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Mai
1909
srr. 108
ereins beraten.
Wetter
742,8 15,0
des
Handel
Frank tarier Börse, 10. Mai, 1.15 Uhr.
. 198.50
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Berliner Börse,
Koch te Temperatur Niedrigste ,
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Bem. Kimmel Klarer Himmel Sonnenschein
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Die „Siebener Samilienblätler" werden dem »Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, daS „Kreisblati für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich, Die „Landwirtschaftlichen Leitfragen" erscheinen monatlich zweimal.
. 120.25
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Canada E.B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . .
Tendenz: ruhig.
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Fabrikant: August Ja co bi, Dariystadt
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Türkenlose . ...
4% Griech. Monopol-Anl 46/0 äussere Argentinier 3°/e Mexikaner . . . 4l/3% Chinesen . . .
Aktien:
Bochum Guss .... Buderus E. W. . . .
Tendenz: fest.
sprach, wurde auch darauf hingewiesen, wie wichtig es für den heutigen Studenten ist, sich über solche Fragen deS praktischen Lebens zu unterrichten, und wie dringend erwünscht es deshalb ist, wenn die Studierenden recht zahlreich sich an den Veranstaltungen der sozialwissenschaftlichen Abteilung beteiligen. Es genügt nicht, daß man zu den großen Vorträgen kommt; auch die kleinen Abende, auf denen Studenten das Referat übernommen haben, müssen eifrig besucht werden. Alle Veranstaltungen werden zeitig an den schwarzen Brettern bekannt gegeben.
*• Au8 der städischen Armenpflege. Am vorigen Freitag fand im großen Saale des Casö Ebel eine Versammlung der Organe der städtischen öffentlichen Armenpflege statt. Beigeordneter Keller hielt einen Vortrag über die Organisation und Handhabung der praktischen Armenpflege. Klrchenrat D. Schlosser berichtete über die auf dem vorjährigen Kongreß des Deutschen Vereins für Armenpflege und Wohltätigkeit erörterten Fragen: Fürsorge für die schulentlassene männliche Jugend, Behandlung erwerbsbeschränkter und erwerbsunfähiger Wanderarmen, Mutterschutz und Mutterschaftsversicherung. Der Versammlung wohnten außer mehreren Damen auch Oberbürgermeister Mecum und einige Stadtverordnete bei.
"Vortrag. Zu dem Vortrag des Kunstmalers Penz über „Raumgestaltung im Bilde", welcher morgen, Dienstag abend, in der alten Aula stattsindet, sind Karten in den drei Universitätsbuchhandlungen zu bekommen.
Darmstadt, 8. Mai. Im Verein Math.ilden- Landkrantenhaus wurde in der letzten Generalver-
10. Mai. Anfangskurse. Harpener Bergwerk . Laurahütte . . . , Lombarden E. B. , . Nordd. Lloyd ... Tiirkenlose . . . .
Harpener Bergwerk Laurahütte .
Elektriz. Lahmeyer . Elektriz. Sehuckert . Escliweiler Bergwerk
Aus tinb Land.
Gießen, 10. Mai 1909.
Montag L0. Mai lS09
Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen Universitäls - Buch- und Stetndruckerei.
R. Lange, Gießen.
192.8 >
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Redaktion, Expeditton und Druckerei' Schul- ftraße 7. Expedition und Verlag: e*@5L Redaktion;^^112. Tel.-Adr^AnzeigerÄießen.
Meteorologische Beob^chrmrgen
der Station Gießen.
Telefonische Kursber-icbte Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie, Giessen.
Nordd Lloyd.....
Oberschles. Eisen-Industrie Berliner Handelsges. . . Darmstädter Bank . . , Deutsche Bank . . . , Deutsch • Asiat. Bank . , Diskonto-Kommandit . . Dresdner Bank . . . . Kreditaktien . . , , Baltimore- und Ohio-
Eisenbahn.....
Gotthardbahn.....
Lombard. Eisenbahn. . . Oesterr. Staatsbahn . . . Prince - Henri - Eisenbahn .
Verkaufsstellen durch dieses Plakat ■6’IJ kenntlich.
