Ausgabe 
1.11.1909 Erstes Blatt
 
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fkf <13 BerteiSmaterial derartig angebäutt, bau außer bei- bereite in >aft befindlichen sarl Schutzs vor allem auch her Genannte dringend verdächtig erscheint, im laufenden 3atrc in München eine geheime Verbindung gc- schaisen $u haben mit deru ausgesprochenen Zwecke, Ver­brecher und sonstige unlautere Elemente unter der flagge des Anarchismus zur Begehung strafbarer Handlungen anzureizen. Nach einer telegraphischen Mit­teilung wurde Mühsam in Berlin verhaftet.

JnFrankfurta. TL starb in der Nacht zum Somt- tag im 78. Lebensjahre der Begründer derFrankfurter Zeitung, Leopold Sonn ernenn, früherer Stadtver­ordneter und Vertreter Frankfurts im Reichstage, in den ex zum ersten Male 1871 gewählt wurde. Sotuiemann, der schon in den 30er Jahren fjch polnisch betätigt hatte, ge­hörte Dann dem Nattonal-Bercin und dem Verband beutfd er Arbeiter-Bildungsvereine an, dem er eine sozialpolitische JiidHung zu geben suchte. Ende der bOer Jahre zählte der Verstorbene zu den Gründern der Teutschen Volkspartei, als deren maßgebendster Führer er feüoem galt. Als Rcichs- tagSabgeordneter nahm er großen Anteil an den Debatten über die Banknotenfrage und Gründung der Reichsbank. Zn 3 ran Kurt a. TL mad)ic sich Sonnemann um die Errich­tung zahireüi)cr gemeinnütziger Anstalten verdient; il a hat er bte Elektrotechnische Ausstellung von 1891 ins Leben gerns en.

Ausland.

Aus Wien wird gemeldet: DieNeue Freie Presse" meldet: Ter heutige Ministerrat beschloß mit allen Sum­men gegen die Stimmen der beiden tschechischen Minister, die nationalen Schutzgesetze dem Laiser zur Sanktion zu unterbreiten, worauf die beiden tschechischen Mi­nister ihre Demission anmeldeten; sie gaben Gründe hierfür zu Protokoll. Ter Ministerpräsident wird morgen vom Äaijer empfangen; es ist außer Zweifel, daß der Kaiser die Ternission der beiden tschechischen Dttnister sofort annchmen wird. Der Posten eines tschechischen Lands« mannministers bleibt vorläufig unbesetzt. Der ReichSrat ..-ird während des ganzen Monats November nicht tagen. Bon einer Gesamtdemission des Kabinetts ist keine Rede.

Der österreichische HanbelSininister gab in Wien zu Ehren der türkischen G a st e ein Bautett, bei welchem herzlich gehaltene Trinksprüche gewechselt wurden, in denen die jreiUidschajllichen Handelsbeziehungen zwischen der Türkei und £e)lcneid)*Ungarn betont und die Hoffnung ausgedrückt mürbe, daß die treue Freundschaft unverändert andauern werde.

AnS R o m wird gemeldet: Für st und Für st in von Bülow sind Sonntag abend hier eiiigctroffen und am Bahnhöfe vom Botsck^after von Jagow, dem Gesandten von Ällühlberg, dem Vorstand des deutschen L'ünstlervereinS, der den Fürzen als altes Ehrenmüglied begrüßte, von Honnci Laura Atinghetti, dem Fürsten und der Fürstin Eamporeale, jonie oem Senator Blaserne empfangen wor den. TieTribttna" veröffentlicht einen Artikel, in dem sie den Fürsten von Bülow als den aufrichtigen Freund Italiens und alS illustren Vertreter eines Volkes begrüßt, das in der Vergangenheit mit dem italienischen viele Be­rührungspunkte halte und bestimmt zu sein scheint, auch in der Zuttinft viele zu I}abcn.

