Ausgabe 
1.10.1909 Erstes Blatt
 
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Die heutige Nummer umfahr 10 Seiten.

ßrap'

-enze, so narrt "iit! ich des Pedro Gouzatt., It-rcora,

teilte im Unterhause mit, daß mit der Marco ni-G er­feilsch ast ein Ueb er ein ko mm en abgeschlossen tooi- den sei, nach welchem alle Küstenstationen der Gesellschaft in den Besitz des englischen Reichspostamtes übergehen Alle Stationen werden, der internationalen radiotelegraph^ schen Konvention entsprechend, für alle Schiffe g.- öffnet sein, gleichviel mit welchem System bteie aus­gerüstet sind. Die Marroni-Gesellschaft behält die Kon­zession allein für ihre auf weite Entfernungen berechneten Stationen Poldhu in Cornwallis und Eliten in Irland, die ursprünglich für den Nachrichtenverkehr mit Amerika bestimmt waren. Ein gleiches Abkommen 1 ei auch mit de? Lloyds Shippi n g Age n c y sur deren draht ose Stationen zustande gekommen. Es liege vom handel-- oolitischen und vom strategischen Gesichtspunkte im offenl liehen Interesse, daß die Küstenstationen pir dre Verbrn düng mit Schiffen in Künden der Regierung seien und als ein Teil bes allgemeinen englischen Telegraphensystem!., behandelt würden. ___________

Die yudssn-MtonWer.

'N-ewyork, 30. S»sn. 3u Ehren der bei der Hudson- Fultonfeier anwesendesoffiziellen Vertreter von 28 Rat. a neu wurde ein Festbankett veranstattet. Aus die An­sprache des Vizepräsidenten Sherman mmfie Großadrmr i ü Köster für die glänzende Aufnahme der deutschen Dj;u Here und für die freundlichen Worte über die deutsche Marine, die ein neues Glied in der langen Kette der freund- 'chaftlichen Begehungen zwischen Deutschland und Amerika bildeten. Er wies auf den durch die Weltreise der atlan­tischen Flotte geschaffenen glänzenden Re-ord hm. Er tonne nur sagen, die deutsche Marine, vom Kaiser beginnend bis zum jüngsten Offizier, sei mit dem gespannte, en Interesse der erfolgreichen Fahrt gefolgt.Mtt Freuden/ fuhr Groy- admiral v. Küster fort,spreche ich unsere aufrichtigsten Glückwünsche zu dem glanzenden Beweis ihres Könnens aus. Wohin die Flotte tarn, war sie em rieben*» yerold so die Tatsache beweisend, daß die mächtige Flotte lein Hindernis der Friedensliebe, sondern eine ^rantie dafür ist Wir bedauern nur, daß auf der Heimfahrt der Flotte Deutschland zu weit ablag, um die Ehre zu flcntepen, bie Flotte als Gast zu begrüßen und die Gastfreundscha^ erwidern zu können, deren wir s' oft in ihrem großen Land, uns erfreuten. Mein Hoch gilt dem Gedeihen der amerikam schen Flotte und il^ren tapferen Offizieren"

Aufkläruna über den deutsch -russtschen ZVlschenjaü in Lharbin.

-«ch von ums

in > von dem vvn^ Horden ist. stellt sich noch

noch kem Wort v.rofseni . Darstellung als em einer heute vorlwgenden 11 ) einem ganz neuen hochinteressanter brertsall durchaus

Vichtc frjdKint.. ex'foÄen Weftuns zu

Ä ^nbgemc^Ä^beuWn und russischen P°?i-

Das englische SchlachtschiffN e P t u n e", das der verbesserten Dreadnought-Klasse angchori, ijl am Don­nerstag in Portsmouth vom Stapel gelaufen. Es hat eine Wasserverdrängung von 20 250 > onnen, b\e Ge- schwindigieit beträgt 2 L Knoten; die Bestuckun.g wird aus zehn zwölszölligen Gescl.ü.^a und einer Auuwrpedoaas- rüsiung bestehen, deren Eeschützdurchm-uj r Zoll betragt.

An^ Buenos Aires wird gtzmcidet: 2tc R ev 0 - littion, die schon seit einem Monat -u Paraguay latent vorhanden ist, nahm in den Lebten Tagen einen ernsteren Umfang an. Zahlreiche Ba'den bemachtigtLN sich verschiedener Puulte an der Greu Ortes Villa Franca, Villa Lüva, P- 3taviru. Die Bewegung geht von der Colorodopariei aus, deren Haupt General Cab aller i ist. Tie liberale Parlier-dürste sich anschlreßeu. Die Regierung vo» Para­guay stellte den telegraphischen Verkehr unter Zensur, ihre Lage soll sehr bedertlich sein.

