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auck in MünchenM m achtziger Jahrcn. <1 ligen Äalistischcn ÄiD 252316, 1907: 3232(1 1 (bic minimalen Ein« d)ti 1603604, 1 6)7 Ml 712, 1584 222, 1 49351 Ahr zu Ahr um 8 I 103, 287, 266 Liter. l\ mftion zurückg^aM I 't)liier, und bei Mmtid sich vermindert hat :l ercchnung des «rbickl u zielM ist, dass bic ti'- t mit aus die Giniwfc dcii achtziger Ahm je nach 487 Siter Kei» fahren beinabc <ui!'
Lch-wirnbingcn Mi'txA usigc NMAMg, bic s [tat ober auch ui uati mit btt 3citbic niichlM
Bekanntmachung.
In ba-3 Genossenschaftsregister wurde vc^ugltch der lMdwirtschnslüchen P.-ugs- und Aoiatzgcnossenschaft E. G nc u. tz. Ruttershausen eingetragen: Nachdem das Ge- !t»ssenschaftsvermögen vollständig verterlt flt, i|t bic -e> rcetnngsbesugnis der Liquidatoren erloschen.
Gießen, den 7. Sept. 1909. ß 9
GroßhcrzoglickeS Amtsgericht.
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EnticAjch jrfl)'.d J ^&en Mauer \wA ^Art zuiaM^ Julien, luobn die J d-r Gestank b7" Küchen Su3 )Ct- «ut einem eltd WM tro jichg ,uub Ähloizimmn ui 1 den größten Teil iW 1 an dem ) (bittren 5m lagen Bambuspseijm 3 sie sic an der Sonnt j
* „Tie Blechpvst". Ein Wort an Sommerfrischler und ’nrriften Froh, der aufreibenden Berufstätigkeit auf ein paar rochen -ntronncn zu sein, schweift der Blick des Fericnreisenden vrd) die Wagcnsenster über Felder, Wiesen und Wälder, Täler u»d Höhen: rotleuchtende Ziegeldächer freundlich m Grün gc-
Törfer taucl>en auf. Doch — was ist das? Dort pn «t ersten in der Rähe der Bahn liegenden Scheune hängen häßliche Aakate, ans denen mit riesengroßen Lettern irgendeine Sorte •afc-' oder Waffeln empfohlen wird. Tort schon wieder, dort rrfi einmal und so fort ohne Aufhören! Bald folgen in bunter Hhc ausgestellte Dasein, Dachgubel und alle möglichen Fläd?en .rtit Anpreisungen von Schokolade, Zigaretten, Bier, Wein, Sekt ,-nd Schnapsen, und damit auch die Abstinenzler nicht zu kurz 'mnnen, von Mineralwässern! Ferner sieht man mitten in der 'taur die Anpr i jungen kosmetischer Artikel, pharmazeutuchcr Zeezialitaten und Gott weiß was sonst noch alles, nicht tzu vergessen die zahlreichen Emosehlnngen von Hotels, Automobil ■innen, Ausstellungen und dergleichen. Wer- darf uns wohl so /fine weiteres das bißchen Ferienfrcude vergällen, wer bar, uns umnten, auf unterer Reise nach den Alpen, nach der tscc )o irbfcoicl hundertmal die Anpreisung irgendeines industriellen errzeugnisses oder Handelsartitels zu lesen? Darf denn um er iirrd) das Berufsleben, durch die Sorgen des "Alltags ohnehm ■ ton genug zermartertes Gehini gar nicht mehr zur Ruhe kommen ? Mssen wir, um in unsere Sommerfrische zu gelangen, erst das Mescuer solch.- r widerwärtiger Eindrücke über uns ergehen laßen? i'jtb diese Qual verfolgt uns bis ans Endziel, sie lauert an allen ('den und (Inden, vom. ?Ae«resstrand bis zum Alpenrand - u bis in di' entlegensten Atpentälcr, und wir wundern uns schließ lidl, daß man nicht auch schon den Kühen auf der Alm oder den Seehunden in den Watten die Worte auf das Fell gebrannt hat: Staust X. ?).'S Schokolade!" oder dergleichen. Und man tragt i cl) immer wieder, wer den Fabrikanten das Recht gibt, unsere rnze Landschaft, unsere