Ausgabe 
2.8.1909 Erstes Blatt
 
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hatte, von guter Vorbedeutung fern!

Dr. G. Zieler.

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Telephon 395.

Telephon 395.

Mit der erg. Mitteilung, dass ich aus der Firma H. KaeSS MachfoBger ausgeschieden bin und in dem käuflich er­

worbenen Hause IWarktatrasse Mr. 28 ein gleiches Geschäft errichtet habe, verbinde ich die Bitte um gütigen Zuspruch.

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Carl Horn

fünf Meilen und zurü ck. Ter Apparat trug gemäß der von der Regierung gestellten Aufgabe nocb einen P a l f a g i e r.

Furchtbare Ueberschwemmungen haben die Mand­schurei verwüstet, lieber 1000 Menschen sind ertrunten. In Kirin, 225 Meilen von Mnkden entfernt, stehen 7000 Häuser unter Wasser. Tas Wasser steigt nocb.

i/i isung, der man fast eine symbolische Bedeutung geben möchte. . in Schwünge der Beredsamkeit, nachdem er den Grafen als den

Anblick von unbeschreiblicher Schönheit.

Zeppelins Fahrt zur Stadt.

Wir benützen dann noch die Zeit, um das mächtige Schiff

brauten, den beiden Gondeln mit den komplizierten Maschinen imi> Regulierungsapparaten und dem verdeckten Lausgang, zu rem ein unverdeckter kleiner Steg von den Gondeln hinführt, dem Deutschen ein vertrautes Bild geworden ist. Endlich ist

Luftschiff gut verankert, und der Graf kann das begränzte Automobil des Geheimrat Gans besteigen, und die Volksmenge .rat nun endlich, endlich ihrem Enthusiasmus freien Lauf lassen. Uber and) hierbei hat sie musterhaft Ordnung gehalten, trotzdem tes Automobil natürlich nur int Schritt vorwärts kam. Das war

herrlichung der Luftschiffahrt, war dem Grafen schon vorher zu­teil geworden. Eine dritte, die Ernennung zum Ehrenmitglied des Frankfurter Luftschifservereins, überbrachte Geheimerat An­dre a e mit einer launigen Ansprache.

Tic Rückfahrt des Grafen durch die begeisterte Menge, die draußen bei dem schönen Wetter die rcidye und glanzende Illu­mination des Ausstellungsplatzes genoß, brachte wieder un­vergeßliche Augenblicke. Ein Wunder, daß bei diesem stürmischen Andrängen gegen das Automobil des Grafen kein Unglück gc- chehen ist! Aber Gottseidonk ist dieser bedeutungsvolle Tag, den miterlebt zu haben, wir immer als ein Gnadengeschenk tetradr ten werden, ohne Unfall verlausen. Das Publikum hat sich des Vertrauens, das man in seine Disziplin setzte, würdig gezeigt. Möge ein gütiger Stern über dem weiteren hiesigen Aufenthalt des Z. II. walten und möge dieser Tag auch für das weitere Gedeihen der Luftschiffahrtausstellung, die gestern ihren ersten großen Tag

Handel.

Der Stadt Wor m s in die Genehmigung zur Ausgabe von Schuldverschreibungen bis zum Betrage von 4l/t Millionen Mark, verzinslich mit 4 Proz., erteilt worden.

Brr unterhalten uns inzwischen ein wenig mit Direktor! olsmann. Der Sturm hinter Ulm war sehr heftig. Der -agel prasselte so gewaltig auf die Hülle, daß man schon fürchtete, !C würde nicht widerstehen. Die Motoren arbeiteten, von ganz r rringfügigen Kleinigkeiten abgesehen, tadellos. Die Fahrt ist glänzendste verlaufen. Von Heilbronn nach Heidelberg fuhr ict Graf nicht im Neckartal, sondern über die Gebirge, und senkte iiber den Königstuhl auf das Heidelberger Eckstoß herab,

wichen. Sonnte ind in btt Unigtt? e landen" Tr» tour und trohbM > rethuwn zu gbu?

Ae Erfahrung^: ivohlvervaat in)' die Frankfurter c mrbe es ander.'!! Graf sei am fck Vonnittagchuidai ihrt mclbeten, k In I in bie Etat!, m' unten) dj:üt dikLte oll) bagam,ö r- ich dem W-< v.

