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Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
H. Schweitzer,
Kömgl. Lokomotivführer i. P.
Eingesandt.
dr Dorrit und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel l »mummt die Redaktioit dcnr Publikum gegenüber keinerlei Veranttvortung.)
5-3 i e in a n in Gießen die heimische I n d u st r i e u n t e r st ützt!
Zur 300 jährigen Jubelfeier der Universität erschien im Ber- läge der hiesigen Verlagsbuchhandlung Emil Roth ein illustrierter
Kleine Tageschronik.
Eine Anzahl Personen in Kaiserslautern wurden lon einem tollwütigen Hunde gebissen; sieben ’i'-erfonen sind nach dein Pasteurschen Institut nach Berlin cb gereist.
Laut amtlicher Mitteilung hat der italienische Ministerrat offizielle Beteiligung an der ersten internationalen . a g d a u s st e l l u n g beschlossen, die 1910 in Wien stattfindet.
Tie Expedition H»ogstad, die aus Spitzbergen und ^romsve in Ehristiania angekommen ist, berichtet, Well- 'ii an sei bereit, voraussichtlich am 10. August aufzusteigen.
Märkte.
Gießen, 7. Ang. Marktbericht. Auf heutigem Wochen' markte kostete: Butter pr. Psd. 1.15—1.20 Mk., Hühnereier 1 St. 8—9 Psg., Enteneier 1 St. 8 Pfg., Käse pr. St. 6—8 Ps., Erbsen p. Psd. 00—00 Psa., Linsen p. Psd. 00—00 Psg., Tauben pr. Pr. 0,80—1,00 Mk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Mt., Hähne pr. Stück 0,80—1,80Mk., Gän e pr. Psd. 60—70Ps., Enten pr. Stück 1,80
17jährige tenttol der Nacht jiun l W in einen Keller toi wurde zu zwöls
Führer durch die Universttatsstadt Gießen, 24 Bogen, 1 Ml. Angesehene Fachblötter und Tageszeitungen bezeichneten denselben als vorzüglich ftr der Bearbeitung, glänzend in der Ausstattung, als das Muster eines Städteführers, und wiesen auf den rm Verhältnis zum Gebotenen erstaunlich billigen Preis hin. Ter Verleger war rare imstande, ein so schönes Buch zu so billigem Preise zu bringen, wenn er von vornherein auf ein Geschäft dabei ver zichtete und eine hohe Auflage von 7000 Exemplaren herstellte. Naturgemäß wandte er sich an die maßgebenden Instanzen mit der Bitte, solches der Stadt dienende Unternehmen zu unterstützen Tie Universität und der hiesige Verkehrsverein erklärten sich angesichts des schön ausgefallenen Buches sofort bereit, eine Anzahl Exemplare zu einem Vorzugspreise abzunehmen, um im Interesse der Stadt für die Verbreitung des Buches besorgt zu sein. Auch die hiesige Bürgermeisterei und die hochwohllöbliche Stadtvertretung wurde mehrfach vom Verleger um gleiche Förderung angegangen mit dem Erfolg, daß die Stadt Gießen ein Exemplar — sage und schreibe ein einziges Exemplar — für das Stadtarchiv bestellte.
Von diesem illustrierten Führer durch Gießen wurden zirka 6000 Exemplare verkauft, den Rest von zlrka 1000 Exemplaren stellte der Verleger der Stadt Gießen zum Preise von 60 Pfg. pro Exemplar zur Berftigung und verpflichtete sich, diesen Vorzugspreis auch schon bei Abnahme von 100 Exemplaren zu gewähren. Ter Verleger begrüitdete dieses Angebot damit, daß die Stadt besonderes Interesse daran habe, daß die Rcstcxcmplare so bald wie möglich zur Verbreitung kämen und empfahl der Stadt, eine Anzahl anzukausen, um sie dem Verkchrsverein zu passender Verwendung zu überweisen. Gleichzeitig bemerkte der Verleger, daß er die Vorräte aus dem Grunde billig veräußern wolle, um einen kleinen billigen Führer durch Gießen herausbringcn zu können.
Tie Stadt lehnte auch diesntal den Ankauf von Exemplaren ab und versagte somit jede Förderung.