In Seattle erklärte Prasrdent Taft in einer Rede, er würde alles tun, was in seiner Macht stände, um eine Stärkung der amerikanischen Handelsflotte ',u Wege zu bringen und auch bei den gcsetzgebcm > r. Körper-- schaften dafür eintreten. '

Aus Melilla wird gcinelde- Die ^pa ic r haben -ich der Höhen von Beni En s a r Demi et) r - g t, die |'ic befestigen. Sie hatten einen Verwundeten.

Deutsches NeZch,

Der Kaiser horte, wie aus Romiuten gemeldet wird, am Donnerstag die Vorträge des Staatssekretärs v Dr pist des Chefs des Marinekabinetts Vizeadmiral v. Muller und des Schati'.ileuverwalters und Korreipondenzjettetärs des Kaisers, Oheimen Oberregierungsrats Mreßner. ^ie genannten Herren wurden auch zur Tafel befohlen.

Der Kaiser verlieh dem sächsischen Krieg sm i nister Frhrn. v. Hausen den Schwarzen Adler- 0 r b e il

Dem Üronprinzenpaar em 5ohn geboren!

Dem deutschen Kronprinzeiipaar ilt der dritte Soh" geboren worden. Diese Nachrrchi wird überall fr0.,er - J- nct.^me begegnen, umsomehr, da die Kronprinzessin und der Neugeborene sich wohl befinden.

Potsdam, 30. Sept. (10 Uhr 45 Min. abends.) Die Kronprinzessin ist soeben glücklich entbunden worden, wie verlautet, von einem Prinzen. Amtliche Auskunft ist noch nicht erfolgt.

Potsdam, 1. Okt. (Amtlich) Zur Prinzengeburt im Kronprinzenhcruse ist folgendes Bulletin ausgegeben worden: Marmvrpalais, 1. Ott., 12 Uhr 30 Min. Die Kron- )rinzessin ist gestern abend von einem gesunden Prin­zen glücklich entbunden worden. Bumm. Keller.

Potsdam, 1. Ott. Der Kronprinz, der von Mlenstein über Berlin gegen Mitternacht hier erwartet wurde, traf verspätet gegen 3 Uhr 30 Min. im Marmor- palais ein. Die Kaiserin verweilte von 10 Uhr abends bis zur Ankunft des Kronprinzen bei der Kronprinzessin und begab sich gegen 4 Uhr morgens ins Neue PalaiS.

Stapellauf der Linienschiffes « Ersatz Oldenburg."

Wilhelmshaven, 30. Sept. Heute nachmittag um 1 Uhr ist auf der Kaiserlichen Werft in Gegenwart einer großen Fest - Versammlung der S tapellauf des LinienschiffesEr­satz Oldenburg" vor sich gegangen. Erschienen waren die vier anwesenden Admirale, der Oberpräsident von Hannvoer, Wentzel, die Fürstin zu Inn- imb Knyphausen, Offiziere und Beamte der Garnison. Abordnungen der Marineteile, Arbeiter, Bürgervereine und Schulen. Vor der Tauskanzel stand eine Ehrenwache vom zwecken Seebataillon mit Fahne und Musck. vttrch der Begrüßung der Festgäste durch den stellvertretenden Stationschef Kvntreadmiral Schröder geleitete der Oberwerft­direktor die Ehrengäste zur Taufkanzel. Sodann hielt der Ober- präsident von Hannover, Wentzel, die Taufrede. Anschließend ergttff die Fürsttn zu Inn- unb Knyphausen eine bereitstehende Flasche Rheingold und taufte das Schiff auf den Namen O st f r i esl and". Bald danach glitt das bekränzte Schiff unter tausendsttmmigem Hurra und den Klängen der Nationalhymne ins Wasser. ____

auf Mißverständnissen und Entstellungen beruhenden Ver stimmung und zu friedlicher Verständigung ohne perspu liche Angriffe und Verunglimpfungen führen dürfte. Der Ausschuß sprach dem Parteiführer Dr. Casselmann sein vollstes und ungeschmälertes Verttauen aus.