Im französischen Mini st errat besprach Mi­nister Pichon Die Fragen der auswärtigen Politik und erjtattele Beriäst über den ausgezeichneten Eindruck, den er von seinem Z u s a m m e n t r e f f e n m i t d e m r u s s i s ch e n M i n i st e r de s A e u ß c r n I S tv o l S kh und dem Empfang durch den Kaiser von Rußland gewonnen habe.

Aus Petersburg meldet man: Da die russische Re­gierung unter den gegenwärtigen Verhältnissen cS sitr über* llüfjig erachtet, das nach Kaswin entsandte Truppen- d c t a a) c in c n t in seiner vollen Stärke daselbst zu belassen, beschloß sie, den größten Teil zurückzu-iehen und nur oas zu ihm gehöriae '.Regiment Ladakosalen in Persien zu behalten. Eine halbe Sotnic des Regiments bleibt in Kaswin als Wache des dortigen russischen Konsulats; der übrige Teil wird Acitioemg die üoiisulatswache in Reicht und Enseli verstärken. Falls sich im weiteren OJangc ber Ereignis,e die ftotivenbigieit einer Verstärkung dieser Trup- pcnabietluug l>eiausstelteii sollte, crgrei|t die ruj,ische die» gierung unverzüglich entsprechende Maßregeln.

Wie die Agenzia Stefani aus Adis Abeba meldet, wurde de -bi e n c l i l am 28. Oktober von einem Schlaganfall getroffen. Der Gesundheit:zustand ist, obwohl sich (eitern eine Besserung eingestellt halte, noch immer be» orgniser regend.

Vie Meuterei in Griechenland.

Tie Bewegung des Meuterers Tovaldos hat ein klägliches Ense ücnommni:

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sandte von Reden, sie nach Rom einzuladen und ihr in der Villa di l'iolla ein Zimmer cmzuraumen. Tas blerüdit von der aul- laOcnöen Sdjjnbeit des Waues verdreUeie sich rasch und die Villa wurde von bewundernden Beiuchern nicht teer, ftefnicr Hai allem 24 Porträts von ihr gesehen, aber temes gab ihre Schönheit. w>e die Knniuer seldsl zuaeUanüen, beiiiedigend wieder. Vutoiia t etratele später einen Mater au» Rußland, der sie nach Reval lührte und dann, als »hr da» Klima nicht zusagte, mit nach der Krim übersiedelte.

Eine neue Forschungsreise nach den Schnee­berg en Neuguineas Wahrschemuch veranlaßt durch die engluche Reise unter vwodseliow nach der Schneebergkette von ^oltändisch-'Aeugumea baden, wie der .wiobuS' meldet, auch die UedcrlanScr eine neue Forschungsreise Sarihin auvgeschickt. Letter ist ,nieder p. A. Lorentz, der bexcite das erwtgieiche Unter­nehmen von 1W7 mi Fnnere lenes Teiles von 'Neuguinea gctübvt hat. Zu den Holten bat u. a. das Ko»onialininisterium einen Zu­schuß von 20uüü touiben gegeben. Muglicdei sind der Manne- cüjicv 3* W. van .'lonhuifs und der 'Tiiluaiarzt v. Römer (auch als Votamkert; außerdem steht eine Ml.uärdeoecknng zur Ver- ingnng. Tie Grveöuion Hot mit dem Regieinngsdamv er l.Arend'/ Surabaja verlasien und ist nacy der Süükuste Neuguineas ad- gegange".

