Aus Stadt und Land.
Gießen, 12. 3uni 1909.
beß Tain#» ■ 'jMa#orchc’tcri> »Lyra 1 . — Sonnia v-u • (Sarteuicfl.
beschlüsien britntt, tu Ende ^baii'o änderte die ^namfommiffion ej
Ausg' wiesen Aussen Auf Veranlafiung der l'oluei bitcftion in Trüben sind oic m den ('kbHnünmDoroifB u-rroufclt flcrocfcmn ru'fi'chen StuOenlen au« Wachsen ausqewlefen roorn n.
Der '£ a it erkreuLcr „TV ü r ft 'Hijmdtd" » nach neun jähriger Ticniheit in £ Italien in den heimisch«» Gewasiern ein flftronen
Tic streikendcu und ansgefperrien stosl fchen Arberter in .U 111 bereiten men We n c r a I it r . • f in allen fiaotnchen Betri«b.n vor Die Staot roill mit der (Sntfaffima der lebten 500 Arbeitei antworten unh die LlnifdiiiRung der Marine für Elektrizilöts 0ta5 und Wasi'erwerke erbitten
6m Nachtrags-Etat für 19l« ift dem Reichstage tu flcqanqm Jn ihm find 13 Millionen Mark als 6innnhmrr fingtficllt für den Verkauf d s wgcnannten Aufmarich.ulaiw cm Irmodhofcr Felde, die wiederum für Beichanunq von neuen Trupvenübungsvlätzen mit Barackenlagern für das Garde Korvc und die Eisenbabn'Brigade Verwendung finden sollen
Pfarrer Iraub in Tortmund hat den unversöhnlichen frtrfj der Orthodoren erregt. <^egcn ibn Hal setzt, wie bit Jvtti 3tq. erfahrt, der Oberkirchenrat das T i i z i v l i n a r v e r f a h r e n eingeleitet. Veranlassung habeii dazu drei Vorträge des b kannlen Theologen gegeben, die er während des verflossenen Winters in .fragen über das ApofloUcum grtialtrn Halle.
Ausland.
Zur SrisiS in Ungarn Ein uberrafcbmdes Kompromiß -wischen Iusih und ttoffuth bewirkt die vorläufige Lösung in der 9Bnir, daß durch ein Ikbetijangß- Kabinett unter We keile die Wahlrefvrm ersedigt und damit der Wunsch des Kaisers crchlllt, hierauf aber die Bankfrage noch vor 1911 entschieden wird Tide Emsdvndung liegt allerdings erst einem neuen auf Wntnb der 2Sahlreiorni gewählten Reichstage ob. Tie neue Ernennung Dekerles ist in den nächsten Tagen zu erwarten
Ter neue italienische Krregsrninist er General C V i n g a r d i erläuterte gestern in der Kämmer fein P r o gr a mm. ES werde bei schneller Turrbhlfrnmg Italien in den Stand jenen, sich in dem Konzert der Großmächte zu behaupten, nicht nur als ein (Gegenstand der Achtung, sondern auch der Furcht Der Minister appellierte an die Vaterlandsliebe des Parlaments und n finite, Italien dürfe sich in der Stunde der Gefahr mii fern freer so gut wie auf feine Flotte unbedingt verlassen x-a« Parlaunnt nahm die Erklärung deS Kriegsministers mit unge heurem, langanbaltcnben Beifall auf. Giolitti und die übrigen Minisl» I wie alle Abgeordnete drückten Spinqarbi begeistert die franb und bereiteten ihm stürmische Ovationen
Englanb und Deutschland. Baron Testonrnelles de EoiMan ', bei kürzlich in 'Berlin gesprochen hat, legt im „Matin" sein.' Ansicht über die Gegensätze zwisch»'n England imd Deutschland bar und kommt zu dem 3chlu», daß den Engländern solange hon der deutschen Geinhr gesprochen wurde bis *fte an eine solche Gefahr glaubten, daß aber der wahre Vorteil Großbritanien-. nicht in b-'r Stärkung der Armee, sondern in der energischen Bc kampsung der wirtschastlickn'n Konkuirenz Deutschlands liegt. Eilt Krieg zwischen England und Deutschland müsse vermieden werden und mich das befreundete Frankreich müsse England Helsen, den Weg iiadi DamaskU'- zu finden. Das liege in Gnglanbö Vorteil und and) im Vorteil aller übrigen europäischen Staaten.
