Ausgabe 
10.11.1909 Erstes Blatt
 
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Unentboh rlich für jede Familie!

I. Arnold.

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GeseWast für Erd- und Völkerkunde^

Zweiter Vort?acs

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Luftring- kämpfe.

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Walltorüratze 5

Vcute Mittwocb

Bestbewährte

gesunde

und

magen­darmkranke

Aquarium

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Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen.

Wetterausstchten in Hessen am Donnerstag den II. November 1909: Uebexod Regen und viel milder. Starke westliche Winde. Später beginnt die Temperatur wieder zu sinken.

Ein kolorierter Kunstsilm ersten Ranges, nut größtem Beifall vom Gießener Publikum ausgenommen. Etwas Gleichwertiges in der Ausführung ist m Gießen noch nicht geboten worden.

Nahrung für: sowie schwächliche, in der Entwicklung zurückgebliebene Kinder.

LIEBIG5Fleisch-Extract ist reine eingedickte natürliche Fleischbrühe: wie diese re^t LIEBIG5 fleisch - Extract als Zusatz zu den ver­schiedensten Speisen den Appetit an und fördert die Verdauung, daher unentbehrlich für Gesunde u. Kranke.

24 (Xaixc durch bie goteimuisvolle Wirkung der vüostlichenAug« --ugruntv geririu- - worden waren. Dir ortinüfe cnqcnjcl»U ^UK IX. ivcrr im Volk io befonnt, daß die Rönrcu ba ientern xerannachcn in Scitenstraßen flohen und das Spalier In wen de» Frem den übergießen

I>ermifcbte$.

' Zur Gründung eines Schillerhauses in rlin das als großzügiges Volksheim gedackft ist, l)ut n ein Ausschuß gebildet, dem etwa 200 Persönlichkeiten i Bedeutiing an gehören, aus Hessen Prof. Dr. Ve­ghel inGießen, Tr. Bamberger in^Mainz. ^er ' schuß, der sich voriviegend aus Gelehrten, Schriftstellern, . dakteuren, Reichstagsmitgliedern u. a. zusammensetzt, er-

Annerod, kasthillis zur Krone Morgen Donnerstag: Schlachtseft.

Mittags Wellfleisch mit ftraut, 08806 Will.

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Morgen Donnerstag

Mrtzclsuppe.

Griginal-Drahtunel-ungen.

Marbach, 10. 9100. Heute vormittag fand im Schiller- muscum in Anwesenheit des württembergitchen Königs­paares eine eindrucksvolle Schillerseier statt, in deren Mittel­punkt die Festrede des Direktors des Schillermuseums Geh. Hof­rat Prof. Güntter stand. Im Anschluß an die Feier wurden am Schillerdenkmal Kränze niedergelegt.

Stuttgart, 10. Nov. Die Stadt Marbach er­nannte den Direktor des dortigen Schillermuseums, Prof. Dr. Günther,, zum Ehrenbürger.

Paris, 10. Nov. Der norwegische Dichter Biörnsou kam schwer erkrankt hier an und mußte ein Kranken­haus aufsuchen. , . _

Woycin, 10. Nov. Heute nacht brannte das Armenhaus ab, wobei drei Insassen den Tod fanden.

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Eder-Berftergernng.

Freitag den 12. November 1909, vorm. 10 Uhr, läßt die Gemeinde Heuchelheim einen diensluntauglichen, 17i Jahr alten, Eber öffentlich versteigern.

Heuchelheim, den 9. November 1909. 6171

Großh. Bürgermeisterei.

Zum Programmwechsel: Ws Biseras, Sudanische Truppen beim Exerzieren. Boni Dienstmädchen geliebt, humoristisch.

Der verwandelte Prinz, koloriert.

Zweierlei Hautfarbe, Tragödie.

Konkurrenzneid, humoristisch.

Der Denunziant, Drama.

Ach will arretiert werden, humoristisch.

Zum letzten Male:

Orpheus.

LMcwfsahrt.

Bracciano, 9. Nov. Der Kriegsmini st er nahm ,te an einem Aufstieg des M ilitärlenkballons teil, c eine Stunde lang vorzüglich gelungene Hebungen machte ii) dabei gegen den Wind eine Schnelligkeit von Kilometern in der Stunde erzielte.