3.’/,°/0 Hessen . . . . . 3‘/,°/n Oberhessen . . . 4°/0 Oesterr. Goldrente. . 4l/6°/o Oesterr. Silberrente. 4% Ungar. Goldrente . . 4% Italien. Rente . . . 3% Portugiesen Serie I . 3°/0 Portugiesen „ III . 4'/a% russ. Staatsan 1.1905 4*/i°/o Japan. Staatsanleihe 4°/„ Couv.Türken von 1908
tellung aw «•ü L. n i
Gelsenkirchen Bergwerk
Hamburg - Amerik. Pakett 118.90
- Die sozialwissenschaftliche Abteilung der Gießener Freien Studentenschaft, welche den Zweck hat, die Studierenden über alle Fragen des sozialen Lebens, fernab vom Parteihader, so wie es Wissenschaft treibenden Menschen zukommt, zu unterrichten, veranstaltete am Freitag abend im Cafe Ebel einen Vortrag von Professor Dr. Staudinger-Darmstadt über „Das Genossenschaftswesen". Der Redner schilderte in eingehender Weise die Entstehung der Genoffenschaften, ihre Bedeutung im wirtschaftlichen Leben dec Gegenwart und ihre Aufgaben für die Zukunft. In der Diskussion, in der u. a. Pros. Dr. Kinke
Wt, strebsamer
Kausmam dei sichere Existenz durch' re oder pachtweise Uebm:
sammlung über die Auflösung des Pereins beraten. Der Grund dafür war die Tatsache, daß für einen eventuellen Neubau die Konzession nicht mehr erteilt werden dürste, zu einer durchgreifenden Renovation das Vereinsvermögen nicht unsreichen wurde, das Krankenhaus aber im gegenwärtigen Zustande nicht gehalten werden kann. Ferner to ar jo om Vorstand vorgeschlagen, da das Bereinsoermögen im Sinne des Vereinsgründers nur milden Zwecken dienen oll, das Znunobiiienvermögen nach Auflösung des Vereins der Zentralstelle für Säuglingspflege und Mutterschutz zur Verwendung als Säuglingspflegestelle, und das mobile Vermögen dem Alicehospital zu überweisen. Die Auflösung des Vereins soll am 1. Juli d. I. erfolgen. Nach längerer Debatte wurde einstimmig folgender Beschluß gc- faLt: „Der Betrieb des Matyilden-Lanvlrankenhauses wird mit Wirkung vom 1. Juli eingestellt. Es soll mit den Vertragsgemeinden betreffs Lösung der Verträge in Unterhandlung getreten werden." Hinsichtlich des Vereinsver- mögens wurde beschlossen, die Gebäude der Zentrale für Säuglingspflege usw. zu überweisen, auch um die Gebäude zu erhalten und das Barvertnögen dem Alicehospital, das in bester Weise in der Lage sei, die Woylfahrlsausgaben des Mathildcn-Landkrankenhauses fortzuführen. Ferner wurde beschlossen, der Zentrale für Säuglingspflege 35 000 Mart zum zweckentsprechenden Umbau zur Verfügung zu 'teilen. Hinsichtlich des mobilen Vermögens tarn man zu dem Beschluß, den Rest des Kapitals von etwa 40 UüO ML.!
Stolypin.
Em Berliner Telegramm dar „Köln. Ztg." besagt: französische Blätter dringen folgende aus Petersburg da- lewte Depesche: In diplomatischen Kreisen versichert man, d aß der von der reaktionären Bureaukratie gegen den 9)H- n isterpräsidenten Stolypin geführte Feldzug von der deut- i en Diplomatie veranlaßt worden ist, die Stolypin als den iv-wderer der deutsch-feindlichen Politik ansieht und die Be- ,«rchtung hegt, daß sein Verbleiben Rußland endgültig aus t ec deutsck)en Interessensphäre entfernen wird. Bisher hat b icfer Feldzug keinen Erfolg gehabt, da die Mehrheit der Cuma Stolypin nachdrücklich unterstützt. Nach Angabe u.tterrichteter Kreise suchen die Leiter dieses Feldzuges Kaiser Wilhelm zu bewegen, vor bei Mreife des Zaren nach dem '^'.ittelmeer süh nach Petersburg zu begeben, um die Wiedor- lrncstellung des früheren beutfdyeu Uebergewichts herbeizu- ftchren. Daß dieses Geschwätz nicht aus wirklichen diplo- mrtischen Kreisen flammen lann, liegt auf der Hand, denn in üiiesen ist sehr wohl bekannt, daß Deutschlano gar keinen iilulaß hat, sich zu dem angeduchteten Ränkespiel gegen - olypin herzugeben. Nach Mitteilung von maßgebender - ftte kommt eine Reise des Kaisers nach Petersburg zurzeit nicht in Betracht. Dem ganzen Gerede märe überhactpt gar keine Bedeutung beizulegen, wenn nicht aufsiele, daß »at „Ageuec Havas", die halbamtliche französische Depeschen- igentur, die Verbreiterin derartiger Nachrichten ist.
