Tugettellt'-a. Ter Entnmrf der Regierung lei oielteicht ifc btt gegemvärvige Seit nntugcnb, werde aber mr bte Jutunu nicht mrftriÄen. To her bitte er die ©neHMtaft, nch bigrgtn ju a- ü ‘tirm'fiiot Stier »Botin weist daraus hin, daß die Tenk- ichriit der 'ftegierum an vrrscknebencn Mängeln leide, namentlich £aran, bofe doä vam 9teid)8<niu Innern qelf ile Material nickt ein genugenbc > 7rundam'n: darstrlle. ,im übrigen stehe ich in Oir tftage der PensioaSveri»cherung als Paulus vor ^hnen ,Ur> war fr aber dec Meinung, daß eine solche Versicherung an btt l ^stehende Invaliden »Versicherung angesch!o"'en werden nrü' e falte er es fftt oa- Beste, ,uu eigene Versicherungsanstalt zu 'cha fsen. „ . „ . ,
In bei Aachiuit'-aasiiduni hielt Graf Posadvwsky btt gei'iern bereits mit»: teilte 'Jkoc.
politische Lngcricha«.
<*in geutahrtgtlltr Pfarrer.
Dsarrer Tremel von V^!».»ach, der den Mut ar habt hatte, iid) den 3imqlibeiolen aiyiifdilteRrn, hat vom erzbischöflichen Lrdi- narial ‘Samberg folgendes Steceiden erhalten: „Nachocm Sie unserer ‘JLufrorberun-j vom 25. v. Mts. laut Ihrer Erklärung vom J. o. Mts nicht nate'ommcn wollen und glc.! zeitig Berufung zum
Lrdtnariat iturjburg au» Grund der '4 52 —ö& der -weiten '■Qcrfomutgdbeilage, ‘Jlnruiung b::- landeSsürstlicheii Steutzes, an haben, sind Sie ipio facto bet SuSr niio ab bimnL i criailcn. Air sehen uns daher ,;u unterem tiefen Bedauern tn bic ^Mtwendiykeit vertetzk, für die Pfarrei BolSoadi einen i*ifar nuo ad Sviritualta auf Ihre Morten auszuftellen und zwar in lcc Serio.» des Herrn Lubvräsentiv-Berweserv .'«ummermann, dec am Sonnabend den 6. d. M ui Volsuach eint reifen wird. Sie beben öennclbcn freie SerDilegung ncdir dem in bet Erzdiözese nfcim>an»mdf,tncn Bicrgrld, cm Aochenhonorar von 7 Mack, 'Eflicbtnuifc und ein Stipendium von 1,30 Mark zu gewähren. Wagner Ir Val nct." Am Sonntag hat Pfarrer Tremcl nun vom Erzbischof auS Grtes bei ho zeit ein Schreiben er» holten, das die Verfügung des Bamöergcr General
Vikariat bestätigt. 3ugleidi macht es den Pfarrer
Irrmel darauf Qurnicrh'aiu, daßerder Exkommunikation verfalle, tu en ncr den landesfürstlichen Schuhan» rufe. 3it Volsbuch fanden gestern am Morgenb.im Mirckigang Mnndael'ungen der Lfarrkiitdei Tremels statt. Sie begrünten ihren tarn Arnt entfewm Pfarrer und bezeugten ihm unter Tränen ihre Anhänglichkeir. Ten Gottesdienst halt bereits her Dekan ab. - In einer Zahlreich besuchten Veriammlung gaben mehrere Redner des ninfihbcrnleii Vereins eine Aufklärung Carüber, daß es sich im Halle Tremel nicht um einen kirchlichen, sondern um eine weltlich politische Maßregelung und um einen lieber- griff der kirchlichen Behörde auf weltliches (Gebiet handle Ter Sonvurf, die Jung Liberalen leien religioitsfeindlich, luurbc als I -wußte Verleumdung iKbrmitruartt. Die bäurische Staats ceaiertwg nird sich, wie verlautet, mit dem Iall Tremel erst dann beschäftigen, luenn sämtliche 'tirdieninltonv’n, auch die Instanzen in :stom entschieden I atm, was geraume .'.eit m Anspruch nehmen dürfte. Tann wild die Regierung den Rekurs des Pfarrer Tremel prüfen und ihrerseits als Slaatsgetralt nach der einen oder bei anderen Seite ihre AntorilÜ geltend machen.
