e n Getreides.
Im Transit eur-
es Getreide gelangte von 1906 zur
seine volle Schuldigkeit.
i. V.
Schumanr geschoben.
geschaffen.
Erleichterung durch Nachlas des Eingaugszolles für eine der Ausfuhr ent sprechen, de Menge des zur Mühle $c- brachten ausländischen Getreides. ?' ~
Frl. Agnes Leydhectcr, zum frischen Tenor des Herrn Richard Fischer und dein wohltvnendeu Bariton des Herrn Heß van der Wyk, aber es fehlt mitunter doch noch viel an einer vollendeten organischen Verschmelzung dieser Stimmen;. man hörte dort immer wieder die Verschiedenheit der Jndividualitit und der Auffassung heraus.
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geführtes auslän , , _ w
Wiederausfuhr im Naturzustände mit Zollentlastung allerdings nur auf Grund des Nachweises, daß die vom Transit
lager ausgeführte Menge ganz identisch mit der eingeführten ist. Für die Mehlaussuhr bedurfte es aber des Identitätsnachweisen nicht (S. 12 der 1891 von der Straßburger Warenbörse herausgegebenen „Wirkung der Getreidezölle"). Die über die Ausfuhr gewährten Scheine, die zur zollsreien Einfuhr der ent«
politische Lagesschau.
Neue Demonstrationen in Prag.
Auf dem Graben in Prag fand sich gestern vormittag' 10 Uhr eine zahlreiche tschechisch^ Menge cm, die auf beiden
Gieszener Aorrzertvereru, iv.
Berliner Bokal-Quartett.
Der dmtfch-?chWeizerische MehlkonM.
Schon seit Monaten hört man von dem Mehlzwist zwischen Teutschland und der Schweiz, und neuerdings wollen die ichweize- rischen Müller sogar eine Boykottbewegung gegen das Deutsche Reich e.inleiten. Ta wird es wohl angebracht sein, einige nähere Mitteilungen über die eigentlichen Ursachen dieses Konflikts zu bringen. Das Reichsgesey vom 23. Juni 1882 gewährt den Inhabern von Mühlen für die Ausfuhr ihrer Erzeugnisse eine
tejeaen und macht belebten Vortrage von Frl. Leßmann fiel die Passivität Aben abqelauswt der beiden anderen auf. Oder war sie gar absichtlich und unsäglich gewollt? In Brahms „Wechsellied zum Tanz" kam diese
he. Preis Leuv al. Anläßlich des dritten otolo- g i f ch e n Kongresses hat der Baron de L e u v a I ein Kapital von 3000 Franks gestiftet, dessen vierjährige Interessen (400 Franks) atS Preis einer in den letzten Jahren erschienenen Arbeit auf den» Gebiete der Anatomie, Physiologie oder Pathologie des Gehör» Organs durch die in Bordeaux ernannte Jury zuerkannt wird. Di» 'Arbeiten sind bis Ende Februar 1909 an den Vorsitzenden der Jury, Hosrat Professor Dr. A. Politzer in Wien, Gonzaga- gaffe 19, einzusenden.
— Die Wiederkehr deS Halleyschen Kometen. Tie Astronomen der ganzen Welt erwarten mit Spannung das Wiederauilauchen des HaUeyschen Kometen, der schon m vergangenen Zeilen das ledhasleste Jnlereffe der Astronomen erregt hat. In der letzten Sitzung der britischen astronomischen Gefell- jchafl hat Tr. David Smart die Ergebnisse feiner exakten Berech nungen über die Bahn des Kometen bekannt gemacht. Nach feinen Angaben wird der Komet nicht, wie man bisher angenommen hatte, am 28. Mai durch sein Perihel gehen, sondern bereits am 16. April den geringsten Abstand von der Sonne erreichen. A->- tiefem Tage wird die Entfernung von der Erde rund löC Millionen Kilometer betragen. Ueberhaupt wird der Weg, den bei Komet am Himmel zurucklegt, anders sein, als man erwartet hat, und für Beobachter auf der nördlichen ErdhäUte ungünstiger, denn in seiner Erdnähe wird er südlich von der Sonne vorbeigehen, nicht, wie man aimahm, nördlich. Der Schweif ist natürlich auch südwärts gerichtet und bei Tage wird er oberhalb des Horizontes stehen. Am 14. Mai wird er eine Stunde vor der Sonne auf- gehen und an diesem Tage wird eine Beobachtung besonders interessant sein. Auf seiner ostwärts gerichteten Bahn nähert er sich vier Tage später der Erde bis aus eine Entfernung von 20 Mil- lionen Kilometer; der Schweif wird während der Erdnähe im südlichen Teil der Zwillinge zu sehen sein. Natürlich treffen all diese Angaben nur zu, wenn keine unerwarteten Bahnstörungen eintrelen.
