Mittwoch 11. August 1909
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urt das gerührt hat. Ich ersehe daraus, daß die 300 Jahre richt dorübergegangen sind, ohne die Zugehörigkeit meiner anen aus diesem Teile unseres Vaterlandes mit ritinem Hause fest zusammengefügt zu haben, so fest, daß
■)«mb auf die hiesigen Lande und auf die clevischen legen mßte, war gewissermaßen ein Werk der Vorsehung, welches um ersten Male das Haus Brandenburg darauf hinwies, ia§ feine Aufgaben nicht nur östlich der Elbe, sondern tinrfeit5 bis an den Rhein lagen. (Bravorufe.) Und dieser 'chritt, den mein Haus damals getan hat, hat dazu geführt, :<4 mit Gottes Hilfe trotz vieler schwerer Kämpfe Preußens Ämgsthron und schließlich der Kaiserthron hat wieder auf. gerichtet werden können. ^Bravorufe.) So wollen wir am e-ttigen Tage dankend aller derer gedenken, die vor uns :«hingegangen sind und an dem Werke mitgearbeitet haben mb nicht zum geringsten dankend gedenken Kaiser Wil- e-Ims des Großen und seines siegreichen Heeres (Bravo- nafe), in dem so viele Markaner haben mitfechten können Nmifenbe Bravorufe), um so die Kaiserkrone und die 'Lüserwürde aus dem Rheine wieder emporzuheben. Möge irttes Segen über diesen schönen Ländern ruhen und möge H3 mir vergönnt sein, auch ferner in Frieden zu regieren anb dem Lande dadurch zu ermöglichen, in Frieden zu eien und zu schaffen. Das ist mein Gebet. Ich trinke aus
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Münster, namens der Mitarbeiter, und endlich ein Festbuch von Ravensberg durch Regierungsrat Dr. Kruse-Mirrden. Es folgte darauf der Vorbeimarsch der Ehrenlompagnie. Die Majestäten zogen sodann noch zahlreiche Anwesende ins Gespräch, so der Kaiser den Generalleutnant Sixt von Arnim und den Bischof Schneider-Paderborn. Hierauf überreichte Kommerzienrat Funke aus Hagen das schon erwähnte Ehrengeschenk der märkischen Kleineisenindustrie, das die Inschrift trägt: „Märkische Arbeit, 300 Jahre feuererprobt unter Preußens Aar/' Inzwischen trugen ein Po- sauncnchor die „Wacht am Rhein" und Sänger ,Lützows wilde verwegene Jagd" und das „Westfalenlied" vor. Um 4 Uhr besttegen die Majestäten unter erneuten brausenden Hochrufen das Automobil zur Fahrt nach Schwerte, wo sie den Hofzug zur Reise nach Wilhelmshöhe bestiegen. Die Ankunft in Wilhelmshöhe erfolgte 7 Uhr 15 Min.
Dem „Reichsanzeiger" zufolge verlieh der König anläßlich der Feier der 300jährigen Zugehörigkeit der Grafschaft Mark zur preußischen Monarchie dem Kammerberrn Major a. D. Alexander Karl August Dodo Moritz Freiherrn zu Jnnhausen und Knyphausen von Bodelschwingh-Pletten- berg zu Haus Bodelschwingh die gräfliche Würde unter der Namensform: „Freiherr zu Jnnhausen und Knyphausen, Graf von Bodelschwingh-Plettenberg".
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Aus Stadt und Land.
Gießen, 11. Augnst 1909.
Erntezeit.
Die Erntezeit hat wieder begonnen, wenn auch etwas später als in früheren Jahren. Allenthalben (iuf dem Lande sind während dieser Zeit die Schulen geschlossen: die sich häufende Erntearbeit macht alle Arbeitskräfte mobil. Auch die Kinder müssen mithelfen, und wenn sie nur die Ueberwachung der kleinen Geschwister übernehmen. Mit welcher Sorge hat doch der Bauer im vergangenen Frühjahr in die Zukunft geschaut, als bei der überdies schon mangelnden Winterfeuchtigkeit die Trockenheit weiter anhielt und ein großer Futtermangel einsetzte. Der langersehnte Regen kam endlich herbei, und wie haben sich die Sommerfrüchte samt den Hackfrüchten noch so schön entwickelt! Wenn uns der Himmel vor schlimmen Wettern behütet, die all die frohen Hoffnungen wieder zerstören können, dann wird es dem Bauer in diesem Jahre beschieden sein, eine reiche Ernte einzutun, die ihm als Lohn für seine 'Mühe und seinen Fleiß wohl zu gönnen ist.
