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8.9.1909 Erstes Blatt
 
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Freiherr von Soden, die 27. Di- Knrewski, das zweite Treffen

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ent von Bayern ist, führte Prinz Ludwig von

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Ptockstrass«.

adeBfen. Ver- oq8 kostenlos.

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sarbiaen Tiener brachen nach nochmaliger Ueberwinterung im I den Eisdruck mehr vüm Hinterschiff abzuwenden und zweitens Avril 1895 wieder nach der Jndependance-Bai aus, die er auch das Schm durch die Verkürzung des fttels leichter zwischen den - Schwierigkeiten erreichte, ohne aber nach Verlust I Eisfeldern drehen und wenden zu können. Ta- ^chni hat eine

sich haben:

Stuttgart, 7. Sept. Die 26. Division kommandierte in Vertretung Generalmajor

Lrrn v. holleben und anderen im politischen 1 rutschlands hervorragenden Männern unterzeichnete

der König von Württemberg. Das Publikum begrüßte den Kaiser und den König mit herzlichen Zurufen, ebenso den Grafen Zeppelin.

Bei dem ersten Vorbeimarsch marschierte die Infanterie in Kompagniefronten in halben Abständen, die Kavallerie in Eskadronsfronten, die Artillerie in Batteriesronten, alles im Schritt. Beim zweiten Vorbeimarsch kam die Infanterie in Regimentslolonnen, die Kavallerie in Eskadronsfromen, die Artillerie in Abteilungsfronten und die berittenen Trup­pen im Trabe vorbei.

Die Parade gewährte bei dem günstigen Wetter, bei dem Fehlen jeder Staubentwickelung und der malerischen hügelumgrenzten Lage des Paradefeldes ein wirklich schönes Schauspiel. Nach dem zweiten Vorbeimarsch ritt der König mit dem Kaiser die Fronten der Kr i e g e r v c r e i n e ent­lang. Nach der Parade kehrte der Hof im Königlich württem- bergischen Hofsonderzuge nach Stuttgart zurück. Die Maje­stäten trafen kurz vor 1 Uhr, vom Paraüefelde kommend, auf dem Hauptbahnhofe ein, fuhren ins Schloß und be^ gaben sich dann ins Kronprinzen-Palais, wo bei dem konr- manbierenben General, Herzog Albrecht von Württemberg, Paradetafel stattfand.

Ein Trinkspruch des Königs von Württemberg.

selber seinen Weg bahnen muß, und die Welle ist aus ge­schmiedetem Stahl von zwölf Zoll Durchmessen. Das Schiff hat einen mittleren Tiefgang von 16 Fuß und ein Deplacement von etwa 1500 Tons.

Newyvrk, 7. Sept. Eine weitere Depesche Pearys aus Jndianharbour ersticht den Sekretär des Peary-Arktikklubs, den geographischen Gesellscl-asten der Welt die Erreichung des Pols mit zu lei len.. Ter Klub hat den Marineminister offiziell von der Entdeckung des Pols in Kenntnis gesetzt.

Ein Vortrag Cooks in der kgl. dänischen geographischen Gesellschaft.

Kopenhagen, 7. Sept. Dr. Cook hielt heute abend in der königlich-dänischen geographischen Gesellschaft einen Vortrag über seine Pclarfahrt. Anwesend waren der König und die Königin, sowie die übrigen Mitglieder der königlichen Familie, der Minister des Aeußern und des Handels, Graf Frys, die Mitglieder der britischen und amerikanischen Gesandtschaft, Kapitän Swerdrup, der dänische Polarforscher, der Vorstand der geographischen Ge­sellschaft und eine außerordentlich große Versammlung. Der Präsi­dent der Gesellschaft, Kronprinz Christian, dankte Dr. Look für die Fahrt, sowie dafür, daß er zuerst nach 'Dänemark gekommen fei und daß er zuerst einen Vortrag in der königlich- dänischen geographischen Gesellschaft halte. Schließlich bat der Kronprinz Dr. Cook die goldene Medaille der Gesellschaft an­zunehmen. Er überreichte sie ihm unter starkem Beifall der Gesellschaft.