Mannheim, 9. Nov. Eine Besprechung wegen der - indung der Deuts chen^iuftschiffahrts -Ak tten- , sellschaft fand am Montag mit den Vertretern der -|iqen Finanzlreise statt. Direktor Colsmann machte .), ei die Mitteilung, daß die Bildung der Deutschen Tuft- sfahrts-Aktiengcsellsckxlft am 16. November in § ranl -

ui r t a. M. stattfindet. _________________________

Märkte.

ke. Frankfurt a. M. Schweiuemarktbericht vom 10. Nov. Aufgeirieben waren 1427 Schweine. Vollfleischiqe Schweine bi« zu 2 gemner Lebendgewicht 00-00 Alk., Schlachtgewicht 00-00 Mk. Vollücischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht 00 - 00 Mk., Schlachtgewicht 00-00 Mk. Vollfleischtge Schweine über 2* Zeiitner Lebendgewicht 6061.50 Mk., Schlachtgewicht 7q-_j7 Mk. »ett- schweine über 3 Zknr Lebendgewicht 61-61.50 Mk., Schlachtgewicht 76 - 78 Nit. Fleischige Schweine Lebendgewicht 60-00 Mk., Schlachtgewicht 75-78 Mk. Sailen Lebendgewicht >4-00 Mk., Schlachtgewicht 0000 Mk. Tendenz Geschält gut, Ueberflanb un­bedeutend.

Donnerstag den 11. November, Sl/4 Uhr in der großen Aula der Universität Herr Dr. Siegfried Benignns (Berlin) Land M Leute in Falpiesi und aut Feuerland., Jlit Lichtbildern.

Jahresbeitrag für.Mitglieder und deren Angehörige: Mk.4.- EintrittSvrcio r. N'chtmitgliedcr Mk. 1-, ' Studierende Mk.v.50 Karlen sind in der Nicker ichen Univ. Buchhandlung und bei Herrn A Frees, Hofbuchhandlung, zu haben.

zabreskarten für Sludierende am säimtiche Vorträge Mk. l.»o sind bei dem Hauoverwaller des Kollegleniwoaudes au haben.

Mitglieds und Eintrittskarten find am Eingänge zur

Aula vorzuzcigen. "

läßt einen Aufruf, der sich a» das ganze deutsche Volk : mentet, um Beiträge für die Stiftung, die an das ättmttee für die Schillerfeier, Berlin W. 9, zu senden sind. -^t- S^hr 11 e r l>aus soll un Erdgeschoß einen groflen Glas- ho> als üesesaal enthalten, der den ganzen Tag geossnet ist. De ersten Stockwerke des Hauses sind von mittel- grvßen Sälen eingenommen, in denen Vorträge aus allen Gebieten gehalten werden sollen. Im obersten Stockwerke sollen >nc Musil'säle liegen. Eine geräumige Halle sirr die oroßen Orchester Konzerte, daneben ein kleinerer Saal für Kammermusik. Und auf ter anderen Seite des Ganges Säle für den Einzelgesang und für Chorveranitaltungen. In dem Erdgeschoß des Gartenhauses sollen Nach­bildungen von Meisteriverken ter bildenden Kunst unter- ßcbrod)t werden. Alle Räume des Hauses, für das be­reits namhafte Summen gezeick)net sind, dienen der ästhetischen Erziehuung des Volkes, d. h. aller, die den Wunsch haben, an den Segnungen des Schiller-Hauses teilzunehmen. Andere Weltstädte erfreuen lid) solcher Mittelpunkte ästhetischer Bildung der Gesamt­heit schon lange. Wer in London die beiden großen Volts­häuser gesehen hat, wird schmerzlich) empfunden haben, tote sehr sie Deutschland noch fehlen.

Ein viertausendjähriges Götterbild ist bei den Grabungen nach schlesischen Altertümern, die Johannes R t ch t e r rn O 11 i tz bei Rattbor veranstaltete, gefunden worden. Es ist ein aus Ton geformtes weib­liches Bild, dessen Alter man auf ungefähr viertausend Jahre schätzt. Gleichzeitig wurden vierzehn Wohn- gruben aus der Steinzeit freigelegt. Wertvoll zur Erkenntnis der steinzeitlichen Technik ist die erstmalige Auf- sindung eines Töpferbrennofens.