— Kleine Chronik aus hi n n ft und Wissenschaft. Tie belgische Akademie der schönen Künste ernannte den Ho'kapellmeister GeneralmusikdirektorTr. Richard Strauß zum Mitglied.— Am 18. Jan. tritt in Paris eüi Kong reß zusammen, um für den 9*3 ieher anf bau Messinas zu werben.
sangsnumrnern willig Beifall. — Die Aufführung war im allgemeinen gut, nur hätte sie ein etwas flotteres Tempo' haben können. Im Mittelpunkt stund Kronert, der mit) schlagendem Humor, Keckheit und Gewandheit fick aus jeder, schwierigen Lage herauszuwinden wußte. Frisch und be^ weglich war Lore Scholz als Larfußtänzerin, die ihre Gesangsnummern angenehm zum Vortrag brachte. SS)orte Maifarth und Jo Hoven waren in ihren Rollen liebenswürdig und freundlich. El. Roden verkörperte mit Geschick den Kabarettsleiter; W. Völker und E. Pauly charakterisierten den niederen und höheren Beamten gut durch Spiel und Maske. R. Goll als Baron Krestowsky. Marie Lau ter mann als geriebenes Dienstmädchen und die Vertreter der übrigen Rollen waren mehr oder weniger gut dem Gesamtspiel angepaßt.
Das Orchester unter H. Wemacks sicherer Leitung to*
bei der niemand verletzt worden ist, erwiderte das Feuer und traf anscheinend einen Anareifer. Man hat es hei diesen Zusammen.-- stößnr offenbar mit ben unter dem Protektorate des serbischen Kronprinzen stehenden Banden zu tun. Die in Belgrad ioeifcitben Bondenführen wurden vorgestern vom Kronprinzen Georg empfangen, dem sie einen Aufruf zur -Organisation ihrer Banden überreichten. Der Kroirprinz- spendete 1000 Franks für die Zwecke der Bandenorganisation und versprach sich beim Kriegsministzer dafür einfetzen zu wollen, daß die Banbenmi kg lieber, die bisher noch teilte Waffen besitzen, sie so bald als müglich erhalten. Diesem Treiben wird Oesterreich schwerlich lange ruhig zusehen können. Aus Belgrad wird übrigens der „Neuen Freien Presse" telegraphiert, daß Minister M ilowanow itsch in der S ku pt- schi na dafür zur Verantwortung gezogen werden soll, daß er in der Erklärung, die er dem österreichlsax-ungarischen Ge^ sandten Grafen Forgach gab, die von den Parteiführern in der Skuptfcbina geübte Kritik an inneren Angelegenheiten Oesterreich- lingarns mißbilligte. Milovanowitsch wirb gezwungen, in dec Skuptschina eine tsriLörung hierüber abzugebcn. die ihm voraus- sichtlich fein Portefeuille kostet, wenn er nickst schon vorher daraus verzichtet. Die Serben treiben, wie ans allem ersichtlich, bewhußt dem Kriege mit Oesterreich entgegen.
