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12.1.1909 Erstes Blatt
 
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Nr. Ä Erstes Blatt

r ISS.Jahrgang

Dienstag 12. Januar 1909

^ezagSpreiS: monatlich 7LPs., viertel­jährlich Mk. 2.20; durch' Abhole- u. Zweigstellen nwnatlid) 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.viertel- fährt. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 1b Pf«» auswärts 20 Pfennig,

Verantwortlich für den politischen Teil, fürFeuilleton" und , Vermischtes *: Ernst Anderson; für »Stadt u. Land" undGerichts-

Der «levener Anzelg« erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich vletzerrerZamMendtätter; aroetmaliDocbdntLKreiSu

blatt für den Ureir Giesen U (Dienstag und Freitag); zweimal monotl. Land- wirtschafMche Seltfragett Fernsprech-Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen:

Anzeiger Gießen.

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ietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten.

Die Berufsgliederung im Grotzherzogtum hoffen und die politische Vertretung der Serufrklassen.

Von Professor Dr. M. erntet.

ALrzlich hat man im deutschen Reichstage Gelegenheit genommen, ba8 geflügelte Wort zu zitieren:Es gibt drei Arten von Lügen, die gemeine Lüge, die Notlüge und die Statistik." Im ParlamentSsrenogramm steht hinter diesen WortenLebhafte Heiterkeit." Da man in der Regel nur neue Einfälle zu belachen pflegt, so ist anzunehmen, daß jenes Bonmot dem Reichstage nen war. Das ist etwas erstaunlich, denn der Witz ist recht alt. Er wird gewöhnlich dem Fürsten Talleyrand zugeschrieben, der bekanntlich von 1754 dis 1838 gelebt bat Verbürgt ist dieser Ursprung allerdings nicht. Er ist auch nicht gerade wahrscheinlich. Denn zu Talleyrands Zeiten gab es eine Statistik als selbst­ständige Wissenschaft im heutigen Sinne, diL man hätte verspotten können, überhaupt noch nicht. Der Mann, den wir als den Schöpfer der wissenschaftlichen Statistik vri> ehren, der Belgier Quetelet, hat seine bahnbrechenden Merle zu einer Zeit geschrieben, die für den Staatsmann Tallehnmd nicht mehr in Frage kam. Doch soll damit Talleyrand keineswegs ein Urteil über die verschiedenen Abarten und Feinheiten des Lügens abgesprochen werden, wiro ihm ja doch nebenbei bemerkt, ebenfalls zu Unrecht auch das WortDie Sprache ist dem Menschen gegeben, um seine Gedanken zu verbergen" zugeschrieben. Jeden­falls ist das eine wie das andere Paradoxon ebenso pikant, wie ungeheuerlich, und hat nur für den Laien und den Kritikunfähigen etwas Ueberzeugendes. Wahrscheinlich er­klärt sich auch die Heiterkeit im Reichstage weniger aus der harmlosen Freude an geistreichem Unsinn, sondern aus der weitverbreiteten Abneigung gegen die zwingenden Wahr­heiten statistischer Zahlen, die so vielen unbequem sind, weil man sie nicht widerlegen kann.

Ich will heute den unbefangenen Leser mit einigen statistischen Zahlen von aktuellster Bedeutung vertraut machen, wobei ich mir aber das Vergnügen nicht versagen kann, an sie einige zeitgemäße politische Betrachtungen zu knüpfen, die wahrscheinlich anderen ebenso überraschend und unwillkommen erscheinen werden, jedenfalls aber geeignet sind, einer ausdringlichen Legendenbildung den Garaus zu machen. Natürlich bin ich nicht so naiv, anzunehmen, daß das politisch irgend etwas nützen kann.