---—EWttasts
Unter- und Mtttelklcssen höherer Schulen (Knaben- und Mädchenschulen) unter Leitung von Lehrern oder Lehrerinnen veranstaltet iverben, alkoholische Getränke (einschließlich Obstmosti in keinerlei tzurm zugclassen werden dürfen. Außer gewöhnlichem Trink- waster werden besonders Milch, natürliche Mineralwasser und Limonaden bei solchen Gelegenheiten empfohlen. Z-alls der Genuß alkoholischer Getränke, übrigens nur in ganz kleinen Mengen, absolut nicht zu umgehen ist, hat sich her betreffende Lehrer der ihm vorgesetzten Behörde gegenüber in jedem einzelnen Z-all zu verantworten.
— Gewissenszwang. Tas Geriete in Lüttich fällte em Urteil, das über die Grenzen Belgiens hinaus Interesse erwecken, wird. Ein hiesiger Witwer hatte während einer längeren Seereise sein Töchterchen der Mutter seiner verstorbenen Frau zur Erziehung anvertraut. Das siinb war in der Gesinnung des Vaters auscrzogen worden und hatte keinen Religionsunterricht genossen, war auch nicht getauft. T^r Schwiegermutter und dem Schwager, einem eifrigen Klerikalen, gefiel diese Art der Erziehung nicht: sie benutzten deshalb die Abwesenheit des Vaters imb ließen das Kind taufen. Als der Vater dies erfuhr, verklagte er seine beidere Verwandten und den Geptlich-en, der die Taufe vvrgenontinen hatte, auf Schadenersatz. Tie erste Instanz drehte sonderbarerweise den Spieß nm und gewährte den Beklagten „wegen entehrender Beschuldigung" einen Schadenersatz. Die Berustmgsinstanz aber hat dieses Urteil ab- geandert und dem Vater das unbedingte Recht auf Erziehung feiner Tochter zugefprock-en, die bis zum sechzehnten Lebensjahre letnerErziehungsgrwalt uMericehe. Schwiegermutter und Schwager hätten also zu Unrecht dem Kinde gegenüber Gewissenszwang geübt, so datz her Vater das Recht habe, hiergegen Einspruch zu erheben' Ter Mager ging straffrei aus. Aber eine NichtigkeitserÜäriurg der religiösen Harrdlung Eonnte er nicht erreichen Vier zeigt daS Gesetz eine Lücke, die die Liberalen berrntzen wollen, um auch für zu Unrecht vollzogene Taufen genau wie für zu Unrecht vollzogene Ehen das Recht der ^Lmurlliening herbeizuführen.
— Kleine Chronik aus Kunst und Wiffenschaft. _ — Jnr Aiolierestheater in Paris foinnu demnächst ein »^tahlbad" betiteltes Stück zur Aufführung, das nach Art von -Eines Engländers Heim" gearbeitet tft und beweisen soll, es gäbe für die erlahmende Energie des französischen Voltes nur ein Heilmittel, den Krieg. — Ter bekannte polnische Publizist Alfred Szcze panski ist am Sonntag in Krakau, 69 Jahre alt, ge- Itorbem — Kapellmeister Mar Knempiert in Frankfurt a. Ak. wurde von der französischen Regierung zürn Ljstzier dör Akademie ernannt,
3l/,°/o Reichsanleihe 3°/, do.
37t% Konsols .
3°/o do.
politische Tagesschau.
