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7.9.1909 Erstes Blatt
 
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L 59. Jahrgang

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Look und die Entdeckung derNordpols.

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Johns ans verneur brobor ein Nordpol

Neufundland meldet, übermittelte Peary dem Gou- von Neufundland aus Jndianharbour auf La- drahtloses Telegramm, worin er meldet, daß er den entdeckt habe und in dem er weiter Neufundland

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^eodttchtttugell ; diesen.

herzustellcn. An Berliner zustätwiger Stelle ift, so bemerkt dazu der ,^Lok.-Anz.", von diesen Vorgängen nichts be­kannt. Es liegt bis jetzt keinerlei Meldung über Unruljeii im Norden des Schutzgebietes vor.

übergetrcren. .

Der zweite Verbandstag des jetzt nahezu 90000 Mitglieder zählenden Verb andes Deutscher Handlungsgehilfen zu Leipzig tagte in München am 4. unb 5. September. Ein umfangreiches sozialpolitisches Programm wurde aus dem Ver­bandstag aufs neue beraten und festgestellt. Es galt für die reichsgesetzliche Regelung der Kontorarbeitszcit, des Ächtuhrladen­schlusses, der Sonntagsruhe, der Schaffung von Handelsinspek- torcn und Arbeitskammern als Vorläufer für die zukünftigen Handlungsgehilfenkammern, sowie für die schon so lange er­wartete staatliche Pensionsversicherung wiederum zu einer ge- m.infamen Kundgebung zusammenzukommen. Die Beteiligung war sehr gut.

seiner Ausrüstung Gegenstände befunden, die nie zuvor einem Polarreisenden zur Verfügung gestanden hätten. Mr. Bradley " Gesagten ein Beispiel an. Er wisse

der Cookschcm, welche Oefen aus

Die DLorning Post veröffentlicht am 4. d. M. eine Depesche aus Washington, in welcher urteressante Aeußerungen Mr. John R. Bradleys,- des Millionärs und Sportsnrann, der die Ex- prdition Cooks finanzierte, wiedergegeben sind.Keine Polar­expedition," so sagte Bradley,ist je so vollständig ausgerüstet worden wie diese. Weil aber weder Cook noch ich die ganze Welt in unser Vertrauen gezogen haben, uird werl Cook von Newyork abgezogen ist, ohne das; eine Militärkapelle ihm ein Abschieds­ständchen brachte, oder ein halbes Dutzend Kriegsschiffe ihn salu­tierten, glaubten die Leute, daß Cook einer plötzlichen Inspiration gefolgt sei, als er den Beschluß faßte, den Nordpol zu erreichen." Bradley lehnte es ab, zisfermäßig anzugeben, wie viel die Ex­pedition ihn gekostet habe; er begnügte sich mit der Bemerkung, daß er viele Tausende von Dollars für die Ausrüstung verausgabt habe. Tas Unternehmen sei in allen seinen Einzelheiten lange vor dem Ausbruch sorgfältig durchdacht und berechnet worden; uni) da die Pläne Cooks ganz neuartig waren, so hätten sich in

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Ausland.

In Prag beschloß der Verband der tschechischen Landtags­abgeordneten im Beisein des Landsmannministers Zatschek, der Einladung zu der morgen beginnenden deutsch-tschechischen Versrändigungskonferenz Folge zu^ leisten. Nur die beiden tschechiich-radikalen Klubs lehnten die Teilnahme ab.

Ans Agram (Kroatien) wird über einen Zusammen­stoß zwischen Offizieren und Zivilisten gemeldet:

Noch ein Entdecker des Nordpols?

