Ausgabe 
8.2.1909 Erstes Blatt
 
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bei Ovenhausen in die Lahn mündet, ist bei der jetzigen Schnee­schmelze zu einem reihenden Strom angeschwollcn, dessen mit starken Eisschollen, dahineilende Fluten auch der stärkste Brückenpfeiler nicht Stand halten konnte. Am Freitag irachmittag stürzte bei der Schmelz, 2 Kilometer oberhalb Salzböden, die Brücke ein. Abends um 7 Uhr siel die bei Odenhausen über den Bach führende Brücke unter donnerähnlichem Getöse den Fluten zum Opfer. Beide Brücken waren aus Stein erbaut. Tie erstere ist im Jahre 1848 ans Sand­steinquadern hergestellt, letztere bestand aus festem Gewölbe von Bruchsteinen. Ueber die Zeit ihrer Erbauung weist man nichts bestimmtes, jedoch ist er sicher, dast schon eine ganze Reihe von Generationen darüber gewandert sind.

Infolge der Ueberschwemmungen an der oberen Lahn hatten am Freitag abend alle Züge lahnabwärts Verspätung. Kurz nach 4 Uhr fand am Freitag zwischen Nassau und Laurenburg ein Bergrutsch statt, der beide Gleise der Bahn sperrte. Ter Zug 8,18 ab Limburg mußte daher nach Limburg zurückkehren. Es ge­lang schließlich, ein Gleis wieder frei zu bekommen, so dast der Zug, der 5,14 von Coblenz in Limburg sein soll, wenigstens um 7 Uhr eintreffen konnte.

Tie Strecke Köln Gießen zwischen den Bahnhöfen Au und Horchen ist durch Einsturz der Brücke in Kilometer 50,2 und Beschädigung der Eulenbruchbrücke in Kilometer 61,3 für den gesamten Verkehr gesperrt. Ter Personenverkehr in der Richtung nach Köln und Uebergang erfolgt ab Betzdorf über Hagen.

Aus Betzdorf wird uns geschrieben: Infolge der außer­ordentlich starken Schneemafsen und des plötzlich eingetretenen anhaltenden Regenwetters, ftiegen am Donnerstag die ^Wasser der Sieg und Heller in erschreckendem Maße und nahmen unheimliche Dimensionen an. Mit Bangen sahen die Bewohner der Däuser der Bahnhofs-, Sieg- und Dellersttaße, den bereits schon das Wasser zu den Fenstern herein drang und die unteren Stockwerke füllte, der . anbrechenden Nacht entgegen. Immer reißenber strömte die Flut heran und fortgesetzt wurde von Orten, am oberen Laufe der Sieg und Heller Steigen des Wassers gemeldet. Im ganzen Orte herrschte größte Aufregung und fast sämtliche Bewohner befanden sich hn Freien. Tie Gefahr war im Laufe der Nacht für die Häuser der Bahnofssttaste derartig ge­wachsen, dast die Feuerwehr arlarmiert wurde und in Kähnen die Bewohner aus den bedrängten Häusern abholte. Schon am Abend waren an einzelnen Häusern in der Bahnhofsstraste Nisse bemerkt worden und die Bewohner von der austerodentlichen Ge­fahr. welche ihnen drohte, in Kenntnis gesetzt. Gegen 12 Uhr wurden dann die Grundmauern an einem Hause, in dem sich der Weinkeller des Weinhäirdlers Aepfelbach befand, fortgerissen und etwa 2000 Liter Wein von den Fluten verschlungen. Zu gletdjer Zeit brachen die Mauern an einem Nachbarhause des letztgenannten heraus und die Fluten führten fast sämtliche Atöbel und Betten rm Nu von dannen. Selbst als die Häuser schon zu wanken begannen, war die Feuerwehr in den oberen Stockwerken noch tätig, um Möbel, Betten usm. in Sicherheit zu bringen. Gegen 3 Uhr mußten die Feuerwehrleute von ihrem Rettungswerk ablassen, da die Häuser immer mehr schwankten und eine halbe Stunde später stürzten zwei Häuser mit donnerähnlichem Gekrache zu- iammen. Es war das Werk eines Augenblicks, man sah ein schäu­mendes Aufspritzen und die Trümmer waren von, den Wellen verschlungen und fortgerissen. Auch ein schwerer Geldschrank, dessen Besitzer nicht anwesend war, versank in den Fluten. Unaufhörlich strömte, dec Regen hernieder, trotzdem waren die ganzen Bewohner, namentlich der an der Sieg und Heller gelegenen Häuser, im Freien und sahen mit Bangen dem Zerstörungswerl'e zu,, welches das schaurige Schauspiel anrichtete. Mit Tagesanbruch rissen dann die Fluten Teile der Fundamentmanern des Postamtes ein, so baß auch hier geräumt und das Postamt tu ein anderes Gebäude ver­legt werden mußte. Man glaubt setzt doch, daß das Postamt er­halten werden kann, es ist mit eisernen Strebern unterfangen. Endlich bemerkte man im Lause des Freitag Vormittag rasches Fallen des Wassers und die Bewohner atmeten wieder erleichtert auf, da sonst sick)er noch mehrere Häuser dem Einsturz geweiht gewesen wären. Obwohl glücklicherweise keine Verluste an Menschen­leben zu beklagen sind, dürste der Schaden, welcher die vom Wasser bedrängten Bürger getrosten hat, sich doch auf die Taufende belaufen. Trotzdem die Wasser letzt sinken und das Aergste vor­bei ist, wird doch die bange Erinnerung hieran in Betzdorf noch lange bestehen bleiben.

