INS. Jahrgang
General-Anzeiger für Gberhessen
Hotationsöru» und Verlag der vrLHI'schen Univ.-Vuch- unö Steinöruderti E. tätige.
Reöattion, Lrpeditlon und Ornderei: Schulstrahe T. a°^:fl®tcue:6:& U“
Die heutige Nummer umfaht 10 Seiten.
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Herrn von Schönaich den Verdienstorden der preußischen Krone und dem Landesverteidigungsminister ^reibernt von Georgi die Krone zum Roten Adlerorden 1. Klasse.
Srotze direkte et 2ö9e Don
— Ein kaiserliches Geschenk aus den arktischen Gebieten. Ter Kaiser hat dem Geographischen Institut der Berliner Universität ein Geschenk gemacht, das gerade in diesen Tagen cm aktuelles Interesse beanspruchen darf. Es ist eine silberne "Tose, die aus dem toben dLorden über Kopenhagen m den Besitz bcs Kaisers gelangt war. Nach Kopenhagen Hane sie die Danmark-Expeditton mitgebracht, die unter Mylius Eriksen nach Grönland ausgebrvchen )var. Es war vor 40 Jahren, als der damalige Norddeutsche Bund inner Kapitän Kvldewey seine zl'eite Nordpolexpeduwn ausschickte. Am 15. April 1870 hatte
Geschmack lib 50 . 54 > $ifl. ) < w Pfg.
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Freitag 10. September 1909
DezugOprer).
Präsident Last über die deutsch-amerikamschen Beziehungen.
Die internationalen Segelregatten in Beverly haben mit einer halbpolitischen Rede des Präsidenten 2ti.fi ihren Ab- schlus; gefunden:
Beverly, 9. Sept. Aus Anlaß des Abschlusses der internationalen Segelregatten fand an Bord der Jacht des Präsidenten „Mayflower" ein Früh stück statt, bei dem der Präsident Tast dem Besitzer der siegreichen Jacht „Joyette" den Taftpokal überreichte. In seinem Trinkspruch auf den deutschen Kaiser nahm er auch Bezug aus die bestehenden freundschaftlichen
monatlich 75Ps., vierteljährlich Mk. 2.20, durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Ps.: durch die Post AU. 2.—vienel- jährl. ausschl. Bcslellg. Zeilenpreis: lokal 15Pj^ auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz; für , Feuilleton" und.Vermischtes' kl. Neurath; für »Stadt u. Land- und »Gerichts-
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die Expedition mit dem 77. Arad nördlicher Breite den nördlichsten Punkt erreicht. Sie war aus Schlitten an eine Sl.lle der Ostküste Grönlands gekommen, die sie Kap Bismarck nannte. Zum Beweise dafür, daß sie so weit vorgedrungen waren, hatten die ocutscheu Männer unter einer Steinpyranride in einer silbernen Tose ein diese Tatsache meldendes Dokument nirdergelegl. Nach bald 40 Dezennien sand die Danmark-E'-pedition hieje Steinpyramide und die darunter geborgene Tose. Das Dokument war aus kleine verfilzte Reste zusammengeschmolzen, eine weiße Masse, aus der keine Schriftzüge mehr erkennbar waren. Aber i>:c Finder wußten aus den Schilderungen arktischer Fahrten, von wem dieses Dokument herstammte. Sie nahmen es gleich in der Absicht an sich, es nach ihrer Rückkehr in die Hände des Deutschen Kaisers zu legen, und dies ist dann auch geschehen.
— Wieder ein neues Theater in Berlin. Von dem „Internationalen Verlags-Institut" in München wird mit- getcilt: „C. A. Raida, der bekannte Komponist und Kapellmeister des ehemaligen Viktoria-Theaters, hat mit einem Finanz - lonforthim den Ankauf eines Grundstückes im Zentrum Berlins bewerkstelligt. Es soll dort binnen Jahresfrist ein neues „Viktoria-Theater" entstehen, das entsprechend den Traditionen des früheren — Ausstattungsstück, Feerie, große Ballette usw. — m moderner Weise geführt werden soll."
