widmeten l'icb 27 den« Volk-Sschulfach und belichten zu dieseiu Zwecke den Pädagogischen Kursus zu Darmstadt. Die Zahl der Abiturienten i|t nn Laufe dec letzten 20 Jahre ganz gewaltig gestiegen. Sie betrug im Jahre 1878 nur 112, itn letzten Jahre aber 420, also beinahe viermal so viel. Von diesen studierten damals 16, von den letztjährigen Abiturienten aber 75 Pbilalogie, d. h. beinahe fünfmal so viel. Auffallend ist, wie infolge der ungünstigen Aussichten die .Zahl der Abiturienten, welche die Rechtswissenschaft zu ihrem 'Fache auserkoren, im letzten Jahre gesunken ist. Sie betrug vor zwei Jahren noch 66, im vorletzten Jahre noch 61, im Jahre 1908 aber nur noch 34.
" Gegen die S ch il n d l i te ra t ll r. Am 27. Mai fand im Sitzungssaale des Ministeriums des Innern unter der Leitung des Ministers Dr. Braun eine Vorbefprechjmg über die im Kampf gegen die nufere urteilslose Jugend überflutende Schund- und Schandliteratur zu treffenden Maßregeln statt. Hieran nahinen außer den Räten der Schulabteilung der Vorsitzende des Polizeiamts, Regierungsrat Dr. Kranzbühler, der Leiter des Volksbildungsvereins, Reallehrer Lerch, und die Professoren Lautefchlägec iind Kissinger teil. Letzterer hatte das Referat für diese Beratung übernommen, das diirch Regierungsrat Dr. Kranzhühler diirch Mitteilungen aus den Erfahrungen deS Polizeiamtes ergänzt wurde. Die Besprechung gliederte sich nach den vier Gesichtspunkten: a) Teilnahme der Lehrerwelt an diesem Kampfe; b. Beteiligung der Städteverwaltungen rind Schuldeputationen; c. Gesetzgebung und Kolportagebuchhandel; d) Beachtung der kmematographischen Vorführungen. Rach einer vielseitigen Besprechung, an der sich sämtliche Herren beteiligten, wurde beschlossen, das erstattete Referat durch Druck zu verviel. faltigen und einer weiteren Beratung zu Grunde zu legen, zu der demnächst in größerem Umfange Einladungen- ergehen werden. Auch Vertreter des Buchhändlerstandes sollen dabei zugezogen werden.
□ Albach, 29. Mai. Durch Brand st ist ung -wurden, wie schon berichtet, kürzlich drei Scheuern nebst - Stallungen eingeäschert und die Kirche schwer gefährdet. Es : handelt sich um die Hofreiten der Landwirte Balser, Zimmer und Wehrum. Gestern weilte der Staatuanwalt, die Gendarmerie und der Polizeischutzmann aus Wetzlar mit seinem Spürhund hier. Er verfolgte eine zum Teil noch sichtbare Fährte durch Garten und Wiesen bis zu einem Halis in Steinbach, dessen Bewohner schon bei der dortigen Brandstiftung als höchst verdächtig erschien. Man glaubt, daß der Verbrecher durch den Brand in Albach den Verdacht aus hiesige Einwohner abwälzen und die Verhafteten entlasten wollte. In unserem Dorfe hat es seit fast 100 Jahren nicht gebrannt. Die drei Landwirte sind durch das Feuer schwer geschädigt, da sie nur ungenügend versichert sind lind sämtliche Futtervorräte verloren haben. Auch eine Dreschmaschine -wurde vernichtet.