Washington, 7. Sept. Die Direktoren der National Geographica! Society beschlossen, die Frage der Auszeichnung ihrer Mitglieder Cook und Peary erst aufzunehmen, nachdem die Be­richte über ihre Beobachtungen einer wissenschaftlichen Prüfung unterzogen worden sind.

Die Kaifcrpora6e.

Die Kaiserparade auf dem Cannstadter Wasen bei Stutt­gart gewährte das übliche Bild. Bei der Festtafel, die darauf folgte, hielten der König von Württemberg und der Kaiser längere Trink spräche, die sich beide durch rhetorische Wirksamkeit auszeichnen, aber nichts aufsehenerregendes an

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Eine Ehrung Gustav Freytags. Der Herzog von Sachseii-Koburg-Gotha hat die Quelle am Festungsgraben zu Gotha, die Gustav Freytag im ersten Bande seines RomanzyklusTie Ahnen" als Schauplatz des Zusammentreffens von Ingos Gemahlin Irmgard mit der tbüringiichen Königin schildert, vom Bildhauer Lenz in Nürnberg künstlerisch fassen, und den Felsblock, dem die Quelle entsvringt, mit dem Bildnis des Dichters schmücken lasten. Es zeigt Gustav Freytags Züge m seinem letzten Lebensjahre.

Klinikfttaßc). h abend von 6-'- >on Lungenkranken iti!

Aufnahme in HeilM ihre Angehörigen

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Länge von 182 Fuß über Teck, 168 Fuß an der Wasserlinie und 143 Fuß am Kiel. Die Schnelligkeit des Schiffes hält sich in mäßigen Grenzen, bis zu zehn Knoten, aber bei einem solchen Schiff kommt es ja nicht in erster Linie auf diese an, sondern auf seine Stärke. Zu diesem Zweck hat die Schraube Flügel von ungewöhnlichem Flächenraum, die eine große Stoßkraft ent­wickeln sollen, wenn sich das Schiff durch die treibenben Eis-

Um 61/2 Uhr abenbs fanb beim König unb ber Königin im weißen Saale bes Resibenzschlosses Parabetafei stptt. An ber Längsseite hatte ber Kaiser in ber Mitte Platz genommen. Nach rechts folgten zunächst bie Kaiserin, ber König, bie Herzogin Vera, nach links bie Königin, der König von Sachsen unb bie Herzogin Robert. Gegenüber nahm ber Lberhofmundscheuk Graf von Stauffenberg zwischen ben Generalobersten Linbequist unb von Bock unb Polach Platz. Im Verlauf bes Mahles erhob sich ber König zu folgenbem Trinkspruch:

Gestatten mir Ew. Majestät in unserem Namen, im Namen meines Hauses, meines Armeekorps und meines ganzen Landes allerherzlichsten, wärmsten Dank auszusprechen für den so gnädigen und huldvollen Besuch, den Ew. Majestät uns in Gemeinschaft mit der Kaiserin gemacht haben. Ew. Majestät wissen und werden sich heute wieder aus den Zurufen der Menge überzeugt haben, in welchem Geiste und mit welchen Gefühlen unsere hochverehrten Heben Gäste in Stuttgarts Mauern willkommen geheißen werden. Ew. Majestäten haben auch meiner Haupt- und Residenzstadt oen Beweis aufrichtigster und gnädigster Gesinnung und Zu­neigung gegeben, indem Allerhöchstdieselben auch dem Rathame einen Besuch abstatteteten, wofür ich nicht versäumen möchte, meinen herzlichsten Dank auch an dieser Stelle auszusprechen. Der Besuch Ew>. Majestät gilt aber insonderheit ber Armee und ihren Leistungen^ wovon wir heute die ersten Proben gesehen und wovon noch weitere bevorstehsn werden. Wenn das Armee­