* Der Papst mit dem bösen Blick. Der Glaube cm den bösen Blick und seine Macht war zu allen Zecken und bei fast allen bekannten Völkern verbreitet und ist auch letzt noch nicht ausgei'torben. In den romanischen Lautem blüht er noch heute und vor allem ist Italien das Land, in dem derjettatore , das ist das Wesen mit dem bösen Blick, eine große Rolle spielt. Lord Byron und Napoleon III. wurde von den Italienern bteie Eigenschaft merkantil, und sie waren um ihrettvcklen nicht wenig gefürchtet Der angesehenste und gefürchtetste jetlatore aber war Papst Pius IX. Ein Spezialist auf diesem Gebiete, ter X>am> turger Arzt Dr S Seligmann, erzählt darüber in ) einem eben bei H Barsdors in Berlin erschienenen großen zweibändigen WerkeDer böse Blick und Verwandtes" inleresiante Emzetz- herten Pius schadete nach dem allgemeinen Glauben oder Aber­glauben, wie jeder richtige jettatore, jedem Mensckwn und jeter Unternehmung, in deren 'Diäte er kam. In dem Feldzug «gegen Oesterreich ging so lange alles gut, bis der Papst i einen Regern ta^u gabVon diesem Augenblick an," äußerte sich ein Römer, der die Ereigniffe mitertebte,ging die Sache der ilalieniichen Areiteit zurück. Am Tage nach dieser Segenserteilung (es war im Falwe 1848) begab sich Pius zum Fest ter heiligen Agnes: sofort stürzte der Fußboten ein und eine Anzahl M etlichen wurde dabei erdrückt. Alle Personen oder Staaten, für bi er gebetet hat, wurden vom Schicksal geschlagen. Er betete für Oesterreich, als es gegen Frankreich und als es gegen Preuszen kämpfte, er segnete den König von Neapel, den Gvoßhcrzog von Toskana, den Sterjog von Modena, die Herzogin von Parma, den Kaiser Maxi- mftian von Aleriko und die Königin Isabella von Oesterreich wurde in beiden Kriegen besiegt, der König von Aeapri entthront, die kleinen italienischen Fürsten wurden vertrieben, Kaiser Maximilian ersckpossen, die Königin Isabella vom Mar,chalt Prim verbannt." Außer diesen großen Geschehnissen, an tenim der jettatore auf dem apostolischen Stuhle schuld geweien lein sott, gab es eine unheimlich Menge kleiner, und 1870, als man mit Pins sehr unzuftieden >var, zirkulierte in ^liom eine Liste von Personen und Unternehmungen, die innerhalb ter letzten

Aus einer Liomdations- maste bemibrenb, habe ich noch zirta <6177

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Literarisches.

Ter Winter, illustrierte Zeitschrift für den Wintersport. Herausgeber Karl I. Luther in München. Verlag der Deutschen Atpenzeitung, München. Der 4. Jahrgang dieses alle wmtersport- lichen Fragen in eingehenden, z. T. gut illustrierten Aufsätzen be­handelnden Zeitschrift liegt jetzt mit seiner 3. Nr- vor und dielet wieder recht viel interessantes. Ueber Schilauf im Lehrplan der Gedirasichulen wird ausführlich und überzeugend geschrieben, über Bobileuchfahnen u. v. a. Da der Winter der amtliche Anzeiger aller großen Wmtersportoeri'ände ist, stiid auch alle amtlichen Be­kanntmachungen, Pereinsnachrichten, Schneeberichte us,o. enthalten. Eine ständige Aierkla'el, die über Sckiknrse. Schiwelttaufe, Eis- sporl, Schlillenfport nsw. berichtet, vervollständigt den reichen In­halt dieser angesehenen Zeitschrift.

Gänse hv/n Enten gar. leb. Ank., 8 Mon. alt, voll- kommen ausgewachsen, vollsedria, fleischig, schlachtreif. 10 St. ca.8Pfd. schwere Gänie 33 Mk-: 15 schwere Enten 27 Mk. ft. Streiiaud, ________Dziedih, Schlesien 31.

Komme Donnerstag u. Samo

Luhn-und Lcefijchkn auf den Fi*chmarkt Brand- platz und Walltorstraße 43. U8803_________Frau Simon.

