Ausgabe 
8.6.1909 Erstes Blatt
 
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Aus Stadt und Land.

Gießen, 8. Juni 1909.

In Audienz empfangen wurde von Sr. Rql. Hoheit dem Grobherzog am Samstag u. a. der Professor Dr. I. G. Mönckeberg von Gießen.

Auszeichnung. 6e. Kgl. Hoh. der Großherzog bat am 2. Juni dS. IS. der Hebamme Luise G und lach, geb. Strohs, zu Runrpenheim die Silberne Medaille des LudewigS-OrdenS verliehen.

(Erledigte Lehrerftellen. Erledigt ist die mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Ge- memdeschule zu Sprendlingen.

Stadttheater. Operetten-Gastspiele. Direktor Steingoettec wird diesen Sonuner wieder eme Anzahl Operetten« Gastspiele mit dem Bad Nauheimer Ensemble hier geben. DaS erste Gastspiel findet am Dienstag den 15. Juni mit der Operette »Die Dollarprinzessin* statt. Es soll ein Abonnement auf die Plätze des Parketts und 1. Ranges für 6 Vorstellungen auSgegebeu werden, die möglichst auf den als Theaterlag geführten Dienstag verlegt werden. An Stücken sind nebenDollarprinzessin* vorgesehen: .Prima Ballerina^, .Wiener Blut*, .Boccaccio*, .Fatinitza* und .Bettelstubent" oder .Verwunschenes Schloß'. Doch sind Aenderuugen vorbehalten. Nähere- über das Abonnement wird dieser Tage bekannt gegeben werden.

Neber die TodeSfälleund ihre Ursachen bringt die nrucfir Nummer derMitteilungen der Großh. Hessischen 3entralftcllc für die Landesstanslik" eine interessante Aufstellung, aus der hervorgcht, daß trotz des starken Anwachsens ocr Bc nSlkeruna Hes'enS die Zahl der Todessälle im ganzen gesunken rst Tietc Zahl betrug im Jahre 1869: 21 728, tm nächsten Jahre stieg sie aus 22892 und sank tm Lause der folgenden Jahre merk' lich. So zählte man 1891 nur 20 150 Todesfälle, um dann mit der Zahl im Jahre 1893 noch einmal lnn'auszuschnellen. Dieses Jahr hat mit 23 519 die meisten Todesfälle zu verzeichnen. Im letzten Jahr betrug die Zahl der Todesfälle nur noch 19 522. Unter den Todesursachen waren in den Jahren 19051908 bc sonders die Lungenentzündung und die Krankheiten der Kreislauf organe (Herz usw.) stark vertreten, während Magen- und Darm-' katarrh int Jahre 1892 verhängnisvoll auftraten und seitdem als Todesursache immer noch eine große Rolle spielt. Hirnschlag und Kreb "'N eine leichte Zunahme auf. Zu den Todes Ursachen, die einen merllichen Rückgang erkennen lassen, gehört Scharlachsieber, Diphtherie und Slrub Auch Keuchhusten wird allmählich seltener Todesursache, das gleiche gilt auch seit 1890, einige Rückschläge abgerechnet, von der Lungentuberkulose Die Selbstmorde Haven merllich zugeiwmmcn, deren Zahl stieg von 139 im Jahre 1869 auf 324, um dann wieder etwas zu fallen. 1908 zählte man 294 Selbstmorde.