Nicht nnintereifani ist es, angesichts her kriegerischen Stimmung der Serben
Das Verhalten Englands
zu betrachten. Die cngiisa?e Preise hat in oen letzten Tagen schon eine recht drohende Sprache nach Wien gerichtet. Viel erörtert wird gegenwärtig die Frage, ob König Eduard jetzt wirklich Konstantinopel bejuchen wirb. Der Gvoßwesic erklärte einigen Diplomaten die ihn befragten, daß er von einer Reise Königs Eduards nach Konstantinopel nichts Wisse. Während auch „Tanin" konstatiert, daß die von der „Agence Foumier" verbreitere Meldung von bem Besuche des Königs Eduard in Konstantinopel noch unbestätigt fei, erklärt „Beni Gazetta" aus authentischer Quelle, daß itmiig Eduard hierher kommt und den Wunsch geäußert habe, daß man, da cs sich um eine Privatreise handle, von einem Empfange absehe. Das Blatt hebt die Bedeutung des Besuchs hervor und sagt, die Ottomanen, werden natürlich den Wunsch des Königs beachten. Trotzdem loerbe der einfache Ernv- fang alles in der Welt Tagewesene übersteigen.
sprechenden Menge berechtigen, sind eine Ausfuhr-Erleicht terüng, aber keine Ausfuhrprämie. Letztere Wäre sie nur bei Nichterreichung derjenigen Menge, die der Ausfuhr entspricht. Solche beruht auf einer fortlausenden, den Mühlen oft Uftigtu, nicht bloß rechnerischen, sondern auch tedmifdjen Nachprüfung aller einzelnen Mehlergebnisse, deren Tätigkeit von kaufmännischen Vertretern, wie Dom Obermeister su bescheinigen ist, im Zusammen^ hange mit der Gesamtheit des Betriebes und der Buchführung. E r ft k l a s s i g e s Baclmehl ist nun das Ergebnis der ersten 30 Proz. des Mahlganges; zur Gewinnung solchen MchleS sind 6/10 mehr Weizen nötig, also 160 Kgr., deshalb lautet der Aus-^ suhrschem nicht bloß auf 5.50 Mk. (Einfuhrzoll für 100 Kgr., Weizen), sondern auf weitere 3.30 Mk. (ober 6/:q au» 5.50 SKL)J im ganzen also 8.80 Mk. Die schweizer Müller erkennen aber als „der Ausfuhr entspreck)ende Menge" nur 133 Kgr.. also zu 5.50 Mk. nur noch Vx Zuschlag = 1.83 Mk. an, oder im ganzen nur 7.33 Mk. Deutschland führte 1908 höchstens 10000 Tonnen Backmehl nach der Schweiz aus (1907 nur 7000 Tonnen). Es handelt sich aifo um rund jährlich 147 000 Mk. (8.80 — 7.33 — 1.47). Durch das Schiedsgericht wird die Richtigkeit der deutschen Berechnungsart unschwer festgestellt werben; hiernach ermäßigt sich die Zollerleichterung jetzt (für die ersten' 70 Proz. (== 135,7 Kgr.) auf 7.46 Mk., für die ersten 75 Proz. (= 133,3 Kgr.) auf 7.33 ML, für die ersten 30—70 Prozent (= 117,5 Kgr.) auf 6.46 Mk., für die ersten 70—75 Proz. (— 100 Kgr.) auf 5.50 Mk... Also erübrigt biß Schweiz, wenn jie die deutsche Mehlausfuhr ausfchließen will, nur die Einführung! desGetreibemonopols.fie kann jedoch nicht mit S-idyet-» heil daraus rechnen, hierdurch eine Ermäßigung des Getreide- prmses bleibend zu erreichen. Billiger als über den Rhein bezieht sie den Weizen aus Frankreich, Italien oder Oesterreich nur, wenn die dortigen Bahnen ihre Fracht unter den Selbstkosten-- preis ermäßigen, wie Ungarn behufs der Mehlausfuhr aus Budapest über Fiume. Im Jahre 1906 bezog die Schweiz Kilotonnen: Roggen 5, Weizen 33, Hafer 28, Gerste 5, Malz 2, Hülsenfrüchte 1 aus deutschen Erzeugnissen, ferner über Deutschlano Roggen 1, Hafer 57, Weizen 133. Dem Boykott der schweizer Müller schließen sich die Konsumenten vorerst wol?t taunt an? Merkwürdig bleibt es immerhin, daß eine sir kleine Gruppe von Interessenten, wie bie schweizerischen Müller, nicht davor zurückschreckt, aus der an sich, wie bte obigen Zahlen lehren > recht geringfügigen Sache, eine Haupt- und Staatsaktion ziy machen, die die Allgemeinheit nur unnötig in Mitleidenschaft zieht.,
Wie und übrigens noch telegraphisch gemeldet wird, hat bad Aktionskomitee für den Betreibe- unb Mehlbovkott gegen Deutschland, bestehend aus zehn Müllern und iünf Getreidehändlern aut 9. Januar eine konstituierende Sitzung abgehallen. Nachdem die enbgiüige Fassung eines LoykottvertrageS vereinbart war, würbe ein aus fünf Mitgliebern bestehender Ausschuß.zur Vorberatung der lausenden Geschäfte gewählt. Ten „Züricher Nachrichten* zufolge werden in den Müllerkreisen Schritte getan, um die sofortige Einberufung einer außerorbentlichen Session der Sunbedoeriamm* lung zu veran lassen. Mehrere einflußreiche Mitglieder der Bundesversammlung sollen bereits ihre Zustimmung gegeben haben.
