Ausgabe 
10.9.1909 Erstes Blatt
 
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wie Spatzen herabholen wird, ist verfrüht.

und Gürtlerwarenfabrikant Karl Moller von Offenbach,

der sreis. Partei angehörtc.

Kronprinzessin von

den Dozenten stattfinden.

Versuchen, daß gewöhnliche Schrapnelle nur ein sehr mittet mäßiges Resultat haben können Ebenso ist es mit Kettenkugeln: denn diese haben eine zu rmregclmäßige Fluglinie. Ein besserer Erfolg wurde mit Mitrailleusen u 300 Kugeln erzielt. Aber selbst wenn der Ballon davon getroffen wird, braucht der Erfolg kein ganzer zu sein. Ein von 16 Kugeln durchbohrter Ballon brauclüe nicht weniger als 20 Minuten, um sich langsam zur Erde herab- zusenken (einige der Oeffnungen schlossen sich von selbst wieder, so daß in diesen Fällen das Gas nur ganz langsam entwich. Da durch ist es den Insassen des Luftschiffes, zumal wenn es sich m größerem Abstand von der verfolgenden Artillerie befindet, unter Umständen ermöglicht, zu cnttonrmcn und die in der Höhe ge­machten Beobachtungen doch noch zu verwerten. Nicht weni<ier unsicher ist die Anwendung von Brandgeschossen: die Verbrennung der in den Zündern enthaltenen Stoffe verändert fortwährend das Eravitations^ntrum des Geschosses, wodurch der Schuß un

Gießener Wetterdienst.

Voraussichtliche Witterung für Hessen am Samstag dem

11. September: Kerne wesentliche Aenderung.

Friedrichshafen, 10. Sept.Z. III" wird nicht ttor 1 Uhr heute nacht abfahren. Gras Zeppelin selbst wird an der Fahrt nach Frankfurt nickt teilnchmen; die Führung des Luft­schiffe« hat Oberingenicur Dürr. Die von Frankfurt aus m das rheinisch-westfälische Industriegebiet geplante Reise soll über den Westerwald und durch das Lennetal nach Lüdenicheio und von da nach Düsseldorf als Endpunkt gehen.

Wien, 10. Sept. Tie Aussichten der deutsch-tsche­chischen Verständigungsaktion haben sich gebessert. Frhr v Biencrth empfing gestern vormittag als letzten Teutich- böhmischen Vergelt, der den Ansichten der übrigen Deutschböhmen beitrat Nachmittags unterhandele Bienerth mit den tschechischen Agrariern, die zurzeit die maßgebendste tschechische Gruppe btlden.

Saloniki, 10. Sept. Nach von Kreta eingettoffenen alarmierenden Nachrichten haben dort Mißhandlungen der Mohammedaner stattgcfunden. Tie jnngtürkischen Kreise sind hierüber sehr beunruhigt. Auch in M a z c d o n i e n nimmt neuer­dings die Erregung der Bevölkerung zu. Man fordert von der Regierung ein energisches Vorgehen und schleunige Lösung der Kretafrage.

Märkte.

ss Marburg, 9. Cem. Ter heutige Schweinemarkt brachte ein sehr starkes Geschäft. Man bezahlte für 46 Wochen alte Ferkel 3545 Alk., für 35 Monat alte Läufer 100 bis 150 Mk. und für größere Ware 180220 Mk. das Paar, ic nach Größe und Qualität.

Ic. Frankfurt a. TL, 10. Sept. Heu- und Strohmarkt. Anqefahren waren 4 Wagen Heu und 5 Wagen Stroh. Bezahlt wurde für Heu Mk. 4.80-0.00, Stroh Mk. 2.60-2.80. Alles je 50 Kg. Tie Zufuhr kam aus Oberhessen und dem Kreise Dieburg. Geschäft langsam. u

le. Wiesbaden, 9. Sept. Heu- und ^>troh markt. Angefahren waren 15 Wagen mit Heu und Stroh. Man notierte: öen, neues, 9.60-10.60 Alk., Stroh (Richtstroh), neues, 5.60 bis 6.20 Mk. Alles für 100 Kilo.