Dörfer und Städte als Reklamealbum .r benutzen, unsere Naturgüter in einer solchem Weste zu ver schau dein? Fst es nicht ein Armutszeugnis ohnegleichen, das siel) selche Firmen selbst ausstellen, wenn sie kerne Andere Art der l-riwschtung ihrer Erzeugnisse mehr wissen, als -stabt und Land mit dieser Art von Reklame vollzuklecksen? Als ob cs reute stleiürna- inscralc, keine slicisenden, leine Offertbriese und viele andere Mittel gäbe, durch die man für sein Erzeugnis luerbeit tum' jedenfalls stelle man die Reklametasetn usw. nicht mitten iit die Ra tu.' hinein! Bon allen Auswüchsen unseres modernen ^irtschaftsieb.-ns ist b ei? Naturverschandelung ganz gewiß eine b.-r allerschlimmstcn. Und wer aus seiner Reise einem Urheber steser Reilameart bcgegneii sollte, der sage es ihm gehörig aus L it Deutsch. man sage es auch den Bauern und Grundbentzeru, list' ungehörig es sei, solche Reklameschilder an ihren Voten, ktieunen, Zäunen, auf ihren Wiesen und Aeckern zu dulden, und hie sie bannt unbewußt den Jnli-rcssen ihrer Gemeinde, ,a bes zriizen Landes schaden' Es nuijj immer von neuem wieder laut urtb euer gisch Protest gegen eine solche unwürdige Verunstaltung unserer schönsten tagenden erhoben werben; je mehr stimmen tid) Ifldtenb machen, desto mehr unterstützt man die dagegen imgauge li.'smdlirlien Bestrebungen unserer .Heimatschutzvcreiiie, erleichtert Liid) den Behörden die Durchsührnng der zürnten schon erlastcnen I verordnungen. Zeder, der mithilft, diesen Unfug ans der Welt |]£ schassen, macht sich um das '-Allgemeinwohl verdient, beweist, datz In. noch gesunden Natursinn hat.
te * Eine neue schonende DiertötungsMethode. Iflin weiß aus vielerlei Fällen, welche Mül>e es macht, in zoo- huschen Gärten altersschwache oder für bas Perloiial gefährlich Iverdende große Lstw-tiere, Dickhäuter, Raubtiere und dergleichen k n töten. Emen schnellen und sanften >vd bereitet man bieten Riten, ohne Gefahr für die Aussührenden, durch tlnwendung des I Leuchtgases, eine Niethode, die Kürzlich im Frankfurter ,,Zoo kttorobt wurde. Hier sollte eine alte Iaguarm, Oie trotz betten lljörtitö zum Skelett abgemagert war, in bic ewigen Jagdgrunde gefördert werden. Man brachte das o ier m eineu engen, gut ■fügten Kasten, einen sogen. Untier falten, bei imFreien aut qeitdlt und an allen Oessnnngin Ntöglichlt ^ich^ verstopft murde
• Eine französische ,,BI a u st r u m pf" - S t a t i st i k. cht weniger als 3000 schriftstellernoc ,trauen zählt das heutige Frankreich nach einer Statistik, die der Gil Blas mittcili. Unter -. jer stattlichen Schar von Blaustrümpfen sind 1500, die Ro- •,inc oder Jugendbücher schreiben, 300 befassen sich mit pädago- 7frf)cn Schriften und 300 schreiben Gedichte. Nur die Själitc gehört yt Schriftsteller-Vereinigung an, und etwa 60 sind Mitglieder -r Bereinigung der dramatischen Autoren. Journalistinnen zählt -e Ltalisstk 360 auf, aber von diesen kommen 340 nur für die Rodezeiischriften oder die Mvderubrik in den Tageszeitungen in Betracht. "Auf den übrigen Gebieten der Journalistik betätigen sich Lso nur 20 Frauen. Immerhin bezeiclmen auch diese Zahlen den ^iegeszug der Frau, da vor 15 Jahren den journalistischen Beruf Ür 7 oder 8 Frauen ausübten.