Der R e i ch s t a g s a b g e 0 r d n c t e .H e n g s b a ch ka:.v in einer Versammlung in Mülheim-Styrum auch auf bi' gegen ihn erhobenen Beschuldigungen zu sprechen und erklärte nach derRhein n. Ruhrztg." erneut die gänze Geschickte, die selbstverständlich ein gerichtliches Naclispiei haben werde, für erlogen. Aus der Tatsache, daß er über neun Jahre von seiner Frau getrennt lebe, hab.' sckii das Lügengewebe gebildet. Zu der Reise nach der Sst'weiz mit einem Frauenzimmer erklärte er, daß er im August 1900 nach einer zweimaligen Operation an Blinddarm - entzündung zur Erholung dorthin gegangen fei. Er habe einen Bauunternehmer als Reisebegleiter, ferner seinen 13V-- jährigen Sohn und eine 13 Jahre alte Tochter cir.. Parteigenossen mitgenommen. Letztere habe, eine frühere Schulfreundin, die in Luzern lebte, besuchen wollen. Aus diesem Mädchen habe man dann in dem Briefe, der tu der Landlungsgehilsenversaniinlung verlesen wurde, estt Frauen- zimmer gemacht. Er würde nicht in einer BersammlMtg auftreten, wenn an der Sache etwas Wahre- wäre.

In. einer in Kölii am gestrigen Don neue rag aogehn.l- tencu Sitzung-de: so stalpolitiscsteu Ausschusses des Fn.ter- nativ n a l e n V e r b a n d e s d c r K ö ch e wurde einstimmig bedauert, daß durch die B ie r pr e i s c r h 0 h u n g die Existenz der Äasthausangestellten unsicherer gemacht wird. Ferner wurde dem Besremder ' usdruck ge ben, daß ben An - gestellten trotz der erhöhten Vierprei.se kern gewisses festes Giniommen gewährt wird. D'.e Frage soll durch gemeum sch ast liche Beratungen nuischen den Arbeitgebern und den Arbeitnehmern einer Lösung entg<gengeführl werden. T e Regierung soll ersucht werden, ijmqüeten -ur Erlangung von Unterlagen hinsichtlich der Einkommen der ^gestellten 'n veranlassen und vor altem über die durch nichts begrün­deten Abgaben, die die Arbeitnehmer an die Arbeitgeber zu entrichten haben.

Ausland.

Der ungarische Ministerpräsident Dr Weker l e wurde am Donnerstag vom Kaiser Franz Josef tu einckündigec Audienz empfangen. Eine Entscheidung m nicht erfolgt; sie ist erst in der nächsten Woche erwortbar

DerMattn" meldet aus Madrid Int Saufe des letzten Ministerrats isü die Errichtung eines Generalkapitän-Postens für A jtif a be­schlossen worden. Der Sitz des neuen Generalrapttanc.is wird entweder Ceuta oder Melilla feilt. Als erster ^ngaben diese-- Postens, welcher den Generalkapitänaten von Madrid und Barcelona gleichbedeutend ist und mit 150 uOO Pesetas botiert wird, wird General Marina genannt. Die ständigen Garnisonen von (Senta und Melilla sollen auf je 15 000 Mann erhöht werden. Die no,.'endigen Kredite werden sich bereits im Budget von 1010 befinden.

DasBerl Tagebl." meldet aus Petersburg: Wie ver- fautet, ist der Zustand der Zarin so ernst, daß her Dos wahrscheinlich ben ganzen Winter über in der Krim, verbleibt.

Der Reichskanzler traf am Ton. abeno 10 Uhr von Linderhos lommend in Miin di. u ?.Am Bahnbof begrüßte ihn Ministerpräsident v. Podeivrch. oer preußische Gesandte und die ?erren der prenpisweu C ändtschast. Um 10 Uhr 25 Min. trat der Reichslünzler bie Reise nach Berlin an.

Der Gefchaftsführende Ausschuß der n a 11 0 n a 1 i 1 b e -- raTen Landespürtei in Bayern r. u An Hal, so schreibt dieNatl. Korr.", beschlossen, das Verhältnis der nationallibcralcn Landespartei zum derzeitigen baycr schen Block einer gründlichen Revision zu unterziehen. Anlaß dazu gab insbesondere das Vorgehen des Jnnglibrr . : Landesverbandes auf seiner Tagung in Roth a. S ES soll möglichst bald der Land es ans schuß cinbernfen werden, um die definitive Stellurnpnahme zu der neuen Situation zu beschließen. Dus Verhältnis der Landespartei zu den alt.-n Organisattonen, der freisinnigen wie der demokratische-! Partei, ist durchaus freundschaftlich. In der Frage^ bei Lehrerartsbcsserung hofft der Geschäftsfübrende Ausschuss einen Weg zeigen tzu können, der zu einer Beilegiing bei: und Entstellungen beruhenden Ver

dlicher Verständigung ohne Person

Eine Stöffling der englischen zlottenpolitik.

