Ausgabe 
1.4.1909 Zweites Blatt
 
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fe Wuetn6fi(f leine AiiSkimst gebe- Ick kam>. nicht alle die hun- bette oder tausende Fälle i Korse haben. 53 wäre nur an­genehm gewesen, wenn der Äbg. Ltrrsemann mid; vorher benack« richt,gt hätte, daß er diesen er y.:r cPra-b: Lrir-ger »iu 3Zur soviel ist nur erinnert;, eine .<: i vor e:r ;en Zager ähnlichen Inhaltc äur± . - .! :ngen rrn. <, wir :?r flirrra Zäwe in einem Fall nicht d e : cV't Unterst :yun hatten werden lassen. Ter SB -rtret die« 7 F v.*a r t ir- <1urr-irfc-:" Amte ein und auS Wir haben n gclezcr.ruch auf diese rjer- tungflnoh) aitfmerfiom firrrod t. ' "*. j r: etflärt: gei c ;

das Legenteil von dem. war n der /jc.kung ftrht. ist roacr. > - hoffe, daß dieser Fall ist, den der Abg. Etresanann vor-, gebracht hat.

Abg. Dr. Heckscher (Fr. Bg.):

Es wäre wünschenZwcrt, daß rtr deutsch: Reichstag stb After und r i 11 p : t 1 aget :1 * 3 4 r aus­

ländischen Politik beschäftigx. In d-.eker Beziehung wäre die E'niiihrung der .kurzen ?lrraflen*, tue sich inEngland bewahrt haben, zu begrüben. Augenblick! * befahl sich ia die ÖcicfxiHi- ardnungßkoinrnissian damit, doch ist leider bisher nicht gelungen, für diese Neuerung eine Mehrheit zu finden. Tie AbrüstungS- ftage kann nicht zwischen Deutschland, sondern nur zwischen allen großen Rächten gelost werden. Das ist der Fehler der englischen Politik, dost fie sich nur mit der deutschen Flotte befaßt und deren Abrüstung wünscht, um die anderen Flotten sich aber nicht kümmert. Für den diplomatischen Beruf ist es daß Haupt- erfordernis, daß der Diplomat ein Gentle- man ist Dazu ist aber nicht ---forderlich, daß er Aristokrat ist Natürlich darf er nicht in Gesellschaft Tabak kauen oder sich die Nase an der Gardine putzen. Aber um bad nicht zu tun, braucht man nicht eine aristokratische Kinderstube gehabt zu haben. E» muh endlich gebrochen werden mit dem bisherigen Usus Der Staatssekretär, der stchec den guten Willen hat, soll un- doch end­lich Laten sehen lassen.

Abg. GanS Edler zu Putlitz (Kons.):

Wir haben in den letzten Jahren gesehen, daß eine ganz: Neihe von Leuten in die Tiploiiintie aufgcnommen wurden, ohne adlig zu fein. Man nimmt luatige Leute, wo man sie findet. Und das ist auch durchaus richtig. Darum sollte man doch end. sich aufhören, immer wieder dieselben Beschwerden hier vorzu- Bringen, die gar nicht mehr begründet find. Jedenfalls liegen die Verhältnisse bei unö viel günstiger alö in anderen Ländern. ES gibt auch Freisinnige unter den Diplomaten. (Widerspruch links.) Wenn das nicht der Fall ist, so konnte eS nur daran liegen, daß dce Freisinnigen erst feit ganz kurzer Zeit eine Polit.k verfolgen, die sic zur Mitarbeit an Negierungsgeschäften befähigt. (Heiterkeit.) Diejenigen, die glauben, daß sie ganz besondere staatsmännische Gaben haben, haben gerade am allerwenigsten. Daß hat man auch hier im Reichstage, wo doch die D l ü l r der Nation zusamn.cnkommt, erfahren. Abgesehen von wenigen staatsmännisckien Talenten, habe ich hier wenig diplo. malische Befähigung gefunden. Ich mutz gestehen, dah mich bad sehr enttäuscht hat. llnrichtig ist cd, da st die hohen diplo. malischen Stellen der hohen Aristokratie reserviert werden. (Bei­fall rechts.)

btaatssekretär Frhr. v. Schoen:

In den Grundsätzen, die für die Vorbildung b er Diplomaten festgelegt sind, wird auch gefordert, daß die wirtschaftlichen Kenntnisie mehr alv bisher berücksichtigt werden sollen. Bei der Auswahl der Beamten wird ohne alle Standes« Vorurteile vorgeganaen. Sicherlich kann die Führung der politi­schen Geschäfte durch schlecht unterrichtete Vertreter im AuSlande schwer geschädigt werden. Im wesentlichen sind aber unsere Ver­treter nur auSsührende Organe, die allerdings die leitende Stelle beeinflußen können. Aber die Entscheidung liegt doch bei der Zentralstelle, an deren Kritik sie sich zu halten haben. Die neuen Grundsätze heben deutlich die Bedeutung der wirtschaftlichen Aus­bildung hervor. Aber an allen wichtigen Stellen stehen unseren Vertretern auch bereits Konsuln, Generalkonsuln und andere Sachverständige mit ihrem technischen Rat zur Seite. ist natürlich sehr schwierig, jemanden zu finden, der zugleich wirt- schastlich und politisch außerordentlich befähigt ist.

Wenn der Adel in bet Diplomatie zu überwiegen scheint so darf nicht vergeben werden, daß 40 Prozent unseres diplomatischen Personals r am-.heu angehören, die erst fror wenigen Jahren geadelt wurden. Ein Privileg des Adels bestell also rät. Ti- P'crlen der Diplomatie wurden den Bürgerlichen nie- malß verschir'ien, sie sichen ihnen auch fernerhin offen. Gelange

J an der Spitze des rkmteZ stehe, werde ich -wischen Adel und | Bürgertum keinen Unterschied machen. (Beifall.) ES .st r ck: , meines Amtes, bicem oder jenem xtanbe zuliebe oder zuleide zu bandeln. Meine Aufgabe ist ei vielmehr, Männer zu finden, nicht Salonhelden, die toirfl:cf nach IfTarokter und Kenntni"en eine Gc währ dafür bieten, daß sie dem Vaterlande nützliche Dienste leisten können. Betfall.' W,e «:e heißen, ob e: Prinzen, Grasen. Edelleute oder Bürgerliche sind, kommt gar nicht ir Betracht (Beifall.) Melden sich in Zukunft mehr junge Leute auS dem Bürgerstande, die zur Diplomatie geeignet sind, so sind f?e will. kommen. Leider find für manche jungen Diplomaten finanzielle 1 Zuschüsse erforderlich wegen der teuren Verhältnisse, d-.e in einigen Hauptstädten herrschen. Daß ist ein durchaus unerwün'chter, sogar, bedenklicher Zustand. Denn Sic zu feiner Beseitigung d:e Hand bieten wollen, fo nehmen tmr fie dankbar an. Bei der Besetzung j von Gesandtichaften laffen wir unS durch Anciennitätsrückficksten | nicht allein leiten. Reckst schwierig ist es, Personen aus diese Pe ten zu bringen, die ohne b'.plrmotnd» Schulung Erfahrungen und Kenntnisie besitzen. Al'o gibt :r meiner Berwallnng nir­gends Vorurteile, keine Privilegien zugunsten irgend einer Gesell- schastsklasie. Ich hoffe, daß Sie bad Vertrauen zu mir buben, daß ich die bargelegten Grundsätze auch weiter Hochhalten werde. (Bei. fall.) Ich bitte, nicht jeder Anklage, die gegen die Diplomatie er. hoben wird, gleich zu glauben. Meist find fie sehr verallgemeinert und den Tfllfadxn nicht entsprechend. Tie Arbeit ist im AuSwär- tigen Amt so erheblich gestiegen, daß eine Vermehrung Der Beamten unbedingt notwendig ist. Denn ich sie im dieSjah. rigen Etat noch nicht gefordert habe, so war für mich die schlechte Finanzlage maßgebend. DaS AuSwänige Amt ist eine 3«rbc ber deutschen Behörden gewesen und soll eS auch bleiben. Ich habe die Zuversicht, daß daß Au.wärtige Amt alö kostbares Vermächtnis einer guten Zeit und das Erbe de.- größten deutschen Staatsmannes feine Pflichten stets erfüllen wird. (Beifall.)