Dei t ü r f i f di c Sultan will Anteurova besuchen. Während der jüngsten Anwesenheit der türkischen Sonbergcianbtfd)aft in Wien hat sich einer ihrer Mitglieder dahin geäußert, es sei wahr fdiehilirf), daß der Sultan im kommenden Jahre eine Europareise madjen würde, um sich persönlid» den europäischen Souveränen t'oi zustellen. Ter Wiener Dos mürbe in biefem Falle fein erstes Reiseziel fein Zuerst aber würden einige jüngere Mitglieder des ottomaiiischen Kaiserhauses zur Pervvllständigung ihrer Aus biIouitg nach Europa gehen.
Beratung öer wohlrechtzvorlage.
Die neue hess.WahlrechtsVorlage war am Freitag der Gegenstand einer sehr auäfühdidKn genteinfamen Besprechung zwischen dem Gefetzgd'ungsansidniß der Zweiten Kammer und den frerren Staatominiftcr Tr. Ewald, Geh. Staatsrat Krug von 9'ibba unb Ministerialrat Lorbacher als Vertreter bei Staatöregierung. Tic Aussprache drehte fick) zuerst um die von bei- Regierung irorgcidtfagenr Abänderung der Bersassimgsurkunde in den bekannten Artikeln 67 und 75. Mit der von der Regi.
> । i neu Abänderung des Irt 67, worin da bi berige (^eioohnh-itsrecht der Erneu Kammer auf jlrfommuni tat io neu beim Slaatshaushaltselat gesetzt id) festgelegt wird, ist die AuSschusimchiheit gegen die beiden fozialdeniokratifchen und fr, isinnigen ' i mmen int Regierun j sprach
t gegen einen neuen Zusatzvorschlag der Aba Wolf > in weldiem bcstimnit wird, ban die Negierung in Zukunft keine giofieu Fordirnngcn mehr mit dem Bubget einbnngen dürfe (Wie dies beim jüngsten Etat durch 'die Vorlage betreffs der Rhein Damni-Regulierung zwisckien WormS und Oppenheim gc fdmb.)
Bezüglich dis vorgeschlagenen Art. 75, in welchem die Nc gieruug bei Gesetzentwürfen, die von einer Kammer abgelehnt wurden, im Falle der Wiedereinbringung und Ablehnung in einer Versammlung beider Kammern eine Durchstimmung unter dein Vorsitz des Präsidenten ber Ersten Kämmer verlangen kann, Ivodei zur Annahme eines Gesetzes Zwei drittel ber abgc gebenen Stimmen erforderlich fein sollen, gehen dagegen die Ansichten weit aiideinauber Aad» dem Glässingschen Kompromiß Vorschlag sollten befanntlid) Treüünftel der abgegebenen Stimmen erforderlich fein, wogegen icdoch die beiden radikalen Ausschuss Mitglieder, ebenso, wie gegen die Regierungsvorlage, Widersprnd) erheben Dagegen bat ber bereit# mitgeteilte Vorschlag bet Abg Dolf, bei (Hefeiu-öborlagcn, die nut mehr als ber Stimmen ni bei Zweiten Kammer angenommen ober abgelehnt wurden, in ber Durchstimmung die absolute Mehrheit, bei mit weniger als - 3 Mehrheit von der Zweiten Kammer angenommen ober abgc lehnten Vorlagen aber m der Durchstimmung eine - 3 Mehrheit beider Kammern ciufcbcibcn zu lassen, die vorläufige Billigung alter Ansschnßmitglieder gefunden Die Regierung gab nun beute bei Erörterung des Vorschlags Wolf die Erklärung ab, baß sie demselben nicht prinzipiell abgeneigt fei, aber eine zuwartende Stellung baut entnehmen müsse, bis sich die Erste Kammer näher darüber erklärt habe