Kleine < > roni ' an 1 ,i st und Wissenschaft. Ter Senior der nisüschen Maler A. W e r e s ch t s ch a g i n m m Vetersd11rg ge st erden. Er geholte zu den dcdeutendüen 'l'lalecn Rußlands, obgleich er dein Auslände bei weucm nicht so dekanut war. tote sein berühmter Namensvetter, der 1904 im javaiimb-rusiischen Kriege umsx.'cben ka-n. Konrad Treber, der Münchener ^osichaißvieler und Begrüi^der des Scklierjeer Bauerntheaters, feierte am Samstag seinen 5 0. Geburtstag. Wie das .Tarmit. Tagbl.' ena. rt. ist tüi das kommende Iah» eine ^tussiettiing des Teutschen ttünnlerbundes in D a r m ü a 0 t gevlant. Tic Ausstellung wird m dem städtischen Ausstellung»- boult aus der MuthUdenyöhe staitfinden. Zn panulion m Montana kam es bei einem Von rage 6 o o ' , dem von einem seiner Führer zugerusen wurde, bau er die Tp e dtt Mar '. j- bei.-.;, nicht erreicht habe, zu so grobem t'uin, öoii u*jt den «aal verlas,en mutzte.

Athen, 30. Lkr. Tie marternden Marineoffiziere haben in der letzten Nacht öte Flucht ergriffen. «ie gingen zwi'chen Eleufis und Magaro an Land: vier von ihnen wurden orangen genommen. Tooakdos befindet sich noch a. ui ber (jlncgt Ter Vom man dam des Lmr^ergeschwaders Miaulis bat das nrtenal wieder beseht; die dort befindlichen Meuterer ergaben iub unb br.eugten nefe Reue übet das Geschehene, x-em zwtitenLmtter des Torpedoboot erttörrrsAsvis" ift es gelungen, den rkvmman- canten des Schiffes festzunehmen und chn an Land zu bringen. Er fuhr sodann nach Hcnnrb, von wo er der Regierung lele- f;rcrbrd) mitt eilte, daß die Bewegung alS vollkommen beendet angeieben werde , _ ,, . ,

Athen, 30. Cft Nach dem o f f en b a r e n M i v e r t o l g der Revolte verließen die zwölf meuiemben Lin ziere unter dem schuhe ber Nacht die Torpedoboote und gingen in der Nabe von jtlaufeä in Zioillleidung an Land Tort verbargen |ie sich un Salbe von Kinelta. Starke Gendarmerieabtcilungeir werden zur Verfolgung auSgesandt. .

Athen, 31. £ft. Bon Den meutern Den Marineonizieren befinden sich letzt neun in Haft. TovalDvS soll sich mit einigen anberen ins Gebirge geflüchtet haben, aber von der Gendarmerie umstellt sein. Insgesamt find bei dem vorgestrigen Kampf vier Mann getötet worden: die aufständischen Besatzungen der Torpedoboote haben sich ergeben.

vom £anöcsDerbanö hessischer ßcmcinöcbeamtcn.

R. B. Darmstadt, 31 OK.

Der Landesverband hessischer Gemeindebeamten hielt jeutt mittag im Saale ,_Zur Hrone" unter dem Vorsitz des _Lbel­l'ek dar ä Mosbach- Offenbach seine zweite, aus allen Teilen des Landes gut besuchte Hauptversammlung ab. Bor der Haupt­versammlung fand eine Besprechung zwischen dem Vorstand und einem Ausichuß von Landgemeindebeamten statt, die unter Füh­rung des Reichs- und Landtagsabg. Gerne mdereckner lieb c l von Tieburg eine Anzahl Wünsche in bezug auf die Satzungen deS Ver­bandes besprach. Tiefe Abänderungen sotten namcntlid) einer Forderung ber Interessen der Landgemeindebeamten dienen. Man kam dahin überein, daß die Verbandsvertretung zusammengesetzt sein soll aus Vertretern ber verschiedensten Beamtengruppen: daraus ergibt sich für die städtischen Beamten noch die Woiroenbig- teit, sich ebenfalls zu einem Landesverband zusammen,uschlicßen. Damit wird dann auch den aus diesen Kreisen meljach geäußerten Wümchen besonders cntgegcngekommen.