Abg. Stadthagen ^Soz.)

begründet einen Antrag, der Reichskanzler möge auf Aufhebung jener bundesstaatlichen Ministerialverordnungen hinwirken, die von ausländischen Arbeitern die Beschaffung entgelt- lieber Segitmationßfarien verlangen und fie im Weigerurigsfall mit Ausweisung bedrohen. Das ist ein direkter Bruck der StaalSverträge, die diesbezüglich vom Reich geschlossen sind. Tie Androhung der AuSweisilng ist eine Er­pressung zum Zwecke der ßcreinbrmgunp der Gebühren, deren Einhebung bet Reichsverfassung widerspricht.

Geheimrat Dr. von Frmwinv bestreitet, daß die Legitimationökarten-Derordnung mit den Staatsverträgen im Widerspruch stehe. Er bittet, den sozial­demokratischen Antrag abzulehnen.

Abg. Dr. Arning I-9taff.)"

bebauet! die Zurücksetzung deS deutschen Handels im Kongo- st a a t durch Verleihung von Handelsmonopolen an andere Staaten, besonders bedauerlich sei daS Kautschukmonopol.

Abg. Graf von Kanitz (Kons.)

fordert die Regierung auf, dafür zu sorgen, daß die drohenden französischen Zollerhöhungen in mäßiger Grenzen bleiben. Leider wird durch die neue amerikanische isrevision das günstige HandelSptovisorium von 1907 tatsächlich beseitigt. Wir stehen dieser amerikanischen Zollerhöhung ziemlich wehrlos gegenüber.

Statssekretär Frhr. v. Schoen:

Unsere Recht« und Ansprüche gegenüber dem Kongostaat sind auch unter dem neuen Besitzer vollkommen gewahrt. Wir haben auf die Mitteilung von dem llebergang bc-3 KongostaoteS an Belgien in einer Note zum Ausdruck gebricht, daß wir die Zu. sländc im Kongostaat nicht in allen Punkten hätten billigen können, daß wir jedoch das Vertrauen haben, daß Belgien für Abstellung

tiefer M.ßstände fergtn wird I.' übrigen !ag Tein Grand vor. zu bezweifeln, baß der xeu- Besitzer Belbte bestehenden Verträge n:ck: nnehatten werde. Sir brauchten auch Belgien gege-Jtfr Mißtrauen nicht dadurch zu behnben, daß wir eine ausdrückliche Erklärung von Belgien verlangten: werden die Verträge innegehalten DaS bindert natürlich nicht, daß wir der In:-- - tue ' der Verträge durch d.-n neuen Besitzer untere Auf- mcrksamkc!: zuw-nden. und daß w r gegebenenfalls gegen e-.ne Berlrtzung d-erfelden Maßregeln ergreifen. An fcexr guten Willen Belgiens, mit Reformen in seinem neuen Besitz e:nzusetzen, irre audi an der Kraft, sie durchzuführen, haben wir keinen ötnieb, zu zweifeln.

Abg. ». Ctrnen (Rp.):

ist ungebör.,«. die Arbeitgeber immer o!ß Ausbeuter kn« zustellen Tie Sozialdemokraten arbeiten freilich gern mit Super­lativen. Staatsrechtlich ist die Legitimation-Verordnung burd*- au- zulässig. Daß freie Amerika verlang! cm<b von den Ein­wanderern civen Vermö. nsnachwe-.ß. Sir würden gern m- ländiscde Arbeiter besckäfsigen, aber wir müssen wir zn nuslänp.fcken greifen. (S

Arbeitslosen tu der Stadl wollen ia gar nicht aufl Land towwien. S-? leben lieber auf Kosten der Allgemeinheit Die Sozialbemo- fratrn sollten mit rfjren Behauptungen doch do nichtiger fein. Die Hetzreden deß Herrn Stadthagen ent bebten lebe- Grund- tage. Tas ©ro? der Arbeitgeber müht sich, ein gutes Verhält- ui- zwischen Arbeitern und Unternehmern herzustellen.

Vizepräsident Kaemps:

Sie dürfen Herrn Stadthagen nicht vorwerfen, daß et eine Hetzrede gehalten hat. (Gelachter.)

Abg. v. Cerßcn (Rtz.):

Er nimmt mir's wohl nickt übel. (Große Heiterkeit.^ Wenn man aber di« Unternehmer Ausbeuter nennt, fo ist das etue Ver­hetzung.

