Ausgabe 
8.4.1909 Erstes Blatt
 
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Mo

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2.

Giessen, den 8. April 1909.

2144

urteilt Lttilic ftritj er Sterte an der W

kirchliche Nachrichten.

Jsraettnsche KeUgionzgesellschaft. Gottesdienst.

Sabbatieier a in 10. April 1909:

Freitag abend 6.4» Uhr..

SamStag vormittag 8.00 Uhr. Predigt.

Nachmittag 4.00 Uhr.

Eichener Wetterdienst.

VoranSs.'cktliche Witterung für Hessen am Freitag dem 9. April: Meftl" heiter unb trocken. Tcmperatnr unverändert. Nördliche Winde.__

Todes-Anzeige

Gestern morgen entschlief sanft nach langem schweren Leiden unsere liebe Tochter, gute Schwester, Schwägerin und Tante

Fräulein Sophie Horn

im 29. Lebensjahre.

Gießen, den 8. April 1909.

Die trauernden Hinterbliebenen.

Die Beerdigung findet Freitag den 9. April, nach' mittags 2*/i Uhr, zu Garbenteich statt. 102464

Fcstesansgang 8.10 Uhr.

Wochcugottcsdicnst: Morgens 6.30 Uhr. Abends 8.1.0 Uhr Israelitische Religionsgcmeinde.

Gottesdienst in der Synagoge (Sud-Anlage).

Samstag den 10. April 1909:

Vorabend 7.00 Uhr.

M o rgens 8.30 Uhr.

N achmittag S 4.00 Ubr.

«Aabbatausgang 8.00 Uhr. ___________

unb Malzfabrik der Finna Ehrenberg il Co. in Halle aus. Nach 2i/2ftünbigcr Tätigkeit gelang cs der Feuer­wehr, den Brand zu löschen. Die Trebertrockenanlage mit .vertbollcn Maschinen brannte völlig aus, xbenso wurde der Dachstuhl des Hauses eingeäschert. Die eine unbrauch­bar gemachte Maschine repräsentiert einen Wert von 18000 Marl. Die Ursache des Brandes ist Selbstentzündung ier Treber. Ter Schaden ist durch Versicherung gedeckt. Ebenso steht seit gestern morgen 6 Uhr das Land rats­am t in Dinslaken (Rheinprovinz>, das erst am 1. April nit einem Kostenaufwand von 1 Million Mark fertiggestellt wurde, in Flammen. Mit Mühe konnte Die Familie je* Landrats das Leben retten. Das Feuer ist noch nicht gelöscht.

Wilh. Köhlemm 1623] Neustadt 12 empfiehlt in größter Auswahl Wafchbüttenrillldll.oi. Wafchkörbc Waschseile Waschklammern Pflanzenkübel Rasfiabast Cocosstrickc Holz- n. Korbwaren Tiirvorlagenll.MMll.

Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank.

Familie Dotzenrodt.

Sabbathauögang 8.00 Uhr.

n tag den 12. und Dienstag den 13. April 1909: Pasfahfeft-Endc.

Tag. Vorabend: 7.10 Uhr. Morgens 8.00 Uhr.

Nachmittags 4.00 Uhr.

Tag. Vorabend: 8.05 Uhr. Morgens: 8.00 Uhr.

Nachmittags 4.00 Uhr.

den Gemeinden Salzböden, Odenhausen, Wißmar, Launs- bad), Vetzberg unb Krofdorf-Gleiberg unb in Kinzenbach die aus Dutenhofen, Dorlar, Atzbach und Kinzenbach zu erscheinet r.

x Wetzlar, 7. April. Heute haben sich für sämt­liche Landschulen des .Ureises Wetzlar die Pforten ge­schlossen. Nach der neuen Ferienordnnng gibt es 14- Tage Osterferien, welche Einrichtung im Interesse der Schuld mir zu begrüßen ist. Die verlängerten Frühjahrsferier kommen den Eltern sehr gelegen, zumal die Linder bei manchen Arbeiten in .Hans und Feld sich nützlich erweisen können.