Tie Stadtverordnetensitznng hat nun aber am 5. August im Gegensatz zu der ablehnenden Stellung dem hiesigen Verleger gegenüber dem Anträge der Leipziger Verlagsbuchhandlung Leo Woerl ein ganz anderes Entgegenkommen gezeigt und einen Betrag von 150 Mk. glatt bewilligt zum Ankauf von 300 Leo Woerlscher Führer durch Gießen. Während man den hiesigen Verleger, der zweimal zu einem Vorzugspreise der Stadt seinen Führer on bietet, zweimal abweist, gibt man dem Verleger von außerhalb eine Bestellung auf 300 Exemplare und beansprucht dabei noch nicht einmal einen Vorzugspreis? Wenn, wie in der Stadl vcrordnctensitzung zum Vergleich hervorgehobcn wurde, die Stadt Mainz in ähnlicher Weise den Verleger Leo Woerl unterstützte, so war eine Erklärung dafür nicht weitliegend, denn in Mainz überwiegt die Bevölkerung katholischen Glaubens und cs ist bekannt, daß der Verleger Leo Woerl ein katholischer, von dem Papste und von verschiedenen katholischen Fürsten mit Orden und Titeln ausgezeichneter Verleger ist, daß seine Führer dem katholischen Moment hervorragend Rechnung tragen. Aber warum mußte das überwiegend evangelische Gießen gerade dem katholischen Jührerverlagsunternehmen so auffällig vornehm cntgegenlommen und da Geld bewilligen, wo bei einem gleichen Unternehmen dem hiefigen Verleger eine doppelte Absage zuteil geworden war. Es muß doch eigenartig anmuten, an solchem Beispiel zu sehen, wie man hier in Gießen die heimische Industrie fördert! Civis.
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von 7—1 Uhr.
le. Wiesbaden, 6. Aug. V i e h m a r k t. Zum Berkans standen: 26 Ochsen, 76 Kühe, 205 Schweine, 108 Kälber <darunter 00 Mastkälber, 108 Landkälber), 40 Hämmel und Schafe. Bezahlt wurden für 50 Kilogramm Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qual. 76,00—78,00 Mk., 2. Qual. 72,00—74,00 Mk., Kühe 1. Qualttm 64,00 — 66,00 Mk., 2. Qual. 50,00—52,00 Mk. Bezahlt wurde stir 1 Kilogr. Schlachtgeivicht: Schweine, vollfleischige, 1,54—1,56 Mk.,
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richten.
-malik und Askron« i Pr, 2r. phil. * j Mchcn RecheniW Jetliner IW nt für innere M er wurde.aln
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Danksagung.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie die zahlreichen Blumenspenden anläßlich des Hinscheidens meiner unvergeßlichen Frau, unserer treubesorgten Mutter, Großmutter und Schwiegermutter
Frau Katharina Schweitzer, yeh. Judl
sagen wir hiermit allen, insbesondere den Schwestern des evang. Schwesternhauses für die aufopfernde Pflege während der Krankheit, dem Herrn Pfarrer D. Schlosser für die wohltuenden Tröstungen unseren herzlichsten Dank.
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Frankfurt a. M., 6. Aug. 3 nterna tionale Lust- - biffahrt -Ausstellung. L>eute nachm-ttag veranstaltete «r Roedersächsi'chc Verein für Lustschttfahrteme Fuchs! agd, ,1 roddicr sechs Ballons gemeldet waren Ms Fuchs war der 'Laklon , .Hessen" auserseheit, der um a "hr -3 Mm. den Flug- >»atz verließ: in kurzen Zwischenräumen folgten die Ballons licedingcr", „Osnabrück", „Louis Peter", „Elouch III" und Regler". — Ter für heute nachmittag angesagte Aufstieg des Arscval Ballons erfolgte nicht, da der Ballon noch nicht vollständig ! "^Frankfurt a. M., 7. Ang. Die Luftschifflinie Frankfurt a M. -Leipzig ist so gut wie gesichert. F-ünf frankfurter Großindustrielle zeichneten zwei Millionen Mark. Es i'rrant iwcf) darauf an, daß die Stadt Leipzig einen Landungsplatz Ibstenlos zur Verfügung stellt. Wie verlautet, sollen die Lindauer Wiesen dafür in Aussicht genommen sein.
Ter erste Flug Orville Wrights in Berlin wird voraussichtlich am 20. August auf dem Tempelhofer Felde slatt- 'Tlbflt
Charleville bei Villers la Mmttaqüe, 6. Aug. In der : ahe von Longvh landete hertte nachmittag ein deutscher Nation, in dessen Gondel sich ein früherer Offizier und drei ,Mdere Personen befanden. Von der Zollbehörde wurde den !urftschissenr ein Zoll von 500 Franks abverlangt, sowie ein i fstgesührter photographischer Apparat mit Platten beschlagnahmt.