korps bisher die Zufriedenheit seines obersten Kriegsherrn ge­funden hat, so ist der größte Ruhm und der höchste Lohn errungen, nach dem ein Soldatenherz am Ende eines an Mühe und Arbeit reichen Jahres streben kann. Möchten Ew. Majestät aus den Leistungen des heutigen Paradetages, dem Ehrentage eines jeden Soldaten, die Ueberzeugung gewonnen haben, daß nicht nur auf dem Paradefelde, sondern a u ch i m E r n st f a l l e des Krieges, wenns gilt, Blut und Leben für seinen Kaiser und sein deutsches Vaterland hinzugeben, der Schwabe nicht hinter anderen Volks­stämmen zurückstehen will. Ich hoffe, daß auch in der kommenden Woche auf dem Manöverfelde die Truppen, die sich vor den Augen Ew. Majestät zeigen sollen, in demselben Maße die Zu- friedenheit Ew. Majestät tinden werden, wie dies nach den liebens­würdigen und anerkennenden Worten Ew. Majestät heute der Fall war. Alle Gefühle herzlichsten Willkomms und wärmsten Dankes für den hohen Besuch, der für alle Zeit dem Armeekorps und dem ganzen Volke in dankbarer, unauslöschlicher Erinnerung

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llärung zugunsten einer Rüstungseinschränkung seine Auf- merksamreit hervorgerufen habe, unb ob er mit Rücksicht auf diese Erklärung sowohl als auch auf seine eigene Fest- tellung, baß bie britische Regierung barum besorgt sei, mit ben anderen Mächten zu irgenb wclck>em Uebereinkommen zu gelangen, bie GelegenlMt wahrnchmen walle, der deut­schen Regierung weitere Vorstellungen zu machen, um zu einem Abkommen über die Begrenzung der Rüstungen zur See zu gelangen. In Beantwortung der beiden an chn gerichteten Anfragen erklärte Premierminister- Asquith: Sie dürfen versichert sein, daß jede Andeutung, daß die deutsche Regierung ein solches Uebereinkommen zu treffen wünscht, wie es hier in Betracht gezogen wurde, das herzlichste Entgegenkommen der britischen Regie­rung sinden wird. Es muß nach den öffentlichen Ertlä- rrtngen, bie von ben verantwortlichen Ministern der Krone bereits abgegeben worden sind, ganz klar sein, daß keinerlei Vorstellungen der britischen Regierur^ erforderlich sind, um zu beweisen, daß dies der Fall ist. Bytes richtete darauf eine weitere Anfrage an den 97dinister, ob es mit Rücksicht auf die ungeheuren nationalen Interessen, die dabei in Frage kämen, nicht möglich wäre, daß britischerseits die Ini­tiative ergriffen würde. Darauf antwortete Premierminister Asquith: Wir haben die Initiative ergriffen.

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Harbour abgefahren.

Das wackere Schilf, auf bem Peary feine letzte erfolgreiche Reise im Sommer 1908 angetreten hat, ist ber bereits 1905 eigens für seine Zwecke erbaute Dampfer , Roosevelt", der nun mit neuen Kesseln unb Maschinen aus- geftattet unb sür drei Jahre ausgerüstet wurde. Tie Führung des Schiffes lag, wie schon auf ber vorigen Reise, in ben Händen des Kapitäns Robert A. Bartlett. Ueberrointern wollte Peary bei Kap Sheridan aus Grantland am Westausgange des Robeion- kanals: die Schlittenreise nach Norden über das Polarmeer sollte dann im Februar 1909 vom Kap Columbia, dem nördlichsten Vorsprung von Grantland, angetreten werden. DerRoosevelt", der als Stammauartier sür das Gelingen ber Expedition einen höchst wichtigen Faktor bebeutete, ist nach Pearys eigenen Jbeen gebaut unb unterscheibet sich sehr wesentlich von anberen_ ark­tischen Expebirionsschissen. Während die trüberen Schiffe Segel­schiffe waren, die nur nebenbei Tampfkraft hatten, ist bei dem Roosevelt" hauptsächlich auf volle Maschinenkraft ge­sehen und daneben eine Takelung als Dreimastschoner angelegt. Ter Schisfsrumpf ist viel stärker überhängend als bei allen anderen Ervebitionsichisfen, woburch bie Wirkung als Eisbrecher erhöht wird. Ter Anlaus bes Kiels zum Vordersteven ist rund­licher, der Bug hat eine ausgesprochen keilförmige Form, weil ba« Schiit' sich langsam unb mühsam burch Eisfelbcr durcharbeiten muß; ie schärfer ber Bug ist, desto kräftiger wirkt die Maschinen krait Eine andere Eigenart des Schisssbaues ist der über- hängende Achtersteven. Tiese Form hat ben doppelten Zweck,

nach großen C..-- . . ...