09 Frachtbriefe °?

Ervnberg, 10. Sept. Tie L .... ....» . ,,... - - - Griechenland ist heute vormittag mit den Prinzen Georg und Christoph nach München ab gereist, wo sie mit ihrem Gemahl Zusammentreffen wird.

mit Firmeneindruck * Sehr billig

BrühMe Onivers.-Drnckerei

_

OrrginaL-Drahtmel-nngen.

Peary und Cook.

Der Streit zwischen Peary und Cook nimmt immer üblere Formen an:

New York, 10. Sept. Der Sekretär des amerika­nischen arktischen Klubs, Osborne, erklärte, sobald Peary in Newyork eingetroffen sein werde, werde er, Osborne, sowie Bradley und andere Persönlichkeiten unter Eid Erklärungen abgeben, welche im Zusammenhänge mit erwiesenen Tat- sachen stehen und wonach der Beweis erbracht wird, daß Peary der größte Maulheld in deck Bereinig­ten Staaten sei. Ich besitze, so sagte Osborne, eidlich begutachtete Erklärungen, aus welchen hervorgehet, daß i:eary die Koffer des Dr. Cook geöffnet hat und daraus die Berichte und Aufzeichnungen des Forschers an sich genom­men und gelesen hat, daß er ferner einen Brief an die Katrin des Dr. Cook geöffnet und diesen dann wieder ver- iegelt und abgesandt hat.

Bu Hamara aus dem Käfig entlasien.

London, 10. Sept.Daily Mail" meldet aus Tanger, daß infolge des Protestes des französischen und englischen lve- schäftsträgers gegen die grausame Behandlung des Bu Hamara der Sultan befahl, den gestürzten Prätendenten aus seinem Käfige zu entlassen und ihn nicht mehr dem Volke zur Schau zu stellen. Bu Hamara wird aber in seinem neuen Ge­fängnis auf das sttengste bewacht.

Eigentlich war es doch furchtbar ulkig!

Denken Sie sich ein kleines Gasthaus. Die Gaststube von durchnäßten, hustenden, erkälteten Menschen überfüllt. Da hast einer eine Schachtel Fays ächte Sodener Mineral- Bastillen aus dem Rucksack, dann noch einer, dann cm am derer, und schließlich saß die ganze Gesellschaft da und lutschte Pastillen. Und was soll ich Ihnen sagen: auch nicht einer hat Nachteil von der Erkältung gehabt, und das danken sie doch mir den Sodenern, die eben zu den notwendigen Neiiereauifiten gebären. Fays ächte Sodener kauft man für 85 Psg. in jeder Apotheke, Drogerie und Mineralwasser- Handlung.

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^Haushaltung^ I Bürgermeister Mec» I ur die Kurse zur fe, I !°nJrau Geheim» I W Prospektes! Een uwgeltil etter. HerrGg.^I 1 des dortigen SoooJ HL20-. 3uni 1903 ^1 WOb eine Weitere fei « und der AuM erhalten hat, Hai J chr den Kaufmann ^1 wettet Herrn Gu-q Spange zur Restaiirl nzialaussänisjül vormittags 9 Uhr, xl iteiguung von Qielitil g Reichelstzt« )cieder-Mockstal» *x zu Orleshausi» ) am Freitag, 1. t i m* eröffnet werden, tzige, in jeder Beziehe »15. Sept, aus, roo®

i' iicbrid) Lenz von hier besuchte am Montag den Niddaer ' iarft und kehrte abends nicht heim. Gestern fand man j -me Mütze an einem Strauche am Ufer der Nidda hängen, i. <utc morgen wurde seine £ eiche aus der Nidda g er , mdct. Wahrscheinlich ist er auf dem Heimwege, der ihn n;er die Niddab rücke fiihren mußte, ,fehlgegangen, in den just gestürzt und ertrunken. Selbstmord ist ausgeschlossen, war Veteran von 1870/71.