Tie englische Regierung- hat durch ein Ab-w mm en sich die Beherrschung der Mstenstattonen für drahtlose Tele- araplne gesichert. Alle Stationen der Marconi-Gesetlfchaft gehest in "den staatlichen Besitz über, was y.tuptsächlich ans militärischen (Gründen'erstrebt worden ist.

London, 30. Hept. Generalpostmeister Buxton

zisten gekommen. Petersburger Tele-

Ägj-j esse £ KÄS.WA,«-Ä

ultLrtaneTt Rublewsky und Roetger, die gegen WWMZW SÄÄÄSMÄÄ» - zL bci i>en russischen Gerichten anhängig gemacht und JmJrS s^aft hätten die volle Möglichkeit, Schadenersatz ^etran *r «ranerei, deren Tor er gqchlosten vors-mo U.W.Ü??

r n'K'KL.

mwr her ^ohne jemand Schaden zuzufügen Alsdann S unbehirblrt der Verkauf der Brauerei durch den rufst sch i... Gerichtsvollzieher statt. Der wahrend der Auktton eingetroffene b e u t f d] e St onful erklärte, er habe nie Weisung emilt, keinen Widerstand zu leisten, russische Obrigkeit erhob Klage gegen,bie deutschen Untertanen wegen der der Polizei zugefugten B< leidigung und händigte das sich darauf beziehende srotokoli dem russischen Konsul zur wetteren Uebergabc an ben deutsch en Ko iful ein Dieser reichte seinerseits Pro test ein gegen die von der russischen Obrigkett verübte Verletzung des Exterritorialrechtes deutscher iintertanem

Der rechtliche Kernpunkt ist noch immer unklar, und hie amtlichen russischen Kreise bewegen sich m seltsamen Wid-r7pr!i^n Zuerst heißt etz. «s.Grund der Erkeuntuls, , dre erwähnte Brauereigesellschaft fei Eetne 1 urrstische Person, seien die Geldforderungen den einzelnen Be­teiligten vorgetegt worden, und dann rechtferngt das mttm'che Bezirksgericht sein Vorgehen doch wieder damtt, AU die W cha t als eine Juristische Person an. Um estie Steuerangelegenhr. scheint es sich uberhmipt nicht 'n bandeln- es bleibt indessen unbekannt, wer diedci- scki^en VersonLchkeiteii" sind, die als Gläubiger fign.- rieren Ob es berechtigt war. daß der Gerichtsvollzieher X weit-res zum Verkauf der Brauerei schreiten wollte, tt? äußerst zweiselhaft. Mr muß sich darüber wundern, daß der Sachverhalt so mangelhaft dargesteM wird, was aber vielleicht auch au einer Verstümmelung durch das deutsche Wolff'sche Bureau liegt. Eigenarttg ist auch, daß das rmssische Gericht die beteiligten Deutschen aus Schaden­ersatzansprüche verwies, und es Hi sehr 06^01101^, daß die deutschen Besitzer von sokurzem Prozeß" mchtv wissen mochten Trotzdem über dem deutschen Besitztum die verasche Flaggt wehtk. sind bie ^oliänten m

dZ deutsche Schtztum cingedrungen und haben damit die Schuld einer Schlägerei auf sich geladen. Der deutsche Aul hat dann mit Recht Beschwerde darüber gesuhrtz daß die Exterritorialität des Grundsmcks von den 3rus,en kaum efn'3wt,fel darüber, daß dte Rusten eine amtliche Entschuldigung vorbringen und die deutschen Untertanen entscb.tz. igeu müssen. anttliwe ^eiosfentz lichung zeigt, dap die Deutschen tm Rechte waren. Er­staunlich ist es, daß das anttliche WoiN schr Bureau den Sachverhalt durch die russische Binlle dargellt, ochie von der deutschen Regierung gleichfalls mit amtltchem^ Material versorgt zu werden. Die deutsche Oeffentlichkett hat ein Recht darauf, zu wissen, welche amtliche deutsche Schritte in einer Angelegenhett getan worden sind, die, wie vtcje, so außerordentliches Aufsehen erregen mußte

Nr. 230 rftes Matt 158. Jahrgang Freitag 1. Oktober 190^»

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erscheint täglich, außer Z' ' fMr ' : * A jährlich Dtt. : 20; durch

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viermal wöchentlich Vl.: durch

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