Auch der Dcordpolfahrer P e a r y will nach soeben einlaufenden sensationellen Telegrammen am Nordpol gewesen sein, und man wird abzuwarten haben, ob sich dieses merkwürdige Zusammen-

Deutsche Koionieit.

jtrieg im <u D'a'mb u Ldttbe? Aus oem Ooarnbo- laude bringt dieDeulsch-Südwesrafrikanische Zeitung" die Nachricht, daß I i p u m b u, dar Häuptling von Uukuambi, einen Raubzug nach Ongandjera ausgeführt habe. Ter Verkehr zwischen beiden Stämmen sei vollständig ab­geschnitten. Ob es zu weiteren Feindseligkeiten kommen werde, stehe noch zu erwarten. Missionar Rautanen sen. sei Mitte Juli nacy Uukuambi und Ongandjera abgereift, um, wenn möglich, den Frieden zwischen den beiden voll­ständig auf unserem Gebiet wohnenden Stämmen wieder

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die Post 3)11.2. eiert el- jährl. ausschl. Beslellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf, auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: 91 Doetz. Verantwortlich für den politrfchen Teil: August Goetz; für .Feuille­ton* und .Vermischtes" K. Neurath; für.Stadl u.Land" und.GerichtS-

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Er bitte nochmals, den herzlichsten Tank für die Einladung der Bürgerschaft und nid)i zuletzt den lieben Stuttgarte­rinnen mitzuteüen.

Darauf teerte der Kaiser den Pokal. Die Tochter des Oberbürgermeisters überreichte der Kaiserin mit einem kleinen Gedicht einen prächtigen Blumenstrauß und dem ftaifer einen Rcbenzweig. Das Kaiserpaar zog hieraus viele der Anwesenden längere Zeit ins Gespräch. Bürgeraus­schußobmann Dr. Erlanger brachte ein fyod) auf die Majestäten aus, die sich sodann wieder unter dem Geleite der Stadtgarde und den ^Kundgebungen der Bevöllerung zum Residenzschlosse zurückbegaben.

Stuttgart, 6. Sept. Um 6i/2 Uhr abends fand bei dem König und der Königin im Residenzschlosse Familien­tafel statt, für die Gefolge gleick>zeitig Marschalltafel. Hieran schloß sich um 8 Uhr eine Festvorstellung in dem königlichen Jnterimstheater, das mit frischen Blumen schön geschmückt war. In der rechten Proszeniumsloge befand sich neben dem preußischen General st ab)ef v. Moltie Graf Zeppelin. Gegeben wurde zuerst die musikalische KomödieZierpuppen" nach Moliöresles precieuses ridieules" mit der Ptusik von Anselm Götzl. Das Orchester wurde von Max Schillings dirigiert. Das sehr drollige Spiel fand bei seiner flotten Darstellung augenscheinlich großen Beifall bei dem Kaiser und der Kaiserin. Hieran schlossen sich Tanzbilder, die in Kostümen und Anordnungen überaus geschmackvoll vorgeführt wurden. Begonnen wurde mit einem antiken Opserreigen, wozu Max Schillings die Ainsik geschrieben hatte; es folgten ein mittelalterlicher Hof tanz nach alten Originalmelodien, ein niederländischer Bauern tanz usw.

Stuttgart, 6. Sept. Der König von Sachsen ist heute abend um 8 Uhr 30 Min. eingetroffen und int Auf­trag des Königs von Herzog Albrecht von Württemberg empfangen worden. Der König ist im Residenzschloß abge­stiegen.

Stuttgart, 6. Sept. Ter Kaiser hat lautSchwäb. Merkur" zal)lreiche Auszeichnungen verliehen. Der Minister des Innern Pifchek erhielt das Großkreuz des Roten Adlerordens, Dberoürgermeifter Gauß den Kronen­orden zweiter Klasse, Stadtdirektor Nickel den Roten Adler­orden vierter Klasse, Stadtoolizeirat Wurster den Kronen­orden dritter Klaffe, der Chefredakteur desSchwäbischen Merkur" Tr. Elben den Kronenorden dritter Klasse.