♦ Die Höch st c Alpen st raße. Bisher war das Stilsser 'och mit einer Höhe von 2760 Metern die höchste fahrbare »ergstraße in Europa. in einiger Zeit wird es aber diesen iinen Hauptruhm abgeben müssen. In den savohischen Alpen strd eine fahrbare, auch militärischen Zwecken genügende Straße , r den Eol del' Jseran gebaut werden, deren höchster Punkt »170 Meter hoch liegen, also die Höhe des Stilfser Jocks um *,) Meter überschreiten wird. Tie neueste Alpenstraße soll vom Tuellgebiet der Fsöre ansteigen und in Bonncval am Are en- Tgcn, um bic Gebiete von Tarentaise und Maurienne miteinander \i verbinden und damit den Umweg von 225 Kilometern, der ’^fjer nötig war, um von einem der genannten Täler ins andere 3 gelangen, auszuschalten. Ter Bau der neuen Alpenstraße -irb Gens unb Nizza in direkte Verbindung bringen: diese "ab dann nur noch 620 Kilometer betragen. Tie Kosten des -aucs sollen -1 Millionen Franks nicht überschreiten.
ende Bildet von bet II Vcbcit bet fdiietümtn^l i&diriit ein nngcnüßtll aller RcuIM in verteil» imilicnlebeit des bct' „Ter eilte ItinK] j)ütc unb WM IJJ i Gesicht, dem w JJ j ßtroiniicnbt-.’. wt« M ichcr man.: ■ bc geistige verra t in «• rtftl
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lirrde bi" Mündung'eines Gasrohrs gebracht und bann der Hahn .rtifnet. Zunächst blieb alles Hili, nach kaum nnu Minuten ei- ■c.qtcn Bewegungen unb em leichtes «ehuaufcn, wora"t wici r Älige Ruhe eintrat: ber -üb mar crplgi. .m-i d.i ^idu.L.it
Bckanrckmachung.
In das Genossenschaftsregiscer wurde eingetragen be> zuglich des landwirtschaftlichen Konfumveretn^ ^open- WfrfE. ®. m. u. So.: Tic Bekanntmachungen cr,°lgen nrnmehr in dem Gießener Anzeiger. 9
Gie ß e n , den 6. Sept. 1009. ,3
___Großherzogliches Amtsgericht.
Bekanntmachung.
In das Handelsregister Abt. B. wurde eingetragen. Lie Gewerkschaft Hessen, Gießen. Gegenitand de^ unter mhmens ist der Betrieb und die Verwertitng der zu z in Besitz der Gewerkschaft Hessen bctindltchen Bergwerk.^ becechtigungen, belegen int «Lroßherzogtum ^os|en, 1 . i*r Betticb ober die Verwertung ferner /u erwerbender Bierechtignngcn und Bergwerke, sowie die Herstellung l Klagen und der Betrieb von Geschäften, welche dte ^ I Atzung dieser Berarr<rte unb die Verwertung bei frof-L“e derselben befördern. Repräsentant ist Johann ßtefenbio , Mn R9/
Gie ßen, den 6. Sept. 1909. " 3
Großherzogliches Amtsgericht.
loegen ließ man noch fünf Minuten Gas errrfträmm. Die Bor' teflr bief^r Tötungsmetbode lind der äußerst'kurze, in 1>öllutcr BetäubuTtg erfolgende Todeskamps, der Ausschluß jeder Gefahr, das Jntaktbleiben des Felles und die außerordentliche Billigkeit, in diesem Tratte etwa wer Pfennige für bk verdrMichvm 21,.. HUbip meter Gas.
Kleine TagcSchronik.