Bekanntlich zählen wir im Deutschen Reiche seit 1882 die Berufe und Betriebe. Mit Rücksicht auf die enorme Arbeitslast und die großen Losten, die jedesmal eine Anzahl Millionen Mark betragen, werden diese Berufszählungen nur in längeren Zwischenräumen vorgenommen. Der ersten Erhebung von 1882 folgte 1895 die zweite und 1907 die dritte. Die auf diese Weise gewonnenen Zahlen sind die volkswirtschaftlich und sozialpolitisch wichtigsten, die die amtliche Statistik überhaupt festzustellen vermag.

Die/ soziale Gliederung der hessischen Bevölkerung gibt nach diesen drei Zählungen folgendes höchst interessante 23 Uh;

Prozentuale

Von 100 Personen dec Gesamtbevälkcrung kommen auf folgende Berufsabteilungen:

1882 1895 1907

11 F>?i 0/ QfrtnS *27.fi7 °/_

Berufs- Abteilungen

Zahl

1882

der Personen Vermehrung(-s-)

bezw. Ver­minderung ()

1895

1907

tm Zellraum 1882/1907

Landwirtschaft (ferner Gärtnerei, Tierzucht,Forstwirt­schaft, Fischerei)

366 360

371919

341 899

11,01

Industrie (einschl. Bergbau u. Hütten­wesen, Ballwesen) Handel unu Ver­kehr (einschl. Gast- u.Schanlwlrtschast)

339 643

391165

542 371

-ft 59,69

98797

123 541

168 851

+ 70,91

Bürgerlicher und kirchlicher Dienst (einschl. Militär-, Hofdienst, freie Be.- rmSarlen, . . .

54 730

66 972

78300

-ft .13,07

Ohne Deru?

(dazu Lohnarbeit wechselnder Art) .

68 427

76 650

104 402

-ft 62.57

Gesamt!) evölkerurrg.

929 757

1 032 147

1 236 823

-ft 32,92

Zusammen WO,00 % 100,00 % 100,00 %

Landwirtschaft .....

41,55 %

36,03 %

Ä7,07 %

Industrie ......

36,55

38,20 ,

43,90

audcl und Verkehr . . .

10,61

11,96

13,66

Bürger!, und rlrchl. Dienst

5,89 ,

6,49

6,33 ,

Dhne Beruf

5,10

7,32

8,44

Wenn man sich die angeführten Zahlenreihen etwas näher ansieht, so fällt ohne weiteres in die Augen, daß die weitverbreitete Meinung, Hessen fei heute noch vor­wiegend ein sog.Agrarstaat", ein Ammenmärchen ist. Vor einem Vierteljahrhundert konnte man eine solche These allen­falls noch verteidigen, denn damals stand in der Tat die Landwirtschaft mit 4U/2 Prozent der Gesamtbevölkerung an erster Stelle. Aber schon 1882 machten Industrie, Handel und Verkehr zusammen bereits 47 Prozent aus, waren stlso stärker besetzt als die Landwirtschaft. Aber auch dann,

wenn man das ganze Gaft> und Schankwirtschaftsgewerbe, die ländlichen Einzelmeister des Handwerks und die Heim­arbeiter des platten Landes aus Gruppe n und HI aus­scheidet und als neutrale Kategorien besonders behandelt, stehen Industrie und Handel der landwirtschaftlichen Be­völkerung wenig nach. 1895 überflügelt bereits die Gruppe Industrie allein die der Landwirtschaft, die nicht nur relativ, sondern auch absolut zurückgegangen ist.

Industrie und Handel machen nun 50 Prozent aus, während auf die Landwirtschaft nur 36 kommen. Noch auffallender sind die Verschiebungen nach der letzten Zäh­lung, deren Hauptzahlen vor wenigen Tagen veröffent­licht worden sind. Darnach kommen auf die Landwirtschaft nur noch 272/3 Prozent, auf die Industrie dagegen beinahe 44 Prozent und auf Handel und Verkehr 132 z Prozent, d. h. Hairdel und Verkehr, die 1882 nur einem Viertel der land wirtschaftlichen Bevölkerung gleichkamen, sind heute fast halb so stark wie diese. Zusammen kommen auf Industrie, Handel und Verkehr 57»/^ Prozent; es sind das mehr als doppelt so viel Personen, wie in der Landwirtschaft. Seit 1882 hat die BerufsabteilungIndustrie" 59-/3 Prozent,Handel und Ver­kehr"' sogar ninb 71 Prozent Angenommen, während die landwirtschaftliche Bevölkerung um 11 Vs Prozent zurück- gegangen ist, absolut um über 44000 Köpfe.