Nr. 8 Erstes Blatt ISS.Jahrgang Montag 11. Jannar 1 SOS
Der Siebener Anzeiger __
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tüt die Redaktion 112, IXS? Wir Berantwortlich
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Annahme von Anzeige« 1 Ä I f n. Land" und »Gerichts-
b» ->°rinu°Z'iü"üh" Kotaticnsbrud unb Verlag ber VrMschen Univ.-Vuch- unb Steinbruderci H. fange. Bebattion, Lxpebitian nnb Vruckerel: Schulftratze 7.
Im gestrigen Ko uz er i. bommierte Prahms, und seine
U Zigenuerlieder bildeten aewisiermaßen den Höhepunkt ,, , t , „ . , . .■._> -
dieses interessanten Wends Eine heiße, schwüle Glut weht Neben dem dramatisch gesterger.en Gesänge Fischers einem aus diesen wilden Liebesliedern entgegen ""d nr^rht belebten Vortrage von Frl. Leßmann ftel bte das Atmen schwer. Aber echt und dem erscheint einem jede Note dieser teils t t -■
schwermütigen, teils ausgelassen luftiaeit und tollen Verschtedenhetr dcs ^rnperaments und des ^ortrags der Weisen. Es sind nutsikallsche Aphorismen und bilden künstlerischen Sbrrkung allerornAs vortre.f.rch zu statten, )ooaß doch ein einheitliches Ganze. Wie wunderbar hat Brahms, *>ie chts fturmychem Applaus erfolgte Wiederholung bet den der Nordläiroer, hier der sonnendurchglühten südlicheren Zuhörern wohl allgemein dankbar empfunden wurde. Rach Wirklichkeit die innerste Stimmung abgelauscht, um sie in so dem reichen Beifall zu urteilen, der den Sangern gestern vollendeter Weise in Tönen weiterkltng-m zu lassen. Der zuteil wurde, war das Mbliknm sehr b-sried.gt Bon dem ganze Reichtum an Gefühlsinnigkeit des Komponisten ist über Gehörten. . . a, u. , , .. _ .
diese Lieder ausgebreitet, und man kennt Brahms eigentlich Die mißerordentlich schwierige Klavierbegleitung wurde noch gar nicht, solange mmi diese Lieder nicht kennt. In von Herrn Professor Gustav Zenner aus Marburg aus-- seinen anderen Liedern überwiegt häusig die Reflexion und geführt. e n-
läßt die tiefere Stimmung, die auch in ihnen liegt, nicht so leicht zur Geltung kommen. Bon diesen anderen Liedern ©tCßCtlCV
läßt es sich darum vielleicht auch mit einigem Rechte sagen, Bis früh um fünfe.
daß ihre Schönheit erobert sein will. Je öfter man sie Schwank mit Gesang von 5. Kren und L Lipp sch itz. zu hören Gelegenheit hat^ um so besser geht einem ihr Musik von P. Linke.