** B o m G r o ß h. H o f. Der Großherzog und die Großherzogin trafen am Montag vormittag 10 Uhr in Begleitung der Oberhofmeisterin und des Flügeladjutanten v. Schröder aus Hemmelmark in Darmstadt ein und nahmen im Schloß Wohnung. Ter Erbgroßherzog und Prinz Ludwig verbleiben noch einige Zeit in Hemmelmark Am Tienstag morgen 8 Uhr begaben sich n. d. „Darmsr. Ztg." die Herrschaften, begleitet von der Ehrendame Freiiu von Bellersheim und dem Flügeladjutanten Freiherrn v. Massenbach im Auto nach Banreuth.
*♦ Hoff unter. Se. Kgl. Hoh. der Groß Herzog haben den Hofjunkec Dr. Erwin Freihercn o. Heyl zu Herrnsheim, preußischer LegationSsekretär in Dresden, zum Kammecjunker ernannt.
•* Doktor-Ingenieur. Nach einer neuerdings er- (offenen Zusatz-Bestimmung zur Promotions-Ordnung für die Etteilung der Würde eines Doktor-Jngenieurs durch bie Großh. Technische Hochschule gilt dec dort geforderte Ausweis als erbracht von Bewerbern, die statt der Diplomprüfung an einer deutschen Technischen Hochschule die Regierungsbaumeistec- Prüfung bei einer deutschen staatlichen Prüfungskommission oder die zweite Staatsprüfung an einer österreichischen Hochschule mit deutscher Unterrichtssprache oder die Diplompcilsung an der eidgenössischen polytechnischen Schule in Zürich bestanden haben.
•• Ernannt wurde der Gefangenwärter am Landes- zuchthaus Marienschloß Gg. Lang zum Gefangenaufseher.
•• Hessisch e Unterbeamte. Im Laufe dieses Monats werden die Vorstände der verschiedenen Vereinigungen von Unierbeamten, die im Großherzogtum bestehen, zusammen- kommen, um über den Zusammenschluß aller hessischen Unterbeamten zu beraten. Sämtliche Vereinigungen sind damit einverstanden. Der Zweck des Zusammenschlusses ist vor allem Besserung der finanziellen Lage der Unterbeamten, die seit 1898 keine Gehaltserhöhung erhalten haben, trotzdem die Lebensmittel- und Wohnungspreise überall gestiegen sind. ,
•• Leuchtmittelsteuer, lieber den Umfang, in dem die am 1. Oktober bei Konsumenten vorhandenen Vorräte an Beleuchtungsmitteln der Nachsteuer unterworfen sind, herrscht in weiten Kreisen die irrige Vorstellung, als ob die zu ge- werblichen oder zu öffentlichen Verwaltungszwecken beschafften Vorräte von der Nachsteuer frei blieben. Demgegenüber sei betont, daß die Befreiungsvorschrist deS § 39 Abs. 2 des LeuchtmittelsteuergesetzeS vom 15. Juli dS. Js. sich nur auf die dem eigenen Haushalt des Besitzers, also zu privaten Haushaltungszwecken, dienenden BeleuchtungSmittel bezieht, eine weitergehende Befreiung von der Nachsteuer, insbesondere in dem vorerwähnten Sinne, demnach nicht stattfindet.