Abg. Dahlem (Zentr.):

Al- steht es mit dem portugi-sifcken Handelsverträge 7

Staatssekretär v. Schoen:

Ter Handelsvertrag mit Portugal liegt zurzeit dem BundeSrat vor, der ihn wohl rasch erledigen wird. Tann wird er dem Reichstag zugehen, vor den Osterferien aber nicht mehr.

Abg. G-thein (Fr. vg.):

Senn Amerika und Frankreich die deutschen Erzeugnisse setzt schleckster behandeln als die Produkte anderer Länder, so ist ledig, lich unsere Schutzzollpolitik daran schuld 1 fiebb. Widerspruch rechts). Toran ändert Ihr Widerspruch nichts. Daß ist eine Tatsache. Oka- Kanitz bat von der llebcrschwemmnng Deutschlands mit amerikanischen Schaben gesprochen. Es ist merk­würdig, daß Graf Kamtz inner auf diesen allen Stiebeln herum- reitet. (Heiterkeit.) Schon vor einem Iavrzehul hat er diese Sache oorgcbradit Woher iveiß denn baß Graf Kanitz? 1 Sbn. (s,raf Kanitz: Ich habe meinen Schuster g.-fragt. vriterfrit 1 3:e find doch sonst ein Mann, ber etwas von der Statistik versteht. Beziehen Sie denn Ihre Weishert nur von Ihrem Schuster' (Heiterkeit.) Versteht Ihr Schuster etwas von der Statistik unb von Amerika? (®c Heiterkeit.) Sie find doch sonst der gelehrte Graf. (Heiterkeit.)

Damit schlietzl di« TiSkussion.

Abg. Frank (Soz., persönlich)':

Ich verstehe nicht, wie Herr Lehmorm hier mit den Kanonen 1 alionaler Entrüstung nach den Spatzen eine» Profesiorengezäuktz schießen kann. (Lachen rechts.)

DaS Gehalt de» Staatssekretär» wird bewilligt Abg. Roerm (Zentr.)

zieht seine Resolution zugunsten des freisinnigeu Anträge» zurück.

Dieser wird einfiimmig angenommen, ebenso ange. n 0 m m e n wird die sozialdemokratische Resolution, für die auch b_i5 Zentrum und die Freifinnigen eintreten, in gemilderter Form.

Darauf vertagt sich baß Haus um 6 Uhr zu einer Abend- s i tz u n g um 8 Uhr.

finden keine. Tarn» idersoruck links.) Die

hessische Zweite Kammer.

Darmstadt, 31. Mmrz.

Tic auf 9 Uhr iinbcrauintc Sitzung wird um 111 t Uhr cr>

Präsident H aas teilt mit, traft die Erste Stammer lämthme Beschlüsse der Zweiten Kammer zum Etat gutgeheiftcit hat, fo haft Differenzen nicht vorliegen. Nnr bezüglich einiger Ersuchen n'nrden '-'(eitheningni vorgeschtagen, über die der I-inanzausscl) beraten hnl

.'I' 1 Mvlthan als Berillficrstatter führt mH-, zu >iap. -'>b Ci n m 11 n s 1 c 11 nsw . hatte das Haus eine Resolution angenommen, die Regierung zu ersuche», im nächsten Jahre eine Erlwlmng der Sclmlgeld' ilu eint» ten w lass n

Ion 11, 0. m v rind n die bcabfid ligt n Mas;» stand nuht noch 111 he belastet luirb. Ter Anssdzuft beantragt, diesem Ersuchen bei; u st 1 m 111 e n.

'Tas HauS beschließt demyeinäft.

Zum '.'litifel 75 a S ch'ta ch t v i c tzver si 6»e r un g trat die Erste 'M in in-1 cbi nfallS < in

11 di in Lamme» ein bänjbei hertzeizufülneii, ob eine SdUadtlfiehversidierung oder eine Bersid-erung q-rärn Maul und filaucnicudie im Interesse bn schußantrage, den Abg. Weber vertritt, auf dem friiljcrctt Be. fchlnffe zu beharren

Zn äapitet 1401,2 Iratte die Zweite Manuncr den für ein Ticuil unb Wohngebäude in V. i d) geforderten Betrag neftridje Die Erste Mammcr Hal erfudjt, diesen Poften tu den nicvstjäIrrigen Etat n ieder einzustellen Das Hau-> beschließt und) hier Beha 1 r c n auf bem ersten Bejchluft, um sich nicht für die Zukunft fest .wiegen

Zu Kapitel 140 II,2 Da mm bauten ufw. beschließt bas .'örnto, beni Beschlüsse bei Ersten SVnnaner, beiügl. be» Ersuchen.' um Verbreiterung der Altrheine zu zu st l mmen.