H Lich, 31. Mai. Auch hier ist vor einigen Jahren der Konfirmationstag von Pfingsten auf den „weißen .Sonntag" verlegt worden. Dadurch ist es leider fast unmöglich geworden, die Feier auch äußerlich durch herrlichen grünen Schmuck der Kirche schön zu gestalten. Viele Leute, die sich nur schwer vom alten Herkommen trennen konnten, empfinden das als eine Lücke. Was cm Ostern nicht möglich ist, sucht man an Pfingsten nachzuholen. Wenn auch die Konfirmation verlegt werden mußte, an dem alten Brauch, an den Pfingsttagen „das Fest mit Maien zu schmücken", . bic aus den fürstlichen oder städtischen Wäldern zur Verfügung . gestellt werden, hält man znr Freude der Einwohner und in Erinnerung an frühere Zeiten fest. Und das mit Recht! i Auch in diesem Jahre war die R« a r i e nst iftski r che wieder mit zirka 20 Birkenstämmen geschmückt, die, an den Säulen und Pfeilern stehend, bis hoch über die Emporbühnen ragten und den weiten Raum mit angenehmem und lieblichem Maien- buft füllten.
X Allendorf a. d. Lahn, 29. Mai. Die im Kreise Gießen errichtete zweite Wander-Hanshaltungsschule beendete hier ihren jüngsten sieöenwöchigen Unterrichtskllrsus. Rach der Besichtigung der ausgestellten Handarbeiten, die ningeteilte Anerkennung sanden, fand die übliche Prüfung in chaushaltungsarbeiten und erster Hilfe bei Unglücksfällen statt. Die Prüfung siel zur größten Zufriedenheit aus unb Regier- Tungsrat Weicker sprach Fräulein Wetzcll seinen Dank, den ]7 Mädchen seine Anerkennung für die guten Leistungen aus. ^Bürgermeister Volk dankte namens der Gemeinde der Behörde hür die segensreiche Einrichtung.
— Friedberg, 29. Mai. Das goldene Ehejubiläum konnten heute die Eheleute Pflastermeister Jörg begehen. Der Großherzog hatte dem Paar sein Bild ge- -wrdmet.
m. Friedberg, 29. Mai. Ein früherer Eisenbahn- bediensteter wurde wegen Vergehens gegen § 175 verhaftet.
Friedberg, 31. Mai. Eine Ortsgruppe des deutschen Luftflottenvereins soll hier gegründet werden. Zn der Woche nach Psingsten sindet ein Vortrag über den mutigen Stand und die Bedeutung des Luftschlffahrtswesens mit Vorführung von Lichtbildern statt. Zugleich ist dabei beabsichtigt, eine Konstituierung der Ortsgruppe Friedberg wrzunehmen.
L. Ockstadt, 31. Mai. Die Arbeiten an dem Neubau der katholischen Kirche schreiten rasch voran; man hofft, bis rum Herbste die Kirche unter Dach zu haben.
Q Rendel i. d. Wetterau, 30. Mai. D,e Bevölkerung msereS Ortes geht fortwährend zurück. Obwohl das Dors omch 801 Seelen zählt, sind doch nur zwei Kinder 'n ■ nie zweiklassige Schule aufgenommen worden. Hier herrscht nämlich das Ein- und Zmeikmdersyslem falt allgemein.
w Schloß Fr ie d ri chs h oft 31. Mai. Prinz und Prinzessin Friedrich Karl von H-essen sind gestern aus Dessau zum Somuieraufenthalt hier eingetroffen.
[J Marburg, 30. Mai. Wie jetzt feststeht, soll die Feier der Ankunft des 200 0. Studenten am 21. Juni auf Spiegelslust und im Anschluß daran die übliche Bismarckfeier bei der Schäferbliche mit Fackelzug durch die Stadt begangen werden.
Die Zernsahrt des Zeppelin II.