Die wirtschaftliche Lage in Amerika.
Okncrnlbachor Ballin äußerte sich einem Mitgliede des „.^ain* bunter 3-remdiiiblattes" flbci seine Eindrücke über die gegemoartige wirtschattliche Lage in den Vereinigten Staaten. Ei brüdtc die lleberzeugung aus, das; die »Iris iS dort auch in ihren Neben ericheüunigen wollloiumen beseitigt fei und tagte unter an berem: Tas Geld, das im November 1907 den Driistkompaguien intzogen tmirde, ist längst tu ihre Mafien zuruckgekehrt, doch ist inne nutzbringende Verwendung schwierig, da es an Unter nehm u ngs 1 ust fehlt. Tic an die Präsidentenwahl gc fnüpiten .Hossnmigeil sind nicht in dem erwarteten Maße in Er- iüllung gegangen, als störendes Moment trat die Tarisrevistoit dazwischen Tie flunten Produzenten mussten wegen der tRtahr her Ermäßigung der solle vorsichtig operieren 3-erncr sagte Ballin, er glaube nicht, das; die 3-rage der Tansrevision so bald entschieden |et, wie vom Präsidenten Taft und den Baukin an genommen werde, doch sei das Tatwischentrcten der Tarifrevision nicht zu bedauern, da dadiuch die Gefahr einer überstürzten Ent Wicklung des aincnronhdKii Wirtschaftslebens abgenendet sei und Jcit zur weiteien Moidulibicriiug der Verhältnisse gewonnen iverhc Alt» 3cidini der zunehmenden Prosperität bezeichnete Ballin das fortgesetzte Säe igen der A u s w a n d c r c i z i s s e i u. Vlb- getehin von der Belchitug des AUMuanöcrcrgei(Mfti\< sei auch in last allen anderen Geschästszweigen der Hamburg'Amerika -Linie eine Besscrimg unoeiteinibai.
Dcutjcbc» 2kicb.
T c r M u i f c r nahm gestern vormitiag un ‘.Venen Palais den Vortrag des Chefs des Zivtlkabinelts entgegen.
Kaiser und Kanzler. Tis „Lraunscktv. Landes» zeimng" bringt die Meldung von Ottern Erkalten im Verhältnis des Kaisers zum Fürsten Bülow und eintm Erlahmen des Liderrtandes gegen die agrarische Opposition gegenüber der Nachlaßsteuer, weil der »aiser inzwischen den Einflüssen der Agrarier nachgegeben habe. Eine ernste Strifc fei zu besorgen.
Tas v r e u ß i s ch e S t a a.t m i n i st e r i u m hat in den letzten Tagen dem Entwurf einer ReichSversiche- rungSoronung eingehend durchberaten und ihm die Zu st, mmung erteilt. Ter Entwurf bedarf jetzt noch in einigen wichtigen Punkten, insbesondere in der fehltnfl der Witwen» und Äaisenrenten. der Ergänzung, tvnb aber Dann dem Bundesrate zugehen und gleichzeitig veröffentlicht werden.
Tie Vieler DahlrechtSfrage ist in ein neues Stadium geraten. An Stelle- der Bärlage des Magistrats über die Abänderung der fommunafen Dahlversassung ist gestern vom Mieter Oberbürgermeister Dr. Zuss den städt Kollegien eine neue eingehende Vorlage zugegangen, in der noch wie vor das Treiilafien-Ljahlrecht für Mief gefordert wird. Tagegen find die fogcnanirtcn Rtrdar,cr x lauf ein und die Pflicht der Magistrats-ilaubidatcii, sich cor ihrer Dahl .zu präfemicrat, in Wegfall gekommen.
Sluslanfc.
Generali nspe kl-ur der spanischen Srniee. Tas spanische „'Amtsblatt" veröffentlicht ein königliches Tekret, wonach der Poften eines GrneralinfpekteurS der Armee geschaffen wird. Gleichzeitig wird die (Ernennung des früheren Kriegsntinisters Primo de Rivera zum Generalinspektor bckanntgegebcn.