Tamil sind die Rückäußernngen ertebigt.

Eine BerttRneNttuudgebung ffit t> e Aeßiernnz

Abg. Reinhart verliest hiernach folgende Erklärung: M. S? ' Im Auftrage deS S«N i ore it ko n v c n t s habe id» folgende El näruug abzugeben: '?tad>bcin b.i-5 Budget numm lK feine Erledigung gefuitbi-n Hal, fühlen wir uns veranlaßt, dem MinistLnum für bie loyale Vertretung ber uer fa ssu 11 g md ft i n en R e d» t e ber Zweiten ilmitmtr bei der gestrigen Ver Handlung der Ersten K a in wer i m a m enallerPar teien des Hauses den Ta nkanSzu sprechen unb bie Minister unveränderten Vertrauens zn ver­sichern.

Ter Präsident stellt diese Erklärung zur Diskussion und kon­statiert. bn nienuinb daS Won ergreift, einstimmige Zu- st immune. Vi-bh Bravo >>ünbeklatschen-

Ta^ .Haus utnuui sodann twd> die 'I^ahl eines Mitgliedes 3um iv i ii an ; -i 11 sf d- u ft vor. meldKv Amt der Tr. G u V fleisch In-raumiid) nube:gelegt bat.

Tr. Outfleisch wird mit _*s Stimmen nnedcrgewählt. Neun Zettel iwten iveift Beifall

Tamit ist die Tagesordnung erledigt. Tic Sitzung wird gt- idMvüai und das Haus auf unbeftürante Zeit vertagt.

Gießener Strafkammer.

Gießen, 30. März.

Vom Kinderfchutzgefetz.

Kurz vor ®erbnaduni nrnri em schulpflichtiger Muabe alends nach b Ud» '''' ' n n in 21

warengescküst detroisi- > h f; c au

weife lange SnestodKer^b <i ibabci d -n Jungen >-e Au'tröge erteilt batte Tr' xm; l. :r.tt, hd] tafba ach: u haben, da sie doch ludy als **Utge)t 'Htc be-j- fraglidjcn

betrachtet werden könne, uerurieilte sie bnS Sdroffciiqcridit juegen

Mk., indem es nue-iührte, es fei nicht nötig, daß bie Angeklagte in filtern LohnverhaltniS zu in jraglidien Ok-fdinft gestanden habe, |ic sei bad) als zur Beauflichtignng des Betriebs ivährcnb ihrer Anwcscniieil auzu'ehen. TieJlngctlagte focht bas Urteil an unter der Angabe, ihre Mutter habe damals in Anwesenheit ihres ^tier oaters den Betrieb geleitet: 'ie selbst sei weder ,nr Leitung noch zur Beaussichtigting bestellt gewesen, sondern habe lediglich un beschält niitgeholfen. Tas BerusimgSgericht nahm an, dal; nd) bie Aimeklaglf nur gefälligteitshaldcr im (Geschäfte nutzbar gc macht habe unb in feinem Anstellungsverhältnis Itand, auch nidit zur Leitung ober zur Seauh'idUigung bcS GesäiäftS bestellt mar unb somit der S 151 ber Gelverbi-ordnnng nicht Platz greifen fömie. Tns Urteil nnirde aufgehoben unb eS erging Frei, prechnng.