Die Nachricht, daß Zeppelin mit seinem neuesten Lust kreuzer am Samstag abend eine Fernfahrt angetreten habe, die ihn in der Richtung nach Berlin führte, ließ in der Neichsliauptstadt das Gerücht auftreten, daß Zeppelin auf dem Tempelhofer Felde landen würde. Tausende strömten hinaus, um dem seltenen Ereignisse beizuwohnen. Der Kaiser traf gegen 5 Uhr in dem am Rande des Tempel- hofer Feldes belcgeneu Ofsizierskasino des Augusta-Regiments ein. In der elften Stunde traf dann die Nachricht ein, daß Zeppelin bei Bitterfeld den Rückweg an- getreten habe; aber nur langsam zerstreute sich die Riesenmenge.
Die von günstigem Wetter begleitete Hinfahrt ging über Nürnberg. Erlangen. B-a^r urh, Hof. Planen, Reichen- bach, Zwickau, und wurde überall stürmisch begrüßt. In Leipzig erwartete man das Luftschiff gegen 2 Uhr, es traf aber erst 5i/4 Uhr ein und fuhr nach einigen Wendungen in der Richtung nach Berlin weiter. In der Nähe von Leipzig warf der Gras ein Telegramm an das Lustschifser- bataillon in Berlin ans, in dem er um Hilfsmannschaften zur Landung auf dem Tempelhoser Felde bat. Gegen 7 Uhr erschien der Ballon bei Bitterfeld, wo eine heruntergeworfene Depesche die Rückkehr meldete, alles sei in bester Verfassung. De>. Ballon nahm bann seinen Weg über Halle, Eisleben, Würzburg, Heilbronn, Stuttgart, wo er um 9.10 Uhr erschien. In eleganter Wendung fuhr er über das Weichbild Stuttgarts, umkreiste den Turm der Hospilalkirche und zog hinter das kronprinzliche Palais, auf dem die ganze Familie des Herzogs Albrecht versammelt war und dein Grasen begeistert zujubelte. Er flog an dem Königs bau, hundert Meter über den Häusern, in sausender Fahrt vorbei und überflog die Anlagen.
Bet Unter turkheim fuhr der Luftkreuzer nur wenige Meter über den Wiesen, so daß die Landung bevorzustehen schien. Plötzlich erhob er sich wieder und entschwand den Blicken, neckaranswärts fahrend.
Ilm 11.20 UH stieß „Z 2" auf einer Höhe 6c t Göppingen gege.n einen Banm, wodurch die Spitze eingedrückt wurde, lieber die Ursache des Unsalles wird folgendes betannt: Auf den in. der Nähe liegenden Ratskellerwicsen war eine Landung beabsichtigt, weil der Benzinvorrat völlig auf die Neige gegangen jnar. Bei der Landung wurde ein Birnbaum von dem Steuer manne des sehr niedrig fahrenden Luftschiffes übersehen. Die Spitze des Ballons verfing sich in den Aesteu des Baumes. DaS Aluminium wurde auf etwa 30 Meter völlig zerdrückt und auch das vordere H ö h e n ft c u e r zer - ft ö r 1. Jetzt wird unter Verkürzung des Ballons eine aus- hilfsweife Bailonfpitze aus dem zerstörten Aluminium her- gestellt. Zeppelin ist nach Friedrichshafen zurückgetehrt. Der Besuch der Reichstugsmitgliedcr wird wahrscheinlich verschoben werden müssen.
Um 5 Uhr nachmittags traf eine Kompagnie des Grena- dierregimeuts Nr. 123 aus llfm in Göppingen ein und sperrte die Landungsstelle in weitem Biogen ab. Zur Sicherung des Luftschiffes werden von Pionieren tiefe Schächte gegraben, um eine wirksame Verankerung durch- zuführen.' Gegen 5 Uhr kamen Direktor Eolsmann und Graf Zeppelin iuu. sowie eine Abteilung des technischen Personals der Propellerwerft in Automobilen.