Exzellenz v. Holstein f-
Am Samstag übend um 7 Uhr ist in Berlin nach längerem Leiden der frühere Direktor der politischen Ab- tetlung im Auswärtigen Amte, v. Holstein, gestorben. Friedrich August Karl Ferdinand Julius v. Holstein wurde am 24. April 1837 in Schwedt geboren. Im Jahre 1853 bestand er die Reifeprüfung am Kölnischen Realgymnasium ! und wurde, nachdem er von 1853 bis 1856 die Universität Berlin besucht hatte, im Dezember 1856 als Auskultator beim Kammergericht vereidigt, worauf er bis Ende 1860 beim Stadtgericht Berlin arbeitete, worauf er sich der diplomatischen Laufbahn witzmete. Während der Feldzüge 1870/71 war Holstein in der Nähe Bismarcks im Daupr- guarrier und erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse." Nach .dem Friedensschluß bei der Botschaft in Paris tätig, erhielt er int April 1876 die Einberufung als Hilfsarbeiter .zur politischen Abteilung des Auswärtigen Amtes. 1878 nahm er an den Arbeiten des Berliner Kongresses teil rnd wurde im Oktober desselben Jahres Wirklicher ^egationsrat und Vortragender Rat. 1880 zum Geheimen । .iegationsrat ernannt, bekam er im August 1886 die Be- ! tallung zum Wirklichen Geheimen Legationsrat mit dem iange der Räte erster Klasse. Bon 1887 bis 1896 hat er ährlich vertretungsweise die Geschäfte des Unterstaats- etretärs geführt. Seinerzeit wurden ihm beim Abschluß )er Marokko-Konferenz die Brillanten zum Roten Adler- ■ orten mit Eichenlaub verliehen, dessen Insignien ihm am .'7. Januar 1901 verliehen worden waren. Ende April 1906 lirat er von seinem Amt zurück. — Der Verblichene litt im feiner letzten Lebenszeit an Arterienverkalkung, und ' or etwa 6 Wochen hatte die Krankheit eine so schlimme Zendung genommen, daß mit dem baldigen Ableben des ranken gerechnet werten mußte. Es waren Magenblutungen luzugetreten, und schon vor 14 Tagen wurde mit dem hieben des schwer Erkrankten gerechnet. Nach einer vorübergehenden Besserung trat am vorigen Donnerstag eine ..cue Verschlimmerung ein, der Kräfteverfall machte schnelle ortschritte und in der Nacht zum letzten Samstag verfiel • crr v. Holstein in Bewußtlosigkeit, aus ter er nicht tcter erwachte. Mit Holstein ist eine der originellsten ‘ ^irischen Persönlichkeiten unserer Zeit dahin gegangen, eine eminente Arbeitskraft. Dui-cb die Hände dieses Mannes gingen jahrzehntelang alle Fäden unserer auswärtigen #ohlit
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kleines Feuilleton.
— Die Hoffnung au j Frieden. Ans München wird x-iditet: Den Oelzweig des Friedens zmifchrn dem Deutschen L Lhnenverein und der D e u t s che n B ü h n e n g e n v s sen - o a ft wird auf der in den nächsten Tagen in Düsseldorf statt- Mdenden Versammlung des DeMfchen Bübneiwereins der General- miaibaitt des Münchener Hvstheatcrs Freiherr v. Sv ei del iiüerbringen. Es ist bekannt, daß er für Me Bühnengenostenschaft *»rmc Sympathien empfindet, die er bereits darm bekundet hat, b®ä er zwar auf Grund des zwingenden Beschlusses des Deutschen chnetwereins die Abzüge der Beitrage der Mitglieder für die . hnengenossenschaft cinstellte, aber bisher bei dem Prinzrcgenten bii; Aufhebung der Bettesizc für die Bühnengenosfenschaft nicht bäintragt Hot. Herr v. Speidel wird auf dem Kongreß pes sichnenvereins beantragen, daß eine Kommission crnaun- werde, dä den Ausgleich zwtjchQr bctben Vereinen sogleich anbahnen >o«l, und ferner, daß bis zum definitiven Friedere der Beschluß M Bühnenveveins, sifr die Lühnengenossenschast feine Benefize M geben, siftixrt werde.
— Ein Studentenstreich erregte dieser Tage in der chiverntöt in Berlin Auffehen. Als die Studierenden rns »wlleg des Literarhistorikers Professors Erich Schmidt geben woll- M,. bemerkten sie an der äußeren Dür des Hörsaales folgenden !lr>chlag : „Die Vorlesmrg non Professor Erich Schmidt über jurmmttik stndet von jetzt ab im Danrenzimurer der Uniocrfität Mt. Herren sind ausgvschlvssen." Zur Erklärung muß werten, daß die Vorlesungen des schöngeistigen Professors stach Schmidt von ioeibli.chen Studierenden überlaufen roerten, o baß es den Sttchenten oft schwer wird, einen Platz im Hör- aal zu unten.
. ™ dichteste MeraN. Auf Dlrtregtrng des technisck>- )i./enschasttrchen Ausschatsses soll em Wettbewerb sirrleichte )i r t a l l e allsgelchrieben loerteit. Den Preis erhalt das Metall, cs bei glercher Feitigkeit, wie Aluminium, dieses an Leichtigkeit r» mersten übertrifft. Der Wettbewerb ist von emschneidenter kt>eutung für die Luflschiffahrt. Deim, wenn es gelingt, eine ! lli-mununtlcgierung herzustellen, die bei gleicher Festtgkeü nur 11 *1 ^>es hemigen Gewichts hätte, so könnten in einem .^pelin^Ballon vr-crzig Personen mehr mitgenomman Jtnöten.