Marburg, 7. April. Gestern nachmittag wurde ->i> vor einigen Tagen von Gießen hier zugezogene. Studierender (Dr. phil.), der sich zum StaatSexamei vorbereitete, in seiner Wohnung tot aufgefnnden. Nachdem er bis nachmittags gegen 4 Uhr nichts hatte von sich höre» lassen, wurde die Polizei benachrichtigt, ivelche die Tur öffnen und seststellte, daß der Tod durch Vergiftung cingetrctci war. Heber die Motive der Tat ist nichts bekannt gewor^n (Hess. Ldsztg.)

s] Marburg, 7. April. Ein alter hessischer Reiter offizier, Major v. Loewcnstein zu Loewenstsiu, ist heut im Alter von Fahren gcst 0 rben. Der Verblichene ein geborener Kasselaner, gehörte dem kürhessischen Leib Husareu-Negiment an.

w. Frankfurt a M., 8. April. (Tel.1 Der Besitzei der Süddeutschen Lichtdruckanstalt Heinrich Kumpf tourb gestern abend beim Verlassen des Geschäfts von einen Automobil überfahren und so schwer verletzt, das er heute morgen starb.

h Frankfurt 0. M., 7. April. Mit beni 1. April Haber die Hirs ch-Dunker'f cheu Gewerkvereine für ihre Orts nerbänbe Frankfurt, Worms und Mainz einen Ar b e i t e_r -> S e krctiär angestellt mit dem Sitz in Frankfurt. Zum Sekrctä'. Würbe der bisherige Bezivksleiter des Gcwerkvereins dec Ma schinenban- unb Metallarbeiter I. Balzer ^Kaiserslautern gewählt Am 1. Februar wurde von demselben Verband ein Sekrctaria Stuttgart-Ecnrnstatt errichtet, für Bayern bildet sich ein solchem in Nürnberg. Gestern wurde in einem Schließkorb, der be einer Speditivussirnui abgegeben worden war, die Leiche einet neu geborenen Kindes gefunden. Als Eigentümerin de- Korbcs und Mutter des Kindes wurde die 20 jährige Kaffee Köchin Pauline MtHenn aus Riedelbach (Kr. Usingen) ermittK, unb verhaftet.

Origitt^l-Dvahtiireldungen.

Hamburg, 8. April. Wie dasHamburger Fremdeublatt" aus zuverlässiger Quelle erführt, »st von englischer Seite an die Düsseldorfer Firma, welche die Bailouyatle für das Reichs- lustschifs erbaute, die Anfrage ocricktet worden, wie hoch fich btc Kosten für eine derartige schwimmende .Halle belwsen.

Rom, 3. April. Zur beoorfteu'rnben Zus am menkunst des d e u t s ch e n Kaisers m 11 K 0 B i g L i t t 0 r E m a n u c I versichert Vila, aus autoritativer Quem' erfahren zu haben, daß anläßlich dieser Begegnung .bev Dreib^lstdoertrag erneuert werden würde. Die Erneuerung werde diesmal aus besonderen Gründen früher als üblich erfolgen.

Brest, 8. Avril. Hier verlautet, daß'^cr Z a r gelegentlich seiner Mittelmeerfahrt den hiesigen Hafen anla.ufen wird, um den Präsidenten Fallisres zu begrüßen. PZahrschemltch wird der Besllch am 20 Mar erfolgen.

Brüssel, 8. April. Die Brüsseler Blattes drucken chrd Verwuirderung darüber aus, daß die deutsche Zentrü.'tz^bartel un westfälischen Wahlkreise Lüdinghausen-Warendorf den H-^.rzog. von A r e n b e r 3 als Reichstags-Kandidaten aufgestellt Iftb^n- Dieser sei zwar nominell deutscher Reichsangehöriger, wohne ledocst ständig in Brüssel, betrachte sich selbst als Belgier und zeige nicht das geringste .Interesse für die politischen Zustände in Deutschland.