R. B. Darmstadt, 9. Sept. Der deutsche Kron- L-nnfr wird morgen 7.43 mit dem fahrplanmäßigen ©dynefLH 'n Irier eintreffen, um ein von der Prothos-Automobil- !'Sell schuft in Berlin erworbenes Automobil in Empfang i nehmen. Der Kronprinz wird mit dem neuen präch^ cen Fahrzeug sich von hier aus nach Karlsruhe be­t' Ken. Die Stadtverordneten werden am nächsten <mstag die Wahl eines juristischen Beigeord- L (ten an Stelle des zum 1. Bürgermeister gewählten Dr. .Iässing vollziehen. Für diesen Posten haben sich im mzen 38 Bewerber gemeldet und zwar zumeist jüngere L'sische Verwaltungsbeamte. Der für die Wahl ernannte Londe rausschuß wird dem Bernehmen nach die Wahl des reisamtmannS Müller in Heppenheim in Vorschlag k,cingen, der früher hier als Ministerialsekretär tätig war; L ist ein Sohn des früheren Ministerialrats Müller.

Offenbach, 8. Sept. Nach siebenjährigen Verhand-

llnngen ist der Vergleich endgültig abgeschlossen worden,

onad) der Fürst von Isenburg in Birstein gegen Mung von 11000 Mk. an die lateinische Schulkasse und Lwo Mk. an die Cl>arlottenstiftung in Birstein auf sein an- fockstcnes Präsentationsrecht über die hiesigen . oltsschulen verzichtet. Es dreht sich gegenwärtig Lm rund 200 Stellen. Bei dem raschen Wachstum Offep- bichs wäre bald das dritte und vierte Hundert erreicht | > ordert. Dem Fürsten stehen nun noch 27 Präsentationen teer Schul stellen zu, und zwar 5 in Sprendlingen, 4 in |llt5erxul), 3 in Münster, 2 in Geinsheim und Wen i n g s I iidb sc eine in Bürgel, Dreieichcnhain, Gelnhaar, Götzen- -.rin, Bindsachsen, BöS-Gesäß, Hitzkirchen, ^urgb rächt, Kefenrod und Neu-Isenburg.

Aus dem Kreis Offenbach, 8. Sept. Mit der lIerpreiserhöhung beschäftigte sich n. d.Frkf. Z." kipe Anzahl von Versammlungen in Orten des Kreises. In t-Iu-I sc n bürg wurde beschlossen, auch zu dem bis- .nigen Preise fein Bier zu trinken; in Klein-Auheim i sichten die Vertreter aller namhaften Vereine den Beschluß, Ibem Bierlonjum ganzlia) einzustellen; in Urberach einigte Iran sich' dal)in, den Bier- und Schnavsgenuß möglichst , nzuscyränken und Bier zu erhöhtem Preise unter leinen | Imsländen zu trinken. In Mühlheim a. M. wurde ebenfalls Ix'schlossen, den Bier- und Branntweingenuß einzustellen.

Worms, 9. Sept. Der Gast wir t e v e r b a n d von I Kterms und Umgegend hat, um einen Bierkrieg zu vcr- lineiöcn, lediglich einen Aufschlag von 2 Pfg. für das I j Literglas eingeführt. Der Preis von 15 Pfg. für 5/J0 und »2 Pfg. für 4 .. bleibt somit hinter dem Ätusschankpreis der I'Zachbarstädte zurück. , , , ,

Wiesbaden, 9. Sept. Die städtische Verwaltung hat Mich davon überzeugt, daß die Einführung der Kur-s |iai;c das beste Mittel ist, den wenig günstigen Finanzen bei: ©tabt ohne weitere Belastung der Bürgerschaft aufzu- llritfcn. Es ist bereits eine Kommission eingesetzt, die mit Ibtei Vorarbeiten für die demnächst zu erwartende Vorlage lrychäftigt ist. Für die etwa 200 000 Fremden, die wir hier I alirlich haben, dürste diese Nachricht von großem Interesse Kein. Gelangt die Taxe zur Einführung, so ist nur noch I-<Len-Baden ohne Taxe.

** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Einartshausen feierte gestern der I parfwn irrte Gräflich Solms Rödel heim'sche Förster Ka p s seinen 9§ Geburtstag. An den Folgen eines <-chiagansalles starb in

regulierbar wird.

Vor allem aus diesem Grunde sind bei der Verfolgumr der oft nur einen Punkt im 'Jixnrm darstellenden Aeroplane Brandt geschosse und Schrapnells überhaupt nichts zu verwenden. Ibtes nun das Zielen betrifft, so erlaubt die Sckmelligkeit der Fort­bewegung des Zieles leine zwei Bevbachttuigspunkte und man ziett somit hier mehr oder minder aus gut Glück. Tie Verfolgung mid damit daS Herunterholen des Luftfahrzeuges wird weiter er schwort durch den schwierigen Transport der Geschütze. Man hat hierzu besonders geeignete Automobile erfirnben und hergestellt, aber da diese selbst sehr schwer sind (wozu iwch die Last des darauf ruhenden Eteschützes Eonunt), kann die Gcschwtndigkeit der verfolgenden Artillerie unmöglich eine größere fein als 20 Kilo­meter in der Stunde. Tie doppelte mindestens hat aber unter einigermaßen günstigen Bedingungen ein Luftschiff, ein Aeroplm sogar die drei- bis vierfache. ist also nach dem(Unguteer kaum anzunehmcn, daß die verfolgende Artillerie den Luftfahr­zeugen ohne weiteres den Garaus bereiten wird und tenes stolze i Wort derTimes", daß gegebenenfalls eine Handvoll Artilleristen in aller Gemütsruhe die ansckpvirrenden Ballons und Aeroplane

besetzt"---- m ,

* Eine Dinosaurier mu mie. Von den Lebewesen ver­gangener Erdevochen kennt man bis jetzt fast nur Skelette und SkÄcttreste, deren Anblick dem tnndigen .Zoologen meistens aller­dings genügt, um die Gestalt des lebendem Tieres m aller Leck Hastigkeit vor dem griffigen und mit Hilfe geschickter Zeichner auck dem leiblichen Auge erstehen zu lassen, schwieriger, ist es, sich von der Hautbefchassenheit und Behaarung jener We,en em -utreffrudes Bild zu machen. Hinsichtlich der großen Zauner oder Nieseneidechsen der Vorzeit ist die Natur uns zu «il,e ge­kommen, indem sie im Iurasandstein des Maates L.-»ommg die Mumie eines sechs Meter langen Dinosauriers ausbewahrt hat. ^ie Rieseneideckfe ist ivahttcheinlich auf einem sandigen Platze verendet wo ihr Leichnain, dem Sannenbraiide ausgesetzt, zu einer natürlichen Mumie ziisamnienfckrnmvfte, die dann spater durch darüber gespülte Sandmassen abgeschlo^en und erhalten wuroe. Tie das Skelett fast ganz umgebende Haut ist bernahe so dumi wie Mensckenhant und zeigt unregelmäßige, aus kalergrotzen Flecken zusammengesetzte Streifen. Jeder die,er flecken begeht aus einer Rrt Mosaik von vieleckigen Platten, und untereinander nnd.ne durch zahllose flcmcre Platten verbunden, so datz die Dinosaurier haut gänzlich verschieden von der Körperbedeckung irgend emes anderen Tieres erscheint.

Kleine Tageschronik.

Wie ans Berlin gemeldet wird, ist im Bier kriege am gestrigen Tonnerstag die Entscheidung trnhin gefallen, daß dtc Brauereibefitzer und Direktoren die dem Vereine der Bierbrauer Berlins und Umgegend angeboren, beschloßeii haben, infolge her Biersteuer vom 1. Oktober ab einen Aufschlag von 2 Mark 50 Pfg. pro Hektoliter zu erheben.