♦* Hebet das Ergebnis der Versetzungen in den höheren Knabenschulen Hessens gibt die amtliche Statistik zum erstenmal Auskunft für den Ostertermin 1909. In der untersten Klasse, der Sexta, wurde jeder zehnte Schüler nicht versetzt. In der Quinta blieben schon 13 Proz. der Schüler sitzen und in der Untertertia erreichte der Prozentsatz der Nichtversetzten mit 17 den Höhepunkt, um dann wieder von der Obertertia an zu fallen und zwar bis auf 9 in der Lbersekunda. Tagegen mußten in der Unterprima 13 PrrH. der Schüler wieder zurückgehalten werden. Vorstehende Zahlen sind sehr lehrreich und gestatten einen wichtigen Einblick in den Betrieb der höheren Schulew Diese stellen an die Anfänger naturgemäß keine atlzugroßen Anforderungen. Immerhin müssen 10 Proz. der Sextaner mit einem unbefriedigenoen Ergebnis das erste Schuljahr beschließen. Mit zunehmendem Alter steigen auch die an
Das Kaiferpaar auf hoheiyqburg. _
Gestern früh war das Kaiserpaar von De Steeg in > stolland abgereist, um einer großartigen Feier auf der «)l)<msyburg bei Dortmund beizuwohnen. Auf der Station rettet a. d. Ruht, wo das Kaiserpaat um 2 Uhr mittags iittaf, wurde es von dem Oberpräsidenten von West- '(en, Frhrn. v. d. Recke, empfangen. Das Kaiserpaat ttaf -ch einet Fahrt durch Herdecke, wo es das Kriegerdenkmal .iichttgt hatte, um 2 Uhr 45 Min. unter Glockengeläute, ./lerschüssen und Hurrarufen von einer nach vielen Tau- • iben zählenden Menschenmenge, die sich auf dem ganzen -fftwege fortgesetzt hatten, auf der Hohensyburg ein. Sofort In »gen viele hundert Brieftauben auf, um die Nachricht □n der Ankunft der Majestäten in die Lande zu tragen, te Vertreter des Festausschusses mit dem LandtatHart- Pi-mn an der Spitze begrüßten die Majestäten am Eingang ,.z Festplatzes. Ehrenjungfvauen überreichten Blumen und
Ehrenkonrpagnie vom Infanterieregiment Frhr. v. Sparr ■ Westfälisches) Nr. 16 erwies die Honneurs. Die Maje- ifiten begaben sich in das Prunzelt, das dem Riesenbau
Denkmals harmonisch vorgesügt ist und nahmen daselbst atz. 800 Posaunenbläser trugen den Choral „Vater kröne mit Segen!" und 1100 Sänger Beethovens Hymne „Die mmet rühmen des Ewigen Ehre!" vor.
Hierauf richtete Oberbürgermeister Dr. Schmieding- .»rtmund namens der Grafschaft Mark an die Majestäten re Bitte, die von den angesehenen Männern der ehemaligen Grafschaft im Einvernehmen mit den Gemeindevertretungen !id den staatlichen Behörden zu Füßen der alten Witte- SitibbuTfl und des Denkmals des großen Kaisers heran aftete Jubelfeier allergnädigst entgegenzunehmen als Akt bet Dankbarkeit gegen das Herrscherhaus und als Betätigung iinb Befestigung der Treue, sowie als Kundgebung des Ulkens, and) in aller Zukunft festzuhalten an dem ange- nmmten Hause Hohenzollern. Seit im Juni 1609 ein Iriindenbutgischet Prinz die Hand gelegt habe auf die <Äraf- laft Mark, weise diese dank der schützenden Fürsorge ihrer londesherren eine stetig fortschreitende, auf vielen Gebieten ^adezu glänzende Entwicklung auf. Der Redner schloß mit dem Gelöbnis unwandelbarer Treue und Anhänglichkeit ett Den Kaiser und das kaiserliche .Haus. Namens der rafschaft Ravensberg sprach Landrat Graf v. Korff-Schmi- ffrtg den tiefgefühlten Dank für das reiche Glück aus, daß bie Grafschaft aus der Vereinigung mit der Krone mit ireußen und Brandenburg verwachsen sei und erneuerte bet Schwur unentwegter Treue, welchen die damaligen bertreter des Enden-Ravensberger Landes am 30. No- r.-mbet 1609 dem Kurfürsten Johann Sigismund geleistet btiien. Nachdem sodann Oberbürgermeister Schmieding dem ■ difer einen Ehrentrunk bargeboten hatte,
hielt der Kaiser folgende Rede:
„Namens Ihrer Majestät der Kaiserin und in meinem f'-amen spreche ich den Markanern, den Minden-Ravensberg itib allen, die hierher gekommen sind, um heute die 300jähr. Zugehörigkeit zur Krone zu feiern, den herzlichsten, innigsten, iLigefühltesten Dank aus. Tiefergrisfen von dem spon- :tuen Ausbruch der Begeisterung der Bevölkerung bitte ch alle Anwesenden, Dolmetsch zu sein davon, w'ie tief
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die Regierung um bie Erlaubnis ersucht, mit den spanischen Truppen kämpfen zu dürfen.