Toulon, 8. April. ,Fn einem anonymen Briefe wurde dem Kapitän Rawour, dem Beiehlshabe-r der Unterseeboots- slottille mitgeteilt, daß in die Maschinen des Unterseebootes Circe, das vor einem! Monat von Stapel, gelaufen war und noch nicht aktiven Dienst getan hat, Eisenstücke gelegt worden seien, um die Maschinen, an beiten jetzt gearbeitet wird, bei der Inbetrieb­nahme zu beschädigen. Der Kapitän begab sich sofort an Bord des Unterseebootes Circe und stellte, fest, das; die Angaben des anonymen Briefes der Wirktichkeit entsprechen.

Konstantinopel, 8. April. Da anläßlich der morgen stattfindenden Beerdigung deS erm erbeten Chefredakteurs Hassan Fehmi große Demonstrationen gegen das jungtürkische. Komitee befürchtet werden, hat die Pforte umscutgrciche militärische Maß' nahmen getroffen. Der Großwesir erklärte alle Gerüchte über ein angeblich osterreichisch-tür kisches Bündnis für völlig imde- gründct. Die Rachrichten über, eine Abdankung des Kammer­präsidenten Ahmed sind unbegründet.

Belgrad, 8. April. Prinz Georg erklärte, nickt früher Serbien verlassen zu wollen, bevor ihm nicht die vom Minister Paschilsch zugesagte 1 Million Franks ausgezahlt sei.

(ßcrid^tsjaal.

Nord hausen, 7. April. Der Chefredakteur Wilhelm Apel von der sozialdemokratischen Nordhauser Vollszeituitg, murb' heute wegen Beleidigung des Rektors Lemke zu einem Mona Gefängnis verurteilt. Die Volkszeitung hatte in einem Ar tikel behauptet, der Rektor hatte das Lehrer Kollegium durch bei Schuldiener bespitzeln lassen. In der Verhandlung ergab sich daß der Schuldiener diese Mtgabe tatsächlich den Lehrern gegen über gemacht hat, jedoch gab er vor Gericht zu, daß er an sckwine.nd den chm vom Rektor erteilten Auftrag falsch ausgefaßt habe.

Prag, 7. April. Vor denr Landesgerichte fand heute eine Verhandlung über die Schadenersatzklage des französischen Balletts Sandrini stakt, welches während der vorjährigen Maifestspiele mögen minderwertiger Leistungen sein Gastspiel ab brechen mußte. Der Klagearchpruch von Fväulein Sandrini gegen Direktor Angelo Nemnann in Höhe von 27 800 Franks wurde abgewiesen, da nach dem Urteil von Fachleuten die Leistungen tatsächlich minderwertig nm reit.

3 ü r i di, <S. April. In deM Prozeß gegen den Landschafts maler Rnedisnehli wegen l s ckn n g v 0 n B 0 ckl i n - Di l d c r n wurde gestern das Urteil gefällt. Es lautete auf 4 9)c 0 n a t c Gefängnis, Tragung der Prozeßkosten und 100 Franks Ur- leilsgcbühr. Das Gericht na hin an, daß das BildLiebes- Herbst" vott tltuedisnehli gefälscht sei. Die übrigen Bilder habe er verkauft, obgleich er sie als Fälschungen erkannte.

Märkte.

fe. Franks u r t a. M., 8. 'April. (Telegr. Orig. - Bericht des Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen V i e h m a r k t- 0 reise. Zum Verkaufe standen: 38 Ochsen, 0 ans Oesterreich, > Bullen, 0aus Oesterreich, 109 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 1400 Kälber, 189 Schafe und Hammel, 573 Schweine, 6 Ziege, 64 Ziegenlämmer, 158 Cchaflämmer. Bezahlt wurden für i00 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1. Qualität 7579 AU., 2. Qualität 6870 Mk., 3. Qualität 5860 Mk.: Bullen: I. Qual. 6366, 2. Qual. 5860- Kühe 1. Qualität 6971 Mk., 2. Qual. 5759 Ack., 3. Qual. 4749 'Mk., 4. Qual. 0000 'Mk., 5. Qual. 0000 Mk. Bezahlt wurden für das Pfund Schlacht­gewicht : Kälber 1. Qualität 91 bis 96 Pfg., Lebendgewicht 5457 Psg., 2. Qualität 8088 Pfg., Lebendgewicht 48 - 52 Psg., Schlachtgew. 7075 Psg.; Schafe: 1. Qual. Schlachtgew. 70 bis 00 Pfg., 2. Qual. 6064 Psg. Schweine: 1. Qual. 6870 Pf., Lebendgewicht 55,000,0 Pf., 2. Qual. 6768 Pf., Lebendgewicht 54,000,0 Pfg., 3. Qual. 6266 Pfg., Lebendgewicht 00-00 Pfg. Geschäft bei Hornvieh gut, Uebersianb gering, bei Kleinvieh flott, fein Ueberstand.