— Gustav Kadelburg und Rudolf Presber haben sich 'zu gemeinsamer Arbeit zusammengetan und wollen noch im Laufe dieser Spielzeit ein Lustspiel vollenden, das an einer Berliner Bühne die Uraufführung erleben wird.
— Ein Luftschisfer und eine Luftschifferin in Berlin vor etwa 100 Jahren. Ein Mitarbeiter schreibt uns: Gegenwärtig, da alle Welt von ,^Jla" und „Zeppelin" spricht, dürste es von Interesse sein, zu erfahren, wie vor erroa 100 Jahren in Berlin der Luftschiffer Claudius und eine deutsche Aeronauten der Gegenstand allgemeiner Bewunderung waren. Des außergewöhnlichen Ereignisses wird in einem noch nicht Dero ff ent lichten Briese gedacht, den am 12. Mai 11 die Prinzessin! Marianne von Preußen, die Schwägerin des Königs Friedrich Wilhelms III. und der Königin Luise, an ihre Mutter, die Landgräsin von Hessen-Homburg richtete. Wir geben die betreffende Stelle des Briefes nachstehend in der deutschen Uebersetzung wieder:
.... Wir haben vor 3 Tagen ein ganz neues Schauspiel gehabt; es war der triumphartige Einzug eines Lust- schiffers, den man schon in den Lüsten verloren geglaubt. Ich höre Lärm wie Bivatrufe und eile ans Fenster. Ganz Berlin aus den Beinen vor dem „großen Platz". Vierzig Mann zu Pferde, bann der Wagen des berühmten Herrn Claudius, gescknnückt mit Laubwerk und gezogen von 4 Pferden. Ihm folgten 30 Fuhrwerke; es war ein fast komisch 'roirfenoer Einzug. — Auch eine deutsche Tante ist in einem Ballon auf- gesticgen. Ich 'habe sie selbst aufsteigen sehen. Aber, obwohl sie die erste deutsche Dame war, die diese gefährliche Reise urrternahm, wurde sie doch nicht so gefeiert, wie jener Herr Claudius, offenbar deshalb, weil er an fernem Ballon noch eine ganz neue Erfindung angebracht hatte. —e—.
Kaifer Wilhelm im österreichischen Manöver.
Der erste Tag der österreichischen Manöver ist vorüber. Kaiser Wilhelm hielt den Anstrengungen des Tages etwas langer stand als der greife Kaiser Franz Joses:
Großmeseritsch, 9. Sept. Heute traten die Hauptkräfte der beiden Manöverparteien den Vormarsch an, der nach der Disposition zu einem Zusammenstoß südlich von dem an der Straße Großmeseritsch-Trebitsch gelegenen Orte Badischau führen müßte. Demgemäß befindet sich die Manöverleitung nordöstlich von Turnara, wohin sich auch die beiden Kaiser samt ©efolgd um 9 Uhr vormittags begaben. Der Thronfolger hatte sich schon um 6 Uhr vormittags mit dem Chef des Generalstabes in die Gegend von Groß-Bittesch verfügt, wo große Kavallerie- körper zusammentreffen dürsten. Auch der Ches des preußischen General st abes besindet sich in Groß-Bittesch. Das Wetter ist prachtvoll.
Die beiden Herrscher als Zuschauer.