fast aller Hunde weitere Forschungen machen zu können. Nach der Rückkehr zur Bowdoin-Bai wurde Peary mit seinen Be­gleitern von dem zu ihrer Unterstützung ausgesandten Dampser Kile" ausgenommen. Um die bereits von Roß bei Kap York entdeckte angebliche meteorische Eisenmasse zu bergen und zu­gleich zu Vorbereitungen sür eine neue Polarfahrt unternahm Peary 1896 und 1897 zwei weitere Fahrten nach Grönland, auf deren letzterer auch die Uebersührung ber 70000 Kg. schweren Masse gelang. Die 1898 mit dem Windward begonnene, tun fünf Jahre berechnete Polarsahrt, auf der Peary etappenweise zum Pol vorzudringen hoffte, wurde durch ungünstige Eis­verhältnisse im Kennedykanal aufgehalten.

Erst im Frühjahr 1902 konnte ein Vorstoß auf bem Polareis von Fort (Songer gemacht werben, aus dem Peary aber auch nur bis 84 Grab 17 Min. n. Br. gelangte. Mit bem eigens erbauten Schiff Roosevelts ist Peary im Juli 1905 zu einem neuen Vorstoß nach bem Nordvok ausgebrochen und im Jahre 1906 gelang es ihm, die Rekordhöhe von 87 Grad 6 Min. auszustellen, die bann nach ben Telegrammen von Cook übertroffen sein sollte.

Sankt Johns, 7. Sept. Der Dampser bei Peary-Ex- pebitionRoosevelt" ist von Jnbian Harbour nach Bautle

erben

erbert

Telephon 74

Trotz ber vielen wiederholten unb fehlgeschlagenen Ver- | uche ber Engländer, unsere Rüstung zur See durch eine || 3erftänbigung einzubärnmen, werben immer wieber neue | criäufe zu bemselben Zwecke unternommen. Die Ausein- | Übersetzungen über biese Frage im englischen Parlament |B iunb noch in frischer Erinnerung, ba sie noch nicht weit J urückliegen unb im Verein mit ber englischen Jnvasions- Biurcht viel von sich leben gemacht haben. Llber auch bie l| eutscheAntwortist noch neu und unvergessen. Glauben Lie britischen Flvttenpolitiker etwa, an den Kanzlerwechsel Bim Deutschen Reiche neue Hoffnungen knüpfen zu können? > .'ürst Bülow hat im Reichstag in langer Rebe die Grünbe M^seinanbergesetzt, weshalb Deutschland dem Rufe nach einer B n-lottenverstänbigung nicht zu folgen vermag. Der Reichs Bug hat Bülows Ausführungen Beifall gespenbet. Daß eine Mkschräukung ber Rüstungen w Ü n s ch en s we rt ist, darüber iiitb wir mit England eitrig, aber die gerechte Durchführung eines Beschränkungsprogramms begegnet unüberwindlichen B Schwierigkeiten. England iuürbe habet besser fahren als Bhrir Deutschen, unb man sollte meinen, nachdem erft bieser Zage Enqlanbs Koloniett zum Teil sich bereit erklärt haben, M-lbstänbrg zum Bau von Kriegsschiffen vorzugehen, würben Ulc englischen Verständigungspolitiker einstweilen ihre Arbeit Beinstellen. Ein gewissenhafter beutscher Staatsmann wird nie auf ben schlüpfrigen Boben einer solchen Verständigung Bhch begeben können. Soll bas deutsche Volk bisher die ^ungeheuren Summen für seine Wehrmacht nur darum aus- gegeben haben, um schließlich vollständig Englanbs Zu- Wverlässigteit unb guten Absichten sich auszuliefern ? Ein Wbeutsch-englischcs Abtommen würbe doch auch nicht genügen. Jill man die Amerikaner, die Franzosen unb Russen wciter- bauen lassen? Dann würde Deutschland wahrscheinlich noch Biitr()r als bisher gegen eine drohende Einkreisung auf der BüZacht stehen ntüfjen. Vom englifchen Standpunkt aus B t eine Verständigung mit Deutschland sicher empfehlens- B inert. England will sich für alle Zeit die größte Seemacht B sichern, und man erinnert sich, daß seine Absichten noch viel