Gengeiandt.

lFür Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Vso r dem Gesetz ist alles gleich, so soll es sein, hier in Gießen macht aber die hoch!. Stadtverwaltung anscheinend eine Ausnahme, utbent sie dem Fremden, speziell bent Ausländer, alle möglichen Vorzüge unb Vorteile einräumt. Man betrachte sich z. B. bas Straßenbild in Gießen. Zwischen jedem 6 unb 7. Haus finden Sie cüte Italienerin mit Apfelsinen, Zitronen usw. Nicht genug, daß man ihnen erlaubt, ihre Ware auf offener Straße zu verkaufen. Nein, ineil es eben Ausländer sind, dürfen sie ihre sVerkaussstüitde, die meist auf dem Trottoir aufgeschlagen sind, an Sonntagen von 3 Uhr ab offen halten, während der sried- liebenbe Steuerzahler dickt nebenan fernen Saben schließen muß. Ist es bciui geradezu nötig, dem Geschäftsmann hier in Gießen, speziell den Händlern mit Delikatessen und Südfrüchten, das Leben noch schwerer zu machen, als es schon ist? Südfrüchte sind ein denr Verderben ausgesetzter Artikel und der hiesige Labeninhaber, der in dieser Branche arbeitet, hat am Montag früh löcitcr nichts zu tun, als die über Sonntag gefaulten und mtgefaulken Früchte zu entfernen, während es den Händlern ans offener Straße ermög­licht ist, durch die Bevorzugung, daß sie ihre Verkaufsstellen bis Sonntag abend 10 Uhr geöffnet haben, diesem Verluste zu entgehen unb glatt ihre 34 Kisten zu verkaufen. Mit ivelcher Berech­tigung darf der Fremde in der angegebenen Zeit seine Berka>lfs- stelle offen halten, der hiesige steuer zahlende Ladeninhaber dagegen muß sein Geschäft schließen : wo bleibt da die Gleichheit vor dem Gesetz? Dabei belästigen die fremden Verkäufer auf offener Straße das Passanten Publikum in jeder Weise. Die Kisten stellen sie 2025 Ztm. über die Hausfront aufs Trottoir hftraus, die Ver­