Nachdem durch diese Vorbesprechung bereits die wesentlichste Frage geklärt worben war, nahm die Hauptversammlung einen giattcn Verlauf. Dom Slabtrcdjncr Breitivieser - Alzen wurde ein Referat erstattet über die Fürsorge für Krankenver­sicherung ber Mitglieder und ihrer Familienangehörigen. Es wurde im Anschluß daran ein Ausschuß gebildet, welcher diese Angelegenheit weiter vorbereiten sott. Ferner wurde im Anschluß an einen Antrag ber strcisgrnppe Erbach i. O. ein AuSschun ge­wählt, der sich das Studium der neuen Verwaltungsgefetzvorlagen angelegen sein lassen sott, fo baß aus diesem Ausschuß in Der- binoung mit einem in Aussicht stehenden Referat der Abg. Dr. F r e n a n in einigen Monaten bestimmt formulierte Wünsche Der Beamten in bezug auf diese Gesetzesvorlagen zu erwarten iinb. D»e Versammlung beauftragte den seitherigen Vorstand nut der Wetterführung ber Geschäfte. Tie nächste Versammlung soll An­fang kommenben Jahres in Singe n zum Zweck einer Aus- i Mache über die neuen Gesetze stattfinden.

2lit» Stadt und Land.

Gießen, 1. November 1909.

TngeSkalender für Montag, 1. Nov. Kolosseum: Piogrammivechjel.

DaS Droßh erzo g Spa ar in Mainz. Vom 3. bis 9. November wird bie Großherzogliche Hofhaltung nach Mainz verlegt werden. DaS Großherzogliche Paar trifft voraussichtlich am Mittwoch mit beiden Söhnen dort cm und wird einigen Vorstellungen im Mainzer Stadttheater beiwohnen. Außerdem hält, wie schon mitgeteilt wurde, die Großherzogin am nächsten SamStag in der Stadthalle einen PerkansStag ab.

* * Auszeichnung. Für die Beteiligung des Hessi­schen Gewerbcsördcrungsbicnstes auf der MittelslMtdsauc- «tellung zu Amsterbain 1909 durch eine gemeinsam von der Zentral st eile f ü r dteGe werbe und der Ha n d- werkerzentralgenossenschakt bearbeitete Denk- schrittTie Gcwerbejörderung im Groscherzvgium Hessen durch Genossensck-asivweien und Meisterlurse" wurde von dem Ausstell-ungölomilee zu Amsierdain das Diplom zur goldenen Medaille verliehen. Tie Verfasser der Tenlschrist sind Tirektor Paech und Gemerberat Renier.

'* Antrittsaudienz. Ter Gros'.hcrzog hat am SamStag mittag den Bayerischcu austcroroeutticheii Ge­sandten und bevollmächtigten Minister Grasen v o n M v y behufs Entgegennahme seines BeaiandiguugSschreibeuS in besonderer 2Uidienz empfangen. Zu Ehren des CVfai^ten sand im Anschluß an die Audienz eine Öala täfel zu 22 Gedecken un Residenzfchloß statt.

* In Slubicnj empfangen wurden von C. K. H. dem Großherzog am SamStag u. a. Amtsrichter Engel von Alsfeld, Saurat Funk von Büdingen und Bergrat Schulz von Friedberg.

* Ernannt wurden der Gefmigenwärter am Lan- deszuctill>auS Marienfchloß Fof. Bodcnröder zum Ge­fangenausseher und ber Kari Hamel aus S'ornöori zum Schreibgehiljen bei der Oberförsterei Stornborf.

Kaiserliches Geschenk. Das vom Lais er im vorigen Zadr der Leibkomvagnie unseres Regi» mentS aus Anlaß ryreo guten Schießens geftinete Ge­mäldeD i e E r st ü r m u n g von E t» a m p e n o i S Ferme am 18. März 1870" von Maler Ro schling in Berlin ist heute beim Regiment eingetrosfen uiid wird bis nächsten Montag in der Ausstellung des L'unst- vereinS (Turinhaus am Brand) zur al-gemeinen Be­sichtigung zugänglich sein

" UniverlitätSdibliothek. Für die UnioersttötS- dibiiothek hat Kommerzienrat Heichelheim, der schon 1904 bei Einweihung deS neuen BibliothekgebüudeS 10 000 Bkark für die Erweiterung der im Lesesaal aufgcslellten Nachschlage- dibiiothek gellistct hatte, neuerdings 4000 Bit. zu dem gleichen Zwecke zur Verfügung gestellt. Tie Zinsen ber neuen Stiftung sollen dazu dienen, bic nut der früheren Stiftung un Lesesaal geschaffenen Einrichtungen auf dem Laufenden zu halten.