Das Luftschiff liegt auf einer hügeligem für eine Landung äußerst ungünstigen Stelle. Während die zertrümmerte Spitze den Erdboden berührt, erhebt sich der Hintere Teil infolge des ungünstigen Geländes etwa 20 Meter hoch in die Lust. Meterlange Alumini'.lmstrangcn liegen zertrümmert vor dem Baiim, der den Unfall veranlaßte. Da um 1 Uhr eine kräftige Brise eingesetzt hatte, wurde das Luftschiff, um es vor dem Winde zu schützen, unter allgemeiner Mitwirkung des den Landungsplatz zahlreich umstehenden Publikums gedreht. Die Unglücksstelle, die näher bei Jebenhausen, wie bet Göppingen liegt, gleicht äußerlich ungefähr dem Echterdinger Landungsplatz. Ein Teil des Personals des Grafen Zeppelin, das übernächtigt und abgespannt ist, beschäftigt sich bainit, bic Aluminiumträger zu en rfcrn.cn. Der Verkehr auf ber Chaussee, die nach bem Unfallplatzc sührk, ist gerabezn lebensgefährlich.
Zu dieser ausgedechiten Fahrt wirb von ber Zcppelin- Luftschisfahrtsgcse! lschaft noch folgenbes erklärt: Die Fahrt war als eine Zeitfahrt gebucht: sie sollte so lange wie möglich ausgcbehnl werden. Ein bestimmtes Ziel für die Fahrt war zunächst nicht in Aussicht genommen. In Leipzig faßte ber Graf beit Entschluß, nach Berlin zu fahren. Ungünstige Windverhältnisse nötigten ihn jedoch, die Richtung zu ändern.
Drahtnachrichten.
Berlin, 1. Juni. Der Kaiser sandte an den Grasen Zeppelin ein Telegramm, in bem er seiner, seiner Familie und der Berliner Bevölkerung großer Enttäuschung über die unerwartete Umkehr des Grafen Ausdruck gab, nachdem er seine bevorstehende Ankunft beim Luftschifsbataillon gemeldet hätte. Gras Zeppelin telegraphierte an den Kaiser, er Habs niemals davon gesprochen, nach Berlin au kommen und er bitte eine Untersuchung annistellen, wer das g e s ä l i ch t e Telegramm an daS Luitschifserbataillon gejrhial habe. Er hoffe, sich in etwa 6 Wochen mit dem wiederhergestellten Luttschiff beim Kaiser melden zu können. An den Reichslag sandle Graf Zevpelin ein Telegramm, daß ber Unfall des Z. 2 einen Aufschub der ergangenen Einladung erforderlich mache.
Stuttgart, 1. Juni. Ter Unfall ist sehr ernst. Das Luftschiff wurde vom W i u b c gegen einen Baum geschleu den. Die Sp'tzc des Luftschiffes wurde zertrümmert und bic Umhüllung in einer Länge pon 30 Meter auf gerissen. Ein Telegramm Zeppelins besagt, daß die Wiederherstellung 6 Wochen in Anspruch nehmen werde.
Friedrichshafen, 1. Juni. Zeppelin ip um *41 Uhr nachts im Automobil hier cingetrossen. Sein langes Ausbleiben hatte Besorgnis erregt und Tausende erwarteten vor dem Deutschen Hause seine Ankunsl. Der Gras kehrt heute wieder nach Göppingen zurück.
(Göppingen, 1. Juni. Die Ausbesserungsarbeiten nehmen raschen A-ortgenq. Zur Ausbesserung der Hülle muß das Luft- schiss z. T. ouscinandergenommen werden. Es soll ein Verschluß angebracht werben, durch den es möglich sein wird, das Luftschiff nach Friedrichshafen zu bringen. Tic Fahrt dürfte rückwärts vorgenommen werden. Die Steuerung ist nicht beschädigt.
Gerrehtsferal.