käuferin selbst ist guter Konsument ihrer Ware, vertilgt jeden Tag eine gute Portion und wirft die 'Abfälle, Apfelsinenschalen, Papierstück' unb sonstigen Unrat ans das Trottoir der 'iiodütorn, daß es den Anschein hat, als rührten dieselben aus den O^eschäfts- lädeit der Anwohner. Der Einsender dieser Zeiten hat beim hiesigen Polizeiamt um Abhilfe ersucht, leider ohne Erfolg. Hätte ich mit Kisten das Trottoir so bestellt, so hätte mau mir schon längst mit dem Strafzettel aufgewartet. Der Fremdländer da­gegen hat freie Hand, ihm tritt niemand zu nabe. Wir Ijabcit nun hier einmal in Gießen das wunderbare Verhältnis, daß das hiesige Publikum den fremden Händlern gegenüber sich außer­ordentlich dankbar erweist. ?llle fremden Händler Hüben hier ein kauflustiges, dankbares Publikum. Sie fordern dasselbe auch für die Heringe, eingemachte Gurken, Roterüben usw. Töpfe mit- subringen: hierdurch spart der Bertäufer Einwickelpapier und verdient etwas nn seiner Ware, et verkauft auch mcht billig und läßt sich, sogar die billigsten Qualitäten, gut bezahlen. Es gibt bei Schellfischen z. B. 10 verschiedene Qualitäten unb sind chie hiesigen Geschästsleute dieser Branche völlig gemahnet, etwas gutes billig zu liefern. Fische sind kein Fabritätionsartikel, die­selben müssen gefangen werden und richtet sich: der Preis nach Fang und Witterung, das ist für alle gleich. Man füllte bei Einlauf dieses Artikels diesenigeit Firmen berücksichtigen, die seit langen Fahren bewiesen haben, daß sie nicht gewissenlos handeln und die Qualitäten liefern, btc sie anbieten unb verkaufen. Gerade, bei Fischen ist dieses sehr wesentlich. Hat uus die. Gewerbefreihe.it dieses gute alles gebracht, so dürste die hochlöbl. Stadtverwaltung auch darauf bedacht sein, diesen Leuten, die ivftklich in dieser Zeit zum Nachteil der hieftgen Geschäftsleute tn kurzer^ Zeft ein gutes Geschäft machen und Geld verdienen, die nötige Steuer aufzulegen, dann wird niemand was dagegen haben. Existiert hierfür kein Stenergefetz, so kann ein Lokalgesetz geschaffen werden. Nach Wetzlar kam bis vor einigen Jahren ein auswärtiger Mbel- Händler jede Docke mit einem Wagen Möbel, stellte diese in einem Laden, den er gemietet halte, aus, und verkaufte diele zum Nachteil der Wetzlarer Händler. Dieselben^wltrden beim Magistrat vorstellig, inbem sie durch den Berkaus Schaden litten, und der Magistrat schuf ein Lokalgesetz, nachdem ber fremde Händler mor­gens bevor er sein Lokal öffnete, zuerst GO Mk. Steuer zahlen wußte. Diese wurden ciniual bezahlt unb nicht wieder und jbniit waren die Wetzlarer Möbelhändler ihre Konkurrenz los. ftönntc man hier nickt ein gleiches Verfahren entführen? Fch hoffe, daß diese Zeilen genügen um diesen Uebelständeu abzuhelfen. K.

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ii nachmittag sand in Ar Jauie«, der Vertreter bc nie der beteiligten Hand zu dem neuen Gemeind: t Bürgermeister Feudi nach dessen Plänen de- mg dev Gedächhiisurku^

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Handel.

Darmstadt. Starkenburger Pferde-Bersiche- u n g s - B e r e i n. Auf der letzten NiitgliederversamMlung wurde ie Jahres- sowie die Gewinn- und Verlust Rechnung für 1908 mrgelegt. Aus denselben ist zu entnehmen, daß der Verein auch m verflossenen Fahre einen starken Zugang zu verzeichnen hat. .'s traten 139 Mitglieder neu zu und dem Verein gehörten Ende .908 an 602 Mitglieder, versichert waren 1271 Pferde mit zus. 1054 530 Mk. Als Geschästsgewürn lüitrben int abgelaufenen Zahr 11 102 Mk. erzielt, die gemäß der -L-atzung in die Sicher­ei tsreserve fließen unb die nunmehr die Hohe von etwas über .'7 600 Mk. erreicht hat. Gewiß ein gutes Zeichen, wenn man icdenkt, daß der Verein erst 3 Jahve besteht. Auch im laufenden Zahr ist der Zugang ein reckt reger. An Stelle des verstorbenen Direktors, Rittmeister Naegele, toirrbe £efonomterat Fritsch-Dils- (jfen und zu dessen Stellvertreter Bürgermeister Bundschuh-Leng- eld, die ausscheidenden, feitberigeit Mitglieder des Ausschusses jieber mtb für Herrn Bundschuh Gutsbesitzer ?klb. Dettweiler teu gewählt.

CI) e in ische Werke vorm. H. u. E. AlbertAmone- mrrg-Biebrich. Nach dem in der Aufsichtsratssitzung vom 1. d. M. vorgelegten Geschäftsabschluß wurde in 1908 ein Ge- oinirergabnis in annähernd gleicher Höhe wie int Vorjahre erzielt, ter Generalversammlung wird die Verteilung einer Dividende um 32 Prozent, wie int Vorjahre vorgefchlagen. Der Geschäfts- jang im neuen Fahre ist befriedigend.