Für Franks u r t war für gestern nachmittag ein weiteres starkes Steigen des Hochsvafsers erwartet worden, doch blieb die schließliche auch kommende Flut hinter den Befürchtungen zurück. lUm 7 Uhr abends war der Pegelstarrd 5,53 Meter und um 8 Uhr 5,56 Meter. Tas Wasser stieg noch langsam. Auch vom Mittel- und Obermain wurde gemeldet, daß das Steigen sich verlangsamt habe. jAn der alten Main brücke ist eine Menge Flößholz angetrieben. Tas Frankfurter und das Sachsenhauser Mainufer stehen völlig unter Wasser, ebenso die tiefliegenden Straßen der Altstadt, wo das Wasser bis zum Römerberg steht. Besondere Unfälle finb nicht vorgekommen.

Am Main wird in Würzburg der höchste Stand einge-/ itreten sein. In Aschaffenburg und Passau wird er heute eintreten. Die Seitenslüsse sind im allgemeinen etwas gefallen.

Rachem das Hochwasser der Kinzig gefallen, ergibt sich, daß allenthalben großer Schaden angerichtet worden ist. 92a- mentlid) bei der Hanauer Kleinbahn haben sich beträcht­liche Tammrutschungen gezeigt, so daß am Sonntag energisch an den Ausbesserungen gearbeitet werden mußte. Leider wird ie- doch noch geraume Zeit vergehen, ehe der Betrieb wieder voll auf- genmnmen werden kann.

Wegen Sperrung der Lahnbrücke zwischen Nieder- lahn stein Oberlahn st ein und Unterwaschung des einen

Geleises zwischen Oberlahnstein und Block Hohenrhein werden bis auf weiteres die D= und Schnellzüge FrankfurtRüdesheirn NiederlahnsteinKöln über FrankfurtMainzBingerbrück Koblenz, die Eilzüge über FrankfurtWiesbadenMainzMarn­bachBingerbrückKoblenz geleitet. Ter Personenzugsverkehr wird bitrd) eingleisigen Betrieb über Oberlahn steinBlock Hohen­rheinNiederlahnstein aufrecht erhalten. Zwischen Wiesbaden Oberlahnstein und icmgekehrt verkehren die Eilzüge 47, 49, 55, 52, 56, 48 und die V-Züge 171, 68 für den Lokalverkehr.

Ter Rheinpegel zeigte gestern in Köln 5,79.

Ter Bahnhof GelsenkirchenBismarck ist infolge Tanrmbruch der Emscher überschwemmt und teilweise unterspült und für den Verkehr bis auf weiteres nicht mehr zugängig.

Tas Hochwasser der Fulda ist von 23onnittag bis Wend bei Kassel um 70 Zentimeter gefallen und fällt weiter.

Tas Hochwasser der Werra riß die Flutbrücke bei Wan­fried weg. Drei Knaben sind dabei ertrunken.

Tas ganze Sa a letal ist meterhoch überschwemmt.