Tie n e u c a m e r i k a n i f ch e T a r i f v v r 1 a g e. Eitier Blättermeldung ans Washington zufolge wird die neue Tarifvorlage die zollfreie Einnthr für Häute, sowie die Ber ringerung des Zolles auf Druckpapier, Schuh- und Leder- waren, Bauholz, Stahl und Bekleidungsstücke vorsehen.
Zur Nachlagfteuer.
Tie Tarmst. Ztg. schreibt halbamtlich:
In den Erörterungen über die R'ichsfinanzrciorm steht zur ulte im' Auch m unserer Ziveiten Äammcr wurde bet der ßkncralbtbatte über den vaupti'oianfdjlag wiederholt zu ihr
die Zahl brr hirrrim
im GroßKerzogtüm berührten Personen, iorocii diese lanbmirt f d) a f 11 i d> e > Vermögen btfiten. Wir sind in der Lage, im Nachstehenden das von der Regierung in büier Richtung gc sammelte Zahluimatcrial, nach Finanzämtern geordnet, unser.it Lesern mitzutcilen.
Zur Beidcullichung machen wir darauf aunnerksam, oag in Spalte 3 nicht nur reine Landwirte enthalten sind, ionbmi alle uicicitigcn Personen, die neben landwirtschaftlichem Vermögen unb Gewerbetreibende, denen landwiilfchastlid, banuhtc Grund finde gehören, und das; die Spalten l und 3 nicht etwa nur die Personen mit landwirifchaitlichem Vermögen von mehr als 20 000
L 'rsonen mit über 20000 M
tio ui den I-ochsten Vermögen, und cbemo die Spalten 6 und 7 alle Pcrwnen mit landwirtidwltlichem Vermögen über üOOOO M. bi» ui den I ochsten Beträgen enthalten. Außerdem ist au b«- rücksichtigen, das- die Perechuimg nur auf Grund der Veraulagung Aiir Vermögenssteuer üattfüiöeii konnie, da st aber nach den bc stehenden gesetzlichen Bestimmungen dem vaushaltungSvorstaiid bei jener Veranlagung regelmäßig auch das Vermögen seiueck ü begatten und der zu inner Haushaltung zählenden unvcrbeitatctni M mb er hinzuzusetzen ist, Iva hr end der Rachlastbestene^ung dem . nächst naiürlid) nur das den einzelnen Personen bei deren Ab leben tatfäd)iid) gehörige Vermögen zu untermerien wäre: cs mühten also, um eine genaue lieber'icht Übei die önrdi die Rachlast steuer berührten Personen mit landwirtschaftlichem Vermögen zu erl alten, in den Spalten 4 ff noch alle bin em gen Fälle au»- geuflicben werden, in denen mehrere steuerlich als eine Person tel anbcUc Vernu genssteuerpslichtigc zwar zusammen ein Per mögen von über 20 00", öOOOU niiu M. besitzen, das Vermögen des einzelnen aber unter diesen Grenzen blutot, so gast ftd) alfo die Zahl der tntÜdilidi für die )!achlaststeuerp'licht in Betradit romntciihcii Perfvueii dieser Art noch geringer stellt, als dies m der Zusammeiistellung angegeben ist.
•—■—---------
ni
Zahl der hiervon (Spalte 8)
ch-
• z
Veranlagten mit einem
5 Z ” r
reinen Nefamiecrmpgen
ven mehr al«
Finanzamt
= ^s^5
luu 0 nui
?hi
* - M"
--
an. tj
?ln’ xi
An-
xi
X
zahl -J
zahl s*
; v
1.
2,
-
6. 7.
8. 1
9
Beerieldt.:....
2 299
1787
423 23,8
122 6F
36
24
Tarm'kadt I . . .
538
3’9 72 3
108 20.1
161
3“
Tariustadt 11 . .
4 bÜR
3 87.
1 025 26.5
230 5.9
49
14
2 teburj ....
4^>
3 833
N23 21A
163 4.4
48
1.3
Harth .....