Aus Berlin wird berichtet: Vor 4 Wochen ließ der Kaufmann Kubiak aus Posen in einem Omnibus Schmucksachen und Wertpapiere im Betrage von 120000 Mk. liegen. Acht Tage später erschien bei einem Geldinstitut des Westendes ein elegant gcfleibetcr Herr, um Papiere im Werte von 20 000 Mk. zu lombarbieren und 10 000 Mk. daraus zu erhalten. Kaum hatte der Herr das Geschäft verlassen, als der Kassierer die Identität der Papiere mit den von Kubiak als verloren angemeldeten feststellte. Ter Kriminalpolizei gelang die Ermittelung unb Verhaftung des Lombardierers, sowie seines Gefährten. Tie verlorenen Wertsachen wurden, abgesehen von den 20 000 Mk., vorgesunden. Die beiden Verhafteten entstammen angesehenen Berliner Familien, bic den Betrag sofort ersetzten.
Aus dem Schliilkuchen -Gletscher oberhalb des Engelberges wurde der Luzerner Bergsteiger Stierli erfroren a n f g c f n n b e n ; er war vor zwei Tagen mit zwei Fremden zur Besteigung des Wahleusteckes aufgebrochen. Wegen des schlechten Wetters kehrten die beiden nm, während der Bergführer seinen Weg fortsetzte. Offenbar hat er sich bann in bein Nebel unb Schneestuim verirrt. Stierli hinterläßt eine Frau unb vier Kinder.
(Ein neues Kolonialreich.
Unter dem französischen Zeitungslärm anläßlich des Sturzes des Ministerpräsibentcn Cl^menceau ist der wichtige Fortschritt Frankreichs in ber Eroberung Norbafr-ikas, bic vor einiger Zeit gemelbete, wirksame Unterwerfung bes Negerstaates Wabai am östlichen Ufer bes Tschabsees fast unbeachtet geblieben. Diese Eroberung, mit ber Frankreich iv lebe rum auf einer langen Linie an bic Grenze ber englischen Interessensphären rückt, nachdem ihm bas Laub schon längst in ber Theorie ber biplomatischen Verträge zugesprochen war, ist auch für Deutschland insofern von Interesse, als es fast ausschließlich beutsche Forscher waren, die den Franzosen durch Erforschung des Landes vorgearbeitet haben. Ter erste Europäer, der nach Wadai gelangte, war der Deutsche Eduard Vogel, der sein Wagnis 1856 mit Hinrichtung büßen mußte, der zweite, Moritz von Beu r mann, wurde beim Betreten Wadais in Mao auf Befehl des Sultans ermordet. Heinrich Barth gelangte zwar nicht bis Wadai, tonnte jedoch in der Nähe wertvolle Erkundigungen über die Topographie und Geschichte des im Jahre 1635 von Abd-el-Kerim gegründeten Reiches ein- ziehen. Erst N a ch t i g a l war der erste Afrikaforscher, dem es auf seiner Reise von 1873 bis 1874 glückte, lebend aus dem Lande wieder herauszutommen, das 1880 und 1881 auch von den Italienern Matteucci und Massari besucht wurde, ohne daß deren Erpedilionen eine wesentliche Bereicherung der geographischen Kenntnisse gebracht hätten.
Das Machtbereich des Sultans — eines Der fanatischsten Anhänger des arabischen Geheimordens der Senussi, die den Tod jedes Europäers auf ihre Fahnen geschrieben haben —, hat großen Schwankungen unterlegen. Eine Zeit- lang gehörte sogar Bagirmi zu Wadai, das von Nachtigal auf 440 000 Quadratmeter mit 2V2 bis 3 Millionen Ein- ivohnern geschätzt wurde. Als die Franzosen seine Nachbarn geworden waren, zogen sie einen festen Kordon von Militärstationen an die Grenze, der das Schwert an die Wurzeln des Reiches legte, die Einnahmen des Sultans empfindlich einschräntte unD die Mischbevölterung des Südens, die immer nur tributpflichtig war, dazu ermunterte, den Gehorsam auszusagen. Ein übriges tat dazu der verheerende Menschenhandel ber Araber mit ihren Stlavenjagden, unb Jo mag Wadai, das in seinen Steppen unb seinen wildzerklüfteten und dicht bewaldeten Gebirgen eine starke Bevölkerung ernähren könnte und noch vor 20 Jahren ein kriegsgeübtes stehendes Heer von 12 000 Köpfen hielt, heute wohl nur noch eine halbe bis 1 Million Menschen fassen.