Am Samstag abend begann die Elbe bei Dresden rasch zu steigen. Hunderte von Arbeitern waren beschäftigt, um den Brückenneubau zu schützen. Gegen 9 Uhr traf das böhmische Eis aün. Die Schollen hatten eine Stärke von einem Meter, so daß alle Schutzmaßregeln nichts nützten. Die großen Balken, die mau auf gestapelt und mit eisernen Tragern beschwert hatte, worden von den Schollen sofort weggespült. Für etwa 10 000 Mk. zugerichtete Balken gingen verloren. Gegen Voll Uhr staute sich das Eis an der Jnterimsbrücke, die starken eingerammten Psahle der Brücke hielten aber nur zum Teil stand, etwa zehn wurden weggebwchen und weggeschwemmt.

Die nördlichen und westlichen Vororte von Leipzig sind teilweise überschwemmt. Das ganze Rosental steht unter Wasser. In der Antvinettenstraße und in der 9iödelstraße rettete die Feuerwehr am Samstag mit Kähnen die Bewohner der unteren Stockwerke und Fischer führten mit Kähnen den Bewohnern der oberen Stockwerke Lebensmittel zu.

In Schleußig mußte die Feuerwehr die Bewohner aus mehreren bedrohten Häusern üt Sicherheit bringen.

In Rieder kross en bei Orlamünde (Sachs.-^lltb.) verur­sachte das Wasser einen Erdrutsch, durch den Grabdenkmäler umgeworfen und Gräber blosgelegt wurden.

Im Donaugebiet haben nur die linksseitigen Zu­flüsse, Wernitz, Altmühl, Raab und Regen, Hochwasser gebracht.

«lcme Tageschroutk.

Ter Großherzog von Baden I)at den Raubmörder PHi­li psohn zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt.

Am Samstag ist die Druckerei und lithographische Anstalt von Albrecht Katz in Mannheim völlig niedergebrannt. Der Schaden beträgt 100 000 Mark.

Infolge Ausströmens großer Gaßmengen wurden auf Schacht Maximilian bei Hamm vier Bergleute getötet und einer schwer verletzt.

In P h s ch e g in Schlesien erschoß der Häusler Janosch seinen tags znvvr getrauten Sohn int Rausch und tötete sich dann selbst durck) einen Schuß in den Kopf.

In dem Sprengst» fsm agaz in der Bergwerke von Tucquegnieux bei Briey explodierten 1700 Kilogramm Pulver und Dyamit, sowie 10 000 Zünder. Sechs Arbeiter wur­den getötet Das Gebäude wurde vollständig zerstört

Aus Sunastvall in Schweden wurden von mehreren Or­ten ziemlich starke E r d st ö ß e gemeldet.

Ter Sekretär der deutschen Gesandtschaft in Santiago de Chile ist ermordet worden. Die ärztliche Untersuchung ergab, daß der Schädel gespalten war.

Die Staaten Georgia, M i s s i s s i p i und Texas wurden von einem Zyklon heiingefucht, wodurch 22 Personen getötet und viele verletzt wurden. Zahlreiche Häuser ttnirben zer­stört. Der Schneesturm, der kürzlich Kansas, Nebraska, Iowa und Oklahoma verheerte, kostet die Vemcherungsgesellschaften 12 Mill. Mark. . .

Bei Tampa in Florida fuhr ein Kraftwagen, in dem sich der ehemalige Präsidentschaftskandidat Bryan befand, gegen das Geländer einer Brücke. Bryan wurde am Bein schwer verletzt.

Gestern früh wurde in Tiflis ein Erdbeben verspürt, das zehn Sekunden dauerte. Nack» anderthalb Stunden ereignete sich abermals ein heftiger Erdstoß.

hanSeL.

r 2 t ß b c r g, 8. Febr. Billiges H o l konnte man am Samstag bei der hiesigen Holzversleigerung kaufen. Schnitholz 1. Kl. kostet etwa 7 Mk., 2. Kl. ö6 Mk. und Buchen-Reisig der Meter 5060 Pf.