Ada Wolf machte zur Befürwortung seines Vorschlags gel tenb, berielbc biete der Ersten Kammer vor allem die Garantie, bau in Zukunft etwaige labikale Neuerungen sozialer oder neuer lidn-r Art weniger kidrt Gisetz werden konnten, als sonst, während andrerseits bod, aiiuiuehmni sei, baß RegierungSvorichläge, die mii mehr als . aller Stimmen m ber Zweiten Sani wer zur Annahme gelangten, aud) dem eigentlichen Volkswillen eun'präcbcn: daher könne mau im letzteren Falle bei der TurdHlimmimg ruhig die Entsdx-,bring buich bie absolute Mehrheit berbeifübren lassen
Man war am Schluß bei Ausspradw über die Verfassungsänderungen allgemein bei Meinung, baß alle darüber beüebenben Schwierigkeiten behoben fein würden, im Falle sich die Erste Kammer mit beut Vorschlag Dolf einverstanden crflait Die Befiredning ging dann weiter auch auf das eigentliche Wadi gesetz über unb drehte sich besonders um Artikel 3. worin -die Zahl der üäbhfdxit Mandate auf 15 unb bie ber ländlichen auf 13 festgesetzt wirb, unb um Art 6. in ivddiem bestimmt wirb, bah bei ber buchen Abgeorbnctenwahl alle männlichen Personen in,, zurückgeleotem 25 2C. nstahr nhiblbcrechtigt sein sollen, die roem-, itens 3 Jahre un i^roüberu’ itum wohnen unb wenigstens i • 3 IaHnm die hessische Staatsangehörigkeit besitzen Die Bestim munfl des Art 6 erscheint der Au s schu st Mehrheit zu rigoros: b . Art 3 irurbe ein Jurikfgmfen auf die früh re Zahl von 55 gccrbnrteii stakt 58 vorgeschlagen Iic Weitcrderatnng erfol - ■
Riwematoqrapben-Zbeatcr: Täglich Dodtellung.
91 ii l a q e m u i t f um 1 .12 Uhr m ber Süd-Anlage, ectel- plan: 1. Cuoerture jur Cr- .Die ^ellenmüble* von Reinaer. *. Efvana ütalzer von SatbteiifeL 3. Potpourri a. d. Cd. .Tie .‘l'nfareije* von Suppe. 4. Deutsche Bundestreue l Manch von ZrieSeiuann.
Konzert der Requneutsmusik Sonntag nachmittag 4 Uhr un 1 h 11 o I o p b e n iv o l b.
Konzert nron^. Lichester) Sonntag abend 8 Ubt im voteI Schütz. •
* Auszeichnung. S. K. H. der Großherzog bat das Ritterkreuz 2. Klaffe deS LudwigßordenS dem CberH- lentnant v XZ i n bc0IIi ft vom Stade des Infanterie- Negimenttz Kaiser Wilhelm t2. Großh. fress) Nr. 1 ltz verliehen.
• • Erledigte Mehrer fiel len Erledigt sind die mit evangelischen Lehrern zu besetzenden Lehrerstellen zu Heegheim, Ranstadt unb Bnfenborn. Mit ben stellen in Crganiflen«, mit ber letzten auch Vorleferdienst verbunden.
• • AnS dem Militärwochenblatt. dtachweiS der im 1. Vierteljahr 1909 bekannt gewordenen Todesfälle vor auSgefchiedenen Offizieren: Daudistel, Oberstlt. a. D., zuletzt Bats.-Kommandeur im damal. 4. Großb. vest. Inf.» Regt. (Prinz Karl) Nr. 118. Gestorben am IS. März 1909.
"TaS PersonalverzeichniS der Uniofr|ität für daS Sommerhalbjahr ifl soeben erschienen.
* • Theologische Konferenz Donnerstag dieser Woche tagte in Steins (harten wie alljährlich die theologische Konferenz von GkiftHdjcn aus dem Großherzogtum, Frank furt, Nassau und Kurhessen. Ter gute Besuch — über l.'x'i Teilnehmer — bxwies, daß die nun schon über 25 Jahre bestehende Konferenz trotz ber vielen ähnlichen Unternehmungen, die seit einiger Zeit entstanden sind, immer wieder ihre alte Anziehungskraft bewährt. Vorträge hielten die Herren D-ekan a D. und Privatdozcnt t'ic. Rrtdols Gunther ans Marburg über: „Neuere Forschungen zur C^eschichte des evangelischen Kirchenliedes" unb Psarrer Willy Veit aus Frankfurt über: „Was muß der Gemeindcpsarrer heute sein: Priester, Evangelist oder Seelsorgers^ An ben zweiten Vortrag schloß sich eine anregende Diskussion.