Großmeseritsch, 9. Sept. Die beiden Kaiser, die gegen 9 Uhr vormittags im Manövergelände im Automobil ein- trafen, bestiegen eine Anhöhe, wo die Manöveroberleitung mitt den fremdländischen Offizieren versammelt war. Die beiden Kaiser mit Erzherzog Franz Ferdinand und Generalstabsches T o n r a b v. Hötzendorf, der an der Hand von Karten die Situation erläuterte, verfolgten in unterbrochenem Meinungsaustausch die Entwickelung des Gefechts, welches reich an abwechslungsvollen Momenten war. Nach einiger Zeit ritten die Monarchen auf einen höheren Hügel bei Turnara, von wo ans das ganze Manövergelände zu übersehen war. Hier verabschiedete sich gegen 1 Uhr mittags Kaiser Wilhelm iuss herzlichste von Kaiser Franz Josef und begab ich mit dem Erzherzog Franz Ferdinand zu Fuß ins Tal, um einem dort errichteten Zelte mit kleinem Gefolge das auf rc Feldküche hergestellte Frühstück einzunehmen. Kaiser mz Josef verfolgte das Manöver weiter und kehrte gegen 3 Uhr . Schloß zurück. Kaiser Wilhelm und Erzherzog Franz Fer> dinand verblieben etwa eine Stunde länger im Manövergelände und besichtigten verschiedene Truppenteile Bor der Rückkehr ins Schloß nahm der deutsche Kaiser in der Nähe des Bahnhofes Groß- mcicrilid) die aus freiem Felde errichtete Telefunkenstation in Augenschein. Ter erste Manövertag war von herrlichstem Wetter begünstigt und nahm einen überaus befriedigenden Verlauf.
Großmeseritsch, 9. Sept. Kaiser Wilhelm und Kaiser Franz Josef haben heute den Chef des rumänischen Generalstabes' Generalleutnant Graf Crainieiano empfangen. Kaiser Wilhelm hat ihn eingeladen, auch den deutschen Manövern bei- zuwohnen.
Ordensverleihungen.
Großmeseritsch, 9. Sept. Kaiser Wilhelm verlieh eine Reihe von Ordensauszeichnungen, darunter den Kronorden 1. Klasse dem Statthalter von Mähren, Freiherrn Rheinhold, den roten Adlerorden 3 Klasse btm Bürgermeister von Jglau, Jnbeka, unb den roten Abstrorden 4. Klasse dem Bürgermerfter von Großmeseritsch, Czermak. ~ J
Großmeseritsch, 9. Sept. Kaiser Franz Josts verlieh dem Ches des Genecalstabes von Moltke die Brillanten zum Großkreu; des Leopoldordens, dem Hofmarschall Grafen von Zed- litz-Trütschler die eiserne, dem Generaloberst von Blessen bte silberne Retülle des Kaisers, dem Oberstallmeister Fretherrn Von Reischach den Leopöldsorden 1. Klasse und dem Vertreter des Auswärtigen Amtes von Ionisch den Leopoldsorden l. Silane. Der Deutsche K a iser verlieh u. a. dem Kinegsnnmstcr 6rer-
Ausland.
Im englischen .Unterlaufe stellte Kapitän Murray in der Sitzung vom Donnerstag die Anfiage, ob die chinesische Regierung irgendwelche Schritte getan habe, um dir Be- ithnmungen des Artikels 8 des die Abschaffung des Likin- Sy st em es bettefsenden Vertrages aus dem Jahre 1902 durch- zuführen. Parlamentsunterstaatssekretär Me. Kinnonwood erwiderte, der einzige Schritt, den die chinesische Regierung bijiy- unternahm, fei jüngst der Vorschlag gewesen, daß als Entgelt für die Abschaffung der Likinzölle mit den Mächten in Unterhand Lungen über die Erhöhung des Zolitarises eingetreten werden fjlltc. In Erwägung jedoch, daß die chinesische Regierung es ve säumt habe, noch andere nächtige Bestimmungen des Vertrages vom Jahre 1902 durchzuführen, sei die britische Regierung gegenwärfig nicht geneigt, diesen Vorschlag zu unterstützen, namentlich mit Rücksicht auf die Xati’adje, daß neue Likin-Zollstatinnen errichtet ivei ben und der Außenhandel durch höhere uno häufigere Lilin -ölst belästigt rtvibe. Im weiteren Verlaus? der Sitzung nahen 015 Haus die Paragraphen der Finanzbill betreffend die Erhöhung der Steuersätze für Kvnzessionserteilung ohne wesentliche Äenderungen an. Tie Beratung der übrigen tiaca- graphen des Entwurfes wird noch mehrere Tage in Anspruch nehmen. Tie über die Haltung der Lords in Umlauf befind- liehen Gerüchte zirkulieren .noch, doch ist Bestimmtes nicht bekannt. Tic Ansichten darüber, ob das Hans der Lords ben Entwurf ablebnen wird, schwanken.