Studentische Unterrichtskurse f ü r Ar­beiter und lln.erbeamte. Tie vorder.ttenbe Sitzung am Samo tag abend wirs einen erfreiLia) harten Besua, auf. Ter Stundenplan wurde folgendermaßen festgesetzt: Montaas: Französisch (lüuerftuje und etnsachc Buchful>. rung; DieStagS: Geometrie und doppelte Bachfübrung; Mitt­wochs: Rechnen und Tcuisch (Süiilafc, Cberfiufe ; Tonners- tags: Teutsch ^Rechischrciden uno Auf;atz, Mittelstufe und Franzo,isch (zweite Stufe . Der Unterricht bcgiitut stets um 8«.. Ul.r; bic Säle sind wieder von den Univerfrtatsdchorden kreundlicbst zur Beriügung gestellt worden im Erdgesciwß der Universität. Don den Teilnehmern bat über die .ilftc di« xurse schon früher bcsuc . , . ber cm Drittel schon mehrere seutestcr ! i.. urch; b*.e Zad: ocr $ci!nd merinuen eii.u. . .eg' »r. 0.i den Ver .^l^nngsaurschetß umrdeu von bei Hörern gewollt; Frau Hotnann, uno bte

verren Alv.'-Lcmz Schreibgebilre und Drrnb Munk (Su_* brüder Scirerc Anmeldungen werden noch entgegen

nommen von Tr. Sog: Se»-r-ratze 3 und ron den st lassen, lehrem im Unterricht- i emerft sei noch, daß der Lurfus übet, doppelte Buchführung nur ab-zchalten meroen kann, wenn Zabl ber Am icldiingen mindestens 20 erreicht, was bis <5 noch nicht gan.i der Fall ist.

* Der Verbandstag ber hessischen Verkehrs., vereine fand am Sonntag in Singen unter reger Beteiligung^ aus allen Teilen des Lan^s m CWgcnroan vr>n Vertretern brr Regierung, der Stadt und der Landtabg. Motidan und Pennrich statt. Tie Begrüßungsrede dielt Der erste Doriitzende, Rnchsla's. abgcoTbiict r Freiherr v H.-ol Lu Herrnsheim Namens ba^Sr» Seruna dicß RegierungSrat Steeg und namens Der

ürgmncntct Neff Die Erschienenen willkommen. ÄonimerjiauJ ra: Trampier WormS. brr Den Vorsitz führte, berichtete 51*; nächst übet bie auf der letzten Tagung befchioffene Abfafiung einet T-enkschnit, in ber famrliche Wünsche der hessische» V«. kebrsvereme bejgl. des Eifenbabnverkebr» gcammelt feien, um in gcmcin*<uncr Eingabe erfolgreich bei den Behörden DoriincbauI Daran schloß sich ein Reierat des SuiDto. stemmet Zatm*^ staot über bas hessische Verkebisduch, wobei er hauptsächlich fürs beficn energischen Vertrieb emtrat. Zn längerer Rede ennvickeUL fobann Kommerzienrat Stbmabl Maiiiz)^ seinen ablchnenbcUW Stanbpunh gegenüber der Einführung der S ch i s s a h r l s-U h« gaben aut dem Rhein, die geeignet feien, Industrie uti Lande! schwer zu idtobigcn. Eine lebhafte T<bänc übet ta Wahl eines Vetbanbsotganes foroic über die ScrbrnDetung det Staubplage auf den Landstraßen und der durch die Eise».' bahn verursachten Rauckvlage folgte. Zum Schluffe brach» Kommerzienrat Tramplet den Entwurf eines Crgamfatwn*- statutcs zur Verlesung, der ohne Debatte angenommen wurde. Ein gemcinschajtlicheS Madl foroic ein Spaziergang auf Bur/ ,^tlovv" be stoß die Tagung AIS Ort der nächlien Zuiammenkuß ist M am; in Aussicht genommen.