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-v nsbiirg. 4 lUn ( Ulm, 6 Uhr 50 h »Mngeii, 9 Uhr 40 Cannsladl

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^dermaßen:

Ör werbe ich ans!'

___wenig unter anzuschauen, das letzt sckZon mit seinen Höhen- auern und Seitensteuern, seinen Stabilisierungsflächen und Lust-

WZkppelin war *n glücklichster Stimmung. Die Rede, mit er seinen Dank aussprach, kam aus einem frohbewegten Herzen. jie ward wieder und wieder von Jubel unterbrochen, zumal als tr von der Unterstützung sprach, die seine Pläne für die Zukunft hur in Frankfurt gefunden baden, und als er in schönen te- W LÜftemben Worten von der Luftschifsahrtausstellung sprach, auf M; (Tctt Gedeiyeu er sein Glas leerte. Achter hat der Graf uod? S neimal inoffiziell, drmißen vor dem Restaurrart, gesprochen, wo n>!N der Ncebsche Niännerchor eine Huldigungskantate vortrug. :Zas hat das für einen Jubel erregt, trotzdem nur wenige hören I hinten, was er sprach, und nur wenige die Weihe des Augen^- U'cks mitgenießen durften. Die zweite Ansprache, die fid> an iüten Chor mit dem schönen Baritonsölo des Sterrn Adolf Müller ' \ t»-fnrmt vom Sängerwettstreit, wo ihn der Kaiser vielfach aus-

I zeichnet hat anschloß, Ivar hunrorvoll. Auch einem so Glück-

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:ot über den w lt aljo Wickicblvi? nur dqs-'l iburd) auch ben schiff feinen W ücher nut einem » d senkt sich (Vrmartungeit w mib jauchM ^

Manufakturwaren- u. Herrenkonfektions-Geschäft de,a"

<xunc überreicht, des Grafen mutige Tochter, G-räsin Della Bran- nfretn, die ihm immer eine getreue Öclferin war.

Dre Begrüßung.

o(m Landurrgsplatr waren u. a. noch airwesend das Prinzen- ?aar r i e d r i ch Karl von 5) e s s e n uni) die griechische Kron- ninzessin, immer der Minister des Innern v Mvltke ein Hüne, »essen Aehnlichkeit mit dem (teneralfeldmanchall verblutend iit, ic Reichskommissare Joergefell und vou Lewalt und dre Herren nm der Ausstellungsleitung. Prof. Hartmann, der Vorsitzende )os Phvsikalisd)en Vereins (dieser Verein ist der Vater des Frank- ürter Lustschisfervereins und somit derGroßvater" der ,^la" , lt hoch zu Roß erschienen und hat im Nameii des Vereins dem Grafen einen Lorbeerkranz überreicht, der ebenfalls in der Gondel l-latz gefunden hat. Neben dem Grasen stehen seine getreuen xlfer und Mitarbeiter, Cberingcnicur Dürr, Hauptmann George der Vertteter des Kriegsministeriums, Direktor Cols- nann 'Der junge Graf Zeppelin kommandiert die Landungs- nanöver Aber bis das Luftschiff verankert ist die Spitze -ad) vorn geneigt, so daß die Hintere Gondel in der Luft schwebt jergebt noch emc gute halbe Stunde. So lange verharrt der ymf noch in der Gondel.

lieber bie Fahrt.

Z II" ruht fest verankert auf dem Landungsplätze und hat die Nacht unter sicherer Bewachung gut überstanden. Um das Luftschiff ist ein enger Kreis gezogen, so daß die Besucher so nahe herankommen können, wie es die Sicherheit zuläßt.

Graf Zeppelin war gestern im Automobil nach Wies­baden gefahren und fehrte abends wieder hierher zurück. Die Abfahrt ist auf 9 Uhr früh festgesetzt. Sollte der kommandierende General des 18. Armeekorps, v. Eichhorn, auf seinem Wunsche bestehen und mitfahren, so dürfte Direttor Colsmann Zurück­bleiben.

S)eutc nacht 12 Uhr rückten zwei Feuerwehrlöschzüge nach dem Fluggelände ab. Am Geleithügel, der aus altem Kehricht und Hausrat besteht, waren an derselben Stelle, wo bereits morgens eine Selbstentzündung entstanden war, wiederum ft eine Flammen hervorgeschlagen. Irgendwelche Gefahr für den Z. II bestand nicht, aber der Vorsicht halber blieb eine Feuerwehr-Mannschaft während der Nacht an der Brandstätte.