"DerschönerungderStadt. Mit der Derbreite­rung der Brücke über die Mescck im Zuge der Frankfurter Straße bat man auch das alte häßliche eifente Gittenverk der Ueberbruckuug beteiligt und au dessen Stelle dos gc- schmackvolle schmiedeeiserne (Geländer ausgestellt, das frichgr die Durchblicke in der Mauer um den ehemaligen Schüler-- scheu (Morten längs der Neuen Baue und der Jobannesstraße gebildet hat. Seit der Errichtung des Stadttheaters ver trauerte das nun als Brückengeländer vertvendete eifente (Matter sein Dasein aus einem städtischen Lagerplatz, von wo es Stadtbanmetster Braubach für seinen neuen Ber- wcnbungsztveck herbeiholeu ließ. (Gleichzeitig mit der Ver­breiterung der Vieseckbrücke hat man die schon längst ge­blaute gärtnerisck)e Anlage des Wieseckufers entlang der Wicestraße mit einfachen Mitteln recht geschmackvoll durch- geführt. Techniker Köhler vom Tiefbauamt, der den Plan zu dieser Anlage entworfen, bat hier mit den Steingruppric- rungen und den Tannenanpflanzungen au der stellen Bö­schung landschaftlich ein malerisches Bild gesckwffoa, das seine Wirkung nicht verfehlen wird, mcitn erst das (Äauze durch baü voin Schlossermeister Ziegenhain hergestellte AbsckKuß- gittcr fertig ist (von einem bekannten Stadtvater gewiuischt, damit Betrunkene nackstS nicht in das zeitweilig hochgehende Flüßchen fallen können). Es wäre angebrackst, wenn mnt tiud) dos gegenüberliegende Ufer der Mefeck, das in feiner Zlckhlheit mit dem darauf hernmlaufenden verschiedeuanigen Federvieh einen recht ländlichen Einbruck macht, mehr einen städtischen Anstrich erhält, tvaS sich ohne erbeblidK' Stoffen durch Anpflanzung dichter Strüuckter erreichen ließe. Ntan würde damit gleichzeitig den Vögeln eine passende Mststätte inmitten der Stadt bereiten, ivelche Gelegenheit tinsern Säugern durch die immer mehr zunehmende Bebauung tnehr wie gut ist, entzogen wird. Mit dieser neuen Anlage ist auch ein sehr praktischer Verbindungsiveg für die Bewohner der mittleren Loberstraße und eines Teils der (MvctbcftraBe gcfckwffen, welckrer den Weg nach der Frankfurter und Bahn­hofstraße und damit nach den Balmhösen bedeutend ab- Fürst. Man l»at nämlich von der Wieseckbrücke im Zuge der Bleichstraßc ein Stück an der Wieseck entlang nach der Alieestraße hin einen hochwassersreien breiten Promenaden- twg bergeff eilt, wodurch das unsckwne schmale (Gäßchen, das bisher diesem 'stveck biente, üdcrflüssig genwrden und im Interesse der Anlieger von der Stadt veräußert werden kann.

Das städtische Freibad an der Lahn ist am 22. Mai eröffnet nnd bi8 zum 1. Juni von 1102 Badenden benutzt worden. ((Siöffniing 1908 am 13. Mai, Besuch 715.)

* V o u den Wandernden. In der Herberge »ur Heimat kehrten im Mai 132t! Gäste gegen 1477 im gleichen Monat des Vorjahrs ein. 654 Personen nahmen Herberge gegen Arbeitsleistung an (im Mai 1908 782 , der Rest waren Selbstzahler. Vom Arbeitsnachweis der Herberge wurden von 65 augemeldeteit Stellen 58 besetzt, unter denen 40 außer­halb Metzens und 18 am Platz nmren. Von den 58 in Arbeit gekommenen Leuten ivaren 36 Handiverker und 22 ungelernte Arbeiter.

A Großen-Linden, 7. Juni. Die Kreiskonferenz der Bürgermeister des Kreises Gießen tagte gestern hier­in derLinde" unter dem Vorsitze des Bürgermeisters und Landtagsad^. Leun. Den Hauptpunkt der TitqcSorbnung bildete die >xu>dbabun^ der (Mebührenordnung. Da die ver schiedenen Bürgermeister und Standesbeamten oft ver- schiebene otebübivn erhoben, so itrnr bc beschlossen, baß in Zukunft bic Wcbiihreitcrbcbung im Kreis einheitlich <v hanbhabt werden soll. Die Gelühr wird nach amtlicher An­ordnung 40 Psg betragen. Die Reckutungsadlage eriolgte durch Bürgerin eistet »rausch Birklar, sic schloß mit einem Kossenbestaud von 69 Mk Der Verein zählt jetzt 55 Mit alieder, von welchen 41 erschienen waren An die Verband langen in derLinde" schloß sich eine Besichtigung des Wasserturmbauses, des Acct»ilen-o'aswcrk> und der neuen Friedhossanlagen.