, rd) gelegen habe, ter zur Kweteluna gedient telte, weiß ter Ooerständige nicht. Ater am Halse ter Frnn Sternheil seien

Spuren ter »nebetung mit einer Schnur noch längere Feit . 2urck sichtbar gebtieben. Er fei ter Heberynigung, daß an -i Verbrechen mehrere Personen beteiligt gtwefen km müssen ' Professor Balthasar 'chlicßt fick dem Gittachten fernes |b egen an. Der Wattebausch, ter neben tem Kopfe ter^Frau »heil lag, habe keine Spur von Speichel aufgewiesen. 3tnn : | sei wahrscheinlich außerhalb des Bettes erwürgt worden, tee

-ter sei jedenfalls im Bette erstickt und bann erst mit ter xur am Halse umschlungen worden. Auch Vieser Sachverständige , )er Meinung, daß mehrere Persvnen als Täter in Betracht ; rtnen. Der Sachverständige hat ferner den Mageninhalt ter

ten untersucht, aber feine Smir von Gift gefunden. Ob ^-ubungsmittel vor der Tat angewandt worden seien, will sachverständige nicht entt'cheiten, wahrscheinlich sei es nicht e'gewisfe Sensation erregt die Vernehmung des jungen B u i i - 1( des Verlobten der Tochter der Frau Steinheft, ter m I j rorm erscheint. Seine Aussagen beziehen sich auf die per- ichen Verhältnisse der Familie Steinheil und smd für die Mu-flagte günftig Unfreiwillige Heiterkeit erregt ter nächste qe ter amerikanische Maler Burlingham, ter eine Zeit- ' v9 in den Verdacht ter Täterschaft geraten war. Seine Aussagen mit Montmartreausdrücken gespickt, die er häufig anscheinend lüft nicht versteht Der Vorsitzende bezeugt ihm, daß sein Alibi- lCTS Mlstänteg geschlossen fei. Ein Kostumschueiter Gil- , r t bekundet, daß er von dem Direktor des jüdischen Theaters

Austtag hatte, diesem eine Anzahl Talare zu liefern. Als Liescrüng abgegeben wurde, fehlten von ter bestellten^ Zahl 'cklare Der Zeuge vermag nicht aufzuNären, wo die 3 Talare -lieben sind. es ist möglich, daß ein verbummelter Schauspieler ntwendel und versetzt hat. Kriminalpolizist R u ch e t hat Frau n'inteil auf den Fahrten durch Paris begleitet, als man den juck machte, auf diese Weise die 3 Männer in den Talaren iti tec rothaarige Frau ausfindig zu machen. Der Zeuge hat > der Angeklagten einen günstigen Eindruck empfangen und ist :I ,scugt, datz sie als Täterin nicht in Betracht komme Nach er Erfahrung handele es sich bei ter Tat um einen Einbruchs­stahl, in dessen Verfolg die Diebe die beiten Morte be-

ragen. . , , ,

Die Verhandlungen werten daraus abgebrocheii.____________

chtrsaal.

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c uen ^Eiiieid geleitet

JBcrhanblung gegen den t|A._ .\a rce9en Uebeilalles aiJ Jet ?m 16-3u(i in Brandei; .Svenen fteigeiprodna ,(1,e fioniu* Freiherr v. Öebiaiid

!t lveißHäre. ortfefiimg.)

, . ^4 Kiel, 9.^ cii heute nach eintägiger Paust $ mg des SlMtsaiuvasts äußm uiral von Usedom über der -t Werst verlaust und um 1000 morden sein soll. Ter i Berkaus des Fockmastes bin ii . äußern. Es handelt sich um Ich habe s. Zt. angestagt, oi )cn könnte, e§ wurde mir aber« t Umbau mehr kosten würde, c; tand nur aus einem StaHirb:. t nicht befördert werden fmum las das Verlegen des Maste- h i auslösen würden. Taraus to ß die VerlegMg etwa 900< stand der gleiche Wett des «entkich gar nichts wert, w.

so hoch, loeil der Mast n; ar und es damals noch c/ eu mit Oauerstvss sebltc. n anderswo in der Marme, dem tzafenkapstän für die war aber so schwer, da» -e hätte Aus meine 8eran(ai|öi inc> und KolomastAusstM aber da ergab sich, da» der irc. Erst bann Ot an Mast ist M dem Mst ben angeseft wie imridittg die WBJolg und bin der UWW -»lustiärung erfolget rM / in 1908 mit yWWfg IKLG den flaut, , non Um?

httN mrt der Nrüstms dce bann m die InmMta

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