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Zugleich nut dem erfolgreichen Vkordpolsahrer Tr. Cook ist ie wissenschaflllckte Grönlandexpedition Stolberg-de Quervain mit

DampferHans Egede" nach Europa zurückgekehrt. Von der Litmrg der Expedition erhält ein Berliner Blatt den nach- chenden Bericht, der das unerwartete Zusammentreffen mit Itt. Cook sowie den Verlauf feiner Reise nach den eigenen An­gaben des Forsck>ers in fesselnder Weife schildert:

Die Ncachricht von der Erreichung des Okordpols konnte unsere Expedition in kemer en tsp rechender en Umgebung erreichen, als am Cnöe des Wilden Sermittletfjordes in i'kordgrönlaitt) und in dem taigenblid, als wir uns anschickten, die Wüste des Inlandeises iig betreten. Der Kajakmamr, der unsere letzten Weisungen für dir Kolonie Jkorasal in Empfang nehmen sollte, brachte zwei lakonische Zeilen, daß am 21. April 1908 von entern Dr. Cook bei Nordpol erreicht worden sei. Wir dachten damals nicht, baß diese Nachricht erst Aionate später in der Kulturwett befannt H«rbcn würde und wir in Grönland selbst mit Cook persönlich zu- jagnmentrefien und ihn bis Europa begleiten würden.

Der erste persönliche Eindruck, den nxtr von Cook hatten, wir ihn in Egedesminde trafen, war durchaus gewinnend. txjot, der 43 Jahre zählt, ist von stattlicher, etwas über mittel­großer A-igur. Auf breiten Schultern sitzt ein kluger Llops, denen ittsche Gesichtsfarbe, reiche aschblonde Haare und blaue Augen tu germanische Abkunft bekunden. In der ^at Itanunen Cooks eitern aus Deutschland: der Arzt Koch, fein Vater, aus Hannover, irine Mutter, die sehr jung nach Amerika kam, aus der Gegend ton Frankfurt a. M. Daher stammt wohl die park Mdeutich gefärbte Aussprache Cooks, der fließend.Deutsch wrccht Als er lrcs in Egedesminde gegenüber trat im ^.imiak, der gr onläno i) ä)en SÄufc, und Seehundssttefeln, eine Seemannsmütze aui dem Kvp;e Imb uns ohne weiteres freundlich begrüßte, machte er bereite lei dieser ersten Begegnung denselben gewinnenden Emdruck auf ms, den er auch auf die anwesenden Dänen machte. ^ay er sich uns gegenüber gleich von Anfang an der deutschen Sprache be- tUnte, sei noch hervorgehoben; die plastische Ausdruckswelle Cooks rmspricht dem Wesen eines Mannes, der in den ickpoierigsten 2cgen die Realität der Dmge nüchtern und ichars beurteilt unb leine Maßnahmen danach trifft; bei seinen Erzählungen bracy ost irr kräftiger Humor durch, der im Gcsühl des Erreichten, den. treten überstandenen krittschen Situationen nur die heuere ©eue rHzewonnen zu haben scheint.Jetzt lachen wir," lagte er mehr clr> einmal,aber zwei Jahre lang haben wir nie gelacht . Cootv A:äse war so gefahrvoll, daß. sie der Nansenichen mmbc|tcnv 'M die Seite gesteltt werden kamt. Cook äußerte den dringlrchcn und preislichen Wunsch, erst über 'Newyork Nachricht über je nie Entdeck : urig an die Walt gelangen zu lassen, und so wurde von der Hasenitad. -rcmick aus den Shetlaudinseln, die luegcn Cook angelausen wurde, 'durch iljn selbst zunächst seine Frau, der New '--ort Herold um. de: Präsident der Kommission der Internationale.: Po.arsvricyung Lccointe in Brüssel telegraphisch benachrichtigt, ,onst hat nui Der Unfalls auf dem DampferEgede" mitreißende ^znspettor sur

Vorwerk einzutteten.

