieser interessanten Ausstellung ist nur zu empfehlen.
** Marcell Salzer. der im ganzen Teurfchen Reiche rühmlichst bekannte Bortragsmeifter aus Berlin, wird mm auch in unserer Stadt einen feiner jo erfolgreichen „Lustigen Abende" hier geben. Am 20. Januar werden wir nun Gelegenheit haben, ihn, von dem jeder, den er einmal mit seiner schönen Kunst erfreut hat, nur im begeisterten Superlativ des Lobes spricht, zu sehen, zu hören und zu bewundern. Ein Marcell Salzer Abend ist immer ein künstlerisches Ereignis und so steht auch diesmal zu erwarten, daß Steins Saalbau eine stattliche und gewählte Zuhörerschar vereinigen wird. Das Arrangement und der Äartenverlaus befindet sich in den Händen der Firma Ernst Challier lRuiwlphs Nächst).
" Liebesgaben für Italien. Auf die ergangene Aufforderung hin sind beim hiesigen Tetailllstenvercln, der die Sammelstellen übernommen hatte, im ganzen sechs Kisten ülciduugtzsiücke usiv. für die durch das Erdbeben in Süditalien Geschädigten eingegangen, die bereits nach Italien abgegangen sind. Dieser Teil der Liebcslätigkeit ist damit abgeschlossen, während die Geldsammlung noch weitergeht. — Auf Aiipegung des Deutschen Hilsskoimtees für die in Süd- italicn durch Erdbeben Geschädigten hat der Geschästsführcnd. Ausschuß des Hessischen Lanbeslom itees beschlossen, von den zu seiner Verfügung eingehenden Geldern den: Hessischen LanbeSverein üom Noten Kreuze einen Geldbetrag von vorläufig bis zii 10 000 Mark zum Zwecke direkter Materialsendung nach Südiialien zu überweisen.
"Wünsche der Gastwirte. Tie Vertreter der in Hessen bestehenden Gastwirteoereine begeben sich tn den nächsten Tagen zu den NeichstagSabgeordneten ihrer Wahlkreise, um sie zu ersuchen, bei dem Wiederbeginn der Reichs - tagsverhandluugen im Sinne der von den Gastwirte - Ber- einigungen an ben Reichstag abgegangenen Eingaben sich gegen die Erhöhung der Brausteuer und für die Abänderung des § 33 der Gewerbeordnung, und zwar für Einführung der Konzcfflonspflicht unb ber Prüfung der BedürfniSfragc für ben Handel mit Flaschenbier auS- zusprechen.
♦* Kaiser unb Musketier. Eine Begegnung mit dem Kaiser hatte ein Soldat der Leibkompaguie unseres Rcgi- inents, die im vergangenen Jahre die oom Kaiser für die beste Kompagnie der Regimenter, deren Inhaber er ist, gestiftete Auszeichnung erhielt, während seines Weihnachtsurlaubs in Berlin. Der Kaiser fragte ihn, woher ec die Auszeichnung habe, und erhielt im schönsten oberhejsljchen Dialekt erschöpfende Auskunft. Er unterhielt sich etwa eine halbe Stunde nut unserem Landsmann, ber schließlich mit einem Geschenk von 20 Mk. hochbefriedigt abzog.
*• Voin Wetter. Ein heftiger West- unb Nordweststurm brachte uns heute Tauwetter und einen stundenlang anhaltenden kalten Regen, der ab und zu nut leichtem Schneegestöber verbunden war. Jin Vogelsberg hat es fest geschneit.
g. Klciu-Liuden, 12. Jan. Gineit merkwürdigen Scherz erlaubten sich in der Sonntagnacht mehrere- erwachsene Burschen. Sie brangeit nachts in eine Hvsrcite ein und statteten der Verkaufsbude eines hiesigen Kau sm an ns einen Besuch ab. Sie leerten die Bude und warfen Kisten, Mafien und Inhalt in Hof unb Garten umher. Dann versuchten sie die Bude auf die Straße zu tragen. Durch das Geräusch waren die Hausbewohner wach geworden. Als die jedenfalls in feuchtfröhlicher Stimmung befindlichen „Lasttrügerft sich bemerkt sahen, verbarrikadierten sic die Haustür, indem sic die Bude dawider warfen. Dabei brach die teuere Lude an verschiedenen Stellen eittzwei. Ter Kaufmann hat durch Beschädigung der Waren, Kisten, der Bude usw. einen Schaden von ca. bi) Mk. Zum Glück hat man die Nachtwandler bereits ausfindig gemacht. Jeden- falls wird cs für sie ein teurer Spaß werben, ba sie 511111 mindesten dem Kaufmann ben Schaden ersetzen müssen.