Ter Kronprinz von- Griechenland, der nacfiTiutsch- land abgereift ist, hatte in Storfu mit dem ehemaligen Ministerpräsidenten Tl-eotokis eine lange Unterredung. Er wurde bei Ürner Ankunft von der Bevölkerung stürmisch begrüßt; sie spannte die Pferde des kronyrinzlichen Wagens aus unb zog ihn zum Schlosse.
Nr. 212 / Der Lietzener Änjrfger erscheint täglich, außer tzonnlagS. - Beilagen: viermal wöchentlich SittzenerZamilienblStter; »weimal roöcbentl.Kxeb: blatt für ben Kreis «i«&en (Dienstag unb Freitagl; zweimal monatl. Landwirtschaftliche Seltfragen Fernsprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen.
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an in bett Bespnkfil Kenntnis bringen, al Zuchcrn der Gesellst' I ras Exploration Con;-'l chmen, das fick di-tl fetzt, den öffentlichen W any ist bereit, unbrd cen auf Territones^ in Genmnfchalt w M nb zu biefem iwt
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Der marokkanische Wirrwarr.
Die französischen Meldungen aus Tanger sind stets mit Pfißtraucn aufzunehmen; sie waren erfahrungsgemäß seither entweder schlankweg erlogen oder nach den französischen Interessen gefärbt. So scheint man jetzt lebhaft darin interessiert zu sein, möglichst Stimmung gegen Mulch Hafid zu machen. Es ist sicher, daß in Marokko leine europäischen Sitten herrschen, ob aber Muley Hafid persönlich wirklich so blutdürstig ist, wie er von den Franzosen verschrieen wird, kann man bis fetzt nicht nachprüfen:
Tanger, 9. Sept. Die „Depöpeche Marocaine" wird morgen einen Brief Muley Hasids veröffentlichen, in dem er mit Entrüstung die Beschuldigungen zurückweist, die gelegentlich der an den Anhängern des Roghi verübten Martern gegen den Sultan erhoben worden sind. Der Brief wird wohl eine Paraphrase der auf die Note der Mächte bestimmten Antwort sein. Der Sultan stützt sich auf den Koran, um sein Betragen zu rechtfertigen und versichert, daß» «es nötig gewesen sei, dem Gebote der Religion zu fotigen, indem er schließlich hinzufügt, daß er sogar Milde aitiewandt habe, Indern er statt der Köpfe nur bte Glieder habe ab hauen lassen.
Der unfruchtbare Kampf der Spanier gegen die Rifsleute dauert fort:
Melilla, 9. Sept. Der Feind beschoß gestern abend Alhucemas. Die Geschosse drangen in die Mauern des Theaters ein, verletzten jedoch niemand. Die spanischen Batterien erwiderten das Feuer und beschossen die Laufgräben der Stellungen der Riffleute, die diesen Aum Schutz und Stützpunkt für ihre nächtlichen Angriffe dienen. 2>eit heute früh 7 Uhr unterhält die Infanterie ein langsames Feuer gegen das feindliche Lager; um 2 Uhr nachmittags zeigten sich zahlreiche Gruppen von Riffleuten, die dem auf sie gerichteten Artilleriefeuer nicht standhielten und sich in Sicherheit brachten.
Madrid, 9. Sept. Das Blatt „Corre spon ben cia de Espana" ist wegen eines Artikels, in dem der Chefredakteur gegen die telegraphische Zensur protestiert, beschlagnahmt worden. Der Artiielschreiber wird sich vor dem Militärgericht zu verantworten haben. Haftbefehl ist gegen ihn erlassen worden.
Der Streit zwischen peary und Look.