Die Nutzung des Landes, dessen neue Hauptstadt Abeschr nach Matteucci 20—30 000 Einwohner zählt, während die alte, namens Wara, eine nicht uninteressante Ruincnstadt ist, beschränkt sich zurzeit auf das, was im Lande selbst verbraucht wird. Der Außenhandel nach den Mütelmeerländern ist äußerst gering. Obwohl Wadai nur in seinen südlichen Teilen beständig wasserführende Flußrinnsale besitzt, ist Die Bewässerung, wenn ihr tünftlidi nachgeholfen wird, namentlich in der Umgebung des Fitaisees mehr als ausreichend, um einen stattlichen Außenhandel zu nähren, bei dem Weizen, Reis, Duchu unb vorzügliche Pserbc, Kamele unb Rinber, Daneben aber auch immer noch Sklaven bic Haiiptausfuhr- artilel sind. Tie Unterwerfung ist den Franzosen jetzt weniger burch bas schwache Korps von 200 Negersoldaten als durch bic biplomatischc Gefügiguiachung bes Sultans gelungen, der einsah, baß bic Tage seiner Gewaltherrschaft gezahlt sinb unb daß ihm nur noch die Rolle eines sran- rosischeu Staatspensionars übrig bleibt.
~ han-el.
Dresden, 8. Sept. Tic Aktiengesellschaft Eamerasabrikation vormals Erncmann, bic Fabrik plMographischer Avvaraic auf Aktien, vormals R. H u e 11 i g u. Sohn unb Emil Wünschc , Aktiengesellschaft für photographisch.' Jnbustrie in Trcsben Rcick,
Vergebung von Bauarbeiten.
Tie für bie Erbauung eines Schull-auses in Nonnen- ro th erforderlichen Arbeiten unb Lieferungen wie:
Erd- unb Maurer-, Steinmetz- (Lungsteinlieferung-, Zimmer-, Dachbecker-, Sclstndel-, Spengler-, S. l.s er Glaser-, Schreiner-, Weißbinder- und Tapezierarbei- ten, sowie die Eisen-, Röhren- unb Zementlieferung sollen im Wege öffentlichen Angebots vergeben werden Die Angebotsunterlagen liegen auf dem Amtszimm. des Unterzeichneten, Zimmer Nr. 18, während ber Dienst stunden zur Einsicht der Interessenten offen.
Angebote, mit entsprechender Aufschrift versehen, fnt. verschlossen unb postfrei bis spätestens Mittwoch den 1- September 1909, vormittags 10 Uhr, auf Großh. Burger meisteret Nonnenroth einzurelchen. Frctc Wahl unter den Bewerbern bleibt Vorbehalten. Zuschlagsfrist 14 Tage.
Gießen, ben 3. September 1909.
2er Großh. Kreisbauinspektor bes Kreises Gießen.
I. B.: Lnöll. (L«/s
Bekanntmachung.
#nrv tut bei: kommenden Winter
Fichtendcckreiser aus den itäbnidicn Waldungen äu beziehen wünscht, wolle dies als bald aus der Büraermciitcrei - Zimmer Nr. 15 - anzeigen.
Prei-i beträgt 20 *13tg. tur bic Welle und nt bei der An Meldung zu cnniducti. Die Lieferung erfolgt frei vor das HauS. "Ucnigcv al« 5 Wetten werben nicht abgegeben.
~ Tie Meldel.sic.i werden am 5. Cftobcr geschlossen. Spater einqcbende"Bciie!liiii.-.cii können nickt berücksichtigt werden.
Gießen, ben 2. September 1WV. . . BI»
Großhcrzoglicke Bürgermeisterei Gretzen.
I. V.: Keller.
werden ihre Aktionäre demnöckst zu orbenfliehen Generalversammlungen embemfen zwecks Beteiligutig an der nunmehr zustande gekommenen Bereinigung der iührcnden^Eaniera- Fa b r i : c n Deutschlands zu einer größeren sv-abrik.