Berlin, 7. April. Nach den Ermittelungen des Vereins Deutscher Eisen- und .Stalilindustrieller betrug die Roheisen­erzeugung in Deutschland und Luxentburg im März d. I. nsgesamt 1073116 Tonnen gegen 949 667 im Februar 1909 unb 1046 998 im März 1908. Die Erzeugung verteilte sich auf ne. einzelnen Sorten wie folgt (wobei in Klammern die Erzeugung ,'izr 1908 angegeben ist>: Gießereiroheisen 184 328 Tonnen (i. V. 199 769 Jotnteiti. Bessemerroheisen 37 734 Tonnen (35 937 Ton­ten), Thomasroheisen 700 041 Tonnen (653 682 Tonnen>, Stahl- unb Spiegeleisen 95 349 Tonnen (93 997 Tonnen), Puddelroheisen >5 664 Tonnen (63 613 Tonnen). Die Erzeugung im ersten Quar al d. I. stellte sich damit auf 3 044 504 Tonnen gegen 3102513 .in gleichen Zeitabschnitt des Vorjahres.

Prag, 7. April. Die R ü b e n b a u e r - £) r g a n t) a t i o n Böhmens beschloß die Beschränkung des Einbaues um 0 Proz., du die Zuckerfgl'rikanten die QrchUN.'gtion nicht au- erkennen und die geforderten Preiserhöhungen nicht M'."nlligen.

Ausfuhr nach den Vereinigten Staaten. Die Ausfuhr mis deut Bezirk des Geiterallonsulats Fraukftirt a, M. der sehr weit ausgedehnt ist, hat im ersten Vierteljahr 11557 <387 Dollars betragen gegen 8 824 703 Dollars int Vorjahr. Es er­gibt sich demnach ein plus von 2 733 683 Dollars.

Lustschiffahrt.

S. M.Z. I." Das vorgestern abend zu einer Nachts fahrt aufgeftiegenc Reichsluftschiff Z. I. landete um 10 Uhr 50 Min. in der stteichs-Ballonhalle, nachdem es etwa 13 Stunden in der Luft verweilt hatte. Damit sind die mili- iärtfehen Fal)rten abgeschlossen und das Luftschiff wird in Metz stationiert. Das Berliner Luftschiffer-Bataillon reist heute ab. Während seines Aufenthaltes in München soll Zeppelin dem Prinzregenten erklärt haben, daß er bald fein neues Luftschiff Z. V. fertiggestellt haben werde und damit voraussichtlich seine erste größere Reise nack) dem Norden, wahrscheinlich nach) Berlin, uitternehmen werde.

Der französische Kriegsminister hat einen Wettbewerb ausgeschrieben für ein lenkbares Luft­schiff, das als Luftkreuzer Verwendung finden tann. Die Bedingungen sind: 1. Eine eigene Geschwindigkeit von 50 Kilometer in der Stunde. 2. 15stündige Manövriertätig­keit bei 15 Kilometern in der Stuirde mit 6 Passagieren an Bord und eilt Mindestgewicht von 75 Kilogramm. 3. Fahr­möglichkeit in einer Höhe von 2000 Metern. 1. Die Füllung des Ballons darf 6300 Kubikmeter nicht übersteigen. 5. Der Ballon darf höchstens eine Lange von 90 Metern, eine Höhe von 20 Metern und einen Durchmesser von 13 Metern haben. Die Preisbewerbung ist unter dem Datum des 5. April erfolgt. Verschiedene Techniker sind vom Kriegsminister berufen worden, Vorschläge und Pläne einzubringen. Ein Ausschuß wird die eingebrachten Pläne prüfen. Wenn hierauf der Staat sich entschließt, lenkbare Ballons zu bauen, so werden die Aufträge hierzu dem Verfertiger und preis­gekrönten .Luftschiffer zuerteilt werden.

Dermifcbtcs.

* Feuersbrünste. Ein großes Sch ad en feuer brach in der vergangenen Nacht in der Spiritus-, Preßhefe-