Rheims, 31. Mai. Der Anlimililarist Grimbert hatte gelegentlich des Vorbeimarsches einer Kompagnie deS 132. Jnfanteric- regiments eine iranzösische Fahne aut dem Mist Hanken im Hoke iciiies Hauses anfgevflanzk. Der Führer der Komvagnie, Leutnant Basson, ließ bic Fahne entfernen, woraus Grinibert den Offizier bclcibigte. Gegen Grimbert wurde infolgedessen ein gerichtliches Strakvcrfahren eingeleitet. In der Vcrhaudlmig ivurbe Grimbert kieigesvrochen. In bet' Begründung des Urteils heißt es, daß der Oisizier keinerlei Polizeigeivalt halte und baß somit keine Be° leibigimg gegen einen Vertreter ber öffentlichen Gewalt in Ausübung seines Anil es Vorgelegen habe.
Kleine Tageschronik.
Das große Los der preußischen Klassen-Lotterie siel auf die Nummer 265 205.
Am Samstag gegen 31/2 Uhr nachm. wanben zwei Damen in einem Abteil erster Klasse des E il zngs Rr. 19 Köln Berlin zwischen den Stationen Kamen und Nordboeggc von einem Mann überfallen, der während ber Fahrt das Abteil bestiegen hatte. 2er Täter sprang, nachdem der Zug durch die Notbremse int Bahnhof Nordvocggc gestellt war, vom Zuge, und entfloh. Auf seine Ermittelung wurde eine Belohnung von 1000 Mark ausgesetzt.
Auf dem Truppenübungsplätze Elsenborn bei Aachen stürzte der Major Schulz vom 29. Infanterieregimente mit dem Pferde und bohrte sich beim Fallen den Degen in die Seite. Er War sofort tot.
In Petersburg sind drei Fälle von Beulenpest und zwei Don Aussatz vorgekommen; hin und wieber sinb auch Cholerafälle zu verzeichnen.
M cI)r cr c Erdstößc sind am Samstag in Griechenland verspürt worben. Der Schaden ist geling.
In mehreren Orten Südchinas ist die Beul en pest aufgetreten, besonders bösartig in der Nähe von Amoy; jeden Tag sterben etwa 50 Menschen an ber Seuche.
In ber Stadt Zephyr in Tex as wurden durch röten Wirbelwind über 30 Personen getötet Eine Feuersbrunst vollendete das Zerstörungswert. Auch'in dem Staate Oklahoma wurden durch den Sturm 22 Personen getötet und öO verletzt.
Märkte.
fc. Frankfurt a. TL, 1. Juui. (Telegr. Orio. - Bericht des „Gieß. Änz.".) Amtliche Notierungen der heutigen B i e b m a r kl- preise. Zum Verkaufe standeu: 361 Ochsen, 70 aus Oesterreich, 24 Bullen, 0 aus Oesterreich, 582 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 245 Kälber, 106 Schake und Hammel, 1583 Schweine, 2 Ziegen, 00 Ziegenlämmer, 0 Schaklämmer. — Bezahlt wurden für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1. Qualität 76 —78 Mk., 2. Qualität 69—72 Mk., 3. Qualität 58—62 Mk.; Bullen: 1. Qual. 61—63, 2. Qual. 57-59; Kühe 1. Qualität 70-72 Mk., 2. Qual. 58-60 Mk., 3. Qual. 46-48 Mk., 4. Qual. 00-00 Alk., 5. Qual. 00—00 Mk. Bezahlt wurden für das Pfund Schlachtgewicht: Kälber 1. Qualität 95 bis 98 Psg., Lebeudgewicht 57—58 Pfg., 2. Qualität 86—94 Psg., Lebendgewicht 50—55 Psg., Schlachtgew. 00-00 Pfg.: Schafe: 1. Qual. Schlachtgew. 80 bis 00 Psg., 2. Qual. 70—74 Psg. Schweine: 1. Qual. 68—69 Pf., Lebendgewicht 53,5—54,0 Pf., 2. Qual. 67—00 Pk., Lebendgewicht 53,0 —00,0 Pfg., 3. Qual. 60—66 Pfg., Lebendgewicht 00-00 Pfg. Geschäft beij Hornvieh mittelmäßig, Ueberstand unbedeutend, bei Kleinvieh gut, kein Ueberstand.