Die ReichstaaSersatzwahl im Kreise Düren hat ein eigenartiges Nachspiel gehabt. Der größte Teil der dorttgen Arbeiter war mit der Ausstellung des Fürsten Salm als Kan­didaten der Zentrumsparter nicht einverstanden und stellte deshalb aus ihrer Mitte den Teppichweber Schön- biennet auf. Daraus entwickelte sich eine heftige Prcßfehde, infolge deren der Arbeiter Schönbreuner, welcher auch Stadd- verordneter in Düren ist, ans der Zentrumspartei ans gefchlossen wurde. Aus Verstimmung hierüber und wegen

Verhaltens dieser Partei unb der ihr angehörenden christlichen Gewerkschaftsführer bei der Reichsfinanzreform hat nun ein großer Teil der Dürener Arbeiter die zconsequenzen gezogen, ist ans der christlichen Gewerkschaft ausgeschieden und zu den Hirsck^Tuncker- schen Gewerkvereinen in einer Anzahl von über 200 Mitgliedern

mit sich führte, konnte Bradley, da er von dreien -hingen nichts versteht, nicht angeben. Er könnte nur sagen, daß Cook alle erforDerlidyen Trnge dieser Art mitgenommen habe, denn er (Brad­ley habe die Rechnungen dafür selbst bezahlt. Alles sei vom Besten und Neuesten gewesen, so z. B. ein seiner, aud Aluminium her gestellter Sextant, mit welchem Cook Beobachtungen anft eilte, alö"er an Bord der Jacht Bradleys war.

Tas Sturatorium der Universität Kopenhagen be­schloß, dem Vorschlag der mathematisch-naturwissenschaftlichen Jakultät, Tr. Cook zum Ehrenboktor der Kopenhagener Uni- oeijit-t zu ernennen, beijurreten. Tas Tiplom wird Dr. Cook am Tannerstag vom Unioersitätsrektor feierlich überreicht werden.

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Dar Uaiserpaar in Stuttgart.

Das Kaiserpaar ist am gestrigen Acvntag in Stuttgart festlich empfangen worüen, und der dortige Oberbürger­meister betonte in seiner Ansprache die tvachsende Einigkeit der deutschen Stämme. Was der Kaiser darauf ermiderte, mthiclt keinerlei politische Betrachtung; er saate nur sehr zutreffend, durch die Einigkeit des deutschen Volkes werde auch der Friede in der Welt gefestigt. Es kann festgeftellt verden, daß der Kaiser auch nach Bülows Abschied seinem Vorsatz treu zu bleiben scheint, in fernen Reden sich Zurück- laltung aufzuerlegerr. Wir erhalten folgende Meldungen:

Stuttgart, 6. Sept Vom Residenzschloß begab sich ras Kaiserpaar zum Rathause, aus dem Wege dori- stn begeistert begrüßt. Am Hauptporral des Rathauses be­grüßte Oberbürgermeister Dr. v. Gauß das Kaiserpaar und geleitete es in den glänzerrd geschmückten Festsaal. Der Ober­bürgermeister hob in seiner Ansprache hervor, gerade im Süden deS Reiches sei es bedeutsam, vor dem Kaiser .Zeugnis dahin abzuleaen, daß das Bewußtsein, nur ein lötiw eines großen Ganzen zit sein, in Schtvabeu stets lebendig gewesen sei, daß aber dieses Gefühl dieser Stam- meszugehörigkett in Nord und Sud und der Glaube an die Reichseinheit und der Wunsch nach einem Zusarnrnen- abeiten mit den übrigen deutschen Stämmen in den letzten 20 Jahren nicht nur keine Abschwächung erfahren labe, sondern noch gewachsen sei Der Redner schloß utzit dem besonderen Danke dafür, daß auch die Staiferiu in Schwaben erschienen fei und bat den Kaiser, den Ehren- tcunk der Stadt Stuttgart entgegenzunehmen.

Die Antwort des Kaisers.