London, 6. Febr. Nach dem Handelsausweis iviirben tm Januar in Großbritannien Waren im Werte von Lstr. 53 511359 eingeführt. Ter Rückgang der Einfuhr beträgt Lstr. 2 852 020. Die Aus'uhr (teilte sich tm Januar aut Lstr. 28 803 046, was eine Abnahme um Lstr 5 604 721 bedeutet. Die Ausfuhrziffern weisen in allen Fabrikwaren, hauptsächlich aber in Elsen, Stahl, Baum­wolle, Wolle, Drogen und Farbivaren einen Rückang auf.

Märkte.

ic. Frankfurt a. M.» 8. Febr. (Orig.-Telegr. bcSGieß. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Frucht markt preise. Weizen Mk. 21 5021.75, Kurhessischer Ä!k. 21.7522.00, La Plata Mk. 24.0024.50, Kansas Alk. 24.2524.75, Roggen (hiesiger) Mk. 17.0017.25 Gerste (Wetterauer) Mk. 18.5018.75, Franken- elber Alk. 17.5018.00, Hafer 16.5017.50, Mais Mk. 16.7517.00. Weizenmehl Alk. 32.5032.75, 0000, 2. Qualität Mk. 31.00 bis Mk. 31.25, 3. Qualität Mk. 29.0029.25, Sioggcnmebl 0

Alk. 25.5025.75, 1.Qualität Alk. 24.5024.75, Weizenkleie Mk. 9.75 blS Mk. 10.00, Sloggeiillcic Alk. 10.2510.50, Maiskeime Alk. 12.50 bis Alk. 13.50, Frauken, Pfälzer, Ried Alk.00.00-00.00. Alles per 100 Kg. ab biet.

le. Frankfurt a. M., 8. Febr. (Telegr. Orig. - Bericht deS ®ie£>. 9(115.".) Amtliche Notierungen der heutigen 1 c h 111 a r k t- p reife. Zum B^ckaufe slaudeu: 448 Ochsen, 82 aus Oesterreich, 50 Bullen, laus Oesterretd), 820Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 284 Kälber, 327 Schafe uiid Hämmel, 1673 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegenlämmer, 00 Schallämmer. Bezahlt ivurdeu llir 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1. Qualität 7376 Alk., 2. Qiialität 6870 Alk., 3. Qualität 5860 Alk.-, Bullen: 1. Qual. 6466, 2. Qual. 60-62; Kühe 1. Qualität 7072 Alk., 2. Qual. 5961 Alk., 3. Qual. 4749 Alk., 4. Qual. 0000 2)1 L, 5. Qual. 0000 Alk. Bezahlt wurden für das Pfiind Schlacht­gewicht: Kälber 1. Qiialität 90 bis 95 Pfg., Lebendgewicht 5357 Pfg., 2. Qualität 8088 Pfg., Lebendgewicht 48-53 Pig., Schlachtgew. 6568 Pfg.; Schafe: 1. Qual. Schlachtgew. 70 bi5 00 Pfg., 2. Qual. 5860 Pfg. Schioeine: 1. Qual. 7072 Pf Lebendgewicht 56,057 Pf., 2. Quak 6900 Pi., Lebendgewicht 56,000,0 Pfg., 3. Qual. 6468 Pfg., Lebendgewicht 00UO Pfg. Geschäft bei Hornvieh mittelmäßig, fein Uebersland, bei Kleinvieh gut, fein Uebersland.

Littgcsattöt.

(Für Form und Inhalt aller unter die,er Rubrik stehenden Artikel Übernimmt die Redattwn dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Jeder kehre vor seiner Tür!

Ein lustiges Winterbild. \

Bei Jient gestrigen sonntägigen Schneefall boten die Straßen unserer Stadt nicht nur ein hübsches Wintergemälde, sondern auch ein äußerst interessantes, ganz neiied Leben, wie es sich Bellamy in seinen Zukunftsschilderungen geträumt bat. Tie Gießener be­wiesen einmal wieder mit echtem Bürgersinn, daß sie nicht nur int Stillen glücklich sind, von weisen Stadtvätern regiert zu werden, sondern daß sie mit dem glänzendsten Ausfassungsvermögen be­gabt siitd, die großen, modernen Ideen der ernsten, fürforgendew Versammlung in lebenidge Wirklichkeit umzuwandeln.