Die Z a r e n f a m i l i e ist gestern nachmttkag von der Aus- landsreise nach Peterbof zurückgekehrt. Die Zeitung Rictsch meldet, Ende Auaust solle der Sultan in der sttim und zwar in Livadra zum Besuch des Zaren eintreffen. Jswolskp und Stolypin würden dabei auweseiid sein.
China und Japan. Auf bie Mitteilung Chinas, betreffend ben Umbau der Antung-Mukdeit-Bahn, wonach (Slnna in den Vorschlag ein willigt, daß diese Linie auf die Normalspnr gebracht werde, hat jetzt Japan in seiner Antwort den Wunsch aus- gedrückt, daß bezüglich der anderen strittigen Punkte die Verhandlungen in Mukden wieder ausgenommen werden möchten. In Peking greift eine günstigere Beurteilung der Lage Platz.
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Sebastian meldet, hat König Alfons in Madrio bet der Inspizierung eines nach Melilla abgehenden XDuiarenregiments intt- getefft öaB General Marina am nächsten Lamslag die Offensive erareifen werde. Er verfuge aegenwartig über 32 500 Mann. Mehrere deutsche und englische OffizrQe haben
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boü Wohl der Mark."
Der Kaiser ttank unter allgemeinen Hurrarufen.
Nach der Kaiserrede brachte Oberbürgermeister Schmie bhg ein Hoch auf den Kaiser aus. Die Musik spielte die ^rcttionalhymne. Nachdem der Kaiser den Oberbürgermeister Zchmieding und den Grafen Korff begrüßt hatte, machten ' bi« Majestäten einen Rundgang um das Denkmal. Der weitere Denkmalsvorplatz war von weißgekleideten jungen Demen und den Fahnendeputationen der Krieger- und Vete- rctenüereine besetzt. Aus der Hand des Superintendenten Wnig-Witten nahm der Kaiser eine Adresse von den ........ .
Bfctrrern und Kirchenältesten der Grafschaft 9)iarf entgegen; Offensive ermeisen werde Hiemer eine Festschrift der Mark von Professor Meister ins32500 Mmm. Mehrere deut
politifebe Tagessci^au.
Deutsche und Tschechen.
Im Wiener Bezirk Simmering sanden sich am Montag zu einem Ausflüge eine große Anzahl Tschechen und Deutsche ein, welche verschiedene Gasthäuser bezogen. Dazwischen wurden 500 Polneileute ausgestellt. Nach einer Rede des Abgeordneten Malik ivollten die Deutschen den Polizeikordon durchbrechen und die Tichechen vertreiben. Malik veranstaltete einen Umzug. Die Deutschen verhinderten den Straßenbahnverkehr, gingen auf bie Polizei los, die Ordnung schaffen wollte, bewarfen sie mit allerhand Gegenständen und verletzten den Polizeimeister. Als die Polizei eine Attacke unternahm, stürzten zahlreiche Perionen zu Boden und lamen unter die Pferde. Ein Liebespaar, das in einem Straßenbahnwagen tschechisch sprach, wurde von den xeut- schen angegriffen. Das Riädchen wurde aus dem Wagen geworfen, der Mann verprügelt. Für nächsten Sonntag planen die Tschechen wieder einen Ausflug Ein Landtagsabgeordneter Ivandte sich telegraphisch an das Ministerium und den Statthalter mit der Bitte, der Ausflug möge verboten werden, da die hochgradige Erregung der deutschen Bevölkerung arge Zusammenstöße befürchten lasse. ______________________
Deutsches Reich.