Weitere Drahtnachrichten.

Frankfurt a. M., 1. Aug. Der Aufstieg zu der Fahrt nack) Köln findet nach Mitteilung des Ober-Jngenieuirs Dürr erst um 91,? Uhr vormittags statt.

Wiesbaden, 1. Aug. Der Magistrat hat von dem Grafen Zeppelin ein Telegramm erhalten, daß das Luftschiff am Mon­tag gegen 11 Uhr vormittag Wiesbaden überfliegen wird.

Frankfurt a. M., 2. Aug. Das Luftschiff ist soeben, 10.06 anfgestiegen, unter dem brausenden Jubel einer ungeheueren Menschenmenge und ist in das Maintal eingesahren. Richtung nack) Mainz.

Mainz, 2. Aug. Das Luftschiff ist seit 10.50 sichtbar und kommt immer näher. Die Begeisterung will kein Ende nehmen.

Wiesbaden, 2. Aug. Daö Luftschiff hat eben (11 Uhr 5i die Stadt passiert, die in großer Aufregung war. Die Richtung ist unbekannt. *

Vier iot ist von der Ausstellungsleitting für ein Honorar von 2000 Mk. je Tag verpflichtet worden. Er soll täglich Flug­versuche ausführen. ____________________________

Vermischtes.

* Das 25jährige Bestehen des Deutschen Techniker-Verbandes fand nach dem gestrigen Be­grüßungsabend heute in der Philharmonie seine Fortsetzung. Verbandsvorsikender Kräcker gab einen Ueberblick über die Entwicklung. Der Verband wurde begrüßt durch Vertreter der Ministerien für Handel und Gewerbe, Reichs-Marin- amt, Reichs-Versicherungsamt, Stadtverordneten, Gesell­schaft für Sozialreform. 2r. Gün'hr (München- hielt den Festvortrag:Der Techniker im Wirtschaftsleben". Die Ent­wicklung des Verbandes ist hervorragend, er ist die älteste und stärkste Vertretung der technischen Angestellten. Ausführ­licher Bericht folgt.

* Zu den Vorgängen in der Anstalt Mielezyn wird derVoss. Ztg." aus dem Rathause ge- schrieben: Stadtrat Gericke, der die Untersuchung über die Vorgänge in der Anstalt Mielezyn leitet, batte heute eine Uuterrevung mit dem Bürgermeister Dr. Reicke. An dieser Unterredung beteiligte sich auch der Magistratsrat Voigt. Bürgermeister Reicke wird die Akten über die Angelegenheit einer eingehenden Prüfung unterziehen und dann weitere Schritte veranlassen. Vorläufig hat er sich mit den vom Stadtrat Gericke getroffenen Anordnungen einverstanden er­klärt, die dahin gehen, daß Fesselungen und drakonische Züchtigungen untersagt werden. Mehrere der sogen.Un­verbesserlichen" werden von Mielezyn fortgenommen und in Lichtenberg untergebracht werden. Es wird offen zu­gegeben, daß in Mielezyn das Züchtigungsrecht in unver­antwortlicher Weise überschritten worden ist.

Kleine Tageschronik.

In Loos wütet ein großer Brand, dem 40 Wohn­häuser und 50 Wirtschaftsgebäude, sowie die ge- s a m t e Ernte zum Opfer sielen.

Im Kaiser F r i e d r i ch - M u s e u m in Berlin ist ein ungewöhnlicher E i n b r u d) verübt worden. Die Diebe entwendeten eine große Anzahl Altertümer, die einen Wert von etwa 15 000 Mk. haben.

Das gewaltige Gebirgsmassiv Lischena- Gle t s ch e r im Unter-Engadin fleht in Flammen. In Höhe von 2000 Metern brennen riesige Kiefern- und Tannen­wälder der Gemeinde Schuls. Die Feuerwehren aller Gemeinden arbeiten erfolglos.

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n Main entlang,

Durch grosse Einkäufe habe ich mein Lager bestens sortiert und biete reiche Auswahl bei billigst gestellten Preisen. Giessen, August 1909.