Schon vor 25 Jahren war der hessische Staat kein Agrikulturstaat im landläufigen Sinne mehr. Heute ist er Jndustrie-Agrarstaat, und zwar ist die Industrie, d. h. das Stoff veredelnde Gewerbe, die wichtigste Erwerbsquelle der Bevölkerung.

Vergleichen wir mit unseren berufsstatistischen Zahlen, die gänzlich einwandsfrei sind, die wirtschaftspolitische Kräfteverteilung des Landes und den politischen Einfluß der einzelnen Berufsllassen, so werden mir am besten die Zusammensetzung der Zweiten hessischen Kammer ins Auge fassen können. Die Kammer ist ja erst kürzlich durch Wahlen erneuert worden, und der 34. Landtag hat soeben seine Tätigkeit begonnen. Aas die Zusammensetzung der Zweiten Kammer im allgemeinen anbetrifft, so steht eines ohne weiteres fest: Sie hat sich genau im umgekehrten Ver­hältnis verändert, wie die berufliche Gliederung der hessi­schen Volkswirtschaft. In demselben Umfange nämlich, wie die Landwirtschaft an Bedeutung abnahm, nahm deren Ein­fluß im Parlamente zu. Hand in Hand mit dieser wirt­schaftspolitischen Verschiebung ging ein anderer Vorgang, der vielfach nicht genug beachtet wird. Diejenigen Kate­gorien nämlich von Volksvertretern, denen man nach ihrer ganzen sozialen Stellung eine mehr neutrale, vermittelnde und uninteressierte Haltung zutrauen sollte, das gebildete Beamtentum im weitesten Sinne des Wortes, trat im poli­tischen und parlamentarischen Leben immer mehr zurück. Die Zweite Kammer hat heutzutage in ihrer Mitte nur noch zwei Staatsbeamte, die noch im vorigen Landtage fraktionslos nxiren, jetzt aber Fraktionen mit ausgesprochen oder gemäßigt agrarischer Grundstimmung beigetreten sind. Die sonst vorhandenen akademisch gebildeten Abgeordneten sind mit zwei Ausnahmen Rechtsanwälte. Einer Von ihnen, dem Zentrum angehörend, war es wenigstens noch vor einigen Jahren. Jetzt ist er Bürgermeister der Stadt Bensheim. Der einzige Vertreter der Kammer, der Staats­verwaltungsbeamter mit juristischer Vorbildung war, ist gleichzeitig Präsident der Landwirtschafts kämm er. Ein ehemaliger, ebenfalls nationalliberaler, Landwirt hat gleich­falls akademische Vorbildung und ist gegenwärtig Direftor der Zentralgenossenschaft der hessischen landwirtschaftlichen Konsumvereine. Diese beiden Abgeordneten können un­bedenklich der landwirtschaftlichen Interessenvertretung un­mittelbar zugezählt werden. Die nationalliberale Partei, die stärkste von allen, hat zurzeit 20 Mitglieder. Von diesen 20 gehören 8 ohne weiteres der Landwirtschaft an, 2 weitere sind Brauereibesitzer, einer Weinhändler, und auch der Bürgermeister von Lauterbach und der Altbürger­meister von Lampertheim können weder der Industrie noch dem Handel zugezählt werden, wenigstens gehören sie beide gleichzeitig dem Bunde der Landwirte an. In der na­tionalliberalen Fraktion sind also wenigstens 13 Von 20 Mitgliedern agrarisch, wenn auch nicht demagogisch-bünd- lerisch, gerichtet. Dazu kommen 3 Rechtsanwälte von Darmstadt bzw. Mainz, der zweite Bürgermeister von Darmstadt, ein Techniker (Geheimer Regierungsrat Noack) und zwei Fabrikanten (Auler und Reinhart). Der eine der letzteren vertritt die Zigarren-, der andere die Lederbranche. Diese beiden Herren sind int ganzen Par­lamente die einzigen Vertreter der hessischen Großindustrie. Der Großhandel ist gar nicht vertreten, der übrige Handel nur durch Weinhändler und einen bauernbündlerischen Kaufmann.