— Eilzug und Speisewagen. Wie die Königl. Eilen- bakmdirektion Steklin der Berline. Handclskamnur mittrilic, sellen in zuschlagsfreien Eilzügen, die ans Abteilwagen bestellen, grundsätzlich keine Speisewagen mehr rnitgesührt nxTben. Eo ist daher in Aussicht geiwmmen, enhveder die auf der Strecke Berlin- Stettin—Twizig in den Eilzüaen 19—24 mitgestihrten Speisewagen zu entfernen oder diese Zuge in D» Züge mnziiwandcln. Die Berliner Handelskammer hat sich hierzu wie folgt geäußert:
„Tie grundsätzliche Ausschaltung der Speisewagen von den zuscklagsfreien Eilzügen würden wir im Interesse derjenigen Reisenden, die diese Zuge zu iveiteren Fahrten benutzen müssen, lebhaft bedauern. Wenn j.?od) die Wahl gestellt wird zwischen jener Maßregel und der Beibehaltung der Speisewagen unter Umwandlung der Eilzüge in zuschlagspflichtige Schnellzüge, wurden wir uns für ben Fortfall der Speisewagen ansspreckren, da triefe Reisende, insbesondere die O^esck)äftsreisenden, gezivungen sin», mehr Wert aui d.e Beibehaltung wohlfeiler Fahrgelegen^ 1-eit ars aifl Beanemlichkeit zu legen. Im vorliegende,i Fall ist noch zu berücksickü-gen, daß Zug 19 nach unserer Kenntnis überwiegend zu Fahrten von Berlin nach Stettin—Stargard—Kvl- berg beimtzt wird, in geringerem Maße nach den weiter gelegenen Plätzen: die mit bei Umwandlung des Zuges in einen O-Zug verbundene Fahrpreiscrbobuirg würde für diese verhältnismäßig kurzen Fahrten besonders unangenehm empfunden werden. Im übrigen ist bei den Zügen 19—24 durch angemessenen Aus-- enlhalt auf den Zlvisckienstationen Gelegenheit geboten. Er-- frisckuugcn auf den Bahnhöfen zu nehmen. Wir empsrhielr daher die Züge 19—24 auch ferner als Eckzüge verkehren fru lassen, selbst auf die Gefahr hin, daß dann der Speisewagen! aus diesen Zügen entfernt wird."
^Märkte.
fc. Frankfurt a. M., 9. Sept. (Telegr. Orig. - Bericht bcS ^Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Diebmark t- preise. Zum Verlause standen: 6 Ochsen, 00 aus Oesterreich, 00 Bullen, 0 aus Oesterreich, 112 f\iil)c, Fersen, Stiere und Rinder, 952 Kälber, 243 Schate und Hammel, 756 Schweine, 9 Ziegen, 0 Ziegenlämmer, 1 Schallamm — Bezahlt wurden Hit 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1. Qualität 81—84 Alk., 2. Qualität 76—78 Alk-, 3. Qualität 66—68 Mk.: Bullen: 1. Qual. 66—68, 2. Qual. 62—64: Rühe 1. Qualität 74-76 Mk., 2. Qual. 64—66 'Mk., 3. Qual. 48—52 Mk., 4. Qual. 00—00 Mk., 5. Qual. 00—00 Mk. Bezahlt wurden für das Pfund Schlackigem. : Kälber 1. Qual. 66-90 Psg„ Lebendgew. 50—52 Pfg., l.Qual. 76—86 Pfg., Lebendgew. 46 - 50Psg., Schlachtgew. 70—72Psg., Lebendgew. 40—42 Pfg.; Schafe: 1. Qual. Schlachtgew. 78 bis 80 Pi(st, 2. dual. 64—66 Pfg. Schweine: 1. Qual. 75—77 Pi., Lebendgewicht 59,0—60,0 Pi., 2. Qual. 74—75 Pi., Lebendgewicht 59,0-00,0 Pfg., 3. Qual. 68—73 Pfg., Lebendgewicht 00 — 00 Pfg. Geschäft bei Hornvieh gut, Ueberstand unbedeutend, bei klleinviei' flott, kein Ueberstand.