Oxrginal-DrahtzrreL-uitgen.
Turin, 1. Juni. Infolge bet Bäcker-Ausstandes war Turin gestern ohne Brot. Tie Militärbehörden errichteten öffent- licbe Brotverkaufsstellen und ließen auch aus den umliegenden Ortschaften Brot nach Turin schaffen.
Anger, 1. Juni. Gestern fanden hier die großen Feste der Turnvereine und militärischen Vorbereitungs-Gesellschasten Frankreichs ihren Abschluß. Dabei kam es zu einem Zwischenfall. Als ber Kriegsminister nach bem Bahnhof abfahren wollte, um nach Paris zurückzukchrcn, stürzte sich ein Tlann vor die Ehreu- Eskorte und rief wiederholt: „Es lebe der König !" Hieraus stürzte er sich auf einen Oberst, den er anscheinend für den Minister hielt, imb riß ihw unter dem Ruie: „Nieder mit Pieguart, bem aus ber Armee ausgestoßeneu Offizier!" deu Feberbusch vom Helm. Ter Augreifer unb zwei zu ihm gehörenbe Personen ivurden verhaktet. Der Minister setzte ohne Aufregung die Reise nach Paris unter Hochruken der Menge fort.
M 0 ntpelicr, 1. Juni. Bei den Schießübungen des 142. Infanterieregiments im Lager von Larzae griffen Rcsc r- Pisten Unteroffiziere an, über bic sie sich besagten. Sic stießen drohende Rufe gegen die Vorgesetzten aus und ergriffen die Flucht, als Offiziere hmzukamen. Die Namen der Kundgeber, die revolutionäre Lieber fangen, wurden fcftgcftellt.
London, ,1. Juli Der neue überwälsigenbe Rekord des Z c p V e l i n f ch c n Luftschiffes wirb hier viel besprochen unb /erregt allgemeine Bewunderung, namentlich der Umstand, daß er es wagte, bic Rückfahrt anzutreten, ohne nieder*,ugehen.
<w. lEeniäeberg’, Zürich
Direkte Bezugsquelle von Seidenstoffen jeder Art.
Schon verzollt! — Verlangen Sie Muster! (D5/^
rTl TL TD _ 7_ Möbelfabrik und ku^ X. ' * - -OZ UvJl gewerbl. H erlcstütte für «infache und vornehmste Wohnungs-Einrichtungen. Beste Referenzen. Man erbitte Jubiläumskatalog. Reichste Auswahl in Salons, Wohnzimmern, Speise-, Herren- und Schlafzimmern. Individuelle intime Durcharbeitung. Teppiche, Vorhänge, Linoleum Lieferung franko jeder Bahnstation. - Telefon 373 u Voranschläge kostenlos und ohne Verbindlichkeit. Ersuche um unverbindlichen Besuch Her {fressartigen Ausstellung «räume. + + + + + + + + + + Couverts billigt
Srödl'iche UniverKtSts-vrllckeret. SirUr«.
Frist riunrtroürit: ->cf)önc Lomm. Malta Kartoft'., spwie üoKfcftigcr, eaner Emmen t)ater Käke bei: (3117
Job. Seibel, Lndwigsviab. HlUlsPäne 2.75 Mark S Klemqrschn. Abfallhoi; 3,25 Mark. I. WeUböfer.
5 Eaaransfall
Lchuvven verhindert.Armouto' ff. Arnckahaaröl, Flaichc 50 Psg. ।
Mdfer-Med.-Drogerie. Otto Schaaf. 1
M. Haas III. I
Bleidntr. 8, Hinterhaus, Telefon 692 ->
Diese Schutzmarke
ffireieeß
ist eine Garantie für die reine und imübertreffliche Doalität einer Seife.