<5 Lich, 7. Juni. Der kürzlich in Wiesbaden ver­storbene Lehrer i. P. Christian Ebeling, der lange Jahre hier und später in Gießen gewirkt hatte, bat vor seinem To seiner Heunatgeniclnde Ir >scu cun m - . i.n e n V von löUO Pik. für wohltätige Zwecke oenuacht. Du

gestern gemeldete geplante Errichtung einer neuen LehrersteLe an der uädti'chen Volksschule hat sich der Schnlvorstnnb nur als eine provisorische H i l fSlehre rstcl l e gedacht, da bie Hnterllaften iebenfalls nur vorübergehend über- »üllt Und und daher entlastet werden münen. Lluch der Stabtvorstand nnrd bei seinem stets Türiorgenbtn Sinn für die Schicke die derzeitige Bebürfnisirage bejahen. Nlan hofft, daß sich in zwei Jahren die Klassenstärke unserer sonst in günstigen Verhältnissen stehenden achtklaistgen VolkSichu.c wieder auSgecsticheü haben. Die Abtragung der alten FestungSwälle, die zum Teil m Marteuonlagen um- gewandelt, zum Teil zu industriellen Zivccken verwertet werden, nimmt steten Fortgang. Em Stück ,')(U 2 id)e weicht da­mit der modernen Zeit.

Ba d-Naub e i in , 7. Juni Fürstin Sofie Sou tz o und iljrc Tochter, Fürstin Elise Soutzo au. 4 t b c n , sind heute hier eingetroffen und im Hotel.Hohcnzollern" zur itur abgestiegen.

4- Bad-Nauheim, 7. Juni. Heute zwischen 11 und 1 Uhr fuhren mehrere Luftballons über die Stadt: gegen 1 Ubr schwebten vier zu gleicher Zeit über uns, um bald nach Derfanebencn Richtungen zu verichwinden. Sie sollen in Essen aufgcftiegen fein. Der seitherige Beigcorbnetc Heinrich Langsborf tritt aus Gesunbheilsrücksichteu von seinem Amt zurück. Wie verlautet, soll noch im Laufe biefer Woche vom- Stadtverorbnctenkollegium die Neuwahl vorgenommen iverben.

R. B. Darmstadt, 7. Juni. In Gegenwart bes Großherzogspaares sowie bes Prinzen Max von Baben nahm heute abenb in bcm reich be/orierten ftäbtb schen Saalbau das zweite K a rn rn c r m u s i k f e st seinen Anfang. Die Beteiligung an bicfern musikalischen Ereignis der Saison ist in biefem Jahre größer als im vorigen Jahre. Man bemerkte viele Mustkfreunbe aus ben größeren Stabten Sübwcstbeutschlanbs. Der erste Abenb war ausschließlich der Wiedergabe deutschklassischcr Werke gewidmet und brachie neben dem Streichquartett in E-bur von Mozart unb bcm (Hmioll-Quartett von I Brahms, beibe Dorgetragen von ber hiesigen Äammermuslkvereinigung, bie Cis moll Sonate von Beethoven, von Frau Kwast-Hobapp-Berlin meisterhaft vor getragen, sotoie mehrere Lieber bes AonzerlsängerS v. Dor- lich-Lonbon unb Frau Cahnbley-Hinten-Dortmunb. Sämk liche Darbietungen würben mit großem Interesse verfolgt unb sehr beifällig ausgenommen. Das >)auptinterefse bes biesjährigcn riammermusikfestes richtet sich aus ben morgigen Saint-Saens-Abcnb, an dem sich ber Komponist aktiv be­teiligt. Sämtliche mitwirkende Äünstler sowie bie hier an> wcsenoen Komponisten Max Reger-Leipzig, Cyrill S c o t t-Lonbon, Hans .Hermann-Berlin u. a. waren nach bem Konzert beim Großherzog zu Gast gelabcn.