(Biegenei Wetterdienst.
voraussichtliche Witterung für Hessen am Freitag dem 10. September: Porwiegend heiler. Kühl, nachts falt; an exponierten Orlen Nachtfrost.
Grrginal-Drahtmel-ungen.
Ein Zwischenfall in Tetschen.
Tetschon (Elbc-, 8. Sept. Gestern unternahmen, wie dec B. L.-A. meldet, die Teilnehmer des Saiaudauer Alldeutschen Verbandstages einen Ausflug nach Böhnien. Beim Festkommers sprach ber Vorsitzende des Verbandes, Dr. Ekas (Mainz). Er kam auch auf die gegen die Alldeutschen' erhobenen Vorwürfe des Hochverrats zu sprechen und betonte, daß in Oesterreich das Völk unb bas Herrscherhaus Hand jn Hand gehen und es nicht heiße: Hie Habsburg, hie Hohenzollern, sondern hie Habsburg und Hohenzollein. Er schloß mit einem Hoch auf beide Herrscher. Gegen diese Rede nahm der Reichstags- abgecrbinte Wolfs Stellung. Er erklärte, daß die ungebetenen Ratschläge, die nur auf Unkenntnis der Verhältnisse beruhen, zurückzuweisen seien. Man habe gesehen, aus welcher Seite der österreichische Staat stehe, die Deutschöstcrrcickier hätten es genügend erfahren. Jn Prag sei man gegen bic lschechifchen Exzedenten erst eingefäjritten, als sie einer Statue des Kaisers Fran; Josef einen hänsernen Strick um den Hals legten und bie österreichischen Adler mit schwarzer Eisenlackfarbe beschmierten und „Hoch Serbien" unb „Nieder Oesterreich" schrien. Der Deutschen wegen sei man jedenfalls nicht eingeschritten. Tic Versammlung nahm diese Erklärungen Wolffs mit stürmischem Beifall aus.
Zeppelins Ausstieg.
Friedrichshafen, 9. Sept. Der gestrige Ausstieg beö „3- IIP dauerte ll/2 Stunden. Es wurden Versuche mit der Funkentelegraphic gemacht, die befriedigend verliefen und fortgesetzt werden sollen. Der König von Sachsen traf um t/2ll Uhr abends hier ein und begab sich mit dem Grafen Zeppelin alsbald nach der Ballonhalle nach Manzell. Er beabsichtigt, an einem Aufstieg tellzunehmen.
♦
Stuttgart, 9. Sept. Gestern abend ist bei Zuffenhausen ein Automobil, das außer von dem Chauffeur von dem Kammerdiener und dem Kammermädchen einer Stuttgarter Herrschaft besetzt war, infolge Anfahrens an einen Baum umgestürzt. Die drei Insassen wurden schiver verletzt.
Arbeitsvergebung.
Die zur Erweilerung der Scklacktbosanlage ersorderliche Tachdeckerarbeit
soll DouucrStag den 16. September d. I., vormittags 10 Uhr, öffentlich vergeben werden.
Arbeitsbeichreibuna und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angeboie auf Vordruck, der bafelbft erhältlich, sind bis zum genannten Termin an uns einzureichen.
Zuicklagsn ist 3 Wochen.
Gießen, den 8. Sevtember 1909. B9/»
Städtisches Hochbauamt.
©erbe!.
Versteigerung.
Freitag den 10. Sevt. Ifb. 7)3., nachm. ?» Uhr, soll am iDiitteliueg die Ernte eines Tricbvicrtcls (Startorfein, Kraut rc.) versteigert werden. 4948
Gemmecker, Pfandmeister.
Kilbnerangso - Horofiaut entfernt sicher „Radikal", ver Flasche 50 Psg. [4713
Germania-Drogerie Carl Seibel Frankfurter Str. 39. Televh. 5to.
Keller’sche Einkoch-Apparate Einmachgläser 3493) Pergamentverschlüsse.
Ludwig Kröli, PlßßliSlr. Spezial-Haushaltungsgeschäft der Rabatt-Spar-Vereinigung