Der Kaiser antwortete. Den versammelten Vertre­tern der Bürgerschaft Stuttgarts sprecke er der Kaiserin sIwie seinen herzlichen Dank aus für den Empfang, den Stuttgart chrten soeben bereitet habe, jung und alt, groß und klein. Er habe schon oft zu seiner Freude Gelegenheit gehabt, die schöne Hauptstadt Schwabens äu besuchen uni) -ctS sei ihm die warme Anteilnal)me der Bürgerschaft an­genehm ausgefallen. Sv auch heute. Er freue jid), der Einladung der Bürgerschaft in ihr schmuckes Rathaus ge­folgt zu sein. Das Rathaus versinnbildliche die Bürger­lugenden: Fleiß, Arbeitsamkeit und Stolz auf Ver­gangenheit und Tradition. Schön und herrlich rage dieser Iku empor. Daß unsere deutfchen Städte sich so mächtig entwickeln konnten, daß sie in der Lage seien, sich so präch- . £e Rathäuser zu bauen, liege daran, daß, seitdem die deutschen Stämme wieder einig geworden seien, unser dem- sches Vaterland einen einigen fe|ien Grund darstelle. Durch bue Einigkeit des deutschen Volkes sei auch der Friede > n de r W e 11 gesichert. Unter dem Schutze dieses Friedens fallen die Bürger arbeiten, die Städte sich entwickeln. Es öge- aud) in Zukunft des Friedens reicher Schutz über Stabt und Land walten. Er wünsche dafür Gottes Segen nab auf die Bürgerschaft, vor allem aber auf den ersten .-ürger dieses Landes und dieser Stadt, Se. Majestät den schnig und die Königin und das ganze königliche Haus.

treffen mit Cooks Entdeckung als wahr und zuverlässig beraus- ftellL Covk beurteilt die Meldung als nickst unwahrscheinlich unb gab Ausfragern neidlose Aus kirnst. Wir erhielten folgende Meldungen:

Newyork, 6. Sept. Wie dieAssociated Preß" meldet, ist ihr eine Nachricht Pear hs, die in Jndianharbour auf Labra­dor an Land geschwemmt worden ist, von dort auf telegraphischem Wege über Cape Ray auf Neufundland zugcgangen. Die Depesche tautet:Sternenbanner am Nordpol aufgepflanzt." Der Sekretär des Arkttkklubs Bridgman hat aus St.Johns aus Neufund­land folgendes Telegramm erhalten:Pol erreicht, Dampfer Roosevelt" unversehrt. Peary." Die Depesche an den Sekretär des Arktikklubs Bridgman ist in chiffrierter Schrift abgefaßt, was ein klarer Beweis sein soll, daß Peary der Absender ist.

London, 6. Sept. Wie das Reutersche Bureau aus Saint

führte zur Erläuterung des Gcsaaten ein Beispiel an. Er wisse von keiner Expedition vor der Cootfchen, welche Oefen aus Aluminium mitgenommen hätte. Eine Expedition, die vor einigen Jahren aufbrach, habe ö ober 6 Oefen aus Viessing mit­genommen, welche je 16 bis 18 Pfund wogen und auf denen Tee zubereitet werden nrußte. (Gemeint ist die längste Pearysche Ex­pedition.) Tie Lesen, die Dr. Cook mit nahm, hätten nur je drei Pfund gewogen, uni) ihre Leistungsfähigkeit sei dieselbe ge- ivesen, wie die der Messingöfen. Unter den verschiedenen anderen Tingen, die Cook mitgenommen habe, hätten sich auch 2 Fässer Gummibonbons für die Eskimos befunden, denn die Eskimos seien sehr naschhaft unb hätten große Vorliebe für Zuckerwaren. Aus bem Schoner hätten sich 5000 Gallonen Gasolinöl befunden, ein jur 3 Jahre auSreick-ender Vorrat, große Quantitäten von Nahrungs­mitteln, Hickoryholz zum Bau von Sckstitteit, Eisenwaren aller Art, Stahl, Kupfer, 150 Fuß Ofenröhren, 100 Gallonen Alkohol, 25 Flinten als Geschenke für die begleitenden Eskimos, Biscuitt, Aexte, Tabak unb andere Dinge, auf die der Eskimofliegt", uickst zu vergessen 10 000 Schachteln Zündhölzer, denn für Zünb- hölzer, wie für Gummibonbons verkaufe der Eskimo seine Selig- Weiche asttoitomische unb sonstigen Instrumente Dr. Cook ch führte, konnte Brodlet), da er von diesen Dingen nichts

Deutsches Reich.