3 243
2 92u
741-23^
231 7,9
32
1J
cwov-Gerau . • .
5517
4 019
1 46h 29.6
4U3 8.2
84
1.7
Hevvenheuu . . .
4 4N5
3 296
520 Ȋ.h
99 3.
24
0,7
VöcksÜ.....
2 340
2 060
537 2 ',l
123 6
27
1.3
Laugen.....
3 807
36t>9
615 17.6
104 2.9
32
0,9
Michelstadt . . .
2 19
1 592
427 26.-
139 8,7
34
2.1
Cnenbate I . . .
4 >49
3*3
S 'l 60^
23“ 39.3
16i
27,6
C^enbad) 11 . . .
81 <
2 010
657 22.6
175 6
Reinheim ....
3 622
3 006
911 28.7
273 8,9
2,9
Seligenstadt . . .
3 35“
452 17/
60 2,7
oo;v>
Zwingenberg. • .
3 34“
2u97
467 22 3
92 4 4
28
14
Starkenburg
59 300
39 657
9 82« 24,8
2 566 6,5
837
2,1
2U4leld.....
3'J87
2 243
91* 40 h
-*6h 11,9
4&>
<*
Bübingen ....
3 27^
76“ 25 3
195 6,6
48
1.6
Bulsbach ....
3 H69
3 336
1 171 32.2
271 7,6
73 2
siiiedberg ....
HO56
2089 34.6
663 11
183*3
Giessen .....
6 730
4 495
1 299 28,9
343 7,6
138 3,1
Grnnberg ....
4 254
3 Wit
bU 20.9
76 19.1
14
•45
Homberg ....
1 7f>
151h
59u:38.9
113 7.4
23
1.6
Hungen .....
Lamerbach....
3 367
3116
932 30.6
196 6 3
40
1.3
3 653
3 m
832 26,2
110 3.3
89
1.2
Nidda .....
4 U70
371-1
9’. 0 21.3
JSh» 5^
43
12
Lchottcn ....
2RU0
2 36»
312 20
38 2.3
14
“,f>
L bcrhesseu
46 42H
37 454
■
2 491' 6,7
660
1.8
Alzey .....
4S92
4 278
1 607 37,6
504 11g*
143
3.3
Bingen .....
6 15U
5 116
1 740 34
523 10*
1417
2.7
Tlamj I ....
7 404
577
332 57,5
14h 25,7
6811.8
4 702
3 66N
I 204 82,8
338 9.1
67
14
, Ul ... .
2 83
J 06h
4 24 :>9.7
127 11,9
35
34
Lbei-Ingelheim. .
4 324
4 004
1 184 29,6
294 7,H
73
18
Copeiü)cuit . . .
4 »Hl
4 177
146i n
470 11,3
179
48
Luholen ....
4 100
3 960
1 37" 34,7
498 12,6
139
3.6
Wörrstadt ....
4 265
4171
1 471 853
■
Bl
1.5
Woims 1 . . . .
4 12h
1 IO:
4J>0 4U.M
72
6.5
„ 11 ... .
4 HON
4b22
1 449 31.3
445 9.6
113
'2.4
Rheinhessen
52 467
36 751
12 698 34,6
3 851 10,5
1 090
3
Grossherzoglum
158 215
113 862
33 357 29,3
5 908 7Z
.587
■
Sta-t und Land.
Gtesten, st. März 1L0A.
•• Tagest a len der für T icnstag den v. März: €iebi- 11) c o t c r: Tie Journalisten (Gastspiel von Hosschaufpicler Lor.. . Tarmstadt). Anfang 8 Uhr.
"Vortrag iib e r b i c Su d f e e k o l o u i e n Morgen Mittwoch abend hält Herr Marl Schwa r; im Flolkenvere, i einen Vortrag über da» Thema „Zwölf Monate in unseren Südseekolonien" (siehe Annonce Ter Vortrag findet mit Lick'tbilderit statt und dürste um so mterriianter fein, da der Vortragende O'etegenheii hatte, die Bilder aus dem eigentlichen Leben und Treibe« der Südseemotlanee,;u geivinneii. Rachdenr des öftn-u Gelegenheit geboten vu. Bilder au» unseren afrisauischen iolonten zu sehen, wird es icben Holonialfrcnnb interessieren, bic deutschen Kolonien in der Südsee und deren Bewohner in Äon und Bild mv geführt zu befommen.