• • Vereinfachter Postdienft. Eine umfassende fliereinfachung des Tienstbetriebes der Poft hat das Reichs Postamt soeben angeordnet. Tie Aenderungen umfassen nicht weniger als 38 verschiedene Punkte. Sie treten sämtlich am 1. Juli in Kraft. Bezweckt wird damit auch eine Ersparung von Ausgaben, indem Arbeit oder der Verbrauch von Betriebsmaterial vermieden wird. In vielen FäNen ist die Befugnis der Postämter erweitert worden. Sie tonnen über mannigfache Fragen nicht selbständig entscheiden, ohne die Lberpostdireklwn zu befragen Auch manche Meldungen von Berichten an die Bezirksbehörde werden vereinfacht oder ganz beseitigt.
* * I n d e r G e m ä l d e - A n s st e l l u n g im Turmhaus am Brand sind diese Woche wieder zwei sehr intcrefjanic und hervorragende Kollektionen neu zur Ausstellung getaugt. Die Kollektion „Belgischer Künstler", welche etwa 50 Gemälde ausweist, zeigt durchweg autc Arbeiten und chöne Motive, besonders werden die Bilder von Charles Watetet, I. frorenbant, E. XIaetniand, fr. Tegroux, F Van dämme und F. Charlet bei unseren Kunstfreunden großes (Gefallen finden. Die andere ausgestellte Kollektion von Georg Lührig-Dresben, zurzeit Rumäniett, welche feit vorigem Jahr in Dresben, Berlin, Karlsruhe, Wiesbaben unb Darmstadt ausgestellt war unb überall große Erfolge er rang, wird auch hier besonderes Interesse beansprnch.'n bür feit. Tie Kollektionen umfassen Oelgemälbe, Aquarelle, Pastelle und Zeichnungen. Tie Ausstellung ist an Sonn tagen von 11 bis 3 Uhr ununterbrochen geöffnet, an 2Serk tagen mit Ausnahme Samstags von 11 bis 1 und auch MtttlvvchS nad>niittag von 3^>iS 5 Uhr
• • Saatbau-Verein Gießen. Der Verein hat vor 14 Tagen an etwa 1200 Adressen seine Satzungen nebst 'Rundschreiben versandt, um neue Mitglieber für seine Sache zii gewinnen und d,e Beträge zu sammeln, die f. Zt. bei bcu Zeichnungen für Theater- und Saalba>i-P rojcr i l.biglich für den Sa al bau gemacht wurden. Schon heute liegen eine sehr erfreuliche Anzahl von 9keuanu,eldungen vor unb auch einige der s. Zt. gezeichneten Beträge sind inzwischen ganz ober zum Teil bezahlt warben. Die Saalbausache gewinnt also sichtlich an Beteiligung aller Kreise, und wenn man baß geistige Leben Gießens in ben letzten Jahren verfolgt hat, so kann man sich der Einsicht nicht oerfchließen, daß der Saalbau ein dringendes BedüifmS für alle Kreise unserer Stadt ist. Die Errichtung deS Saalboufß mit Stadtgarten, Spielplätzen aller Art, der auch Ausstellungszwecken zugänglich gemacht werden könnte, ist nach Vollendung der elektrischen Bahn die nächste große Aufgabe, die geleistet iverben muß, soll Gießen nicht stille stehen oder gar zurück- gehen. Wir veriveisen auch auf ben Anzeigenteil.
»* Der gebildete Deutsche und bad arbeitende Volk ist der Inhalt eineß öffentlichen Vortrageß, den bie Schriftstellerin Dr. Im le am Mittwoch ben 16. Ium in bei sozialen Vortraqßveieinigung für kath. Studierende un Wintergarten beß Hotel Schutz halten wird.
"Der Hessische Fechtoerein .Wa isenschi, lj* hält von morgen früh 11 Uhr an m Stemß Eaalbau seine 17. Landeßversanimlung ab. bei ber eine sehr reichhaltige Tageßordnung zu erledigen ist.
• • Alldeutscher Verband. Tie Ortsgruppe Gießen wird in der nächsten Woche mit einer Reihe von Vorträgen beginnen, die die Lage auf dem Balkan zum Gegenstand oben. Der erste Vortrag: ,Auß den föalfanlänbtrn* von Prof. Dr. Sommer wird nächsten Freitag, 18. Ium, in Stemß (Starten stattNnden.
" Eine freudige Neberrafchunq wird jetzt den Eiseubahndeamten dadurch zuteil, daß die Betrage für die Erhöhung der Wohnungßgeldzii'kbi sie, die bekanntlich mit t ucfiüirfeitbei flraft vom 1. April 1908 ab genehmigt wurden, an die Betrcsienden zur Auszahlung gelungen.