-s. Darmstabt, 7. Juni. Unter ban Borsitz des Landtags- abgeordncten Bähr fand heute die 40. Borstandsfitzung ber Lanbwirtschastskamrner für bas Großherzogium Dessen statt. Aus ber Tagesorbnuug stauben 27 Punkte. Avgefchcn von einer Reize interner Angelcgenlieiten ber Landivirlsck>astskammer würbe u. a. ber vom Bund der Landwirte angesichts ber derzeitigen Mißftänbe im Düngermittel ha nbel an ben Reichs­kanzler eingereichten Resolution, ben Verkehr mit Dünger und Futtermitteln gesetzlich zu regeln, zugestünmt. Tie Normal- [a 6iinp für Geflügelzuchtvereinc wurde angenommen. Durcli eine Eingabe an das Miuiflerium hofft der Vorstand zu errcirtjen, baß in den Gemeinden, in denen bie ParzelleuVermessung bis jetzt noch nicht burdiqcführt ist, über die Vornahme der a-elb bereinigung abgestimmt foerbc. Tie phä nologischen 'JJi i t - 1 eilungen, l«r<m5gegcben von Prof. Ihne Donustadt, sollen auch in biefem Jahr zum Druck gelangen unb ben Mitgliedern der L. M., den Ausfchüfsen unb ben Vertrauensniännern zu gehen. Be treff«? der Vergrößerung der We,nbaudomäncn ver­tritt der Vorstand die Absicki, daß eine Vergrößerung des T-oma nialbefitzes in den Orten Bodenl)eim bis Dienheim nicht ange­bracht sei. Eine Vergrößerung der Domänen sei nur in ben Lagen, in denen mittlere Werne gezogen würden, angebracky.

Darmstadt, 8. Juni. Am 15. Juni treten auf bcm Griesheimer Exerzierplatz zwei kriegsstarke Kompanien von Mannschaften aller Regimenter unb Waffengattungen des 18. Armeekorps zusammen, um als K ranken träger aus­gebildet zu werden. Tie Hebungen find auf 14 Tage be­red) ne t. Jebe Kompagnie, Batterie und Eskadron entfenbet zwei Tiaiin. Während bisher gewöhnlich bic im zweiten Jahre bieneuben Mannfck)aften zu der Hebung herangezogen würben, nehmen bieSwal burchmeg Rekruten baran teil. Jede dec beiden runb 280 Mann starken Krankenträger-Kompanie steht währenb ber Ucbungßbauer unter bem ftommanbo eines Hauptmannes.

R. B. Darm ft ab t, 8. Juni. Kommerzienrat Ernst Pistor, der feit 50 Jahren im Hanfe Cornelius Heyl al? Prokurist tätig war, »ft in feiner Villa bei Jugenheim gestorben. Herr Julius HarreS hat wegen feiner Verbicnfte nm bic Musik das Ritterkreuz 2. Klasse erhalten

S. Erback, 7. Juni. Morgen, ben 8. Juni, benebt Gras Georg Albrecht -.u Erbach sein 25, ädriges Jubiläum als Inhaber ber Stondeslicrrschan Erbach-Erbach.

h. Mainz, 7. Juni. Gestern sinb hiesige Zumilien mit insgesamt 56 Personen nach Brasilien ausgewan- bert, um bork eine neue Sekte zu grünben, bie unter ethischen Grunbsätzen ihr Leben führen will.

r. Norbeck (Är. Marburg), 7. Juni. Am Sonntag wurde ber älteste Einwohner bc5 Orts unb auch wohl des Kirchspiels zu Grabe getragen. Der Verstorbene, Land- wird Johanne- Pfaff, erreichte em Alter von 90 Jahren unb war bis kurz vor seinem Tode körperlich unb geistig vollkommen rüstig.