Knallose Waffen für deutsche Luftschiffe. Nach -mer Meldmig des New York Herald, für welche wir diesem Blatte e volle Verantwortung überlassen müssen, ist die mit der Prü- - jtg der Maximschen Schalldämpfer beschäftigte Militärkommission erart überzeugt von der Güte der Maximschen Erfindung, daß 'schlossen worden sein soll, daß die im Auftrage des Reiches -muten Luftschiffe mit Maschinengewehren ausgerüstet würden, i mit dem Schalldämpfer versehen werden sollten.
Ei ueBallou fahrt imSch nee sturm. Eine schwierige Ballonfahrt hatte vor einigen Tagen der Ballon „Universith . I ls ich", der von St. Louis einen Aufstieg unter der Leitung des ■ brannten Aeronauten John Berrh unternommen hatte, um sich liitrn den Lahmschen Ehrenpokal zu bewerben. Nach llVsftünbiger Mst^hrt, morgens 9 Uhr 30 Min. landete der Ballon in Savannah ■ im Staate Illiiwis. Savannah liegt nur 400 Kilometer von * 2«t Louis entfernt Wir geben hier eine kurze Tepesche wieder, iit der die Luftschiffer melden, daß sie in ein Schneetreiben gelten sind, und sich dadurch genötigt sahen, die Fahrt zu bc= uben. Kapitän Berry drahtete nach St. Louis: „Zu einer Zeit, il< mir uns bemühten, aus dem scheußlichen Schneetreiben her- । ^zukonimen, erhoben wir uns bis zu einer Höhe von 13 000 uß. Manchmal drehte sich unter uns der Korb wie ein Kreisel, vgdförner schlugen in unser Gesicht und wir mußten die ganze st Schnee aus dem Korbe schippen, da sonst das Gewicht des rjchnees unsere Fahrt beeinträchtigt hätte."
Ein Luftschiff für Fracht - nnb Personenver- 'ehr. In bei" Stadt Cleveland im Staate Ohio hat sich soeben . nie Gesellschaft inkorporieren lassen, die beabsichtigt, ein Luft- skzifs für Fracht und Personenbeförderung zu bauen, ivelchcs nach ■ bm Plänen des Erbauers im Stande feilt soll, 6—20 Passagiere ■mit iIrrem Gepäck aufzunehmen. Das Luftschiff wird mit einer ■liesserdichten Leinewand überspannt sein, und am Bug und am t.Tit je eine Schraube führen, welche für den Fall in Funktion Ml cren sollen, daß das Fahrzeug ins Wasser stürzt.
Ochsenfleisch vr. Psd. 76—84 Psg., Kuh- 70—80 Pfg., Schweinefleisch
bis 2,20 Nlk., und Mindfleifch pr. Pfund ,v.
pr. Pfund 80—90 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Psd. 96 Psg., Kalbfleisch pr. Psd. 70—74 Psg., Haininelfleisch pr. Piv. 60—84 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 6.00—7.00 Mk., Zwiebeln per Psd. 0,11—0,12 Alk., Äiilch per Liter 20 Pfg., Weißkranl per Stück 00—00 Psg., per Zentner Mk. 0.00—0.00., Aepfel per Ztr. 0—00 Alk., Birnen per Ztr. 00—00 Mk. Jtüsse 100 Stück 00—00 Pfg,, per Ztr. 0-00 Alk., Kirschen per Pfd. 25 —00 Psg. Marktzeil
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Sauen 0,00—0,00 Mk., Eber 0,00—0,00 Mk.: Kälber: Mastkälber 0,00—0,90 M., Landkälber 1.54 — 1.68 Mk.: Hänuucl und Schaic 1,46 bis 1,56 Mk. — Rinder notierten: 00--00 Mk., 2. Qual. 00 bis 00 Mk., Ferkel das Stück: 00—00 Mr. Geschäft bei Grotzvieh gut, Hcberstand unbedeutend; bei Kleinvieh gut, Ueberftanb keiner. Tie Zufuhren flammten aus den Kreisen Limburg, Unterlahn und Wiesdaden^Land.
Eichener Wetterdienst.
Voraussichtliche Witterung für Hessen am Sonntag dem 8. August: Fortdauernd heiter und trocken. Sehr warm.
Orrginal-Dr»ahtmel-ungen.