wahrer Wert auf. Neben Schumann, der im gestrigen Pro- Kabarett „Zum Wolkenfetzen" herrscht reges Leben,
gramm mit 4 Duetten für Sopran und Tenor vertreten ^er artistische Leiter, »eimdal, ist in voller Tätigkeit, seine war, ist Brahms gewissermaße.-r schwere Kost. Es ist daher tiärtc __ echte Großstabttypen — burch Witze und Vorträge unter Umständen nicht galcz unbedenllich, beide Komponisten in Stimmung" zu bringen und wird hierin von einer feschen auf ein Programm zu setzen, wenn man die Einheitlichkeit Barfußtänzerin Marja Mariani aufs eifrigste unterstützt, der Stimmung nicht zerreißen will. Mau hatte das wohl $rau Zollinspektor Lori Klingmann, die zur Feier des Dienst- auch bei der Zusammenstellu ig des gestrigen Programms iub^äums ihres Vaters, des Sekretärs Gottlieb Zangen- empftinden und die Zigeuneriieder ganz, richtig zwychen berg in Berlin anwesend ist, führt ihre Schtoefter in das Schumann und die anderen Braymsschen Lieder hinein- Kabarett, das frühere Stammlokal ihres Mannes. Heimdal, noYAnkev Es war damit em sehr glücklicher Nebergang Jugendgeuebter, verliebt sich nun unverzüglich in ihre .... . Schwester Eva. Kurz nach deren Weggang erfcijeint Kling-
Von den. übrißeii Numnieril des Programms ntteressierte mann selbst, begrüßt feine alten Freunde und sitzt bald ge- vor allem Arnold Mendelssohns altdeutsches Weihnachts- mütlich mit der Barsußtänzerin bei einer Flasche Sekt, wird lieb, „Joseph, Lieber Joseph mein" durch ihre fein abge- aber dabei von feinem Vorgesetzten, dem Regierungsrat tönte Wiedergabe. Musikalisch reizvoll war Meister Leo Bröblle, überrascht, dem er die Barfußtaiizerin als feine Haßlers „Gagliarda", sicherlich eine der besten Darbietun- Frau vorstellt. Als es schon auf Fünfe geht, gerät er mit gen des Abends. dem Lebemanne Baron Krestowsky, Einern Schmuggler und
Mit großen Envartunaeu hatte mau hier in Gießen Geliebten^der Barsiißtän^rin, in Streit, den ein herbei- bem Konzert des Berliner BvLal-Quartetts enigegengeseyen, eilender Schutzmann schlichtet.
obgleich man bisher eigentl'ch noch nicht biei von seinen Sämtliche Personen treffen sich am andern Tage im Leistungen gehört hatte. Niir der 92ame Eva Leßmann, der S)au)e bezw. Garten des Sekretärs Zangenberg und nun Tochter des als Attlsikschriststeller und Komponisten wohl- beginnt eine Kette von gewollten und ungewollten Ver- bekannten Redatteurs der Allgemeinen Musikzeitung, und Wechselungen und Mißverftändnisfen, in die nach und nach Schülerin von Etelle Gersters, schien dafür zu bürgen, daß alle hineingezogen werden, )o daß .eme unglaubliche Ver- man auch diesmal Gutes zu hören bekommen würde. Dieje wirrung entsteht,, die sich am Schlüsse selditveritandlich in Erwartung ist nicht getauscht worden. Der sympathische, Wohlgesallen auflöst. Wortspiele, Verdrehungen, Witze, zarte, reine, sorgfältig geschulte Sopran von Frl. Eva etwas (Satire unb totale Anspielungen sind überall einge- Leßmann fügte sich vckrtresslich zum weichen Alt des streut und das Publikum spendete desonders nach den Ge-
Die Dattankrisis.
Der erste Schritt zur Verstän-igung.