Eröffnung öcs ffäöt. Schmimmbaöcs zu $rirtbtrg

Der 7. Juni als Tag ber Eröffnung des Schwimmbades wird für die Entwickelung Friedbergs ein denkwürdiger Tag bleiben: denn durch bie Errichtung bat iich die Stadt nn Denkmal freu di^en Gemcinnnns gefetzt, das auch den iröteren Generationen reichlich Früchte tragen wird. Eine stattliche Zahl von Gästeu und Aktionären hatte sich um I Uhr eingefunden Unter den Zahlreichen Gästen bemerkten wir vom Londesversicherung-zQv'.t Geheimrat Tietz, Tarmstadt. den Porstan.> be*> Gießener Schwimmbades, MreUrat Feo, Vertreter aller hiesigen Behörden unb Schulen, den Bürgermeister nebst Stabtoeroro:ie:.,i. auch d.c Damenwelt war zahlreich entbienen. Xurs nach 4 llbr beaanu vor dem Schwlmmdabe die Erot'fnungsieier Architekt Meoer Gießen der Erbauer des Bades, hebt die Cpicrnnthflfni her Stabt und ihrer Bürger berror unb bankt für ben cb: -nroller. Bauauitrag. Mit Segenswünschen für die Eiitwickelung des B.ibc: übergib! er Avotbeker oltorai, bcm Vorf.tzcnben der Ä G St ?tt )d)rt Schwimmbad den Schlüfiel. Herr r-errgi vberaibk bin Bau enter Beilimmung und begrüßt alle Knidnairtun. Er betont. ?ir 3tabtrertretunfl uuvohl als au.1> die TurgeriSait biir-i . irien Bau einen offene i Blick für di Zulunit oc.pic'cn habe unb "h ein Denkmal bürgerlichen Ocmeiniinnrt gefcbi hab:, er dankt

ngen mitgetoirft viben und schließ! mit ein >. Hock, au» Jlrtcb .rg B er meister Sia:l. spricht nr 5? imm b-:

-ladt axu-. hieran wckotz iul) em :Äuaagaiifl CuuU oas Gebäude.

3« Saierbebalter tummelten sich eint Anzahl gulet Schw.mm«. .;nb ein Herr von einem Irauksuner SchwimmNub führte Sprünge in* Ausführlichere Rotuen über da: "ebäube nitben *ui ncr vom Vorstände d.-rausgeg .cnen Festschrift. Das 3*nninm» bin liegt zwischen Haag- unb Ludw'gsstraße und ist von drei rrten mit gärtnerischen Anlagen rersehen' bet Hauptcuigong rbi Pou brr Haagstraße aus Das (ttbäube ist im Barockstil aus aeiübrt Ter Cmgana wird durch zivei Spbinre gekrönt, d.c in ihren Tatzen nae