-- Heuchelheim, 13. Jan. Am Montag fand auf dem Windhos eine Versammlung von über 300 Grundbesitzern von hier und Gießen statt, in der über die Bild'.mg einer W a s s e r g e n 0 s s e n s ch a s t zur Jnslandhalluug der bei der Feldbereinigung durchgeführten Trainageanlagcn beraten wurde. Die ans den hiesigen Grundbesitzern be-- stehende Mehrheit war gegen die Bildung der Genossenschaft, indem sie von der Ansicht ausging, daß die Stadt Gießen die Unterhaltung übernehmen solle. Da aber die zur Ablehnung der Genossenschaft erforderliche Vicrfünstel- Mehrheit nicht erreicht wurde (317 stimmten dafür, während es 335 hätten tun müssen), bleibt cs bei ber Gründung der Genossenschaft. . '
□ Daubringcn, 13. Jan. Am vorigen SaiuStag hielt der vor zwei Jahren gegründete Männer-Turnverein unter gutem Besuch seinen Jahresabschluß ab. Der Verein, der jetzt zirka 50 Mitglieder zählt, hat sich in dieser Zeit sämtliche Gerate käuflich erworben und steht jetzt in voller Blüte da. In der Versammlung wurde die ^Neuwahl des Vorstandes vorgenoiiiiiien. Als 1. Vorsitzender wurde Schneidermeister Johannes Reif, als 2. Vorsitzender Ludwig Schäfer, Rechner Ludwig Hofmann, Schriftführer Ludwig Vogel, Turmvart Heinrich Alichcl unb Zeugwart Heinrich Weiß gewählt.
Mainz, 11. Jan. Eine umfangreiche Untersuchung schwebt gegenwärtig gegen eine Anzahl Angestellter bc = Schlacht- und VieyhofeS. Sic werben beschuldigt, sich seit Jahren Unredlichkeiten gegen GeichästSleute unb zum Nachteil der Stadt Diainz schuldig gemacht zu haben. Es stehen, n. b. »Franks. Ztg.', zahlreiche Dienstentlafinngen bevor.
0 Marburg, 12. Jan. Im Kreise Marburg hatte die Viehzählung an, 1. Dezember 1908 gegenüber dem Vorjahr solgeirdes Resultat: Es waren vorhanden: 7559 Gehöfte «.gegen 7307 im Jahre 1907), 5503 (5432; Gehöfte mit Viehbestand, 5564 ( 5551) viehbesixendc Haushaltungen, 3392 (339*2 Pferde, 28149 26 892; Rinder, 15 951 (15 146) Schafe und 24 072 (27 084 Lchweinr.
FC. Frankfurt a. M., 12. Jan. Der Verein beq Oberhesf'en, der im Jahre 1907 gegründet wurde, hielt am 10. Januar sein StistungSsest ab. Der Verein erfreut sich eines schönen Zuwachses und wurde seiner Zeit gegründet zu dein Zweck, alle hier wohnenden oberhessischen Landsleute ohne Unterschied von Rang unb Stand zur geselligen Vereinigung zusaminenzusasien, oberhessische Eigenatt, Sitten und Gebräuche, sowie die Liebe zur Heimatprovinz zu pflegen und wach zu erhallen. Gestern, am 11. Januar, faud d'.e Generalversammlung stall. Folgende -Herren wurden in ben) Vorstand gewählt: Otto Lambmann, Otto Mades, Friedrich Lott unb L. Lanalitz.