Peary scheint ein sehr hitziges Temperament zu be- | fftzen, und darum darf man seinen schroffen Vorstößen gegen seinen Rivalen Cook nicht ohne weiteres volles Vertrauen schenken, lieber seine Entdeckungsfahrt wird ein kurzer »nicht verbreitet: Nachdem der Dampfer „Roosevelt" am 9. Juli 1908 Newyork verlassen hatte, langte er am Kap Sheridan in Grantland am 1. September an und überwinterte dort, worauf Peary am 15. Februar 1909 seine Schlittenfahrt zum Norden begann. Er langte am Kap Columbia am 1. März an, vom 2. bis 11. war er durch offenes Wasser an der Weiterfahrt gehindert. Er kreuzte ben 84. Breitengrad am 15. März, drei Tage spater den 85. und am 23. ?Närz ben 86. Breitengrad, am 27 Marz ben 87. Grad, wo er offenes Wasser tras und bis zum 129. März an der Fortsetzung der Fahrt gehindert war. Ten 88. Grad kreuzte er am 2. und den 89. Grad am I i April, er langte am Nordpol am 6. April an, verblieb I dort mit seiner Reisegesellschaft 24 Stunden und langte auf Idem „Roosevelt" wieder am 27. April an. Alle Mitglieder I waren wohlauf, außer Professor Rotz Marfin, welcher am 110. April 70 Kilometer nördlich vom W Columbia ertrant
Die Geographische Gesellschaft in London hat jßearj I emaeladen, eine Vorlesung zu halten. An Cvok rst eme I solche Einladung nicht ergangen. Präsident Taft erhielt I eine Depesche von Peary, unb gratinierte ^ui ^anii, ohm I daß er, wie in der Depesche an Cook, Jeine Jeu&erungen I ratifizierte. Noch sind manche "Mlg.ieder des Arctic-^lud I für Cook, während die wissenlchaftliä^ Wett im all- p-meineil, selbst soweit sie bisher für diesen war, infolge C Yearys unzweideutiger Depesche unsicher geworden unb ge- . neigt ist, abzuwarten. m __. „
Die „Times" veröffentlicht einen Bries Pearys an den i. Redakteur ber „Newyvrk Times", der in diesem blatte eist I heute erscheinen wird. Der Brief stammt aus dem Mai 1908 8 und enthält eine Beschwerde über Cook. Es heitzt dort. I n ..Cook hat sich in Etah festgesetzt, ■ Rendezvous und Depot ist. Er i;at meine Eskimos mW »unto, Du I rt Etah versammelt waren in der (frroarpr.tg, nnd) bort J W1ngai | Sommer zu treffen. Er hat sich bk Dienst-: der ^mos "^e Miet, | Die ich m ben Pkethoden langer und «chiverer artfilchcr ^WUtteu 0 erbeit trainiert habe, und nützt ihre genaue .üemtMis bn R^ , | fis Wildes und der Hilfsquellen ber nördlich gelegenen-.antor, mis>, H bie sie unter meiner Leitung gewonnen Ijaoeit. l '
y tzüt in dieser Region wird die Stärke iMd Hilfsmittel nunner 5 Cskinws schwächen., besotwers hinsichtlich ber Hunde, Mc in I Wartung meiner Ankunft in Etah ongeiQmnrelt nmyoen, uno oct I Menge des Wildes, das ich sämtlich brauche, utü) das lelbstut-tcr il dm günstigsten Umständen nie zu zahlreich ist. Zum Sch-Ust
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Beziehungen zwischen Deutschland unb den Bereinigten Staaten. Es sei ihm eine Genugtuung gewesen, formellen Anteil an der Wettfahrt zu nehmen unb er wünsche, daß Kaiser Mlhelm noch lange leben möge, um zur Forderung des Weltfriedens beizutragen. Im Verlaufe seiner Rede berührte er auch die Entdeckung des Nordpoles und sagte, es sei gut, daß der gegenwärtige Streit der Entdeckung des Nordpoles sich zwischen zwei Angehörigen derselben, besser jedenfalls, als roenn dies zwischen zwei Mitgliedern verschiedener Nationen der Fall wäre. Admiral Baran- b o n brachte einen Trinkspruch auf den Präsidenten Taft aus und betonte, der Zweck der Wettfahrt fei, die Förderung des Sports und der guten Beziehungen.