Der Kaiser wird m diesem Jahre dem Herbsd-Manöv<.'r der Flotte vom 30. August bis 8. September beiwohnen. Zum ersten Male wird die verbstübungsslotte aus vier Geschwadern bestehen. Die Herbst-Manöver sollen in der i>Lordsee stattsinden. Der Kaiser trifft am 19. August, vormittags 8 llhr, zur Truppenschau aus dem großen Sande ein. Auch der Großherzog und die Großherzogin von Hessen treffen am Tage vorher dort ein.
Einer der temperamentvollsten Abgeordneten der sächsischen Konservativen Land- tagsfraktion, der einen ländlichen Landkreis vertretende Abgeordnete Hübner-, ist jetzt gleichfalls wegen der Reichssinanzresorm aus bet Fraktion und Pattei ausgetreten und hat dies einer öffentlichen Erklärung ausgesprochen.
Der frühere Präsident des O r an j e f r e i st a a t e s Stein ist zum Kurgebrauch in Bad Oeynhausen emgetroffen.
Huldigungsfahrt zum Fürsten Bülow. Tie durch die Presse verbreitete Nachricht, daß am Sonntag eine Huldigungs- sahrt zum Fürsten v. Bülow nach Norderney stattgefunden habe, ist unzutteffend. Es war eine Vergnügungsfahrt, die von den vereinigten Reederei eit veranstaltet war. Es findet aber am nächsten Sonntag eine Huldigungssahrt statt.
V v l k s s ch u l l e h r e r - L e s 0 l d u n g. Zu den über die Ausführung des neuen Volksschullehrer-Besolbungsgefetzes laut,gewordenen Klagen, bemerkt die „Nordd. Allg. Ztg.", daß über die Pflicht der Lehrer zur Rückzahlung der ihnen im Jahre 1908 aus der Staatskasse für Rechnung der Schulverbände gezahlten einmaligen Zulagen von 150 Mk. ein Zweifel nicht bestehen kann. Sowett aber die Anordnung ergangen sein sollte, daß Zulagen am 1. Oktober 1909 vom Gehalt der Lehrer in Abzug zu bringen find, so liegt dabei die Voraussetzung zu Grunde, daß die Lehrer am 1. Oktober die erhöhten Gehaltssätze ausgezahlt erhalten. Tie Wiederernziehung der Zulagen soll durch Auftech- nung gegen die nach der neuen Besoldungsordnung zustehende Gehaltsforderung erfolgen. Die Befürchtung der Lehrer, daß ihnen am 1. Oktober 1909 ein geringere^ Gehalt gezahlt werden könnte, als ihnen nach der bisherigen Besoldungsordnung zustand, ist hiernach nicht begründet. Die einmalige Zulage von 150 Mk. erhielten nur diejenigen Lehrer, welche damals 1200 Mk. und weniger Grundgehalt hatten. Da das jetzige Mindestgrundgchalt 1400 Mk. beträgt, kann irgend eine Schädigung der Lehrer nicht m Frage tonrmen.
Ausland.
Gegen den Zarenbesuch wird jetzt in Italien Stimmung gemacht. Der allgemeine Arbeüsbund richtete an die Ar- beitskammer und Verbände Italiens die Frage, ob sie für einen Generalstreik als Protest gegen die Ankunft des Zaren seien und ob sic eventuell die Durmmhrung dieses Stteiks garantieren würden. Die Ancwott ist bis zum 15. August zu geben.
König Eduard reifte gestern nachmittag nach Marien- vad ab.
Neues dänisches Kabinett. Ter König betraute das Mitglied des Landstings, Grafen Frijs, Führer der Freikonfer- vattven, mit der Neubüdüng des Kabinetts
Spanien. Wie der Ser übten tatter des ,,Temvs" aus Lan
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