ut sehr behaglich ausgrstattet und icirdbrt einen Blick aui sas ganze Schwimmbad. Das Weiß der Wände wirb uou einem ntit* belebt, der «»Gesundheit, »ran, Jugend und Schönheit. ttranL beit unb Alter darstellt Dir noch dem Lbergcichoß führrnbe .?rrypr hat tn nrr Mütr eine Nische mit einem re ,enden Biiwnrn. rin halbentkleidetrs Mädchen lauscht, übers Becken geneigt, dem Murmeln des Waß'rrs, während nn Irofch üillpcrpnügt »uurtzt. Von der Vorhalle führen links Stufen nach der Schwimmhalle, über bic Treppt gelangt man zu den Brause- und W^iuncnbadtrn. Tampskastrn- und medizimschrn Badem, nach unten im reeller- i schoß zu den geplanten Schülerdadem und zu ben -Räumen iür nidjerei und Trocknerei Reinigungs» unb Brauseräume bc» iinben lub ii :> 11 Wannenbäder sind vorhanden, ^außerdem zwei Zellen nut Damockasten- und eine Zelle al? mebi- ;>nische. Bad, ferner 11 Brauiezellen Auch für Licht- unb Sonnenbäder ist reichlich Raum vorhanden. Der besuchteste Drt wirb wohl bie Schwimmhalle sein, brtbalb ist sie itemhcb groß. sie mißt 11 .25,5 Meter: bie Halle ist umgeben von<u ge­schlossenen AusNeibezellm unb von einer ringsum rübtenben Em oorc. auf brr 50 AusNeideplätze vorhandrn find. Die Schwimm- bedcnflätht mißt 9x19^ Meter, bat eine Tiefe von 0,6 Meter bis zu 3,20 Meter. Die Ausstattung ber Schwimmhalle ist nur zu loben, alles macht ben Eindruck der Rude unb Vornehmheit Das große Giebelienstrr enthält als rdjmud eine Verglasung ..Venus die Schaumgeborene, entsteigt bem sagenhaften Meere" Gegenüber bennbet sich in bem Giebelseibe ein von Zeichenlehrer Roth- Friedberg, ausgeiüdrtes Wandgemälde. An oer toter«, aus dem an grauen Felsen brandenden Meere, fingen Meeres Göttinnen, in überschau inender Lebensfreude ober stiller Bnrach- tung An der Hauvk>ntc des Beckens beiuibct iuh noc.

Brunnen aus Granit, eine faunartige Fratze speit frisches Waller tn das Becken, em Frofchtrio gibt es tn gebogenen Strahlen weiter Noch vieles Sc^ne, wir Gelände, Beleuchtungskörper uin- wäre zu erwähnen. Selbstverständlich lind für Heizung, Beleuchtung, Installation, Maschinenbetrieb, Hvgienc > - neuesten Errungenschanen brr Technik nutzbar gemacht Viele haben mitgcrotrh an dem großen Werke, teils als Speiser, teil» übrenbe; ihrer aller hier zu gedenken, n-

nnes Mannes sei zum Schlüsse gedacht, des Vorittzenb.u be« Aussichtsrates, der unermüdlich seine besten üräite in bei Dienst der guten Sache stellte, des Apotheters W Geor-t An bic ErösfnungSseier schloß sich eine Nachfeier im Trapp an. L.

Cuftfchiffahrt.

Von den 13 BallonS, Die nn bcm AuSscheidungSreunen Essen teilnahmen, sind gestern fünf gelandet. .Riedtngcr* jh| m RupverShofen wegen Gewitter^ meber,Otto v Qfrv. Limburg, .Segler^ in Bretthark, .ZaHringen" bet Limburg unöd« Ballon »Krefeld- m Frankfurt a. M.

Am Sonntag versuchte der LenkballonRufsie', b<r Üc Rechnuua ber rnsüfchen Regierung in 8arts erbau:

tn Gcgenivarl von eiroo 150 Cinvercn. Ta

mußte aber nach kurzem 'Ulanöverteren infolge einer lei.htcn fei ng wieher landen. Tie russifcheAbordniMü,

Fährten überwachen soll, wird heute in Hariv erwartet.

vermischtes.

* Das Telegramm Zeppelins, lieber bic Ur­heberschaft bes Telegramms, bas Graf ;küpvlin anp. blick» aus Leipzig nad) Berlin mit der Ankündigung ferner Ankunfk gesandt haben soll, ist nunmehr auf Wunichde ' Kaisers eine Untersuchung eröffnet worben Im kaiserlichen »rupt- Qiuirlicr ist keine Tepesct>c bes <»raffn Zeppelin cingegangeit. Das Hauptquartier erhielt vielmehr feine Benachrichtigung Hilf Umwegen. Eine Berliner Zeitung wanbte sich an bc?i ftcllhertretenbcn Polizcipräsibenten unb bat um bie Erlaub­nis zur Herstellung eines Sonberblaltes, ba auf der Re- daktion aus Leidig die v'

Zeppelin feine bevorstehende Ankunft nach Berlin gemeldet habe Das Kommando ber Schntzmannjckiafl benachnchttßre ben Flügelabjutanten vom Di er ft, ber seinerseits bem *< atzet Melbung von ber angeblidicn Anküttbigung des <*r|»rr Zeppelin machte. Diese Meldung veranlaßte bic Fahrt M Kaisers nad) bem Tempelhofer Feld.