Der seit feiner Geburt gelahmte S ch a ch m e i st e r A r no l d Schottländer, der Sieger im Hauptturnier m rZ-rankmrt am Main im Jahre 1878, ist nach einer Meldung aus Breslau an einem Schlaganfalle im 55. Lebensjahre ge torben

InRotterdamistam 7. d. Mts. ein C h o l e r a kr a n k e r aestorben Seitdem find weder neue Krankhetts- noch Todes­fälle vorgekominen. Neun an Cholera erkrankte Personen, deren Befinden gut ist, befinden sich noch m den Baracken: alle übrigen auf ihren Gesundheitszustand hin beobachteten Pmonen wurden e^u y'o rfer Bankier Edward Adams wurde in Anerkennung der Verdienste um die deiitichen Interessen der Krone norden zweiter Klaffe verliehen.

In Newyork ist am gestrigen Donnerstag der ameri­kanisch e E i s en b a h n k ö n i g Edwa r d H ar r im a u» ga­ff o r b e n Er war bekanntlich schon seit längerer Zeit schwer krank. Harriman ist ein Selfmademan. !Fm wirüchaftlichen Leben ivar Harriman eine ausschlaggebende Persönlichkeit, das, von ichn ge­schaffene und beherrschte .Bahnnetz erstteckt sich auf etwa 30 000 1 KUometcr.,

UniVersitäts-Nachrichten.

I _ Bürgerkundc an den preußischen U n i t> er - fitäten Im kommenden Winter wird, so lesen mir UN B. T., hi» vreußifcke Univeisitätsverwaltung an sämtlichen Universitäten 11 ibramträte für Staats und W i r t s ch a s t s l e li r e unter leionderer 'Kerücksickligung der Verhältnisse in Teutichlaick nnd Lreußen erteilen. Diese Vorlesungen über Burg er künde, w man sie im allgemeinen nennt, werden zum erstenmal in

Vorlesungsverzeichnissen der Unckm,.taten für das Sommer- -emefter 1910 enthalten fein. Tie Vorlefungen sind nicht für! Zlirislen gedacht, überhaupt nickt für Studierende, die eine ab- ckließendc juristische oder volkswirtschaftliche Ausbildung "streben, oadern für alle gebildeten Kreise, die beruflich mit ttatsbürgerlichen und sozialen Fragen in Berührung kommen, nie Geistlick' Aertte nnd vor allem Lehrer, bereit auf gäbe es fr Qn höheren Mittel- und Fortbildungsschulen Burgerkunde v Zusammenhang mu dem tociibi6t»nnterrid)t

>bcr auch als besonderes Lehrfach zu lehren. Die ^.ehrauftragc ; roerben zum Teil an Iiiristen, zum ^ an Nationalokonomen erteilt werden. Dabei ist vorgesehen, batz

Vorlesungen über Bürgerknnde auch Geb et d^s ^ozialreckts mb der Sozialpolitik behandelt wird. UeberdrnUmWng des Lckjfes der in den Vorlesungen zu beruckstchtigen ist, toirben Lift noch Beratungen zwischen der Umversitatsverwaltung und

Lrdbeden-beodachtung.

verschiedenen deutschen Städten wurde ein fernes Erd­beben feftgeftellt. Was die Gntfcminig anlangt, so sttmmen die folgenden Meldungen ziemlich überein:

Darmstadt, 9. Sept. In der seismischen Station Darm- stadt-Iugenl)eim wurde gestern nachmittag ein fernes Erd­beben beobachtet. Ter Anfang war nachmittags 6 Uhr 1 Mtn. 38 Sek. Der .Herd ist etwa 8600 Kilometer entfernt. Er liegt m nördlicher Richtung, wahrscheinlich in Ostafien (Japans.

Straßburg i. E., 9. Sept. Die Instrumente der Kaiserl. H a u p t st a t i o n für Erdbebenforschung registrierten am b. September ein Beben, dessen Herd von Straßburg etwa 900 Km. entfernt liegt.

yfan Schmidt und Lberamtsrichter Da bl (Schlitz) -ledergewäblt, als Ersatzmänner Pfarrer Türck (Frischborn lEi) Bürgermeister Rod einer (Angersbach). Nach einem ferat von Pfarrer Sch ä fe r (Hartershausen), ob die Ver- i,. nmß des Buß- und Bettages erstrebenswert sei, oder nickst, «nte die Synode mit dem Gesang des Liedes:Ach bleib Ljt deiner Gnade" geschlossen.