" Be i der L a n d e» ve r s t ch e r u n g »a n st a l t O'-rosth. Hessen sind un ^cdrnar 2x7 Rentengesuche •2A.» Invaliden und Mionfenrentcnanträße, sowie 22 Alters- reittenanHäge- emgegangen llnertedtgt nmrben tn den gc nannten Monat übernommen 309 Rentcngesuckic, so dast
Hauptmann; „Griselöa".
Man fdircibi un«? au» Berlin Ter vieldeutig tieffinnige Rer, aller Stoffe mit ihrem schimmernden Mckrchengeveoe und ihrer bdlbunfii i< Zraimud) magisch »uilocken, .um iiktteriruuien her Haden v rführen, zur liö»", in der „Pitu r yaupünann seine Tichtung an '.'.'iothu bei Sage, des Märchens und verminaencr Tichtung augcschtosfen. Sn i.'inan neuesten Gerte, dem bet S. Mischer in Berlin rrfd icncncn Sdiaufpiei „G riseld a", ca? tun Samstag int L e i sing Theater »ein Urauffübnni-j erlebte, ift e* bi.- Okfdiidicc von der gebulbigen und langmütigen Markgräsin ohneiba aus Boccaccios Takamerouc.
die merkwürdige Bcgebentieii ber Rvvclle nur den. Gnindgebattken, b»rö Leitmotiv seines Trmna» geben, dav durch eine Umformung oer Motive, durch eine überlegte Verteilung der Qbaraftcrafwuie, rüte schärfere .SxrauMrbcitung des -wnsliktes erst zu einem neuen zlnnstwerk weiden konnte
Rick« umsonst buben i » kluge Üenner wie <>r. Schlegel, Grill lMr.\cr, Cttu Ludwig den i^riseioi» Stoif für unbramatnd) unb |ür den uwdeenen TickUer unbraud bar erklärt. Tue- ..Mistdehageu. ta daö <"esühl ber Empörung," das dtc brutale 'Behandlung bei <Vrau, die i^r.nisamten ihrer Priiiung Ivavniih, UW itd> von diesem echt mittalterlidwn irdevrodlem mit dem al hu deutlichen 'PoMU' ,,(5:r soU dein verr fein" nut schwer fern halten, ^ubent ithir für den heutigen t^ilalter dieses I ma» eine genaue Moli rnrrung bt*T seltsam n Handlung vonnöten, die der alte ör^rblci selbst mit Erstaunen al» n>unberlut>e Laune des nvig unpvritunb hdxn Menschen derzeit» einfach hmstellte All diese Schwierig - teilen mögen Hauptmann angezogen Ixiben, beschäftigten seine svrtivtnnende Plnntaste, zumal cm starker poetischer ''Vbült d.» Stosse» verlockte ihn um übervoller Tust edelster W<wlichkctt ging vvu der Okrtult der Oinictba aus, unb bte trotzig wilde Liede Pc» ("raten lut sich als kräftiger Okgcniap. wiupauann bat zu nächst cm mal das äußerliche Moment der abiichiltchcit Prüfung, Nil» \Mlm noch in eine srivole Wene verivaudelte, völlig au ege« lchlosten. Sein Markgral ist gegen die ök’mab.m nid t absichtlich grauiam. um sich tprer Tteue zu versichern, s.'nberu .t ouält ne unb nch aus inneren seelischen Motiven Tte fragil i.stlt ganz ui bte Menschen unb .1-. Tun i rtegi werben Tenn ist der leit r schastolosc Passtrität, bic ber Markgräfin höchst uubr«imatifd> auf- erlegt ist. im VlaraTivv der vauvimannidxn «Mrifelbö cm t'Vgcn gen idn gesckaifen. indem iie aus eine ursprünglich undänb.ge, veNcocktc uite nilt Baueendirne erscheint, die eru durch bte Lire, zur stillen Tulderm geadelt u .rb. Sbauptmann Jt da» .vanbem )cinci> vclden une scin , S?e(bin gl.inbbait ;u niadvn i t uud:. inbcm er in drei (hngan.h neu die Vorgeschichte breit erpomert . devot mit bei Vcmtahlung in ?•-. rten S nc die cuvtition erst eigentlich einsetzt
TtcscO Vorspiel ist bet gelungenste, tedeubigstc Teil b.:
fid S?auitmann wicd.'r al.- i.