* Verband det Hessischcn Tetaillistenveteine. Am Ftettag fand eine gut besuchte AuSschußsitzung des Der- bandes Det Delaillistenorreine :m Gioßbervgttan Hesien ftatt. Tic Tagesordiiung bei andeite den «'kfevcnmnirf übet die ®e4 meinbeit euer, sowie bas Okietz über Den unlauteren bewerb, lieber Den erst.n Punkt wurde em aussührlichrs Rrsnet erstattet, in dem auch die Stellungnahme des tags zuvor stau- gciabten Hancelskammertages geilteift rouiDt'. Ten Beschlüi»» des icftcren ivutoe im großen und ganzen zug.stimmt. Zm übrigai wurde Die Stellungnahme des Verbundes zu dem Gefetzeniivums bahin präzisiert: 1. Tte Besteuerung lxt Konsumvereine ilt aii eine üvrbfnmg der auSglcichcnden Gercü-tigkeit zu betrachten u»tz somit ;u begrüßen. 2. Für Rcchteamvältr, Acrzle uiro. tit ret Scruiöftvufr anzustreben. 3. Bezügl.m der WarenbauS- und «nl.U^ steuer 111 der Antrag Ciann zu unterstützcn, de. nickt nur tiat Sefteueiiing dieser Betrieb.' als Zuschlag zur Gewerbesteuer, ui» beni auch oen llnifotz beru(fiid'tigt sr0m will. Die Reg^iun« soll eriud't werden, dem ScgrihWv'.renhaus" eine or 1 iyrrr Fassung zu geben. Ter Verband wird atsbald mit seinen Wünschäm an bie Regierung bcrantreicn. lieber bie Bestimmungen bet'

7 utb 9 des Gesetzes über ben un lauteren Wettdeweth lieht ber Verbanb Druiupicll auf bem Sumbpunh, daß die gtlniig der Aw.veek.iufc durch Crtbftatu: zu erfolgen Hobe, da durch biefe Maßnahme nicht der reelle, fvnderil mir ber unreelle Häuf- maim getrupat werden kann Ter Verband überläßt den rsv 5dncn Vereinen bie Regelung selbst. Wetter wurde der vrotzv^ roeiic Anschluß an ein bereits bestehendes Fackvrgon, foroic der Beitritt zu der Teutschen Intcressengemeinschajt Sitz Mainz befchlvifen.

Vortrag übet Kinderschuh Am Mittwoch, 17. Nov., wird Herr Profesfor Tr. M lu n fet and Frankfurt a.Lx in bem großen Hörfaal der Unioerfität einen Vortrag Über ^Äin- derschutz" halten. To bei mw schon seu ew.iget Zeit ®ei- l/andlungen im Gonge sind, die rate bessere SuuKbiung Der Fir- sorge für üinbrr «li-aiieii, Ziehkinder, jduiücbluiK .miui t , uor^aiü« ein gebcj.hdxme-. ;ünamnu-jiaioeiter aller tun verschobenen S*i*e auv am diesem Gedute in Gceßcn geleisteten Vlobeit, bcziWM. wurde von den bei Dirien SeriM uduuuen Streüigten beichiostm. euren so bedr-utenden Fachnumn, unc es die Lener oer Jeiitule iur private Fürsorge in Zcanknirl a. M. in, zu berufen, um durch seinen Vortrag die Mcinuiigcn zu liuiai unb die Teilnahme wemm ilreife zu gaoinnen.