Deutsches Neich.
Aus Langenburg wird gemefbet: Nachdem die Kaiserin in Begleitmig der fürstlichen Herrschaften der Stabt fitotben- burg an ber Tauber im Automobil einen Besuch abgtitattet hatte, fuhr sie am Donnerstag in berfeiben Begleitung nach dem dem Fürsten von Hohenlohe-Langenburg gehörigen Schlosst Weikers- toim und kehrte gegen Abend wieder von dort Zurück. Die Ab- reife ber Kaiserin ist auf Freitag nachmittag 3 Uhr festgesetzt.
Der Kronprinz begab sich Donnerstag abend zur leit* nähme an der Parade des 14. Armeekorps nach Karlsruhe
Ter von den städtischen Wrperschasten Charlotten burgs aufgestellten Besoldungsordnung sür Lehrkräfte an Vollsschulen wurde regierungsseitig die Genehmigung versagt. Nach der Begründung sind die Charlottenburger Sätze nicht durch die wirtschafllichen Verhältnisse der Stadt gerechtfertigt. Auch die Familienzulagen an Volksschullehrer sind nicht ge- nehmigt worden.
will ich sagen, daß ich Cooks Verfahren, heimlich nach Norden zu gehen mit dem ausgesprochenen Plane, mir zuvorzukommeit, als eine Handlung betraute, deren sich fein Mann von Ehrgefühl schuldig machen würde."
Der amerifan. Luftschiffer Wellmann will anscheinend, nachdem ber Pol schon zweimal erreicht worben ist, auf die Durchführung seines Vorhabens verzichten, im Ballon zum Pol zu gelangen:
Tromsö, 8. Sept. Wellmann scheint jetzt seinen Plan aufgegebcn zu haben, benn heute ist hier Order an- gelommen, 'wenn möglich ein Schiff zu mieten unb Leute, Proviant, Hunde und Maschinen, kurz, alle seine Hilfsmittel von Spitzbergen abzuholen.
Kopenhagen, 9. Sept. Bei der von der Universität ver- anftalteten Feier wurde Dr. Cook das EbrendoktorDcp- lom der hiesigen Universität überreicht. Erschienen waren ber Kronprinz, Prinzessin Marie, Prinz Georg von Griechenland und seine Gemahfiu, der Unter-fichtsminitter, der Handelsminister, der amerikanische Gesandte Egan, der Nordpolforscher Sverdrup und zahlreiche Professoren uno Studenten. Universitätsrekror -lo r v hob in feiner Ansprache hervor, diese Auszeichnung sei eine Ehren dezeugung für Männer, welche durch den Emsatz ihrer Perwn Bewunderung abzwingen. Daß auch ein anderer dasselbe Problem gclci't habe, vermindere keineswegs die Ehre Coots oder die Be- wunderung für feine Tat. Der Professor ber Botanik W a r - ming zollte Cook seine wärmste Anerkennung unb hob lerne Energie und Genialitäi lobend berttvr. Mit einigen lateinischen Motten überreichte der Rektor Magnifieus Dr. Cook das Ehren- diplom. Cook, von sturmffchem Beifall begrüßt, dankte fitt die Ehre und bat, das endgültige Urteil über seine Reise erst zu fallen, ipeun sein vollständiger Bericht vorliege. Er werde ein Schiff nach Grönland senden, um feine beiden Eskimos ab holen zu lassen, damit diese von unparteiisckstn Leuten verhütt roerten könnten. Ich faim nicht mehr jagen, schloß Dr. Cook, und nicht m-chr tun, und ich danke Ihnen. Unter starkem Beifall verließ Dr. Cook die Tribüne. Die F-eier war dann bombet
Kopenhagen, 9. Sept. Nach 'den vorläufigen Bestimmungen wirb Dr. Cook Freitag nachmittag nach Kristtanssand abreifen, von wo aus er an Bord des dänischen Dampfers „Oskar II" dann direkt nach iliewyork in. See gehen wird.