Frankfurt a. Mi, 7. Aug. Der Parsevcrl- Ballon wurde heute uni 9.55 Uhr aus ber Halle heraus- gezogen. Er machte eine Drehung, die Propeller fingen an zu arbeiten, und ber Ballon erhob sich einige Meter über die Erbe. Äui^ darauf stoppten die Motore: die Kühlvorrichtung hatte eine Beschädigung erlitten. Arbeiter führten den Ballon zur Reparatur in die Halle zurück.
Alfeld, 7. Aug. (Priv.-Tel.) Die Zahl der Typhuskranken ist ständig int Zunehmen begriffen; allein in der Stadt beträgt die Zahl ber Kranken bisher 27. Die Behörden trafen die umfassendsten Vorbeugungsmaßregeln gegen die Weiterverbreitung der Seuche.
Friedrichshafen, 7. Aug. Graf Zeppelin ist von Köln mit einem Abszeß am Hals hierher zurücd' gekehrt und hat sich in ärztliche Behandlung nach dem städtischen Krankenhaus in Konstanz begeben.
»Mailand, 7. Aug. Ter Ingenieur Ansani e'hob Einspruch dagegen, daß Bläriot der Stadt Paris mit seinem Flugapparat auch den von Ansani erbauten Motor zum Geschenk macht. Er rellamiert diesen als Geschenk der Stadt Mailand.
Paris, 7. Aug. Der „Matin" erfährt an zuständiger Stelle, daß die vier Kreta-Schutzmächte sich zu einer energischen Aktion entschlossen haben. Die Pforte wird in einer Note ersucht, ihre herausfordernde 57-altung gegenüber Griechenland auszugeben, dessen Gebühren gegenüber ber ottomanischen Regierung niemals herausfordernd oder drohend gewesen sei. Gleichzeitig werden die Kreter benachrichtigt, daß die Schutzmächte unter keinen Umständen die Hissung der griechischen Flagge auf öffentlichen Gebäuden dulden werden. Endlich wird an die griechische Regierung das Ersuchen gerichtet, die griechischen Offiziere, die in kretischen Diensten stehen, endgültig ails den Listen der griechischen Armee zu streichen.
Paris, 7. Aug. Ter „Matin" meldet aus Madrid: Gerüchtweise verlautet, daß der spanische Thronprätendent Don Jaime de Bourbon eine Prinzessin aus dem deutschen Kaiserhause zum Altar führen werde. Der deutsche Kaiser soll diese Heirat sehr protegieren. (?)
P a r i s, 7. Aug. „Petit Parisien" berichtet aus Tanger: Ein Zwischenfall, der leicht zu ernsten Folgen hätte führen können: Der spanische Konsul hatte einem Beamten des Roghi Unterkunft gewährt. Der Pascha von Tanger, der diesen Der haft en lassen wollte, umstellte das spanische Konsulat mit Truppen, deren Anwesenheit den spanischen Konsul derart erregte, daß er mehrere Schüsse auf die Truppen abgab, ohne jedoch zu treffen. Glücklicherweise wurde das Feuer nicht erwidert, da sonst, eine Plünderung des Konsulats die nächste Folge gewesen wäre. Der Konsul forderte seine Regierung auf, eine Flottendemonstration vorzunehmen und entsendet fortwährend Kuriere nach Ceuta, um für seinen Schützling die notwendigen Pässe zu erlangen.
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von rd. 1000 rn Tonrohrleitung von 150 mm Lichtweite sollen, in 2 Lose getrennt, int Wege schriftlichen Angebots vergeben werden.
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Gießen, den 5. August 1909.
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Wir bringen hiermit zur önentlichen Kenntnis, daß wir unsere Agentur Alten-Buicck an Stelle des verstorbenen Herrn Heinrich Alüller dem
Herrn Karl Becker II., Polizcidiener in Alten-Buseck übertragen haben. Der Genannte ist zur Ausnahme von Versicherungsanträgen tmd zur Entgegennahme von Prämiengeldern für die obenbezetchneten Geiellschaiten berechtigt.
Frankfurt a Main, im August 1909. [D7/a
Die General-Agentur:
D r. Hans Vatke.
Bezugnehmend aus die vorstehende Bekanntmachung empfehle ich mich dein geehrten Publikum zur Ausnahme von Feuer , Einbruchsdiebstahl- und Hagelversichernngs Anträgen und bin zu jeder gewünscht werdenden Auskunft gerne bereit.
Alten-Buseck, 'm August 1909.
Karl Becker II., Polizeidiener.