Die zweitgrößte Fraktion ist die des Bauernbundes mit 12 Mitgliedern und 2 extremen Mitläufern (Bähr und Köhler . Diese 14 Herren vertreten ausnahmslos die ent­schieden agrarische Richtung. Die Zentrums Partei hat 8 Mitglieder, darunter 4 Juristen, 2 Weinhändler, 1 ehe­maliger Zeitungsverleger und 1 früherer Elementarschul- lehrer (jetzt Stadtrechner). Wie überall nimmt die Zen- trumsfraktion auch in Hessen insofern eine Sonderstellung ein, als sie mehr politisch als wirtschaftspolitisch tätig ist. Aber zahlreiche Abstimmungen der letzten Jahre beweisen, daß in der Fraktion die agrarische Tendenz überwiegt,

und wiederholl hat die Partei gerade in wirtschaftspoli­tischen Dingen mit dem Bauernbünde geschlossen gestimmt. Die landwirtschaftliche Interessenvertretung verfügt also iv, der Zweiten Kammer über eine unbedingt zuverlässige Mehr» heit von 36 Stimmen. Vermittelnd tätig ist eine Minder heit in der nationalliberaten Fraktion von 7 Mitgliedern, Die bürgerliche Linke besitzt nur 3 Vertreter, darunter 2 Rechtsanwälte und einen Duchdruckereibesitzer. Die So­zialdemokratie, 5 Mitglieder, verfügt über einen Juristen und 4 ehemalige Lohnarbeiter. Antiagrarisch sind also in der Zweiten Kammer 8 Abgeordnete, vermittelnd 7, der Rest stellt sich auf den Standpunkt der politisch organisierten und dominierenden Bauernschaft. Mit anderen Worten: Industrie und Handel, oder, was dasselbe ist, die bürger­lichen Interessen des städtischen Gewerbefleißes lverden im hessischen Parlament nur notdürftig repräsentiert, obgleich auf sie nach der Berufszählung die Mehrheit der Ab­geordneten entfallen müßte. Scheidet man den bürget* lichen und kirchlichen Dienst, also das Beamtentum int weitesten Sinne des Wortes, und außerdem die Berufslosen aus der Berufsvertretung aus, so mußten nach der wirk­lichen Berufsgliederung auf die landwirtschaftlichen In­teressen nur 16 Abgeordnete, auf Industrie, Handel und Verkehr dagegen 34 entfallen. Das tatsächliche Verhältnis ist gerade umgekehrt. Quod erat demonstrandum 1

OsUtnchs Tagcsßchatt.

Der Kaiser und die lommaubirtnben Generale.

Beim Reni ahrsempsang der tonunandierenden Generäle sollte der Kaiser nach den ersten Meldungen auch die Veröffentlichung des Interviews imDaily Telegraph" erwähnt haben. Diese Angabe ist, wie dreNordd. Allg. Zig." hervorhebt, unrichtig. Das offiziöse Blatt schreibt: ,,Jft der ersten Veröffentliamng über die Besprechung des Kaisers mit den kommandierenden Generälen hatte dasBerliner: Tageblatt" berichtet. Am Schlüsse dieses militärischen Vor­trages spielte der Kaiser, wie wir hören, mit einigen Worten auf die. Vorgänge au, die sich im Anschluß an die Veröffent­lichung desDaily Telegraph" Jrllervrews ereignetem llntcä Hinweis auf die imReichs-Anzeiger" und von uns ver^. offen Nichte Erklärung sind wir ermächtigt, sestzustellen, daßs der Kaiser in feiner Besprechung mit den Ge-* ne raten die Vorgänge nach dem Erscheinet des Daily -- Tel egr a p h" --Artikels mit keinems Wort berührt h a t." Hoffentlich kommt mit dieser; Richtigstellung die ganze Angelegenheit zur Ruhe.