"^Al ko ho lisch eG etränke bei Schulausflügen uud S ch ul t este w Von ter Erwägung ausgehend, daß ter 'ieraiü ^.riotelhalttgcr Getränke mindestens bis zum 15. Lebens> Iichädlrch wirkt, hat das Württemtergische Muristerium des w und ^chulwefeils bestimmt, daß fünfttghin bei Schul- I •usilugen UNZ Kruder festen, die mit Elementarfchülern und mit
^ehun-
iftlev ...
son’ 'Lniyo*i°be^c
S. %
l zuerst der Stadt anzubieten und, falls diese ablehnt, dem Alicehospital.
Osthofen, 7. Mai. Bei der Beerdigung des bekannten Karussellbesitzers Jean Eckert, der in Eomo beim Verladen seines Geschäftes einen Unfall erlitten, schwer verletzt heimgekommen war und nach wenigen Tagen starb, konnte^ der katholische Pfarrer Schutz es nicht unterlassen, nach Beendigung des vorgeschriebenen Ritus und nach den Ansprack)en der Vorstände des Soldatenvereins, der Turn gemeinte, des Verbands internationaler Schausteller in Hamburg, sowie von Zweigverbänden in Berlin und Mannheim in einer daran anschließenden, vom Zaune gc- br och en en Rede, in der der ganze Trauerfall noch gar nicht einmal erwähnt wurde, von einer Entweihung unseres gemeinheitlichen Friedhofs dadurch zu sprechen, daß ber einer kürzlich stattgehabten Beerdigung (gemeint wir? die des Privatgelehrten Prof. Muth von hier fein), der freireligiöse Prediger ein Wiedersehen nach dem Tode an- gezweifelt bezw. geleugnet hätte. Wenn Herr Schütz, so lesen wir in der „Worms. Zta.", nur Angehörige feiner Konfession um sich hat auf einem katholischen Friedhof, dann tft es wohl sein Recht, den Standpunkt der Kirche zu lehren und zu verfechten, aber allgemeine Empörung aller Unparteiischen gab sich nach diesen taktlosen unqnalv ftzierbaren Äußerungen kund, wo Angehörige aller Glaubensrichtungen am offenen Grabe vertreten waren. Man hatte gute Lust, dem Manne zuzurufen: Richte nicht, aus daß du nicht gerichtet wirft! Achtung vor der MajestÜ! des Todes und dem ewig Unbegreiflichen sollte auch den lautesten Eiferer zur Milde und Versöhnlichkeit stimmen.
Spielplan der vereinigten Zranksurter Stadtcheater.
Opernhaus.
DienZtag den 11. Mai"): „Violetta.* Mittwoch den 12. Mai, abends 6 Uhr: .Tristan und Isolde." (Isolde: Frl. Walker a. W.» Donnerstag den 13. Mai: „Margarethe." Freitag den 14. Mai, abends halb 8 Uhr: „Fidelio." Samstag den 15. Mai: ^Orpheu- in der Unterwelt." Sonntag den 16. Mai: Zum ersten Male: .Tosco." Montag den 17. Mai geschloffen. Dienstag den 18. Mai; .Tosco/ Mittwoch den 19. Alai geschloffen.
Schauspielhaus.
Dienstag den 11. Mat *): „Die Journalisten." Mittwoch den 12. Mai: „Der Biberpelz." Donnerstag den 13. Mai, abends halb 8 Uhr: ,Ter Röntg." Freitag den 14. Mai: „perodes und Mariamne." Samstag den 15. Mat: „Der Kaulmann von Venedig.' Sonntag den 16. Mai, nachmittags halb 4 Uhr: „Aloral." Abends 7 Uhr: ^Herodes und Mariamne." Mottlag den 17. Mat: „Ter Biberpelz." Ttenstag den 18. Mai: „Moral." Mittwoch den 19. Mai: „Herodes und Mariannte." Domterstog den 20. Tiat. abends halb 8 Uhr: „Der König." Freitag den 21. Mai, abends halb 8 Uhr: „Der Verschwender."
•) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr.
Zweites Blatt ISS.Jahrgang
Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntags. Y aa a . O
Eichener Anzeiger
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