Kleine Tageschronit.

Tas löniglidK Schloß ErdmannSdorf wurde hjr 1300 000 Mark an ben Amtsrat Richter ans Schönau do Neumark in Schlesien verkauft

Ein Gruben Invalide aus Roßberg mürbe von fernen rum« Kindern zu Tode m i ßha n be11. Die Leiche wurde -röhmS ber Beerbigung von ber Staatsanioaltfckiaft beschlagnahmt

Gestern ist die europäische Fa h r pl a n - 8 o n f c re«l zu ihrer btrtiäbrigea Tagung m Elfen zufammengetrete».

3n dem tu Krakau ut die Luft geflogenen 'Buloertutm befanden fick außer 12000 Kilogr Pulver 13000 SchravVorA unb Granaten, burd) bie ber lübifthe Friebhos »er­st ö r i nrnrdc Alle Wrabbettfmaler Imb »er n i chtet Die zu Schaden «gekommenen Personen werden Ersatzarnprsche an die Militä.verwaltung stellen Bon ben 600 Verletzten tont sich der größte Teil bereit» tn häusliche Pflege begeben. S chwer verletzt jinb etwa 30 Personen. ,

Eingesandt.

Für Form unb Inhalt aller unter bieier Rubrik stehenden Artikel übernimmt bie Redaktion bem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.

Nochmals die Kinderwagen

Es erscheint ratsam, was ursprünglich nicht beabu*i4t war, au» die beiden obig* Angelegenheit behandelnden Ein­gesandt zuruckzukommen. zumol dabei allerhand LiebeinnmirdiO^ leiten für txc FonibeHorde abacfallen sind, bie namentlich bei tdnbeteihflteti" eine falsche Vorstellung ber Verhältnisse er­wecken können

'l?eben ber KreisKraße Gießen - Haus«i läuft jenfeite drt Straßengrabens von Beginn deS^Laldes an ein >inur*cP ber i. 3 au EniiTegenkommen für bic Spaziergänger und ohne i* Veiv'lick-.-irng »ei ens der Forstbehorde nur als solcher angelegt und gllichzehg für Fahrzeuge jeder Art verboten wurde. Bis i u m Eintritt m den Wald, b b innerhalb der Fetbqenwrhw«. vermittelt, wie überall in der Sell, wo öffentliche Straßen bf bestehen, bie KreiSstraße mit ihren Banketten den Verkehr jeher An. auch ben der Kinderwagen Es ist nicht emiufeW warum das, was außerdald des Waldes anstandslos geht, m* auch innerhalb dieses gehen sollte und wie sich bei bem Ber- iasser des zweiten Eingeiandt bie eigenanige Idee festletzen ko«ä». baß er außerhalb bes Waldes mit feinem .^mbcrwaflcn erst« ai.i,»> fahre, mit dem Eintritt tn diesen imb mir bnnfeftm Banken, wie vorder, mitenabrrnb. aber plötzlich »ntn . BiÜtz« »weite Klaffe gestempelt' werde natürlich auf Veronlafinrt ber bösen !rorstdedörde, die im übrigen nicht» weiter btabfuiM1- alb ben auf dem dem rkten. wie gesagt nur für Tußgänger ba; gntrllten Pfade sich Ergebenden einen ungcstörten *cturge»l u si'6 rn ErmhruiuiSgemäß und nämlich Mmbenpagen ö» > ten i»r*T Inhalt tn der Regel nur für die zunächst Betcl'gMr rnänbe höchster Begeisterung, während -remtrneba* bn icken Erfcheimnige« ehelichen Glück» lhetst miyrmiildrr 16® e ?rtvri . tu fr balle:: nflrr. fo erwa. wie dies bei Sw

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