** Kleine ; m (lunger n 11 5 .<) e > > e n und den,' Nacbbarstaate u. In: letzten Viertel iah r 1908 wurden ind Mainzer Krematorium 96 Leichen cm^ernchrrt, während int ganzen Jahr 1908 318 Ein.rscheriingcn fratiianbcn. — Jir Rockenberg starb im 72. X'cbtneiabr ^rftwart Weil. — In ein Geiäß mit kochendem Wasser stürzte ein Reines?« Mädchen in Eudorf. Das Minb wurde am Unterleib, Gesa^ und 'Jidcten so schwer verletzt, daß es» an den Branoivunden net-j schied. — In Versa stieß sich eine Magd im inutLcn Hausflur, an einen rostigen Nagel, welcher ins 2luae drang. Das Mädchen mußte in die .Äinik g-orachr werden. — Der Ballon Ziegler des Frankfurter Vereins für Li'tschüfahrt, der am Freitag früh während der "vülluncr tn Griesheim fortgtfbqcn nxrr. ist gestern bet Lohr a, M. autgefunden worden. Die BalloiElle, die an- scheinend nur wenig beschädigt ist, wird nach J-rnnkfurt verschickt: werden.
($KrtdH$jaaL
Gießener Schöfsengcrichtssitzung vom 12. Jan. 1909.
Duldung von Glückssvielen. Ter Wirt P. D. üti Gießen duldete in seinem Lokal Glücksspiele. Festgestcllt rourteJ daß nur sehr minimale Beträge gespielt wurden, ber Einsatz bcJ trug 3 Psg., auch verbot der Angeklagte schon vor pvltzeilicher Veiwarnung in seinem Lokale dieses Sp^ct, weshalb er nut 15 Mark Geldstrafe ev. 3 Tage Geiängnis daoonkam. — Wegen dessAtxw Vergehens wurde der Wirt v. E. in Gießen zu 40 Scart Gell^ stcaic cd. 8 Tage Gefängnis verurteilt.
Sittlichkeitsvergehen. Unter Ausschluß der Ceffcnt* wurde gegen den Toglöhncr K. Sch. in Niainzlur wegerr SilllichkeiisDergelwn verhandelt. .Das Urteil lautete auf cineji Moiuit Gefängitis. ,
-rör per Verletzung Tie Ehefrau F. M. in föicQctfl hatte einer Frau eine V^erflasche an den Kopr geioorsen und^daS Gericht cr&inntc dieser halb auf 25 Aiark Gctdftrafe ev. 5 Tas« Gefängnis.
Sachbeschädigung. Ter Fonnerlehrllng H. W. trt Gießen beschädigte zwei Laternen. Er wurde zu der Strafe des P.ericnrtiücn Ber. eis es Dcniricilt. Es war Cer erste Fall, der nach icn neuen Vorschriften liegen Jugendlich zur 2[buriei(ung ge« langte. Dem W. wurde irjjjrenö Cer Verhandlung ein Platz auf einem Stuh.e, auslelle auf der Anllag^auk angewiesen._________
Dar Erdbeben in Südiialien.
Nach amtlichen Berichten ft btc ganze N 0 r d w estküft 0 von 6: r d e rs ch ü tternngen betroffen toorden.
Am Moiuag wurde m Tacoma Seattle unb Vancouver ein Erdfl 0 ß verspürt, der 10 Sekunden dauerte.
In Messina wurden um 5> _• Uhr und 8 1 3 Uhr jtoti neue heftige Erdstöße ivai)rgenommen.
In Reggio gelang es gestern eutent Jnsantcrieleurnantt unb zwei Fruerwehrniänneru, ein dreijähriges NIädchen: lebend aus den Trümmern h-ervor-uziehen.
TaS Bcrmessungsschitf S t a f s e t t a , das sich im Roten Meeres befindet, Hal Befehl erhalten, Messungen in ber Meerenge.von- Aicssina vorzunehmen. In ber N ihe tun Olioadi bei Spiitnga int Erdbebeitgebiet Ixit itd) ein tiefer Schlund gebildet, aus bem Rauchwolken emrorftciflcn.
Tas b c u 11 d) e s?it »5 Komitee teilt mir, daß sich bev Wert ccr deutschen. Hilfe tat igkeit bis icyt auf etwa 2' ? Mitltoner- i irc bH .'ir
Älcuic Tagcöchroutk.
In ber Lickbrauo-Kolilenrntne un Staate 9lew - P 0 rk, wp bereits vor 14 Taget 50 Bergarbeiter durch Explosion geiötev wurden, brach gestern Feuer au;-, durch da) 100 Arbeitern bte Ausfahrt versperrt wurde. Man be'iitchicl, daß sie alle verloren Unb, da cj unmöglich tu, Reltungskolomieu in die bumnenbe Grube
humoristlfcher.