des erlteu Äktrs, als beit wir ihn in bet „Versunkenen Ostocte", liehen sie sich gegcnUD.r, ber tolie, imgeitrtm badrahrenbe nlras Ulrich unb die Harte stolze Bauerndirne Oriiclda Sie trotzt ihm, unb er bciiegt iie boä) nm seinem rtübru Mannesnngestmn, l itzl sie ui Last unb Schande zurück VJtr erfahren mehr von dem
•
schmäht unb statt verbildeter Zierlichkeit erd'nfeste .straft unb schlickte Einfalt sucln, von seiner ISe.Dcr'dycu, bic er auf Trängen der Verwand len endlich überwindet, um bi; Banernmagd ju freien, deren uriorüngltd) festes und stolzes Wesen er nicht ver gessen kann Und nie er nun bic Z rnc rrcit, das Minb oer Erde unb der Natur, bi-* echte Tochter Eva», wie die seinen .verrrn
Zudring lickten mit dem M eifer abnxhrt und nut ilrcm Herrn unb beliebten |id) ergibt, das ist mit Tid teraugen gesehen, nut trächtigen iieniid en Oeitalten dargestellt Zwei eigene, grost und letecnschastlich geortete Raluren l-abcn sich hier gefunden.
Iie Entn ickelung des Konflikte- bat nun Hauptmann auf zivri Motive gestellt: bte ungeheuerliche Eifersucht de» Mannes und ia* ftari emadynbe Mutiergefniil des Weioes. Ter vhraf liebt sein Wmb so aogöttisch, dost er nicht mir teilten ander,m Mann ihr Antlitz sehen lassen wall, nein uoerhauvt icbd irenxbt Wesen von »hr lern halten mochte unb auch da» iuqi ungeborene sttnd hastt, weil es ihm einen Teil von der Liebe seiner irr au iortmmmt. Solch ein aus? Aeuferste gesteigerte», fast perverse» Empsinben bet z B. Bourget in einer Novelle fein analysiert, bei Hauvtmami müssen mir es als plötzlich ec.vachtcS nnb alles bcbcrndKitbe» l^cruU bmnebmen, das aus ber überreizten, in» Mastwfe sich i<x ■ l irrenden Ra tue dieses wild sich geltenden unb dock, innerlich io tutet beu neugeborenen stnaoen ryrtunngen, und als sein 'tieib ibn nach dem stindc fragt, oerlostt er sie. Ta erwacht in tünieibc
Nrart. der »Haube
sie gekommen, mrlästt sie den Palast uub chwön, nur al» Scheuet- magb bahrn ;utüd»utebrcit. Unb als ihr reut irr »Hmmbl >br
bte man ihr angetan, alnvaschen Ter Anblick ihre» Hinbe». bic tiefe Seeleniwt itie» »statten lassen sie m einer gtosten Schlust- Bene versödnt in feine Arme sinken Aus üoergroster Liede hat er gefehlt, unb um dieser Liede willen ist ihm vergeben
E- fehlt dem Trama, bas oer grosten upb skönnenden Momente nicht entbehrt, an einem cuibemuten Stil, au rmrr überlegten Durchführung. AN zu oft aiteeuu nicht t-cr 2ite:ct als fk- brrrfdxr de» Stvns. ondern die nolloendtg von bei Soge ge- ord-lten Handlungselememe schieden fich Itörmb in bie pfpebo* tegiidw Cntroide.uuq H mpmunn hätte die Marchenmatwe, ine c e Verfwf ung der Istriselba, ihre Rückkehr noch r?aus. bte endliche Aussöhnung eabipcbcr ganz teal motwieren müjiai ctxr er wäre