Der Kaiser wird, so meldet die F. Z., am 18. September vormittags zur Eröffnung der neuen Schackgalerie in M ünche n eintreffen. Der Kaiser hat ieben offiziellen Empfang abgelehnt, dtoch am gleichen Tage abends begibt sich der Kaiser nach Alten­burg zum Besuch des dorttgen Hofes. Der Reichskanzler v. B e t h m a n n - H o 11 w e g , der am 18. September ebenfalls in München eintrifft und sich dem Prinz-Negenttn vorstellen wird, begibt sich tags daraus nach Wien.

Eine neue Form der Vorschulen wird wahrscheinlich durch eine Verfügung des preußischen Kultusministeriums, in der den Städtenzur Erwägung gegeben wird",^inwieweit es angezeigt unb möglich erscheint, Knaben im dritten Jahrgange der Volksschule, die in die höheren Lehranstalten eintreten wollen, in besonderen Klassen zu vereinigen, bereu Lehrplan den An­forderungen der höheren Schule sich anschließt.

Zur ReichstagSersatzwahl in Stollberg-Schnec- ber g haben die Bündler sowie die Konservativen letzt formell beschlosseu, Mann für Mann für den naticuaUiberalen Kandidaten

Dienstag 7. September 1909 rvezugspreio: monatlich 75 ißt, niertel-

» » « jährlich Mk. 2.20; durch

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«S»" General-Anzeiger für Gberheffen

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Kursbericht!

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zu dem Anteile an der Entdeckung beglückwünscht, da der Ka­pitän und die Mannschaft seines (Penrys) Dampfers f)teufund- länber seien. ,

Kopenhagen, 6. Sept.Politiken" gab heute abend im Tivoli em Souper, an welchem Cook, sowie die augenblicklich, hier weilenden fremden Journalisten teilnahmen. Mit ben neuesten Telegrammen bekannt gemacht, erklärte Dr. Cook: ,^Zck bin nicht imstande, zu entscheiden, ob das Telegramm von Cape Ray wahr ist oder nicht, aber falls es wahr ist, freue ich mich. Peary würde in diesem Falle den Pol auf einem ganz anderen Wege erreicht haben. Das ist Ehre genug für uns beide.

Newyork, 6. Sept. Nach einem Telegramm Pearys aus Jndianharbour über Cape Ray (Neufundland- an dieNew­york Lunes" hat er den Nordpol am 6. April erreicht.

Kopenhagen, 6. Sept.National Tcdende" schreibt in ihrer Naorgenausgabe, daß Dr. Cook auf eine Anfrage erklärt habe, daß er es höchst wahrscheinlich finde, daß das Tele­gramm von Peary selbst abgeschickt sei und in diesem Falle fei es also auch gegeben, daß Peary ^am Nordpol geivesen ist. Es sei taum annehmbar, daß das Telegrmnm gefälscht sei. Auf Labrador ist eine drahtlose Station und itzeary ist dort wohl­bekannt. Für eine andere Person würde es also sehr schwierig sein, sich für Peary auszugeben und ein Telegramm in seinem Namen aufzugeben. Tr. Cook könne sich auch sehr wohl denken, daß Peary auf diesem Wege zurückkehre und mit der Jahres^ic passe das ganze auch vortrefflich. Tr. Cook sieht es auch keines­wegs für merkwürdig an, daß er von Pearys Expedition keine Spur gefunden habe, denn einerseits ist sie wohl später am Pol gewesen als Dr. Cook, andererseits trifft man einander nicht leicht in den arttischen Gegenden. Zum Schlüsse sprach Dr. Cook seine uneingeschränkte Freude darüber aus, daß es auch Peary gelungen ist, das Ziel zu erreichen, nachdem er so viele Jahre gestrebt habe.

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Jurbgrönlanb an die Geographcsck^ Gesellschast m ü-penljagen urd die Inlandeis-Expedition Quervain-Stolberg an die

Ichaft für Erdkunde in Berlin telegraphisch Zenachria-ttgungen er­geben lassen fbimen; andere Mitteilungen mußten nach der aus- jtoit£lid)cn Weisung des Kapitäns unterbleiben; in den loniagei; ^-Meschen durfte nicht einmal der 9iame Cook erwähnt werden.