Der Rechtskonsulent.

f Der in Reu.Isenburg wohichastc Schrciner I F. ans Kassel besuchte im letzten Herbst kurz nad) seiner^ Entlassui'g aus bem Gefängnis den ihm von früher bctaiinten schreiner R in Grünberg Im Lause bcS Gesprädi-s erfuhr F., daß fein ,'vratnb R eine Forderung an einen in Atzenhain wohnhaften Bergin.mn Hatte F, der audi gleichzeitig Rechtskonsulent ist, erbot sich, dem Bergmann iDcgcit der Forderung ;u sch reiben und sandle auch später dem R. eine Zessionsurkunde ,u, die et unter, schreiben sollte Ta er aber nidit gewillt war, die I-orbernng zu zedieren, lieft er F ohne Rachndil Rad' einigen Tagen erfdnen ,v. bei bem 3thulbner bezw dessen Mutter in Atzenhain ohne Borwissen des R. imb gab an. bie Schulb sei an ,I)ii zediert worben: er forderte beftnmntc .'luskunfl, wie bie Schulb getilgt werben sollte unb brohie nut st läge Ter Schuldner erbot sich, die 3(i5 Mark belragmde Sckmld in mbrlidvii Raten von .5<> Mark abuitragtm, womit iidi fehhcftlidi F lufrtcben gab. Er forbtric

11 -n die Uuterfd'rut auf bas von ihm vorgelegtc Schriftstück üfi weigert würde Um einer Klage aus dem Wege zu gehen und in

>' Mark abgetragen werben follt ir, untiTicutmcten h r Schuldner p.-ie- auch seine Mutter einen Wechsel über 218 J.Varf, den F ui Umlauf setzte Rach einigen Äoehen ging den Schuldnern von ,v. fine Nachricht zu. baft ber von ihnen unterzeichnete Wechsel demnächst burch die Post zur Vorlage gelange unb sie ibn eiiv

den Wechsel nid t Ter Besitzer des Wechsel ?- erhob bann .stläge und die Leute hatten nut »dosten etuw 240 stNark zu zahlen. R. der sich mit dem Schuldner auf 3.3«> Mark ncinigt hatte, Abzahlung vrol ngiert n>erben sollte Hieraus, war zutblieften. das; lieber der Gläubiger ber Ansicht n*ar 01c Schuld sei zediert, Wechsel ausgestellt hatte Beidi- in breit bann nach Reu Zenburg zu Zv unb inadgen ihm über sein Vergilt'u Vorhalt Er gab a«- iviifermaßcn zu, unredjt gehandelt zu baber. benn er venprad»,

u erlangen, vergeblich waren, molgle Anzeige, deren Folge An­klage wegen Urkundenfälschung und Betrug war Der Ang-, klagte bedauptete, iwu seinem Freund R bie Forderung gfidxnft I ok».'unnen zu 1 oben, da »ie uir ibn doch aussichtslos hwesen

beut*, von einer Zession feine Rede gewesen. Wenn das Ckrid't and) trage- gegeben, so tonitte doch nicht nn.rn.rn. rden, daß norben ist, da bock, der . k -«aut für den Betrug dasiet. ES ent, fiel somit bie Urhinbetudlrtiau-j; dagegen wurde der Angeklagte *.v.j :i Betrugt ju einer U<tzrügn2straic von 10 Monaten ixx 1 urtdU.

Auf fremdem Acker.

Dem Tienstknecht C. St. von Götzen ging rn Straffui dt über eine Mark zu. latil dm bet Feldschützc betrohnt holte, als er das Vieh seines Tiettftbcrrn auf einem Ltovv-'acker weiden lieft. Ter Dienstherr, ber für baitverbinbhd» erklärt wurde, war mit dem Sdnecht der Ansicht, ber Aelb^diüße, ber mit ihm nnreu-.'-1 ist, habe die Anzdge zu nnredit erhoben -ter inh'lgc ei sprud's anberanmtc FelbgerichtSti-rmin mußte aiii-gncM »ctbru. das Olcndital m an Ort unb Stelle Augenschem rin. aber auf (strmid ber Zeugenaussagen nmrbe ber Einspruch uirürfgnmam. Unter Assistenz eines Berhidigers erfolgte eine Brrumiigsverbane hing Trotzdem man alles aufbot um den Feldidmpcn"glaub­würdig zu machen, Iwtte das Gericht keinen Anlas;, au sein.n Angadi-n zu zweifeln, was die Bestätigung des Urteil < >ur , ' 0. b' l'.illt ' j

Mcreoroloflischc Heovacht«»ge« der Station «icßen.

März April 1909

TBavometev au 0° reduziert

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Bochum Gnss ... 219. 0

Buderui E. W 110.40 Tendenz: fest

Berliner Börse, < inad* E. B . . . . 173.70

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