... .. . eilte Triurnphsahrt! Die ganze Strecke bis zur Barkhousstraße, rl- 110 der Graf Wohnung genommen hat, staitd die Menschenmenge

M ed)i|| idpn jiii 1|rti) huldigte dem greifen Helden. Seit Bismarcks Tagen hat

: wehen, so weck iQttschland keinen nationalen Helden gehabt: jetzt hat es ihn. Pie winzig erscheim neben solchen elementaren Auswüchsen der 'kegeiftenmg alles offizielle Hurrarufen!

Das Festesten.

Und nun erst der Jubel beim Bankett in der Ausstellung, all dem, des engen Raumes wegen, nur etwa 300 Personen teil nehmen .konnten. Unabsehbar dehnte sich die lebendige 9)hnicr über den ganzen weiten Platz bis hin zu den Fenstern des lxestaurants, in dessen Saal die Menschen immer wieder hinein- > langten. Eine Stimmung wie gestern hätte ich den immer etwas 1 i ückhaltenden Frankfurtern niemals zugettant. Auch aus den loatigen Reden, die gehalten wurden, llang überall in ungewöhn- tijet Weise die tiefe Erregung wieder, die jeden an diesein denk- .irbigen Tage ergriffen hatte. Geteimerat Gans, sonst ein nbr gewandter und sicherer Redner, verlor ein paarmal den .viben und zum Schluß seines Toastes passierte ihm eine Ent-

h liehen, wie ihm, sagte der Graf, bliebe immer noch ein Wunsch einmal ;u i(: i | ^-nstullt: Das sei der Wunsdp eine schöne Stimme zu besitzen. Mit er! .w-1 BI . ,ncin liebenswürdigen, imgezwnngenen herzl. SSesen bezaubert der jeden, unb es ist nur natürlich, daß sich alle Herzen ihm 11 u.venoen . . . Wundervoll, mit echter Bewegung, aber auch [Iben Geist und Feinheit sp'.ad) Oberbürgermeister Tr. Ad ickcs. Nie? dem Grafen die - allseils mit Jubel ausgenommene Brit- : teihmg überbrachte, daß der Riagistrat einer neuen großen Sttaße ben NamenZeppelin-Allee" beiznlegen beschlossen habe. Eine

Märkte.

ic. Frankfurt n. M., 2. Aug. (Ürig.-Sclcgr. desGieß. ?lnz/) AinlUckie Notierlmgen der heutigen ^ruchtmarktpreije. Weizen Alk. 27.5028.50, llurhessisdier Alk. 26.7527.50, La Plata Akk. 27.0027.25, Lanjas Alk. 00.0000.00, Roggen (hiesiger) Mk. 18.7519.00 Gerste (Wetterauer) Mk. 00.0000.00, Franken- ielbcr Mk. 00.0000.00, Haier 20.0021.00, Aiais Mk. 16.7500.00. Weizenmehl 0 Mk. 35.50 00.00, 2. Qualität AU. 34.00 bis Mk. 00.00, 3. Qualität Mk. 32.0000.00, Roggenmchl 0

Mk. 27.0027.50,1.Qualität Mk. 24.0024.50, Weizenkleie Mk. 10.50 bis Alk. 10.75, Weizenschale Mk. 10.7500.00, Roggenkleic Mk. 11.50 bis Mk. 11.75, Maiskeime Alk. 13.50l6.50, Franken, Pfälzer, Ried Alk. 00.0000.00. Alles per 100 Stg. ab hier.

fc. Franks u r t a. M., 2. Witg. (Tetegr. Odg. - Bericht des ^Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarkt- v reise. Zum Verkaufe standen: 420 Ochsen, 42 aus Oesterreich, 52 Bullen, 0 ans Oesterreick), 912 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 270 Kälber, 157 Schaie und Hammel, 1512 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegenlamm, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurden für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1. Qualität 8082 Mk., 2. Qualität 7678 Mk, 3. Qualität 6466 Mk.; Bullen: 1. Qual. 6365, 2. Qual. 5961; Kühe 1. Qualität 7274 Ml., 2. Qual. 6264 Alk., 3. Qual. 46-48 Alk., 4. Qual. 0000 Mk., 5. Qual. 0000 Mk. Bezahlt wurden für das Pfund Schlacht- gero.: Kälber 1. Qual. 86- 92 Pfg., Lebendgew. 5054 Psg., 2. Qual. 7282 Psg., Lebendgew. 4548 Pfg., Schlachtgew. 7077 Psg., Lebendgew. 4044 Pfg.; Schafe: 1. Qual. Schlachtgew. 78 bis 80 Psg., 2. Qual. 6872 Psg. Schweine: 1. Qual. 7779 Pf., Lebendgewicht 61,061,5 Pf., 2. Qual. 76-00 Pf., Lebendgewicht 60,0-60,5 Psg., 3. Qual. 6875 Pfg., Lebendgewicht 00-00 Pfg. Geschäft bei Hornvieh gut, Ueberstand unbedeutend, bei Kleinvieh gut, fern Ueberstand.