In der Stadtllerordnetensitzung ooin 21. Januar 1909 wurde sehr richtig bemerkt, die Hausbesitzer könnten an Sonntagen ganz gut" ihre Bürgersteige selbst reinigen, da fei eine gesunde Hebung. Und nun sah man in der Tat gestern Hand­werksmeister, Regierungsräte, Landgerichtsdirektoren, hohe Mili- tärs, Professoren, Prioatdocenten, Geheimräte, Ladenbeiitzer, Ren­tiers etc. in voller Begeisterung für das neuerfundene iLonntags- oergnügen mit Schaufel und Besen in edlem, durch rosige Wangen belohntem Wetteifer Schnee schaufeln und fegen. Ta der Schnee an» b-auernb fiel, so wählte jede Straße ihren Obmann, der Wache hielt und mit der Trompete,so oft als nötig" die tapfere Schar wieder aus ihren Zimmern in die herrliche, gesunde Wiitterluft hinausrief. Es war nicht nur das Bellautysche Ideal, daß Jeder jebe Arbeit für das Allgemeinwohl leistete, hier zum ersten Mab erfüllt: Wie das Böse fortzeugend nur Böses gebiert, so zeugte hier des Edle wieder Edles. Tie Vereinigung der Stände führten zu leb­haftem Anschluß, edle Freundschaften der Schneeschipper wurden geschlossen, viele fürs Leben. Es wurde auch ein Verein mit dem NamenLawinia" gegründet ^Beitrag nur 1 Mark) welcher den Zweck hat, die Mitglieder jedes Mal nach tapferer Arbeit (NB. mit Tamen) im Wintergarten das Eafe Amend zu Kaffee imd Krappeln zu vereinigen, um auf das Wohl der Stadtverordneten anzustoßen und sich auf die nächste Stadtverordnetensitzung zu freuen.

öoläiiöjtft)11ichc Witterung für q-ejje» am Dienstag" iden 9. Februar: Heiter, später zunehmende Bewölkung. Anhaltend Frost.

Schneebericht des Schiklnb Wandervogel-Gießen vermittelt vom Landwirtschaftlichen Wetterdienst in Gießen.

In den Alnielgebirgen 5 Ztm. Reuschne.

(Drigiiia

Paris, 8. Februar. Nach einer Meldung des Echo dc Paris aus Bern sollen Deutschland und Italien entschlossen sein, einen gemeinschaftlichen Standpunkt in der Frage der Verstaatlichung der St. Gotthard-Bahn emzunehmen. Man spricht von einer Konferenz in Bern, an der Vertreter der beiden Staaten, die die Bahn bisher sub­ventioniert haben, beiwohnen sollen.

Paris, 8. Febr. Nach demMatin" sind alle Ge­rüchte von der Verhaftung Azews erfun-ben.

London, 8. Febr. DieTimes" meldet aus Peters­burg, daß die russische Negierung dem türkischen Gegen­vorschlag keine Schwierigkeiten in den Weg legen werde.

IJnpnlhphrlirh für alle, die auf einen schönen, reinen, zarten uneniueni nun ^jm Wert legen, ist die von Professoren und Aerzfen empfohlene MnrrboUnseife, die hergestelll aus den selnften Nohmalermtieu durch Zusatz des Myrrholinö böchjt wirk' ungsuollc kosmetische Eigenjchanen besitzt. [b4/t

Todes-Anzeige.

Heute nacht 2i/i Uhr verschied nach langem, schweren Leiden unsere liebe Tochter, Attitter, Schwester, Großmutter und Tante

Irau Glisabeih Eßelmüsser

geb. Ullrich.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Frau Auua Schmall Ww. ss?

Gießen (Wolkengasse 12), Duisburg-Hochfeld, den 7. Februar 1909.

Die Beerdigung findet Dienstag, den 9. Febr. 1909, aachm.3Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt.

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Abschluß am 31. Dezember 1908.

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Aus stände 1942.41

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Schulden jft

Kapitalschuld 400.

Mitgliederbeiträge 610.

Reservefonds 3 900.

Betriebsrücklage 2689.23

Noch zu zahlende

Schulden 45.60

Reingewinn 1883.95

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Stand der Mitglieder am 31. Dezember 1907 Zugang in 1908 .......

. 117 7 124

Abgang in 1908 ......... __3

Daher Stand am 31. Dezember 1908 ..... 121

Reiskirchen, den 6. Februar 1909.

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Hungen, den 8. Februar 1909.

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