gezwungen gewesen, da- Ganze in eine unwirklich märchrnyaste j Stimmung zu bullen So ist die funitlcnid)- Sirfung au emchk pcinhteen Vermtickung bn Stile g id"eiten Hauptmann beginnt tn einem volkstümlich derben Holz'temtrstil. nut bem eine s nct stilisierte Färbung der Hofiingssprache I übfdi kontraft,.:t .Iber , oald irnfthnt sich naturaltsti'ck'e Elemente hiw in: er n-erbrn ziem» F lich unbeholfene Ansätze zu einer pinckologischen Vcrliefuirg der (Starnftrre gemacht Ter March. nt m ft.ht unpcrmittcU neben dar realistischen Behandlung eine» i hcfjnflitle# Au? dem Swk^ enrachsen bem Dichter lerne schönst n Szenen, bte tief symbolifchD:= Szene bc» RätenS, in ber das Torfkind i »wem alten Leben bfc sdänen Tattgk.it bc. Xanbnumih*» Sele.uH sag . in dem ngr i at* den Bilde, da sie in ih.nn eiriadm Girand. dem „grikitrn Mittele" be» Märchens, wied.'t erfte-int. um nute Hause rniud- zukehren, tn bem »rutale, da fir al? Scheu, rmagd d,e Stujen > t Ireipe wäscht und ibr eigenes Hitib erblickt Ilebcrall leuchten I Hobe poetische Schönheiten, ' in und gefcknnockvol! gedachte Einzel- beiten, eblr Rehe einer künstlerisch - «nnrnten Pbinuvi d-rvor Aber ber sdunerzlitee M mtrait zmis-H'n bem B.-Neu und ebekstea LoUeii und einem höchst umuldn.ji tte.it V'llbring n drängt fidi [• in diesem Werte noch stärker aur al» wnst in cen letzten Tramen 5 Haurtmann» Mühsam unb schwächlich finb nne Reih von
mutenden Reben znnlck.en einem ganz Schemen grbltebenen CnM Pf» Grafen unb bem Probst: die Ekaraktcre her Hauotverfoneu werten von ihnen selbst ober non ')ltbenfigurrn des langen unfc breiten erläutert. Richt» ist anhatlub und geschlossen turchqeführl, j alles zer'abrrn, unklar, icdwanteno SoM die Hand eines Meisters « aber enu Hand, die zitten?. unncha wurde und dctip ent- durch Schnörkel unb eine forcierte Grosszügigkeit bte Sewoäche zu pn- bergen suchte Auch da« meister| ast.- -viel von Banermonn unk Lehmann Sonnte dem Lerk nicht Leit i'tarten Atem unb ben mach- hl en Schwung Ptrteilxn, der ihm fehlte Sck wer cs l<cnn keM -ieg. den Hauptmann diesmal erran»’. wenngleich fein retwel und edle» Streben die ehrerbietig freuneiltet flufnabin- fmid, bu ci verdient. Tr. P L.
•
— KlcincEhronikaus M 11 n rt und S i i f e n i d) o f t. Wie diest P. E. von zuvertSi'igei Leite er dbrf, dca'o'ichti^l ect^etd*
i Ult Sia.,1« ■ «i'ir da« an 1. ÄpnJ
I J10 teamnenbe ReckmuugsiaKr die ‘Atiiel zur Lrrichrnng em<i uiedizin scheu Unteriuteungdüaiton nii Schulzgebiete von Ramennn anzutordeni. Ter II. miemahonote Cpbtbalmotogen- R 011 q r e6 wird un Avril 1909 tu Reavel abgeboitm. - Leo « 1 b e r n , der Geivinner des <8ot6cn Benne:rwwlOa wen? un TcumoS, ist ui Part« gesiorden. — Tas Beünsen txfl ftompomNeii 3 o i n 1 6 a en« nil: zu erukteu Ceteranijieu Anlüsu — Tt eiste
orunq der ® ö 11 c r 0 ä 111 in e r u 11 g m TI a 6 am
Sonntag in, leoiro Real stau<a:te, erlebte eine Legei'ierte Au»- nähme. Ta« au«ixrfauUe paus bcc.h rum Schlup in üdtetute ans «J a g n c t au5.