X K ohden,9. Sept. Ter 60 Iuhre alte, unverheiratete

vermischter.

* Gräfin Lonyay als Patentinhaberin. In die Reihe der Fürstlichkeiten, die sich ihre Erfindungen paten­tieren lassen, ist jetzt auch die ehemalige österreichische Kron­prinzessin, die jetzige Gräfin Stephanie Lonyay, eingetreten. Sie erhielt, wie die PragerBohemia" erfahren haben will, das österreichische Patent auf eine Vorrichtung zur Warm Haltung von Speisen. Hoffentlich hat die Gräfin nach berühmten Mustern nicht das Pech, daß ihr Patent nachträglich von anderen Erfitrdern angefochten wird.

* Am Telephon in Tanga oderGanz mie bei uns". Die Verbindungen auf unseren deutsch-ostafrikanischen Fernsprechämtern werden meist durch farbige Angestellte ansgesührt, notabene, nicht durch Damen. DieUfambaxa Post" gibt ein kleines Stimmungsbild von einer solchen Verbindung: Ein Geschäfts-Bureau llingelt an: Kltngkling, klingtling. Vom Amt: Keine Antwort. Gesch.-Bureau > Mngkling, llinglling, llingkling. Vom Amt:Hier Amt". Gesch. Bureau:Bitte Usambara-Magazin". Amt: Bittä rufenn". Gesch.-Bureau ruft: stlingkling, lling- I(ing. Antwort:Hier Betriebsleitung der Usambaro- Bahn, wer dort?" Gesch.-Bureau:Falsch verbunden Schluß". Gesch.-Bureau (nack> fünf Minuten,: Klinglling, tliugiling. Amt:Sprächenn Sie noch?" Gesch.-Bureau: Falsch verbunden bitte Usambara-M agaztn." Amt:Ndio, bittä rufenn." Gesch.-Bureau: Klingkltng, llingkling. (Inzwischen hört man int Telephon die verschie denen Stimmen betannter Tangaer Herren, u. aj:Wir können Ihnen unmöglich das Holz billiger liefern" oder Na, wie gehts denn? Ausgescylasen?"Tanke, leib» xyuvun-v^.1, ----- . I lidi"Kommen Sie heute abend zum Skat zu mir?"

ätebeint n. d B. int Alter von 53 Jahren der Stadtverordnete anderes mehr.) Antwort:Hier Usambara-Post." 013 " Gesch.-Bureau:Ium Donnerwetter. Entschuldigen Sie, bin

wieder falsch verbunden. Bitte abllingeln." Vom Amt: Sprächen Sie noch?" Gesch.-Bureau:Zum Teuf^ ja, mimi natakaUsambara-M agazi n." Ämt:Bttta

Lustschifsahrt.

Berlin, 9. Sept. Orville Wright unternahm heute nachmittag bei anfangs günstigem, später starker und bmg wer- dmdem Wncke z w e i A u f st i e g e , deren erster 13 Minuten^und l d-ren zweiter 8 Minuten währte. Beim ersten ,vlug imhm njw ?eauptmann Hildebrandt als Pchsagier nrit fid). un 5 '

j Flug tonnte er. infolge des kräftigen Gegenwindes nicht vom start bmmeu, ohne das Zuggew-ickt zu benutzen. Der eflleger hielt sch wegen der ungleichmäßigen Wetterlage bestäickig in lehr nu xigat Höhen. _ .

Die Verfolgung der Luftfahrzeuge.