" Die Laudwirtichaftliche Studienreise miet den Viehzuchigebieten der Schweiz fcheint eine aroße Teil- uetimerzahl zu vereinigen. Tie Anmeldung hat an die Land- virtschaftskammer für daß Großherzogtum Hesien, Tarmftadl, ui erfolgen.
* fra ck ina f ch i n e n Zu der von brr LandwiNichafts
’ttc sich eine größere An-avl von Landwirten einqefunden Dio Vorführung sand aber nicht statt, obwohl der durch den ^eitrigen ich inqefcuditrrc 'Hvtxn |cbr günstig •uwf •: Mrr Die Vorfübrunq ist auf Mntwoco ben 23. b 'N., vor ntttags 11 Uhr. verschoben worden.
•• Besitzwechfel. Unsere 2toiiz in Nr. 134 von den Besiywechfel der Brüder Horn ifl dahin richtug zu stellen.
daß daß frauß Kreuzplatz 15 in ben alleinigen Besitz von Wildelm front und daß Hauß Marktstraße 28 m den Besitz von Karl front überqeganqen ifl.
" Der Stubent Josef Racke^ ber bekanntlich auf Wcibnachten seinen Vater unb brci Schwestern ermordete. wurde zur Untersuchung seines Cieiftcszusiandes und zur Erstatkung eines Dbergutachtens vorläufig in die staatliche IrrenannaU zu At.zen verbracht.
" Unnötiger Straßenaufbruch. Fortgefetzt n?:rb darüber geklagt, daß bie verschiedenen städtischen Betriebe bei Straßenaufdrüchen sich n chi gehörig verständigten und daß die Straßendecke beständig aufgcrisien würde. In letzter Zeck ist hierin ein Wandel zum Besieren rmgetrden. Nun aber fangen die Anlieger an, Aufbrüche von erst neu bergefieUlrn Straßen und Bürgersteigen zu veronlasien, die zu vernietben gewesen wären. Bevor daß Tiefbauamt die Straßenzü^e vstastern läßt, werden die Anlieger durch baß Gas- un) Wasserwerk, sowie durch daß Eleklrizckätßiverk durch Ankündigung in den Zeitungen oufgeforbert. sich über etwaige An. fchlüsie an die städtischen Werke zu äußern. Außerdem wud noch schriftlich bei den Hauseigentümern onqefraqt und dann noch einmal durch persönliche Umfrage. Erfi wenn diese brn Versuche ohne Ergebnis sind, wirb der Bürgersteig unb d e Fahrbahn hergestellt. Mehr kann die Behörde n-cht tun. um straßenaufdrüche möglichst zu venneiden. Es sind unß t ne ganze Reihe solcher Fälle in der letzten Zeit bekannt geworden, bie dafür sprechen, daß eß in unserer Stadt leider eine Anzahl Leute gibt, bie dieser Einsicht nicht zugänglich sind. E« :» doch bekannt, daß jeder Ausbruch einer fertig hergestellten Fahrbahn oder cmeß Bürgersteige», selbst wenn die Sputen noch so gewissenhaft beseitigt werden, eine Flickarbeit bedeute, wodurch bie ganze Straße verschandelt wird. Es ist unter allen Umständen zu empfehlen. Die Häuser an daß Gas- un» baß Elektrizitätswerk anzufchlteßen, denn ohne sie ist deute keine moderne Wohnung mehr denkbar. Erst ganz kürzlich sind wieder mehrere solcher Anschlüsie erfolgt da sonst btr Wohnungen nicht zu vermieten gewesen mären.