Voraussichtliche Witterung für Hessen am Dienstag dem 3. fMugiift: Teilweise heiter, etwas kühler, vielfach Gewitterregen. Veränderliche Winde.

GLiginal-Drahtmel-uirgen.

Paris, 2. Ang. Ter Matin veröffentlicht teutc ein drei Spatten langes Interview mit dem russischen Minister des Aeußern, Iswolsky. Dieser erklärte, die gestrige Zusammenkunft der Staatsoberhäupter von Frank­reich und Rußland sei nicht als geschichtliches, sondern als perio­disches Ereignis anzusehen, dos den Zweck hat, die französisch- cussische Allianz 511 kräftigen. Tie gestrige Erllärrmg Prchons sei der wahre A u s d r it ck der politischen Lage. Wir unterhatten mit Deutschland herzliche Beziehungen, sagte Is­wolsky, und müssen solck>e unterhalten. Unser Bündnis mit Frank­reich rmd unser Einverständnis mit England bilden die Grundlage unserer auswärttgen Politik, welche das Ziel hat, den Frieden aufrecht zu erhalten. Grade deshalb ater verträgt sick) unser Bündnis mit Frankreich und unser Einvernehmen mit England durchaus mit den Beziehungen, die wir zu Deutschland unter­halten. Speziell von England sprechend, sagte ter Minister: Die englisch-russisckre Entente habe in England lange Zeit Cteg-ner gehabt, die nickst an die Beständigkeit des Einvernehmens glaubten. Der Betveis für die Festigkeit ter Entente sei aber jetzt in Persien erbracht worden, wo sich die beiden Ahichte verständigten trotz der größten Schwierigkeiten. Diese Entente werte eine neue Bekräftigung in ter Begegnung von Cowes erhalten. Zum Schluß erklärte ter Minister, seine Unterredung mit Pichpn habe eine Einigkeir der beiten Mächte bezüglich aller politischen Fragen er­geben. Die Unterredmtg befaßte sich mich mit der kretisck-en Frage, in welcher Rußland nach loic vor der Ansicht ist, daß die Ober­hoheitsrechte der Türkei gewahrt werden müssen. Auf dem Balkan ist die gleiche Polittk wie bisher verfolgt worden, nämlich die Aufrechterhaltung des Statusguo. Was Blarokko betrifft, so werte Europa keinesfalls dort intervenieren. Frmrkreich allein sei in dieser Frage als Nachbar Spaniens interessiert.

Cherbourg, 2. Aug. Die Polizei verhaftete einen Schweden, dessen Identität bisher nicht festge­stellt werden konnte, und einen Russen namens Lemio. Beide sind mittellos. Der Russe erklärte, von zweiDeut- schen angegriffen und beraubt worden zu sein.

Petersburg, 2. Aug. Die russische Presse widmet der Begegnung in Cherbourg und der bevorstehen­den Zusammenkunft in Cowes ausführliche Besprechungen, die im allgemeinen sehr enthusiastisch klingen. In mehreren Blättern geben Hie Artikel, die entschieden deutschfeind­lichen Anstrich haben, der.Hoffnung Raum, Deutsch­land werde sich durch die feste franz-üsisch- russisch-englischeEntenteeinschüchtern lassen.

*ttn ohneMyrrholinsefte, denn sie in wegen ihrer hör' 'VllUV liiv vorragenben hygienischen und kosmetischen Bestand­teile zur Erhaltung einer gesunden reinen Haut unerläßlich. Neber-

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Dm'.ft der Stei! W,^nermczzo fand viel fröhliche Kommentare. Graf