Sowohl die sranzösischeii wie die dimtlch?nManov^^o ^eu diesmal von lenkbaren Luftschiffen begleitet Fn^Oteaen-

die vor allem in England berechtigtes Aufsehen erregt. ^m k sstz zu der vorherrsä-enden Auffassung, datz fonwhs-. fl .^lalich ^leroplane zu Kriegszwecken deshalb nicht vck.komm Q^9eKn inen, weil jeder beliebige Kanonier dm emenivie de Eime weiteres durch einen wohlgezielten Schutz berunte '

femmt nun die englisck)e ZeitjckriftEngineer auf e' ^bntbei- praktischer Versuche zu der bestimmtgausgefprmhenen jniä, das; die Luftfahrzeuge der künftigen Krl^ uur w tot k2(rtiUcrie zu befürchten haben werben. Er ergab s'ck

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Handel.

Köln, 9. Seot. Wie der .Köln. Ztq/ aus Paris gemeldet wird, wird in Rio de Janeiro eine 1 ranzösis che Gef e11- cf, a f t mit 50 Millionen Franken Aktienkapital zur Errichtung von Eisengießereien gegründet.

Gepärkverzollung in Amerika. Neuerdings ram­men wieder lebhafte Klagen über Zollbelästigungkii von Reiseiiden in amerikanifchen Häfen. Mit Bezug biexonf ist cs von Interesse, zu crfabrvn, was das neue amerikanische a r i f g c 1 e tz über die Behandlung des Passagier g c p ä ck s ooridiretbt. Wie bic Irtitralstelle für Vorbereitung von HandeIsvertragen fchrcckt, hat das amerikanische Sckwtz^mt in einem Erlasse soeben daraus aufmerksam gemacht, daß zwei ivrfckiedcne Formulrnc für die von den Passagieren zu unterzeicknenden IolldeklaratIonen vor­gesehen sind. Tas eine bezieht sich auf die sogenanntentwii* rqitcniS", d. h. auf Personen, die entw.teer banemb im Auslande wohnen oder sich mindestens 2 Jahre lang im Auslände aufijvlullten haben. Das zweite Formular bezieht sich auf die sogenannten rrsidents", d. b. aus Amerikaner, die vorübergehend uick zwar weniger als 2 Jahre im Auslande gelebt haben. Tie letzteren dürfen ausländische Artikel im Werte bis zu 100 Tollar zollfrei einführcn, vorausaefetzt, daß die betreffenden Artikel nichi zum Verkauf oder zu geschifttick)en Zwecken bestimmt und gehörig em klariert sind. Außerdem dürsen sie alle Kleidungsstücke und Ar­tikel zuM persönlickren Gebrauch, die sie aus den Vereinigten Staaten mit aus die Reise genommen haben, zollfrei wieder' ein führet, vorausgesett, daß die betreffenden Artikel nicht durch Umarbeitung im Auslande eine WerttrHöhung erfahren haben. Dienvn- residents" dürfen zollfrei nur solche Artikel einführen, welche derr Charakter von Kleidungsstücken tragen oder zum persönlichen Schmuck dienen, außerdem Toiletteartikel und solche Gebrauckw- gegenftänbe, die der Passagier tatsächlich teil sich fuhrt und die für seine Äeidung und seinen Gebrauch notwendig und nicht zum Verkauf oder für andere Personen bestimmt sind. Haushattungs- gegenstände von Personen oder Familien, welche aus dem Auslände eintteffen, find zollfrei, falls sie weder zum Verkauf iioch für artdere Personen bestimntt sind. Jeder Passagier darf 50 Zigarren oder 300 Zigaretten mit sich führen, ohne Zoll ober Inlandstaxe dafür entrichten zu müssen.

ie Welt aus dem I ausen aus Scioftg. fc | ch hier in Stein; to eszeii ziemlich gut bsic ren als Erster und ck erzählte von feiner vir-1 Fahrt von Leipzig 3c j, die zur fei, Sleinrä ffdx Lüste, Ww-1 lhma, Südafrika. W| Zentralamerika, | llmerika zurück nach J»1 nngen, die der der fein konnten, durch^I unter denen namctil ne VolkstyM von L-I lildcrn der: M derlei geiahlv°llcn --I em Wilden im australGI ise vor sich

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