T. fr. Hausen (b. Gießen, 11. Juni Dir Vorbereitungen zu dem am 13. Juni hier ftatniubenben 1 stähnqen Stiftungsfeste des Turnvereins Haufen und zur Turnfoh'! bes „Lahn-Dünsberg-Turnerbundes" find ioivcit bener; Ter zu einem Turnfeste vorzüglick) geeignete Fe st pla«. die Übe rau, liegt direkt am £itc und ungefähr 10 Min rr« Station Sdiiffcnbcrg entfernt. Für die Jugend ist durch Karussell, Schießbude, Schanlci u
ii des ■! auch sonst alles \ nn was zu einem guten (Gelingen nötig erscheint, barr ean hoffen, daß das Fest einen recht schönen Verlaus nimmt. • v. BeIe nheim, 11 I Mi Eine land w Bc jit*- unb Absatzgenosscnschast wurde hier mit :i <hi gliedern gegründet. Sic hat sich deut Verbände der hdhftt-tr landwirtschasllichen Genosjenschasten in Darnistadt ang,-
r. 5 di ott cn, 11. Juni Nun wirb noch in biestm lahi •
Klubivirt Stein läßt aui -i icn
in«ii Saalbau nut gcnqncti :t errichten. Bei günstigen Witterung bis rum Winter benirtzbar sein. Im vorigen Winter ui Atu oft die Räume mdu aus Auch als S d> u 1 e r h e r b c r <i nnrö bap neue Gebäude gute Verwenbinig adgebeu j i Midi des kopfs wirb iiadi FertigilelllUig 'N- unb M
Bismarctturmes aui bem Taufstein wohl großen Umfang nniirbw». VIm i Jul» nnbet aui bem froherobskop» bae alliähnidK Klub i e st statt. Im frotel „Felfenmeer" zu frodmxübbdu t it ivflbi !■ bie Pachter oft Direktor Beritt hat e» «ctzt wieder l lbfl über nomnu n
-n- 9!idda. 11. Juni. Ein ui guten Verhällui 'en lebender Landwirt zu Tlidielnau bet Nidda, der m letzter Zeit leidend war und belfen Frau rbenfadß kränkelte, entfernt? sich am Montag ans feiner Wohnung unb kaufte sich « bl . evolver i
fchiedene Verivandten in der Umgegend, war aber, wenn I* Scinigen nach ihm suchten, immer wieder verfehwunieir Keltern abend fand man ihn in einer einsamen Wölbt«* zwischen Michelnau unb Ober-Lai«, tn ber ev ir'.i-'t'che«N auch die letzten 9!ächte geschlafen hatte, erschossen. Der Sch'.-ß war m bie Schläfe gegangen und hatte den umwW* baren Tob zur Folge gehabt. Tie Faiinlie (die alte SMIrt lebt noch hochbetagt) wirb allgemein bedauert. — Urvrr Obstaußsichten sind jetzt gu übedehen. Es gibt Eternodr
l vereinzelt (an ben Baumen, welche tm weißt» Jahre nichts brachten), Dirnen reichlich.
jr Bob- N anheim. 11 3um. Stadtverorbneteniidrnr Unt'-i dem Bor-
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ernannt Der bisherige Beigeordnete tau i Dorf trat ‘i* * wne^
. t nkte tut Verhandlung : Stian. n m
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Stabtlwu.- untergebrocbten Löwenavaibete iputc^
Ein Antrag des Stadtveroroneien Minder aui CnnhUM i b • t ? r i ip o b n u » a • a i "• »erbf»^i
b’ Beichanunq von Baugelanb -
Bedür'ms mdn »iir not -
uabarbtbrunnfn auf bnn lliuptaß »oll un Vaute MB ■ v i*. ■ i. ub*r unn qtAioW*
L. Friedberg. II 3um Im benachbatlrn Alle»' beim ertrank vor einig in der
nmnifiu
m ftäbl. Schwimmbad ein Schwi m m f e st af
□ 3 rieb berg, 11. Juni. Bei der (iiplof ton etrtß Svintulavparaleß zog sich eine Frau Weiß ouß Vordach '•«artige Brandwunden zu, daß sie nach furchtbaren schmerze» m Hiesigen Hospital verstarb.
O Cbermörlen. 11. Iunr Unser katholischer Gc. r- icher Pfarrer Taler ist im Alter von fast 80 Iadre* ie itorben, nachdem er über 20 Jahre hier grv.rft 3or zwei Jahren beging der mildtätige Herr fein bOlä^rrgeß
Pr:e'ternibiläum.
A u s der Wetterau. 11. Ium Ter ? i u nut* ? I u b ..Wetterau", brr feine zwei frauphdtionm t» 'rirbberg unb Bad Naulwim. aber in vielen Wrtteraurr T < rfern noch neriireut Emzelmiiglieder hat. unirmimtni Lun 13 Juni feine dritte diesjährige Wanterung, die w . iibcnftunbtgcni Viarid) doii »f istirmen über Bersrod, • amen, Skucr»b<un, Büßfeld, Homberg a. d. Lho: r.ad>