* Die gute Freundin. „Ihre Freundin, mein Frat^l lein, fd unt aber großes Vergnügen am Wintcrsvott 311 finbatJ nicht iDaljr?" — „C nein, ,ie hat tu» Schur'schuhlaufen^uuo darum so gern, weil ihre großen Füße aus den langett SckstF viel kleiner auSsehen." ,
Üanöci und Dcrfcbr, Volkswirtschaft.
r. Erba, 12. Jan. Gestern faub im hiesigen Gemcutb« rcalb bte erste Volzversteigerung statt. Tas große An- gebot in Nutz-, Werk- unb Brennholz, dazu btc günstige Witieruntz hatte viele Interessenten, baruntcr rZeschäftSletue aus HerborM 'Ji'eglgr unb Gieren zusammengemhrt. Tas Brennholz tvurbd zuerst uexncigcit. Es kosteten Buch.'nlcheüholz durchichniltlich 9 bis lü Alk., Buchcnkitüvpel. bis zu 9 Mk. bet Ratimmeicr. Sehr gul^ Prelle erreichte bat- Eichen-Nutz- und Slatnrnholz, indem der Festi Meter bis zu 00 Aik. be^aljlr wurde.
— Loka in oliv- und Wagenlieferuugen kür den Preiißilchen EifenbahnkiKkus. Um bte Industrie inf dieser Iriü^chen Zeu zu beichäütgen, hat Mintfter Srcucnbad) noch [m3 vor Weilrnachlen das Kötugl. (Si!enbahn-3cntralamt LxauM tragt, den Maschtnemadriken die Zuschläge auf Lkeferung von 57o Lokotnottven tut Werte von 88:.', Mill. Mk. au erteilen. Wie bte ^VetkehiStechni'che Woche' mtnciU, sollen diese Maschmen bifl späleflens Ende September ü.. Js. gelieien werden, ba vorbew bereu? 9» Lokomottven mit Lie'erzett bte Ende vor. IS. in Bestellung gegeben waren, so beträgt der toefamtltefcnoeii für bid erste üäl'te des iautenben Etal^iahres etwa 45 2)1 tlL Aik. Attchs Den il'laflciibauanftalien, die bisher 'ür bte vreußischcn SlaalZi bahnen geliefert haben, ist uizivtjchcn ber Zuschlag erteilt morden; es bandelt üch habet um btc £ieicni:ig von 1135 Personen-, 309 Gevack- und btoö Güterwagen, bereit Gesanttwert runb 44 Thü. Alk. betragt. AUe bte>e'Wagen sollen ebenfalls bis Ende Scpteind« öieie* Jactres geliefert werben.
IRärftc«
fe. Frankfurt a. M., 13. Jan. Schweinemarkt. (Org.- Tel. des Gieß Anz.) Zmn Verkauie stMtbeu 1645 Schweine. Bezahlt würben: für Schwetne 1. Onal. 71—72 Visp, Ledenbgewichi 56/J bis 56,5 Ptg.; 2. Qualität 69—70 Pig., Lebend icroidjt 55^—00,0 Pfg^ 3. GttaL 63—68 ’iiig. Geschäft gut, Ueberftcnb unbebemenb
Gießeuer Wetterdienst.
9or<in4ftd>t(idic Witterung Hu? Ocileu am Toimerslag ben
14. Januar: Meist trüb. Leichte Schneefälle. Temperatur umj den NilUonnkt schwankend. In höheren Lagen Frost.
Griginal-Drahtmeldungen.
Köln, 13. Jam Die „Köln. Ztg." meldet aus llesküü^ Aus zuverlässiger Quelle verlautet, cs seien wichtige Depeschen ans Kom'ranttnopel cingctroffen, daß Bulgarien! Truppen an der Grenze zusammcnzichc. Mau befürchtet, daß Bulgarien in einem Ultimatum an die Türkei die Anerkennung des Königreiches fordern werbe.
L.-1Z. Dtc bürg. 13. Jan. Der Stabtschrctber Webet wurde gestern verhaftet, weil er bei der Braun'scheZ