Das studentische Taschenbuch für die Um occsitat Gießen, das vom Prä»idiuin der Gießener freien Studentenschaft hcrausgcgobcn wird, liegt in seiner zweiten Ausgabe vor Tas hanolichc Buchclchcn enthalt außer Den für Die Studierenden sehr wertvollen Angaben über die UniversitätSetnrichlungen, Unterhaltung-- unb Bclchrung.gelegenheiten usw. Aufsätze von Prof. Tr. Mtttn- maier ,Verbesserung bev Gbrenschutzes», Privatdozent 2t. Rauch (Ter Gießener Stubent und die Kunst), stud. rer not Walther «Der Schneeschnhsport) und Prof. Trautmann akadcmiscye Gesangverein und der Nvnzertoercui in ihrer Beziehung zur Landes-Universität). Bcigcgebeu ist Dem Taschenbuch ein S^adtplan von Gießen, der schon bic Limen der kommenden elektrischen Straßetidahn enthält.

* Tie 1. Vorfechter stunde beS Turngaues Hessen faub gestern in dem von dem Gauturnwart ©dl hier zur Verfügung gesielllen Uebungsfaal stau. Tte ein* Seinen Vorführungen ber Fechlrirgen bcS Turnvereint unb MännerturnvereinsGießen, sonne des Turn­vereins Bad-Nauheim zeigten eine gute Schulung unb fandcn bei Den Zasäzauern allgemeinen Beifall. Nach Die en Vorführungen sand eine gesellige Zu ammenkunft statt. E» wäre zu wünschen, baß auch andere Turnvereine be.- cÄaues sich bem Fechten widmen, da- cttS eines bet schön st en körper­lichen Hebungen aiigeschen werben muß. Der nächste Aiw fechtettag fuiDct in Sao-Rauheim statt.

Ein Achtzigjähriget. Der seit einigen IahttM im Ruhestand lebende frühere Präsident deS Cbedon|iftonuml» Wirkl. Gchennerat Buchner, feierte gestern seinen 80. Ge­burtstag, wobei ihm zahlreiche Glückwünsche unb Ehrungen zu teil wurden. Dec Großherzog ließ ihm durch Ge- bemurat Römheld sein Bild mit eigenhändiger Uitterschost überreichen.

* * Die erste Probesahrt unserer Slraßcnda-n wird noch in dieser Woche ersolgen. BiS auf einige Xidnigieiten bat man bic ba;u nötigen Einrichtungen serttst* gciceLt. In der vergangenen Woche ist der Fahroraht von der West-Einlage biß in oie Wagenhalle gezogen; ein unter- irdisch gcbetieiej nobel für bic Stromzufuirung oerbinbct' die Halle mit dein Elellri.itälswerk, eine bc,oiiDcrc Sdxüt* täfel ist proDiioriiit) m Der allen Majchinenhalle DeS Wer montiert uno auch die Pujseeballerte im Anoau der neuen Masckinenk^iNe kann in Tätiglett gesetzt werden. Heute werden bic Sdhenenriflen freigemachl. Jlan hofft bestimmt am Mittwoch ober Donnerstag die erste Probefahrt wt* nehmen zu können.

Stabtthcater. Die Novität deS moraigee Abends, das LustspielTie Liebe wacht" von Eaittooet und de Flers hcu sich fett einem Fal-r auch die deulscke Bühne erobert uub il a. am Frankfurler Stadttheater -ahl^ reiche erfolgreiche Auflührungcn erlebt Tie Hauptrollen liegen hier in den Händen der Tauten Ncn, stoch, Gühnt uldcner und Paulu, sollte det Herren Guhnc, Goll, Eoaar Pauly unb Sold. Im letzten Wochenspielplan ist bic tu! ung von .arrc.tglan' am kommenden Mirtivoch ott

' i::.: cc. abonnemeittSvorsieUung bezeichnet; es utußueiu, oaß cS erst bic bnttt ist