Die türllschen Beivamssestlichkeiteu find au gelaufen unb alsbald haben auch die S&rOanMungen zwischen Oesterveich-Ungarn und dec Pforte wieder begonnen; wie es scheint mit den besten Aussichten. Ter österretchischmugarische Botschafter Marigras Pallavicmi bat auf Grund neuer Weisungen ans Wien Kiamil Pascha folgende Vorschläge gemacht: Oesterreich-Ungarn hält feine Vorschläge Ixtr. den Abschluß eines ^ndelsvertrages aufrecht, worin es von vornherein seine Zustimmung zur Erhöhung der türkischen Zolle von 11 auf 15 Prozent und auf Einführung gewisser Monopole erteilt. Unter Berücksichtigung des roicberfyjit geäußerten Wunsches der Türkei dd Entgelt für bie Zedierung ihrer Svu- veränitotsrechte auf Bosnien eine finanzielle ßiiwcnöimg zu erbringen, uomnil die österreichischenngarnck«: Regierung diesem Wun- jchc in der Weise entgegen, daß sie sich bereit erklärt, der türkischen yicöicmng als Ersatz für die in 'Bosnien unb der Herzegowiner gelegenen eheumligen türkischen Staatsgüter einen Betrag von "21/3 Millionen türkischen Pfund anzubieten.^ dkachdem cs aber nicht ganz klar ist, ob es sich um ottvmauisches Staatseigentum handelt oder um Eigentum der beiden Provinzen, knüpft die österreichifch- nngarijche SLegierung ihr Anerbieten an die Bedingung, daß biqe juristische J-rage in authentischer Weise, eventuell durch einen Schiedsspruch, festgestelLt werbe. Zu diesen. Vorschlägen schreibt nun das Wiener Frembenütatt: Durch die neuen Instruktionen, bie der Österreichiesch-mngarrsche Botschafter in Konstantinopel er- hielt, ist einem msck-en, befriedigenden Verlause der Verhanölmigen ber ^ürfei eine günstigere Aussicht eröffnet^ als sie bisher üe- liariben hat. Unser gegenwärtiges ÄuerbietLN an die Türkei, ihr sür ihre ehemalige Staatsgüter in Bosnien 2'-/? Ntillionen türkische Pfund zu zahlen, bietet der Türkei den Vvtteil, daß sie ohne eine für sie ungünstige Verrechnung von FordLrungen unb Gegen- Mrderimgen eine beftunmte Summe erhält. Heber die Höhe üiefer Summe ist allerdings jede weitere DiSlussion ausgeschlosieu. Es ist zu ertoarten, daß die türkische Regierung dieses für ihr Interesse so günstige Angebot annimmt, und daß oie Verhandlungen in Kon- sLanlinopel das von beiden Seiten gewünschte Ziel erreiche. Der „Pester Lloyd" schreibt mit Bezug auf das Anerbieten Ocfter- reich-Ungarns, ber Pforte 21.- Millionen türkische Pfunde als CrllschcLrgung für bie ehemaligen Staatsgüter in Bosnien zu zahlen: Ocsterteich-Ungarn ist hiermit bei feinem äußersten Angebot angetcmgt. Man wird im eignen Lande dem Min.ster des Aeußern sicherlich Dor.uerfen, er fei zu nachgiebig gewesen. Er hofft jedoch, durch diesen Beweis äußersten Entgegenkommens, die Nkternatwnale Konstellation günstig zu beeinslussen.
In Konstantinopel soll ter österreichische Vorschlag einen günstigen Eindruck hervorgernsen haben. Der Grvßwesir yat das Ängebvt hem Ministerrate unterbreitet und vc, sprachen, dieser Tage eine Antwort zu erteilen, worauf dann die weiteren Unter hMck-lungen. auf ber Basis bei: Vorschläge beginnen werden.
Neue Schwierigkeiten
Nerurjacht tagtäglich See eien. Wie aus Srebereitica gemeldet wird, feuerten vor einigen Tagen serbische Zolllvächtcr auf bosnische Bauem, die im Walde ooerhcckb Powvicko Polje am linken Drina-Uicr Holz sammelten. Van den. Bauern wurde niemand verletzt, da jie gleich nach dem ersten Schuß hinter den Bäumen Deckung fHülfen. Wie aus Srebrenici ferner gemeldet wird, ist eine Gendarmeriepatrouille ant Mltvooch auf der Straße Brutunac- 'Fakrodio vom serbischen Ufer ans beschossen worden. DiePatrouille,