eiter gehen, indem nämlich amtlich der befannteZwei- BMchtestarrd" so interpretiert worden ist, daß Enaland stark genug sein müsse, um die Ueberlegenheit über bie betben Ni ächstgrößten Seemächte zusammengenom uen zu beholfen.

Unter bie|en Gesichtspuntten darf bie nachstehenbe Mel- B^ing bei ernsthaften deutschen Politikern nur mit Mißtrauen uifgenomnien werden:

London,?. Sept. Im Unterhaus richtete Bytes B itb.l an den Premierminister eine Anfrage, ob er das erneute BInteresse bemerkt habe, das in Deutschland ber Möglichkeit Maries deutsch-englischen Abkommens über bie Rüstungen zur Bice entgegengebracht werde, und ob er in ber Lage wäre, Biigendime bie Hoffnung aufrecht zu erhalten, baß von ber cr.ftischen Regierung neue Anstrengungen gemacht werben rtckirden, um auf btc Grunbtage irgenb eines Eiuoe r- n-isses zu gelangen, welches den Völkern beider Länder bie Last ihrer Flottenausgaben erleichtern lönnte. Allen

Vision Generalleutnant v.

Generalmajor Kosch. Der Kaiser trug die Uniform seines 120. Infanterie-Regimentes mit den Abzeichen eines Gene­ralfeldmarschalles, der König Generaluniform. Die Kaiserin und die Königin erschienen auf dem Paradefeld in vierspännigen Wagen. Nach dem Abreiten der Fronten erfolgte ein zweiter Vorbeimarsch. Hierbei ritt der König an der Spitze seiner württembergischen Truppen. Die an­wesenden fürstlichen Chefs führten ihre Regimenler, während die ä la suite stehenden Herrschaften mit ihren Regimentern vorbeigingen. Mit dem Grenadier-Regiment Königin Qlga Generaloberst von Sinbe^u*ft vorbei, mit dem In­fanterie-Regiment 125 Prinz Eitel Friedrich von Preußen, den der König ä la suite dieses Regimentes gestellt hat. Der Prinz trug bereits die Uniform des Regimentes. Tas Infanterie-Regiment 121 führte fein Chef, ber König von Sachsen, hinter bem Prinz Georg von Sachsen ritt.

Tas Füsilier-Regiment Nr. 122, bessen Chef ber Kaiser von Qesterreich ist, wurde vom Erzherzog Friedrich geführt. Tas Grenadier-Regiment 123 führte ber König von Württem­berg, das Infanterie-Regiment 120 ber Kaiser, bas Dra­goner-Regiment 9h:. 25 ebenfalls ber Kaiser. Das Dra­goner-Regiment 9h:. 26 unb bas Ulanen-Regiment Nr. 19 führte ber König von Württemberg, hinter bem König ritt General Graf Zeppelin. Tas zweite württem- ~ . 29, dessen Chef der

Zur Nordpolfahrt Pearys.

Der Nordpolsahrcr Peary, der jetzt wieber in unsere Gesichts- öeite gerügt ist, scheint nicht mit derselben Ruhe und Objektivität lrie Cook die Leistungen seines Rivalen aus der 9rorbpolreise in roürbigen. Er hat erklärt, Cooks Berichte seien unglaubwürdig. h*er von den beiden Forschern nun die größeren Verdienste hat, En einstweilen noch nicht beurteilt werden. Die jyrnvathuche ihidlosigkeit des einen ist noch kein Beweis für dw Richtigkeit 'inner eigenen Angaben, und umgekehrt könnte Pearys Ester tod) auf' fachmännisch wohl erwogener Ueberzeugung beruhen ' 2>tr seltsame Zufall, daß beide Foricher mit gleichzeitig nut bei Entdeckung des Nordpols sich gemeldet haben, laßt beinahe hbit Vermutung zu, daß der eine von der Rückkehr be» anderen taufet habe. Doch in diese Dinge wird ja früher ober Ipatcr £i(f)t kommen:

I Lonbon, 7 Sept.Evening News" veröffentlicht folgendes, rr benNewyork Sun" gerichtetes Kabeltelegramm aus St.

oh ns Meusundlanb.: Peary und leme Anhänger bezeichnen ben Bericht Dr. Cooks a l s. g a n ä \ i cfI u n g la u tuir b»i 0- Sie erklären, daß Cook nicht die lur ein derartiges Unternehmen Mtwendigen Ausrüstungen besessen habe und nicht bis m bre Mhe des Poles gelangt sei. Cook habe einen Weg emgeicbtagen, ber westlich von ben Wegen aller vorangegangenen neuerm Sslarsorscher gelegen sei, um sich einen Teil de m-eres zu sichern, wo leine Beobachtungen nicht leicht durch die etüdigen Rivalen nachgeprüft werden konnten. mnrkhnf5

Wenn die Richtigkeit der Nachricht von DearYs Nordvol- Lneichung erwiesen ist, so sind mit die|em ^rwlg des 53 lahrigen Forschers seine zahlreichen früheren Zährten durch die arkNlchen Agenden in idealster Weise gekrönt worden. Ochvn -3 vZahre stierten bie ersten V er, uche Vearys uruck,

änrtf) das Polar eis bem Pol entgegen vorzudriu.

a«i. Zum ersten Male drang Peary^im Aahri 1 t d«n grönländischen Inlandeise von der 2.iskobai aus 160 ! roter rocit vor und führte 1891 int ?luftrag der Akademie der Lifsenschasten in Philadelphia eine Ervcdltwn nach dem äußersten Korden von Grönland. Begleitet von seiner ftungen F r a u lu o iuiif Gefährten gelangte er mit dem SamplerKite ) öc. Cvrmick-Bai des Smith-Sundes und unternahm von hier mit dem 9!orweger Astrup eine mehrmonatige «Lchlitteniayrt, am b<r er unter 82 Grad nördl. Br. die Umbiegung der grow loadischen Küste nach Osten unb Südosten wahrnahm und am i.Juli die Jndependance-Bai an der tkuste en^eckte 'po 37-). Zur genaueren Feststellung der Küsten des nord- 11| it-fieü Grönlands fuhr Peary 1893, wieder mit winer st - Bnf dem DampferFalcon" nach der Bowdom-Buch. am sti g- si-ild-Golf, von wo er im März 1894 mit acht.^^leitern ch ß dtr Jndependance-Bai auibrach, doch durch widrige Umi j . j vorzeitig zur Umkehr genötigt wurde. Die meisten

ütaten nun die Heimreise an; Peary mit Hugh Oee und einem

afer (lib.) fragte den Minister gleichfalls, ob die von bergische Feldartillerie-Regiment, Nr.

. ...... ..... Sc6en Prinz-Regent von Bayern ist, führte Prinz Ludwig

te Er- Bayern, das Feldartillerie-Regiment König Karl Nr.

Rr.210 Erstes Blatt ISO.Jahrgang Mittwoch ^.September 1008

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I -irlfchaftliche Seitftagen V Chefredakteur: A.Go-tz.

I 'ernsprech - Anschlüsse: Kl Ts Ä y Verantwortlich für den

I ir die Redaktion 112, __ A politischen Teil: August

tes General-Anzeiger für Gberhesfen MM

1r i>.= Saoesnummsr»tationsdruck und Verlag der vrSHI'schen Univ.Guch: und Sleindruckerei R. fange. Redaktion, Srpedition und Druckerei^ Schulftrahe 7.

I tiiä vormittags y llyr. 8 M v

Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten.

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Englands wünsche nach einer ziottenverstöndigung.

Gießen, 8. Sept.