Ter Vicrbund in Meifiua.

Bezeichnend für die deutschfeindliche Stimmung gerotffer Kreise in Italien ist ein Leitartikel, den der Neapeler ,Ma­rino" unter dem TitelDer Vierbund in Messina* veröffent­licht. In diesem taktlosen Artikel wird in die Betrachtungen des Erdbebenunheils die Politik gemischt, indem unter dem Hinweis auf die Hilfeleistung der französischen, englischen und russischen Schiffe erklärt wird, vor dem zerstörten Messina ser der neue Vierbund zwischen Italien und den genannten Mächten tatsächlich abgeschlossen worden. Es wird Oester-, reich vorgeworsen, daß es nicht auch ein Geschwader zur; Hilfe gesandt habe, und man vergißt völlig, daß in Catania' eine Wiener Hilfsabtcilung eifrig an der 'Arbeit ist, und daß, deutsche Kriegs- und Handelsschiffe vör Messina kräftig Hilfe geleistet haben. Der Artikel schließt mit einem boshaften, Hinweis auf die Neujahrsansprache des deutschen Kaisers, die' von einem Kriegsplan Deutschlands und Oesterreichs gegen die vier anderen Großmächte gehandelt hätte. Kann von Italien solche politische Taktlosigkeit noch übertroffen werden, in einem Augenblicke, wo von Deutschland au§ reiche Unter- stützungen nach Italien abgegangen sind.

Aus StirSL und Land.

Gießen, 12. Januar 1909.

" Ans d em Militär-Wochenblatt, v. Rosen­berg, Oberst a. D., zuletzt Koimnandeur des Jnf.-Negts.' Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess. Nr. 116), der Charakter als General-Major verliehen.

* * Ländta gSersatzwahl im Wahlkreis Beerfeldein Nachdem Oberamtsrichter Winzer in Wald-Michelbach ebenfalls die Kandidatur abgelehnt hat, einigten sich die Wahlmanner auf Lehrer Lang in Beerfelden.

* Aus dem Reichstags Wahlkreis »Bingen« Alze y. Dr. Becke r- Sprendlingen hat die ihm angetragene nationallibcrale Kandidatur nur unter der Bedingung an­genommen, daß er auch vom Zentrum unterstützt wird.

Ernannt wurden der Amtsgerichtsdicner bei dem Amtsgericht Alsfeld Martin Will zum Amtsgerichtsdiener bei dem Amtsgericht Lampertheim und der Gefangemvärter am Haftlokal in Höchst Friedr. Becker zum Amtsgerichts- diener bei dem Amtsgericht Alsfeld.

* * Stadttheater. Außer dem mit Spannung er­warteten Gastspiel Albert Bafsermanns am 19. Januar stehen verschiedene Werte von literarischem Interesse in Vor­bereitung. Für Kaisers. Geburtstag ist die erste Aufführung von .Wallensteins Tod^ geplant. Dann folgen Hnmper- dinkSKönigskinderft August Dintecs originelle elsässische KomödieDie Schmuggler" und ein Gastspiel beS hiev ja bekannten Münchener Hofichaufpielers Alois W 0 hlmu ft das Malier esGeizigen*, Goethe'sBürgergeneral^ und, Kruse's »Standhafte Lwbe" bringen wird. Ein besonderer Interesse dürfte auch ein von Direktor Steingoetter geplante^